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Festive 500. Tag 5. Tag 6. Heute keine Erotik!

Die Familienfeierlichkeiten um Jahresende stehen unmittelbar bevor. Aus diesem Grund heute nur ein paar Fotos von der Festive 500.

Am Tag 5 haben Hannes und ich uns aufgemacht zur humorlosen Kirche und sind dann weiter nach die Wildnis am Stahlwerk und am Sportsee Grambke zur Waterfront gefahren.

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Dort gibt es den Imbiss am Grambker See, der hungrigen Leistungssportlern und LKW Fahrern üppige Mahlzeiten zur Verfügung stellt. Betrieben wird der Imbiss übrigens von dem Neffen des Bseistzers des Kiosks „Zur gelben Gefahr“, dem traditionellen Radsporttreff Bremens. Dieser Imbiss hat es geschafft den typischen Geruch deutscher Imbisse der frühen Achtziger zu emulieren. Vermutlich deshalb, weil er NOS Pommes dieser Jahrgänge verwendet.

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Gleich nebenan kann man sich dann auch nach Sport und Imbiß massieren lassen,

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Hannes kannte sehr coole Wege durch Walle und Findorf sie wir zurück gefahren sind.

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Hannes CIÖCC hat Schutzbleche und so sah er nach der Tour aus wie aus dem Ei gepellt. Mein Rad hat keine.

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Strava

Heute dann die letzten Kilometer gefahren, um die 50 voll zu kriegen.Keine Experimente, deshalb die klassische Südrunde gewählt. Bereits nach 3 Kilometer hatte ich wieder einen Platten.Nach dem Horror mit den Challenge Reifen am ersten Tag habe ich mich dann entschlossen nach Hause zu fahren und gleich ein anderes Rad zu nehmen, es stehen ja genug in der Garage.

Es war nebelig und kalt, aber nicht wirklich windig. Zum Abschluss bin ich noch 2 Runden auf dem Le Stra Kriteriumkurs gefahren.

Strava

Festive 500? Haken hinter.

2016? Haken hinter.

Wie kann man dieses Jahr besser abschließen als mit einem Selfie? Haken hinter.

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Festive 500. Tag 4. Runter. Rauf.

Ich war gerade gut im Fluss, also dachte ich mir, dass ich mir einen davon aussuche und den Tag lang hoch und runter fahre. Die Wümme? Die Lessum? Die Hunte? Nein, die Weser.

Ich wollte endlich wissen, warum so viel Menschen Bremen als das „Weserflorenz“ bezeichnen. Das muss an der Weser liegen, denn mit Florenz verbinde ich (neben Andrea und Claudia  Florenz aus der Tanzschule Türk-Brinkmann, 1978) in erster Linie eine irre Hitze und lange Schlangen vor den Museen. Keins der beiden ist definitiv in Bremen der Fall: Focke Museum, Weserburg, Paula Modersohn Museum, Universum .. selten verirren sich reine menschliche Seelen in diese Hallen. Kalt ist es sowieso, bis auf diese eine Woche im August, die wir hier Sommer nennen.

Ich fuhr zunächst am Bürgerpark lang zum Tierheim und dann an der kleinen Wümme lang bis zur großen am Dammsiel. Dort machte ich einen Schlenker nach links und radelte weiter in Richtung Wasserhorst und Burg. Über Nacht war es kälter geworden, aber auch vor allem weniger windig. Ich kämpfte mich weiter durch Lessum nach Vegesack bis ich an die Fähre nach Lemwerder kam. Ich schätze das Konzept während einer Tour die Weserseiten zu wechseln doch sehr und schlotterte im kalten Wind, als die Fähre sich auf den Weg zum weit entfernten anderen Ufer machte, das gerade noch so im Nebel erkennbar war.

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Auf der Fähre in der Mitte der Weser

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Weseraufwärts von Vegesack / Lemwerder

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Weserabwärts die Lürssen Werft

Auf der anderen, falschen Seite der Weser liegt Abeking & Rasmussen, die andere große Werft die Bremen erhalten blieben ist. Beide haben in etwa dasselbe Programm: Megayachten für die Reichen und Mächtigen dieser Welt, die damit privat über die sieben Weltmeere kreuzen und Kriegsmarineschiffe, bis etwa zur Größe einer Fregatte, die die reichen und Mächtigen dieser Welt über die sieben Weltmeere kreuzen lassen.

Zwischen Abeking, aber nach vor Rasmussen – nein Carbon Rotec ist nun der Eingang zu dem Radschnellweg entlang der Weser versteckt. Man muss etwas aufpassen um ihn zu finden, aber für die ganz doofen wurde dort ein Aussichtsturm gebaut und da steigt man einfach hoch, wenn man den Überblick behalten will.

Der Radschnellweg ist große Klasse: Schöner, glatter Asphalt bis nach Bremen-Strom und dazu in der Regel Rückenwind. Wenn nicht zu viele Hundebesitzer dort langgehen, kann man richtig gutes Tempo machen. Auf der anderern Weserseite kann man dann gut das Stahlwerk sehen.

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Dies ist ein Teil des Gesamtkunstwerkes „Weserflorenz“. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass hier in wenigen Jahren nicht mehr produziert werden wird. Das Stahlwerk wird sich einreihen in die Promenade der Industrieruinen, angefangen von der mittlerweile beseitigten AG Weser Werft, über die Kelloggs Produktion bis hin zu Firmen von denen ich nichts oder noch nichts weiß. Der Niedergang Kelloggs ist übrigens den Pringels geschuldet: Kellogg übernahm die Marke 2012 von Proctor & Gamble und macht damit heute mehr Umsatz in Europa als mit Corn Flakes. Das weniges, was noch morgens in Europa zu Frühstück gegessen wird, kann heute in einem einem einzigen Werk in Spanien produziert werden. Und die Chips kommen, wie sollte es anders sein, aus Belgien.

Dieses Industrieruinen Phänomen ist eins, was wir in Deutschland bereits aus dem Ruhrgebiet kennen, aber noch viel prägnanter in Japan ist. Eine der beachtlichsten Ruinen ist die Insel Gunkanjima (Schlachtschiffinsel, eigentlich Hashima),in der Nähe von Nagasaki, Dort wurde bis 1974 unterirdisch Kohle abgebaut. Auf der kleinen Insel (etwa 6 ha) wohnten zeitweise über 5.000 Menschen, entsprechend viel Beton und Stahl wurde hier verbaut.

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Gunkanjima

1974 wurde die Insel relativ schnell geräumt; dabei wurden viele, auch persönliche Gegenstände zurückgelassen. Seitdem „verwildert“ sie und ist neuerdings das Ziel von Touristenfahrten.

