Archiv der Kategorie: Bad Boy

Mein Cannondale Bad Boy Hybrid MTB von 2005

Bye, bye bad boy.

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Heute morgen war Ski- und Rennradflohfarkt in den Hallen bei 1860 Bremen. Ich wollte mein Dancelli Rennrad verkaufen (ist noch da) und ein wenig Kleinkram. Ich war überrascht, dass um 9;30 Uhr, als die Türen aufmachten, bereits 20 – 30 Menschen vor den Türen warteten, um die Schnäppchen des Tages zu machen. Bilanz für mich: Ein verkaufter Schraubkranz für 10€, macht genau 5€ pro Stunde – ich wünschte es gäbe einen Mindestlohn.

Dafür gab es ein paar nette Gespräche und Treffen. Andreas war da, Jessica und Harald, Jan und seine Freundin und gegenüber von mir standen Lars und Martina und verkauften ein Zehntel ihrer Rennradschuhsammlung (ca. 20 Paare). Lars, mit dem ich seit drei Tagen „fb-befreundet“ bin hatte mich nicht erkannt, ich ihn nicht ebenfalls nicht, denn ohne Helm und Sonnenbrille hatten wir uns noch nie gesehen. Lustigerweise gab es noch ein paar andere fb-Freunde die mich nicht erkannten. Muss am neuen Bart liegen.

Da es ohnehin nächste Woche nach Mallorca geht hatte ich heute nicht das immense Verlangen in der Kälte zu fahren.

Stattdessen schraubte ich hier und da und brachte mein Cannondale Bad Boy zu seinem neuen Besitzer. Damit ist die Anzahl der Räder in der Garage (Area 51) wieder fast auf Normalpegel. Also ich weiß nicht, was andere Menschen als normal empfinden, aber drei Rennräder (Carbon, Moderner Stahl und alter Stahl), zwei Fixies (eins für die Stadt und eins für das Land) und ein Schlechtwetterrad sind ja wirklich nicht zu viel an Besitz. Ach ja, und dann noch ein Rad zum Pendeln, dass an der Uni steht und ein Bahnrad, dass im Wohnzimmer hängt. Ach ja, und die beiden Rädern, die bei meinen Eltern stehen, hatte ich noch vergessen. Und natürlich die drei Räder von Frau, Tochter und Sohn. Also normal. wenn ich mich hier jetzt nicht noch ein Klapprad gekauft hätte. Und wie gesagt, das Dancelli muss noch weg. Also, eigentlich normal.

Das Bad Boy bin ich in den letzten fünf Jahren vielleicht zehn Mal gefahren, aber trotzdem tut es mir leid, dass es geht. Ich hatte es vor fast  zehn Jahren in Deutschland gekauft und nach Japan mitgenommen. Dort bin ich auch nicht viel damit gefahren, denn meinen Domäne ist doch das Rennrad. Trotzdem gab es einige legendäre Touren mit dem Bad Boy. Einmal habe ich mich damit auf der Abfahrt vom Yabitsu Pass richtig auf die Fresse gelegt. Und ganz legendär ist eine Tour mit Ludwig über Schotterstrassen von Road 76 zur Doshi Michi bei der ich dummerweise auf dem Bad Boy in einen Steinschlag geriet und nur knapp überlebte.

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Das Bad Boy war das älteste Rad in meinem Besitz und das letzte aus Japan. Viel Glück, böser Junge.

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Sold: Cannondale Bad Boy Ultra MTB Modell 2005 Size L

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Zum Beginn der Cross Saison zu verkaufen; eine schnelle Alternative für Straße und Gelände

Diesen „Bad Boy“ habe ich 2005 gekauft für damals etwa 1.600€ und bin damit mehr oder wenig wenig in den folgenden zehn Jahren gefahren. Crossen ist nicht mein Ding, auch im Winter fahre ich lieber Rennrad, deshalb stand der Junge die letzten vier Jahre nur im Trockenen.

Die Größe ist „L“, die Rahmenhöhe etwa 50 cm, damit passt der Rahmen Fahrern die etwa 1,75 bis 1,90 groß sind.

Das Cannondale ist in einem sehr guten Zustand, es gibt keine Beulen oder Stauchungen und auch die Anzahl von Kratzern hält sich in Grenzen. Bremsen und Schaltung sind perfekt eingestellt, Verschleißteile wurden gewechselt und halten noch viele Kilometer.

