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Stahlrahmen mit 105.

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Hallo, vor kurzem habe ich auf der Straße diesen wunderschönen, grünen Stahlrahmen mit einer 105er Schaltung gesehen – nur leider fehlten die Laufräder.

Kann mir hier jemand weiterhelfen und mir sagen, um was für einen Rahmen es sich hier handelt? Von den Muffen und der Verarbeitungsqualität her würde ich auf etwas italienisches aus den Siebzigern tippen. Oder?

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RTF Lauenau. 2017.

Gemeinsam mit 2014 und 2016 war 2017 die RFT Lauenau nicht nur die beste RTF in Lauenau, sondern auch die beste RFT 2017 überhaupt. Ein Loblied auf Lauenau, nach eigenen Angaben, „Heimat der Sitzmöbel.“

In Lauenau sitzt das Unternehmen Casala. Nie gehört? Aber vielleicht gefühlt, denn auf Produkten von Casala durften viele von uns vier Jahre lang sitzen.

Bildergebnis für casala schulmöbel

Hier sass einmal Thorsten Legat – auf „Kasalla“ Schulmöbeln.

Morgens um halb Neun ist von Kasalla in Lauenau noch wenig zu spüren. Träge dümpelt das Mineralwasser im Mineralwasserbad vor sich und wartet auch die ersten Besucher. Genau drei kamen am Sonntag, wie uns einer der Organisatoren später verriet, deutlich mehr um an der RTF von Victoria Lauenau teilzunehmen.

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Es ist kalt und wir sind mit einer ganzen Gruppe von Bremern da. Also nicht die, die ich gefragt hatte, mit Ausnahme von Hannes und Stefan, sondern die, die wir im Laufe des Tages kennenlernten: Ein RTFler, der mich von der Butterkuchenfahrt kannte und drei weitere die, nach eigenen Angaben, entweder auf dem Wümmedeich, oder in den Alpen fahren. Doch das wissen wir alles erst nachher. Jetzt müssen wir drei erst einmal bei 7 Grad losfahren; es ist kalt und wir haben noch 150 km und 2.000 Höhenmeter vor uns.

Obwohl wir mit die letzten sind, die an den Start gehen, überholen wir schnell auf der Landstraße raus ein paar andere Fahrer die noch kurz vor uns gestartet sind. Keiner ist schnell genug, oder hat Lust mit uns zu fahren, bis auf Racer X aus Wedemark. Wir wissen bis heute noch nicht, wie Racer X im richtigen Leben heißt, aber bei uns ist es mittlerweile eine alte Tradition alle unbekannten Mitglieder in einer Radgruppe als Racer X zu bezeichnen.  Ein Name, der übrigens von Tom Hanks ( ab 0:57 min) erdacht wurde.

Jedenfalls blieb Racer X an uns kleben und so wurde aus einer Dreier-, eine Vierergruppe mit der wir uns in den ersten Hügeln richtig gut warm fahren konnten. Direkt am zweiten Hügel, ich war eigentlich vorne und wollte das Tempo angeben, ging mir so richtig die Luft aus. Ich brachte einfach keine Kraft auf die Pedale und fuhr langsam und dann auch noch am Limit. Alle überholten mich und ich fiel einige zehn Meter hinter unsere Gruppe zurück. Das war ungewohnt und bitter – woran lag es bloß? Nicht genug zum Frühstück gegessen? Eine Erkältung im Anmarsch? Ein Fluch der auf diesem Hügel liegt und alle trifft, die mehr als zehn Jahre in Japan lebten? Wir werden es niemals wissen, aber es kratzte deutlich an meinem Selbstbewusstsein. Und so machten wir zum ersten Mal überhaupt bei dieser RTF am ersten Kontrollpunkt in Hemeringen Pause und tankten leckere Schmalzstullen.

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Hemeringener Schmalzstullen

Dann ging es schon besser. Nach 57 km kamen wir zu dem nächsten Verpflegungspunkt in Friederichshöhe, an dem wir prompt vorbei fuhren. Eigentlich hatten wir uns abgesprochen, dass wir dort nicht halten wollten. Und 50 Meter vor uns fuhren die rot-weißen, die wir nun zum zweiten Mal einholen wollten. Tatsache ist aber leider auch, dass die Strecke dort nicht einfach geradeaus weiter geht, sondern man am Kontrollpunkt links abbiegen muss. Da wir aber weiter geradeaus fuhren, hatten wir uns nun auf die sehr seltene, aber auch schöne 155 km Runde begeben. Ebenso wie die Rot-weißen. Also zurück zum Kontrollpunkt und weitere Schmalzstullen.

Dort klagten uns die Organisatoren ihr Leid: Immer weniger Helfer sind bereit eine RTF zu organisieren, einige RTFs sind bereits komplett eingestellt worden oder finden nur noch im zweijährigen Rhythmus statt, die Adlerrunde im Harz soll 2018 komplett ausfallen. Und nachher am Ziel erzählte man uns, dass weniger als 300 Teilnehmer 2018 dabei waren, „wir hatten schon einmal über 450„.

Das kann eigentlich nicht wirklich verwundern, wenn man einmal schaut wer und was bei einer RTF mitfährt: Da ist fast niemand dabei, der unter 40 Jahren alt ist, und vielleicht liegt es auch daran, dass ich dieses Jahr so viele neue Räder geschaut habe, da fahren ja fast nur Alu Räder die zehn Jahre plus auf dem Buckel haben! Und genauso sieht es natürlich auch bei den Helfern aus, bloß, dass die noch einmal 20 Jahre älter sind. Nicht als die Räder, sondern als die Teilnehmer.

Das ist alles schade und beklagenswert, oder man macht etwas dagegen. So wie der RCB, dem es 2017 ja gelungen ist, seine eigene RFT in Bremen erstmalig erfolgreich durchzuführen.

Zurück zur Strecke: Nun kamen wieder ein paar fiese Anstiege, zum Glück war ich nun auch deutlich besser drauf. Gerade rechtzeitig, um die schönsten Passagen dieser RTF zu geniessen.

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Lieblich geschwungene Hügel so weit das Auge blicken kann.

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Hannes bei der Abfahrt

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Hannes, nach dem Anstieg.

Ich mag diesen Teil besonders gerne, weil sich kurze Anstiege auf wenig befahrenen Straßen mit schnellen Abfahrten und schönem Blick auf die hügelige Landschaft abwechseln. Wie gerne würde ich in so einer Gegend leben und fahren, allerdings sollte so etwas wie Bremen doch auch gleich um die Ecke sein.

Stefan meinte zu recht, dass die Gegend doch sehr abgelegen ist und man sich fragen muss, wer da in zehn, zwanzig Jahren überhaupt noch wohnen wird. Sehr deutlich wurde das in Thevenhausen, am nächsten Kontrollpunkt. Hier ist ein Foto der örtlichen Metzgerei, aufgenommen im letzten Jahr bei der RTF.

