Archiv der Kategorie: Juliane

BPBLBLB Training Camp. Letzter Tag.

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Der letzte Tag – leider nur ein halber denn um 15:30 Uhr musste ich bereits am Flughafen sein. Ich fuhr mit meinem Mokka raus nach Felanitx, parkte und machte mich mit dem Rad hoch nach San Salvador. 6 km hoch, 6 km runter und fast 400 Höhenmeter. Dieser Anstieg ist länger, härter, unbekannter und weniger befahren als der etwa 30 km entfernte berühmte Anstieg zur Cura di Randa.

Strava

Mit dem Mokka dann weiter nach Randa – hier wollte ich mich mit den anderen Positivos treffen. Bis sie mich anriefen und mir sagten, dass sie bereits oben Kaffee trinken. OK, dann mal los, schnell hoch. 5,5 km hoch, 5,5 km runter, 325 Höhenmeter. Insgesamt 23 km gefahren und dabei 725 Hm zurückgelegt – dass ist Höheneffizient.

Ein letzter gemeinsamer Kaffee, dann runter. Ich bleibe hinter Byron, der in einem früheren Leben Motorradrennfahrer war und der schnellste (sicherste) Abfahrer ist, den ich kenne.

Strava

Flughafen. Ankunft in Bremen. Kälteschock. Heute Nacht soll es bis zu minus zwei Grad werden.

 

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BPBLBLB Training Camp. Die Klassiker an Tag 2 und 3.

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Gestern ging es mit der erweiterten Positivo Espresso Mannschaft hoch zum Kloster Lluc von Caimari aus und dann runter und hoch nach bzw. von Sa Calobra. 

Wir waren am Morgen noch zu sechst, Stephen, Ayleen, Juliane, David, John und ich und fuhren langsam raus auf dem Radschnellweg von Port Pollenca nach Campanet und Selva. Davids Time Pedale brachen und er und Juliane machten sich wieder auf den Weg nach Hause. Schlecht. Gut ist allerdings, dass es wieder einen Beitrag auf dem Positivo Espresso Blog zum Thema „Cycling gear we broke“ geben wird. Passierte kurz nachdem wir die Schweine gesehen hatten, das soll doch eigentlich Glück bringen, vor allem am Ostersonntag. Also weiter zu viert.

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David J Gedächtnisphoto an dem Schlagloch des Todes in Selva. Hier wurde mal ein Lighweight Hinterrad vernichtet.

Ayleen scheuchten wir von Caimari den Berg hoch bis zur Tankstelle. Keine schlechte Leistung für jemanden, der an sich nicht Rennrad fährt; das hätte ich vermutlich in meiner prä-Rennradphase (1981-1990) nicht geschafft. War auch gut, dass Sie das mit uns gefahren ist, den Clarence zerrte seine ihm neu angetraute Frau Magda 80 km und 800 Höhenmeter über die Insel und steht nun, wir wissen nichts genaues, kurz vor der Scheidung. Mal sehen ob die beiden heute Abend zusammen auftauchen. Es ist nicht so einfach mit dem Rennradfahren, den Frauen und der Kombination von beidem. Forschung in den Grundlagen bringt heutzutage mehr und mehr Wahrheit ans Licht.

Also waren wir nur noch zu zweit, John und ich.  Wir waren noch nie zusammen gefahren und zwischen uns gab es noch kein Verständnis, wer der schnellere von uns beiden ist. Geht gar nicht. Also gab ich vorne das Tempo vor und fuhr vom Viadukt rauf zum Pass nach Sa Calobra so schnell wie ich nur konnte. Das wurde dann auf Strava auch meine neue persönliche Bestzeit, aber John konnte ich nicht von meinem Hinterrad abschütteln. Hm, Mist, das würde nun anstrengend werden.IMG_20170416_140637

Aber erst einmal ging es runter. Runter nach Sa Colobra ist langweilig. Es geht nicht richtig schnell runter, da ist viel zu viel Verkehr und außerdem dauert es auch viel zu lange. Lange genug, dass man sich ständig fragt: „Ah ja, und da muss ich nun wieder hoch?“

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Unten schnell ein Cafe und dann gleich wieder hoch. John düst vorne weg und ich sehe schon, dass ich keine Chance habe sein Tempo mitzugehen. Also esse ich erst einmal mein superfettiges Foie Gras Butterbrot auf dem Weg nach oben. Ohne Druck fährt es sich ganz angenehm da hoch. Natürlich gibt es immer wieder Fahrer die einen überholen, oder man sieht in der Ferne jemanden, den man einholen möchte, aber alles in allem übertreibe ich es nicht und bin etwa 5 Minuten hinter John am Kreisel.