Ausgewechselt wurden Kette, Reifen, Lenkergriffe, und die Scheibenbremsbeläge vor einem Jahr. Dabei wurde die hydraulische Bremsanlage entlüftet und mit neuer Flüssigkeit gefüllt, so dass nun wieder gut dosiert gebremst werden kann.

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Bremsen
Hayes hydraulische Scheibenbremsen hinten und vorne
Originalausstattung

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Schaltung
Sram X7 Rapid Fire Schalthebel
3 x 9 Gang mit Sram X-7 Schaltwerk hinten und Deore 3-fach Umwerfer vorne
FSA V Drive Kurbel und Kettenblätter

Laufräder
Felgen Mavic CXP22 geöst mit Cannondale Naben
Schwalbe CX Pro Reifen, wenig gefahren

Rahmen und Gabel
Aluminium, Matt-schwarz lackiert mit Aufnahmen für Scheibenbremsen.
Gabel passend für 26er und 700C Laufräder
Vorne mit „Federung“
Hardtail

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Anbauteile
Cannondale Octopus Pedale
Flaschenhalter
Carbon Lenkerhörnchen
Sattel Cannondale Rennrad

Bis auf die Anbau- und Verschleißteile ist das Bad Boy in der Originalausstattung von 2005. Es gibt zwei Dinge die ein Käufer wissen sollte:

Die Federung der Vorderradgabel funktioniert eigentlich nicht. Das ist nicht schlimm, da man diese mittels Lockout am Gabelschaft oben einfach ein- und ausschalten kann. Ich bin das Rad größtenteils ohne Federung gefahren. Sollte aber jemand Interesse an einem gefederten Vorderrad haben, dann müssten vermutlich die Feder und Dämpfungselemente vom Fachhändler ausgetauscht werden.

Der Sattel kann zwar benutzt werden, hat aber ein paar Risse und ein Austausch ist empfehlenswert. Da der Sattel ohnehin zum Hintern passen muss lass ich diesen erst einmal dran.

Der große Vorteil des Bad Boy Ultras sind die schmalen 700C Felgen, auf die auch die schmalen Schwalbe Pro CX 32 Reifen passen. So hat man einen schnellen Laufradsatz für die Stadt, mit dem man aber auch gut im Gelände unterwegs sein kann.

Bei Bedarf habe ich noch einen weiteren 700C Laufradsatz mit Scheibenbremsen zum Tausch der mit Rennradreifen 700C x 23 ausgestattet ist.

Das Bad Ultra ist ein sehr schickes Rad mit einer sehr coolen Lackierung auf der die Cannondale Aufkleber fast nicht zu sehen sind. Durch die sinnige Ausstattung ist das Rad eine gute Alternative für diejenigen, die schnell auf Asphalt und im Gelände unterwegs sein wollen.

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Ich würde mich freuen, wenn das Rad wieder mehr genutzt würde. Bitte einfach melden.
Ich habe den bösen Jungen auch mal bei Ebay Kleinanzeigen reingestellt für 650€ VHB.

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Winterpause.

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Langsam beginne ich doch zu glauben, dass „Globale Erwärmung“ und „Klimakatastrophe“ in den Bereich der Märchen zu verbannen ist. Jedenfalls was das Leben in Bremen angeht. Heute, am 10. März sah es so aus, als ich mit Bad Boy in das Büro fuhr. Zum Vergleich, meine Freunde in Tokyo erlebten heute einen Sandsturm:

Das ist der längste und kälteste Winter seit ….. dem letzten Sommer in Bremen … ja genau, seit wann eigentlich? Die letzten beiden Winter 11/12 und 10/11 in Bremen waren eigentlich ganz OK. Die Winter davor war ich kontinuierlich in Japan, da war es eigentlich sehr angenehm, hell, blauer Himmel, wenn  auch nicht unbedingt warm. Vor allem nicht im Haus.

97/98 war ich wohl in Düsseldorf, ich kann mich nicht erinnern. 96/97 war ich in Malaysia da war ohnehin jeden Tag das gleiche Wetter: heiß und schwül und nachmittags regnete es. 95/96 war ich in China auf der Baustelle genau hier. Dort war es allerdings schweinekalt, or allem in dem Winter davor, als für ein paar Tage die komplette Stromversorgung zusammenbrach und ich wieder mit Bleistift und Taschenrechner arbeiten musste.

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Das war also in etwas vergleichbar mit Bremen. Hilfe, ich brauche eine Winterpause.

