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Laufräder der Zeiten.

Letztens las ich einen interessanten Artikel von Jan Heine auf seinem Blog „Off the beaten path“ über den Aufbau von Laufrädern. „Off the beaten path“ ist ein Ausdruck der vermutlich auf Henry David Thoreaus Werk „Walden“  zurückgeht; in den Sechzigern und Siebzigern war das in der Linksalternativen Szene ein recht gerne gelesener Autor, der heute aus dem allgemeinen Bewusstsein in Deutschland fast völlig verschwunden ist – ebenso wie B.F Skinner (der uns mit Walden II langweilte), Carlos Castaneda oder Robert Shea und Robert Anton Wilson und deren Illuminatus! Werken. Ja, all das musste man lesen, wenn man in den Siebzigern als hipper Intellektueller durchgehen wollte. Am besten kaufte man das ganze Zeug dann auch noch bei Montanus.

Zum Ausgleich las ich heimlich die Freak Brothers, weil das bei den Linken akzeptiert war.

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Walden von Henry David Thoreau ist die Fiktion einen alternativen und ausgewogenen Lebenstil zu verwirklichen. Jan Heines Artikel über Laufräder ist eine Fiktion über den perfekten Aufbau von stabilen und haltbaren Laufrädern:

By now, most cyclists know that spokes don’t break from overloading, but from fatigue as the spoke is loaded and unloaded when the wheel rotates. The wheel flattens at the bottom, which unloads the spoke at 6 o’clock. With each wheel revolution, every spoke passes through that spot, where it is slightly detensioned, and then tensioned again. Over time, that causes the spoke to fatigue.

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To get the maximum life out of your spokes, you want the detensioning to be as small as possible. That is what double-butted spokes (above) are for: They are thinner in the middle, so they can stretch more, which means that they don’t detension as much as a thicker spoke would. Yet the ends, where spokes fail if they break, are thick and thus will last a long time. It may seem counterintuitive at first, but the thinner mid-sections make double-butted spokes more durable than thicker straight-gauge spokes.

Also, nehmen wir einmal an, die Grundannahmen sind hier richtig: Jedesmal wenn die Felge bzw. der Reifen den Boden berühren, wird das ganze leicht verbogen, so dass die Felge flach wird. Dadurch wird der Abstand zwischen Nabenflansch und Felge geringer, die zugehörige Speiche wird kürzer und entspannt sich.

Jetzt vergleichen wir mal was passiert wenn wir zwei Speichen haben: Eine mit einem dünnen Durchmesser in der Speichenmitte (z.B. DT Swiss Revolution 2,0 / 1,6 mm) , und eine, die einen durchgehenden Durchmesser von 2,0 mm hat (z.B. DT Swiss Champignon). Die Kraft mit der die Speichen eingespannt sind beträgt z.B. 800 N, das ist ein realistischer Wert. Diese Kraft ist unabhängig vom Durchmesser überall in der Speiche gleich, da die Speiche gerade ist und wegen der gelenkigen Lagerung in Felge und Flansch keine Momente aufnehmen kann. Man kann die Spannung Sigma (Tension) im Querschnitt berechnen in dem man die Kraft durch die Fläche des Querschnitts teilt, also:

Sigma (DT Revo) = 800 N / ( Pi x 1,6 mm x 1,6 mm x 0,25) = 400 N / mm2 (gerundet)

Sigma (DT Champ) =  800 N / ( Pi x 2 mm x 2 mm x 0,25) = 250 N / mm2 (gerundet)

Die Verformung hier ist elastisch, also sie kann auch rückgängig gemacht werden im Gegensatz zu einer plastischen Verformung. Der Zusammenhang zwischen Spannung und elastischer Verformung wird durch das E- Modul beschrieben:

E={\frac  {\sigma }{\varepsilon }}={\text{const}}

Sigma oben steht für die Spannung, Epsilon unten für die Verformung als Anteil der Gesamtlänge. Der Zusammenhang zwischen Spannung und Verformung ist linear und wird durch die Konstante E beschrieben. Diese ist unterschiedlich in Abhängigkeit vom Material, bei Stahl wie bei Speichen beträgt sie etwa 210.000 N/mm2.

Was passiert also mit der Spannung in den beiden Speichen, wenn sich die Felge um 0,1 mm verformt und die Speiche 280 mm lang ist? Dann wird die Spannung in der Speiche um E x 0,1 mm / 280 mm geringer, also: 75 N / mm2.

Mit anderen Worten, die DT Revo verliert etwas weniger als 20% ihrer Spannung, während die DT Champ 30% verliert. Warum macht das nun einen Unterschied?

Das kann man durch einen Wöhlerversuch nachweisen. Das funktioniert im Prinzip so, dass man ein Stück Stahl (eben z.B. eine Speiche) immer wieder in gleichen zeitlichen Abständen durch eine Zugspannung be- und entlastet. Also ziehen, wieder loslassen, wieder ziehen, bis die Speiche bricht. Die Ursache des Bruches ist die Ermüdung des Materials durch ständige Be- und Entlastung. Bei dem Wöhlerversuch zählt man, wie viele Lastwechsel (also einmal ziehen und loslassen) durchgeführt werden müssen, bis es zum Bruch kommt. Und da ist es so, dass die Zahl der Lastwechsel deutlich geringer ist, wenn die aufgebrachte Spannung groß ist. Und umgekehrt. Also, wenn ich die DT Revo Speiche wie oben beschrieben, jedesmal um 75 N / mm2 be- und entlasten würde, dann hält sie vielleicht 10 Millionen Lastwechsel, wenn ich aber jedesmal um 350 N / mm2 belasten würde, dann vielleicht nur noch 2 Millionen Lastwechsel.

Und aus diesem Grund machen dünnere Speichen Sinn, um haltbarere Räder zu bauen.

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Jetzt braucht man noch gute Felgen. Mavic hat gerade eine überarbeitete Version der Open Pro vorgestellt, neben der Rigida DP18 eine der am längsten im Markt erhältlichen Felgen. Dem Trend folgend ist dies auch für Tubeless Reifen geeignet und wird in zwei Versionen, mit Bremsflanke für Felgenbremsen und ohne für Scheibenbremsen angeboten. Sorry, drei Versionen, da gibt es noch eine exotische Version mit Exalith Beschichtung an den Bremsflanken, die da ganze irrwitzig teuer macht (170€ pro Felge).

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Könnte die Scheibenbremsen Version sein ohne Bremsflanke

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Ist das „Exalith“ ??? Oder geschmolzene Lava ????

Das sieht wirklich wie eine moderne Alufelge aus, alles klassische ist da weg. Interessant, dass Mavic aber trotzdem nicht auf Speichenösen verzichtet – in silber. Ich mag die Open Pro, auch wenn ich die bei klassischen Rädern nicht verbauen kann. Sonst ist da eine Stabile und verlässliche Felge, auch wenn ich sonst nicht gerade ein Fan von Mavic Rädern (oder Reifen) bin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Modernes für Klassiker heute: Felgen

Mit ganz wenigen Ausnahmen (zwei, davon eine temporär) sind an allen meinen Rädern auch selber aufgebaute Laufräder verbaut. Denn ein Laufrad ist eine Komponente am Rad, bei der sich viel individualisieren lässt und somit wird irgendein Rennrad eben noch ein Stück mehr „mein Rennrad“.

Es gibt leider auf dem Markt nur wenige Systemlaufräder die mir gefallen, die stabil und dann auch noch bezahlbar sind. Zudem habe ich auch einige schlechte Erfahrungen damit gemacht: Mein erstes Systemlaufrad, eine Cannondale/Mavic Combo ließ sich nicht wirklich zentrieren. Danach hatte ich zwei Versionen Campagnolo Zonda montiert, die sehr gut aussehen, aber wehe da reißt unterwegs mal eine Speiche. Da schleift die felge sofort an der Kettenstrebe vor lauter Ausschlag. Und später hatte ich mal etwas von DT Swiss in 24/28, aber das war nicht stabil genug für mich.

