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City Triathlon Bremen. Familienstaffel: 2. Platz.

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Team Schädlich Unchained: Peggy-Marie; Michael Max-Taro und Ronni Francois (v.l.n.r.)

„It’s cold as hell out these mornings, and you know what the man said, the coldest winter I ever spent was the summer I spent in San Francisco.“

Dieses Zitat wird gewöhnlich Mark Twain zugeschrieben und kommt so in dem Film 48 hours von 1982 mit Eddie Murphy und Nick Nolte vor. Mein kältester Winter, abgesehen von dem Winter 1994/95 in einem ungeheizten Gästehaus bei dem auch noch für eine Woche der Strom ausgefallen war auf dem Land, gottvergessen irgendwo in China (genau hier) , ist definitiv der Sommer 2017 in Bremen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in den letzten sieben Jahren beim City Triathlon so gefroren hätte, wie heute.

Zunächst war es ja wenigstens noch trocken, als ich um halb zehn in der Überseestadt ankam und begann unser Team zu organisieren. Nachdem wir in den letzten sechs Jahren immer den ersten (vier Mal) oder zumindest den zweiten Platz in der Mixed Staffel mit einem Team der Hochschule gewonnen hatten, waren unsere Ambitionen dieses Jahr deutlich niedriger. Mit dem Hochschulteam war das auch so eine Sache: Als Schwimmerin hatten wir fast immer eine Söldnerin rekrutiert, Philipp, erfolgreicher Studienabbrecher an einer anderen Hochschule (aka Blitzrad, Lulle, Lühmann) übernahm den Radteil und lediglich Janek war wirklich Student, bis er dann graduierte und trotzdem weiter lief.

Die Organisation taten uns dann aber einen Gefallen und eröffneten einen neuen Staffelwettbewerb dieses Jahr und zwar die sogenannte Familienstaffel. Ich bin nicht ganz sicher wie in diesem Zusammenhang „Familie“ interpretiert werden muss, denn in der offiziellen Ausschreibung gab es keine Regelung dazu, aber unserer Meinung nach musste jedes Mitglied der Staffel eine Familie haben und das war definitiv der Fall. Falls wir gefragt würden einigten wir uns zunächst auf die offizielle Sprachregelung, dass ich der erste Mann von Peggy-Marie (Namen wurden leicht geändert um Unschuldige zu schützen) sei und Ronni der zweite.

Peggy-Maria, die das Schwimmen übernahm war mächtig nervös. Ich wollte ihr einen Neoprenanzug organisieren, den mir dann Schnippo netterweise lieh. Zunächst war ich überrascht, dass der Anzug nicht tätowiert war, im Gegensatz zu Schnippo und dann kannte mein Erstaunen keine Grenzen mehr als ich feststellte, dass Peggy so viel mehr Volumen aufweist wie Schnippo. Sie passte zwar in den Anzug, aber das Ding war so gespannt, das jede Bewegung unmöglich wurde. Wäre sie damit in die Weser gesprungen, sie wäre schnurstracks auf den Grund gesunken und hätte dort ausharren müssen, bis sie wieder jemand an die Oberfläche zieht. Zum Glück fand sich dann noch ein Ärmelloser Neoprenanzug für sie.

Ronni-Francois war, wie es typisch für einen Franzosen ist, natürlich wieder die Ruhe selbst. Seit Juli bin ich ja sozusagen unter Vertrag im Werksteam von Wiegetritt; weshalb ich nun erstens umsonst Teamkleidung bekommen habe, und zweitens erstaunlich oft gegrüsst, oder aber ignoriert werde. Ich mag die alten Trikots von Wiegetritt im blau-roten Design sehr gerne, weil man die wirklich auf einen Kilometer Entfernung erkennen kann. Das gibt anderen Menschen genügend Vorwarnzeit mich entweder zu grüßen oder aber zu ignorieren.

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Werksfahrer Wiegtritt (c) Andi Arbeit

Selbstverständlich war heute wieder die gesamte Elite des Rad- und Triathlonsports in Bremen entweder am Start oder wenigstens anwesend. Silvia, Silke und Ina waren wieder als Frauenstaffel dabei, Thomas, Björn und Andres starteten in der Männerstaffel, Tobi und Matthias waren mit ihren Firma unterwegs und daneben sah ich auch noch Jessica, Harald, Marc, Maren, Tim, Schnippo, Bernd, Hans-Peter, Andi, Fr. Holzberger, Elena und dieses kleine Mädchen, dessen Name mir jetzt partout nicht einfallen will. Nicht dabei war diese Frau von Urania Delmenhorst, die letztens bei der Ankunft in der Wechselzone beim Silberseetriathlon erschöpft zusammenbrach und so etwas wie spontane Wehen oder einen sehr überraschenden Orgasmus entwickelte. Während ich so überrascht war, dass ich das fotographieren vergaß, stellte ich heute fest, dass es ja doch ein Foto von ihr in den Untiefen des Netzes gibt:

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Die Wechselzone des Staffeltriathlons war heute mal wieder entlang der Kaimauer rechts des Hafenbeckens angeordnet. So ist der Weg für den Schwimmer vom Ausstieg aus dem Wasser zum Wechselplatz relativ kurz, der Radfahrer muss aber sehr lange entlang der Promenade laufen, bevor er sich endlich auf sein Rad schwingen und losfahren darf. Mit normalen Rennradschuhen geht das gar nicht gut; so das ich bereits am MTB Schuhe umgerüstet hatte mit denen man besser rennen kann. 2015 war das noch extremer, da war ich nach dem Laufen bereits so fertig, dass ich gar nicht mehr Radfahren wollte.

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In der Wechselzone mit Thomas.