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Jrossen: Also Crossen mit Jott

Jörg war so nett sich der widerspenstigen Hayes Scheibenbremsen meines Cannondale Bad Boys anzunehmen. Und so verabredeten wir uns bei ihm in Huchting, um im Wald crossen zu gehen. Jörg hat ein sehr schickes Trek MTB mit total dicken Reifen und Kettenblättern vorne so winzig wie Schaltwerkröllchen. Die richtigen großen Kettenblätter sind hinten an der Kassette. Ich bekam sein Trekking Bike, was auch noch Reifen hat die doppelt so dick sind wie das Zeuch, was ich sonst so an meine Rennräder lasse.

Es war der erste Tag sein langer Zeit mit blauem Himmel und die Temperaturen waren dem Winter endlich angemessen. Natürlich gibt es da gewisse Hemmungen vor die Tür zu gehen und so tranken wir erst einmal ein paar Runden Kaffee. Ich hatte sowie keine Lust in den Wald zu fahren, denn ich fahre ja eigentlich nur Rennrad.

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Dann fuhren wir aber doch los und machten erst einmal eine längere Pause bei der nächsten Gelegenheit.

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Nachdem wir uns gut aufgewärmt und Spaß hatten, fuhren wir wieder nach Hause und tranken noch ein paar Becher Kaffee.

 

 

 

 

 

 

 

Ja, so hätte das alles enden können, aber wir sind doch in den Wald gefahren, und zwar in den Fahrenhorster Wald, denn Jörg hatte schon das Programm des Tages auf seinem Garmin programmiert und wollte mir mal zeigen, wie man richtig „crosst“. Zuerst hatte ich ja alle Trümpfe in der Hand, denn auf dem Weg in den Wald fuhren wir viel über asphaltierte Straßen, wo ein Trekkingrad eben viel schneller läuft als ein MTB. Aber eben doch viel langsamer als ein Rennrad und mir kam das alles vor, als wenn ich durch eine riesige, transparente Masse aus Gelee fahren würden. Im Wald sah das dann aber auch schon wieder anders aus. Wir fahren so richtige sandige und schlammige Wege und krachten mit den Laufrädern durch das dünne Eis, das sich auf Pfützen gebildet hatte. Hey das machte ja doch Spaß, zumal es im Wald auch nicht so klar war wie draußen auf dem freien Feld. Im Gegensatz zum Rennradfahren, gerade hier oben in Norddeutschland, wo ich oft kilometerlang in die selbe Richtung fahre und sehr weit nach vorne sehe, ist es hier so, das ich sehr konzentriert bleiben musste. Beim Rennradfahren driften meine Gedanken manchmal ab in alle möglichen Richtungen, aber im Wald geht das nicht. Da musste ich immer die Wegoberfläche vor mir im Auge haben und gegebenenfalls meine Fahrlinie anpassen. Hier ist mal ein gutes Beispiel:

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„OK, Michael, fahr mal hier vor, ich mache dann ein cooles Photo von Dir!“, sagte Jörg

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„Okey-Dokey“ antwortete ich und scheiterte noch vor dem Ast über dem Weg.

Das beste aber am crossen durch den Wald ist, dass man durch den ganzen Matsch nicht laufen muß. Wir fuhren noch hier und da (angeblich „nichts technisches“) und nach ca 2:15 Stunden und 50 km landeten wir wieder zuhause bei Jörg. Machte alles Sinn, machte alles Spaß und war doch ganz schön anstrengend.

Am Abend holte ich den weiblichen teil meiner Familie ab, der per Bahn aus Oberstdorf zurück kam. Die Bahn war pünktlich, was eher selten ist. Ich lungerte ein wenig am Ausgang Bürgerweide rum und bekam so mir, dass die Bremen Sixdays am Samstag ausverkauft waren denn ich wurde mehrfach angesprochen, ob ich denn eine Karte hätte.

In der Nacht hatte ich Schüttelfrost und einen Ganzkörpermuskelkrampf. Entweder kam das vom Crossen, oder von der Tüte Salmiaklakritz die ich so ganz nebenbei Abends verputzt hatte.

Egal. Danke an Jörg für die Einführung in das Crossen. Kann auch mit Bad Boy wiederholt werden.

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Moser Forma Aufbau Teil 1a

Für Shozo, den mittlerweile 1,90 Meter großen Sohn von Achim und Tomie baue ich gerade ein Rennrad auf. 

