Archiv der Kategorie: Bike Buisness

EuroEverything 2017.

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Ende August fand in Friedrichshafen die Eurobike Messe statt – zehn Hallen voll mit Zeugs, etwa 790 km von Bremen entfernt. Was muss man über die Eurobike 2017 wissen?

Das war meine erste Eurobike Messe und die Reise dorthin begann um fünf Uhr morgens. Acht Stunden später waren wir da, hatten vier Stunden Zeit uns umzusehen, am nächsten Tag noch einmal sieben Stunden und dann ging es wieder acht Stunden nach Bremen. 16 Stunden Fahrt für 11 Stunden schauen und stauen.

Mein erster Eindruck der Messe war: „Och, das ist ja gar nicht so groß wie ich dachte!“ Klar, wer schon einmal in Köln; Frankfurt oder Düsseldorf auf einer Messe war, den kann Friederichshafen nicht umhauen. Obwohl, die Messe wo ich wohl am häufigsten war ist die ZOW in Bad Salzufeln. Das ist die weltgrößte Messe für Möbelbeschläge und Menschen aus aller Welt, die Möbelbeschläge für unheimlich spannend halten kommen dorthin. Ich frage mich, was z.B. ein Chinese, der mit dem Jumbo in Frankfurt ankommt, weiter fliegt nach Hannover und dann mit dem Taxi zur ZOW fährt, nach seinem Besuch in Bad Salzufeln zuhause in Wuhan seinen Freunden erzählt: „Deutschland? Nur alte Menschen mit Rollatoren und alte Häuser. Total unmodern. Die hauen wir weg.“

Aber egal, Friedrichshafen ist nicht Bad Salzufeln. In Friederichshafen ist unheimlich viel Zeug. Um da überhaupt einmal einen Griff drum zu bekommen, kann man das grob in fünf Gruppen einteilen:

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Große Marken mit riesigen Ständen
Also Dinge, die man an sich schon gut kennt, wie sagen wir einmal Campagnolo, BMC, Shimano, ABUS oder Vaude. Man schaut da schnell rein und guckt, ob es etwas neues gibt von dem man noch nichts gehört oder gewusst hat. Das ist entweder nicht der Fall, oder man bekommt es nicht mit, weil es einem niemand dort am Stand erklärt.

Interessant finde ich, wie einige Marken, die es noch nicht solange gibt wie z.B. POC, Leyzne, X Bionic oder Rondo sehr große, gut gemachte Stände haben, obwohl das Produktangebot noch eher schmal oder sehr „Standard“ ist. Was ist denn bitte das besondere an deren Produken wie Helme, Beleuchtung, Bekleidung oder Räder, das machen auch viele andere? Aber hier liegen richtig Marketing-Dollar in der Luft mit denen diese Marken nach vorne gepusht werden. Woher kommt das Geld dafür?

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Alte Bekannte und interessantes Neues
Mittlerweile kenne ich ja wenigstens ein paar Leute in der Branche von anderen Events und die habe ich auf der Eurobike wieder getroffen, z.B. die Vertreter von Hartje. Die Sachen hat man alle bereits gesehen, aber es ist nett sich wieder zu treffen und ein wenig zu quatschen. Daneben gibt es eine Reihe von schönen Rädern, z.B. von Wilier, Guerciotti, Basso, Ridley oder eben Rondo, bei denen die Aussteller tatsächlich ein Interesse daran haben mit Einzelhändlern in Kontakt zu kommen und an diese zu verkaufen, meist über einen Importeur in Deutschland.

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Toll, aber unmöglich
Ab und an sieht man wirklich tolle Produkte, die man wirklich gerne im Laden haben würde. Und wenn man dann mit den Ausstellern, z.B. aus Italien oder dem fernen Osten ins Gespräch kommt und fragt, wie und wo man denn bestellen kann, dann heißt es: „Klar, direkt bei uns in Taiwan, wie viele Container dürfen’s denn sein?“ oder „Wir haben keinen deutschen, sondern nur einen europäischen Importeur – auf Teneriffa.“ Eine japanische Firma gab mir die Visitenkarte eines Japaners in der Nähe von Paris mit eigenem Weingut der deren Produkte vertreibt. „Hat er die Teile auf Lager?“ „Nein, aber er liebt Fahrräder!“ Kurz gesagt, es erscheint hoffungslos, das man das Zeug jemals in den Händen halten wird. Schade drum.