Vom Design her kommt mir so ein langweiliger Mavic Satz auf keinen Fall an das Rad, Hätte ich viel Geld und würde es hier nicht regnen, dann würde ich mir sicher etwas von HED oder ENVE kaufen, bis dahin baue ich selber.

Da ich relativ schwer bin und viel fahre, möchte ich gerne etwas stabiles und unverwüstliches fahren, aus diesem Grund baue ich gerne Laufräder mit 32 3-fach gekreuzten Speichen. Ich verbaue immer DT Swiss Revolution oder Competition Speichen, weil ich die am einfachsten bekommen kann, sonst hätte ich auch schon mal SAPIM oder Hoshi verbaut; immer Messing Nippel, immer Messing Unterlegscheiben am Nabenflansch und sehr gerne geöste Felgen.

Die Zeit der geösten Felgen ist ja vorbei. Gerd Schraner Der Laufwerkspabst) schrieb dazu bereits 1999: „Zur Frage, ob Ösen an Felgen Sinn machen ist die Fachwelt geteilter Meinung. Ösen haben die Aufgaben, die Nippellöcher an den Felgen zu verstärken. Geöste Felgen wiege in der Regel mehr als ungeöste. Auf der anderen Seite erleichtern sie das zentrieren eines Laufrades. Die Nippel (Messing oder Alu auf Stahl) lassen sich unter hoher Speichenvorspannung leichter zentrieren als bei ungeösten Felgen (Messing oder Alu auf Alu). Ungeöste Felgen sind vollwertig, sofern das Felgenunterbett – wo der Nippelkopf aufliegt – verstärkt ausgeführt ist. Die Zukunft wird der ungeösten Felge gehören.

Zur Zeit gilt mein besonderes Interesse dem Aufbau silberner Laufräder. Das hat sich einfach ergeben aus den Rahmen, die sich gerade im Keller stapeln – dazu passen silberne, niedrig bauende Laufräder meiner Meinung nach am besten. Also habe ich mich zusammen mit dem Rennrad News Forum umgesehen, was an neuen Felgen auf dem Markt verfügbar ist. Natürlich gibt es alternativ dazu auch noch eine Menge klassischer Felgen in den einschlägigen Quellen, beispielhaft sind hier Ambrosio Super Elite, FIR EL19, Mavic Module E, MA2 oder Wolber Super Champion genannt. Diese sind gebruacht auch die vermutlich günstigere Alternative. Aber was gibt es denn in blitzblank neu? Zunächst habe ich einmal willkürlich Bedingungen daran gestellt:

Bedingungen:

  • Silber, und zwar überall, nicht nur an der Bremsflanke. Silber oder Chrom, glänzend- Also auf keinen Fall grau eloxiert oder teilweise silber. Oder solche Shimano Farben
  • Niedriges Felgenprofil. Also, um einmal eine willkürliche Grenze zu ziehen, nicht höher als 25 mm. Am liebsten Kastenfelgen, aber Aerofelgen sind auch OK.
  • Nur Drahtreifenfelgen aus Aluminium. Ja, klassisch wären eher Schlauchreifenfelgen. Aber wer will so etwas ernsthaft vebauen und damit fahren?
  • Rennradfelgen, also 700c (ETRTO 622) oder von mir aus aus 28 Zoll. Und nicht breiter als eben 25 mm, also keine MTB oder Treking Felgen. Deshalb dürfen die Felgen auch nicht schwerer als sehr großzügig bemessene 600 Gramm sein.
  • Auf jeden Fall für 32 Speichen. Andere Speichenzahlen sind auch in Ordnung, aber 32 Lochfelgen sollten eine Variante sein.
  • Auf liebsten geöst. Zweifach geöst ist noch besser. Zum Thema Ösen siehe Schraner. Persönlich finde ich allerdings geöste Felgen wertiger und hübscher.

Um das klarzustellen, das ist hier keine Aufbauvorschrift vor klassischer Rennräder mit modernen Felgen. Das ist eine Aufzählung von derzeit erhältlichen Felgen, die die obigen Bedingungen erfüllen und die ich deshalb gerne an meinen Rädern verbauen würde.

 

H plus Son TB14

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Eine der schönsten Felgen, die man neu kaufen kann.

Kosten: ca €70
Gewicht: 490 Gramm
Höhe: 14 mm
Breite: 23 mm
Speichenzahl: 28, 32, 36
Zweifach geöst
Hersteller Site

Online verfügbar bei SM Parts
Importeur in Deutschland: siehe Hersteller Site

+ Qualitätsprodukt
+ Schöne, runde Querschnittsform
+ Erhältlich auch in schwarz, grau und gold eloxiert
+ Nettes Detail mit dem Gewicht am Ventilloch, ähnlich alter Ambrosio Felgen.

H plus Son Archetype

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Eine der schönsten Aerofelgen, die man neu kaufen kann.

Kosten: ca €65
Gewicht: 470 Gramm
Höhe: 25 mm
Breite: 23 mm
Speichenzahl: 20, 24, 28, 32, 36
Nicht geöst
Hersteller Site

Online verfügbar z.B. bei Goldsprint
Importeur in Deutschland: siehe Hersteller Site

+ Qualitätsprodukt
+ Sehr schönes Design mit hohem Wiedererkennungswert
+ Erhältlich auch in schwarz und grau anodisiert
– Richtig klassisch wirkt diese Felge nicht. Trotzdem.

Velo Orange PBP

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Velo Orange OEM Felge aus Taiwan

Kosten: ca. € 65
Gewicht: 450 Gramm
Höhe: 12 mm
Breite: 19 mm
Speichenzahl: 32, 36
Einfach geöst
Hersteller Site

Online verfügbar bei Velo Orange US
Importeur in Deutschland: siehe Hersteller Site

+ Rostfreie Ösen
+ Simples, klassisches Design
– Speichenspannung maximal 1150 N

Grand Bois Scarabee

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Kosten: ca. € 55
Gewicht: 530 Gramm
Höhe: 13 mm
Breite: 23 mm
Speichenzahl:  36
Auf jeden Fall geöst
Hersteller Site

Bezugquelle: Japan oder Compass Cycle US
Importeur in Deutschland: Vermutlich keiner.

+ Qualitätsprodukt, OEM Taiwan
+ Rostfreie Ösen
+ Simples, klassisches Design

Grand Bois Pappilon / Papillon Vintage

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Kosten: ca. € 66
Gewicht: 520 Gramm
Höhe: 16 mm
Breite: 23 mm
Speichenzahl:  32, 36, 40
Auf jeden Fall geöst
Hersteller Site

Bezugquelle: Japan oder Compass Cycle US
Importeur in Deutschland: Vermutlich keiner.

+ Qualitätsprodukt, OEM Taiwan
+ Rostfreie Ösen
+ Simples, klassisches Design
+ Auch für 40 Speichen (wie die Kinlin)

Grand Bois Abeille

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Die dünnste Grand Bois Felge.

Kosten: ca. € 64
Gewicht: 465 Gramm
Höhe: 18 mm
Breite: 19 mm
Speichenzahl:  32, 36
Auf jeden Fall geöst
Hersteller Site

Bezugquelle: Japan oder Compass Cycle US
Importeur in Deutschland: Vermutlich keiner.

+ Qualitätsprodukt, OEM Taiwan
+ Rostfreie Ösen
+ Simples, klassisches Design

Halo Retro

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Kosten: ca. € 50
Gewicht: 460 Gramm
Höhe: 21 mm
Breite: 20 mm
Speichenzahl: 28, 32, 36
Einfach geöst
Hersteller Site

Online verfügbar z.B. bei Bike Mailorder
Importeur in Deutschland: ISON Distribution

+ Silber und simpel. Klassisches Design
+/- gelasertes Halo Logo auf der Flanke

Halo Evaura

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Baugleich mit Kinlin XR-22T  dann deutlich billiger.