Die Basis ist ein 60 cm großer Moser Forma Rahmen, den ich mit einer Gruppe Shimano Ultegra 6500 2×9 aufbaue. Der Rahmen gefällt mir gut, obwohl wenn ich an Japan denke und dann einen Ramen in dieser Größe sehe, dann muß ich ein wenig kichern.  Das sieht so unproportional aus, so wie ein Mann der Stelzen in den Hosenbeinen hat. Oder ein stabilerer Deutscher der in Tokyo U-Bahn fährt. Oder Radrennen.

Man kann schon gut die generelle Formensprache erahnen. Der sehr rote Rahmen sollte nicht zu dominant sein, deshalb wird alles andere bis auf das Lenkerband schwarz oder weiss. Gut passen dazu die Ultegra Naben mit Mavic CXP33 Felgen und die aufgezogenen Michelin Dynamic Sport Reifen.

Da kann das Kopfsteinpflaster kommen. Natürlich gibt es immer Ärger beim Bau eines Rades mit Komponenten, die man bei Ebay oder im Rennradforum gekauft hat. Hier sind es dann die STI Hebel. Der rechte ist Schrott, jetzt muß ich mich mit dem Verkäufer über eine Erstattung auseinandersetzen und einen neuen kaufen. All dies kostet Zeit, Geld und Geduld und gehört irgendwie dazu. Ich wünschte aber, dass ich mehr Leute kennen würde, bei denen ich blind einkaufen kann.

 

Das Moser Logo finde ich sehr chic und gut entworfen. Das gleiche gilt für den etwas massiven Rudelli Steuerkopfsatz. Der Sattel ist ein Fizik Arione – vielleicht muß der aus Budgetgründen aber wieder runter. Der Lenker ist ein schöner, klassischer 3ttt mit Kampfspuren.

So, das ganze muß noch einmal schön geputzt und poliert werden, bevor es an Shozo geht. Aber jetzt ist sowie erst einmal Aufbaupause, bis ich einen neuen STI Hebel habe.

Auch die restlichen Basteleien waren nicht gerade von Erfolg gekrönt. An meinem Union Fixie habe ich das Campa Innenlager ausgebaut, da es mit der Vierkant-ISO Aufnahme ausgestattet ist, auf der sich die JIS Dura Ace Kurbel immer wieder losvibriert. Versucht wie ein blöder die rechte Lagerschale abzubauen, bis ich feststellte, dass die gar nicht ITA sondern BSA Standard ist (Wer soll das denn bitte schön bei Campa und einem angeblichen Gianni Motta Rahmen ahnen????). Dann andersrum gedreht und ab ging das Ding. Das neue Lager, Miche Primato ist natürlich auch ITA Standard, passr also auch nicht. Ich hatte aber noch ein Campa Centaur Lager in der Schublade mit BSA, das passte auch hervorragend sein. Allerdings ist die Vierkantaufnahme ISO und die JIS Kurbel rutscht viel zu weit drauf. Mist, damit ist mein Fixie erst einmal stillgelegt.

Dann an meinen Crosser gewagt. Versucht die Bremsbeläge der Scheibenbremse aufzubiegen, da die an dem Rotot schleifen. Prima, klappt gut. Gebremst und schwupp sind die Dinger wieder komplett fest. Hilfe, kennt sich da jemand aus?

Na ja, wenn es einfacher wäre würde es auch weniger Spaß machen. So kann ich wenigstens stolz sein wenn etwas wider erwarten gut gelingt.

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Mountain Bikes

Ab und an lese ich Cross und MTB Blogs, wie zum Beispiel Querfeldeinfieber. Hobbit hätte ich wirklich gerne als Autor auch für dieses Blog. Ich habe nur ein halbes MTB, mein Cannondale Bad Boy. Ich weiss, dass ist kein richtiges MTB. Richtige MTBs sehen so aus:

via fixie collected.

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Bad Boy: Der böse Bub Eugen

Im Jahr 2000 hatte ich zwei Radkataloge zuhause: Einen von Trek und einen von Cannondale. 

Trek gefiel mir besser. Y-Foil, ui sah das cool aus. Ich kaufte dann aber trotzdem ein Cannondale R1000, einfach asu Dem Grund weil es nichts anderes für meine Größe in ganz Japan gab. Ich bin 1,86 m groß. 2005 bekam ich dann einen neuen Cannnondale Katalog und sah Bad Boy. Bay Boy sah schwarz und cool aus, war ein Mountainbike mit dünnen Rädern und hatte Scheibenbremsen und Federung vorne. So etwas musste ich haben.  Vielleicht gefiel mir auch einfach nur der Name, denn vor langer, langer Zeit war ich einmal ein Fan der Schweizer Punk Band: Der böse Bub Eugen.