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Es war an sich ganz entspannt.

 

Wir düsen dann zurück nach Lluc und nehmen die schnelle Straße von dort runter nach Pollenca. Das ist wirklich schnell, wir kommen in einen Rausch und schwupps sind wir 118 km später wieder zuhause.

Strava

Heute, am Ostermontag ist der letzte Tag von John, bevor er wieder nach London fliegt. David, Stephen, John und ich treffen uns in Port Pollenca und wollen noch einmal gemeinsam zum Cap Formentor fahren. Die Hackordnung ist vom Start an klar, denn es geht ziemlich direkt den Berg hoch: John und David vorne weg, ich dahinter, dann weiter dahinter Stephen. So kommen wir dann auch am Leuchtturm an im besten Wetter, dass ich bis heute dort erlebt habe. Es ist wie Sommer in Bremen, oder Frühling in Reykjavik. Cafe. Wieder zurück, ich bin ganz ordentlich schnell und ziehe eine Truppe hinter mir den Berg hoch – das ist gut, denn das gibt Selbstvertrauen für Liege-Bastogne-Liege.

Wir trennen uns in Port Pollenca. Stephen bleibt oben auf dem Berg, John muss zum Flughafen, David muss sich um die „Queen of the Mountain“, aka Juliane kümmern die heute Geburtstag hat und ich will noch ein paar Kilometer fahren. Zunächst aber hole ich mir bei LIDL etwas zu essen und setze mich an den Strand.

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Sommer

Übrhaupt ist die Insel so grün. Sogar in den Bächen fließt Wasser – das habe ich hier noch nie gesehen – bis auf diese Scheissregenwoche in Dezember, die ich mir letztes Jahr für meinen Malle Urlaub ausgesucht hatte.

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Ich fahre nach Petra, weil ich dort im Cafe vorgestern meine Wasserflasche habe stehen lassen. In fließendem spanisch mache ich der Kellnerin mein Anliegen klar. Die Worte fließen nur so aus mir raus, ergeben aber keinen Sinn und offensichtlich scheint sie sich an mich auch nicht erinnern zu können. Da dürfte ich meinen Charme völlig überschätzt habe. Ich gebe auf, letztendlich ist es nur eine Wasserflasche und ich kaufe mir halt ne neue und nehmen keinen Spanisch-Intensivkurs.

Zum Abschluss geht es noch einmal hoch zur Kirche Bonanny, dem höchsten Punkt heute.

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Bike leaning against almost nothing.

Zurück wird es dann richtig schnell. Ein älterer Fahrer mit Zeitfahraufsatz überholt mich, ich hänge mich dran, kein Problem. Wir fahren konstant 40 – 50 Sachen und kommen schnell nach Can Picafort und dann nach Hause. Mehr als 400 km in drei Tagen – das ist genug Selbstvertrauen getankt.
Strava

Morgen dann noch einmal ausrollen und dann in den gelb-blauen IKEA Flieger nach Bremen.

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Regen am Ende des Regenbogens.

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Pass auf Deinen Traumkörper, Schatz!“ sagte meine Frau noch, als ich mich auf den Weg zum Flughafen machte um den gelb-blauen Ryanair-bomber nach Mallorca zu nehmen. Oder vielleicht sagte Sie etwas ähnliches, oder auch gar nichts, oder ich wünschte mir nur, dass sie das gesagt hätte.