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Metzgerei Goksch in Thevenhausen, 2016

Und hier Goksch noch einmal 2017:

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Metzgerei Goksch, Thevenhausen 2017

Will sagen: Wirklich viel passiert da in Thevenhausen nicht. In Japan, wo ich lange gelebt habe, ist dieses Problem noch deutlich ausgeprägter, da die Bevölkerung im Vergleich zu Deutschland dort früher angefangen hat schneller zu altern. In einigen Regionen gibt es Dörfer die komplett aufgegeben wurden, Dörfer in denen die Schulen seit Jahren verrammelt sind und nur noch Menschen über 60 Jahre wohnen und Kleinstädte in denen die Hälfte der Geschäfte verrammelt ist.

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Kabira, Ishigaki. Aufgegebene Schule.

Gegenüber der Metzgerei Goksch in Thevenhausen ist der Kontrolpunkt der RTF. Da steht ein Haus. Hm, dachte ich immer, also so ein normales Haus, da wohnt irgend jemand drin, der mit der RTF irgendwie zu tun hat. Nö, auch hier wohnt niemand mehr, aber die Toilette funktioniert noch. Hier riecht es nach Moder im Teppich und Schimmel auf Tapete. An den Wänden hängen Relikte der Vergangenheit.

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Wir machten uns dann auf die zweite Runde um das Kalletal, die die zusätzlichen 30 km der 150er Runde im Vergleich zur 120er bringt. Wieder durch diese tolle Landschaft.

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Nach dem zweiten Stop in Thevenhausen folgt eine „Transferpassage“ über Varenhold, Möllenbeck und Exten nach Großwieden zur Fähre über die Weser. Diesen Teil finde ich nicht so prickelnd. Es geht durch so ein Gewerbegebiet, wo ich schon einmal den Abzweig nach links verpasst hatte. Aber er war aber aus psychologischer Sicht recht interessant, da zum ersten Mal vor uns eine rote Ampel auftauchte. Fährt man in einer Gruppe mit Fahrern zum ersten Mal, sind ja die Regeln, was das anhalten bzw. überfahren von roten Ampeln angeht, noch nicht etabliert. An sich müsste man ja anhalten, aber Tatsache ist ja auch, dass man auch gerne mal drüber fährt. Aber wie werden die Anderen darauf reagieren? Gibt es dann gleich einen Rüffel, wird man aus der Gruppe ausgeschlossen, oder handelt man sich, wie letztes beim Silbersee Triathlon, eine „disziplinarische Maßnahme“ ein wegen „Verdacht auf Missachtung einer roten Ampel“.

Racer X war vorne und schaut sich mit schlechtem Gewissen um. „Los, weiter!“ schallt es von hinten.

Die Weserfähre in Großwieden ist ein weiterer Höhepunkt dieser RTF. Zum Glück liegt der Kontrollpunkt nun seit einigen Jahren auf der Seite, auf der man auf die Fähre warten muss, so dass sich warten, essen und trinken miteinander kombinieren lassen. Die Kontrollstation ist in eine „Schutzhütte“ integriert. Die brauchten wir auch, denn es fing nun heftig an zu regnen.

Als Bauingenieur muss ich hier mal sagen, dass diese „Schutzhütte“ echt mies ist. Sie besteht aus drei Wänden, die aus Garben (also Drahtkörbe mit Steinen gefüllt) gefertigt sind und einer offenen Seite nach vorne. Darüber spannen sich Stahlträger, die ein Glasdach halten. Das ist alles sehr aufwändig und teuer und 50% der überdachten Fläche besteht aus diesen dicken Wänden, die ja, im Gegensatz zu den Menschen dort, keine Überdachung brauchen. Wir waren zu viert, plus drei Personen am Kontrollpunkt und ein Hund und wir passten so gerade unter das Dach. Mein Prof hätte die Hände über den Kopf zusammengeschlagen und mal wieder etwas schlechtes über Architekten gemurmelt.

Im strömenden Regen setzten wir dann über die Weser, die Überdachung der Fähre bot einen vergleichsweisen guten Schutz.

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Weserfähre bei Großwieden

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Stefan, Racer X, Hannes und ich (v.r.n.l)

Zehn Minuten später waren wir bis auf die Socken nass. Zum Glück ging es jetzt auch auf die Schaumburg, so dass wir wenigstens warm blieben. Ich fuhr vorne weg, das Selbstbewusstsein war immer noch nicht ganz wiederhergestellt und die anderen hinterher. Hier ging gar nichts mehr im Wiegetritt, denn die Straße war nass und glitschig und verlangte einiges an Konzentration. Und ist man dann endlich an der Schaumburg, geht es noch ein ganzes Stück weiter, das hatte ich komplett vergessen.

Auf der anderen Seite geht es dann schnell runter. Dieses Jahr nicht ganz so schnell, weil die Straßen nasse waren, aber erstaunlicherweise hörte der Regen auch wieder auf und der Asphalt wurde trocken. Es war so, als wenn die Wolken an der Schaumburg hängen geblieben wären. Alles war gut, wir waren nass, aber jetzt konnten wir schnell ins Ziel fahren.

Dachte ich. Denn dann fing es wieder an richtig zu regnen. Heftig. Racer X fuhr neben mir und ich sagte zu ihm „Jetzt fehlt nur noch ein wenig Hagel.“ Und prompt fing es ein paar Minuten später an zu hageln. In so einem Wetter bin ich auch noch nicht gefahren. Ich ersparte mir einen Kommentar a la „Wenn es jetzt noch zu blitzen und zu donnern anfangen würde…“ denn ich wollte lebend nach Hause.

Und so kamen wir endlich am Ziel, dem Mineralbad wieder an. Racer X zog es gleich nach Hause, Hannes und ich duschten erst einmal und dann bestellten wir erst einmal Würstchen und quatschten was. Am Kuchenbuffet war das Blech mit Mohnkuchen schon komplett weg, Zetschgen ebenfalls, nur noch Apfel/Rosinen und „Streusel Melba“ war noch da, was etwas über die Beliebtheit der verschiedenen Kuchensorten aussagte. Ich bin ja auch der totale Mohnkuchen Typ, machmal stehe ich sogar nachts auf und hole mir den, genau wie Ulricke Jockiel sich die Yogurette holte.

Danke an Hannes, Stefan, Racer X und den Viktoria Lauenau für diese denkwürdige RTF.

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EuroEverything 2017.

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Ende August fand in Friedrichshafen die Eurobike Messe statt – zehn Hallen voll mit Zeugs, etwa 790 km von Bremen entfernt. Was muss man über die Eurobike 2017 wissen?

Das war meine erste Eurobike Messe und die Reise dorthin begann um fünf Uhr morgens. Acht Stunden später waren wir da, hatten vier Stunden Zeit uns umzusehen, am nächsten Tag noch einmal sieben Stunden und dann ging es wieder acht Stunden nach Bremen. 16 Stunden Fahrt für 11 Stunden schauen und stauen.