Ich habe mir dann mein Bad Boy Ultra in Berlin bei einem Händler bestellt, zu meinen Eltern in Deutschland schicken lassen und dann bei meiner nächsten Geschäftsreise über Toulouse mit nach Japan genommen. Dort hat es dann der Radladen an der Meguro Dori zusammengebaut.

Im Prinzip war das Bad Boy für die Straße gemacht und auf keinen Fall für das Gelände. Es hatte normale 700er Felgen, genauer gesagt Mavic CPX33, dazu hydraulische Scheibenbremsen von Hayes hinten und vorne, eine 3 x9 SRAM Schaltung mit riesigen Ritzeln hinten, eine Federung vorne, die man ein und ausstellen konnte, den „Oktopus Pedalen“ von Cannondale und einen riesig breiten Lenker mit Rapidfire Schalthebeln. Ich fand das fahren mit diesem gerade Lenker ermüdend und habe mir erst einmal Carbonhörnchen drangebaut, damit ich einen ähnlich Griff am Berg wie an einem Rennradlenker haben konnte.

2003 bis 2005 hatte ich im Norden von Tokyo gearbeitet und ich war froh ein Rad dort haben zu können, so daß ich das Bad Boy mitnahm. Mein Cannondale blieb zuhause für die Touren am Wochenende. Mit dem Bad Boy versuchte ich dann den Weg von meinem „Tanshinfunin“ Domizil (= Junggesellenwohnung) bis zur Arbeit in der kürzmöglichsten Zeit zurückzulegen. Das Ziel war fünf Minuten, dafür hätte ich aber konstant 3ß0 km plus fahren müssen, was im Verkehr und mit dem Rad und in normalen Klamotten etwas schwierig war.

2006 war ich dann wieder zuhause in Tokyo und arbeitete in Yokohama. Ich habe noch einmal meine ganze Forosammlung durchgesehen aus den Jahren, aber es gibt einfach keine Aufnahmen von Bad Boy und mir. Ich benutzte das Rad einfach fast gar. Entweder ich fuhr mit dem Cannondale oder dann noch lieber mit meinem brandneuen Cervelo Solist, aber mit dem Bergamont Beluga und Slipstream und Sohn oder Tochter hinten drauf. Für die Stadt was das Bd Boy auch nicht sonderlich praktisch; mit den Scheibenbremsen hatte es zwar ordentlich Bremspower, aber der Lenker war viel zu breit.

Ic h verkaufte aber dann mein Bergamont und fuhr dann öfters mit Ludwig in die Berge. Ludwig hatte den sehr positiven Drang immer neue Strecken und Ege auszuprobieren und schon bald fanden wir uns auf wenig geteerten Straßen wieder.

Dazu kam, daß ich mir Mitte 2009 zwei Finger brach, einige Woche nicht fahren konnte und erst wieder auf dem Bad Boy beginnen konnte, eben wegen Lenkerform und Scheibenbremse. So kam es, dap ich Juni 2009 zum ersten mal eine längere Tour mit dem Rad machte und zum Shomaru Toge in Saitama fuhr.

Extrem viel Slaß machte es auch in Yokoahama, wo ich zwischenzeitlich hingezogen war, im Sommer entlang des Tsurimigawa durch die mit hohem Gras zugewachsenen Wege zu fahren.

Ich entschloß micha ber trotzdem noch ein wenig Geld in die Hand zu nahmen, um das Rad für unwegsame wege aufzurüsten. Oder mir ein Cyclocrossrad zu kaufen. Zunächst aber suchte ich Ersatzräder fpr das Rad, was sich als unglaublich schwierig heraustellte. Ich war schon fast dabei aufzugeben udn mir ein SURLY Cross zu kaufen, als ich Nagai-San von Positivo fragte, der mir das ganze innerhalb von zwei Wochen besorgte und zwar von Shimano! So nageliegend, aber kein anderer Shop kam auf diese einfache Idee. Auf die neuen Felgen passten auch Schwalbe CX pro 700×28 Reifen und vorne auch noch so gerade unter die Gabel. Damit sollte ich dann gerüstet für das Gelände sein.