Als ich auf dem Flughafen in Palma ankam, schien die Sonne und es war angenehm warm. Ich fuhr in dem geliehenen Citroen Cactus (ist so lala als Auto, etwa wie als Pflanze) nach Lloseta, wo ich eine Finca gemietet hatte. Irgendwie war ich müde und legte mich hin. Ein folgenschwerer Fehler, denn in den verbleibenden 3 Stunden Tageslicht hätte ich locker 60 km Radfahren können. Und, das wären, nach einer Woche hier, mehr als 1/3 der Gesamtstrecke gewesen.

Danach fing es nämlich an zu regnen.In Mallorca regnet es durchschnittlich  im Jahr etwa 620 Liter pro Quadratmeter (in Deutschland zum Vergleich 750), davon kamen mehr als ein Viertel in den letzten vier Tagen runter. Nachdem ich am Donnerstag und Freitag, zunächst kurz alleine und dann mit Juliane und David, noch ein paar kurze Touren fahren konnte, war es in den letzten vier Tagen unmöglich überhaupt nur vor die Tür zu gehen. Geschweige denn ein Rad mit raus zu nehmen.

Fieserweise klarte der Himmel Abends, wenn es dunkel war, wieder auf und die Sterne waren zu sehen. Pünktlich zum Sonnenaufgang schoben sich dann wieder Gewitterwolken in verschiedenen Grauschattierungen über die Insel und schütteten sich hemmungslos aus.

Und wann soll es aufhören zu regnen? Morgen mittag, und zwar ziemlich genau dann, wenn mein Flug zurück nach Bremen geht. Wo es nach einer sonnigen Kältephase was? – Genau, anfängt zu regnen.

In meiner Verzweiflung schaute ich mir gestern Abend die Wetterberichte ganz genau an und meinte eine Ecke bei Felanitx entdeckt zu haben, die relativ regenfrei sein sollte. Da würde ich hinfahren und schlimmstenfalls ein paar Runden im Kreisverkehr drehen. Heute morgen sah das schon wieder anders aus. Aber vielleicht in Andratx um 14:00hr? Ich fuhr im Cactus dorthin, aber es regnete immer noch. Ich fuhr im Cactus zurück nach Lloseta. Links von mir, in der Tramuntana viele graue Wolken, aber rechts klarte der Himmel etwas auf. Ich kam mir vor wie diese Forscher, die nach Tornados suchen, immer auf der Aussschau wo sich einer bildet und dann im vollen Tempo dorthin unterwegs.

In Biniali packte ich das Rad aus und fuhr exakt 2 km Richtung Senchelles, bevor es anfing zu regnen. Dabei schien die Sonne, und über der Straße hatte sich ein Regenbogen geöffnet. Ich fuhr in die andere Richtung zurück, dann nach Santa Eugenia. Auch dort fing es an zu regnen. Ich fuhr wieder nach Biniali. Auch dort war mittlerweile Regen. Überall nur Regen am Ende des Regenbogens.

Gefrustet packte ich mein Rad ein und machte mich auf den Heimweg. Ich hatte noch nicht einmal 15 km geschafft. Morgen früh stehe ich noch mal ganz früh auf und suche das kleine Loch in der Wolkendecke, bevor ich mich auf den Heimweg mache.

Jetzt erst einmal zum Abendessen zu Juliane und David aus Ausgleich. Als ich das letzte Mal da war, gab es das hier:

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Cassoulet

Life has it’s compensations.

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Auf Strava

 

 

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Mallorca. The last supper.

Das ist ein Post speziell für Japaner, denn er beinhaltet Bilder von a) Restaurants und b) Essen. Ich würde einmal schätzen, dass ca. 77% aller japanischen facebook Photos sich mit diesen beiden Themen beschäftigen. Der letzte Tag auf Mallorca. Koffer gepackt, ausgecheckt, rüber zum Resort gefahren und mal wieder auf David und Juliane gewartet; da langweilig erst einmal ihren Leihwagen verschönert.

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Top Styling – Top Gear.