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In Japan gibt es hunderte dieser verlassenen Minen, Brücken, Fabriken, Vergnügungsparks, Schulen, Hotels und Wohnsiedlungen die langsam wieder von der Natur eingenommen werden. Sogar in der Fabrik von KTM in der ich gearbeitet hatte, gab es zwei alte, verlassene Wohnheime in die ich ab und einmal gestiegen bin. Diese Plätze haben ihren ganz eigenen, gruseligen Charme und es sind bereits einige Bücher über die geschrieben worden, wie z.B. „Abandoned Japan

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(c)  http://haikyo.org/red-factory/

Prima, das wir so etwas dann auch bald in Bremen haben werden.

Durch Seehausen, das GVZ und an dem Tchibo Lager vorbei erreichte ich dann Rablinghausen und kurz darauf war ich fast mitten in der Stadt an der Brücke, die keinen Namen hat und Am Brill anfängt.Lustig, das eine der richtigsten Brücken Bremens namenlos ist, während die andere wichtige Brücke „Karl-Carstens-Brücke“, nicht so genannt wird, sondern nur als Erdbeerbrücke bekannt ist.

Ich fuhr weiter am St.Pauli Damm und dann weiter auf dem Weserdeich und dann auf dem Hebenhausener Deich.Lief prima heute. So gut, dass ich noch eine Extrarunde drehte am Wielftsee und erst dann nach Hause fuhr. Wieder 77 km im Sack. Ich wusste, ich werde es schaffen.

Strava

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Festive 500. Tag 3. We hoped, you wouldn’t notice.

Es ist unmöglich 500 km in acht Tagen in Bremen zu fahren. Ohne nach Wilstedt zu kommen. Zumindest trifft man in 80% aller Fälle jemanden auf dem Weg in das Radsportmekka Norddeutschlands.

Was bisher geschah: Festive  500 Tag 1. Festive 500 Tag 2.

Interessant das es noch immer Radsportmekka heisst und nicht etwa Radsportvatikan oder Radsportberlin. Trotzdem Zeit es umzubennen, in das „Radsportwilstedt“, also demnach

Wilstedt ist das Wilstedt des Radsports ! 

Ich war früh auf dem Rad und fuhr in Richtung Kuhsiel, um dann bei Hannes vorbeizufahren; mal sehen, ob er Lust hatte ein paar Kilometer mit mir zu machen. Hatte er schon, ging aber nicht und so machte ich mich auf ganz konventionelle Art auf, nach Lilienthal und von dort aus durch Timmersloh, Heidberg und Grasdorf nach Wilstedt zu fahren. Ich hatte guten Rückenwind, als mir kurz vor Wilstedt eine Truppe undynamisch aussehender Rennradfahrer entgegenkamen, während ich im Höchsttempo dahin flog. Dabei erkannte ich Philipp, der mit seiner Mannschaft gegen den Wind kämpfte. Das würde mir auch wieder im Laufe des Tages bevorstehen – also besser nicht daran denken.

Mensch, ich könnte ja auch zu Hause bleiben, mir eine Nikolasmütze aufsetzen und auf der Rolle sinnlos durch das Wohnzimmer fahren. Oder noch besser, das gemeinsam mit vielen anderen Menschen machen und so tun, als wenn das ein Rockkonzert, oder eine spirituelle Erleuchtung wäre.

Oder noch besser, ich fliege in die Wärme, z.B. nach Saigon und nehme da an einem Draft Race (Fixierennen) teil.

Mal eine kurze Frage, gibt es in Saigon eigentlich so etwas wie eine Erdatmospäre? Also so ein Gemisch aus Stickstoff, Sauerstoff, CO2 und so das man atmen kann und, leider, etwas das einem beim fahren so etwas wie Luftwiderstand bietet? Die fahren da hinten nämlich Rennen, als wenn es keinen Luftwiderstand geben würde – ein Draft Rennen ist das jedenfalls auf keinen Fall, dazu müsste man irgendwie hintereinander fahren und nicht wie in einer Gauss’schen Glockenkurve standardverteilt über die gesamte Länge des Kurses.

Bei mir ging es weiter Richtung Bülstedt, Vorwerk und Ottersberg. natürlich fühlte ich mich, mit dem Wind im Rücken wieder großartig und dachte das würde nun ewig so weiter gehen. OK, also dann weiter Richtung Posthausen (wo das Dodenhof UFO wieder voll besetzt war) und von dort aus nach Achim/Uezen und über die Weser. Nach 80 km machte ich meine erste Pause. Cool, 80 km im Sack, was sollte da noch groß passieren?

Na klar, jetzt ging es gegen den Wind ca. 20 km zurück Richtung Bremen. Und das Wort Wind trifft es diesmal nun wirklich nicht, das war schon eher ein Taifun wie ich das seit der Noto Tour 2007 nicht mehr erlebt hatte. Damals kam ein Taifun aus Richtung der Philippinen auf Japan zu UND ich hatte am Vortrag Geburtstag und wir hatten bis tief in die Nacht getrunken und gefeiert. Am nächsten Morgen, nach vielleicht zwei, drei Stunden Schlaf fühlte ich mich zunächst großartig.Klar, ich war ja auch noch vollbetrunken. Fuhr schnell, riskant und hatte meinen Spaß.

Doch dann ging es gegen den Wind und mir ging gang, ganz schnell Puste, Selbstvertrauen und Alkohol aus. Am Ende lagen wir nur noch irgendwo in der Gegend herum.

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Hier liegt David, halb betrunken. Jerome erbrach sind ein paar Stunden später in der Toilette eines Supermarktes. Dann fuhren wir alle nach Hause.

Manchmal glauben wir, wir können Dinge einfach ignorieren und dann finden sie nicht statt oder haben nie stattgefunden. So, wie das ich mich jetzt gegen den Sturm nach Hause kämpfen musste. Dazu folgende Geschichte von David aus seiner Jugend:

Als Teenager war er in den Siebzigern zusammen mit seinen Freunden nach London gefahren und Abends sassen sie dann zusammen in einer Pizzeria, um dort zum essen. Guter Laden, sie waren mächtig beeindruckt. Alle hatten Pizza bestellt und als der Kellner ihnen ihre Gerichte brachte, fiel ihnen etwas merkwürdiges auf: Auf keiner der Pizzen war auch nur ein Hauch von Käse zu sehen.