Anfang 2010 fuhr ich mit Bad boy hoch zu Yabitsu Toge von der Miyagase Seite aus. Obwohl diese Straße ja jeder kennt, ist das einfach immer noch eine meiner Lieblingsstrecken in Japan und (by the way) auch der letzte Pass den ich im Jun 2010 in Japan hochgefahren bin, bevor es dann endgültig zurück nach Deutschland ging. 2010 war es im Februar noch kalrt und teilweise lag auch noch Schnee, so dass ich mich mit Bad Boy und Schwalbe Pro CX Reifen einfach sicherer fühlte. Oben auf dem Pass war es kalt und schön, alles ging problemlos und ich machte mich daran auf der anderen Seite runter zufahren. Ich kam bis zum Pavilon, dort macht die Straße eines ehr steile 180 Grad Kurve. Und dort muß es wohl sehr eisig gewesen sein, denn ich legte mich richtig schön hin als Bad boy unter mir durchglitt.

Das tat richtig gut weh. Ich hatte einen dicken roten Fleck am Oberschenkel, der sich innerhalb von Stunden in einen richtig schönen lila Fleck verwandelte (die Muster meiner Boxeshorts sind in diesem Zusammenhang nicht weiter von Interesse).

Bad Boy war nichts passiert, aber wenn ich an Bad Boy heute denke, dann fällt mir sofort dieser Sturz ein.

Wenig späterfuhr ich dann mit Ludwig die 76 über Doshi Michi zum Tanzawa Ko. Die 76er Straße ist legendär. Die große Absperrung zu Beginn ist nicht zufällig und die Qualität der Straße ist wirklich mies. Da sollte man sich mit enem Rennrad nicht antun. Mit dem Bad Boy klappte das aber prima allerdings wurde ich auf dem Aufstieg leider von einer Steinlawine getötet.

Dnn ging es nach Deutschland und Bad Boy kam im 40 Fuß Container nach. Der traf am Tag vor meinem Geburtstag im September 2011 in Bremen ein, gerade rechtzeitig für den Winter. Fortan benutze ich hauptsächlich die Gazelle und Bad Boy für den Winter in Bremen. Die gazelle wenn es naß war, denn sie hatte Schutzbleche, und bad Boy wenn Schnee gafallen war oder Eis auf der Strasse. Eine zeitlang dachte ich sogar noch an eine Aufrüstung mit Spikes. Oder die billige Version mit Kabelbinder rund um die Reifen, was ja bei Scheibenbremsen möglich ist.

Im Winter 2011/12 gab es n bremen nämlich eine Mege Schnee, vor allem im Dezember. Da machte da „durchstampfen2 mit Bad Boy auch sehr viel Spaß.

Bad Boy kam dann geputzt, gefette und geölt in die Garage und wurde erst im Winter 2011/12 wieder rausgeholt. Da hatte ich aber schon das Union Fixie mit Schutzblechen und es fiel kein Schnee, so daß ich Bad Boy wiederum nur sehr spärlich benutzte. Außerdem ging mir auch die Scheibenbremsen auf die Nerven. Die rostete nämlich in de Garage immer fest und mußte dann wieder gelöst werden, quietschte und war einfach schrecklich. Daher kommen auch meine Vorurteile gegen Scheibenbremsen.

Der Winter ist nun vorbei udn Bad By steht wieder ganz hinten in der Garage. Bad Boy ist kein schlechtes rad, langsam zwar und immer mit dem Pech da zu sein,w enn ich andere, passendere Räder hatte. Ich denke ich werde es noche inmal gut herichten und zu meinen Eltern stellen und dann irgendwann, vielelicht wenn es zehn Jaher alt ist verkaufen.

Es sei denn, einer der Bremer Crosser nimmt mich endlich einmal mit in den Wald.

Alles über den bösen Jungen hier.

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Colnago: Die Zukunft der Entschleunigung

Colnago hat nun ein erstes, hochwertiges Rennrad mit Scheibenbremsen vorgestellt.

Die Idee ist ja nun schon etwas länger im Raum. Die UCI hat die Anwendung von Scheibenbremsen bei Cross- rennen erlaubt, also kommt das auf die Verbraucher zunächst einmal in Form von Cross-Renner zu. Cinelli hat ja auch ein ähnliches Konzept vor kurzem entwickelt. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges, Ridley und andere haben ja auch bereits nachgezogen.

Und jetzt also auch für Rennräder. Shimano hat dieses Jahr eine „Ultegra Level“ mechanische Scheibenbremse für Rennräder vorgestellt. Diese kann man dann mit STI Hebeln bedienen. Ich vermute einmal daß diese dann auch in einen 130mm Hinterbau passen wird?