Zum Radfahren fehlte den Beiden die Lust und ich hatte mich verletzt, Sehne entzündet oder Muskelfaserriss, jedenfalls tat der linke Oberschenkel beim pedalieren weh und der Schmerz konnte  nicht ignoriert werden. Also, ab nach Valdemosssa mit den Autos und Mittagessen in einem kleinem Restaurant auf einem etwas größeren Platz. Das Restaurant hatte einen Chef, der aussah wie der japanische Koch in einem Ramen (Nuddelsuppen) Laden; also etwas dicklich und mit einem fetten, schwarzen Vollbart. Aus welchen Gründen auch immer sehen Köche in Nudelsuppenläden immer so aus – siehe Tampopo. Clipboard01 Und aus welchen Gründen auch immer waren sie dort Tim&Struppi Fans. IMGP1039 Jazz plätscherte vor sich hin bis wie schließlich Dinge bekamen, die wir zumindest als Kinder udn Jugendliche  nicht so gerne gegessen haben.

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Rote Beete – Kinderalptraum

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Raviolo – Camping Alptraum. Gefüllt mit Kürbis, Sosse mit Miso und schmckten trotzdem immer noch wie … Ravioli

Die Zeit verging wie im Fluge und irgendwann machten wir uns auf zu unseren Fliegern. Unser Trainingscamp war nun endgültig vorbei. Es ist genial, dass wir es schaffen uns nach all den Jahren immer noch regelmäßig zu treffen und gemeinsam zu fahren, obwohl es uns in alle Welt verstreut hat (Tokyo, Mexico-City, London, Bremen). Mehr davon. 2016 Kalifornien.

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Mallorca. Die letzten Tage.

Alle wollten ausruhen. Ich nicht. Und so machte ich mich mit viel Zeit und wenig Eile auf den Weg nach Kap Formentor.  Ich war dort bereits ein paar Mal gewesen, aber dieses Jahr eben noch nicht. Die Strasse dorthin ist seit letzten Jahr neu asphaltiert und in einem ganz hervorragendem Zustand, Dank der Förderung durch die EU. Überall an der Strasse waren im Dezember Schilder aufgestellt, die auf diesen Umstand hinwiesen und so wurde vermutlich eine Vorbedingung der EU Bürokraten für den Verbleib Spaniens in der EU erfüllt. Ich vermute einmal, dass dies so ist, denn die Bürokraten selber haben sich dem Radfahren zugewendet. Das sieht jedenfalls so aus, wenn man das Radvolk im April 2015 auf Malle mit dem von 2014 vergleicht: Wesentlich zahlreicher, viele graue Haare, auch auf den Waden, viele Frauen die ihren Männern hinterherhecheln und eine sich deutlich öffnende Diskrepanz zwischen Leistungspotential und Material: Unten Zipp Räder, darüber Zapp Bauch. Nein, ich will das nicht kritisieren, ich bin nicht der Ansicht, dass man Ahnung vom Radfahren haben muss oder einen bestimmten Leistungsstandard (nämlich knapp unter dem eigenen)  haben sollte bevor man nach Malle darf, oder Radfahren irgendwie elitär sein sollte. Nein, ist mir alles völlig egal. Es sind lediglich mehr ältere Radfahrer auf Malle. Punkt. Ach so ja: und Frauen. Punkt. Und die sehen nicht unbedingt alle so aus, als hätten sie viel Spaß. Kein Punkt. Da ich es gar nicht eilig hatte und gemütlich den ersten Hügel hinauffuhr und auf der anderen Seite wieder runter, nahm ich mir vor einmal weiter geradeaus zum Strand Formentor zu fahren, denn dort war ich, weil immer auf der Suche nach neuen KOMs, bisher noch nicht gewesen. Es gibt dort einen Strand, ein Hotel, ein gutes Restaurant und ein paar exklusive Wohnhäuser, zum radeln ist das alles aber eher uninteressant. Und so machte ich mich weiter auf den Weg zum Leuchtturm. Etwa drei Kilometer vor dem Ziel fing der Nebel an vom Wasser her auf die Insel zu treiben und der Leuchtturm selber war gerade noch so in der Ferne zu erkennen.

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Nebel vor Kap Formentor

Es wurde auch recht kühl, wenn auch nicht direkt kalt. Auch ein erstes Mal, denn bisher war das Wetter dort immer sehr gut. Vielleicht ist das die Rache Spaniens an der Europäischen Union.

