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Nick’s Berma

Nick ist der Sohn von Thomas und wünscht sich ein Rennrad. Mit Thomas saß ich mehrere Jahr im gleichen Büro und irgendwann war es soweit, dass Nick groß genug war, ich einen passenden Rahmen hatte und allgemein die Ansicht bestand, dass nun ein guter Zeitpunkt wäre.

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Es ist nicht einfach ein klassisches Rennrad für einen Jungen zu bauen, denn dem Jungen ist es egal, ob das Rad klassisch ist oder nicht. Schnell sollte es sein und gut aussehen, wobei „gut“ schwer zu beschreiben ist. Zum Glück gefiel Nick ein Giant TCR, das ich Thomas einmal ausgeliehen hatte, so dass ich mir nicht so viel Sorgen machen musste, das er eigentlich etwas grelles mit Scheibenbremsen aus dem Baumarkt haben wollte auf dem groß „Todesstern“ oder „Platz da!“ draufsteht.

Und ich machte mich daran nachzudenken, wie ich klassisches Rennrad gut aussehen kann, ohne dass teure, alte Komponenten verbaut werden müssen. Und was zudem auch etwas aushält und einfach repariert werden kann: Teile wie Reifen, Laufräder, Lenkerband oder Schaltwerk gehören zu den Dingen, die ich an den Rädern meiner Kinder ständig reparieren muss. Und so kam die komplette Shimano 600AX Ausstattung wieder in die Kiste.

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Von Alexander hatte ich diesen schönen kleinen Berma Rahmen bekommen, der wahrscheinlich einmal von einer Frau gefahren wurde. Nur 46 cm groß, komplett mit einer Campagnolo Gran Sport Gruppe ausgestattet, bis auf einige Teile die in seinem längeren Leben bereits ausgewechselt werden mussten und durch billige Teile ersetzt wurden. Da waren schlimme Saccon Bremshebel dran, aber auch eine Miche Kurbel mit 160 mm Kurbelarmlänge, schlanke 650A Schlauchreifenfelgen und ein schöner, schmaler Rennradlenker von 3ttt mit nach innen gebogenen Enden. Das habe ich, bis auf den Lenker und die Kurbel, alles abgebaut, denn es war entweder nicht schön, oder nicht praktisch. Vorne gab es einen Umwerfer der zwei Kettenblätter bediente, das eine mit 43 und das andere mit 42 Zähnen. Wer hatte sich so etwas ausgedacht und warum?

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Berma ist ein kleiner italienischer Rahmenbauer aus Padua; das Unternehmen wurde 1930 von Mario Bertocco (woraus sich Berma ableitet) gegründet und baute unter dem eigenen Namen, aber auch für andere Marken Rahmen. Das Logo zeigt die olympischen Ringe, was vermuten lässt, dass irgendwann einmal ein Sportler auf einem Berma Rahmen bei den olympischen Spielen erfolgreich war. Im Netz gibt es einige sehr schöne Exemplare zu sehen – was aber nicht verhindert hat, dass es das Unternehmen heute nicht mehr gibt.

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Erst einmal weg mit der ganzen Campa Gruppe und auch mit den Saccon Bremshebeln.

Stattdessen montierte ich Tektro Kinderbremshebel, die ich auch selber fahre. Diese haben den Vorteil, dass sie eine sehr große Auflagefläche haben, auch aus dem Unterlenker für kleine Hände zu greifen sind und nicht so massiv aussehen.

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Bei den Laufrädern entschied ich mich, vor allem aus Gründen der Stabilität,  für einen Satz MTB 26er mit reflektierenden Streifen, die jetzt hier so aussehen wie Aerofelgen. Dummerweise hatte das Hinterrad eine Einbaubreite von 135 mm (der Rahmen aber nur 126), so dass aufwändig eine neue Nabe eingespeicht werden musste. Darauf kamen sehr dünne Schwalbe Reifen die lustigerweise für Rollstühle gedacht sind. Ich hoffe einmal, dass die keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 km/h haben. Und dazu Schläuche mit Autoventilen, damit Nick sich an der Tankstelle bedienen kann.

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Bei der Schaltung habe ich mich für die gut greifbaren Modolo Schalthebel entschieden und zwar zwei, einer für rechts und einer für links, obwohl vorne kein Umwerfer montiert ist. Der geht nur kaputt und macht das Rad komplizierter als notwendig.

Und bei den Bremsen habe ich vorne (quasi wie immer) die Campa Super Veloce verbaut, die hinten aber leider zu kurz waren,s o dass dort eine neue schwarze Shimano Bremse ran musste.

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Der Rahmen selber hat bereits einige Kampfspuren. Andererseits hat er eine schöne, verchromte Gabel und Pantographien an der Krone und an den Sattelstreben. Der Zusammenhang zwischen Berma, Padua und einer Taube (?) ist mir nicht unbedingt klar. Da das Berma Logo rot ist, habe ich die Tauben entsprechend ausgelegt.

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Miche Kinderkurbel mit 144er Lochkreis und 43er Kettenblatt. Und natürlich mit einer andersfarbigen Kettenblattschraube (in Berma Rot) wie bei allen Rädern die ich gebaut habe.

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Microshift Mezzo Schaltwerk. Microshift wird hierzulande meiner Meinung nach unterbewertet, für einen kleinen, taiwanesischen Hersteller haben die sehr gute Produkte. Zum Beispiel sehr günstige STI Hebel für 7 und 8-fach Schaltungen, mit denen man sehr schöne klassische Räder umrüsten könnte – wenn der deutsche Importeur (Messingschläger) die Produkte auch nach hier bringen und einfach verfügbar machen würde.

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Erste Probefahrt heute zur Eisdiele Molino mit der Tochter.

„Oh, das fährt ja viel leichter, und schneller als mein Rad (ein Vicini MTB)!“

„Und kann auf meinen Rad jetzt auch freihändig fahren – das geht hier auch bestimmt … vielleicht doch nicht.“

„Kaufst Du mir ein Spaghettti Eis?“

 

 

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New May Sales.

Laufräder und Felgen

Spinergy Rev X 700

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OK. Ich weiß. Wenn man die Dinger sieht dann gehen die Finger automatisch zur Tastatur und es wird „Suicide Wheels!“ kommentiert. Tatsächlich gibt es im Netz auch jede Menge Fotos und Beiträge wie die Räder versagt haben, allerdings beziehen sich diese ausschließlich auf die erste Version der Laufräder. Die hier angeboten Laufräder sind die zweite Version, die sicher ist. Das sieht man an der Seriennummer (die mit einer 2 anfängt), an den zusätzlichen Nieten zwischen Speiche und Felge und an den Lippen am Nabenflansch. Ich wiege über 90 kg, bin die gefahren und hatte keine Probleme mit denen, auch nicht mit flexen im Wiegetritt.