Kosten: ca. € 65
Gewicht: 445 Gramm
Höhe: 22 mm
Breite: 24 mm
Speichenzahl: 20, 24, 28, 32, 36; Silber nur in 32
Farben: Silber, schwarz, weiß
Nicht geöst
Hersteller Site

Online verfügbar z.B. bei Shop velo CH
Importeur in Deutschland: ISON Distribution

+ Qualitätsprodukt aus Taiwan
+ Mit 24 mm die breiteste Felge hier
+ Ist “ eine richtige tubeless Felge“
– eben

 

Kinlin ADHN

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Kosten: ca. € 32
Gewicht: 510 Gramm
Höhe: 18 mm
Breite: 24 mm
Speichenzahl: 32, 36, 40 (letzte bei SJS Cycle)
Farben: Silber, schwarz
Geöst
Hersteller Site

Online verfügbar z.B. bei Hubjub UK
Importeur in Deutschland: ?

+ Qualitätsprodukt aus Taiwan, liefern auch an CNC Bikes
+ Mit 24 mm die breiteste Felge hier
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Erdmann

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Kosten: € 29
Gewicht: 435 Gramm
Höhe: 15 mm
Breite: 20 mm
Speichenzahl: 32
Einfach geöst
Online verfügbar bei Erdmann

 

Erdmann ist der Laden bei dem ich IMMER kaufe, wenn es um irgendwelche Fahradteile in irgendwelchen Eloxalfarben geht. Großartiger Laden, leider völlig immun gegen jegliche Verbesserungsvorschläge.  Ach so ja: Und ich will auch keinen Lolli mit der Lieferung geschenkt bekommen. Aber sonst: da kaufe ich am liebsten. Ehrlich.

Araya Gold NJS / 16B Gold

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Das ist eine Schlauchreifenfelge und hat hier per Definition nichts zu suchen. Da ich aber ein großer Fan kleinerer japanischer Hersteller mit glorreicher Vergangenheit und fast ohne Zukunft wie Nitto, MKS, Kashimax, Hoshi, Ukai oder auch Araya bin, darf die hier rein. Von Araya fahre ich die SA-730, eine sehr schöne silbere 30 mm hohe Aerofelge.

Kosten: ca. € 72

Gewicht: 310 Gramm
Höhe: 12 mm
Breite: 21 mm
Speichenzahl: (28, 32) 36
Doppelt geöst
Hersteller Site (japanisch)

Online verfügbar z.B. bei Track Supermarket Japan
Importeur in Deutschland: Keiner?

+ Silber und simpel. Klassisches Design
+ Sehr schwer zu bekommen
– Bahnradfelge, fraglich wie lange die Felgenbremsen mitmacht
– Und das ist eine Schlauchreifenfelge.

Velocity A23 / A23 OC

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Velocity A23 sind recht beliebte Felgen die relativ oft verbaut werden. David von Positivo Espresso schwört auf die. Die A23 (steht für 23 mm Breite) gibt es auch als OC Version, wobei  das OC für „off Center“ steht. Das macht Sinn, um die Speichenspanung auf der Antriebsseite des Hinterrades zu reduzieren (etwa gleich bei der Ryde Pulse)

Kosten: ca. € 68
Gewicht: 450 Gramm
Höhe: 20 mm
Breite: 23 mm
Speichenzahl: 18 (nur schwarz), 20, 34, 28, 32, 36
Farben: Silber, schwarz, weiß, rot, blau
Nicht geöst
Hersteller Site

Online verfügbar z.B. bei Wiggle
Vertrieb in Deutschland: Laut Velocity Website: Keiner. Dafür sind die hier aber gut vertreten.

+ Qualitätsprodukt
– Aeroprofil (halb)

Velocity Aero

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Kosten: ca. € 50
Gewicht: 560 Gramm
Höhe: 21 mm
Breite: 20 mm
Speichenzahl:  32, 36
Farben: Silber, schwarz
Nicht geöst
Hersteller Site

Online verfügbar z.B. bei Goldsprint
Vertrieb in Deutschland: Laut Velocity Website: Keiner. Dafür sind die hier aber gut vertreten.

+ Qualitätsprodukt
– Aeroprofil
– Keine abgedrehte Bremsflanke

Alex Rims G6000

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Kosten: ca. € 22
Gewicht: 590 Gramm
Höhe: 23 mm
Breite: 20 mm
Speichenzahl:  32
Farben: Silber, schwarz, weiß
Einfach geöst
Hersteller Site

Online verfügbar bei Studio BrisantStudio Brisant
Vertrieb in Deutschland: Hartje

+ Hergestellt in Taiwan
– Aeroprofil
– Auslaufmodell? Auf der Hersteller Site nicht mehr gelistet

Ryde DP18

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Was vorher mal die Rigida DP18 war und nun von Ryde gekauft wurde. Das ist natürlich eine Aerofelge, aber da es diese bereits seit den Achtzigern gibt und oft verbaut wird, darf die hier dazu.

Kosten: ca. € 29
Gewicht: 590 Gramm
Höhe: 30 mm (OK, ich weiß: Ausnahme)
Breite: 19 mm
Speichenzahl: 32, 36
Nicht geöst
Hersteller Site

Online verfügbar bei CNC Bikes
Importeur nach Deutschland: SES Sandmann

+ Silber poliert und silber matt erhältlich
– Schon sehr hochprofilig – Aerofelge halt

Ryde Snyper

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Kosten: ca. € 28
Gewicht: 560 Gramm
Höhe: 21 mm
Breite: 23 mm
Speichenzahl: 32, 36
Einfach geöst, alternativ auch nicht geöst
Hersteller Site
Online verfügbar bei: Hm, scheinbar gar nicht.
Importeur nach Deutschland: SES Sandmann
– Schon eher eine Treking Felge.

Ryde Chrina

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Kosten: ca. € 22
Gewicht: 590 Gramm
Höhe: 20 mm
Breite: 25 mm
Speichenzahl: 32, 36
Doppelt geöst.
Hersteller Site
Online verfügbar bei CNC Bikes
Importeur nach Deutschland: SES Sandmann

Die Ryde Chrina hatte ich an meinem Panasonic FRC37 Winterrad verbaut. Richtig gut sieht die meiner Ansicht nach nicht aus. Und vor allem ist sie recht schwer und das machte sich doch erheblich bei der fehlenden Agilität des Rades bemerkbar.

Ryde Racer

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Kosten: ca. € 24
Gewicht: 480 Gramm
Höhe: 20 mm
Breite: 25 mm
Speichenzahl: 32, 36
Nicht geöst.
Hersteller Site
Online verfügbar bei Rad & Sport Feucht
Importeur nach Deutschland: SES Sandmann

– Mir persönlich zu kantig
– Schon sehr hochprofilig – halbe Aerofelge

Mavic Open Pro C

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Kosten: ca. € 45

Gewicht: 435 Gramm
Höhe: 19 mm
Breite: 19 mm
Speichenzahl: 32, 36
Doppelt geöst
Hersteller Site

Online verfügbar bei Bike Components
Mavic, deshalb gibt’s die hier quasi überall am Kiosk.

+ Qualitätsprodukt
– Für meinen Geschmack zu kantiger Querschnitt
– Mavic halt – fährt ja jeder
– Fette Mavic Aufkleber, gehen aber ab.

Mavic Open Elite

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Kosten: ca. € 27
Gewicht: 490 Gramm
Höhe: 19 mm
Breite: 19 mm
Speichenzahl: 32, 36
Doppelt geöst
Hersteller Site

Online verfügbar bei Bike Components
Mavic, deshalb gibt’s die hier quasi überall am Kiosk.

+ Deutlich weniger Qualität als die Open Pro
+ Gut sichtbarer, durchgehender Verschleißindikator
– Für meinen Geschmack zu kantiger Querschnitt
– Mavic halt- fährt ja jeder
– Fette Mavic Aufkleber – gehen aber ab.

Mavic A319

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Kosten: ca. € 30
Gewicht: 595 Gramm
Höhe: 20 mm
Breite: 25 mm
Speichenzahl: 32, 36
Doppelt geöst
Hersteller Site

Online verfügbar bei Bike Components
Mavic, deshalb gibt’s die hier quasi überall am Kiosk.