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Blick von Kap Formentor

Am Leuchtturm angekommen holte ich mir erst einmal einen heißen Kaffee und ein Stück Apfelkuchen und wärmte mich auf. Es waren nicht allzu viele Radler da, ein paar Leihwagen und ein sehr schickes Porsche Cabrio mit einem Typen und drei Mädels. All dies war deutlich durch den Nebel zu erkennen, ebenso wie der Blick nach Süden. Auf dem Rückweg kam ich hoch auf den Pass, der einen Ausblick von der einen Seite der Bucht auf die andere gibt.

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Blick über die Bucht auf die Berge der gegenüberliegenden Landzunge

Über den Wolken waren die Bergspitzen der anderen Seite sichtbar und trieben scheinbar wie Eisberge im Wasser ihrer titanischen Bestimmung entgegen. Normalerweise sieht man hier ja Fotos von Rädern und Menschen vor Landschaften, aber hier waren die Landschaften einmal deutlich wichtiger. Zurück vom Kap fuhr ich Richtung Pollenca und dann eine Stichstrasse rein zur Küste nach Cala Sant Vincenc; ebenfalls ein Ort wo ich noch niemals gewesen bin. Hier setzte sich Don Pedro zwei Denkmäler, zunächst in Form eines Denkmals, später in Form einer riesigen Hotelanlage.

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Don Pedro in persona links, Don Pedro in betonica rechts

Schönes Dorf, da könnte ich mir auch vorstellen einen Sommer am Strand zu verbringen ohne zu radeln. Ich nahme den Weg zurück auf die Hauptstrasse, cruiste ein wenig durch Pollenca und wollte mich dann durch die Felder wieder nach Hause machen, verlor aber den Weg komplett. Stattdessen fand ich eine neue, schöne kleine Strasse direkt nach Alcudia. Insgeamt wenihe Kilometer, aber eben auch sehr unstressig und viele neue Entdeckungen. Am Abend vorher feierten wir Julianes Geburststag, den sie ja fast jedes Jahr in Mallorca hat. Mittlerweile ist sie halb so alt wie David. Wir sassen mit den US Boys, die ihren letzten Tag auf Mallorca hatten, bevor sie wieder nach Kalifornien, Chicago und Pittsburgh flogen, bei gutem Wein, sehr gutem Essen und vielen Reden in einem alten Gemäuer und unterhielten und prächtig. Ich mag ja dieses Redenschwingen bei Abendessen, diese Beschwörungen der ewigen deutsch-amerikanischen Freundschaft, die Aussicht sich nächstes Jahr in Süd-Kalifornien statt in Spanien zu treffen,  oder die fundamental unterschiedliche Bewertung der britischen Monarchie. Dummerweise macht jede Menge Spaß am Abend, wenig Spaß am nächsten Morgen .. woran liegt das? Strava Tag Sechs Am Abend spät war Stevie gekommen. Ihn kenne ich auch schon seit Urzeiten, genauer gesagt habe ich ihn, den Iren, auf einer RTF in Japan kennengelernt, der Tour den Noto 400.  400 Kilometer in drei Tagen, recht hügelig, irgendwo auf der falschen Küstenseite in der japanischen Provinz. Stevie lebt jetzt wieder in London und er ist bei den meisten Positivo Espresso Trainingcamps dabei.  Juliane und David hatten wenig Luist zu fahren und so machte ich mich spät mit Stevie und dem Auto auf den Weg nach Petra. Von dort aus fuhren wir hoch zu einer Kirche, die, wie Kirchen und Tempel es so häufig an sich oben, ganz oben auf einem Hügel stehen, der Ermita de Bonany („Einsiedlerei zum guten Jahr“ auf Deutsch). Ich war noch nie dort gewesen und Stevie hatte ich verschwiegen, dass wir da hochfahren würden, da er gerade nicht so dolle in Form ist und sich auf einen ruhigen Tag freute. Er hatte trotzdem seinen Spaß, denn wir überholten einen Haufen tschechischer Mädel in sehr schicken Radklamotten auf dem Weg nach oben und genossen dort die Aussicht über das weite Land.