Ich bin persönlich ein wenig skeptisch, ob sich Scheibenbremsen an Rennrädern durchsetzen werden weil:

  • Das Gewicht ist einfach höher als Scheibenbremsen, und das entspricht nicht diesem ganzen Carbon Gewicht runter Trend der so propagandiert wird.
  • 11-Speed Kassette, da bleibt hinten einfach wenig Platz zum Einbau für eine Scheibenbremse. Vermutlich müsste dann ein allgemeiner 135mm Standard kommen.
  • Die Räder werden schwerer. Weil die Bremsleistung vorne muss ja über die Speichen und die Felge auf die Straße gebracht werden. Radiale Speichung ist dann vermutlich nicht mehr möglich. Und natürlich muß auch die Gabel verstärkt werden um die Hebelkräfte der Scheibenbremse aufzunehmen. All dies wird zusätzliches Gewicht bringen.

Ich habe Scheibenbremsen an meinem Bad Boy und da finde ich den größten Nachteil, das diese so wartungsintensiv sind. Bei einer Felgenbremse kann ich eigentlich alles selber machen, aber bei einer Scheibenbremse muß ich vor der Technik kapitulieren. Die Scheiben verbiegen sich auch leicht, die Beläge rosten fest, die Dinger schleifen, all das ist vielleicht auch nur spezifisch für mein Rad, aber es nervt. Vermutlich wird das technisch irgendwann in den Griff bekommen zu sein.

Photos via Italian Cycling Journalvvvvvvvvvvvvvvvvvvvv

 

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Minus Fourteen

That was the temperature in Bremen when I checked the weather forecast before I left for work. 


Nevertheless I opted for Bad Boy to take me to the university where I arrived much later than usual because I had to ride slow and carefully over large patches of exposed ice on the road. That is still much better than being left stranded at Frankfurt or Heathrow airport. Winter salt is now much in demand but also useless at this temperatures to unfreeze the ice.


My Assos early winter gloves are also now useless: Being designed for down to six degrees plus, their protective value doesn’t last for the 15 minutes ride to work.


Surprisingly enough the German postal system is still working and another batches of parts for the Galibier project arrived on Sunday and today.


I cheaply bought a set of wheels, consisting of Maillard 700 high flange hubs and Mavic rims with glued-on old tubeless tires. I am not a big fan of tubeless tires, to cumbersome in event of a puncture on the road, so I completely de-assembled the front and rear wheel. Then I de-assembled the front wheel bearings. There were only eight balls instead of nine on one side of the bearing so I will need to look for an replacement. Nevertheless I greased the bearing and started to polish the chrome of the which now looks pretty good. Supported by a red rubber bear.



I will buy some spokes and a new rim and try to built my first wheel. Well at least I will give it a try and complete it as far as I can but most likely the truing needs  to be done by a pro from a bike shop.


The same for the rear hub. The spokes on the side of the cogs couldn’t be removed so I cut them with a cable cutter. Then I went to the local bike shop and asked them to remove the cassette, which is old-style, screwed on cassette with integrated freewheel. They gave me a big laugh and told me that it is impossible to remove the cassette without the complete wheel: Opposed to modern cassettes, where only the last and smallest cog is screwed on to hold all other cogs in place and where you need to counter the against the stripping tool with a chain whip on any other cog, here need to unscrew the complete cassette with the freewheel that is screwed as one piece on the hub. So you need to counter with the lever of the rims. So it could very well be that this hub will never be usable any more at is neither possible to put new spokes in nor to remove the cassette. I should have read the Sheldon Brown advise before starting where all of this is described in detail. So let’s see if I perhaps cannot find another way.



By the way, this thing is pretty heavy, perhaps more than a set of lightweight wheels.


I also have now a almost new Shimano 600 Arabesque front derailleur. Design-wise that was my first choice for the Galibier and I am happy that I could buy one rather cheaply. I still need to de-assemble, grease and polish this baby. These derailleurs are still working friction-based and not indexed so it depends on the rider to adjust it properly while riding. It can be used with index shifters nevertheless, so I will have a wide range of options. I will probably end-up with a strange mix of components, so the re-sale value of the bike will be rather low as real connoisseurs will not be interested. But I would like to use the components I think will look best, regardless of epoch-correct assembly.



During assembly I found out that I am really a poor mechanic. For me, perhaps because of my academic-theoretical background, if a problem is intellectually solved, I am not much interested in the implementation. I guess my marriage may serve as a prime example. I am getting really impatient when the bloody handle bar can be fiddled around the bloody handle. Or the rust cannot be polished away on the hub. So perhaps by doing this kind of mechanical work I can learn to become slightly more modest, patient and thereby by also nicer to my wife.