Für Shimano 10-fach Kassetten
Für Drahtreifen
Sehr guter Zustand, alle Aufkleber sind da und in einem guten Zustand. Keinerlei Beschädigungen an den Speichen oder sonstwo. Wirklich fast wie neu, auch die Bremsflanken sind kaum angebremst.

Mir fehlt derzeit das Projekt an das die Dinger passen würden, deshalb dürfen die gehen.
VHB €350

Ja, ich weiß, das ist teuer, aber der Satz ist perfekt.

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Außerdem verkaufe ich immer noch meinen Satz Topolino VX4.0, mehr Infos dazu hier.


Felgenpaket Wolber, Mavic plus

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Bestehend aus:

1 Drahtreifenfelge Wolber Super Champion Gentleman GTA 700 36L
geöst, poliert, guter Zustand, keine signifikanten Schläge

 

1 Drahtreifenfelge Mavic 700 36L
geöst, poliert, guter Zustand, keine signifikanten Schläge
Jemand hat das Ventilloch aufgebohrt.
Hat allerdings einen kleinen Riss an einer Öse, deswegen würde ich die nicht mehr fahren wollen. Nur zur Deko.

1 Felgenpaar Mosconi +? 650A für Schlauchreifen
Ja unglaublich, in 650A, diese Größe ist heute unheimlich schwer zu bekommen. Vermutlich gibt es da auch keine Reifen mehr für, ich kann aber noch ein Paar beilegen (keine Ahnung ob die noch OK sind). Etwas für richtige Nerds.

Alles zusammen für €20 plus Versandkosten €10. Verkauft.


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Polier

Innenlager

Campagnolo Record 1983 ITA 115mm Achsbreite

Also, das ist jetzt meine Vermutung, da an dem Rad von dem ich das Innenlager habe, alles 83er Super Record / Record war.

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Kennung 70 SS
Komplett vollständig mit Original Plastikhülse
Guter Zustand, kein Pitting

VHB €35 Verkauft.

Campagnolo Gran Sport ITA 115 mm Achsbreite

Gleichermassen vermutet.

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Kennung 70-SS, Flügel Logo
Komplett vollständig mit Original Plastikhülse (hat allerdings einen Riss)
Guter Zustand, kein Pitting

VHB €30 Verkauft.

Naben

Fratelli Brivio Hochflansch Vorderradnabe 36L

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Vermutlich aus den Fünfziger Jahren, guter Zustand
Mit Schraubachse, Einbaubreite 100 mm
Gesäubert, poliert und gefettet, läuft rund und weich

Von den Komponenten in meinem Keller diejenige, die am meisten meiner 15jährigen, pubertären Tochter (Zicki) ähnelt: Man freut sich, wie hübsch das geworden ist, aber die Zicken treiben einem zur Verzweiflung. Deshalb verkaufe ich das Ding jetzt, im Gegensatz zu meiner Tochter. Also:
Die Speichenlöcher sind gerade groß genug für 1,8 mm Gewinde Speichen. Die kann man problemlos kaufen z.B. von DT Swiss bei Bike24. Die Schraubachse ist an den Enden vermackt, weil ich versucht habe verschiedene Muttern zu montieren, aber keine hat gepasst. Da kann sich der neue Besitzer dran versuchen. Oder gleich eine neue Achse montieren.

VHB €36 Verkauft.

Vorderrad Nabe Campagnolo Nuovo Tipo (?)

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Flügel Logo
32L
Einbaubreite: 100 mm
Dreht perfekt
Guter äußerlicher Zustand
Mit Original Schnellspanner VHB €22

Vorderrad Nabe Miche Superfast

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36L
Einbaubreite: 100 mm
Neu gefettet und eingestellt, dreht trotzdem etwas rauh
Guter äußerlicher Zustand
Mit Original Schnellspanner VHB €14

Hinterrad Nabe Campagnolo Record 1034 36L

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36L
Einbaubreite: 126 mm
ITA Schraubkranzaufnahme
Neu gefettet und eingestellt, dreht gut
Guter äußerlicher Zustand, bis auf Speichenabdrücke Flansch rechts
Mit schwarzem Spannring in der Nabenmitte.
Mit Original Schnellspanner VHB €33 Verkauft.

Hinterrad Nabe Campagnolo Record 1034 32L

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32L
Einbaubreite: 126 mm
ITA Schraubkranzaufnahme
Dreht sehr gut
Befriedigender äußerlicher Zustand
Mit schwarzem Spannring in der Nabenmitte.
Mit Shimano Schnellspanner VHB €27

Schaltung und Bremse

Bremsen Shimano Ultegra BR-6700 Paar

Modernes Teufelszeug, dass hier an sich nichts zu suchen hat.

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Komplett, technisch einwandfrei, guter Zustand.
Die Bremsbeläge sind nicht neu, aber es ist noch ordentlich Gummi drauf.
Komplett, ohne Rädelscheibe und Inbusmutter.

VHB €30 Verkauft.

Campagnolo Gran Sport Umwerfer (Schelle) und Schaltwerk

Kein guter Zusatnd, ehrlich. Der Umwerfer ist rostig und die Gelenke sind nicht mehr beweglich. Aber das Teil ist wenigstens vollständig.

Der Umwerfer ist technisch in Ordnung und vollständig, aber hat auch eine ganze Menge Rost angesetzt.

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Nur zusammen für VHB €20 Verkauft.

Schalthebel Campagnolo (Keine Ahnung welche Gruppe …. 1013 Record?)

Gut erhalten und komplett, gesäubert.
Deckel oben angelaufen, rostig
VHB €18

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Sonstiges

Vorbau 3ttt Touriste

65 mm Vorbaulänge
Für 26 mm Klemmung
Velobase

Befriedigender Zustand, Technisch in Ordnung

VHB €8

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Sattelstütze 26,4 mm

Vielleicht auch 26,2 mm

Irgendwo umsonst dazu.

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Eingeordnet unter 2017, Mob, Sales

NOS Bliss.

Meine ebay Einkaufsaktivitäten, im Sinne von „bieten“, sind in diesem Jahr fast vollständig zum erliegen gekommen. Das Angebot an interessanten Radteilen auf Ebay ist deutlich dünner geworden; seltenes und teures gibt es noch genug zum sofortigen Kauf. Umso größer ist die Freunde, wenn dann doch etwas seltenes günstig in meinen Händen landet.

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Shimano CX700 Nabenset NOS/NIB, leider ohne den vorderen Schnellspanner. Ich hatte keine Ahnung, dass es so eine Shimano Gruppe einmal gab.Von 1993 bis 1995 produziert, zusammen mit den günstigeren 400CX, 500CX Gruppen, eine sogenannte Hybridgruppe, heißt dasszwischen Rennrad und MTB? Also eine Crosser Gruppe, wie da CX andeutet, oder irgendetwas anderes? Auf den Kassettenkörper passt eine 7-fach Kassette, im Web gibt es Bilder von Schaltwerk, Cantilever Bremse und sogar eine komplette Gruppe.