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Noch mehr Landschaft. So langsam sollte es aber reichen.

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Der Eingang zur Erimitrage

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Tschechen links, unsere Räder rechts

Unser eigentliches Ziel war Cura die Randa, eine Kirche auf einem Hügel (kommt bekannt vor), aber der Hügel ist höher, ragt wie ein Block aus dem flachen Land hervor und die Kirche ist bekannter und m,ehr Radler sind oben. Bis dahin war es ein recht weiter Weg, immer einen Anstieg hoch und auch immer gegen den Wind. Wir waren endlos langsam. Und als wir dann unten im Dorf Randa ankamen verließ ich Stevie und eilte den Hügel hoch auf der Suche nach meiner Form. Und er auf der Suche nach seiner. Und als wir uns oben wieder trafen bestellte ich im Cafe einen Hamburger und er zwei Bier und wir hatten ein paar ernsthafte Männergespräche die nichts im Radfahren zu tun hatten. Und dann fuhren wir wieder runter.

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Unten in Randa

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und wenn man genau hinschaut…

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sieht man Stevie und mich

Dann mit dem Wind und die Anstiege runter … wir warfen einfach so viel schneller und besser und ruckzuck zurück. Strava

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Ikonisch. Mallorca. Mist. Teil II.

Also, wir waren in Sa Calobra, tranken Kaffee, aßen Kuchen und vertrödelten die Zeit, immer im Hinterkopf den Gedanken habend, dass wir entweder da wieder hochfahren müssen, oder aber ganz peinlich die Fähre nach Soller nehmen, um diesem Ort zu entkommen.

 

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Kuchen zum vergessen

 

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Bloß nicht auffallen.

Interessanterweise kam just in diesem Moment eine Fähre an, die voll mit Radfahrern beladen war und die alle noch die ca 680 Meter Höhendifferenz und 10 km lange Steigung zum  Col de Reis hochfahren wollten. Völlig unverständlich.  Nach und nach machten wir uns auf den Weg, zunächst David und Mike, dann ich alleine, denn ich wollte mein eigenes Tempo fahren und dann Juliane und Byron gefolgt von Tom und Rob. OK, ich will nicht lügen, ich wollte möglichst schnell hoch und ich hatte mich bei Strava umgeschaut, ein 12 km/hr Schnitt und eine Zeit unter 49 Minuten würde mich in die vordere Hälfte der Ergebnisse katapultieren. Und so machte ich mich auf den Weg. Es war auch wesentlich einfacher als das letzte Mal, 2013, als ich hier hochgefahren war. Ich überholte den einen oder anderen Fahrer und wurde selber nur selten überholt. Ca. 200 Meter unterhalb des Gipfels traf ich auf Mike, vor dem ich wirklich Respekt hatte, dass er diesen Anstieg auf sich nahm. Kurz vor dem Gipfel ging mir fast die Luft aus und ich wurde langsamer, aber wenn das Ziel so nah ist und David so ca. 50 Meter vor mir, dann ist das noch einmal ein Grund alles zu geben. Und ich war oben.

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Mike und Rob zum zweiten Mal auf dem Col de Reis

 

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Himmel genau über dem Col de Reis

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John O

Nachher auf Strava zeigte sich dann zuhause, dass ich 48:51 Minuten gebraucht hatte, zum Vergleich, die besten brauchen 20 Minuten weniger. Ich war irgendwie zufrieden, und wenn ich zufrieden bin, dann mache ich aus Dankbarkeit ein Photo meiner Beine:

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Zwei unrasierte Rettiche plus aerodynamische SIDI Schnallenführung

Meine Beine sehen nicht gut aus, also nicht so Radfahrermässig. Lange Zeit glaubte ich, dass würde daran liegen, dass meine Beine nicht rasiert sind. Juliane im Vergleich uns sehr schöne, lange, braune und vor allem haarfreie Beine die mein Vorbild sind, und ich dachte, wenn ich nur meine Beine rasieren würde, dann würde ich so aussehen wie Juliane, also beinmässig, mit dem Rest bin ich an sich ganz zufrieden.