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Doof.
Erstens: Aha, ein Rad aus Bambus, was für eine tolle Idee. Oder das Rad, wo das Hinterrad direkt mit Pedalen angetrieben wird, also sozusagen ein Pedalfixie. Ganz toll. In einer Umgebung in der man extrem vielen Reizen ausgesetzt ist, nimmt die Bereitschaft sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die man nicht sofort versteht, rapide ab. Man schaut sich das eine Sekunde an, hat das Gefühl eine Sekunde Zeit verschwendet zu haben und geht weiter.

Zweitens: Chinesische Stände. Die könnten einem den Nachbau einer Campagnolo Super Record Gruppe in Gold anbieten für € 11,90 – man würde trotzdem automatisch nein sagen. Interessanterweise spricht auch keiner mit den Chinesen dort, am Stand sind aber oft andere Chinesen. Die haben keine Chance in Friedrichshafen, weil sie einfach nicht ernst genommen werden. Oft auch zurecht.

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SARS. Aha. Deswegen konnte ich 2003 mal nicht nach Taiwan. Kein guter Name für ein Unternehmen. Dann schon besser King Kong.

Die fünfte und letzte Gruppe ist auch zugleich die mit Abstand größte: Dinge die man einfach schon x-mal gesehen hat. Sagen wir mal: Ein schwarzes Trekking Rad. Man kommt also am Stand der VSF Fahrradmanufaktur vorbei und sieht erst einmal dreißig schwarze Trekkingräder. Es ist, als wenn gerade sämtliche Farben dieser Welt gerade unten rauslaufen und nur noch schwarz und weiß übrig bleiben. Ich finde deren Räder sooooo langweilig. Und dann läuft man weiter zu, sagen wir mal zu Winora, Bergamont oder Koga und da stehen auch wieder ganz viele schwarze Trekkinggräder rum. Ganz zu schweigen, von den Herstellern die man nicht kennt und deren Namen man auch nicht behalten kann, weil man sich fragt, wie die auf die Idee kommen nun mit schwarzen Trekking Rädern den deutschen Markt erobern zu wollen. Fazit: Man sieht viel und behält davon absolut nichts im Kopf.

Ich habe mich dieses Jahr auf der Eurobike darauf konzentriert, was es alles an Farben gibt und dabei die eine oder andere interessante Entdeckung gemacht.

[wird fortgesetzt]

Basso

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Guerciotti

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Bricklane Bikes

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Wilier

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De Rosa

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Colnago

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Parlee

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3T

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Speedvagen

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Bergamont

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Rondo

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Andere

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Aufräumen.

Unglaublich, wie viel Papier, Müll und Mist sich innerhalb von wenigen Wochen im Laden ansammelt, gelagert werden und abtransportiert werden muss.

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Heute auf Tour im Überseehafen bei Paletten Kalle.

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It’s a Trek’s Trek’s World. Ulm.

Nach Cannondale in Österreich ging es am letzten Wochenende zu Trek’s World nach Ulm um die neuen Räder für 2018 zu sehen und zu fahren. 