+ Deutlich weniger Qualität als die Open Pro
+ Gut sichtbarer, durchgehender Verschleißindikator (alut Mavic -nicht imBild)
– Für meinen Geschmack zu kantiger Querschnitt
– Mavic halt- fährt ja jeder
– Fette Mavic Aufkleber, gehen aber ab.

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Laufrad. Bauen.

In den letzten sechs Jahren habe ich ungefähr 50 Laufräder gebaut -manche waren dabei sehr gutmütig, andere etwas zickiger. Diese Woche erwischt ich eins, das mich so richtig frustrierte bei dem Versuch es gut zu machen. Selber schuld.

Laufräder aufbauen kann ich gut – in Gegensatz zu Lenkerband wickeln. Ich habe Geduld, Zeit, ein Glas Rotwein auf dem Tisch und nach Möglichkeit sind die Frauen außer Haus. Es läuft zunächst gute Laufradbaumusik a la Sade oder Redskins oder Dexys Midnight Runnern bis es an das Zentrieren geht.

Ich muss allerdings zugeben, dass meine Laufradbauerfahrungen sehr seicht sind. Ich habe zwar viele Laufräder gebaut, aber immer die gleichen: Meistens Aerofelgen (H plus Son Archetype, Campa V Omega, Araya SA-730, Rigida DP18), immer Alu, immer dreifach oder zweifach gekreuzt, fast immer für Drahtreifen/Faltreifen. Ich benutze gerne leichte Speichen wie DT Swiss Revolution oder SAPIM Laser, fast immer Messingunterlegscheiben am Nabenflansch und immer Messingnippel. Alunippeln traue ich nicht über den Weg.

Was ich mit dem neuen De Rosa Giro d´Italia Rahmen ( den BB aus dem RRB Forum nun hoffentlich bald liefert)

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genau will weiß ich noch nicht. Mir schwebt irgendetwas mit einem Einkaufskorb vor, denn ich brauche weder ein weiteres Rennrad (ein Canyon, ein Basso und ein No 3Rensho stehen in der Garage), noch ein weiteres Fixie (Union Sapporo und ein Basso stehen in der Garage, ein Nagasawa hängt im Wohnzimmer an der Wand), einen Crosser kann man daraus nicht bauen und ein Faltrad? Nun, das will ich nicht versuchen.

Egal was es wird, an das Rad gehören silbrige Komponenten. Für eine Bekannte hatte ein Centurion Rennrad verkauft, von dem hatte ich noch ein paar Wolber Super Champion Gentleman GTA Felgen die ich mit viel Aufwand und noch mehr Autosol aufpoliert hatte. Timpalin aus dem RRN Forum trat mir netterweise ein Paar hübsche Mavic 501 Naben ab, für die der Rest der Tube Autosol draufging. Damit wollte ich dann die Laufräder für das De Rosa bauen.

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Das ist eine sehr hübsche Kombination. Mir gefällt die Form der Mavic Naben sehr gut, weil sie der Funktion der Nabe folgt: Außen, wo die Lager sitzen dicker, zur Mitte hin, wo weniger Spannung auf dem Material ist, dünner. Sonst lasse ich die Finger von Mavic, ich hatte an meinem Cannondale 2000 serienmässig eine Laufradsatz von denen – das war gar nichts. Der Rest, so z.B. die Open Pro Felge ist überteuert und sieht nicht wirklich gut aus (technisch ist das allerdings astrein). Die Reifen sind Mist.  Da kann ich gleich Sand in den Schlauch füllen, losfahren und hoffen das alles gut geht.

Auch sehr schmale, geöste Alufelgen wie die Wolber gefallen mir gut. Es gibt sehr viele grau oder dunkeleloxierte Felgen. Und dann gibt es schwarze Felgen. Letzteres ist OK und passt irgendwie immer, aber bei einem De Rosa muss der rote Rahmen und der Chrom zur Geltung kommen, da dürfen die Räder nicht durch massive Felgenhöhe ablenken.

Der Bau des Vorderrads fing schon nicht gut an. Ich hatte beim Speichenrechner Flanschabstand und Flanschdurchmessereingabe vertauscht und mir viel zu lange Speichen bestellt. das sah ich sofort, als ich mit dem einspeichen anfing, aber man denkt ja dann immer: „Einfach ignorieren, irgendwie geht das schon.“ Ging aber nicht. Wer also 36 Speichen SAPIM Laser 302 mm lang haben möchte möge sich melden. Ok, also dann mit dem Hinterrad anfangen.

Ich bin ein Freund hoher Speichenspannung. Der Laufradpabst, Gerd Schraner schreibt dazu in seinre Bibel „Zen und die Kunst ein Laufrad zu bauen“: „Ursache eines Speichenbruchs ist immer nur die Unruhe des Speichengerüsts im Laufrad. …1. Spiel zwischen Speiche und Nabe, 2. Zu schwache Speichenvorspannung.“ Diesen Hinweis habe ich mir zu Herzen genommen und verwende deswegen erstens konsequent Messingunterlegscheiben am Flansch um das Spiel zu reduzieren, und zweitens spanne ich auf etwa 120 kgf  (also ca. 1200 N) ein und kontrolliere die Speichenspannung mit dem Park Tool TM-1. Das ist sogar noch etwas mehr, als Schraner empfiehlt (900-950N vorne, 1050N hinten rechts, bei hohen V Profilen bis auf 1.200N). Bislang kam ich damit auch sehr gut klar, denn ich verwendete ja auch immer mehr oder minder hohe V Profile.

Die SAPIM Laser Speichen sind im Mittelteil sehr dünn (1,5mm) und ich vergaß beim zentrieren, dass dünnere Speichen eine niedrigere Ablesung auf dem TM-1 haben bei gleicher Speichenspannung wie dickere Speichen. Will sagen, eine DT Swiss Alpine Speiche mit 2,0 mm Durchmesser hat bei einer Ablesung von „20“ auf dem Park Tool eine Speichenspannung von 700N, eine DT Swiss Competition mit 1,8mm Durchmesser eine Spannung von 1.100N, eine DT Swiss Revolution (1,6 mm) 1.280N und eine Laser dann 1480N. Ich spannte also angestrengt die Speichen auf der Antriebseite auf 20 hoch, damit die Felge auch mittig liegt und bügelte die ersten gröberen Seitenschläge aus. Dann nahm ich das Rad aus dem Zentrieständer und drückte es mit viel Kraft, wie gewohnt, auf dem Boden ab. Das war, nachdem ich viel zu viel Spannung aufgebracht hatte, die zweite schlechte Idee, denn beim abdrücken auf die eine Seite schlug die Felge komplett um. Das gab ein leichtes Ei, also fing ich noch einmal von vorne an und entspannte das Laufrad.

Aber auch beim zweiten zentrieren musste ich mehr als 1.000N Spannung auf die Speichen der Antriebsseite geben, damit sich de Felge etwa mittig einfand. Und die Speichen auf der Nicht-Antriebseite hatte so gut wie gar keine Spannung. Dann vorsichtig abgedrückt. Aber nicht vorsichtig genug, die Felge schlug wieder um und diesmal blieb ein richtig fetter Schlag zurück. Die Felge selber ist am Felgenstoß auch nicht verschweisst sondern mit Stahlstiften der einem Profil verpresst. Und der Felgenstoß hatte sich richtig git verzogen.

fullsizerender

Mit anderen Worten, die Felge war hinüber. Was für eine Verschwendung von Autosol und Muskelkraft.

Ach so, ja, hat jemand noch so eine Felge rumliegen? Es tut’s auch jede andere silbrige Felge mit etwa dem gleichen ERD und 36 Löchern – und Drahtreifen bitte. 

Ein paar Tage später kamen dann die Speichen für das Vorderrad. Ich halt mich diesmal beim zentrieren in Punkto Spannung sehr zurück, so etwa bei 950N, als wie es der Papst so sagt. Das klappte dann auf Anhieb auch sehr gut, aber ich muss auch schreiben, dass ich mich beim Abdrücken wirklich sehr vorsichtig verhielt. Ich wollte nicht noch eine Felge mit meiner Doofheit einen sehr schlechten Tag bereiten. Das Ergebnis sieht wie gewünscht gut aus, ist lau vorgespannt und ans ich fertig zum probefahren.