Die Form der Nabenkörper erinnert mich sehr stark an die Shimano Rennradnaben der gleichen Periode, also mit der Verdickung links von dem Flansch der Antriebsseite. Das ist genauso bei den FH-1055, da ist sogar die Verpackung ähnlich, bei den FH-6400, bei den Dura Ace Naben 7200 und 7400, bei Exage, bei Deore und auch bei Sante.  Da von diesen Naben die Dura Ace 7200er die ältesten sind, lässt sich vermuten, dass die Technologie über die Jahre von den teuren in die günstigeren Gruppe wanderte.

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Sehr schicke finde ich die metallischen Abdeckungen auf den Seiten über den Lagern, viel schöner als die Plastikabdeckungen z.B. bei den 6300er Naben.Interessant wäre zu wissen, wie sich die 700CX Gruppe qualitativ einordnet und warum. Dura Ace, Ultegra oder 105er Niveau? Und woran macht man so etwas fest?

Hat jemand Ersatzteilzeichungen von der 700CX Gruppe, so das man einmal schauen kann, welche Teile baugleich mit anderen Gruppen sind?

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Shimano Lifestyle Gear Clothing Line

Shimano diversifiziert gerade kräftig in Rad-nahe Bereiche außerhalb des traditionellen Komponentengeschäfts.

Erst vor kurzem der Erwerb von Lazer Helmen, jetzt eine neue Kleidungskollektion – neben MTB und Rennrad gewinnt das hochpreisige „Ich fahr einfach mal so“ Segment an Bdeutung – siehe auch Elektromotoren.

Artikel dazu auf Bike Rumor.

Shimano ist für mich der Toyota unter den Komponetenherstellern: Die Produkte sind technisch ausgereift, qualitativ gut und manchmal auch innovativ (Di-2), aber das Design steht nicht im Vordergrund der strategischen Bemühungen.

Aus diesem Grunde finde ich einige der Jerseys etc. hier wirklich überraschend gut, auch wenn bei Bike Rumor die Kritik aufkam, dass hier von Rapha und Giro (Schuhe) abgekupfert wurde.

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Leider noch nirgendwo erhältlich, Website auch noch nicht fertig.

 

 

 

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Shimano. Lazer.

Bicycle Retailer ist eine interessante Lektüre, da sie so völlig ohne jede Emotion und Sportlichkeit zum Thema Rad kommt und das ganze eben wirtschaftlich anpackt und sieht. Shimano stockt also sein Produktportfolio auf. Neben den Produkten unter der Marke Shimano, gehören nun zum Konzern neben Lazer auch Pearl Izumi und PRO.  Damit deckt Shimano bereits einen hohen Anteil des Rad- und Zubehörmarktes ab. Wie geht es weiter? Wird Shimano irgendwann einmal auch Rahmen produzieren lassen und in Konkurrenz zu seinen Kunden gehen? Oder wird es verschiedene Marken für die gleiche Produktlinie geben, so wie es Campagnolo mit Fulcrum vorgemacht hat?

Shimano Europe acquires Lazer Sport

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ANTWERP, Belgium (BRAIN) — Shimano Europe has agreed to acquire Lazer Sport NV, the Belgian helmet brand.

The companies agreed to the deal on Thursday. After clearance from authorities, the acquisition is expected to close in the second half of this year, Shimano said.

Lazer was founded in 1919 and claims to be the world’s oldest helmet company. Besides bike helmets, it offers winter sports helmets, with distribution in more than 50 countries.

„Lazer headwear complements Shimano’s own clothing, footwear and eyewear products, as well as Pearl Izumi clothing, also owned by Shimano, to bring a complete top-to-toe line up for on the bike use,“ Shimano Europe said.

Lazer’s managing director, Sean van Waes, said, „This is a complete win-win for Lazer and Shimano. It allows Lazer to concentrate on what we do best – innovation – helping us to become the biggest helmet brand in the world at a faster pace whilst giving Shimano access to the best helmets in the business.“

„By combining Shimano’s customer base with our unique patents, technologies and products, the Shimano group will be well positioned to equip road, MTB, urban and leisure bike riders with a full mix of innovative components and accessories.“

Marc Van Rooij, the president of Shimano Europe, said,  „When we made the decision to expand our portfolio we were looking to invest in a strong and successful global brand that resonated well with consumers. We’re very pleased to say that in Lazer we found the perfect match.

„We have become big fans of Lazer products and what Lazer has achieved. This exciting acquisition allows us to strengthen our position in key markets across the world and benefit from the technological expertise Lazer has built up in its helmet division. We look forward to working with our new Lazer colleagues in the near future.“

Lazer owners Sean van Waes and Peter Steenwegen will remain part of the Lazer management board. Shimano said all Lazer staff will  remain with the company at its base in Antwerp.

 

via bicycle retailer

 

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April Sales: New in Box

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Vor drei bis vier Jahren befand ich mich in einer sehr gierigen Sammelphase schöner alter Komponeten. Davon zeugten zwei Satz Spinergy Rev X Laufradsätze, zwei Paar Deltabremsen, eine komplette Sammlung aller Camapgnolo Monoplaner Bremsen Varianten und diverses mehr. Heute stelle ich fest, dass ich das nie in meinem Leben verbauen werde. Zu viel Respekt, zu viel Angst vor dem Vorgang des Ent-NOS-sens, zu wenig Funktionalität (für den Wert).

Das Leben ist zu kurz, um es sich mit allerlei unnützem Zeug zuzubauen. Also habe ich mich ans aufräumen gemacht. In Bezug auf Kleidung habe ich da eine gute Methode gefunden. Wir haben vermutlich alle in unserem Schrank Klamotten liegen oder hängen, die wir einmal unheimlich gerne getragen haben, aber jetzt sind sie kaputt, abgenutzt, zu klein oder zu groß, haben hässliche Flecken von japanischer Nudelsuppe oder sonstige Mäkel. Trotzdem fällt es uns schwer uns davon zu trennen – irgendwie möchten wir sie noch behalten, ähnlich wie Erinnerungen die wir nicht aufgeben wollen oder Fotos die wir nicht wegschmeißen. Ich mache das seit einiger Zeit so, dass ich mir ein Stück aus dem Stoff herausschneide und in ein Album klebe. So bleiben die Erinnerungen und der Kleiderschrank bleibt übersichtlich. Ich schaue nie in das Album, ehrlich gesagt, aber ich weiß das es da ist und das reicht mir.