Trek hatte ganz schön aufgefahren, um seine Produkte zu präsentieren und seine Händler und Kunden in Ekstase zu versetzen: Eine große Halle mit vielen Rädern, Testräder en masse, Essen Mittags, Abends und Nachts ohne Ende; Alkohol floss in Strömen und ich kam mit einem T-Shirt, einem 8 GB USB Stick und sogar einer Kaffeetasse nach Hause. Die haben jetzt wirklich meine Seele gekauft. Rock’n’Roll Baby. Zunächst einmal aber die Musik zum Event:

Sowohl Trek als auch Cannondale haben sowohl ein großes Rennrad, als auch ein großes MTB Programm. Die anwesenden Händler kann man daher auch recht einfach in zwei Gruppen teilen: Ältere, schlanke Menchen und jüngere Typen mit Bart und riesigen Schirmmützen. Die ersteren verkaufen Rennräder, die letzteren Mountainbikes. So, nun zu den Rädern, wobei ich mich auf die konzentrieren möchte von denen ich vorgebe Ahnung zu haben: Rennräder und ein paar Exoten. Wobei man zunächst einmal, wie Niklas Luhmann, auch Trek verstehen muss:

Trek verstehen

Was bei Shimano Dura Ace, Ultegra und 105 heisst, ist bei Rennrädern und Trek Madone, Emonda und Domane, Na ja, nicht ganz. Das Madone ist das top-of-the-line Rennrad, und geht in Richtung Aero-Rennrad. Das Emonda ist eher das klassische Rennrad; während das Domane (sprich Domani) die Komfortrennradreihe ist, aus denen auch Gravelbikes gebaut werden, ähnlich wie das Synapse bei Cannondale von der Idee her.

Madone

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Später mehr zum Madone, da ich die Möglichkeit hatte dieses Rad probezufahren. Nicht nur das, ich durfte es sogar mit auf mein Hotelzimmer nehmen und konnte es beim einschlafen anstarren. Das Madone muss man vom Design her mögen, auf mich wirkt es sehr massiv mit einem Unterrohr, das ist etwa  so groß wie der Tank eines Vespa Ciao Mofas. Die Dinger standen ja in den Siebzigern zuhauf auf den Schulhöfen Deutschlands.

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Trek Madone V1.0

Dazu kommt dieser extrem massive Lenker, auf den man eine Kaffeetasse mit Untersetzer absetzen kann. Genoppt wäre das Ding perfekt, dann würde der Kaffee auch im Wiegetritt darauf stehen bleiben. Statt einem Kaffee tut es übrigens auch eine Triathlontrinksystem für Einjährige von Nuki.

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Madone Nuki One.

Trotzdem, und da gibt es kein Vertun, ist das natürlich kein schlechtes Rad; mir geht es hier nur um das Design, nicht wie das Ding fährt. Grundsätzlich ist ein Madone, ähnlich wie eine Dura Ace Grupp unvernünftig teuer, aber 2018 wird es mit dem Madone 9.0 eine relativ preisgünstige Version für € 4.000 geben, die mit der neuen Ultegra ausgestattet sein wird. Gut finde ich, das Trek dieses Madone in vier verschiedenen Farbvarianten anbieten wird.

Emonda

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Das Angebot beim Emonda ist sehr groß: Carbonrahmen, noch besserer Carbonrahmen, Alurahmen, Felegenbremse, Scheibenbremse, Frauenspezifisch….teuer, nicht so teuer; ich denke, dass Trek mit dem Emonda versucht, den Rennradmarkt möglichst breit abzudecken. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Ein Emonda kann ebenso teuer wie ein Madone werden und ist nie ganz billig.

Domane

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Beim Domane verhält es sich ähnlich, Trek offeriert ein sehr breites Angebot von Carbon und Alurahmen etc. Es gibt verschiedene Varianten als Gravel- und als Einsteigerrennrad bis zu dem Niveau Sora und sogar Claris.

Ein technisch wichtiger Punkt beim Domane ist die Aufhängung der Sattelstütze im Rahmen. Im Foto kann man das sehr gut sehen, die Sattelstütze kann sehr stark flexen und bietet somit viel Komfort. Ein ähnliches System gibt es auch im Steuerrohr bei den hochpreisigen Varianten. Bei den ganz teuren Rahmen kann man sogar individuell den Flex der Stütze anpassen.

Das ist alles sehr nett gemacht und mit vielen schönen Details; im gesamten fehlt mir aber sowohl beim Emondo, als auch beim Domane die Individualität oder das Außergewöhnliche, was das Madone mit Sicherheit hat.