The question is, will she be nice to me, when in due time even more nice bike that bought will arrive on our door steps. Ah, the temptations are so big in Germany and the winter is so long. So I better start working patiently on this beautiful piece of Shimano 600EX Arabesque rear derailleur. Again, this one was produced between 1978 and 1984, as the FD. The cage is open, so it is possible to remove the chain from the derailleur without opening the chain. I am not sure what this is good for, but I like this small, useless engineering details.


The Galibier, however will need some more time. I will keep posting pictures 
of it’s progress.

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Winter Goals

The morning after another day with heavy snowfall in the Bremen flatlands.

On Monday the sky was blue and the roads were dry so I took my Cervelo out of the garage for a 80 km standard spin. I made it just up to Worpswede, about one hour, when it started to snow again. There must have been some very well blue-camouflaged snow clouds somewhere up there. I had to ride about 25 km back to Bremen against the snow and the roads were slowly becoming white. The snow was rather dry and while there wasn’t sufficient quantity accumulated on the surface, it formed in small hurricane patterns. When I came home it was snowing heavily and when I left for work an hour later on the Gazelle, I was hardly able to steer through the snow.

I rode to work early in the morning the next day on the Gazelle through the snow. It is a little bit tricky to ride on a racing bike with 700 x 23C tires as every little bump below the snow forces a sudden and unexpected change of direction. I thought it as a good exercise to learn how to control a slippery bike. I was probably just thinking that and how great I was handling the steering already and how fast I could go, when I came to a crossing where I had to brake a little bit harder. I did it too hard, so that the rear wheel went to the right and me down hard on the road.

After that I thought what a bloody stupid prick I am. I am not 26 any more when I rode home in the rain on my Motebecane on a bicycle lane than was separated from the pedestrian walk by a line of randomly spaced bollards and I crashed directly with my right knee into one without seeing it. That hurted very much but I survived, nothing was broken and there were no consequences at all. Now I am 48 and every time I fall it takes weeks until all of the pain is gone and I really should consider this when making cycling decisions.

So after spending a day in the office, trying not to move at all and after another night at home, trying not to move as well, I went into the garage and refitted the Bad Boy with the winter Schwalbe tires (700 x 30C). I was reluctant to use Bad Boy in the winter, first it is very messy to clean the bike, second the paint is very sensible to scratches (strange spec for a MTB or urban hybrid) and third it has no mud guards. And forth, the last time I crashed really hard was riding down from Yabistu Toge to Hadano on Bad Boy with winter tires.

But winter in Bremen leaves me no other choices than to ride on fat tires:  The Bad Boy was placed just behind the Cervelo and the Gazelle and the electric shopping bike of my wife and the new green Giant of my son and the Peugeot Galibier frame I am working on. Which stands in front of the old Pinarello frame which I am polishing and the beautiful Peugeot I have bought recently for fun and just leaves enough space for this super cheap Pesacarola racing bike I incidentally bought and the beautiful Gianni Motta I could not resist to buy. If performance really depends on the number of newly acquired bikes, I should be ready for Paris – Roubaix.

In other words, I took me some time to get the bike out, mount a saddle, pedals, tires, saddle bag, speedmeterand lights, which took another half an hour. All of this for 15 minutes of riding to work.

After having done the commute now three times I have to say that it is actually much more fun than on a racing bike. It is also stimulating not to been overtaken by grandmothers on their sturdy Holland-bikes while trying to stay upright on the Gazelle.

On the weekend I will utilize my newly rediscovered cycling courage to ride through the white planes on the Bad Boy.

And after coming home an having enjoyed a cup of hot instant coffee, I will go to work on the Peugeot Galibier frame. I am still waiting for parts to arrive at my home and I am excited how some of the purchases, like the charge saddle, the Maillard 700 high flange hubs will look like. Although I have to admit that assembly of a bike is a tricky business, even if one has most of the tools. I wasn’t able to remove the crankset covers from the Pinarello frame and had to ask for assistance at a bike shop. I am also not able to mount the Shimano 600 rear tube shifters properly. And it was an absolute nightmare to fiddle white handle bar tape around a bullhorn handle bar. Well, this must be the fate of the Euro-cyclist, I guess.

I will post some pictures once the wheels have been mounted.
Meanwhile have fun in the snow, if you have snow.

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