Mit Radkomponenten geht das nicht so einfach. Also weg damit, vielleicht hat hier jemand weniger Respekt, weniger Angst, andere Träume oder ist einfach in der gleichen gierigen Sammelphase wie ich. Im folgenden die Kisten der Kiste, also neue, nicht verbaute Komponenten die ich gerne verkaufen möchte.

Shimano 600 Tricolore Sattelstütze

26,6 mm Durchmesser
Aero Type, mit Einstellschraube für die Neigung
Modell SP-6400
Herstellercode PB = Februar 1991

In Originalverpackung, nie verbaut, Zustand wie neu
VP Euro 65 plus Versand

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Shimano Dura Ace Sattelstütze

Modell SP-7200
Durchmesser 27,2 mm
Schwarz geflutet
Herstellungscode EG = May 1980

Zustand sehr gut. war nur einmal verbaut in einem Ausstellungsrad. Hat davon leichte Kratzer auf der Rückseite im Klemmbereich und eine Linie entlang der Kontour des Sitzrohres. Kann m.E. aber poliert werden. Im oberen Breich Top.
VB Euro 65 plus Versand

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Umwerfer Shimano 105SC

Modell FD 1055
Herstellungscode OL = Dezember 1990
Anlötbefestigung
Original für 7-fach, 3/32 Kette und maximal 14Z Differenz
Leading Action, Pantograph Mechanism, Compact Design, Narrow Chain Compatible – steht auf der Packung
VB Euro 20 plus Versand

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Zahnkranz Shimano Dura Ace

Model FA-110
6-fach
Abstufung 13 14 15 16 18 20
ISO Aufnahme
Herstellungscode DF = Juni 1979

In der Originalbox, aber bereits gefahren. Trotzdem sehr guter Zustand.

VB Euro 25 plus Versand

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Zahnkranz Suntour 8.8.8

Modell PT-5000 Perfect
5-fach
Abstufung 17 18 19 20 21
ISO Aufnahme
Herstellungscode ZA = Januar 1983

Neu, in Originalverpackung, niemals ausgepackt.

VB Euro 25 plus Versand

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Ofmega MTB Nabensatz

Das heutige Pièce de résistance. Originalverpackter, niemals benutzter Nabensatz von Ofmega für Mountainbikes? Der Typ heißt laut Packung auf jeden Fall „Mountain“. Na ja, was bedeutet das schon, wenn ein andere Typ „OMG“ heißt?

36 Loch
Einbaubreite 100 mm vorne,126 mm hinten
ISO Kranzaufnahme für 5-fach Kränze
Vollachse, mit M15 Muttern

Original verpackt, niemals verbaut. Zustand wie neu. Allerdings sollte ich dazu schreiben, dass die auch in blitzblank neu nicht gerade eine supertolle Verarbeitungsqualität haben. Was soll’s. Ein Monument italienischer Industriegeschichte.

VB Euro 50 plus Versand

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Erst mal Schluss für heute.

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Shimano=Apple? Shimano=Microsoft?

via Velonews

Confirmed details of new Dura-Ace: Discs, power meter

  • By Dan Cavallari
  • Published Mar. 30, 2016

The best is getting better. The next generation of Shimano’s top-tier Dura-Ace group, already our favorite on the electronic and mechanical fronts, will include a power meter, road-specific disc brakes and rotors, improved Di2 integration, drag-free hubs, and the same clever shifting firmware debuted on the XTR Di2 mountain bike group.

We reached out to a Shimano representative, who refused to comment. But weeks of research, including conversations with industry insiders briefed on the group (who all requested anonymity), and analysis of published and unpublished spy photos, indicate that the group is an ambitious update that closes a few important holes in the current group. The most obvious of those is a Dura-Ace level disc system, which is both lighter and better tuned to the specific demands of road discs than the current technology, much of which is borrowed from Shimano’s mountain bike division.

New Dura-Ace will still be an 11-speed system and will retain the shiny aesthetics of the current generation (somewhat similar to the old XTR 960 finish). But most of the fine details, from hub internals to front derailleur cable routing, have been changed or updated. The Di2 version has been slimmed down, with smaller motors and batteries, and features firmware borrowed from XTR Di2.

Road-specific disc brakes

The addition of a Dura-Ace level hydraulic disc system is the single greatest change. This is the first hydro group from Shimano that appears to be designed from the ground up for road use. (R785, available now, was launched with a rebranded XT mountain bike caliper.) The rotors are road specific, with a new aluminum carrier that presumably cuts down on weight. The steel braking surface of the rotor has fewer holes, which has been shown to reduce brake pad wear.

Internally, the flat-mount caliper has some sort of internal brace for (we assume) improved stiffness and has more clearance for frame manufacturers. Other internal changes offer slightly more pad clearance, which should reduce rotor rub.

Power meter

The new crankset, which retains the current four-arm design, includes a power meter with strain gauges on the crank arms and a “brain” mounted on the inside of the crank spider. It is Shimano’s first power meter.

Integrated junction box

Perhaps taking a cue from the Trek Madone’s control center — a port in the down tube that hides the Di2 junction box — Shimano has developed a sleek, integrated junction box that secures into the bike’s frame. That means no more hanging the junction box off the stem, and more options for internal routing. It also means frame builders will have to build frames that can accept this new feature.

But don’t worry if your favorite manufacturer doesn’t offer this nifty new pocket, because it also appears the junction box will fit in a bar end, as well. The box seems to press into the handlebars much like a bar end plug.

Customizable shifting

Updates to the Dura-Ace Di2 firmware also look imminent. It appears that Shimano will bring the Synchro system debuted on XTR Di2 to the road. Synchro is essentially automatic front shifting, requiring the use of only two shift buttons to shift the entire drivetrain. When the derailleur reaches a certain point (which is customizable) on the rear cassette, the front derailleur shifts, while the rear derailleur shifts in the opposite direction. The idea is a rider gets similar gear jumps with each button push. It’s a system that is made possible by Di2’s incredible front shifting. It’s similar but not identical to Campagnolo’s new auto-shifting options made possible through the My Campy app.

Front derailleur cable routing has been changed for the cable-actuated group, further reducing shift force. The system is apparently much easier to set up now, too.

Radical new hubs

Some of the most exciting advancements are hidden in places you’ll never see. Patent applications for Shimano’s Scylence hub leaked months ago, and now it seems like we’ll see it in action soon. Unlike a typical freehub body that relies on pawls that engage with grooves when the rider pedals, or a star ratchet system that features notched teeth on two rings mounted against each other, Scylence works more like the clutch on your car, but somewhat in reverse, if patent applications are telling the whole tale. An engagement ring is mounted around the axle inboard toward the hub shell, and it’s spring-loaded in such a way that the spring pulls the ring toward the hub shell. A specially designed freehub body with splines essentially pulls that ring toward it, against spring tension, to engage the hub when the rider pedals. When the rider coasts, the engagement ring disengages, creating nearly drag-free coasting.