Exoten

Wie gesagt, es gab ja alle möglichen Räder in allen möglichen Formen, nicht nur von Trek, sondern auch von den Nebenmarken Diamant und Electra. Ein Rad von Trek hat mir allerdings noch sehr gut gefallen, und zwar das Zektor 3. Ich finde das ist ein richtiges Vernunftsrad für alles andere als schnell mit dem Rennrad zu fahren:

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Vernunft

Auffällige Lackierung; Sora Gruppe mit hydraulischen Scheibenbremsen, alles sehr filigran gehalten, insbesondere die Gabel vorne und dazu jede Menge Ösen für Schutzbleche und Gepäckträger und 32er Reifen – das könnte ich mir gut als Winterschlampe vorstellen. Oder eher als Winterprinzession und mit € 850 ist das ganze auch nicht viel teurer, als wenn man sich aus einem alten Rennrad etwas ähnliches selber baut.

Trek gibt sich im Gegensatz zu anderen Herstellern, sehr viel Mühe eine ordentliche und originelle Lackierung an seine Rahmen zu bringen. Manchmal ist das allerdings auch zu viel des guten:

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Wenn Lackierer heimlich bei der Arbeit eine Tüte raucht.

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Erinnerte mich an einen Tequila Sunrise Cocktail aus diesem Film.

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Komplett lila glitzerndes MTB für Mädels

 

Na ja, das kann man ja für mehr Geld mit der Trek Project One Serie selber vielleicht auch besser machen.

Am Nachmittag konnte ich mich auf ein Madone mit Ultegra Di2 schwingen und die Donau lang fahren.

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An der blauen Donau

Unterwegs kam ich an dem Freimarkt vorbei, der bereits in vollem Schwung war. Das Madone passt sehr gut zu dem Polypen dort.

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Dann ging es weiter an der Donau und schliesslich mal so richtig den Berg hoch. Und dann ganz schnell wieder runter. Das Madone hat das alles ordentlich mitgemacht, schnell beschleunigt, es lag stabil in den Kurven und bettelte nach mehr Watt, die ich nicht habe. Nachteilig fand ich die Bremswirkung der Felgenbremse auf den Carbonflanken.

Das ist kein Trek-spezifisches Problem, denn ich bin noch nie Carbonräder gefahren, die sich beim bremsen gut modulieren lassen. Das zieht bereits im trockenen ungleichmässig und im Nassen: Schwamm drüber und noch nässer machen, da bremsen die Dinger zunächst gar nicht und dann extrem brutal. Kurz, im Regen würde ich mit Carbonfelge und Felgenbremse ungern schnell in einer Gruppe mit unbekannten Menschen fahren – vor allem dann, wenn einige von denen Scheibenbremsen haben und bereits stehen, wenn ich hinter ihnen anfange zu bremsen. Immer wieder liest man, das der eine oder andere Hersteller dieses Problem nun in den Griff bekommen hat, aber das stimmt nur insofern, als dass die Bremsleistung 0,7% besser ist als vorher.

Carbon-Hochprofilfelgen mit Scheibenbremsen hingegen würde ich richtig gut finden.

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Neonfarben gab es auch schon früher.

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In Ulm am Münster. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass der Turm keinen Barriere-freien Zugang hat. Unverschämtheit.

Fazit: Das Madone ist ein Rad zum ballern; vor allem dann wenn wie in Bremen, bremsen nicht wirklich notwendig ist.

Ich möchte noch mal kurz hier schreiben, dass ich hier kein Geld von Trek bekommen und auch keine Werbung für die machen möchte. Na gut, ich habe ein T-Shirt, einen Daten USB Stick und eine Kaffeetasse bekommen. Aber dafür gibt es auch keine netten Worte. Wäre mir auch unverständlich wenn mir jemand vorwerfen würde hier für Trek Werbung zu machen, wo ich gerade noch schrieb, dass deren Räder so aussehen wie eine Vespa Ciao.

