Minus: – : Lightweight Branding

Wenn ich in letzter Zeit etwas über Ligtweight lese, entwickle ich leichte Gefühle von Genervtheit.

Ich hatte zum ersten Mal mit Leightweight so Anfang 2000 zu tun, als Juliane den Vertrieb für die Räder in Japan übernahm. Irgendwie hatte Sie, die es immer gut konnte, die Leute dort während eines Deutschlandsbesuches überzeugt, dass Sie deren Vertrieb in Japan organisieren könnte. Und das hat sie dann Jahre gemacht, bis sie 1009 zurück nach London ging. Es gab einen Satz von Standard Lightweight Rädern die unter 1.000 Gramm als Satz wohnen, Schlauchreifen brauchten, nicht repariert werden konnten und bei denen der Schriftzug Lightweight irgendwie mit einer Schablone mehr recht als schlecht auf das Carbon der Felgen gesprüht war. Das ganze war sehr technisch, wenig Design und irgendwie ehrlich. Also klassische deutsche Ingenieurarbeit für Radprofis und Amatuerspinner die sich das leisten konnten. Ich wollte keine Schlauchreifen und trotz des netten discounts war mir das alles zu teuer, ich habe nie welche besessen. Technisch sind das wahrscheinlich gute Räder,  aber der ganze Aufwand und das Risiko dass was kaputt geht …. hey, ich habe andere, richtige  Probleme in meinem Leben.

Dann kam noch so ein Riathlonrahmen raus den kein Mensch gekauft hat außer einem Anwalt in Roppongi und dann gab es noch die Obermayer Wheels, die, wenn ich mich richtig erinnere, nur Bergauf gefahren werden durfen weil man auf den Felgenflanken nicht bremsen sollte oder konnte.

Heute gibt es hunderte von verschiedenen Lightweight Variationen.

Technisch hat sich da, meiner Ansicht nach, seit Jahren nicht viel getan. Ok, hier und dort wurde noch ein wenig optimiert. Viel mehr Arbeit wurde in das Design und die Alltagstauglichkeit gesteckt. Die Dinger sehen heute besser aus, es gibt sie für Draht/Faltreifen und somit vrschiebt sich der Fokus vo Leistungssport- auf den Freizeitbereich.
Ok, so weit so gut.

Leider hört das Lightweight Branding hier aber nicht auf. Mittlerweiel gibt es auch einen Rennlenker für 349 Euro

Lightweight RENNBÜGEL

Lenkerband für 15 Euro:

Lightweight Handband weiss

Flaschenhalter für 69 Euro:

Lightweight Flaschenhalter

und sogar Aktentaschen, Kaffee udn Kleiderbügel.

Lightweight Aktentasche

Lightweight Espresso

Lightweight Kleiderbügel

Damit ich hier nicht falsch verstanden werde. Ich finde die Lightweight Produkte technisch nicht schlecht. Mir geht dieses Branding auf die Nerven Ich fahre auch kein Rad von BMW, habe kein Aftershave von Colnago und trage keine Socken von Lamborghini oder Lotus.

3 Kommentare

Eingeordnet unter +/-, 2013, Design&Fashion, Mob

3 Antworten zu “Minus: – : Lightweight Branding

  1. Den Kleiderbügel kann man ganz leicht selbst herstellen. Man kauft sich den LRS den man nur den Bergauf fahren darf, bremst ihn sich kaputt und teilt anschließend die Felge in vier Teile. Et voilà.

  2. Und man kann Kleiderbügel relativ einfach kaufen. Oder aus teuren Hotels mitnehmen. Diese erfüllen dann exakt die gleiche Funktion wie der Leightweight Kleiderbügel.

  3. svenski

    Was das genervt sein wegen der Lightweightmanie angeht, kann ich nur auf The V der velominati verweisen: „Harden the fuck up!“ 😉

    Gruß, svenski.

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