It wouldn’t be the first pawl-free design to hit the market — Onyx showed off a sprag clutch hub at Sea Otter 2015 — but if history is any indicator, Shimano has taken the drag-free idea and perfected it.

via Bicycle Retailler

Staff Opinion: VeloNews, Shimano tangle over media control

Published April 4, 2016
by Marc Sani

LAGUNA HILLS, Calif. (BRAIN) — It’s been quite a clash pitting the industry’s most powerful company, Shimano, against what is arguably the best competitive cycling magazine and website in the U.S. market,VeloNews.

That clash stems from an article written several days ago by Dan Cavallari outlining what VeloNews readers could expect from Shimano’s newest upgrades for Dura-Ace. And those upgrades are substantial.

But for those of us in the media — whether consumer or trade — dealing with Shimano is a challenge.

Shimano’s most frequent comment to almost all questions or issues of substance is „no comment.“ Or it’s a carefully crafted statement generally devoid of substantive information that would directly address a question of substance.

And so when Cavallari asked Shimano to comment about his research on the changes in Dura-Ace, he was essentially told: „Do not publish that.“ Not surprisingly, it escalated from there.

The velvet glove came off when John Bradley, the magazine’s editor in chief, refused to block publication of the article on VeloNews‚ website. Shimano told Bradley that if he did not kill the article Shimano would kill its advertising schedule in all Competitor Group publications, which also includes Triathlete.

Before issuing its ultimatum, I am certain that Shimano’s public relations staff tried cajoling Bradley, telling him that a premature release of the information could harm the industry; that it could impede current sales of Dura-Ace equipped models; that portions of the article were inaccurate; and that it was an unethical violation by an editor who may have gotten his information from sources who had signed nondisclosure agreements.

To be fair, Shimano, as a publicly traded company, does have some legitimate concerns about how and when information should be made public. But this, in my opinion, isn’t one of them.

When I talked with Bradley, after he had endured a tedious overnight flight and multi-hour taxi ride to Ghent, Belgium, he didn’t know what the dollar impact of his decision could be, but it would be substantial. And he was worried about the magazine, his staff and his job.

This episode, of course, has gone viral, especially after Bradley posted a defense of his decision on his personal Facebook page. (Note to all: There is no such thing as a personal post to a personal Facebook page.)

And the social media reaction was predictable. Shimano, the industry’s 800-pound gorilla, was muscling Bradley in an attempt to censor a major publication over a legitimate effort at in-depth reporting on a popular and expensive group. And as far as I can tell, few have voiced much support for Shimano in this tug-of-war over editorial content, timing and who really runs a magazine.

After reaching out to Bradley, I picked up the phone and called Eric Doyne, founder of Dispatch, Shimano’s public relations agency, in hopes of getting a clear sense of the company’s thinking and philosophy when dealing with recalcitrant editors. No comment.

Shortly thereafter Dustin Brady, who handles marketing for Shimano, called. Doyne had suggested that Brady call me. Brady inquired whether I was going to write about this issue. Shimano, of course, was concerned. I said it depends, and asked him for comment on Shimano’s policies regarding what they perceive to be editorial malpractice. To be fair, Brady is in a no-win situation and you could hear the concern in his voice. Nonetheless, there was no comment.

So where does that leave us? The media landscape today is littered with websites, blogs and magazines craving readership, which translates into advertising dollars. Some might call Cavallari’s article nothing more than clever „clickbait“— a derogatory term generally associated with salacious editorial content that encourages the simple-minded to click on a link so that the website could boast higher numbers and hence seek higher ad rates. Clickbait this was not.

But more importantly, and the bicycle industry is no different than other industries; there is now an ongoing war over who controls content, what content is written, and when that content will be made public. We have the same issue at BRAIN. But over the past few years this notion of who controls the news has gotten out of hand.

In part, it’s a reflection of the tight times the media finds itself in as digital dimes replace analog dollars. That’s publisher speak for the shift from print to web where web advertising is generally much less expensive than print. Advertisers have the whip hand and more of them seek to use it and use it more often.

As for Shimano, they prefer to embargo data on a date certain so that it’s released across a broad spectrum of media. We understand. But they embargo almost everything. That practice has now become endemic throughout the industry.

An embargo does several things. It can make the recipient of that information feel like an insider, but at the same time it can tie an editor’s hands when covering a company. Still, the irony is that most of the time what’s embargoed is pretty small potatoes in the grand scheme of things. But for the company flack it’s a great way to puff themselves up and command allegiance from an editor.

In general, I am not a fan of embargoed news. Why? It puts a company in control of the editorial process and makes editors beholden to that company for information. We get too cozy with our advertisers. And then the media — without even knowing it — becomes complicit in their marketing program.

Bradley may well be the best-credentialed editor in the cycling media. He holds a graduate degree from Columbia. He spent six years in Japan working for the English-language daily Yomiuri-Shinbun. He speaks passable Japanese. He has been a senior editor at Wired and Outside magazines and has written for a host of major publications.

So for a company like Shimano to tell Bradley — with some 20-plus years of high-level editing chops — what he can or cannot publish borders on disrespect. It appears that Cavallari got his information from a variety of sources including the U.S. Patent Office. He approached the topic as a serious reporter looking for facts — no spy shots or cheap clickbait.

And despite what Shimano might say, Cavallari certainly committed no ethical offense. If, indeed, a product manager who had signed a nondiscloure agreement helped him with his article, that is Shimano’s problem. Reporters can ask anybody anything, but nobody is compelled to answer.

What Shimano truly needs to be concerned about is insider information that could move the market, influencing its stock price. A decision to open a new factory might rise to that level.

Cavallari’s article hardly qualifies. What it may do is prompt a few high-end, performance-oriented riders to wait out a season before upgrading to a new bike or group. But that concern would be hard to quantify.

Dealers, on the other hand, are often the last to know what Shimano or other companies are about to do to their inventory. Most dealers remember Shimano’s move to 11-speed and then the trickle-down of Di2 to Ultegra — both caught some by surprise. But again, it’s difficult to quantify what damage may have been done at retail.

But editors, like Bradley, know what kind of damage can be done to a publication’s reputation when editors roll over and become complicit in an advertiser’s latest marketing scheme. Or when they spike articles out of concern over advertising dollars. More importantly, it demoralizes those who work for the publication.

I would hope that Shimano would become more open in its communications with the media. And maybe there’s a lesson here for management to ponder. But the decision to slap VeloNews with a hefty fine did one thing — everyone who cares about cycling is aware of this kerfuffle and they all went to VeloNews to read about the new Dura-Ace.