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Juliane mit Beinen

Irgendwann einmal, als ich nichts zu tun hatte, schnappte ich mir einen Rasierer und fing an mir die Beine zu rasieren. Als ich fertig war, schaute ich mir das Ergebnis im Spiegel an. Ging gar nicht. Ich sah überhaupt nicht aus wie Juliane, sondern wie ein dickes, japanisches Schulmädchen. Die haben schon mal Beine wie ein „Daikon“, das ist eine japanische Art des Rettichs:

Meine Beine, rasiert (in etwa).

 

Danach habe ich dann aufgehört mir die Beine zu rasieren.

Wie man sich denken kann, war die Pause oben am Pass relativ lang, da ich mir sehr lange Gedanken über Rettiche machen konnte. Das runterfahren war dann sehr schnell und prickelnd; und wir machten uns auf den Weg heim über Lluc, Selvia und campanet, also genauso wie wir gekommen waren. War ziemlich schnell.

Juliane hatte an dem Abend Geburtstag, also genauer gesagt schon den ganzen Tag und so gab es ein prima Essen in Alcudia mit dem der Tag zuende ging.

Gefühlt war das auch das Ende des Mallorca Trips, denn da war schon klar, dass alle anderen Touren nur noch halb so lang, so hoch und so schnell würden.

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Ikonisch. Mallorca. Mist.

Malle Tag 4.

Der letzte Tag mit der US Truppe, also muss etwas ikonisches her, im Sinne von „unvergeßlich“. Schmerzen eignen sich dazu ganz hervorragend, besonders dann wenn sie noch am nächsten Tag anhalten, elf Stunden lang in der Economy Class im Flieger nach San Fransisco. Erst dann ist ein Radabenteuer „ikonisch“.

Als typischer Deutscher war ein typisch pünktlich um 10 Uhr zum vereinbarten Zeitpunkt am Resort, um eine der beiden Varianten zu erleben, die bisher jeden Morgen passierten: Variante Eins: Ich bin zum verabredeten Zeitpunkt am Treffpunkt und niemand ist da. Variante zwei: Ich schummele mich in den Frühstücksraum und alle sind noch beim essen. Auf diesem Mallorca Trip habe ich gefühlt mehr Zeit gewartet, als ich Rad gefahren bin und das nur, weil ich in einem anderen Hotel als alle anderen übernachte. Denn sonst könnte ich auch beim Frühstück abhängen.

Egal, wir machen und auf den Weg von Pollentia nach Campanet, Selva und Camari, wo der Anstieg in die Transmontana beginnt. Die Sonne scheint, wir sind schnell unterwegs aber ich halte mich zurück, denn das wird ein langer Tag.  In Selva lotse ich erst einmal David um den „Kanaldeckel des Todes“; dort fuhr er vor drei Jahren mit seinem Vorderrad rein und das löste eine unschöne häusliche Debatte über seine Dämlichkeit aus.

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Von rechts nach links: Julianes Hand, Rob, David und der Kanaldeckel des Todes

Es beginnt der Anstieg nach Lluc, oder genauer gesagt zu der Repsol Tankstelle dort in der Nähe. Warum ist das eigentlich ’ne Tanke? Ich habe da noch nie jemanden tanken sehen, ist auch ganz unmöglich da mit dem Auto reinzufahren, da kontiniuerlich von Radfahrern blockiert.  Man könnte da Millionen mit Energieriegeln, Fahrradschläuchen und leichteren Carbonrahmen verdienen, stattdessen wird dort kein Sprit verkauft.

Ich nehme den Anstieg leicht und fahre ihn im wesentlichen mit 130er Puls hoch. Wie das so ist, ein paar Radler überhole ich, werde aber auch selber ein paar Mal überholt. Am Ende kommt eine Triathlet mit seinem Ceepo Rad und ich klemme mich an sein Hinterrad. das bringt die letzten Meter bis zur Tankstelle.

Nach einer kurzen Rast, bei der Mike zu uns stösst, geht es weiter in Richtung Puig Major und dann rechts hoch die Strasse zum Col de Reis, mit 680 Meter dem höchsten Punkt heute. Wieder eine kurze Rast.