Hm, das war komisch. War es vielleicht in London so, dass man hier Pizza ohne Käse aß? Ein neuer Trend? Was sollten Sie machen? Einfach die Pizza essen und so tun als wenn nichts gewesen wäre? Schließlich fasste sich David ein Herz, rief den Kellner und stammelte:

„Sir, I am very sorry to ask you, but we noticed something somewhat peculiar with the dishes we’ve odered. Not that we want to critize you or your excellent restaurant, it is just that …. well we thought, after thinking the issue carefully over, that perhaps something is missing …something like chesse, if you don’t mind pointing that out.“

Der Kellner antwortete darauf: „I am terribly sorry Sir, but we have ran out of cheese this evening. We hoped you wouldn’t notice.“

Irgendwie hoffte ich jetzt auch, das ich gar nicht bemerken würde, wie ich jetzt nach Hause fuhr. So war es aber überhaupt nicht, sondern echt brutal. Teilweise fuhr ich mit 12 km/h die Straße lang, strengte mich aber für 40 an. Das machte so gar keinen Spaß und ich war froh als ich in Ahausen war. Froh, und so kaputt, dass ich vor der Garage, vor der ich schon immer mal ein Foto machen wollte, ein Foto machte. Das ist das Haus, wo sie eine Giraffe halb verbuddelt haben.

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Das No! 3Rensho machte sich dieses Jahr wirklich gut. Die ShimanoSchaltung fängt aber an zu mucken, wenn sie dreckig wird. Sensibles 11-fach Zeug halt.

Und dann schleppte ich mich die letzten Kilometer Richtung Weserwehr.

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Und dann noch ein paar Kilometer nach Haue. Dusche. Couch. Fertig.

Strava

So jetzt noch die Auslösung des Rätsels von gestern. Die Frage war, aus welchem Film dieses (abgewandelte) Zitat stammt:

„Diese Maschinen drehen die Zahnräder, die die Erde in alle Himmelsrichtungen bewegen und ihr Balance und Harmonie geben.“

Zur Wahl standen, symbolisiert durch Bilder, Film Ah! „Der Mann, der die Frauen liebte“ und Film Bäh! „Rambo III“. Richtig ist natürlich Ah! und gewonnen hat der Tobi! Herzlichen Glückwunsch.

Das Zitat lautet im Original: „Die Beine der Frauen sind die Zirkel, die den Erdball in allen Himmelsrichtungen ausmessen und ihm sein Gleichgewicht und seine Harmonie geben.“ und ist aus diesem großartigen Film den ich immer wieder schaue mit der schönsten Frau der Welt, Brigitte Fossey.

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Tobi äußerte sein Bedauern, dass das Zitat nicht aus RAMBO III ist. Den Film habe ich übrigens bei seiner Premiere 1988 im Kino in Aachen zusammen mit Dirk vom „Holy War“ Fanzine aus HH gesehen und anschließend waren wir so betrunken, dass wir eine Pappfigur mit Silvester Stallone vor dem Kino klauten und damit martialische Fotos vor der Frauenkneipe „Schwarze Spinne“ in meiner Straße machten. Die Frage die sich mir stellte war, gibt es überhaupt Zitate in Rambo III. Ich meine, viel geredet wird da ja nicht.

Aber eins habe ich dann doch gefunden:

Col. Trautman: [after barely escaping the explosion of a fuel bomb dropped by a helicopter] That was close John. How are you?

John Rambo: Well done.

In diesem Sinne.man muss Silvester Stallone aber zu gute halten, dass er Regie bei diesem Film geführt hat.

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Festive 500. Tag 2. Ab in den Süden!

Eine sehr gute Idee, wenn man nicht so große Lust hat auf das Rad zu steigen, ist es im Wetterbericht die Windrichtung zu prüfen und dann mit dem Wind möglichst lange und weit rauszufahren. Das macht richtig Spaß, man denkt sich: „Boh, bin ich toll in Form“ und ratzfatz purzeln die Kilometer.

Was bisher geschah.
Natürlich weiß man im selben Moment auch, dass man das alles gegen den Wind wieder zurückfahren muss. Aber der Anschein guter Form und ignoranter Optimismus lassen dies erst einmal als „kleineres Problem“ erscheinen. Und am Ende muss man einfach zurückfahren, weil man keine Wahl mehr hat. Aber die Wahl aus dem Haus zu gehen oder zu bleiben hat man im Gegensatz dazu leider immer.

Am 1. Weihnachtstag war es so richtig windig, ein typischer bremischer Nordwestwind mit vielen Böen. Zum Glück war es trocken und auch relativ warm, so dass ausnahmsweise sogar zwei von drei bremischen Wetterbedingungen nicht erfüllt waren. Normalerweise heißt es nämlich hier:

Cold. Windy. Rainy. Pick two.

Ich machte mich auf der falschen Weserseite auf Richtung Süden. Auf dem Weg nach Hörden brach zum ersten Mal seit Tage wieder die Sonne durch die Wolken.

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On the road to Hörden I dream of the west (Yip! Yip Coyote!)

Es war wie ein Zeichen des Himmels: Wenn Sonnenstrahlen so zu sehen sind, dann denke ich nicht daran, dass sie auf die Erde fallen, sondern, dass sie von der Erde saugen – ähnlich wie die „Beamer“ in Raumschiff Enterprise. Ein paar Tage später war dann klar, wer da gerade weggesaugt wurde: Prinzessin Leia. Oder war es vielleicht doch Aghakhan Abdullayew, der berühmte Volkssänger aus Aserbeijan?

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Mann mit Hut vor Bild von Mann mit Hut

Vermutlich kennt die in der Radwelt ohnehin niemand. Wikipedia beschert uns dafür eine Liste von allen Radtoten Profis seit 1894, angefangen mit Pierre Froget, über Tony Simpson bis hin zu den 7 (sieben!) Profis die es 2016 erwischte. Dieses Jahr wurde ordentlich gesaugt.

Ich fuhr derweil weiter nach Barrien und mit einem guten Rückenwind den Krusenberg hoch (neuer PR), boh war ich gut in Form! Ich hätte nun nach Okel fahren können, hatte aber keine Lust auf Großstadt – in die Straßenschluchten dort zwischen den Hochhäusern von Banken und Versicherungen fällt ja auch keine richtige Sonne. Trotzdem:

Und sowieso: Geil ist okel!

Stattdessen fuhr ich rechts rum Richtung Syke, durch den Wald runter und gleich wieder hoch Richtung Osterholz. Bremer und Niedersachsen wissen Bescheid. Alle anderen lesen hier bitte: „Fuhr von A nach B und dann nach C.“ Das reicht zum Verständnis.

