Mallorca. 726 km und 10.472 Höhenmeter später.

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Mallorca. Wenn man noch nie da war, dann stellt man sich die Insel entweder so vor wie auf dem Foto oben (man steht drauf), oder eben wie auf dem Foto unten (man schaut drauf). Abgesehen von Meer und Sangria hat Mallorca auch Radfahrern etwas zu bieten: Straßen.

Bildergebnis für ballermann

Lars und ich hatten uns entschieden unser herbstliches Trainingscamp auf Mallorca mit Basis in Alcudia zu halten. Nachdem die Saison 2017 nun zu Ende ist und wir wirklich gut in Schuss sind, wollten wir noch einmal richtig hart trainieren, um danach … ja, was eigentlich? Ja genau, um im Winter die ganze gute Form verkümmern zu lassen und im Frühjahr wieder mühsam von vorne anzufangen. Deshalb haben wir uns auch richtig reingekniet mit dem Ergebnis, dass ich diverse hunderte Kilometer und mehr als 10.000 Höhenmeter später so aussah:

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Lars war da schon zuhause, vermutlich in ärztlicher Behandlung, da er auch nicht viel weniger gefahren, oder weniger fertig war.

Während der 10 Tage dort sind wir fast jeden wichtigen und schönen Anstieg auf der Insel gefahren: Formentor, Sa Calobra, Col Soller, Gallilea, Orient, Randa, Col Es Grau, Col Honeur….einzig und allein den Puig Major haben wir uns für das nächste Mal aufgespart. Obwohl ich nun bereits recht oft auf der Insel war, habe ich es noch nie geschafft, den einmal von Soller aus hochzufahren.

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Egal. Natürlich kann man auf Mallorca auch noch andere Dinge machen außer Radfahren: Essen, trinken und schlafen zum Beispiel sollen dort auch ganz prima sein. Und wir hatten auch großartige Pläne, was wir diesmal sonst noch unternehmen würden: Wandern, schwimmen, shoppen, vielleicht auch Paintball, Fallschirmspringen, Stockfechten oder einen Kochkurs besuchen. Und natürlich haben wir absolut nichts davon gemacht, wie jedes Mal. Na ja, so ganz richtig ist das nicht, denn Lars ist dann doch drei Stunden bevor sein Flug nach Hause ging noch einmal für 17,3 Minuten ins Meer gesprungen.

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Lars. Oder die rote Boje mit Bart.

Und mehr oder minder zufällig waren wir beim „Festival der Quallen“ in Muro.

 

 

Und ich war später noch zusammen mit Kathrin, Fabian, David, Juliane und den „Kindern“ auf einem Partyevent auf einer größeren und alten Finca.

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Einer der Höhepunkte war der Abstecher auf das Velodrom in Sineu, eine 300 m lange Radrennbahn aus Beton auf der wir uns ausgetobt haben.

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Die beiden letzten Tage hatten es doch noch einmal richtig in sich. Da bin ich mal wieder Rad gefahren. Am Dienstag zunächst mit Fabian von Es Capdella hoch nach Galilea und weiter an die Nordküste und die Corniche lang.

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Lambretta Club

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Jeder der in Japan war wird dies hier sofort verstehen.

Es lief super. Ich fühlte mich gut und schnell und sprintete die Berge hoch. Am nächsten Tag sind wir zusammen mit David und seinem 82-jährigen Vater Alan von Bunyol aus nach Orient hochgefahren. Alan war lange Jahre als Amateurfahrer im England der Fünfzigern und Sechzigern erfolgreich.

Zu einer Zeit also, als viele von uns sportlich noch im  Kinderjudo, Krabbelgruppe oder Babyschwimmen unterwegs waren, oder sowieso nur Proteine in der einen oder anderen Form. Beim Anstieg nach Orient fiel ich langsam hinter David und Alan zurück, obwohl ich wirklich alles gab und auch in guter Form war. Wow, so ein 82jähriger kann richtig schnell sein, vor allem wenn er auf einem e-bike sitzt. Alter, Leistungsfähigkeit und letztendlich auch die Verbreitung dieser Maschinen ändern so langsam aber sicher meine Meinung („unfaires Zeuch!“) darüber.

Das war auch erst einmal die letzte Ausfahrt mit meinem Canyon Positivo; das Rad habe ich auf Mallorca gelassen für weitere Abstecher. Im nachhinein muss ich sagen, dass dieses Canyon bisher das beste Rad war, was ich hatte. Ich hatte es 2011 für die Transalp gekauft, denn die wollte ich auf keinen Fall mit meinem bockharten Cervelo Soloist fahren. Also kaufte ich mir einen Cayon Ultimate CF SL Rahmen und ließ ihn irgendwo in der ehemaligen DDR lackieren, weil ich nicht wollte, dass auf dem Rahmen irgendwo Canyon draufsteht. Und dann schraubte ich die ganze Komponenten vom Cervelo ab und baute die auf dem Canyon an. Ein schnelles, bequemes Rad mit guter Kurvenlage, dass ich immer gerne gefahren bin. Es gab natürlich in der ganzen Zeit auch ein paar Probleme, aber nie mit dem Rahmen, sondern nur mit den Komponenten und den Laufrädern. Auf Mallorca nun z.B. versagte der Schwalbe Reifen hinten:

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Ich schätze, das Canyon hat nun so etwa 40 – 50.000 km Gesamtlaufleistung und jede Menge Macken. Für Mallorca ist das OK, aber ich brauche unbedingt etwas neues. Ist ja auch schon unterwegs, mehr oder minder.

Danke an Lars, Kathrin, Fabian, „die Kinder“, David und Juliane für die gute Zeit auf Mallorca und die vielen Eindrücke. Hier noch ein paar:

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Eingeordnet unter 2017, David, Fabian, Juliane, Mob, Touren

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