 

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Art’s cyclery (Motto: There is no „I“ in cyclery) ist ein Radladen aus Kalifornien der sehr gut produzierte und informative Videos auf Youtube stellt die Fragen beantworten.
Die letzte Frage war: Was ist die beste Kombination aus Qualität und Geld, wenn ich Komponenten aus verschiedenen Gruppen eines Herstellers miteinander kombiniere?

 

 

 

Mit anderen Worten, macht es Sinn nicht komplett Ultegra zu fahren, sondern zum Beispiel eine 105er Kette zu verwenden und Dura Ace Bremsen?

Über einen Zeitraum von etwa einem Jahr wurden in der youtube Serie „Ask a mechanic“ die aktuell akzeptierten mechanischen Gruppen der Marktführer Shimano (Dura Ace 9000 Ultegra 6800, 105 5800) SRAM (Red22, Force22, Rival22) und Campagnolo  untereiander neu kombiniert. Bei Shimano (Tiagra, Sora = Müll) und SRAM (Apex = Mist) ist klar welche Gruppen überhaupt in Frage kommen, obwohl der Unterschied zwischen 105 und Tiagra ja derzeit minimal ist. Aber bei Campagnolo? Welches sind hier die Top-Level, Mid-Level und Low-Level Gruppen die zur Wahl stehen? Damit hatte wohl auch Art zu kämpfen und schickte als Top Gruppe Super Record in den Vergleich und als Mid Gruppe Chorus. Eine Budgetgruppe trat gar nicht erst an.

Dies zeigt wie vertrackt das Marketings von Campagnolo ist. Nach meinem Verständnis wäre Record die Topgruppe und Superrecord eben die, na klar, Supertop Gruppe. Chorus wäre die Mid-gruppe (Alternative zu Ultegra, Force) und die Budget Gruppe? Athena? Potenza?  Und Veloce dann als Einsteigergruppe in Konkurrenz zu Tiagra, Sora und Apex? Entweder ist diese Strategie unheimlich clever, weil sich Campagnolo dadurch dem direkten Vergleich entzieht, oder unheimlich dämlich.

Beim Anschauen des Campagnolo Vergleichsvideos hatte ich dann auch sofort ein Verständnisproblem, als gesagt wird, dass alle Schalthebel technisch gleich sind. Klar, das stimmt, wenn man Super Record und Chorus miteinander vergleicht – leider aber gilt das nicht für Athena und Veloce, die kein Multishift (durch einen Schaltvorgang vom größten ins kleinste Ritzel schalten) können.

Wer keine Lust hat die drei Videos anzuschauen, kann sich die Ergebnis gleich in der Tabelle hier runter ansehen die ich zusammengestellt habe. Preise und Gewichte stammen von der Bike24 Website, teilweise auch aus dem Tour Magazin. Sie dienen dem Vergleich, mag sein das es das Zeug irgendwo anders auch billiger gibt.

SHIMSRAMCAMP

Das versteht sich so, sagen wir einmal für die Schalthebel, dass Art die Low Gruppe von Shimano empfiehlt (105), die Mid Gruppe von SRAM (Force) und die Mid Gruppe von Campagnolo (Chorus). Die wesentliche Aussage ist, wenig überraschend, am besten kauft man sich ohnehin die Mid-Gruppe (Ultegra, Force, Chorus) , aber hier und dort kann man etwas sparen oder sollte man investieren:

  • Das Schaltwerk ist nicht so wahnsinnig wichtig für die Schaltqualität, da kann man auch etwas billigeres nehmen. Aber:
  • Beim Umwerfer empfiehlt es sich eher den einer besseren Gruppe einzubauen.

Das ist etwas überraschend, denn auch wenn die Qualität des Schaltens am Umwerfer hängt, so wird dieser jedoch weitaus weniger für das Schalten benutzt. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich in Bremen zum letzten Mal auf dem kleinen Kettenblatt gefahren bin – aber das mag in den Alpen anders sein.

Generell wird empfohlen, diejenigen  Komponenten eine Stufe besser zu kaufen, die ohnehin vergleichsweise nicht teuer sind: Durch den Kauf einer besseren Kette gebe ich nicht viel mehr Geld aus, erreiche aber eine bessere Schaltqualität; durch den Kauf einer besseren Kurbel erreiche ich nur ein wenig mehr Qualität, ein wenig weniger Gewicht, gebe aber sehr viel mehr Geld aus. Daher ist die Empfehlungen  „billige“ Komponenten wie Kette und Umwerfer  eher aus besseren Gruppen zu kaufen.

Wie immer gibt es eine Ausnahme, und die heisst hier 130€ mehr für eine RED Kurbel bei SRAM zu investieren und nicht bei Force zu bleiben.

 

Zum Schluss noch einmal die Frage: Kann ich wirklich Geld sparen wenn ich einzelne Komponenten ersetze? Denn ich kann ja dann nicht die Gruppe zum Gruppenpreis kaufen, sondern muss jede Komponente einzeln kaufen, was in der Addition nerst einmal teurer wird als die Gruppe.

Die komplette Ultegra Gruppe gibt es für €599; würde ich die Komponenten alle einzeln kaufen, so müsste ich €633 auf den Tisch legen. Werden nun Schalthebel und Schaltwerk durch 105er Komponenten ersetzt, bringt das eine Ersparnis von €77 (gerechnet auf die €633), oder €33 auf den Gruppenpreis. Das macht wenig Sinn.

Die komplette SRAM Force Gruppe kostet bei Bike24  789 €, kaufe ich hingegen alle Force Komponenten einzeln kostet das 797 €. Und ersetze ich nun wie vorgeschlagen Schaltwerk und Bremsen mit Force Komponenten dann kann ich €100 sparen. Das passt also. Die €100 könnte ich wiederum investieren, um die RED Kurbel zu finanzieren.

Das piece de la resistance

Bei Campagnolo schlägt die Chorusgruppe mit € 1.089 zu Buche; kauft man alle Gruppenteile einzeln so würde man bei € 1.122 landen also nicht wesentlich mehr. Wird nun wie vorgeschlagen der Umwerfer und die Kette auf Record up-gegradet (eine Super-Record Kette gibt es nicht), so gibt man auch nur € 59 mehr aus. Das könnte also durchaus ein sinnvolles Upgrade sein.

Ah. Das geht auch mit einer Shimano Gruppe.

Geht ästhetisch gar nicht.

Meine Meinung dazu: Shimano 105er Gruppe kaufen bis auf Kurbel und Bremsen. Dei Shimano Kurbeln gehen einfach überhaupt nicht aus ästhetischen Gründen, da muss etwas anders dran (z.B. eine Camapgnolo Athena Ultratorque). Und bei den Bremsen finde ich Campagnolo einfach am besten zu handhaben, sogar Veloce. Aber nur bis Modelljahr 2015, nun sind sie recht häßlich geworden. Ja ich weiß, man kann die nicht öffnen, da macht aber nicht wirklich etwas. Dann hat man für wenig Geld eine technisch astreine und gut aussehende Gruppe am Rad. So wie hier unten.