Auf der Straße Richtung Gödestorf kam mir die erste Rennradtruppe des Tages entgegen. Das ist so ein klassischer Begegnungspunkt, dort trifft man immer jemanden. Nachher bei Strava Flyby wurde mir klar, dass Jochen und Friedel (also der echte Friedel, nicht den, den ich immer Friedel nenne weil ich nicht weiß wie er heißt…..wie heißt der noch mal Silvia?) mir da gerade entgegenkamen. Aber da ich gerade so dynamisch mit viel Rückenwind unterwegs war, konnte ich die nur wie einen Schatten in meinen Augenwinkeln wahrnehmen, als die Truppe gegen den Wind einen Hügel hochkroch. Boh, war ich schnell!

Und so ging es flott weiter nach Bruchhausen-Vilsen, dem südlichsten Punkt der heutigen Ausfahrt und der Heimat vieler voller Flaschen (in München hingegen, sind die Flaschen leer, aber die Verbalakrobatik besser).

10. März 1998. Endlich Durchbruch in der deutschen Grammatik gelungen.

Jetzt, Richtung Schwarme wurde es schon ein wenig anstrengender. Aber hey, der Himmel war blau, ich war super in Form und was sollte schon passieren?  Richtung Blender und Intschde wurde es bereits deutlich anstrengender und somit langsamer. Wie üblich überquerte ich die Weser bei Daverden am Wasserkraftwerk, das ist wirklich meine Lieblingsstelle. einmal, weil man die Weser dort zwei Mal überqueren darf – zunächst die echte und dann den Kanal der daneben gebuddelt wurde – aber vor allem weil man durch halb transparente Fensterscheiben einen Blick auf die grün-getüchnte komplizierte Mechanik erhaschen kann, die den ganzen Mechanismus am laufen hält.

„Diese Maschinen drehen die Zahnräder, die die Erde in alle Himmelsrichtungen bewegen und ihr Balance und Harmonie geben.“

Wer zuerst weiß, aus welchem Film dieses Zitat ursprünglich ist, bevor es von mir redaktionell verändert wurde, soll reich aus meinem Keller beschenkt werden. Ehrlich.

Kleiner Hinweis, eines der beiden folgenden Bilder ist aus dem gesuchten Film, A oder B?

Ah!

Bäh!

Auf der richtigen Weserseite fuhr ich nun die Weser runter Richtung Achim. Es ist aber keineswegs so, dass „runter“ in diesem Zusammenhang irgendetwas wie eine Abfahrt indiziert. Flüsse fließen dummerweise schon bei ein paar Promillen Gefälle. Aus Erfahrung wusste ich auch, dass der Wind hier immer besonders heftig ist. Das Land ist komplett frei, es gibt keinen Schutz und teilweise quälte ich mich mit 12, 13 km/h weiter. Boh, was war das ätzend! Aber zumindest war es trocken. Und hinterm Deich ist die Welt auch größtenteils in Ordnung.

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Da auf dem offenen Feld zu fahren machte wenig Sinn, und so nahm ich die Landstraße nach Cluvenhagen und Etelsen. Dort machte ich nach 75 km die erste Pause und zwar bei meinem Lieblings Eiscafe Melisa. Toll – das war zu, wieso das denn? Kaum wird’s hier ein paar Grad kälter sind die Italiener schon wieder weg nach Palermo und Bilbao!

Nun gut, gegen den Wind Richtung Achim zu fahren war jetzt extrem anstrengend, ich kroch irgendwie mit 18-20 km/h vor mich hin und es dauerte endlos. In Achim fing es dann prompt auch noch an zu regnen, was die obige bremische Wetterweisheit bestätigt. Ich fuhr kurz an eine Bushalte, zog die Regenjacke an und in dem Moment wusste ich, dass ich die Festive 500 dieses Jahr auf jeden Fall zu Ende fahren würde. Ich war nun so weit, dass es mir ganz egal war wieder draußen im Regen zu fahren. Ich glaube, so etwas nennt man eine gelungene Saisonvorbereitung, denn die Saison in Bremen startet im Januar und dann ist es kalt und nass UND windig bis es April wird.

Ätzende 10 km weiter durch Mahndorf und Arbergen folgten, bevor ich dann nach 101 km endlich wieder zuhause war. Der Festive 500 Aufnäher lag nun in Reichweite.

Übrigens, die Dinger werden immer kleiner habe ich gerade im Seite an Seite Vergleich festgestellt. 2016 gibt es vermutlich nur noch etwas in Briefmarkengröße.

Auf Strava

Morgen dann: Festive 500. Tage 3. Es gibt keinen Weg der nicht nach Wilstedt führt.

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Festive 500. Tag 1. Wind am Ende des Windschattens.

Im Radio lief schon wieder Last Christmas. Das musste wohl daran liegen, dass George Michael heute gestorben war. Zum Glück lebte Conny Kramer noch, sonst würde ich mir den ganzen Tag „Am Tag, als Juliane Werding starb“ anhören müssen.

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Conny Kramer

Ich besitze das erste Wham! Album, Fantastic!, habe das aber seit Jahrzehnten nicht mehr gehört. Georg Michael’s Beitrag zur Geschichte „meiner“ Popmusik ist unbedeutend und für das wenige was er geleistet hat, wurde er whamtastisch für bezahlt. Das er auch unter diesen Voraussetzungen kein glückliches Leben führen konnte ist nicht mein Problem. In den Achtzigern hätte ich übrigens nie geglaubt, dass er schwul sein könnte. Das gleiche gilt übrigens auch für Gerhard, besser bekannt als Marc Almond.

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Gerhard (FDA)

Wobei der wirklich phantastische Popsongs geschrieben hat. Besonders die 12 Inch Version von „Say hello – wave goodbye“ wird mich ein Leben lang begleiten. Das wird allerdings nicht der Song, der auf meiner Beerdigung gespielt wird, der steht bereits seit Jahren fest: „From under the covers“ gespielt von EA80, vorausgesetzt irgendeiner von diesen Nicht-Sportlern schafft es mich zu überleben.

OK. Jetzt wurde es aber Zeit die fröhliche Stube zu verlassen und sich mit wirklich harten Dingen auseinanderzusetzen: Zeit draußen im Wind zu sterben, oder wie das sonst so heißt: „Rad zu fahren“.

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Was tut man nicht alles für so einen Fetzen Stoff oder ein Stück Metall. Andere sprengten Panzer in die Luft oder ließen sich ins Bein schießen und bekamen dafür ein EK II. Heute muss man zwischen Weihnachten und Neujahr 500 km mit dem Rad zurücklegen und Rapha schickt einem dafür einen schicken Aufnäher. Das ist meine vierte Festive 500, beim ersten Mal bekam ich keinen aufnäher weil ich die Strecken nicht aufzeichnen konnte und manuelle Einträge in Strava auf Vertrauensbasis nicht akzeptiert wurden. Die Aufnäher vom letzten und vorletzten Mal liegen in einer schale auf meinem Schreibtisch und seit zwei Jahren überlege ich, was ich damit machen könnte. vielleicht kommt mir eine gute Idee, wenn ein dritter hinzukommt.