Mein erster Eindruck der Messe war: „Och, das ist ja gar nicht so groß wie ich dachte!“ Klar, wer schon einmal in Köln; Frankfurt oder Düsseldorf auf einer Messe war, den kann Friederichshafen nicht umhauen. Obwohl, die Messe wo ich wohl am häufigsten war ist die ZOW in Bad Salzufeln. Das ist die weltgrößte Messe für Möbelbeschläge und Menschen aus aller Welt, die Möbelbeschläge für unheimlich spannend halten kommen dorthin. Ich frage mich, was z.B. ein Chinese, der mit dem Jumbo in Frankfurt ankommt, weiter fliegt nach Hannover und dann mit dem Taxi zur ZOW fährt, nach seinem Besuch in Bad Salzufeln zuhause in Wuhan seinen Freunden erzählt: „Deutschland? Nur alte Menschen mit Rollatoren und alte Häuser. Total unmodern. Die hauen wir weg.“

Aber egal, Friedrichshafen ist nicht Bad Salzufeln. In Friederichshafen ist unheimlich viel Zeug. Um da überhaupt einmal einen Griff drum zu bekommen, kann man das grob in fünf Gruppen einteilen:

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Große Marken mit riesigen Ständen
Also Dinge, die man an sich schon gut kennt, wie sagen wir einmal Campagnolo, BMC, Shimano, ABUS oder Vaude. Man schaut da schnell rein und guckt, ob es etwas neues gibt von dem man noch nichts gehört oder gewusst hat. Das ist entweder nicht der Fall, oder man bekommt es nicht mit, weil es einem niemand dort am Stand erklärt.

Interessant finde ich, wie einige Marken, die es noch nicht solange gibt wie z.B. POC, Leyzne, X Bionic oder Rondo sehr große, gut gemachte Stände haben, obwohl das Produktangebot noch eher schmal oder sehr „Standard“ ist. Was ist denn bitte das besondere an deren Produken wie Helme, Beleuchtung, Bekleidung oder Räder, das machen auch viele andere? Aber hier liegen richtig Marketing-Dollar in der Luft mit denen diese Marken nach vorne gepusht werden. Woher kommt das Geld dafür?

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Alte Bekannte und interessantes Neues
Mittlerweile kenne ich ja wenigstens ein paar Leute in der Branche von anderen Events und die habe ich auf der Eurobike wieder getroffen, z.B. die Vertreter von Hartje. Die Sachen hat man alle bereits gesehen, aber es ist nett sich wieder zu treffen und ein wenig zu quatschen. Daneben gibt es eine Reihe von schönen Rädern, z.B. von Wilier, Guerciotti, Basso, Ridley oder eben Rondo, bei denen die Aussteller tatsächlich ein Interesse daran haben mit Einzelhändlern in Kontakt zu kommen und an diese zu verkaufen, meist über einen Importeur in Deutschland.

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Toll, aber unmöglich
Ab und an sieht man wirklich tolle Produkte, die man wirklich gerne im Laden haben würde. Und wenn man dann mit den Ausstellern, z.B. aus Italien oder dem fernen Osten ins Gespräch kommt und fragt, wie und wo man denn bestellen kann, dann heißt es: „Klar, direkt bei uns in Taiwan, wie viele Container dürfen’s denn sein?“ oder „Wir haben keinen deutschen, sondern nur einen europäischen Importeur – auf Teneriffa.“ Eine japanische Firma gab mir die Visitenkarte eines Japaners in der Nähe von Paris mit eigenem Weingut der deren Produkte vertreibt. „Hat er die Teile auf Lager?“ „Nein, aber er liebt Fahrräder!“ Kurz gesagt, es erscheint hoffungslos, das man das Zeug jemals in den Händen halten wird. Schade drum.

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Doof.
Erstens: Aha, ein Rad aus Bambus, was für eine tolle Idee. Oder das Rad, wo das Hinterrad direkt mit Pedalen angetrieben wird, also sozusagen ein Pedalfixie. Ganz toll. In einer Umgebung in der man extrem vielen Reizen ausgesetzt ist, nimmt die Bereitschaft sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die man nicht sofort versteht, rapide ab. Man schaut sich das eine Sekunde an, hat das Gefühl eine Sekunde Zeit verschwendet zu haben und geht weiter.

Zweitens: Chinesische Stände. Die könnten einem den Nachbau einer Campagnolo Super Record Gruppe in Gold anbieten für € 11,90 – man würde trotzdem automatisch nein sagen. Interessanterweise spricht auch keiner mit den Chinesen dort, am Stand sind aber oft andere Chinesen. Die haben keine Chance in Friedrichshafen, weil sie einfach nicht ernst genommen werden. Oft auch zurecht.

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SARS. Aha. Deswegen konnte ich 2003 mal nicht nach Taiwan. Kein guter Name für ein Unternehmen. Dann schon besser King Kong.

Die fünfte und letzte Gruppe ist auch zugleich die mit Abstand größte: Dinge die man einfach schon x-mal gesehen hat. Sagen wir mal: Ein schwarzes Trekking Rad. Man kommt also am Stand der VSF Fahrradmanufaktur vorbei und sieht erst einmal dreißig schwarze Trekkingräder. Es ist, als wenn gerade sämtliche Farben dieser Welt gerade unten rauslaufen und nur noch schwarz und weiß übrig bleiben. Ich finde deren Räder sooooo langweilig. Und dann läuft man weiter zu, sagen wir mal zu Winora, Bergamont oder Koga und da stehen auch wieder ganz viele schwarze Trekkinggräder rum. Ganz zu schweigen, von den Herstellern die man nicht kennt und deren Namen man auch nicht behalten kann, weil man sich fragt, wie die auf die Idee kommen nun mit schwarzen Trekking Rädern den deutschen Markt erobern zu wollen. Fazit: Man sieht viel und behält davon absolut nichts im Kopf.

Ich habe mich dieses Jahr auf der Eurobike darauf konzentriert, was es alles an Farben gibt und dabei die eine oder andere interessante Entdeckung gemacht.

[wird fortgesetzt]

Basso

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Guerciotti

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Bricklane Bikes

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Wilier

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De Rosa

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Colnago

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Parlee

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3T

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Speedvagen

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Bergamont

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Rondo

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Andere

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GGigantische Räder. Teil 2.

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Vor ein paar Tagen habe ich hier vorgestellt, was Giant unter der Frauenmarke LIV im nächsten Jahr alles auf den Markt bringen wird. Hier geht es nun um die Rennräder für Männer. Nämlich von Giant.

Bei Giant ist die Kategorisierung von Rädern relativ simpel: Propel heissen die Aeroräder, TCR die normalen Teile und Defy die Komfort Rennräder. Für Triathleten gibt es Trinity und wer einen günstigen Alu Rahmen möchte, der kauft ein Contend. Ach so, und TCX ist für die Crosser.

In jeder Kategorie gibt es 5 bis 20 Varianten fast immer kann zwischen Felgen- und Scheibenbremse wählen und dann in verschiedenen Gruppenausstattungen, zu 90% von Shimano.

Bei den teuren Modellen von Propel (Aero) und TCR gibt es höherwertige Rahmen mit durchgehender Satttelstütze und deutlich mehr Integration an Lenker, Vorbau, Gabel und Bremsen. Technisch macht das alles Sinn, zudem bietet Giant ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Mir geht es aber an dieser Stelle vor allem um das Design der Räder – bekommt man da etwas orginelles, stimmiges und individuelles?