Campagnolo Veloce Bremsen Jahrgang 2015 – astrein. (Tip: Man radiere das Logo weg und baue die Bremse so zu einer Campagnolo Super-Veloce um).

 

Campagnolo Veloce Modelljahr 2016 – geht wieder gar nicht.

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3 Rensho: Shimano 105 5800 mit Campa Upgrades

 

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Shimano Tricolore

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von | 13. Januar 2016 · 18:04

Anmerkungen zum Laufradbauen.

Ein neuer Laufradsatz ist heute fertig geworden: Araya SA-730 Aerofelgen mit Shimano 5800er 11-Speed Naben für das neulackierte 3Rensho Rad. Zeit sich mal wieder generell über das bauen von Laufrädern auszulassen und was das mit Knutschparties in der Teenyzeit zu tun hat.

Doch zunächst einmal was zur Technik. Wer nichts mit Technik zu tun haben will überschlägt diesen Teil und steigt bei „Knutschparty“wieder ein.

Laufradsatz OA 01/02
[Die Nummerierung folgt dem Shimano Production Code]

Vorderrad

Nabe Shimano 105 HB-5800. 32 Loch in schwarz. Es mag besser gestylte Naben geben, aber Qualität und Preis sprechen für die 105er. Shimano Ultegra ist teurer, etwas leichter, aber nicht wirklich besser. Novatec Naben sind eine Alternative, allerdings musste ich leider erfahren, dass die Industriekugellager nicht besonders haltbar sind und ein Austausch teuer werden kann. Shimano dagegen verwendet noch offene, klassische Kugellager.

Letztendlich ist es allerdings auch ziemlich egal was vorne angebaut wird, hinten ist wichtiger und weniger Auswahl. Und da wollte ich das gleiche Modell hinten wie vorne.

DT Swiss Revolution Speichen, double-butted, 3-fach gekreuzt in silber. Ich habe noch nie ein Laufrad gebaut, was nicht 3 fach gekreuzt eingespeicht wurde und sollte mal damit anfangen. Allerdings nicht radial bei 32 Speichen.

DT Swiss Messingscheibchen zwischen Nabe und Felge. Verwende ich immer, wenn ich wirklich gute und stabile Räder aufbauen will und Zeit habe. Der Einbau ist etwas schwieriger und die Speichen sollten einen Millimeter länger sein als brechnet.

DT Swiss Messing Nippel 14 mm in silber. Übrigens – egal wie lang ein Nippel ist, das Gewinde im Nippel ist immer gleich lang. Man bekommt also keine stabilere Verbindung zwischen Speiche und Nippel, nur weil man längere Nippel wählt. Ich habe 14 mm (statt 12 mm) auch nur deshalb genommen, weil ich mir bei der Aerofelge nicht sicher war, ob ein 12 mm Nippel gereicht hätte. Hätte er.

Araya SA-730 Aero Felge. 32 Loch (klar) silber, Hochglanz poliert. Die zweite silber Hochglanzfelge die ich verbaue nach der H plus Son SL42 für Cobra. An sich mag ich ja lieber geöste Felgen, aber hier musste die Arraya Felge genommen werden, damit der japanische Touch bei dem 3Rensho erhalten bleibt.

Felgenband Schwalbe HP 16 mm. Ich mag nicht-geklebtes Felgenband lieber, auch wenn die Gefahr besteht, dass es bei der Reifenmontage verrutscht. Und zudem gefällt mir bei dem Schwalbeband die Farbe sehr. Passt auch sehr gut zu der Farbe des 3Rensho Rahmens. Jedes Mal, wenn ich einen Platten habe, werde ich mich daran erinnern. Bei der Arraya Felge ist 16 mm gerade etwas zu wenig um alle Speichenlöcher gut abzudecken und 18 mm zu breit zum Einbau. Was die sich da in Osaka wohl gedacht haben?

Schläuche Continental Race 28 mit 60 mm SV Ventil. Einfach weil die am billigsten sind. Latexschläuche sollen ja schneller sein, aber auch schneller die Luft verlieren. Und 60 mm ist definitiv zu lange für diese Aerofelgen, aber macht sich gut mit den alten gelben Ventilkappen von Conti, von denen ich noch einige habe.

Warum eigentlich ist es uncool Ventilkappen zu benutzen? Gewicht? Unwucht? Zu viel Zeitverlust bei einem Platten? Kann ich nicht verstehen. Erstens ist es vermutlich ganz sinnvoll das zarte SV Ventilchen zu schützen (Da ich ja mal Chef einer Ventilfabrik in Japan war darf ich das wohl schreiben) und zweitens ist das ein zusätzliches Designelement.

Reifen Challenge Strada 700x25C Schwarz/Naturflanke

Einen Moment war ich am zögern, ob komplett schwarz doch die bessere Alternative zu spiegelpolierten Aerofelgen sein könnte. Auf jeden Fall kommen nur noch zwei Typen von Reifen an meine Räder:

  1. Conti GP4000 S II, weil das nun einmal ein Reifen unterhalb der magischen Preisgrenze von €30 ist und ein Wunder an Langlebigkeit und Pannensicherheit. Aber doof aussieht. Deshalb braucht es Alternativen.

    Sieht doof aus.

  2.  Alles was schwarz oder schwarz/Naturflanke ist und eine Diamantmuster für einen besseren Grip hat. Wie eben z.B. der Challenge Strada oder der Vittoria Open Corsa.

Die Idee farbige Reifen an meine Räder zu bauen habe ich gänzlich aufgegeben. Totales Verbot herrscht bei der Verwendung von Mavic Reifen (sehr pannenanfällig) und Veloflex (sehen total toll aus, lassen sich aber aufziehen wie Panzerketten und sind pannensicher wie russische AKWs).

Ab und an darf es auch schon mal ein Schwalbe, ein Vredestein, ein Panasonic oder ein Michelin sein. Über den ganzen Rest kann ich nichts sagen, außer dass viele Reifen sehr teuer sind (Specialized, Zipp, Bontrager…)

Hinterrad

Nabe Shimano 105 FH-5800, 32 Loch in schwarz für 10/11 Speed.

Die Nabe für meinen ersten 11-Speed Aufbau.

Bei den Speichen habe ich mich für dickere DT Swiss Competition (1,8 mm) auf der Antriebseite und dünnere DT Swiss Revolution (1,5 mm) auf der anderen Seite entschieden. Ich wollte das mal ausprobieren und schauen, ob Einspeichen und/oder Fahrverhalten anders sind, als wenn ich, wie bisher, komplett DT Swiss Competition verbaue.