Dann ging es auch schon los. Peggy-Maria war bereits im Wasser und Ronni Francois und ich warteten auf sie in der Wechselzone. Der erste Schwimmer kam bereits nach weniger als acht Minuten aus dem Wasser und so langsam füllte sich die Wechselzone. Es gab das übliche Chaos und Geschreie denn der eine oder andere steht ja da immer irgendwie im Weg um. Wir hatten uns ganz am Ende der Zone platziert, etwa drei Meter von dem eigentlich Radplatz entfernt. Peggy kam an, schaute auf den Platz und sah uns nicht, obwohl wie wie blöd „Peggy – hier!“ schrien. Der Ausdruck auf ihrem Gesicht, diese Mischung aus Erschöpfung und Verzweiflung war schon etwas ganz besonderes. Ich denke in diesem Moment war sie kurz davor sich irgendein Rad zu schnappen und alleine weiter zu fahren, wenn sie bereits alle Männer im Stich gelassen hatten.

Dann ging es für mich los und mittlerweile hatte es erst angefangen zu nieseln und dann zu regnen. Ich lief mit dem Rad die Kaimauer überholte den ersten Fahrer, der mit Rennradschuhen vor mir los gelaufen war. Dabei schaute ich auf meinen Tacho: 16 km/hr – hm, das würde dann auf Strava den Schnitt ordentlich drücken. Der Sprung auf das Rad klappte auch gut und noch vor der Einbiegung auf die Nordstrasse überholte ich die nächsten beiden Fahrer und legte los gegen den Wind und gegen den Regen. Es war ziemlich anstrengend so etwa 36 km/h zu fahren und das über 3,5 km bis zum Wendepunkt zu halten. Auf der Gegengerade kamen wir bereits die Spitzenfahrer entgegen, die den Wendepunkt umrundet hatten. Etwa einen Kilometer vor dem Wendepunkt sah ich Silke auf der Gegengerade, die also etwa 2 km Vorsprung hatte, das würde ich also schwerlich aufholen können. Auch Thomas und Tobi waren vor mir.

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Silke beisst. (c) Andi Arbeit

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Tobi beisst nicht. Bei dem sieht das irgendwie immer nach Spaß aus. So sad.

In die andere Richtung lief es mit etwas Rückenwind dann deutlich schneller mit 40 km/h. Trotz des Regens und der nassen Fahrbahn war ich deutlich zuversichtlicher in den Kurven als viele andere, da kommt einem die Erfahrung aus den Bergen und den OBKMs dieser Welt zugute. In der zweiten Runde wurde ich dann deutlich langsamer auf der Nordstrasse und teilweise ging die Geschwindigkeit trotz Griff in den Unterlenker und Blick auf den Boden auf 33 km/h zurück. Tobi und Thomas sah ich immer noch auf der Gegengerade, d.h. ich hatte nicht so viel Zeit auf die beiden verloren. Und Silke hatte ich auch einen Kilometer abgenommen und dabei noch sechs andere Fahrer überholt. Ich wurde einmal von einem sehr pro-ausgerüsteteten Fahrer stehengelassen, aber  war es dann auch. Beim zweiten Mal am Wendepunkt kam der vor mir fahrende zum Sturz. Nasse Fahrbahn und vorne zu stark bremsen ist immer ganz schlecht. Ich fragte ob alles OK wäre, und als es das war fuhr ich weiter. Vor mir überholte ich noch einen weiteren Fahrer aber dann war die Lücke bis zu den nächsten so groß, dass ich nur noch versuchte möglichst viel Power zu geben, um eine gute Zeit zu erreichen.

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Full Power. Am Rahmen kann man noch prima die Gülle von der letzten Tour mit Hannes sehen. (c) Andi Arbeit

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Thomas liegt auf der AGA Skala (Angestrengter Gesichtsausdrucks Skala) so etwa zwischen Tobi und mir in der Mitte (c) Andi Arbeit

Mein Gefühl sagte mir, dass ich ganz gut gefahren war, aber auch nicht gerad überragend schnell, wozu das Wetter auch etwas beigetragen hatte. Ich ging in die Streckenteilung, bog nach rechts ob, dann wieder nach links um auf der Rampe runter in die Wechselzone zu fahren und da passierte es.

Ich machte etwas was man neuerdings in Bremen als einen „Leichten Balitzky“ bezeichnet. Das heißt ich fuhr über eine Haufen willkürlich angeordneter, gelber Speedbumper die ich nicht gesehen hatte und bei dieser Gelegenheit riss es mir den Lenker aus der Hand. Das Rad neigte sich nach links, ich knallte mit dem Oberschenkel auf den Boden und schilderte ein paar Meter vorwärts, zum Glück Richtung Ziel.

In diesem Momenten ist na ja so mit selbstproduzierten Drogen vollgepumpt, dass man nur noch denkt: „Hoffentlich läuft das Rad noch“ und dann drauf springt und weiter fährt. Ich hatte vielleicht so 30 Sekunden Zeit verloren, aber immerhin konnte ich noch treten,das Rad rollte noch und ich kam endlich in der Wechselzone.

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Zum Glück war dem Rad nichts passiert.

Ronni lief los und ich betrachtete erst einmal meine Verletzungen: Knie, Ellbogen und Oberschenkel waren lädiert, der Schnitt im Knie war relativ tief, so dass ich mich entschied erst einmal zum Verbandsplatz zu gehen.

Die Leute dort waren sehr nett, aber der Verband den sie da angelegt hatten …. überall tropfte das Blut raus und lief am Bein runter, ich sah aus wie eine Mischung aus Boris Karloff und einer Mumie – also etwa wie Boris Becker.

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Nach dem Rennen.

Ich war komplett nass, fror und blutete. In Momenten wie diesen bin ich ganz froh, dass meine Familie da war und sich ein wenig um mich kümmerte. Also zog ich mich schnell um und ging dann zum Ziel um Ronni einlaufen zu sehen. Das tat er dann auch recht zackig, insgesamt waren wir etwa 1:14 h unterwegs gewesen und das sollte zum zweiten Platz in der Familienstaffel reichen.

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Team Schädlich unchained: Jetzt neu mit Profi-Verband

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Siegerehrung Familienstaffel

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Silke, Silvia und Ina auf dem 3. Platz in der Frauenstaffel (c) Andi Arbeit

Ein gutes Team und ein gutes Ergebnis – Danke an Peggy-Maria und Ronni Francois, das ihr mitgemacht habt.