Das Aerorad: Propel

Die 2017er Propel Modelle von Giant hatten eine sehr schöne Farbgebung, die neuen Modelle sind da etwas spezieller: Ich würde einmal vermuten, dass sich das Ultegra Propel mit oder ohne Scheibenbremse am besten verkaufen wird, beide sind in Ihrer Neon-Grelligkeit bzw. Rot/Schwarzheit etwas langweiliger geraten als letztes Jahr.

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Propel Advanced Disc (Ultegra)

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Schicke Integration am Vorbau.

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Schmal.

Aber warum überhaupt Ultegra kaufen? 90% aller Käufer wollen nicht zu viel Geld für eine Dura Ace ausgeben, aber auch nicht als komplett blöde dastehen, wenn sie bei der gemeinschaftlichen Ausfahrt mit einer 105 auftauchen. Dabei gibt es 95% der Funktionalität und 110% des Gewichts mit einer 105er Gruppe. Die ja bekanntlich auch im Prinzip die Ultegra Gruppe von vor vier Jahren ist.

„Was Du fährst ’ne 105er an Deinem neuen Rad?“
„Nö. ist ’ne rebranded Ultegra von 2013!“

Könnte das Jahr sein aus dem das Rennrad stammt, von dem der fragt.

Wesentlich schöner, aber auch wesentlich teurer ist das Flagschiff der Propel Serie, das Advanced SL Disc mit Dura Ace Di2.

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Für € 10.000 ist der Käuferkreis eher begrenzt. Ich würde auch vermuten, dass jemand der so viel Geld für sein Rad ausgeben möchte, auch mehr Ansprüche an die Individualisierung hat, also z.B. seine favorisierten Laufräder montieren möchte. Während ich die Politik von Giant hauptsächlich eigene Komponenten zu verbauen, um die Preise niedrig zu halten für richtig halte, glaube ich dass dies im High-end Bereich eher verkaufshemmend wirkt. Das hat nichts mit der Qualität von Rädern oder Komponenten zu tun, aber alles mit Image, Gefühl und Marketing.

TCR – Das normale Rennrad

Das TCR fand ich, trotz des stark geslopten Rahmen, sehr, sehr schön. So schön, dass ich mir gleich das blau-orange mit Ultegra und Scheibenbremse besorgt habe. Natürlich Ultegra, denn ich will mich ja beim RCB Montagstraining nicht blöd anmachen lassen wenn ich mit einer 105er daherkomme.

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An den ausgestellten Rädern ist noch die Vorjahres Ultegra montiert. Das sieht man an diesen riesigen (Gruppenübergreifenden) STI Hebeln für die Version mit Scheibenbremsen. Zum Glück ist das alles viel kleiner geworden.

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Wirklich gute Farb-Combo.

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Der Rahmen glänzte, je nach Einfallwinkels des Lichts, leicht lila.

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Es ist auch möglich den Rahmen-Set in der Advanced Version mit durchgehender Sattelstütze zu kaufen und sich das Rad individuell selber aufbauen zu lassen.  Das Ding ist dann Giftgrün. War leider auf der Ausstellung nicht zu sehen, aber das könnte schon sehr, sehr gut aussehen.

Auch die anderen TCRs waren farblich OK; die günstigste Version (105!) gibt es für € 1.600.

Defy – Das Komfort Rad

Das Defy sieht meiner ansicht nach sehr ähnlich wie das TCR aus, hat aber ein deutlich bulligeres Steuerrohr und ein dickeres Unterrohr daran geflanscht. Zusammen mit dem geslopten Rahmen muss man das mögen. Das Flagschiff der Defy Serie, das Advanced Pro 0, hat aber fast jeden begeistert, dem ich das gezeigt habe.

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Zuerst denkt man, aha, ein schwarzes Rennrad. Noch eins. Aber dann sieht man diesen gigantischen Giant Schriftzug aus gebürstetem Stainless und denkt nur noch: Wow. Meine Tochter wollte sofort eins und auch alle Ihre Freundinnen, denen ich die Bilder gezeigt hatte (Maggie, Patricia, Lilly und PupsiKeks).

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Der Preis für den Carbon / 105 Einstieg pendelt sich so gerade bei ca. 1.400 Euro ein (Giant, Canyon, Rose).

Die Zeiten sind vorbei, als man noch 105er Räder für 1.000 Euro bekam. Heute kostet so etwas € 1.200, wie etwa ein Giant Contend mit Alu Rahmen, billiger ist es bei den Vesendern, teurer bei Cannondale oder Trek Emonda S5, jeweils für € 1.600. Klar, igendwo gibt es immer auch noch Restposten und Modelle von Vorjahr. Geht man auf Tiagra oder Sora Niveau ist so etwas allerdings möglich. Das muss man aber wollen und aushalten können.

Letztens montierte ich im Laden ein Liv Invite Rennrad mit Sora Schaltung. Vermutlich lag’s an mir, aber ich fand das deutlich schwieriger einzustellen, als eine Ultegra oder 105er. Zudem hatte das Ding innenverlegte Züge – ich vermackelte bei dieser Gelegenheit den Schaltzug (Ursache) und Matthias riss den dann aus dem Rahmen (Grund). Was zur Folge hatte, dass dass wir uns den ganzen Vormittag damit beschäftigen konnten den Schaltzug wieder im Rahmen zu verlegen (Wirkung). So etwas wünsche ich keinem – ein Grund mehr sich gleich ’ne Sram eTap zu kaufen. Kommt auch gut bei der Ausfahrt an.

Von den Cntend Modellen habe ich keine Fotos gemacht, das günstigste hatte eine Shimano Claris Schaltung.

TCX – Der Crosser

Ähnlich wie bei Trek und Cannondale geht hier der Trend zu Scheibenbremse (seit Jahren), einfach Kettenblatt vorne und Sram Force oder Apex als Gruppe.Es gibt je nach Ausstattung auch verschiedene, gelungene Rahmenfarben und keinen modernen Knick im Oberrohr wie ihn gerade Canyon und Rondo vorgeben.

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Trinity Triathlon

Hatten wir schon. Kann ich auch echt nichts zu schreiben.

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Ich hoffe, jemand hat das Ding aus dem Springbrunnen geholt.

Ansonsten:

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Letzteres hat übrigens bei der Probefahrt erstaunlich viel Spaß gemacht.Ich fuhr durch die Parkanlagen von Bad Hersfeld,über Spielplätze und durch den Sandkasten und dann auch noch in die Innenstadt um Zigaretten zu kaufen. Und nie hatte ich Angst mit diesem Rad, das alles platt machte.

Alles in allem hatte Giant eine gute Ausstellung in einer schönen Location organisiert auf der ein paar sehr gute Räder für 2018 ausgestell wurden. Dieser Besuch hatte sich wirklich gelohnt.

Nachdem nun alle Besuche bei allen Herstellern abgeschlossen sindbeschäftigt sich dann der letzte Berichtmit dem Besuch der Eurobike Messebevor dann abschliessend die schönsten Räder für 2018 vorgestellt werden.

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OBKM. Erster. Dritter. Zehntausend.