Also, ich brauchte diesen Aufnäher unbedingt, hatte aber einen ganz miesen Start, da ich am 24. 12. nicht gefahren bin. Denn an diesem Tag hatte ich ich entscheiden an dem Hüpf & Springkurs im Sportklub teilzunehmen. Leider hatte der Klub zu und so fuhr ich frustriert nach Hause und packte Geschenke für die Lieben ein. Noch besser wäre der Plan gewesen, die aufgezeichneten Kilometer aus Mallorca (wo ich eine Woche vor Weihnachten war) irgendwie mit einem neuen Datum zu versehen und in das System einzuspielen. Doch dazu fehlen mir nicht nur die technischen Fähigkeiten, sondern auch die Kilometer aus Mallorca. In einer Woche dort bin ich nicht einmal 200 km gefahren, was an dem Dauerregen vor Ort lag. Nächstes Jahr: Gran Canaria. Oder gleich Australien.

Und so sah das Wetter wirklich sehr bescheiden aus, als ich vor die Tür trat, aber es hilft ja nichts. Die Strasse war nass und nach wenigen Kilometern sah mein No! 3rensho (sprich: „Noh. San Renschoo“ obwohl eigentlich noch gar nicht viel gefahren aus wie Sau. Schönes Rad übrigens. Ich bin das fast ein Jahr nur selten gefahren da es etwas unbequem war. dann habe ich aber die Bremshebel umgebaut und jetzt geht es auch für längere Strecken, auch wenn der Selle San Marco Concor Sattel nicht wirklich bequem ist. Hingegen ist die 11-fach Shimano 105 Schaltung Zucker! Hinten schaltet die präzise und fast ohne die Hebel zu betätigen – könnte glatt elektrisch sein. Wie die vorne schaltet? Keine Ahnung, in Bremen schalte ich aus Prinzip nicht vorne, Ausnahme: Hohes C in Vegesack und Hünenberg in Uesen. Nachteilig ist diese Shimano Unart, dass man jeweils nur einen Gang runterschalten (im Sinne von großem Ritzel auf kleines Ritzel) kann. Das hat Campagnolo ja bereits seit langem im Griff, auch wenn sie dies ihren Kunden heutzutage leider (und völlig unverständlicherweise) nur in den Gruppen Chorus und besser ermöglichen.

Es ging am Bürgerpark vorbei zur kleinen Wümme und von dort aus weiter zum Dammsiel. Wegen dem doofen Wind war ich alles andere als schnell. Das änderte sich dann als ich an der anderen (richtigen!) Wümmeseite Richtung Lilienthal fuhr und dann links abbog, um über St.Jürgen den Weg nach Worpswede zu nehmen. Jetzt kam der Wind von hinten und das animierte mich dazu, meinen persönlichen Rekord auf Timeworp! zu attackieren. Da versuche ich bereits seit Jahren meine Bestzeit zu verbessern, aber das mein GPS Gerät nur in 5 Sekunden Intervallen aufzeichnet, muss ich mindestens 5 Sekunden schneller sein als das beste Mal, sonst gibt das nur wieder die alte Zeit von 1:20 min (die ich bereits drei Mal gefahren bin). Ich strengte mich also richtig an, aber zum Ende hin ging meinen Puddingbeinen so richtig der Puddingsaft aus und ich schleppte mich gerade mit dem letzten verbliebenen Schwung über den Hügel. Es reichte aber trotzdem.

Das wusste ich aber nicht, sonst hätte mich das sicherlich aufgeheitert. So fuhr ich weiter über Umbeck und Schlußdorf (großartiger Name für ein eher mittelmäßiges Dörfchen) nach Tarmstedt. Ich fühlte mich gut, wollte auf keinen Fall nach Wilstedt und fuhr geradeaus weiter Richtung Kirchtimke und bog bei Schnakenmühlen Richtung Bülstedt ab.

Dort bleib ich auf der Straße Richtung Ottersberg, sollte aber nicht mehr besonders weit kommen denn kurz vor Vorwerk merkte ich, dass ich fast keinen Luftdruck mehr im Hinterrad hatte – ein schleichender Platten. Nicht schlimm, kurz Schlauch tauschen, ich hatte ohnehin zwei dabei, aber nur einen Druckpatrone und dann weiter. Die hoffentlich letzte Panne des Jahres. Ich aß erst einmal eine Banane und machte mich dann an die Reparatur.

Es entwickelte sich ein epischer Kampf Mann gegen Reifen. Zum Glück hatte ich die besten Reifenheber der Welt dabei, gerade aus England gekommen.

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Natürlich von Campa. Funktionieren phantastisch und ich habe absolut keine Ahnung, warum das rechte Ende so geformt ist wie es ist. Tut weh in der Handfläche und soll uns wohl daran erinnern, dass nichts in der Welt umsonst ist.

Also, die eine Seite des Reifens hatte ich schnell runter. Ich kam aber nicht an den Schlauch dran, den konnte ich einfach nicht aus dem Reifen ziehen. Ich versuchte es bestimmt mit Gewalt eine Viertelstunde lang und brach mir die Fingernägel ab aber es ging einfach nicht. dann nahm ich einfach den ganzen Reifen samt Schlauch von der Felge runter. Jetzt wollte ich den Schlauch aus dem Reifen ziehen, aber selbst das kostete jede Menge Kraft, so als ob der Schlauch eine geheimnisvolle, feste Verbindung mit dem Reifen eingegangen wäre zu einem Schlauchreifen. Vielleicht ist das auch tatsächlich so, denn die Challenge Strada Reifen heißen ja auch „Open Tubulars“.

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Da kostete alles irre viel Zeit und langsam wurde es schon wieder dunkel. Als ich den Reifen aufpumpte vergaß ich prompt Handschuhe anzuziehen, als ich aus der kartusche Luft in den Reifen ließ. Im Sommer ist das kein Problem, aber im Winter wird das Ding dabei irre kalt – so kalt, dass die Haut an der Kartusche kleben bleibt und mit Gewalt abgerissen werden musste.

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Letzte Panne des Jahres in Vorwerk „Ortsmitte“.

Ich fuhr dann die klassische RCB Montagsrunde umgekehrt weiter nach Ottersberg und dann nach Quelkhorn, Fischerhude und Borgfeld. Dabei merkte ich, dass ich wohl kaum auf die angepeilten 100 km kommen würde. Also weiter im Sprühregen an der Wümme lang bis zum Dammsiel und an der kleinen Wümme wieder zurück nach Hause.