In der nächsten Zeit stehen noch die Herstellermessen bei Giant und Derby (u.a. Focus) auf dem Plan und Ende August geht es dann runter für zwei Tage auf die Eurobike in Friedrichhafen. Da sollten noch ein paar Kaffeetassen drin sein.

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M & A

Die neusten Merger and Acquistions (M&A) bei den Komponentenherstellern:

(1) Felt wird von Rossignol aufgekauft

(2) Management Buy-out bei Velo Orange

Jim Felt.

Jim Felt

Felt Bicycles to be acquired by Rossignol Group

IRVINE, Calif. (BRAIN) — Rossignol Group, the French ski company, has agreed to acquire Felt Bicycles.

A purchase price was not disclosed. Rossignol said it expects the purchase to be completed within the next two months. The companies will work together to launch a new Rossignol-branded mountain bike line in 2018.

Rossignol CEO Bruno Cercley said,  „For 110 years, our success has been continuously built on innovation, racing and passion. From day one of our contacts with the Felt team, it became obvious we have great things to do together. Cycling is a very natural extension of Rossignol’s business, given its overlap in participating geographies, consumers and distribution channels as well as complementarity in seasonality. I am truly excited to add the Felt brand and know-how to the Rossignol Group. Rossignol and Felt teams share the quest for developing the best products in the world for providing the best experiences to outdoor consumers, and we look forward to expanding our cycling business together. While we will work at continuously strengthening the Felt brand globally, we will leverage our common expertise to launch a new range of Rossignol mountain bikes during 2018.“

Cercley told Reuters that the company would like to double Felt’s revenues in the next five years. Reuters estimated Felt’s revenues at over $60 million annually.

Felt Bicycles president Bill Duehring said, „It’s never been a better time to be part of the cycling industry, with more people than ever riding bikes to achieve their personal best in competitive events, improving their health or simply spending time with their friends and family outdoors. Felt shareholders are confident that this move will accelerate the development of the brand in this growing bicycle world. I’m incredibly excited about Felt Bicycles and Rossignol joining together. If you look at both companies, we have a long history of supporting athletes, learning from our athletes and putting this knowledge into designing great cutting-edge products. With similar consumers and markets it’s very exciting to think of the great things we can do together.“

Rossignol acquired Time Sport in 2015. At the time, Rossignol said it was a move to counter the seasonality of the winter sports business, particulary in an era of climate change. For the same reason, Rossignol launched a fashion brand that year.

Rossignol has annual revenues of about $260 million. It produces more than a fifth of all skis sold worldwide and owns the Dynastar and Lange brands in the ski industry. It sells Look ski bindings, but not the Look bicycle brand. It also owns the Raidlight trail running brand.

Two longtime employees buy Velo Orange from its founder

ANNAPOLIS, Md. (BRAIN) — Two longtime employees have bought Velo Orange from the brand’s founder, Chris Kulczycki.

Igor Shteynbuk and Adrian Nelson purchased all of the assets of Velo Orange and its associated brands, Grand Cru Components and Dajia Cycleworks.

Nelson said Velo Orange will continue with its current business model and sales channels, while seeking to increase its market presence and create innovative products that adhere to the classic aesthetic. „That’s what Velo Orange is about: offering a wide assortment of parts that look as great as they function,“ she said.

Nelson and Shteynbuk each have long resumes of domestic and international bike touring, Velo Orange’s main niche.

Shteynbuk said, „We’re extremely excited for this opportunity. Going forward, Velo Orange will continue producing unique products that have one foot in the classic realm while adhering to modern prototyping, testing, and production procedures. Velo Orange will also strive to build closer relationships with our dealers, distributors, customers, and suppliers.“

Kulczycki founded Velo Orange in 2006 to import products from Europe and Japan as well as produce accessories under the brand name. As sources for NOS products dried up, Velo Orange expanded into designing and producing private label racks, handlebars, fenders, frames, and other components.