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Auch dieses Jahr veranstaltete die Schicksalsgemeinschaft Bremer Radsportvereine wieder die offenen Bremer Kriteriumsmeisterschaften (OBKM), eine Serie von 6 Rennen im Sommer, ausgetragen auf dem Sachsenring in Heilshorn. Am Mittwoch fand der letzte Lauf statt.

Sachsenring – das klingt nach Benzingeruch und Motorschmiere und so gar nicht nach der Produktion von Faun Müllfahrzeugen. Tatsächlich ist der Sachsenring lediglich eine Strasse in Form eines Rechtecks um ein Gewerbegebiet jenseits der A27, irgendwo 25 km von zuhause. Durch diverse völlig übertriebene Blogposts, ergänzt durch begeisternde Erzählungen konnte ich Hannes überzeugen, mich zum letzten OBKM der Saison zu begleiten. Es gab auch etwas zu feiern: Der dritte Gesamtplatz in diesem Jahr war mir eigentlich sicher, ich musste nur noch teilnehmen und ankommen. Trotzdem war ich so nervös wie lange nicht mehr.

Meine Nervösität kühlte langsam auf dem Weg zum Rennen ab. Das lag an dem Regengebiet in das wir geraten waren und das uns innerhalb kürzester Zeit bis auf die Socken nass machte. Prima, dachte ich, so richtig Lust hast Du ja eh nicht und auf nasser Strasse werden sie uns ja wohl nicht fahren lassen, das wird vermutlich gleich abgesagt. Wie mit einer Heckenschere geschnitten hörte der Regen exakt am Sachsenring auf. Die Strasse dort war komplett trocken geblieben und alle die mit dem Auto gekommen waren (alle außer uns, de facto) standen gutgelaunt an der Strecke und warteten darauf, dass es los geht. Fast schon schade.

Zunächst einmal fuhren die Bratzen unter sechszehn Jahren. Uns wurde dabei zwischenzeitlich in durchnässter Kleidung richtig kalt; dann kamen wir endlich dran, die Männer über 50 und die Frauen über 16 in einem Rennen. Diesmal ging es nur über 16 Runden wegen der nahenden Dunkelheit. In Runde 12, 8 und 4 wurde jeweils um Punkte gesprintet, die Punkte beim Schlußsprint zählen dann noch doppelt hinzu. Ich stand am Start, zusammen mit den anderen fünf Teilnehmern denn leider fehlten ein paar bekannte Gesichter wie Linda, Wolfgang, und Rainer. Also, ich stand am Start und hatte gerade begonnen einen Riegel zu essen. Ich dachte, es gäbe nun wie immer eine langatmige Erklärung der Rennleitung, aber weil alle etwas nervös waren – die Dunkelheit nahte – ging es, zack, gleich los.

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Hier nach kauend. Links schon die Attacke.

Einer der Fahrer (in blau) versuchte sich bereits nach den ersten hundert Metern abzusetzen, so dass ich all meine Kraft aus der Kaumuskulatur in die Beine fliessen liess, um die Lücke zuzufahren. Das doofe Resultat davon war, dass ich nun einen rund gelutschten Klumpen Riegel im Mund hatte, der mich daran hinderte richtig zu atmen. Bis fast zum Ende von Runde zwei dauerte es, bis ich das Ding endlich kleingelutscht hatte – das kostete richtig Körner. Und jetzt begann ja auch schon der Sprint um die Punkte.

Keiner wollte den Sprint anziehen, also machte ich das dann selber von der Innenseite aus, etwa 40 Meter vor der letzten Kurve. Das ist der ideale Punkt bei dem es meine Ausdauer gerade noch erlaubt volle Power bis zum Zielstrich zu geben. Ich legte los und kam als Erster ins Ziel. Eine Glocke wurde geläutet.

Das ist die Glocke die läutet, wenn man in die letzte Runde vor dem Sprint geht.

Also musste ich jetzt meinen Sprint als „Ausreissversuch“ tarnen, damit ich nicht völlig blöd dastand – ich machte weiter hohes Tempo und mir gelang es auch die Gruppe auseinander zu reisen, aber die starken drei Fahrer waren nach wie vor dabei.

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Die Ausreisser

Als die dann den Sprint anzogen konnte ich nur noch reagieren – aber die Lücke hatte sich bereits aufgetan und ich wusste, dass ich maximal Dritter werden würde. Genau bis zu dem Moment als Andrzej in der letzten Kurve stürtze, dabei zentrifugal nach außen schliderte und Kai praktischerweise bremsen und stürzen musste. So kam ich unverdient als Erster ins Ziel.

Marc schloss danach zu mir auf und die folgenden Runden fuhren wir in mässigem Tempo gemeinsam. Wir überundeten Laura, die sich uns anschloss und später Lena, die dies nicht tat.

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Nach einer Weile und kurz vor Schluss hatten sich auch Andrzej und Kai von ihrem Sturz erholt. Schlimmes war zum Glück nicht passiert. Zu fünft fuhren wir so in die letzte Runde, die Kai locker vor mir und Marc gewann. Und damit war das letzte Rennen vorbei; ich hatte mal wieder gewonnen! Na ja, es war das zweite Mal hier und diesmal auch wirklich nicht fair. Das war allerdings auch völlig egal, denn an den Gesamtplatzierungen änderte dies nichts.

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Zieleinlauf. Kai vor mir und Marc.

Wegen der nahenden Dunkelheit kam es dann gleich zur Siegerehrung auf dem ehrwürdigen Podest des Bremer Radsportverbandes, das praktischerweise mitten in riesigen Verdauungsabfallprodukten größerer Tiere stand. Darauf standen schon die ganz großen der Radwelt. Also wie z.B….öh…ist ja auch egal. Ich war übrigens erst einmal alleine dort, Kai hatte sich irgendwohin verdrückt, um seine Wunden zu versorgen und Wolfgang, der die Serie schon nach dem 5. Lauf gewonnen hatte, fuhr mit den schnellen Jungs im letzten Rennen das zeitgleich stattfand.

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Es gab eine „Bronze“ Medaille und zwei Gels. Wahre Arbeit, wahrer Lohn.

 

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Zufällig sah ich Kai kurz danach und auf meine Intervention hin, wurde die Ehrung dann fortgesetzt. Auch Wolfgang, der gerade mit dem feld vorbeifuhr, wurde zugerufen er möge doch mal Pause machen und kommen, um sich auf das Treppchen zu stellen.

Kai bekam nun seine Silbermedaille und eine mir unbekannte Anzahl von Gels.

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Wir waren gerade fertig, als Wolfgang anhielt und nun auch auf das Treppchen wollte. Doch wie gesagt, da war ja schon alles vorbei, also schickten wir ihn wieder zurück ins Rennen, wo er nun dem Feld hinterherfahren konnte.

Die OBKM dieses Jahr war wirklich eine sehr gute Veranstaltung, immer bei guten Wetter und ich konnte viel über Positionierung und das richtige Sprinten mitnehmen. Ich kann die Teilnahme nur jedem empfehlen. Vorausgesetzt man ist über 50 oder weiblich, denn sonst muss man bei der schnellen Truppe im 30er Feld fahren, wo man nichts lernen kann, außer wie bitter es ist hinten aus dem Feld zu fallen, oder sich auf die Fresse zu legen. Na ja, unter Schmerzen lernt es sich ja auch am besten.