Insgesamt waren es dann 110 km und ich war völlig nass, aber an mir triefte vor Wasser, die Socken waren vermutlich fünfmal so schwer wie trocken. Erst einmal in die Badewannen, chillen und richtig gute Musik von heute hören. Das ganze noch vier Mal und dann ist Schluss.

Strava

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Festive 500: In Schweden

Manchmal, wenn ich mich zwischen Weihnachten und Neujahr auf das Rad gequält habe und in dem sehr bescheidenen Wetter um Bremen gefahren bin, habe ich die Unfairness bejammert, die es Teilnehmern in, sagen wir mal Australien oder Südafrika, so einfach gemacht hat, die 500 Kilometer abzuspulen. Bis ich diesen Bericht über die festive 500 in Schweden las.

via The Radavist

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Festive 500 Day #6 und 7: Gegen den Sinn

Gestern raus, aber nicht schnell genug, um mit Caro und Anni zu fahren. Dann aber auf den genialen Gedanken gekommen, deren Strecke genau andersrum zu fahren, so dass wir uns irgendwo begegnen und dann gemeinsam weiterfahren. Hier die präzisen Anweisungen von Caro:

Also, um das richtig zu verstehen, ich hatte nicht den runtastic file, sondern diesen Screenshot in Snickersgröße und auf dieser Basis interpretierte ich, dass ich von Borgfeld nach Fischerhude am Wald entlang fahren und dann, wenn sie da noch nicht sind, weiter nach Sagehorn. Also los. Lief auch alles prima. Aber also ich auf dem letzten geraden Stück nach Fischerhude rein kam – keine Spur von Caro. OK, also weiter nach Sagehorn. Interessanterweise begann nun der Radweg gerade auf diesem Stück sehr eisig zu werden. Auf den Brücken lagen fast Eisschollen wie etwa aus einem Bild von Caspar David Friedrich.

Caspar David Friedrich: Das Eismeer bei Oyten (um 1814)

Und immer noch keine Mädels in Sicht. Da es nun bereits langsam dunkel wurde und ich kein Verlangen danach hatte im dunkeln auf dem Eis zu fahren, machte ich mich weiter auf Richtung Achim und blieb nach Möglichkeit auf der Straße, denn diese war vergleichsweise gut zu befahren. Von Achim über Uphausen dann nach Bremen zu fahren war dann kein Spaß, machte aber die 50 km für den Tag voll (strava).

Mir ist aufgefallen, dass ich dieses Jahr noch fast keine Fotos vom Kraftwerk Bremen-Hastedt gemacht habe – etwas das geradezu Pflicht für jeden Beitrag der Festive 500 2013 war. Also hier einmal ein besonders schönes von gestern.

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Bremen-Hastedt in voller Schönheit

Heute dann kurzfristig mit Caro verabredet, um das gestern versäumte nachzuholen. Es drisselt ein wenig unterwegs, aber wir fahren auch nur bekannte Routen; über den Deich zum Dammsiel, dann weiter nach Worpswede. Es ist wieder wärmer geworden und das Eis ist komplett weg. Wir können quatschen, ab und an auch mal auf die Tube drücken. Das ist alles anstrengender als im Sommer zu fahren, aber irgendwie sind wir durch das viele Fahren in letzter Zeit auch gut in Form. Durch die Kombination von Mallorca und Festive 500 werden es im Dezember insgesamt mehr als 1.300 km werden.

Also, kann man durchaus versuchen einen KOM zu knacken: Timewarp. Ich fahre vorne und ziehe Caro mit 34/35 Sachen die Straße auf den Sandberg in Worpswede hoch. Wir sind fast an dern Parkplätzen und ich versuche auf dem Level zu bleiben, auch wenn ich gleich wie ein Luftballon in mich zusammenfalle. Das tu ich dann auch und Caro zieht vorbei. Ich schaue irgendwie, dass ich auch nach oben komme, bin aber nur noch am kriechen.Zuhause ist da Ergebnis für mich dann auch enttäuschend. Caro ist immerhin nur eine Sekunde langsamer als ihre Bestzeit. Respekt.

Dann geht es ganz langsam nach Hause, und da ich noch ein wenig Zeit habe, fahre ich zur Erdbeerbrücke und dann noch ein wenig weiter nach Süden bis nach Dreye. Am Ortseingang hat die lokale Polizei eine ziemlich gut getarnte Radarkontrolle eingerichtet.

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Als blauer Starenkasten getarnter Starenkasten.

War aber ohnehin zu müde, um überhaupt nur dreissig zu schaffen. Dann über das Weserwehe nach Hause. Die nun obligatorischen Kraftwerk Bremen Hastedt Bilder, einmal vom Wehr zum Kraftwerk hin und einmal in die andere Richtung zur Wilhelm-Kaisen-Brücke.

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Wölken über dem Craftwerke Hastedt von Caspar David Friedrich (ca. 2014)

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Die Weser, ca. 2014

Nachdem gestern noch exakt 3,2 km zum Erreichen des Festive 500 Ziels fehlten und ich Caro androhte genau diese noch gemeinsam mit ihr heute morgen zu fahren, ist nun heute Abend alles im Sack (strava). Trotzdem geht es morgen, wenn sich noch ein paar Mitfahrer finden, noch mal raus.

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Festive 500 Day #4 und 5: Einzel- und Gruppentherapie

In der Gruppe ist es doch lustiger als alleine. Gestern quälte ich mich alleine Richtung Süden, heute erfreute ich mich am Windschatten in Richtung Westen.

So langsam gehen mir die Ideen aus, welche Straßen noch zu fahren sein könnten, und so machte ich mich auf den Weg nach Süden auf der linken Weserseite: Dreye, Riede, Thedinghausen – immer schön gegen den Wind und schön langsam. Lunsen, Werder und über die Brücke der Weser, dann einen Abstecher zum Hünenhügel, um wenigstens etwas anspruchsvolles mitzunehmen – dann hoch nach Achim.