Die Frage, die gerade meinen Kopf quält ist, wenn sich das Laufrad schon beim Abdrücken so wenig stabil verhält, wie viel Stabilität hat es dann beim fahren, vor allem in den Kurven oder im Wiegetritt. Ich bin ja nicht gerade ein Leichtgewicht und ich mache mir doch etwas Sorgen, dass sich das Laufrad in einer Kurve ähnlich wie beim abdrücken verhält: Die Felge schlägt um – und ich auf die Fresse. Irgendwelche Sachdienlichen Hinweise?

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Eingeordnet unter 2016, Ingenieur, Mob

Basso Blue Track

1301 Blue Basso Track 15

Das Rad an dem ich am längsten gebastelt habe wird langsam fertig.

Im April letzten Jahres hatte ich mir einen Basso Rahmen für meine Größe (RH62) gebraucht gekauft ohne Recht zu wissen, was ich genau mit dem anfangen wollte. Halt so ein typischer April-Lustkauf, der Frühling kommt ins Land und hat unvorhersehbare Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Man möchte sich neu verlieben, nach Neuseeland auswandern und überhaupt am liebsten die Zeit um dreißig Jahre zurückdrehen. Am Ende des Tages steht man dann mit einem neuen Basso Rahmen da und weiß nicht recht wie das nun ins das Konzept passt.

Zunächst einmal habe ich den Rahmen mit Campagnolo Konfetti behangen, also Record Schaltwerk, Delta Bremsen und dem ganzen anderen Lametta dass unten im Keller in Kisten lagert und so gnadenlos teuer war, dass man es nicht guten Gewissens an irgendeinem Rad das man fährt verbauen möchte.

Ich hatte dann erst einmal versucht herauszufinden, was für ein Basso Rahmen aus welchem Baujahr (ich würde einmal Endachtziger schätzen, man möge mich korrigieren) das eigentlich ist. Ein Loto oder ein Gap ist es, soweit meine Kenntnisse reichen eher nicht und das Geröhr ist mit 26,8 mm Sattelstützendurchmesser auch eher mittelbescheiden. Einerseits. Andererseits hat der Rahmen eine Menge schicker Pantographien und ist komplett unterverchromt. Was man unter dem sehr schlecht erhaltenem blauen Lack auch sehr gut sehen konnte.

Da ich ohnehin gerade einen Minerva rahmen für mein Lotus M Type Projekt entlackt hatte,dachte ich, dass ich das gleiche auch mit dem Basso Rahmen machen könnte. Ich wollte aber die Decals erhalten und so habe ich diese abgeklebt und den Lack rundherum mit Abbeizer entfernt. Das war eine sehr aufwendige Arbeit, die mir viele unentspannte Stunden auf der Terasse unserer Wohnung eingebracht hat. Der Chrom war nach dem Abbeizen auch bei weitem nicht so schön wie bei dem Minerva, also: „Tobias to the rescue!“.

Was Tobias kann,macht und machen kann hat er bereits ja selber im Rennrad News Forum vor einigen Tagen gepostet. Ich hatte ihn Anfang 2011 einmal kennengelernt, als er etwas bei mir für seine eigenen Radprojekte gekauft hatte und er hatte mich überhaupt erst auf das Forum aufmerksam gemacht. Seitdem geb ich ihm Rahmen und Komponenten zum Polieren und er macht das schon sehr, sehr gut mit viel Mühe und Perfektion, so dass ich sehr gerne mit ihm zusammenarbeite und ihn nur empfehlen kann.

Tobias versuchte sich dann an dem Basso Rahmen und das hat dann sehr, sehr lange gedauert und viele Stunden Freude in seinem noch jungem Leben zerstört. Ich glaube, der Rahmen war dann etwa 7 Monate bei ihm bis sein Gewissen ihm dann erlaubte, die wenn auch nach seiner Ansicht nicht perfekte Arbeit, an mich zurückzugeben. Viel wurde dabei über Italiener geschimpft, die offensichtlich nicht gut verchromen können. Wie dem auch sei, ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Mein in der Zwischenzeit gereifter Plan war, alle Komponenten meines Union Fixie abzubauen und am Basso zu montieren. Aber: Erstens mag ich mein Union Fixie sehr gerne, aber eben nicht so gerne, als dass ich es nicht auch im Winter fahren würde, und zweitens hat es so ein paar Dinge dran die zwar sehr cool aussehen (Campagnolo Gran Sport Bremsen) aber leider nicht so richtig funktionstüchtig sind. Zudem möchte ich auch das Basso auf der Bahn fahren und dafür braucht es dann nun einmal Schlauchreifen.

Und dann hatte ich auch noch diese alten, originalen Mavic Paris-Roubaix SSC Felgen im Keller die ich ohnehin verbauen wollte. So Langsam ergab sich dann ein Bild in meinem Kopf. beim nächsten Hormonschub habe ich dann die Naben von Electra dazu gekauft die ich immer haben wollte aber mir nicht leisten kann. Eigentlich.

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Ich würde dieses Rad gerne auf der Bahn bewegen – aber wo von Bremen aus gesehen ist denn die nächste Bahn? Klar, bei den Sixdays Bremen, aber leider nur im Januar und auch nicht gerade einfach zugänglich. So heimlich spekuliere ich ja noch auf Besuche auf der Bahn in Büttgen, wenn ich zu Besuch in meiner Heimat bin.

Andererseits möchte ich es auch auf der Strasse bewegen. Also habe ich mir eine Lösung ausgedacht, die beides erlaubt: Es gibt wie jetzt auf den Photos zu sehen ist, einen klassischen Nitto NJS Bahnlenker ohne Bremsen mit dem der Hobel ordnungsgemäß auf der Piste bewegt werden kann. Lenker und Vorbau kann man einfach demontieren und dann durch einen neuen Nitto Mod 55 Lenker ersetzen an dem kleinere Tektro Crosserbremshebel montiert sind. Die Bremszüge werden mir drei Schellen am Oberrohr befestigt und laufen extra nicht durch die vorhandenen Ösen, damit die Züge schnell entfernt werden können. Dazu sind vorne und hinten silberne, moderne Campagnolo Bremsen montiert die für das nötige De-Powering auf der Straße sorgen. Also, Lenker ab, Schellen ab, Bremsen ab und Bahnlenker drauf und schon ist der Umbau fertig. Ich muss lediglich noch Lenkerband wickeln und die Bremsen einstellen, dann kann ich Fotos von der Straßenversion machen und zeigen.

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Der Nitto Lenker der Bahnversion ist schon an sich zu schön und zu chromig, um ihn mit normalem Lenkerband zu verstecken, deshalb habe ich hier blau-transparentes Cinelli Jelly Lenkerband am Unterlenker verwendet.

Abgesehen davon, dass ich ungern ganz ohne Bremsen auf der Straße fahre, obwohl Campagnolo Gran Sport Bremsen ein sehr ähnliches Gefühl vermitteln, gibt es auch eine ganze Reihe Hemmungen bei diesem Wetter mit Schnee und Salz auf der Straße de Hobel intensiv zu bewegen. Ich warte also zunächst einmal auf den Frühling.

Andererseits ist mein Bad Boy wieder restauriert und (größtenteils) einsatzbereit Dank der Hilfe von Jörg. Danke noch einmal dafür. Dem wilden rumfahren im Walde in Eis und Schnee steht also außer Bequemlichkeit und Männlichkeitshormonmangel nichts im Wege.M

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Laufräder

Über die Feiertage gab es noch einmal Zeit an den verschiedenen Laufrädern zu schrauben.