Ergebnisse

Strava

Bis zum Sommer 2017.

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Bremen City Triathlon: Lärmschutzzone Jericho. Teil II.

Der erste Teil des Berichtes über den City Triathlon endete an einem entscheidenden Wendepunkt des Rennens: Ich stand in der Wechselzone und quatschte mit Didi.

 

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Plötzlich sah ich etwas, das aussah wie der weiße Hai nur komplett in schwarz auf mich zukommen? „Wieso“, fragte ich mich, können Haie eigentlich auf dem Land laufen?“ Eine blöde Frage, denn Hollywood hat diese ja bereits ausreichend beantwortet. Kurzform: Es geht, die können ja auch fliegen. ES war aber gar kein schwarzer Hai mit blonden Haaren, es war Isabel, die Schwimmerin des Professorenteams, die mit als eine der ersten wieder aus dem Wasser war. Ich habe das gerade noch einmal bei den offiziellen Ergebnissen nachgeschaut, es war tatsächlich die drittschnellste Zeit aller Staffelschwimmer. Das brachte mich arg in die Bredouille, denn erstens war meine Läuferin nicht da, um den Transponder zu wechseln und zweitens durften wir ja auch aus moralischen Gründen nicht vor dem studentischem Team liegen.

Egal. Da die Wechselzone dieses Jahr wieder deutlich näher an der Radstrecke lag als beim Quatrathlon letztes Jahr (Schwimmen-Laufen-Radfahren-Laufen), war ich ohne Muskelkrämpfe auf dem Rad. Ich übersah die gelbe Linie für das Aufsteigen und stieg auf das Rad. Hinter mir gab es riesig Lärm und einen Moment dachte ich, dass ich disqualifziert worden wäre. Kurzes schlechtes Gefühl. Das wurde aber dann gleich besser, als ich das Team der zweitschnellsten Schwimmerin noch vor der ersten Kurve überholte. Da lagen wir dann auf dem ersten Platz der Mixed-Staffeln, aber das wusste ich nicht.

Es ging nun die Nordstraße hoch gegen den Wind. Das machte sehr wenig Spaß und noch weniger Tempo. Ich fuhr mit 40 km/h an, merkte aber, dass ich das Tempo nicht halten konnte, auch deswegen, weil ich noch überhaupt nicht warm war. Das tut sehr weh und kurz danach wurde ich dann von den Zeitmaschinen und Philipp überholt. Zu allem Überfluss fiel auch noch der Tacho aus, so dass ich gar keine Ahnung mehr hatte wie gut oder schlecht ich war – dementsprechend demotiviert kam ich am Wendepunkt an der Waterfront an.

Nun ging es mit dem Wind zurück auf der Nordstrasse. Das macht natürlich Spaß und sofort steigt die Motivation wieder das Ding anständig zu Ende zu fahren. Ein großer Haufen RCBler hatte sich an der Ecke Überseetor/Nordstrasse versammelt und feuerte uns an – da motivierte noch mehr. Und so ging ich recht guter Dinge in die zweite Runde. Ich wurde nun auf der Nordstrasse auch von dem TCB Radfahrer überholt und ganz am Ende noch von einem weiteren. Leider gab es auf der ganzen Strecke keinen „Hasen“ vor mir den ich jagen konnte. Ich war also sehr unsicher, was meine Zeit anging, als ich vom Rennen zurück in die Wechselzone kam und erst einmal vorsichtig kollabierte. Etwas, was die Jungs vom SG Stern gar nicht lustig fanden, denn während ich da noch auf dem Boden lag und nach Luft rang wurde ich angesprochen, ob ich nicht irgendwo anders kollabieren könnte, denn „andere wollen hier auch noch fahren.“ Im Endeffekt stellte sich heraus, dass ich mit 34:01 min die beste Zeit jemals hier gefahren war. Zusammenzubrechen war also voll gerechtfertigt.

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(c) Tim: Philipp

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(c) Tim: Philipp

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(c) Tim: Silvia

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(c) Tim: Silvia

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(c) Tim: Didi Aerowunder

Wir gingen nun zum Ziel, um zu schauen, wie sich das Rennen weiter entwickeln würde. Philipp hatte für das Studententeam einen kleinen Vorsprung gegenüber dem starken TCB Team herausgefahren, der musste aber nun von Janek bis ins Ziel gehalten werden.  Die Professoren lagen OK im Rennen und die Frauen ebenfalls. Bei letzteren war es ja ehrlich gesagt das heimliche Ziel vor den Mädels von Islamic State International Tri’s (ISI Tri’S) zu liegen die letztes Jahr den 3. Platz gemacht hatten – das sollte also reichen für das Podium.

Janek lief gut, schneller als im Vorjahr, aber es reichte nicht: Der TCB Läufer holte bis zum Ziel  etwas mehr als 20 Sekunden Vorsprung heraus machte wie im vergangenen Jahr den ersten Platz, wir den zweiten.

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Weit und breit niemand hinter Janek, doch einer vor ihm.

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Dann kam auch schon relativ kurz hinterher Sina vom Professorenteam ins Ziel. Sie bog um die letzte Ecke, ihr Gesicht von Leiden und Schmerzen schwer durchpflügt. Die Studis und ich begannen zu schreien. „Lauf Sina, lauf!“ was vielleicht etwas irreführend war, denn auf den letzten 20 Meter kann man nicht mehr 4 Minuten Rückstand auf das Podium einholen. Sina begann die Rufe zu wahrzunehmen und langsam, wirklich extrem langsam, kam von ganz unten aus den Tiefen des Schmerzzentrums ein Lächeln hervor, dass sich bis zum Ziel zu einem sehr breites Grinsen entwickelte.

Melanie und ich kletterten über die Absperrung in den alkoholfreien Paulaner VIP Bereich und gratulierten allen und tranken unser Weizen. Wenig später kam auch Anika (also nicht Annika) hinzu.