Nachdem ich vor einigen Tagen von meinen Plänen durch eine dicke und fiese Regenfront abgehalten wurde weiter nach Norden zu fahren, machte ich nun ernst und fuhr weiter Richtung Uesen. An der Einfahrt zur Autobahn stand ein Tramper der nach Hannover wollte und sich die Beine in den Bauch stand und den Daumen raus hielt. Ich unterhielt mich mit ihm, einfach schon aus dem Grund, weil Tramper heute so selten sind. Warum eigentlich? Als Jugendlicher bin ich ab und an getrampt und habe selten schlechte Erfahrungen gemacht und später auch öfters Tramper mitgenommen. Nur einmal bin ich mit einem Betrunkenen nach West Berlin durch die Zone gefahren und da wurde mir schon mulmig als er die DDR-Grenzer anraunzte „Dauert das hier noch lange, ihr Pissbrüder?“ Die waren vermutlich aber an den speziellen Berliner Charme gewöhnt. Und im Vergleich zu dem was nachher in Berlin passierte war das alles sowieso harmlos. Ich sage nur. Hausbesetzerkampf, und klein-naiv Möbelchen mittendrin – aber das ist eine andere Geschichte.

Über die ich nachdachte, als ich weiter fuhr Richtung Posthausen, um zu sehen ob alles beim Dodenhof richtig läuft. Es war der erste Samstag nach Weihnachten und der Dodenhof hatte gleich bis 23:30 hr zum ultimativen Shoppingerlebnis auf, was in jeglicher Richtung kilometerlange Staus nach sich zog. Das ist schon ein Phänomen, dieser riesige, weiße Klotz mitten im Dorf. Ne, kann man eigentlich nicht so beschreiben, es ist mehr so, als wenn dieser riesige, weiße Klotz vom Himmel runtergefallen wäre und  alle Häuser an die Peripherie gedrückt hätte. Es gibt die ofizielle Dodenhof Seite zum Parkplatz hin, mit viel Glas, Reklame udn Eingängen geschmückt mit Buden und Firlefanz davor und es gibt die Seite, wo Dodenhof dem Dorf Posthausen seinen weißen Arsch zeigt. Man fährt hunderte von Meter an einer langweiligen, weißen Front lang, biegt um die Ecke und dann, ganz am Ende des Dorfes gibt es noch einen zweiten Dodenhof Laden. Wesentlich kleiner als das Einkaufszentrum, fast nur ein ehemaliger Dorfladen, der uns darüber Auskunft gibt, welche Kunden man nicht im Shopping Center sehen möchte: Dicke, fette Männer.

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Schlimm genug, dass Männer in Schuhgeschäften immer entweder in den Keller oder in die erste Etage müssen: Bei Dodenhof müssen dicke, fette Männer um die Ecke.

Politisch also völlig inkorrekt. Wie übrigens auch dieses Plakat, dass ich wenige Kilometer weiter in Ottersberg am Wegesrand sah. Tja, die Nachrichten verbreiten sich langsamer auf dem flachen Land.

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Zusatzkonzert wegen des sensationellen Erfolges ?

Das erinnerte mich an die erste Strophe des Songs Roadblock von Stan Ridgway.

Weiter ging es nach Quelkhorn, Buchholz und Wilstedt. Nun kam endlich und ich schöre, um ersten Mal an diesem Tag der Wind von hinten und blies mich zackig auf dem Achterdamm Richtung Huxfeld. Persönliche Bestzeit, obwohl ich mich gar nicht anstrengte und schon relativ kaputt war. (Strava). Dann weiter wie üblich, schmucklos ohne Variationen, ohne zu denken Richtung Borgfeld. Mittlerweile war es dunkel geworden, aber ich hatte imm ernoch Lust zu fahren und so machte ich mich noch mal auf den Wümmedeich, fuhr bis zum Dammsiel und dann an der kleinen Wümme zurück zum Unisee und nach Hause. Damit waren dann mehr als die zwei Drittel der Festive 500 für dieses Jahr nach vier von acht Tagen erledigt. Aber man muss fahren, wenn das Wetter OK ist, man weiß nie ob man morgen überhaupt noch raus kann.

Zuhause angekommen, am PC, sah ich dann, dass für heute um 11 Uhr etwas am HaW geplant war. Prima dachte ich mir, eine größere Gruppe, das macht bestimmt Spaß und da will ich mal wieder mit. Es hatten sich etwa 214 Rennradfahrer angemeldet, das war vermutlich die größte Truppe, die jemals vom HaW starten sollte, sozusagen der lange Marsch der Rennradfahrer. Leider war es aber so, dass über Nacht das Wetter dramatisch schlechter wurde. War am Abend vorher noch eine Bullenhitze und viele Bremer sassen mit Kind und Kegel im Garten oder auf dem Balkon und schmissen Steaks auf den Grill, war es am nächsten Morgen auf einmal und völlig unvorhersehbar minus sechs Grad. Dies führte dann in der Konsequenz zu einigen Absagen, und zwar genau zweihundert. Alle natürlich total fadenscheinig, ich zitiere und zittere hier einmal wahllos:

„Ich bin leider raus. Das Bein ist nicht wie geplant an den Körper drangewachsen. Aber das Wetter ist ja erste Sahne! Viel Spaß!!“

Hallo Leute, ich bin raus! -666°C da ist mir meine Gesundheit wichtiger, kann mir keinen Ausfall erlauben…….sorry.“

„Erkältung, Kälte und 80km vertragen sich bei mir noch nicht. Ich guck aus’m Fenster und beiß mir in Popo.“

Letzteres würde ich übrigens wirklich gerne einmal sehen. Wie viel kann man eigentlich vor sich sehen, wenn man sich gerade selber in den Po beisst? Und was sehen in diesem Moment die Nachbarn?

Egal. Es war aber wirklich ein wenig kalt am heutigen Morgen. Als ich zur Garage ging, machten im Haus neben uns die Nachbarn gerade ihre Panzer klar für die Fahrt zur Arbeit.

Ich war also nicht so optimistisch, wie viele letztendlich am Treffpunkt am HaW auftauchen würden, war dann aber doch sehr angenehm überrascht Caro, Philipp, Jan, Benjamin, Detlef und noch viele mehr zu sehen. Und es wurden immer mehr. Und schon ging es los. An sich wollte ich ja nur lutschen, aber irgendwie fand ich mich schnell ganz vorne wieder und wurde dann gleich von Philipp ermahnt , doch bitte so zu fahren, dass wir als homogene Gruppe fahren können. Klar, das wollte ich ja auch, aber wenn neben mir Philipp, Jan und dann später auch Sebastian fahren ist es sehr selten, dass die Nadel unter dreißig fällt, nicht an jeder Autobahnüberführung ein Bergtrikot vergeben wird und Ortsschilder uns nur noch als verschwommenen Pfeil erkennen. Also haue ich immer erst mal rein, das ist vermutlich so ähnlich wie bei Pavlov und seinem Hund.

Über Borgfeld ging es nach Fischerhude und Quelkhorn und von da Richtung Buchholz. War ich teilweise also bereits an dem Tag davor befahren, machte in der Gruppe aber mehr deutlich mehr Spaß. Dann ein Abstecher nach Vorwerk.