DRC Aerofelgen mit Erdmann RD1 Nabe

  •  Naben Erdmann RD+1, blau eloxiert, 32L mit Shimano 8/9/10 Freilauf
  • DT Swiss Revolution 2,o/1,5/2,0 Speichen dreifach gekreuzt mit Unterlegscheiben
  • Pillar Hexagonal Nippel 14 mm Messing, blau eloxiert
  • DRC ST22 Aerofelgen, 32L, Clincher

1212 DRC Erdmann blau VR 2 1212 DRC Erdmann blau VR 3 1212 DRC Erdmann blau VR 1

Ich weiß noch nicht, wie ich diesen LRS einsetzen werde. Auf jeden Fall brauche ich einen Ersatz für meinen DTSwiss LRS am Canyon.

Campagnolo Mexico 68

1212 Campa Mexico 68 VR 1 1212 Campa Mexico 68 VR 4 1212 Campa Mexico 68 VR 3 1212 Campa Mexico 68 VR 2

Tobias war so nett mir die Felgen auf Hochglanz zu polieren. Kommen mit Campagnolo 8-fach Cassette. Zusammen mit dem anderen Campazeuch, das ich noch im Keller habe, wäre das dann endlich die Gelegenheit einmal eine 8-fach Ergopower Maschine aufzubauen.

Electra Ticino Lux Five Star Naben mit Mavic SSC Paris Roubaix Felgen

  •  Naben Electra Ticini Lux Five Star, 32L 100mm vorne, 120mm hinten flip/flop fixed/free
  • DT Swiss Revolution 2,o/1,5/2,0 Speichen dreifach gekreuzt mit Unterlegscheiben
  • Pillar Hexagonal Nippel 14 mm Messing, weiß gepulvert
  • Mavic SSC Paris-Roubaix Schlauchreifenfelgen 32L

1212 Sheriff Mavic SSC VR 3 1212 Sheriff Mavic SSC VR 4 1212 Sheriff Mavic SSC VR 5 1212 Sheriff Mavic SSC VR 6 1212 Sheriff Mavic SSC VR 1 1212 Sheriff Mavic SSC VR 2

Für mein nächstes Fixie. Sollte der blaue Basso-Rahmen ein Fixie werden, so wäre das der Laufradsatz der Wahl.

Das war es dann wohl für 2012.

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Shimano Ultegra Mavic CXP33 Combo

Ich baue gerade ein Rad für den Sohn eines alten Freundes zusammen. Achim, den Vater, kenne ich seit 1990 als wir uns auf der Naganuma Schule in Tokyo beim Japanischlernen getroffen hatten. Wir waren im gleichen Stipendienprogramm, Achim ist zudem Architekt und ich Bauingenieur – das passte. Wir sind beiden mit Japanerinnen verheiratet, wir haben beide zwei Kinder. Achim hat das aber rationeller angestellt, in dem er gleich Zwillinge erschaffen hat, bei mir brauchte es zwei Schritte mit 5 Jahren Abstand.

Shozo und Isamu sind nun Neunzehn Jahre alt und Shozo braucht ein Rad. Das baue ich ihm gerade auf der Basis eines Moser Forma Stahlrahmens, der heute bei mir angekommen ist. Meine Kinder sind bereits bestens mit Rädern versorgt. Mein Sohn hat sogar zwei, die er beide nur sehr selten bewegt.

Jetzt sind erst einmal die Laufräder fertig geworden. Man könnte böse schreiben, ach wie langweilig: Shimano Ultegra 6500 Naben für 9 fach Schaltung und dazu Mavix CXP33 Felgen in schwarz. Also der größte Hersteller von Komponenten in Kombination mit dem größten Hersteller von Rennradfelgen. Trotzdem ist das eine sinnige Kombination, denn die Dinger sind einigermaßen leicht, halten ewig und Ersatzteile bekommt man überall. Schlecht aussehen tun sie auch nicht an einem klassischen Stahlrahmen. Und billig sind die CXP 33 Felgen ja auch nicht gerade.

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Geschlaucht. Teile. For Sale.

Gestern und Heute 6 Paar Laufräder eingestellt und teilweise mit neuen Schläuchen und Reifen versehen. Geschlaucht. Ergebnis ernüchternt:

  1. Kotter Shimano 600/Mavic MA: Riesige Eier, muß alles noch mal nachzentriert werden.
  2. Maillard/Mavic Open Pro: Passt, sitzt und hat Luft.
  3. Union Mavic: Beide neuen roten Contis zerstört mit Löchern in der Karkasse. Neue Contis aufgezogen, Schläuche OK und halten Luft obwohl geflickt.
  4. Olmo Mavic/Rigida: Keine Probleme, alles prima.
  5. Canyon SwissDT R1.1. Vorne schon wieder platt. Beide Reifen runter und neue Ultremos mit neuem SChlauch vorne aufgezogen. Sollte nun erst einmal OK sein.
  6. Toppolinos. Schlauchreifen. Hinten OK. Vorne geht keine Luft rein, da muß ich mir morgen etwas ausdenken.

Wie gesagt, total geschlaucht. Es macht einfach keinen Sinn sich gute Reifen für Bremen zu kaufen, die, sagen wir mal 5.000 km laufen können, wenn diese ohnehin durch Glasscherben etc. regelmässig nach 400 km zerstört werden. Und an Schläuchen sollte ich mir einmal eine Hunderter-Radladen-Verbrauchspackung holen.

Bei der Gelegenheit habe ich einmal meinen Keller aufgeräumt und verkaufe die folgenden Teile:

Lenker Bremsen Vorbau Leder Kombination

Kommen von einem nie gefahrenen Kotter Rad. Absolut neuwertig, ohne jede Gebrauchsspuren, fast so wie vor 25 Jahren. Die Bremsen sind Shimano Dura Ace BL 7401, non-Aero. Diese wurden an einem 3ttt Superleggero Lenker verbaut, Außenbreite 430 mm. Das besondere daran ist die Zugführung: Unter den Bremsgriffen wurden Löcher in den Lenker gebohrt, ebenso auf der Unterseite in der Nähe des Vorbaus. Die Bremzüge verlaufen also nicht unter dem Leder Lenkerband, sondern im Lenker selber.

Der Lenker ist mit einem sehr schönen Lenkerband aus schwarzem Leder ummantelt, das mit einem helleren Faden im Kreuzstich vernäht wurde.

Der Vorbau ist ebenfalls von 3ttt schwarz  und etwa 90 mm lang. Die Abschlußkappe der Lenkerklemmung ist vorhanden. Auf dem Vorbau ist der Name eines Vorbesitzers „W. Schwitalla“ eingraviert. Type des Vorbaus ist mir unbekannt. Statt einem 3ttt Frontschild wurde eine Metallschild mit den Weltmeisterfarben und den Olympischen Ringen eingesetzt.

Das ganze kommt komplett mit schwarzen Bremshüllen und Zügen. Die Hüllen sollten bei kleinen Rahmen von der Länge her ausreichend für die Vorderbremse sein und bis zur Führung durch das Oberrohr. Die Züge sollten erneuert werden. Evtl. ist es also erforderlich die Griffe zu demontieren und neue Bremshüllen durch den Lenker zu führen. Ds sollte technisch machbar sein.

Das ganze ist einfach traumhaft gut aussehend – aber eben nichts für mich und das Rad brauche ich für etwas ganz anderes. Ich würde mich für 90 Euro inklusive Versand davon trennen.

Klickpedalen Shimano Dura Ace PD-7401 Neu

Kommen von dem 25 Jahre alten, nie gefahren Kotter Rad und sind in absolut neuwertigem Zustand. Diese stammen aus der Zeit vor dem Shimano SPD-SL System und wurden von Look mit dem Look System für Shimano gefertigt. Keine gute Idee von Look gewesen, das. Die Pedalen sind allerdings perfekt, keine Kratzer, nichts, wirklich neuwertig. Selbst die Beispiele auf Velobase sehen nicht so gut aus wie diese.

Ich dachte an 50 Euro inklusive Verschickung.

Sattel Selle Royal CX

Sattel aus den Achtzigern mit goldfarbenem Gestänge und goldener Nase. Wie üblich bei Sätteln aus dieser Zeit sieht auch dieser sehr gut aus und soll laut Velobase schön unbequem sein.