Fazit: 2. Platz wie im letzten Jahr für das Studententeam. Wäre Isabel (schwarzer Hai) für das Team gestartet hätten sie problemlos gewonnen, aber wir wussten ja dummerweise nicht, wie gut der schwarze Hai ist.

14011971_1069687523117725_1199549411_n 5. Platz für das Professorenteam, so gut waren wir auch lange nicht mehr. Ohne Isabel wären wir vermutlich auf dem 8. Platz gelandet, was auch keine Schande gewesen wäre.

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Studenten der HIWL, Annika (also nicht Anika) leider schon auf dem Weg nach Hause.

7. Platz für das Frauenteam. Da hätte ich mehr erwartet, aber ein Vergleich der Ergebnisse von 2015 und 2016 zeigt, dass die Konkurrenz einfach viel stärker geworden ist. Mit der Zeit von diesem Jahr wären wir im letzten Jahr locker 3. geworden. ISI, dritte im letzten Jahr waren dieses Jahr auch nur 6. Also an sich auch ein gutes Ergebnis.

Dann fing es dummerweise an zu regnen und das Event bröselte auseinander, viele fuhren nach Hause; Philipp, Janek und ich warteten noch auf die Siegerehrung. Das heisst, sie warteten auf das Podium zu kommen und ich darauf ihnen gleich danach den Pokal abnehmen zu dürfen, denn der verbleibt im Besitz der Hochschule.

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Auch wenn es nun das fünfte Mal war, es hat immer noch Spaß gemacht und ich denke allen Andren ging es genauso. Sicher, man kann immer noch einmal grübeln, was alles hätte besser laufen können – vorher wie im Rennen. Aber es gibt ja auch immer noch ein nächstes Jahr. Bis dahin.

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(c): Tim

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Bremen City Triathlon: Golgata Waterfront. Teil I.

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Bremen City Triathlon – obwohl mit schwimmen und laufen gekoppelt ist es doch eines der vier wichtigsten Radsportereignisse in Bremen. Die anderen drei sind das Velotörn Rennen im September (der Nachfolger der Bremen Challenge), die RTFs vom RSC Gold und RCB und jedes Montagstraining vom RCB. Dieses Mal waren wir mit zwei Mixed- und einer Frauenstaffelam Start.

Ich hatte das ganze Jahr für dieses Ereignis trainiert, mehr als 8.500 km in den Beinen. Im Juli war ich sogar extra 2 Wochen in die Dolomiten gefahren, um mich bei einem Höhentraining optimal für den Triathlon vorzubereiten. Und das alles nur, um ganz sicher hinter einem unseren anderen Teams zu landen. Denn das wichtigste am City Triathlon ist, dass das professorale Gurkenteam meiner Hochschule aus verschiedenen Fachbereichen (Mixed Pickels) immer hinter dem Studierendenteam liegt. Nur wenn das der Fall ist, ist der Hochschulfrieden gesichert. Die Studierenden freuen sich und wenn man ihnen dann mal wieder eine schlechte Klausurnote verpassen muss, dann können sich die Studis immer noch auf die Schulter klopfen und sagen: „Tja, aber sportlich sind wir nicht solche Gurken wie unsre Profs.“ Damit dies auch garantiert gelingt verpflichten wir Jahr für Jahr Söldner für das Studierendenteam (völlig Fremde wie Philipp oder Absolventen wie Janek), denn leider ist es so, dass wir nicht drei sportlich gute Menschen aus den Reihen der Studierenden zusammenbekommen.

Bei den Profs ist es übrigens noch schlimmer. Da bin ich seit Jahren der Einzige und wir müssen uns ebenfalls mit studentischen Söldnern verstärken.

Die Studierenden schneiden dann Jahr für Jahr gut ab. 2012, 13 und 14 machten Sie den ersten Platz, 2015 den zweiten, die Erwartungen sind also recht hoch. Und dieses Jahr hatten wir ein ebenfalls punktuell verstärktes Frauenteam am Start; und auch dort sahen wir gute Chancen auf dem Podium zu landen. Die Professoren verlieren immer – 2012 machten wir noch einen guten 4. Platz und verpassten das Podium knapp, seitdem nur noch zweistellige Ergebnisse. Egal, die Hoffnung stirbt zuletzt an der Golgata Waterfront.

Ich melde unsere Teams im Juni an, allerdings gab es dann doch noch einige Veränderungen. Miki Berenyi konnte nicht schwimmen, doch Isabel, eine Freundin von Annika sprang ein. Linda konnte nicht Radfahren, doch Melanie sprang ein und so hatten wir das Professoren- und Frauenteam zusammen. Beim Studententeam vertrauten wir auf die erfahrenen Philipp und Janek, die das ja nun jahrelang machen und Annika, die letztes Jahr im Prof Team so schnell schwamm. Anika (nicht zu verwechseln im Annika) und Sina liefen dann für die Frauen bzw. die Professoren.

Wichtig ist es mit gutem Material Rad zu fahren. Als ich früher unvorbereitet mit dem Rennrad teilgenommen habe, wurde ich ab und an von Zeitfahrrädern überholt, etwa so wie ich auf dem Weg zur Arbeit an einer alten Frau mit Rollator vorbeifahre. So etwas passiert mir heute nicht mehr, da ich a) die beiden Flaschenhalter von meinem Rennrad abmontiere, b) die Satteltasche abmache und c) ein schickes Hochprofil Vorderrad aus Carbon benutze. Eigentlich müsste ich jetzt auch noch die Bremsbeläge austauschen, aber dazu habe ich keine Lust und ich bremse ja eh nicht.Wenn ich mit diesem Rad nun fahre werde ich ab und an von Zeitfahrrädern überholt, etwa so wie ich auf dem Weg zur Arbeit an einer mittelalten Frau mit Rollator vorbeifahre.

Zweirad Stadler Bremen - Hansator

Eine gigantische Säge aus den Tiefen des Weltalls bedroht die Menschheit in der Überseestadt.