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Strahlend blauer Himmel, perfekte Zweierreihe.

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..und perfekte Kurventechnik auf dem Weg nach Vorwerk.

 

 

Wie jedes Mal (also bislang zwei Mal), verfuhren wir uns in Dipshorn und landeten auf dem Crosserweg. Irgendjemand, der auch praktischerweise auf seinem Crosser mitfuhr, murmelte etwas von „ist doch nicht schlimm so ein wenig Feldweg…“, konnte aber keinen Nicht-crosser überzeugen.  Ich finde, das sollten wir auch weiterhin so machen, sozusagen ein traditionelles verfahren oder Verfahren. Bei meinem japanischen Club „Positivo Espresso“ hieß dass „the pointless ride“, und der absolut unsinnigste pointless ride war hoch zur Kabelbahnstation am Mitake Berg.

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The pointless ride – German version

 

Ich vermute, dass liegt daran, dass man rechts zum Friedhof abbiegen muss. Das will keiner, also fahren wir immer links. Zeit für ein paar Gruppenphotos.

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Philipp beim Gruppenfotographieren

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Die Gruppe beim gruppenfotographiert werden

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Und alles in einem Bild.

 

Schnell waren wir in Bühlsedt, Wilstedt, Huxfeld und dann ging es auch schon durch die Bremer Schweiß nach Timmensloh. Ich fuhr immer noch fast die ganze Zeit mit Philipp zusammen vorne. Es war nicht sooo anstrengend; schnell hatten wir uns auf ein gemeinsames Thema verabredet und brauchten unsere besten Stories: Die bescheuersten Dinge, die wir gemacht haben, als wir richtig betrunken waren. Die von Philipp will ich nicht erzählen, nur bemerken, dass seine besten Geschichten nicht so lange her sind wie meine besten Geschichten, die ich nicht vorenthalten möchte:

  • Ich fuhr betrunken mit dem VW Käfer von einer Probe unserer Band nach Hause (leider waren waren wir musikalisch nur betrunken zu ertragen) und kam an eine rote Ampel die nicht grün wurde. Und zwar sehr lange nicht. Irgendwann wurde ich nervös, dachte ich wäre auf einem schlechten Trip. Aber irgendwann merkte ich auch, dass ich vor der roten Lampe eines Nachtclubs gehalten hatte.
  • Mit dem gleichen Käfer, der ein Schiebedach hatte, sind wir an einem sehr langweiligen Freitag Abend in den Wald gefahren und dort auf eine große Wiese. Drei von uns setzten sich auf das Autodach und hielten sich irgendwie fest, der Vierte fuhr und hatte die Aufgabe uns alle vom Autodach fallen zu lassen. Wahnsinnig lustig. Keine Ahnung, warum wir das alle ohne Verletzungen überlebt haben.
  • Nach einer Party auf der es nur Wodka und Tri-top zu trinken gabund die erstaunlich schnell zu Ende war, konnten wir unser Auto nicht mehr im Parkhaus finden. Also haben wir uns einfach in die nächste Parkbucht zum schlafen gelegt – bis die Polizei kam. Die wollte uns dort vertreiben, aber mein Freund Peter sah in dem Moment auch wieder, zu seiner großen Freunde unseren Wagen und machte Anstalten damit loszufahren, weniger zur Freude der Polizei. Die uns dann den Schlüssel wegnehmen wollte, worauf Peter, der unter Alkohol zu größter Zuneigung allen Menschen gegenüber fähig war meinte: „Na gut, aber fahren Sie nicht so viel rum, da ist nur noch wenig Sprit drin.“

Es gibt noch jede Menge anderer Geschichten, aber die enden ja doch meist damit, wie man kotzend über der Kloschüssel hängt (oder über dem Aschenbecher im Zugabteil, wie es die heutige Jugend macht) oder sich bedusselt fremden Mädels in die Arme schmeißt und etwas von ewiger Liebe fasselt – Jürgen von der Lippe hat das mal telefonisch sehr schön dargestellt. Jdenfalls zeigt das auch wie schnell wir unterwegs waren. In Timmensloh angekommen hatte ich Lust auf einen Gin Tonic.

Von dort etwa an, fuhr jeder in seine Richtung nach Hause. Ich wollte noch ein paar Kilometer oben drauf legen und machte mich weiter am Wümme Damm auf, dort waren wir dann nur noch zu zweit. An der kleinen Wümme dann zurück bei einer Fotopause …

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Im Hintergrund, etwa 800 km weit südlich die Alpen. Im Vordergrund das Bremer Drama.

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… traf ich dann Caroline, die andersrum vom HaW die kleine Wümme lang fuhr. Lustig. So jetzt war aber genug und es ging ab nach Hause, wo ich vor dem Tankwagen mit dem wunderschönen japanischen Namen endlich einmal ein weiteres Foto machte.

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Danke an alle Mitfahrer. 400 km geschafft, noch 60 müssen es sein.

 

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Festive 500 Day #2

Zuerst alles prima, blauer Himmel, Rückenwind… ich hätte den Schwung ausnutzen sollen, bis nach Hannover fahren und von da aus zurück mit dem Zug. Aber nein, ich musste ja zwischen ja nach 40 km über das Weserwehr von Intschede nach Daverden und dann weiter gegen den Wind an der Weser lang bis nach Achim. Während ich die ersten 40 km nur so dahinflog, krach ich jetzt mit 17,18 Sachen Richtung Norden und pfiff härter als der Wind gegen mich, aus dem letzten Loch. In Achim kam ich auf die Idee die Runde über Bassen und Ottersberg zu verlängern und an der Windkante langzusegeln. Eine ganz schlechte Idee, denn kaum war ich raus aus Achim fing es an zu regnen und die Wassertropfen bohrten sich wie keine Dartspfeile in mein Gesicht. Also wieder zurück nach Achim und dann langsam die langweilige Landstrasse zurück nach Hause. Trotzdem sind es noch 80 km geworden, aber es muss einfachere Methoden geben, um die 500 km dieses Jahr voll zu bekommen.

Keine Fotos heute.

War aber etwa so:

154 km gefahren, noch 346 km zu fahren. Ein Ende ist in Sicht.

Strava.

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Festive 500 Day #1

75 km done, 425 km to go.

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Gestern war Saisonende, denn die Saison beginnt traditionsgemäß am 24.12. mit der Festive 500.

Saisonleistung 2014, siehe unten. Ein gutes Jahr, im Rückblick waren die Monate Januar, Februar und März in Bremen einfach zu lau. Aber wer fährt da schon gerne in Bremen.

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