„Aerodynamisch optimiert, offene Spitze, damit die Luft hindurch und nicht herum ström. Geprägtes CX Logo, vergoldete Metallapplikation auf der Spitze, vergoldete Sattelstreben mit einer starken Biegung im hinteren Bereich – Das ermöglich extrem nach vorn verlagerte Sitzpositionen bei Zeitfahrrädern. An der Kante rundherum vernäht.“

Habe ich gerade bei einem Anbieter auf Ebay gelesen. Unbenutzt, von meinem Kotter aus den Achtzigern abgebaut. Absolut neu, Gestänge leicht angelaufen aber wirklich in einem sehr guten Zustand.

Ich dachte an 60 Euro inklusive Verschickung.

Trainingsbügel Sellavia 

Neu, unbenutzt. Falsch gekauft, kann ich für mein Projekt leider nicht verwenden. 25,4 mm Klemmung, 22,2 mm Durchmesser. Aus Aluminium  silber eloxiert. Etwa 560 mm breit. Von Sella Berolinum, Neupreis 15,90 Euro.

Leider schlecht zu versenden, kostet mit DHL online €5,90. Daher für 15 Euro inklusive Versand abzugeben.

Ein Paar Drahtreifen Continental Sport 20 – 622 plus eine Mavic Felge MA40 36 Loch plus …

Die Continentalreifen sind etwa 25 Jagre alt und unbenutzt, quasi neuwertig. An den Flanken jedoch etwas spröde, wie das bei alten Gummis halt so ist. An den Seiten des Profils sind aber noch die Einspritzkanäle zu erkennen, diese sind noch nicht abgefahren.

Dazu eine Mavic MA 40 Drahtreifenfelge schwarz anodisiert, nit 36 Löchern gebraucht aber in gutem Zustand. Die Ösen sind angerostet, aber die Flanken sehen noch gut aus.

Dazu gibt es noch ein zweites Paar gebrauchsfähige alte Draftreifen umsonst dazu plus eine moderne 700er Felge von Swiss DT R1.1 die vermutlich etwas verzogen ist. Ich würde das um liebsten, auch wegen der Versandkosten alles als ein komplettes Paket verkaufen, und dann mi Hermes für €9,90 verschicken.

Daher hatte ich mir als Verkaufspreis inklusive Versand 40 Euro vorgestellt.

Kontakt bitte über Kommentar auf dem Blog(der nicht sichtbar wird, bis ich ihn freischalte oder lösche).

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Mavic Felgen Paris Roubaix Special Service des Courses

Ein Paar Schlauchreifenfelgen, 32 Loch, vor ein paar Wochen erstanden in einer Art Kaufrausch.

Angeblich das beste, was Mavic jemals gemacht hat, sieht man aber den Felgen so erst einmal nicht an. „Special Service des Course“ oder kurz SSC  ist das Profimaterial von Mavic, dass nicht an Freizeitfahrer verkauft wurde, sondern ausschließlich Profis vorbehalten war. Die Felgen haben dann auch immer dieses große MAVIC Zeichen und sind grau, in manchen Fällen auch anderes anodisiert, irgendwo hatte ich das mal gelesen.

Schlauchreifen sind auch nicht so mein Ding, aber hier hatte ich das starke Bedürfnis zuschlagen zu müssen, denn erstens hatte ich mir durch sinnlose Lehrtätigkeit ein paar Euro extra verdient und zweitens hatte ich eine ähnliche Ebay Auktion vor ein paar Monaten verloren. Der Stachel sass lief. In ähnlicher Anspannung warte ich auf einen schönen und großen Moser Leader AX Evolution Rahmen.

Also, ich muß jetzt noch die richtigen Naben, Speichen und Refen finden um daraus einen perfekten Laufradsatz zu bauen.

Es ist natürlich auch durchaus möglich, daß diese ganze SSC Geschichte Quatsch ist.

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Bad Boy: Der böse Bub Eugen

Im Jahr 2000 hatte ich zwei Radkataloge zuhause: Einen von Trek und einen von Cannondale. 

Trek gefiel mir besser. Y-Foil, ui sah das cool aus. Ich kaufte dann aber trotzdem ein Cannondale R1000, einfach asu Dem Grund weil es nichts anderes für meine Größe in ganz Japan gab. Ich bin 1,86 m groß. 2005 bekam ich dann einen neuen Cannnondale Katalog und sah Bad Boy. Bay Boy sah schwarz und cool aus, war ein Mountainbike mit dünnen Rädern und hatte Scheibenbremsen und Federung vorne. So etwas musste ich haben.  Vielleicht gefiel mir auch einfach nur der Name, denn vor langer, langer Zeit war ich einmal ein Fan der Schweizer Punk Band: Der böse Bub Eugen.


Ich habe mir dann mein Bad Boy Ultra in Berlin bei einem Händler bestellt, zu meinen Eltern in Deutschland schicken lassen und dann bei meiner nächsten Geschäftsreise über Toulouse mit nach Japan genommen. Dort hat es dann der Radladen an der Meguro Dori zusammengebaut.

Im Prinzip war das Bad Boy für die Straße gemacht und auf keinen Fall für das Gelände. Es hatte normale 700er Felgen, genauer gesagt Mavic CPX33, dazu hydraulische Scheibenbremsen von Hayes hinten und vorne, eine 3 x9 SRAM Schaltung mit riesigen Ritzeln hinten, eine Federung vorne, die man ein und ausstellen konnte, den „Oktopus Pedalen“ von Cannondale und einen riesig breiten Lenker mit Rapidfire Schalthebeln. Ich fand das fahren mit diesem gerade Lenker ermüdend und habe mir erst einmal Carbonhörnchen drangebaut, damit ich einen ähnlich Griff am Berg wie an einem Rennradlenker haben konnte.

2003 bis 2005 hatte ich im Norden von Tokyo gearbeitet und ich war froh ein Rad dort haben zu können, so daß ich das Bad Boy mitnahm. Mein Cannondale blieb zuhause für die Touren am Wochenende. Mit dem Bad Boy versuchte ich dann den Weg von meinem „Tanshinfunin“ Domizil (= Junggesellenwohnung) bis zur Arbeit in der kürzmöglichsten Zeit zurückzulegen. Das Ziel war fünf Minuten, dafür hätte ich aber konstant 3ß0 km plus fahren müssen, was im Verkehr und mit dem Rad und in normalen Klamotten etwas schwierig war.

2006 war ich dann wieder zuhause in Tokyo und arbeitete in Yokohama. Ich habe noch einmal meine ganze Forosammlung durchgesehen aus den Jahren, aber es gibt einfach keine Aufnahmen von Bad Boy und mir. Ich benutzte das Rad einfach fast gar. Entweder ich fuhr mit dem Cannondale oder dann noch lieber mit meinem brandneuen Cervelo Solist, aber mit dem Bergamont Beluga und Slipstream und Sohn oder Tochter hinten drauf. Für die Stadt was das Bd Boy auch nicht sonderlich praktisch; mit den Scheibenbremsen hatte es zwar ordentlich Bremspower, aber der Lenker war viel zu breit.

Ic h verkaufte aber dann mein Bergamont und fuhr dann öfters mit Ludwig in die Berge. Ludwig hatte den sehr positiven Drang immer neue Strecken und Ege auszuprobieren und schon bald fanden wir uns auf wenig geteerten Straßen wieder.

Dazu kam, daß ich mir Mitte 2009 zwei Finger brach, einige Woche nicht fahren konnte und erst wieder auf dem Bad Boy beginnen konnte, eben wegen Lenkerform und Scheibenbremse. So kam es, dap ich Juni 2009 zum ersten mal eine längere Tour mit dem Rad machte und zum Shomaru Toge in Saitama fuhr.

Extrem viel Slaß machte es auch in Yokoahama, wo ich zwischenzeitlich hingezogen war, im Sommer entlang des Tsurimigawa durch die mit hohem Gras zugewachsenen Wege zu fahren.