Kulczycki said, „Velo Orange has always been and remains a very successful and profitable enterprise. It’s a company that I’m proud of. It’s also a company that I enjoyed building and growing, very much so. I also enjoyed hanging with the VO staff, who are the best group of folks I’ve ever worked with. Best of luck to Adrian and Igor.“

On his blog, Kulczycki said he sold the company so he could retire — again. He originally founded Velo Orange as something of a retirement hobby but it turned into a real business, he said.

 

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Bicycle Business: Everybody races?

Recently I have written an article about the state of the global road racing bicycle market and spoke about it with an acquaintance who is succesfully running a bike shop in the greater Bremen area. It seems that my judgement was premature.

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I guess I felt victim to my prejustice, which is, that all road racing cyclist are a bit like myself: Riding 10.000 km or more in a year, training hard even during winter time and attending guided tours (RTF) and open road races (Jedermann Rennen) throughout the year.

I know now after the conversation, that most buyers of road racers are not like that: They start riding when temperatures are above 15 degree Celsius only and pack the bike when temperatures drop in autumn. They do perhaps 1.000 to 5.000 km a year and prefer to ride with their friends on the weekends. And on average every five years they buy a new bike. Thus the data on the Festive 500 Strava challenge is not representative of road racing cyclists in general, although one could argue that it is nevertheless for the Southern hemisphere as riders there ride the challenge under favourable weather conditions.

So perhaps only the „hardcore faction“ of road racers has reached its maximum in recent years? To give an answer to this question I picked up a suggestion by one of the readers to take a closer look at the development of  attendance rates of so-called Jedermann Rennen.

Some words of explanation ahead: If you wanted to start road racing say, 30 years ago, you would have most likely joined at young age a local club and attended licensed amateur races in the vicinity of your town. However today, most beginners do not start in their teens, but rather re-discover cycling in their 30ties or 40ties. Most of them do not like to become a member of a club, as they see rather the disadvantages of further commitments then the benefits of regular training. As a consequence, Jedermann Rennen (JDR) have become popular, not only in Germany, but also in all other major cycling countries.  To attend a race, you do not need to be member of a team, nor a licence is required.

In Germany the biggest JDR are hold in Hamburg (Cyclassics), Berlin (Velothon), besides that nine races in 2017 are organized in the German Cycling Cup Series.

  • Sparkassen Münsterland Giro (Finishers in 2016 about 3.500)
  • Skoda Velodom Köln (about 3.400)
  • Tour d’Energy Göttingen (about 2.300)
  • Neuseen Classic Leipzig (about 1.100)
  • Skoda Velorace Dresden (anout 1.100)
  • Rad am Ring (about 1.000, without the 24 hr races)
  • Rothaus Riderman (about 600, 2 stages only)
  • Schleizer Dreieck Jedermann (about 500)
  • Circuit Cycling Hockenheim (about 400)

There are many other JDRs organized in Germany, most notably Sauerland Extrem and Rhön Marathon, but the bulk of the riders  attend these 11 races. Hamburg is by far the biggest race and the only event able to draw regulary more than 10.000 participants; Berlin is in the range of plus/minus 10.000; all other races are much smaller.

So I took a look at the attendance rates between 2011 and 2016.of the races in Hamburg, Berlin and Münsterland; these are the biggest races in Germany, have a longer history and I attend all of them multiple times by myself.  Regardless of the size, I set the number of race finishers in 2011 as 100% and compared that to the years 2012 to 2016. Data is easily available on the internet but it take some time and effort to crunch the numbers.

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Generally speaking, the trends shows that the number of participants is declining. Cyclassics Hamburg has drawn almost 19.000 racers in 2011, but only a little bit more than 15.000 last year. The Velothon Berlin had its peak in 2012, since that numbers are falling. 2014 had been a particular bad year, but this is explained by the poor weather conditions at the day of the race. Berlin had drawn 11.500 racers in 2012 and only 9.000 last year.

Münster, on the other hand is more or less stable. Again, the low number in 2012 can be explained by the very poor weather conditions.