Ich kam in der Überseestadt an, diesem innerstädtischen Juwel Bremens in dem nun ein Stadler UFO aus Independence Day Resurgence gelandet ist und fing an ein paar Runden auf dem Rad zu drehen. Der Wind kam Richtung Nordwest und war nicht zu schwach: Das hieß am Anfang die Nordstrasse gegen den Wind rausfahren und am Ende der Runde mit Rückenwind die Konsul-Smidt -Strasse ins Ziel- das konnte also interessant werden und genau umgekehrt wie in den Jahren zuvor.

Am Treffpunkt wartete bereits Philipp. Außer ihm war quasi die gesamte Elite des Bremer Radsports versammelt: Andreas OHZ, Cobra Cabana, es war fast so wie im VIP Zelt von Käfer auf dem Oktoberfest – nur ohne Gina Lisa Lohfink und Lothar Matthäus.

Melanie kam und ich stellte sie ihrem neuen Rad vor, dass ich von einer unbekannt bleiben wollender gute Fee ausgeliehen bekommen hatte. Ich dachte ich tu der guten Fee dann auch einen Gefallen und säubere Kette, Schaltwerk und Kettenblatt ihres Rades am Vorabend. Danach lief gar nichts mehr. Mal sehen….die Kette war extrem gelängt, hätte quasi schon zu den olympischen Spielen, aber in London ausgetauscht werden sollen. Da die Ritzeln vorne und hinten aber mit Dreck zugeklebt waren, lief das alles irgendwie. War der Dreck erst einmal weg lief gar nichts mehr. Mist. Neue Kette drauf. Hatte aber nur eine 9-fach – die rutschte durch bei starker Belastung. Musste also irgendwie gehen, war aber nicht optimal. Mit der gewohnten studentischen Verspätung kamen die Studenten. Wir hatten nur noch wenig Zeit und gingen gleich in die Wechselzone und machten uns bereit. Die Schwimmerin machten sich auf zum Becken und ich quatschte ein wenig mit Didi der gleich neben uns wechseln sollte.

Dann ging es gleich Schlag auf Schlag. Doch das ist eine weitere Geschichte und die folgt morgen.

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Eingeordnet unter 2016, Bremen, Mob, Rennen

Das Tripple

Das Tripple

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von | 12. August 2014 · 18:24

City Triathlon Bremen: Photonenstrecke

Lost in the Wechselzone

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Didi – yeah


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Ergebnisse Mixed Staffel

2014 2013 2012

Bericht Weserkurier

Photos Weserkurier

Bericht Syker Kreiszeitung

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Eingeordnet unter 2014, Björn, Blitzrad, Bremen, Harald, Mob, Rennen, Silke

Regen. Regen. Sonnenschein: City Triathlon Bremen

DSCF0032Philipp hörte extra vor einer Woche temporär mit dem rauchen auf und fuhr jeden Abend 50-60 km mit dem Rad, um auf den Punkt fit zu werden. Ich flog sogar eine Woche früher nach Spanien, damit ich in der Woche vor dem Triathlon nicht mehr trainieren mußte. Genau, es war mal wieder City Triathlon in der Stadt.

Man kennt das schon vom letzten Jahr, als der City Triathlon zum ersten Mal im neuen Format ausgetragen wurde und unser Team in der Mixed Staffel den ersten Platz belegte. Wie sind alle keine Multitasker und können daher nur eine Sache richtig, also kommt für uns nur eine Stafel in Frage. Und die einizieg Chance, die wir auf einen vorderen Platz haben ist im Mixed Wettbewerb, da dort die langsamsten Zeiten für das Podium reichen; na ja, bis auf diese Klasse wo die die Teilnehmern mit Rollatoren ins Wasser gelassen werden.

Wasser gab es diesmal reichlich. Ich machte morgens auf und sah durch den Fenster den Regen. Aber nur bis Björn kam, um sein repariertes Fixie bei mir abzuholen. Ich hatte nämlich vor einiger Zeit Björn ein schickes Simonato Fixie gebaut und vor ein paar Wochen rief er an und sagte, dass das Teil komische Geräusche machen würde, und ob ich mir das mal ansehen könnte. Klar, wir trafen uns mit den anderen Fixed Beards Bremen am HaW und fuhren unsere Abendrunde rechts der Weser. In der Regel unterhalten wir uns auch dabei, aber diesmal war das nicht möglich. Björns Fixie machte nämlich schreckliche, laute Geräusche. Das klang als wenn ein Betonsilo abgerissen wird. Oder die Bismarck, tödlich von einem Torpedo getroffen, in den Fluten des Atlantiks untergeht. Zwei Stunden musste ich neben Björn herfahren und mir das anhören. Für mich klang es, als wenn das Rad den Passanten zuschreien würde. „Lass Dir bloß kein Fixie von dem bauen!“ Das musste also unbedingt geändert werden und jetzte flitzt und schnurrt es wieder und murmelt: „Schon gut, schon gut!“.

Björn war auch schon nervös, denn er startete heute auch beim Triathlon als Einzelkämpfer in der Volkstriathlon Disziplin.

Als der weg war dachte ich daran, dass es vielleicht ganz gut wäre auch mein eigenes Rad auf Vordermann zu bringen. Es hing da am Montageständer und wartete auf Liebe von mir. Zärtlich sah ich es an. Es machte „Pfffttttt.“ und auf einmal hatte es einen Platten im Hinterrad – vielleicht war es aber auch der erste, jemals wahrgenommene Radorgasmus der Welt. Na ja, jedenfalls musste ich es flicken. Bei der Gelegenheit brachte ich es dann auch fertig den Schaltwerkadapter abzureissen. Zum Glück hatte ich noch einen Ersatz da, aber man merkt schon, die Nerven lagen ziemlich blank. ImGegensatz zu der Lust. die Lust lag icht blank sondern irgendwo gut eingepackt im Regal und flüsterte mir zu: „Laß mal gut sein, bleib zuhause und sei nett zu einen Lieben; was willst Du Dich da draußen im Regen sinnlos verausgaben?“ Das gute allerdings bei Staffelteams ist, dasss jeder zuhause vermutlich das gleiche anfängt zu denken, aber dann sagt man sich: „Oh Gott, die anderen warten bestimmt auf mich, ich muß da hin und darf mein Team nicht im Stich lassen!“ Die Anderen wären vermutlich froh wenn einer nicht erscheint udn sie dann auch eine gute Ausrede hätten nicht im regen zu laufen, fahren oder schwimmen, aber man weiß es halt nie genau. Und so machte ich mich auf den weg, nachdem ich meiner Familie das Versprechen abgenommen hatte auch zu kommen.