Kassette Shimano 105 CS-5800 11 Speed mit 11-12-13-14-15-17-19-21-23-25-28 Ritzeln. Hat laut Shimano den folgenden Vorteil (u.a.):

„RIDER TUNED WIDE RANGE GEARING STAY IN RHYTHM WITH THE CADENCE CONTROL OF 11-SPEED“
Aha. Klingt wie ’ne japanische Gebrauchsanweisung für ein Transistorradio aus den Sechzigern. Reicht aber für ein kurzes Schaltwerk. Denn lange sind wirklich uncool.

Ansonsten alles exakt wie beim Vorderrad. Hier mal zwei Photos auf die schnelle.

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Ach so, die Speichennippel rechts und links vom Ventil mache ich immer in einer anderen Farbe, damit man das Ventil schneller findet! Eine glebe Kappe hilft natürlich auch ungemein.

 

DSCF2196

Hier kann man zumindest die Unterlegscheiben erkennen.

Gedanken beim Bauen

Ich habe jetzt vielleicht so ca. 40-50 Laufräder gebaut, und da ich damit vermutlich mehr gebaut habe als der durchschnittliche Weltbürger, würde ich gerne einmal einige Weisheiten darüber verbreiten, ohne jetzt gleich eine neue Schraner Bibel schreiben zu wollen.

Gutes Werkzeug

Ja, das ist eine Weisheit nach dem Motto: „Rauchen ist ungesund“. Aber ich rauche halt doch. Man  braucht eine Menge teures Zeug, das spart eine Menge Ärger. Dazu gehört ein vernünftiger Zentrierständer. Ich hatte erst so ein fieses Teil von Minora, das hat ewig gedauert, da das Ding nicht steif genug war und trotzdem teuer. Jetzt habe ich einen sauteuren Centrimaster. Und einParktool Tensiometer. Und und und. eine meiner besten Anschaffungen war ein Nippelhalter von Grunge. Damit bekommt man die Nippel gut in hohen Aerofelgen plaziert. denn es ist ganz mies, wenn der Nippel in die Hohlkammerfelge fällt und man den wieder rausfrimmeln muss und sich sogar mit dem Gedanken trägt, den einfach drinnen zu lassen.

Schmierung a la Deep Water Horizon

Ich verbrauche immer Unmengen Ballistol beim Laufradbauen. Alles wird fett mit Öl eingesprüht, damit keine Reibung zwischen Nabe und Speiche und vor allem möglichst wenig zwischen Nippel und Felge entsteht. Letztens hatte Hannes keine Lust einzusprühen und dann war das rad gar nicht zu zentrieren und musste komplett wieder auseinander genommen werden. Also, Nippel, Speichenbögen, Speichengewinde, Unterlegscheiben und Speichenlöcher der Felge, alles wird so dick eingesprüht, bis sich die Familie über den Ballistol Lakritzgeruch in der Wohnung beschwert.

Richtige Speichenlänge berechnen und nachmessen

Ich benutze Spocalc zum Berechnen der Speichenlänge und messe Naben und Felge noch mal nach und vertraue nicht den Herstellerangaben. Das spart jede Menge Ärger. Sind die Speichen zu kurz bekommt man die beim Einspeichen nicht rein, aber dann weiß man wenigstens, dass man etwas falsch gemacht hat. Oder es ist nicht genug Gewindeverbund da, das merkt man dann beim zentrieren. Sind die Speichen zu lang klappt erst einmal alles prima, aber dann schauen die Speichen aus den Nippeln heraus. dann bekommt man das Laufrad zwar fertig, beim fahren hat man dann aber ein erhöhtes Risiko eine Plattens, wenn sich das Felgenband bis zum Speichenende durchdrückt und dann den Schlauch in Mitleidenschaft zieht. Trieb mich zum Wahnsinn bei meinem Panasonic. Es hilft dann alles nix mehr, man muss wieder alles ausbauen und mit neuen Speichen von vorne anfangen.

Nie zwei Mal dasselbe bauen

Ich habe, glaube ich, noch nie eine Felge zweimal verbaut und auch keine Nabe, bis auf Novatec für Fixie Aufbauten und Nabendynamos von Shutter Precision. Ich denke einfach, das es beim zweiten Mal im Leben immer weniger Spaß macht.

Höhenschlag, Seitenschlag, Mittigkeit, Speichenspannung

Man nehme maximal drei und zwar in dieser Reihenfolge. ein Höhenschlag muss IMMER komplett herauszentriert werden, so was merkt man beim fahren, die Seitenflanken nutzen sich nicht gleichmässig ab und da Einstellen der Bremsen wird schwierig. Ein Seitenschlag sollte auch komplett raus, aber das ist extrem aufwändig dies zu tun und auch unsinnig, denn bei der Benutzung der Laufräder kommt der ohnehin in Maßen wieder. Mir reichen plus/minus 0,05 mm Genauigkeit, dann mache ich Schluss und deswegen habe ich auch keine 1/100 mm Meßuhren. Mittigkeit ist auch irgendwie wichtig, aber vorne geht das sowieso automatisch und hinten bin ich nicht so kritisch. 1-2 mm Außermittig macht auch keinen Unterschied im Fahrverhalten und für die Einstellung der Bremsen. Und dann verzichte ich alle Speiche gleich stramm anzuziehen. Ich denke nicht, dass das wichtig ist und mit vernünftigem Aufwand hinhaut. Also 10-20% Abweichung finde ich ganz in Ordnung und hat bislang noch keine Probleme gemacht.

Knutschparty

Jetzt kommt der wichtigste Tip überhaupt. Man kann die Laufräder nicht zwingen. Manchmal ist das Material nicht gut oder man hat selber keinen guten Tag, oder beides und dann geht es halt nicht mehr weiter. Dann nehme man sich ein Glas Rotwein und höre erst einmal auf. Einen zweiten Versuch hat man dann noch, aber wenn es dann nicht klappt, dann muss man das Ganze eine Nacht stehen lassen und am nächsten Tag klappt es dann wie von selbst. Das ist gerade für ungeduldige Menschen wie mich schwierig. Also am besten keinen künstlichen Zeitdruck aufbauen, wenn die Dinger einen Tag später fertig werden ist das ja auch nicht weiter schlimm.

Ich nenne das den Knutschparty Effekt, weil mich das an meine Teenyzeit erinnert. Wir sassen in schlecht beleuchteten, mit Alufolien ausgeschlagenen, sogenannten „Partykellern“ , hörten Supertramp, Barclay James Harvest oder anderen heute völlig inakzeptabelen Schrott und knutschen mit den Mädels. Also die, die wollten, wie z.B. Brixie Möller an die ich mich besonders gerne erinnere. Man kann die Mädels aber nicht zwingen. Und ab und an fand man sich dann alleine mit einer Flasche Bier am Rande der Matratze wieder. Und das muss man halt akzeptieren und bis zur Einladung zur nächsten Knutschparty warten.

 

 

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