My first impression was, that attendance rates are going down because the expansion of the market has stopped. Indeed, if we take a look at the gender and age distribution of the Hamburg Cyclassics race we can find ample justification:

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Road cycling failed to attract the huge potential of women cyclists. In overall, only 13% of the racers were female and we can further see a drop from 20% to 4% from the „easy going“ to the most competitive races. This still looks like an electric engineering class during my university days in the Eighties.

Now, let’s have a look at the age distribution:

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Overall, more than two thirds of the finishers are 40 years or older and only 10% are in a „competive age“ of less than 30 years. We can also see that despite of the level of race attended (60, 100 or 160 km) the attendance rate drops the older a rider is. With other words it is no surprise that riders stop racing when they get older than 50 years.

The question is, whether more cyclists in the age group of 30 plus can be attracted to attend JDRs as it is clear that younger riders are not growing in sufficient numbers.

But  speaking about this with „M“, the bikestore owner, he mentioned also some other explanations for the drop in participant rates, maintaining that the overall market is healthy:

  • JDR racing fees rose steeply during the past years. Hamburg now demands a fee of about €80 in 2017. This is quite a lot, as one has to take into consideration the cost of transportation and accommodation in addition. One can spend therefore easily €200 on cycling race. Which compares to €800 for a whole week of cycling on Mallorca.
  • More and more competitive amateur racer teams are attending the JDRs. This is due to seveal reasons, mainly, that claub membership is down and therefore less licensed amateur races are organized in Germany; secondly price money at JDRs is attractive. For the average rider it has become impossible to achieve a good result at a JDR any longer.
  • When I ask my friends why they don’t join me to race the most common answer is: „Too risky, I don’t want to become injured„. Indeed, as JDRs draw all kind of racers, from the amateur to the absolute beginner, many dangerous situations develop during the race and the sight of an ambulance car on the roadside is a common one. In particular older riders are afraid of injuries as healing takes much longer compared to riders in their twenties.

So, despite the fact that JDRs draw in average about 15 to 25% less riders than five years ago, there are particular reasons for this development and we can assume that nevertheless the road racing market is stable. That is, for cafe racers, who see their bike mainly as a faster alternative to their treking bikes on sunny weekends.

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LVH vs.Rapha

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British paper reports Rapha in takeover discussions with Louis Vuitton

Published November 28, 2016

LONDON (BRAIN) — The Mail on Sunday is reporting that the British cyclewear brand Rapha is in discussions about a possible purchase by the luxury goods company LVMH, the owner of Louis Vuitton and other brands. LVMH also has been in discussions with the Italian bike brand Pinarello. Pinarello and Rapha are each sponsors of Team Sky.

The paper attributes the news to a source it does not name. Records show Rapha had sales of £48.8 million last year ($53 million at the January, 2016 exchange rate), with profits of £1.1 million.

In 2013, LVMH took a 40 percent stake in the Australian brand 2XU for AU$80 million. 2XU specializes in compression wear, including a few items of cycling clothing.

via bicycle retailer

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Louis & Pina.

Pinarello confirms talks of acquisition, but family to stay at company

Published October 18, 2016

TREVISO, Italy (BRAIN) – Pinarello has issued a statement following various news reports that the LVMH Group, parent company of Louis Vuitton and other luxury brands, was in talks to acquire the high-end Italian brand.

The news was first reported by Italian website, Tuttobiciweb.it, and has been picked up by a variety of cycling websites over the past 24 hours.

According to reports, LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton is looking to branch out into the sports markets. Publicly traded, LVMH Group is known for LV bags, Moet & Chandon champagne, Fendi, Donna Karan, and a wide portfolio of wine and spirits, high fashion, perfumes and cosmetics, watches and jewelry, and luxury retail stores.

LVMH Group recently reported a 4 percent increase in revenue, which reached 26.3 billion euros for the first nine months of the year.

With reference to press leaks, the Pinarello family confirms that they have been evaluating, since a few years, different assets reinforcement options with a strong industrial base, in order to further strengthen the Pinarello brand in the world,” the statement read. “The Pinarello family is not considering to exit the business and will continue to follow the company in its future growth, as it has always done and with the same passion.”

 

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