 

Es regnete schon deutlich weniger als ich am Zollhaus ankam, um die Startunterlagen abzuholen und die anderen zu treffen. Philipp war bereits da und ebenso die Schwimmerinnen unserer beiden Teams von der Hülsmann Bande plus entferntere Verwandschaft aus Bremen. Wir hatten nämlich zwei Teams am Start, einmal den Titelverteidiger vom letzten Jahr in Idealbesetzung „Studenten der HIWL“ und die neu reformierten „Professoren der HIWL“. Leider gab es nur einen einzigen Studi der HIWL und auch nur zwei Profs, die restlichen Mitglieder mussten auf dem Transfer- und Sklavenmarkt eingekauft werden. Übrigens können weder Studenten, noch Professoren schwimmen.

Jede Menge Anhang war auch da: Ich denke Björn hatte die größte Fantruppe von drei fanatischen Supportern. Zwei von denen waren allerdings unter drei Jahre alt und es war fraglich, ob die wirklich freiwillig da waren. Aber auch sonst waren jede Menge Bekannte da, Rolf Schieber startete, Matthias „Django“ Böker strich durch das Sportlerfeld, Andreas war da, Olli kam später auch nicht und auch Silke fuhr in einem Frauenteam (das dann den 2. Platz machte- Respekt).

Philip und ich fuhren jetzt erst einmal die Strecke ab. Nicht, dass wie die nicht gekannt hätten, fast jede radsportveranstaltung in Bremen wird ja aus nicht erklärlichen Gründen dort gefahren. Aber uns war kalt und wir wollten uns noch aufwäremen, bevor wir unsere Räder im Lager abgeben mussten. Es lieg auch ganz gut, es war halt nur sehr naß und als wir zurückkamen hatten sich unsere Startnummern in nichts aufgelöst. Hallo Veranstalter: Keine gute Idee das alles aus normalem Papier zu machen, da hättet ihr die Nummern auch gleich auf Hostien drucken können.

Zurück warteten wir erst einmal auf unsere Läufer. Das dies enicht so schnell sind, kamen sie recht spät. Also vermute ich mal. Neben mir stand eine Frau die von unten bis oben in gelbem Ölzeuch eingepackt war. Sie kam von der Syker Kreiszeitung und interviewte mich für die Montagsausgabe. Eigentlich war sie ganz nett, aber ich hatte den Verdacht, dass Sie entweder aus der Kulturredaktion oder dem Wirtschaftsteil kam. Ich sagte ihr, dass es wegen dem Wind heute etwas schweirig sein könnte eine gute Zeit zu fahren; sie sagte, ja auch wegen der nassen Fahrbahn. Da musste ich sie erst einmal aufklären, dasss dies für echte Rennradfahrer die mit sinnvoll ausgestatteten Fahrrädern und ohne Vollkarbon Aerofelgen gar kein Problem darstellt. Wir können nämlich bremsen und Kurven fahren, etwas was Triathlethen mit ihren Möhren nicht, oder nur sehr schlecht können. Aber trotzdem war sie recht nett. Wie überhaupt ein ganzer Haufen netter Mädels trotz des schlechten Wetters im Überseehafen waren. Ich wünschte Andreas hätte mehr Photos davon gemacht, anstatt us zum x-ten Mal auf dem Rad abzulichten.

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Dann standen wir in der Wechselzone rum und harrten unserem Schicksal. Ich kann mich dann nie erinnern, was ich da so sage, den ich bin ein wenig angespannt. Intellektuell bewege ich mich vermutlich auf der verbalen Aussagekraft von Schnarchen. Uns so steht man da, und plötzlich kommt Anna schon reingelaufen, die mal wieder eine der schnellsten Schwimmzeiten gekrault war und übergab an Phlipp der sich mit dem Rad auf den Weg machte.

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Just in diesem Moment, wie immer viel zu spät, kam meine Familie auf den Plan um mich anzufeuern. Wo war denn unsere Schwimmerin – puh dsa dauerte aber. Ich war aber nicht unfroh, denn ich mag ja diese Situationen ganz gerne, wo man das Feld von hinten aufrollen kann. Da kam dann auch Louisa, ein schneller Wechsel und schon rannte ich mit dem Rad raus aus der Wechselzone auf die Straße.

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Rennen, aufspringen und einklippen klappte recht gut (auch wenn ich das außerhalb der Zone tat und fürchtete ich würde disqualifiziert werden).

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Es ging dann auch gut los, vor mir war ein ganzer Pulk von langsamen Fahrern die ich alle brutal stehen liess. Oder so kam es mir jedenfalls vor. Das war recht angenehm, denn durch die große Teilnehmerzahl war es möglich wenigstens ab und an in den Windschatten zu gehen und das war bei dem Sturnm heute schon mal ganz gut. Pghilipp kam mir schon früh entgegen, er sah frisch aus und allzu viele Fahrer hatte ich nicht vor ihm gesehen.

Ich finde das immer wieder auffällig,wie weit vor einer Kurve viele aufhören zu treten. Und sich dann ganz viel Zeit lassen, bevor sie wieder anfangen. Das half mir noch ein paar andere Fahrer zu überholen; Schieber lasse ich stehen aber schiebe ihn vorher noch ein wenig; ich selber wurde nur dreimal erwischt und dass vermutlich von den Männerprofis auf den schnellenMöhren mit Zeitfahrhelmen. Also die so aussehen wie weiland Arnold Schwarzenegger in „Running Man„.