Ich denke für Hannes war es auch interessant, mit welcher Präzision die Rennleitung so ein Rennen duchführt und die Ergebnisse nachhält.

„Wie viel Runden sind jetzt schon um? Kommt jetzt der Sprint?“

„Ich seh nichts, ich hab die falsche Brille auf?“

„Hast Du Dir die Reihenfolge gemerkt im Ziel ?“ „Ich? Ich dachte Du machst das?“

Aber an sich ist das auch egal, denn mit Wolfgang hat der stärkste Fahrer gewonnen. Kai und ich sind etwa gleich stark, aber Kai hat eben an allen sechs Läufen teilgenommen  und ich nur an fünf. Alle anderen sechs Teilnehmer waren halt mal nur maximal vier Mal dabei.

Für 2018 wäre zu wünschen, dass es etwas mehr Variation der Strecken gibt, sechs mal in Heilshorn ist schon ein wenig langweilig und vor allem zu weit weg. Es gab ja bereits für dieses Jahr die Idee, in der Nähe der Uni zu fahren, nur waren die Auflagen der Stadt nicht erfüllbar und zudem hat der Kurs direkt hinter dem Start auch eine sehr ungünstige Kurve. Vielleicht hat hier jemand eine Idee für einen guten, ca 1 km langen Rundkurs?

Zwei Tage später machte ich die 10.000 km auf meinem Rad dieses Jahr voll. Ich war mir nicht sicher, ob ich das dieses Jahr wieder im September schaffen würde, denn außer an Lüttich-Bastogne-Lüttich hatte ich an keinem großen Ereignis teilgenommen. Vielleicht war das auch gut so, denn nachdem so etwas vorbei ist, bricht dann regelmässig die Leistung ein und man fragt sich, ob es überhaupt nach Sinn macht Rad zu fahren.

So ist es aber nun einfach die letzten 2.000 km bis Weihnachten zu fahren und somit, wie in den letzten Jahren auf 12.000 km im Jahr zu kommen. Das Velotörn Rennen fahre ich noch, die wunderschöne RTF Lauenau am Wochenende danach und zum Saisonabschluss den Münsterland Giro.

Und dann nur noch zum Spass.

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Gigantische Räder. Teil Eins.

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Schon etwas länger her ist ein Besuch bei der Vorstellung der neuen Giant Räder für die Saison 2018 in Bad Hersfeld. Einige Eindrücke von den ausgestellten Rennrädern.

Giant hatte eine sehr schicke, renovierte Industriehalle in der Mitte von Bad Hersfeld gemietet, in der wir uns einen Tag lang umsehen konnten. Sehr großzügig war es auch, dass wir die Räder vom Display nehmen und nach Gusto plazieren durften. So nahmen Lisa und ich kurzerhand das teuerste Trinity Zeitfahrrad und plazierten es im Springbrunnen vor der Halle.

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Unterm Strich bietet Giant ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis, viele poppige Farben, eine eigene Marke für Damenräder (Liv) und ist imVergleich zu anderen Marken, insbesondere Trek, Cannondale und Specialized oder BMC nicht wirklich bekannt in Norddeutschland. Das ist schade, weil es Menschen davon abhält sich mit den Rädern überhaupt zu beschäftigen. Schaut man sich die Dinger aus der Nähe an, dann gibt es auch nichts mehr zu mosern; technisch sind die ohnehin top bzw. ist da die gleiche Ultegra drauf wie auf vielen anderen Rädern – der Rest ist eine Frage des Geschmacks.

Wie Trek (Bontrager) und Cannondale (Fabric) führt Giant auch seine eigene Hausmarke Contact, deren Anbauteile wie Vorbau, Lenker, Sattelstütze, Sattel oder Laufräder an den Rädern verbaut werden. Das muss man ebenfalls mögen und ist eine Frage von Image und Geschmack. Na ja notfalls muss man dann eben bei Lighweight, Zipp oder Mavic investieren. Technisch ist das nicht erforderlich.

Fast alle Rennräder gibt es in einer Männerversion, z.B. das Standard Rennrad Giant TCR und dann in einer Version für die Mädels, LIV Langma. Technisch ist da nicht viel anders, das Design ist dann aber….äh…weiblicher. Oder zumindest was Ginat in Taiwan glaubt was weiblicher wäre. Nehmen wir mal das Trinity.

So sieht das Ding für Männer aus. Also im Prinzip, sonst orientire man sich bitte an dem Rad oben im Springbrunnen.

Und hier unten sehen wir zwei Versionen für die Mädels, hier heisst das Trinity dann Arrow (vielleicht aber auch „Error“). Ich weiß die genauen Modellnamen nicht, aber ich glaube, das obere ist ein Arrow Frotteehandtuch und das zweite ist ein Arow Piz Buin.

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Jetzt ist es aber keineswegs so, dass alle Giant Faruenräder komplett missraten wären. Im Gegenteil, einige waren so gelungen, dass ich  mir gerne selber eins gekauft hätte – aber leider hören die Rahmengrössen so bei etwa 55 cm auf. Das Langma zum Beispiel, in rot mit Scheibenbremse,was in etwa dem Giant TCR entspricht fand ich z.B. sehr schön und außergewöhnlich.

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Etwas dezenter aber auch sehr schön ist das Liv Langma Advanced mit Felgenbremsen in blau.

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Noch ein paar Farbvariationen auf den Alu Rädern von LIV (Avail = Männer Contend).

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Und das hier ist der Frauen Crosser Brava.

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Diese Woche geht es dann weiter mit den Männerrädern im Teil 2.

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Räder der Profis.

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Bad Hersfeld (Ausschnitt)

Vor einigen Wochen waren wir auf der Vorstellung der neuen Giant Räder für 2018 in Bad Hersfeld. Ich würde gerne mehr darüber berichten, aber mein Notebook ist vor zwei Wochen abgesoffen und seitdem tut sich der Hersteller sehr schwer damit es überhaupt erst einmal bei mir abzuholen trotz €60 Service Gebühr. Egal.

Bei Giant waren einige Pro Räder vom Team Sunweb ausgestellt, die ganz hervorragende Ergebnisse beim Giro d’Italia und bei der Tour de France erzielt hatten.

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Dies hier zum Beispiel ist das TCR von Tom Dumolin, dem Gewinner des Giro d’Italia 2017. Es sieht aus wie ein normales TCR Rad für Frauen in Pink. Irgendwie so ein bißchen schwul im positiven Sinne.

Das TCR (sozusagen das „normale Rennrad“ von Giant im Gegensatz zu dem Propel (Aero) und dem Defy (Komfort)) von Warren Barguil, dem Gewinner der Bergwertung der Tour de France war ebenfalls da. Auch als leichter Bergfahrer wird ein massiver Vorbau montiert auf den Thomas Voss neidisch wäre.