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Und dann geht es schon rasend schnell runter nach Sa Calobra.

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IMGP1016wird fortgesetzt.

 

 

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Blockpost.

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Gestern eine Tour mit Verzögerung. Wir wollten um 10 Uhr los, aber bis wir dann endlich alle auf dem Rad sassen und fuhren war es 12:30 Uhr. Und dann wollten wir eigentlich im Uhrzeigersinn die Corniche fahren, aber gleich die erste Abzweigung die wir nahmen war falsch und wir mussten einen bisher nicht gekannten höllischen Anstieg hoch. Das war schon die Wada/Kazahari Rindo Klasse, die wir aus Japan kennen, und daher gab es dann oben auch das typische Positivo Photo.

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Und das war übrigens noch nicht mal der Pass, das glaubten wir nur irrtümlich. Es war vielleicht keine so gute Idee, diesen Pass zuerst zu fahren, denn danach war erst einmal die Luft raus. Auch aus meinem Hinterrad und so brauchten wir die ganze Corniche zwischen Banyalbufar und Andratx plus zwei Kaffee und ein Omelette auf dem Marktplatz dort um uns wieder zu erholen. Das heisst die, die noch übrig waren.

Anschliessend dann zwei bekannte und bekannt schöne Anstiege von Andratx nach Es Capdella und von dort hoch nach Gallilea. danach waren wir dann wieder so fit, dass es noch eine irre Abfahrt bis nach Establishmentes gab.

Insgesamt 8:30 Uhr unterwegs mit Treffen und Anfahrt und gerade mal 80 km Rad gefahren. Das ganze ist Teil eines perfiden Plans, das Image gründlicher deutscher Planung, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit in den Augen der Amis zu zerstören.

Ein Tag später

Es tröpfelt schon als ich mich auf den Weg zum Resort mache um die Truppe zu treffen und dann dauert es wieder ein einhalb Stunden bis wir zu dritt (Juliane, david und ich) auf dem Rad sitzen und richtig Alcudia fahren. Wir wollen raus zu dem Militärstützpunkt auf der nicht-Formentor Seite der Bucht von Alcudia. Dort ist gerade die halbe spanische Armee mit Luftunterstützung aufgefahren und probt die Invasion Mallorcas. Das ist das Druckmittel, dass die spanische Regierung in den Händen hält, um die Rückzahlung deutscher Euro Schulden zu verhindern. Tja, mit Reparationszahlungen ist hier ja wohl nichts, aber Deutschland ohne Mallorca – das wird hart für viele Menschen.

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Oder vielleicht müssen die Spaner auch gar nichts zahlen, wenn sie sich verpflichten die Strasse nach Kap Formentor immer in einem guten Zustand zu erhalten.

Wir sitzen im Cafe und schauen, was die Gegend fern und nah so bietet.

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Aber irgendwie ist heute die Luft raus. Das Wetter ist schwül, Lust zu fahren ist wenig da nach dem Tag gestern.

Dann machen wir eine schreckliche Entdeckung an der Küste:

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Riesige Tofubrocken sollen die Küstenlinie gegen Errosion sichern.

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Auf diese Art und Weise wird natürlich niemals die natürliche Schönheit japanischer Küstenlinien erreicht werden.

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… wie sie hier exemplarisch zu erkennen ist.

Ich hätte niemals gedacht, dass sich Spanien technisch auf so einem niedrigen Niveau bewegt. Den Rest des Tages ärgere ich mich mit meinem Rad rum und bin auf der Suche nach einem Laden der es repariert. Endlich, um 17:00 Uhr ist es geschafft und vor lauter Frust und Dankbarkeit fahre ich noch den ersten Hügel nach Formentor hoch – und dann reicht es auch für heute schon.

Komischer Tag.

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A Tuesday on Mallorca.

IMGP0993Ruhetag angeblich. Mit den US Boys.

https://www.strava.com/activities/285241242

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Eroica 2013

Eroica 2013 David, Juliane und noch einer

David und Juliane bei der Eroica 2013 mit einem anderen, jüngeren Teilnehmer. Report wird folgen.

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