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Doch dann fand ich meinen Meister. Mann, ganz in schwarz, hatte ein Cyclo-cross ähnliches Rad mit Scheibenbremsen und Zeitfahraufsatz. Nachdem er mich zunächst überholt hatte, konnte er sich nicht richtig absetzen und ich blieb an ihm dran. Dann überholte ich ihn und fuhr vorneweg. Und wieder umgekehrt. Das war eine gute Motivation für uns beide alles zu geben. Hase und Igel spielen.

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Mittlerweile bin ich wieder hinter meinem schwarzen Meister. Wir fahren paralell zur Nordstrasse raus und in der Linkskurve fahr ich wieder vorweg, voll gegen den Wind der hier am stärksten bläst. Dann geht es auf die letzte lange Gerade. Vor mir drei Fahrer, nichts da, an ihnen vorbei. Der schwarze Meister kommt von hinten und geht an mir vorbei. Jetzt gebe ich die letzten Reserven und fahre mit 40 auf die letzte Kurve zu; es nützt aber nichts, der schwarze Meister ist eben genauso schnell wie ich. Sich absetzen kann er aber auch nicht. Die letzte Kurve, ich fahre die in Ideallinie aber von hinten hat sich jemand an mich herangeschlichen und überholt mich rechts zwischen Rad und Bürgersteigkante. wir kommen fast beide zu Fall. „Überhol‘ mich noch mal rechts und du spürst meine Linke“ brüll ich ihm hinterher (Nummer 746, die Linke kommt noch). Runter vom Rad, mit letzter Kraft in die Wechselzone laufen; zum Glück steht Philipp schon ausgeruht da, reisst mir den Transponder vom Bein und gibt ihn weiter an unseren Läufer Kai Menssen.

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Job getan, was jetzt noch kommt hängt nicht von mir ab.

Ich hänge allerdings auf dem Radständern und versuche wieder zu Kräften zu kommen. Also so richtig Spaß macht das ja eigentlich nicht, so lange es dauert. Und die ersten fünf Minute danach. Dann, aber kann man durchaus im Brustton der Überzeugung von Heldentaten berichten und um wie viel besser alles nächstes Jahr wird.

Jetzt müssen wir erst einmal sehen, wie unsere Läufer ins Ziel kommen. Allerdings passt mich meine Familie ab, und mein pubertierender Sohn nervt, dass er nach Hause will, was denn die ganze Scheisse hier soll und warum ich immer nur an mich sleber denke. Ich versuche nur, ihm meine nassen Socken in die Hand zu drücken. Und weil Janek vom Studententeam irrwitzig schnell unterwegs ist und ich auch noch volltrottelig erst einmal mein rad stehen lasse, sehe ich seinen Zieleinlauf nicht. Nachher stellts ich heraus, dass das Team wie im letzten Jahr den ersten Platz gemacht hat. Großartig, wenn sie das nächstes Jahr noch einmal schaffen, dann haben sie das Tripple und sich quasi bayern München des bremischen Triathlons. Der Läufer der Professoren kommt etwas später ins Ziel. Wir machen den 10. Platz, also ebenfalls einstellig (Definition von einstellig: „Eins an einer Stelle, keine weiteren signifikaten Zahlen“). Dsa ist vielleicht etwas enttäuschend nach dem vierten Platz im letzten jahr, aber wichtig ist, dass wir es überahupt geschafft haben ein Team an den Start zu bekommen und dass wir schlechter platziert sind als die Studenten. Das ist wichtig für die Atmosphäre an der Hochschule, wenn wir Profs ab und an die Deppen spielen.

Es gibt alkoholfreies Weizenbier, ich versorge meinen Körper mit lebenswichtigen Proteinen in Form von Currywurst imt Pommes and Mayo und jede Menge Feunde und Bekannte tauschen auf. Harald kommt und sieht wahnsinnig entspannt aus, seitdem er der Welt seinen Entschluß mitgeteilt hat dem Radsport zu entsagen. Wir werden Dich im Harz vermissen, Harald. Na ja, vielleicht kommst Du doch einfach mit, wir sagen es auch keinem.

Um die Wichtigkeit unserer Räder zu unterstreichen schliessen Phillip und ich unsere beiden Räder an einen Baum mit drei Schlössern fest und wir alle gehen in Richtubg Siegerehrung. Die Frauen werden geehrt und Silke kommt auf das Podium. KlatschKlatschKlatschKlatschKlatschKlatsch. Die Gewinner der Firmenstaffel sehen absolut nicht sportlich aus. Sollte uns der Teamname „Team Armstrong“ einen dezenten Hinweis geben warumd as nicht unbedingt notwendig ist?  Dann kommt unser Studenten Team auf die Bühne and nimmt Preise und Pokale entgegen. Der Pokal kommt in mein Büro in die Sammlung. Der Rest darf zwischen den Siegern aufgeteilt werden. Philipp will nicht die  schicke rosa Mütze und so fällt diese Anna zu. Für jeden gibt es einen riesigen Topf Sportnahrung und Gels und Müsliriegel und Trinkflaschen und all diese Sachen von denen man glaubt dass sie Sieger glücklich machen. Stolz zeigen die Studenten den Pokal, bevor ich diesen an mich reisse.

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Optische Täuschung, tatsächlich ist das Ding so groß wie ein Kreuzfahrtschiff.

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Bevor mir nun alle nach Hause gegangen sind, gab es noch eine wichtige Sache zu tun: Erinnerungsphotos zu schiessen. Es ist eine alte Tradition an der Hochschule, dass  sich das besiegte Team dem siegenden Team unterwerfen muß. Wir Profs (und 14jährige noch nicht Profs) liegen im Staub der Geschichte und spüren die Stiefeltritte der Sieger. Natürlich haben wir es nicht anders verdient, nicht beim Triathlon und auch sonstwo nicht und völlig unabhängig vom Ergebnis.