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Ich mochte dieses leicht dreckige und verblichene Lenkerband, was so gerade einen Hauch von Benutzung vermittelt. Gleich daneben stand ebenfalls ein TCR von Michael Matthews, dem besten Sprinter der Tour de France in diesem Jahr. Auch hier wieder ein extrem massiver Vorbau mit Drang Richtung Boden.

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Auf dem Vorbau klebte noch das Cue-Sheet für die letzte Etappe der Tour de France. Wenn ich das richtig interpretiere geht das Rennen etwa 63 km nach dem Start los. Und nach 103 km sollte man aufhören zu treten, weil man dann im Ziel ist. Dazwischen passiert wenig.

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Der massive Vorbau stand auch im Kontrast zur Gesamtproportion des Rennrades: Zunächst dachte ich , da hätte jemand eine Replika für den Sohn von Michael Matthew gebaut. Es ware aber kein Kinderrad, sondern tatsächlich das Originalrad von ihm. Der Eindruck wird auch durch den stark geneigten Rahmen vermittelt.

Alle drei Räder waren übrigens mit Shimano Dura Ace Di2 ausgerüstet; dieses Jahr bei der Tour war es ja so, dass alle Trikot-Gewinnner und alle Etappensieger mit Shimano Gruppen unterwegs waren.

Insgesamt gab es hübschere Rennräder bei Giant zu sehen, als die der Profis, vor allem bei den Frauen und deren Giant Marke Liv.

Liv Langma = Giant TCR

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Als TCR in der Männerversion.

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Giant Defy

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Speziell für handwerklich unbegabte Frauen entwickelte Reifenheber.

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Später mehr.

 

 

 

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Aurora.

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City Triathlon Bremen. Familienstaffel: 2. Platz.

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Team Schädlich Unchained: Peggy-Marie; Michael Max-Taro und Ronni Francois (v.l.n.r.)

„It’s cold as hell out these mornings, and you know what the man said, the coldest winter I ever spent was the summer I spent in San Francisco.“

Dieses Zitat wird gewöhnlich Mark Twain zugeschrieben und kommt so in dem Film 48 hours von 1982 mit Eddie Murphy und Nick Nolte vor. Mein kältester Winter, abgesehen von dem Winter 1994/95 in einem ungeheizten Gästehaus bei dem auch noch für eine Woche der Strom ausgefallen war auf dem Land, gottvergessen irgendwo in China (genau hier) , ist definitiv der Sommer 2017 in Bremen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in den letzten sieben Jahren beim City Triathlon so gefroren hätte, wie heute.

Zunächst war es ja wenigstens noch trocken, als ich um halb zehn in der Überseestadt ankam und begann unser Team zu organisieren. Nachdem wir in den letzten sechs Jahren immer den ersten (vier Mal) oder zumindest den zweiten Platz in der Mixed Staffel mit einem Team der Hochschule gewonnen hatten, waren unsere Ambitionen dieses Jahr deutlich niedriger. Mit dem Hochschulteam war das auch so eine Sache: Als Schwimmerin hatten wir fast immer eine Söldnerin rekrutiert, Philipp, erfolgreicher Studienabbrecher an einer anderen Hochschule (aka Blitzrad, Lulle, Lühmann) übernahm den Radteil und lediglich Janek war wirklich Student, bis er dann graduierte und trotzdem weiter lief.

Die Organisation taten uns dann aber einen Gefallen und eröffneten einen neuen Staffelwettbewerb dieses Jahr und zwar die sogenannte Familienstaffel. Ich bin nicht ganz sicher wie in diesem Zusammenhang „Familie“ interpretiert werden muss, denn in der offiziellen Ausschreibung gab es keine Regelung dazu, aber unserer Meinung nach musste jedes Mitglied der Staffel eine Familie haben und das war definitiv der Fall. Falls wir gefragt würden einigten wir uns zunächst auf die offizielle Sprachregelung, dass ich der erste Mann von Peggy-Marie (Namen wurden leicht geändert um Unschuldige zu schützen) sei und Ronni der zweite.

Peggy-Maria, die das Schwimmen übernahm war mächtig nervös. Ich wollte ihr einen Neoprenanzug organisieren, den mir dann Schnippo netterweise lieh. Zunächst war ich überrascht, dass der Anzug nicht tätowiert war, im Gegensatz zu Schnippo und dann kannte mein Erstaunen keine Grenzen mehr als ich feststellte, dass Peggy so viel mehr Volumen aufweist wie Schnippo. Sie passte zwar in den Anzug, aber das Ding war so gespannt, das jede Bewegung unmöglich wurde. Wäre sie damit in die Weser gesprungen, sie wäre schnurstracks auf den Grund gesunken und hätte dort ausharren müssen, bis sie wieder jemand an die Oberfläche zieht. Zum Glück fand sich dann noch ein Ärmelloser Neoprenanzug für sie.

Ronni-Francois war, wie es typisch für einen Franzosen ist, natürlich wieder die Ruhe selbst. Seit Juli bin ich ja sozusagen unter Vertrag im Werksteam von Wiegetritt; weshalb ich nun erstens umsonst Teamkleidung bekommen habe, und zweitens erstaunlich oft gegrüsst, oder aber ignoriert werde. Ich mag die alten Trikots von Wiegetritt im blau-roten Design sehr gerne, weil man die wirklich auf einen Kilometer Entfernung erkennen kann. Das gibt anderen Menschen genügend Vorwarnzeit mich entweder zu grüßen oder aber zu ignorieren.

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Werksfahrer Wiegtritt (c) Andi Arbeit

Selbstverständlich war heute wieder die gesamte Elite des Rad- und Triathlonsports in Bremen entweder am Start oder wenigstens anwesend. Silvia, Silke und Ina waren wieder als Frauenstaffel dabei, Thomas, Björn und Andres starteten in der Männerstaffel, Tobi und Matthias waren mit ihren Firma unterwegs und daneben sah ich auch noch Jessica, Harald, Marc, Maren, Tim, Schnippo, Bernd, Hans-Peter, Andi, Fr. Holzberger, Elena und dieses kleine Mädchen, dessen Name mir jetzt partout nicht einfallen will. Nicht dabei war diese Frau von Urania Delmenhorst, die letztens bei der Ankunft in der Wechselzone beim Silberseetriathlon erschöpft zusammenbrach und so etwas wie spontane Wehen oder einen sehr überraschenden Orgasmus entwickelte. Während ich so überrascht war, dass ich das fotographieren vergaß, stellte ich heute fest, dass es ja doch ein Foto von ihr in den Untiefen des Netzes gibt:

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Die Wechselzone des Staffeltriathlons war heute mal wieder entlang der Kaimauer rechts des Hafenbeckens angeordnet. So ist der Weg für den Schwimmer vom Ausstieg aus dem Wasser zum Wechselplatz relativ kurz, der Radfahrer muss aber sehr lange entlang der Promenade laufen, bevor er sich endlich auf sein Rad schwingen und losfahren darf. Mit normalen Rennradschuhen geht das gar nicht gut; so das ich bereits am MTB Schuhe umgerüstet hatte mit denen man besser rennen kann. 2015 war das noch extremer, da war ich nach dem Laufen bereits so fertig, dass ich gar nicht mehr Radfahren wollte.