Ich entschloß micha ber trotzdem noch ein wenig Geld in die Hand zu nahmen, um das Rad für unwegsame wege aufzurüsten. Oder mir ein Cyclocrossrad zu kaufen. Zunächst aber suchte ich Ersatzräder fpr das Rad, was sich als unglaublich schwierig heraustellte. Ich war schon fast dabei aufzugeben udn mir ein SURLY Cross zu kaufen, als ich Nagai-San von Positivo fragte, der mir das ganze innerhalb von zwei Wochen besorgte und zwar von Shimano! So nageliegend, aber kein anderer Shop kam auf diese einfache Idee. Auf die neuen Felgen passten auch Schwalbe CX pro 700×28 Reifen und vorne auch noch so gerade unter die Gabel. Damit sollte ich dann gerüstet für das Gelände sein.

Anfang 2010 fuhr ich mit Bad boy hoch zu Yabitsu Toge von der Miyagase Seite aus. Obwohl diese Straße ja jeder kennt, ist das einfach immer noch eine meiner Lieblingsstrecken in Japan und (by the way) auch der letzte Pass den ich im Jun 2010 in Japan hochgefahren bin, bevor es dann endgültig zurück nach Deutschland ging. 2010 war es im Februar noch kalrt und teilweise lag auch noch Schnee, so dass ich mich mit Bad Boy und Schwalbe Pro CX Reifen einfach sicherer fühlte. Oben auf dem Pass war es kalt und schön, alles ging problemlos und ich machte mich daran auf der anderen Seite runter zufahren. Ich kam bis zum Pavilon, dort macht die Straße eines ehr steile 180 Grad Kurve. Und dort muß es wohl sehr eisig gewesen sein, denn ich legte mich richtig schön hin als Bad boy unter mir durchglitt.

Das tat richtig gut weh. Ich hatte einen dicken roten Fleck am Oberschenkel, der sich innerhalb von Stunden in einen richtig schönen lila Fleck verwandelte (die Muster meiner Boxeshorts sind in diesem Zusammenhang nicht weiter von Interesse).

Bad Boy war nichts passiert, aber wenn ich an Bad Boy heute denke, dann fällt mir sofort dieser Sturz ein.

Wenig späterfuhr ich dann mit Ludwig die 76 über Doshi Michi zum Tanzawa Ko. Die 76er Straße ist legendär. Die große Absperrung zu Beginn ist nicht zufällig und die Qualität der Straße ist wirklich mies. Da sollte man sich mit enem Rennrad nicht antun. Mit dem Bad Boy klappte das aber prima allerdings wurde ich auf dem Aufstieg leider von einer Steinlawine getötet.

Dnn ging es nach Deutschland und Bad Boy kam im 40 Fuß Container nach. Der traf am Tag vor meinem Geburtstag im September 2011 in Bremen ein, gerade rechtzeitig für den Winter. Fortan benutze ich hauptsächlich die Gazelle und Bad Boy für den Winter in Bremen. Die gazelle wenn es naß war, denn sie hatte Schutzbleche, und bad Boy wenn Schnee gafallen war oder Eis auf der Strasse. Eine zeitlang dachte ich sogar noch an eine Aufrüstung mit Spikes. Oder die billige Version mit Kabelbinder rund um die Reifen, was ja bei Scheibenbremsen möglich ist.

Im Winter 2011/12 gab es n bremen nämlich eine Mege Schnee, vor allem im Dezember. Da machte da „durchstampfen2 mit Bad Boy auch sehr viel Spaß.

Bad Boy kam dann geputzt, gefette und geölt in die Garage und wurde erst im Winter 2011/12 wieder rausgeholt. Da hatte ich aber schon das Union Fixie mit Schutzblechen und es fiel kein Schnee, so daß ich Bad Boy wiederum nur sehr spärlich benutzte. Außerdem ging mir auch die Scheibenbremsen auf die Nerven. Die rostete nämlich in de Garage immer fest und mußte dann wieder gelöst werden, quietschte und war einfach schrecklich. Daher kommen auch meine Vorurteile gegen Scheibenbremsen.

Der Winter ist nun vorbei udn Bad By steht wieder ganz hinten in der Garage. Bad Boy ist kein schlechtes rad, langsam zwar und immer mit dem Pech da zu sein,w enn ich andere, passendere Räder hatte. Ich denke ich werde es noche inmal gut herichten und zu meinen Eltern stellen und dann irgendwann, vielelicht wenn es zehn Jaher alt ist verkaufen.

Es sei denn, einer der Bremer Crosser nimmt mich endlich einmal mit in den Wald.

Alles über den bösen Jungen hier.

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Blaue Phase: Olmo Mavic Räder

Geduld. Und Geschick, daß sind die Eigenschaften die man beim aufbauen alter Räder braucht. Sonst wird es teuer oder häßlich.

Ich hatte gestern und heute ein ganz klein wenig Zeit weiter an meinem Olmo Evolution 3 zu bauen. Die Laufräder hatte ich in der Zwischenzeit fertig bekommen. Ich muß dasgen, daß das arbeiten mit hexagonalen Nippeln doch wesentlich entspanender ist als mit normalen. Dadurch kann man viel mehr Spannung auf die Speichen bekommen, ohne daß die Dinger durchbrechen oder die Eloxierung verschandelt wird.  Ich bin mit Ergebnis sehr zufrieden, das ist das erste paar Räder, daß ich soweit zentrieren konnte, daß ich nichta ufgab sondern daß es wirklich nicht mehr besser ging. Profis können das sicherlich noch besser; aber mit meinem Gerät und ohne weitere Anleitung ist für mich hier erst einmal die Grenze erreicht.

Ich holte mein blaues Olmo aus der Garage, wo es seit Oktober oder so stand und machte erst einmal die neuen Laufräder dran. DAs blau der Reifen passt nicht zum anderen blau des Rades,, die eloxierten Felgen etc. sind aber stimmig. Es ist so wie immer, wenn man alles in einer Frabe machen möchte. Es gibt so viele Tönungen, die man nicht sieht und wenn man alles zusammengebaut hat und das Ergebnis sieht, dann denkt, man. Oh, 10 Farben blau. Besser wären vermutlich schwarze Reifen oder ein zweiter Farbton gewesen, ähnlich wie beim Union Fixie wo der Rahmen blau ist, aber Sattel, Lenkerband, Außenhüllen und Reifen rot. Na ja, das wird dann Olmo Evolution Vier.

Dann monierte ich die Dura Ace Bremsen anstelle der alten Shimano 600er und das Dura Ace Schaltwerk anstelle des Golden Arrow Schaltwerkes. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch den Zug und die Außenhülle ausgetauscht. Der goldenen Jagwiere Zug sah nicht gut aus und ich hatte beim letzten Aufbau noch keine Reduizierhüllen, so daß ich den Zug mit Kabelbindern am Rahmen fixiert hatte. Diese Notlösung konnmte nun weg. Bei den Dura Ace Bremsen waren übrigens die Bremsbeläge falschrum montiert. Ich habe die nun richtig reingesetzt aber mittelfristig möchte ich diese ohnehin durch Xtreme Racepads ersetzen, die ich einfach die schönsten und günstigsten Bremschuhe/beläge finde.

Die Bremsen sind total scahrf und packen zackig zu – wie man das von modernen Rennradbremsen gewohnt ist. Nur dies sind die ERSTEN modernen Rennradbremsen, nämlich die Dura Ace 7403, die allerersten Dual Pivot Bremsen die auf den Markt kamen.

Erste Probefahrt, funktinoiert alles perfekt. Die Kett eist ein weng lasch wenn man auf dem kleinsten Ritzel vorne und hinten ist, aber es geht noch. Ist halt jetzt hinten ein 14/24er 6 -fach Regina Extra America und nicht so ein typisches Bremen Ritzel 14-15-16-17-18-19. Das obere SChaltwerkröllchen ist extrem nahe an den Ritzeln dran – und zwar an allen, keine Ahnung warum und ob das so sein muß. Aber es funktionert gut. Jetzt noch der neue Sattel dran, dann kann das Olmo wieder fliegen.

Ich mag dieses Rad wirklich sehr und freue mich darauf es bald wieder fahren zu können.

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