000 sieger und besiegte

Postskript: Nett ar es mal wieder, und dass es ab dem Start der Staffel nicht mehr geregnet hat, hat sicherlich zum Spaß beigetragen. Ich wünschte wir könnten noch mehr Teams an den Start schicken, also nicht nur „Studenten der Hochschule“ und „Profs der Hochschule“, sondern vielleicht auch „Bewerber an der Hochschule“ als Teil des Auswahlverfahrens, oder „Abgelehnte Bewerber der Hochschule“ als zusätzliche Strafe, oder einfach „Sonstige Stoffel der Hochschule“. Willst Du dabei sein? – wir sehen Dich dann 2014.

Danke für die Photos an Andreas, Olli und Harald.

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Fotostrecke City Triathlon Bremen

Triathlon startet mit dem Schwimmen. man springt dabei lässig ins Wasser….

… und versucht dabei anwesende Padelboote nach Möglichkeit nicht zu versenken.

Also nicht so.

Wenn alle Wasserenten im Wasser schön aufgereiht sind….

..geht es los hinter der gelben Mutter-Ente. wie weiland bei Konrad Lorenz.

Ästhetisch noch ansprechender als Enten im Wasser sind Männer auf Räder.

Ende ist dann wenn alles gut ist. Ist noch nicht alles gut, kann es auch noch nicht zu Ende sein.

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Ergebnisse der Mixed Staffel hier.

Alle Photos von Astrid und Bernd – Danke.

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Info zum Citytriathlon Bremen am 12. August

Nach unserem großartigen Erfolg am Silbersee (Unsere Männerstaffel machte den Dritten Platz in der Mixed Staffel Kategorie) nehmen wir nun wieder mit zwei Staffeln der HIWL (Hochschule für intensives warten und (herum)lungern) am Citytriathlon in Bremen teil. 

Unsere „Pro“ Staffel besteht aus Carola B. (schwimmen), mob (Radfahren) und Dennis W. (laufen) und wir sind diesmal bei weitem nicht so konkurrenzfähig wie unsere „Stud“ Staffel mit Anna H.  (vorgemerkt als Studentin für 2016) als Schwimmerin, Philipp Blitzrad und Bremerhaver Hafenlaufwunder Jannek S.

Insgesamt nehmen nach heutigem Stand 18 Mixed Stafeln teil, so dass ich denke, dass wir eine Chance haben auch ein gutes Ergebnis zu erreichen.  Egal was passiert, wir müssen aber ein besseres Ergebnis erreichen als Erzkonkurrent TobiLive, der mit seinem Team Wuuunderbar an den Start geht.

Ich habe die ganzen Unterlagen ausgedruckt und bringe die mit, so dass wir vorher noch alles in Ruhe sichten können. Im Prinzip ist es aber sehr ähnlich wie am Silbersee, für die, die dabei waren.

Treffpunkt

Der Staffelwettbewerb beginnt um 11 Uhr, ich denke es macht daher Sinn sich um 9 Uhr zu treffen und unsere Taktik noch einmal in Ruhe zu besprechen. Falls vorhanden bitte die orangen HIWL Poloshirts anziehen, so dass wir uns einfach erkennen können. Also um 9 Uhr genau HIER.

Wir müssen uns dann erst einmal anmelden, dazu bitte jeweils diese unsägliche „Haftungsausschlusserklärung“ ausdrucken, unterschreiben und mitbringen. Ja, ja, die Triathlonbeamten, schlimm.

Die Radfahrer müssen dann das Rad im Radpark abstellen, der sich an der Ecke Hansator/Hoerneckestraße befindet.

Es folgt dann die taktische Mannschaftsbesprechung irgendwo wo es was zu essen und zu trinken gibt.

Schwimmen

Es gibt blaue Badekappen für die Schwimmer und einen Chip mit Kettband, der am Fußgelenk befestigt wird. Geschwommen wird im Hafenbecken. Start  und Ziel ist an der Marina,  von da aus müssen die Schwimmer noch zur Wechselzone laufen. Wechselzone heisst, dass hier die Radfaher bzw. später die Läufer stehen und das innerhalb dieser Zone der Chip übergeben werden muß. Ist also genauso wie beim Silbersee.

Radfahren

Startnummer hinten mit Startnummernband Helm ausfgesetzt. Dann vom Schwimmer den Chip in der Wechselzone übernehmen, zum Rad rennen und dann mit dem Rad bis zur Straße laufen. Erst dann darf man losfahren.

Windschattenfahren ist verboten. Mist. Strecke ist hier. Die Strecke ist im Prinzip, die Bremen Challenge Strecke aus dem letzten Jahr. Es geht nur noch ein wenig weiter die Nord/Bremerhaven/Werftstrasse Weserabwärts und der letzte Schlenker am Kaffeequartier fehlt. Das heisst: Flach und windig und schnell. Viel zu wenige technische Kurven, so dass die schnellen Triafahrer auf ihren Aerorädern vorbeiziehen werden. Strategie: Shut up legs.

Eine Runde ist 10km lang, also zwei Mal fahren dann wieder zurück zum Radpark, Rad hinstellen, zur Wechselzone laufen und nun Chip und Startnummernband an den Läufer in der Wechselzone  übergeben. Läufer kann dann losrennen.

Laufen

In der Wechselzone auf den Radfahrer warten, dann Chip übernehmen und Startnummerband übernehmen. Das ist nun vorne zu tragen. Gelaufen wird Weseraufwärts an der Schlachte lang bis zur Wilhelm Kaisen Brücke und dann wieder zurück in einer Runde. Die Strecke ist hier. Die Startnummer bitte dem Radfahrer geben, denn er bekommt sein Rad nur gegen Startnummer wieder.

Feiern

Können wir dann hoffentlich hinterher, wir finden uns dann im Zielbereich. Wir werden diesmal auch wieder eine Menge Zuschauer von der HIWL und dem Forum haben, so dass wir leider unglaublich unter Druck sein werden:

Datei:England Expects Signal.svg

Erklärung, für die, die in Geschichte mal wieder nicht da waren.

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