Bye, bye bad boy.

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Heute morgen war Ski- und Rennradflohfarkt in den Hallen bei 1860 Bremen. Ich wollte mein Dancelli Rennrad verkaufen (ist noch da) und ein wenig Kleinkram. Ich war überrascht, dass um 9;30 Uhr, als die Türen aufmachten, bereits 20 – 30 Menschen vor den Türen warteten, um die Schnäppchen des Tages zu machen. Bilanz für mich: Ein verkaufter Schraubkranz für 10€, macht genau 5€ pro Stunde – ich wünschte es gäbe einen Mindestlohn.

Dafür gab es ein paar nette Gespräche und Treffen. Andreas war da, Jessica und Harald, Jan und seine Freundin und gegenüber von mir standen Lars und Martina und verkauften ein Zehntel ihrer Rennradschuhsammlung (ca. 20 Paare). Lars, mit dem ich seit drei Tagen „fb-befreundet“ bin hatte mich nicht erkannt, ich ihn nicht ebenfalls nicht, denn ohne Helm und Sonnenbrille hatten wir uns noch nie gesehen. Lustigerweise gab es noch ein paar andere fb-Freunde die mich nicht erkannten. Muss am neuen Bart liegen.

Da es ohnehin nächste Woche nach Mallorca geht hatte ich heute nicht das immense Verlangen in der Kälte zu fahren.

Stattdessen schraubte ich hier und da und brachte mein Cannondale Bad Boy zu seinem neuen Besitzer. Damit ist die Anzahl der Räder in der Garage (Area 51) wieder fast auf Normalpegel. Also ich weiß nicht, was andere Menschen als normal empfinden, aber drei Rennräder (Carbon, Moderner Stahl und alter Stahl), zwei Fixies (eins für die Stadt und eins für das Land) und ein Schlechtwetterrad sind ja wirklich nicht zu viel an Besitz. Ach ja, und dann noch ein Rad zum Pendeln, dass an der Uni steht und ein Bahnrad, dass im Wohnzimmer hängt. Ach ja, und die beiden Rädern, die bei meinen Eltern stehen, hatte ich noch vergessen. Und natürlich die drei Räder von Frau, Tochter und Sohn. Also normal. wenn ich mich hier jetzt nicht noch ein Klapprad gekauft hätte. Und wie gesagt, das Dancelli muss noch weg. Also, eigentlich normal.

Das Bad Boy bin ich in den letzten fünf Jahren vielleicht zehn Mal gefahren, aber trotzdem tut es mir leid, dass es geht. Ich hatte es vor fast  zehn Jahren in Deutschland gekauft und nach Japan mitgenommen. Dort bin ich auch nicht viel damit gefahren, denn meinen Domäne ist doch das Rennrad. Trotzdem gab es einige legendäre Touren mit dem Bad Boy. Einmal habe ich mich damit auf der Abfahrt vom Yabitsu Pass richtig auf die Fresse gelegt. Und ganz legendär ist eine Tour mit Ludwig über Schotterstrassen von Road 76 zur Doshi Michi bei der ich dummerweise auf dem Bad Boy in einen Steinschlag geriet und nur knapp überlebte.

0310 Inukoeji Tour Inkoeji Approach Tunnel stone mob 2

 

Das Bad Boy war das älteste Rad in meinem Besitz und das letzte aus Japan. Viel Glück, böser Junge.

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Eingeordnet unter 2014, Bad Boy, Mob

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