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In der Wechselzone mit Thomas.

Dann ging es auch schon los. Peggy-Maria war bereits im Wasser und Ronni Francois und ich warteten auf sie in der Wechselzone. Der erste Schwimmer kam bereits nach weniger als acht Minuten aus dem Wasser und so langsam füllte sich die Wechselzone. Es gab das übliche Chaos und Geschreie denn der eine oder andere steht ja da immer irgendwie im Weg um. Wir hatten uns ganz am Ende der Zone platziert, etwa drei Meter von dem eigentlich Radplatz entfernt. Peggy kam an, schaute auf den Platz und sah uns nicht, obwohl wie wie blöd „Peggy – hier!“ schrien. Der Ausdruck auf ihrem Gesicht, diese Mischung aus Erschöpfung und Verzweiflung war schon etwas ganz besonderes. Ich denke in diesem Moment war sie kurz davor sich irgendein Rad zu schnappen und alleine weiter zu fahren, wenn sie bereits alle Männer im Stich gelassen hatten.

Dann ging es für mich los und mittlerweile hatte es erst angefangen zu nieseln und dann zu regnen. Ich lief mit dem Rad die Kaimauer überholte den ersten Fahrer, der mit Rennradschuhen vor mir los gelaufen war. Dabei schaute ich auf meinen Tacho: 16 km/hr – hm, das würde dann auf Strava den Schnitt ordentlich drücken. Der Sprung auf das Rad klappte auch gut und noch vor der Einbiegung auf die Nordstrasse überholte ich die nächsten beiden Fahrer und legte los gegen den Wind und gegen den Regen. Es war ziemlich anstrengend so etwa 36 km/h zu fahren und das über 3,5 km bis zum Wendepunkt zu halten. Auf der Gegengerade kamen wir bereits die Spitzenfahrer entgegen, die den Wendepunkt umrundet hatten. Etwa einen Kilometer vor dem Wendepunkt sah ich Silke auf der Gegengerade, die also etwa 2 km Vorsprung hatte, das würde ich also schwerlich aufholen können. Auch Thomas und Tobi waren vor mir.

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Silke beisst. (c) Andi Arbeit

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Tobi beisst nicht. Bei dem sieht das irgendwie immer nach Spaß aus. So sad.

In die andere Richtung lief es mit etwas Rückenwind dann deutlich schneller mit 40 km/h. Trotz des Regens und der nassen Fahrbahn war ich deutlich zuversichtlicher in den Kurven als viele andere, da kommt einem die Erfahrung aus den Bergen und den OBKMs dieser Welt zugute. In der zweiten Runde wurde ich dann deutlich langsamer auf der Nordstrasse und teilweise ging die Geschwindigkeit trotz Griff in den Unterlenker und Blick auf den Boden auf 33 km/h zurück. Tobi und Thomas sah ich immer noch auf der Gegengerade, d.h. ich hatte nicht so viel Zeit auf die beiden verloren. Und Silke hatte ich auch einen Kilometer abgenommen und dabei noch sechs andere Fahrer überholt. Ich wurde einmal von einem sehr pro-ausgerüsteteten Fahrer stehengelassen, aber  war es dann auch. Beim zweiten Mal am Wendepunkt kam der vor mir fahrende zum Sturz. Nasse Fahrbahn und vorne zu stark bremsen ist immer ganz schlecht. Ich fragte ob alles OK wäre, und als es das war fuhr ich weiter. Vor mir überholte ich noch einen weiteren Fahrer aber dann war die Lücke bis zu den nächsten so groß, dass ich nur noch versuchte möglichst viel Power zu geben, um eine gute Zeit zu erreichen.

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Full Power. Am Rahmen kann man noch prima die Gülle von der letzten Tour mit Hannes sehen. (c) Andi Arbeit

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Thomas liegt auf der AGA Skala (Angestrengter Gesichtsausdrucks Skala) so etwa zwischen Tobi und mir in der Mitte (c) Andi Arbeit

Mein Gefühl sagte mir, dass ich ganz gut gefahren war, aber auch nicht gerad überragend schnell, wozu das Wetter auch etwas beigetragen hatte. Ich ging in die Streckenteilung, bog nach rechts ob, dann wieder nach links um auf der Rampe runter in die Wechselzone zu fahren und da passierte es.

Ich machte etwas was man neuerdings in Bremen als einen „Leichten Balitzky“ bezeichnet. Das heißt ich fuhr über eine Haufen willkürlich angeordneter, gelber Speedbumper die ich nicht gesehen hatte und bei dieser Gelegenheit riss es mir den Lenker aus der Hand. Das Rad neigte sich nach links, ich knallte mit dem Oberschenkel auf den Boden und schilderte ein paar Meter vorwärts, zum Glück Richtung Ziel.

In diesem Momenten ist na ja so mit selbstproduzierten Drogen vollgepumpt, dass man nur noch denkt: „Hoffentlich läuft das Rad noch“ und dann drauf springt und weiter fährt. Ich hatte vielleicht so 30 Sekunden Zeit verloren, aber immerhin konnte ich noch treten,das Rad rollte noch und ich kam endlich in der Wechselzone.

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Zum Glück war dem Rad nichts passiert.

Ronni lief los und ich betrachtete erst einmal meine Verletzungen: Knie, Ellbogen und Oberschenkel waren lädiert, der Schnitt im Knie war relativ tief, so dass ich mich entschied erst einmal zum Verbandsplatz zu gehen.

Die Leute dort waren sehr nett, aber der Verband den sie da angelegt hatten …. überall tropfte das Blut raus und lief am Bein runter, ich sah aus wie eine Mischung aus Boris Karloff und einer Mumie – also etwa wie Boris Becker.

「blutige mumie」の画像検索結果

Nach dem Rennen.

Ich war komplett nass, fror und blutete. In Momenten wie diesen bin ich ganz froh, dass meine Familie da war und sich ein wenig um mich kümmerte. Also zog ich mich schnell um und ging dann zum Ziel um Ronni einlaufen zu sehen. Das tat er dann auch recht zackig, insgesamt waren wir etwa 1:14 h unterwegs gewesen und das sollte zum zweiten Platz in der Familienstaffel reichen.

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Team Schädlich unchained: Jetzt neu mit Profi-Verband

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Siegerehrung Familienstaffel

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Silke, Silvia und Ina auf dem 3. Platz in der Frauenstaffel (c) Andi Arbeit

Ein gutes Team und ein gutes Ergebnis – Danke an Peggy-Maria und Ronni Francois, das ihr mitgemacht habt.

Ergebnisse

Strava

Bis zum Sommer 2017.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2017, Björn, Bremen, Mob, Rennen, Silke, Silvia, Triathlon

Aufräumen.

Unglaublich, wie viel Papier, Müll und Mist sich innerhalb von wenigen Wochen im Laden ansammelt, gelagert werden und abtransportiert werden muss.

1708 Aufräumen

Heute auf Tour im Überseehafen bei Paletten Kalle.

1708 Paletten Kalle

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Eingeordnet unter 2017, Bike Buisness, Bremen, Mob