Archiv der Kategorie: Juliane

Eroica 2013

Eroica 2013 David, Juliane und noch einer

David und Juliane bei der Eroica 2013 mit einem anderen, jüngeren Teilnehmer. Report wird folgen.

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Blogpause. Ende.

Die letzte Woche haben wir in Spanien in der Sierra Nevada verbracht. 

Wir das sind meine alten Freunde aus Positivo Espresso Zeiten in Tokyo, die es mittlerweile in alle Welt verschlagen hat: Juliane und David leben mittlerweile in London, Stephen ist derzeit in Hong Kong, ich lebe in Bremen und einzig und allein David ist noch in Japan verblieben. Wir hatten uns eine kleine Villa hoch in den Bergen gemietet auf fast 1.700m Höhe, dort wo die asphaltierten Straßen bereits aufgehört hatten. Höhentraining sozusagen und Einsamkeit. Eine Woche sind wir (fast) jeden Tag Rad gefahen durch die Berge der Sierra Nevada und selbst kurze Strecken von 40, 50 km hatten meist 1.000 Höhenmeter oder mehr zur Folge.

Abends sassen wir auf der Terasse oder vor dem Pool, tranken Rotwein, rauchten dicke Zigarren und quatschen aus die Seele aus dem Leib da wir uns lange nicht mehr gesehen haben und uns viel zu gut kennen. David  hat bereits auf dem Positivo Blog einen ersten Beitrag darüber geschrieben.

Radtechnischer Höhepunkt war die Tour auf den Pico de Veleta, mit fast 3.400m der zweithöchste Berg in Spanien. Wir starteten inPino Genil, quasi ein Vorort von Granada auf Höhe 750m und fuhren recht langsam die verkehrsarme Straße hoch. Ziemlich langsam, denn auf uns wartete ja ein längerer Anstieg, den niemand von uns kannte. auf 2.500m Höhe gibt es einen Parkplatz und die öffentliche Strasse hört auf. Es folgt eine verfallene, schlecht asphaltierte Straße die einen dann fast bis zum Gipfel bringt und die sukessive immer schlechter wird. Auf Höhe 3.300 muss man dann mehr schieben als man fahren kann. Wir hatten den Gipfel vor Augen, das reichte uns.

Vom Parkplatz oben ab zurück fährt man quasi mit 50, 60 Sachen konstant zurück bis zum Start. Das macht Spaß, ist eine schöne Belohnung für den Anstieg und nach 45 Minuten bereits wieder vorbei. Auch hierzu gibt es bereits einen netten Post von David. Es bleibt also wenig zu schreiben. Die Qualen des Aufstiegs von 1.000m Höhe bis zum Gipfel lassen sich aber gut visualisieren.

 

 

 

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Fixed Gear Girls Taiwan vs. Geared Girl Mallorca

Neues von der FGGT Website:

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Farblich sind die drei Farben Pink nicht gut auf einander abgestimmt. Abgesehen davon ist mir aber auf Mallorca aufgefallen, dass Pink die Modefarbe der Saison wird. Jede Menge Pike Jerseys, nicht nur von Frauen, sondern gerade auch bei Männern. Ein Haufen Iren in pinken Jerseys? Kein Problem. Leicht schwule, pinke, Zebrajerseys a la Mario Cippolini? Auch kein Problem für deutsche Radler in den Funfzigern.

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In Taiwan. Auf Malle sehen Mädels (Juliane) eher klassisch aus:

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Zurück aus Malle. Und alles was ich mitgebracht habe ist dieses lausige Photo.

Zurück in Bremen war ich zunächst einmal überrascht über den lauen Frühlingsabend, der am Flughafen auf mich wartete. Das hatte ich nicht so in Erinnerung und mir viel kälter vorgestellt. Nach fast drei Stunden im Flieger von Ryanair sind die Erwartungen an die Welt draußen aber auch gedämpft.

Berichte vom Radfahren auf Mallorca beginnen in der Regel damit, zu beschreiben wie toll es war, wie viel Kilometer und Höhenmeter man zurückgelegt hat und wie nun das Leben komplett anders wird und man auf den guten Trainingsleistungen auf der Insel aufbauen wird. Dazu gibt es dann jede Menge Fotos auf dem Rad, am besten auf dem Weg runter nach Sa Calobra. All‘ dies ist schön und hat seine Daseinsberechtigung, wurde aber auch schon hundert Mal beschrieben.

Neu war dieses Jahr, dass wir uns ein Auto gemietet hatten, und zwar einen dicken, protzigen Ghetto BMW X3, die Räder hinten reingeschmissen haben und damit von unserer Basis in Pollenca im Nordosten aus in andere Teile der Insel gefahren sind, um neue Straßen zu erkunden.

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Da ich bereits zweimal im Südwesten war, in Paguera und in Port Anthradx kannte ich dank Fabian bereits einige der schöneren Anstiege dort. Wie zum Beispiel diesen:

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In den Ort rein, dann hoch zur Kirche und genau um fünf nach zwei ankommen. Später mehr.

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Unterwegs mit der Klassikerin

In der Woche erreicht mich die sehr erfreuliche Nachricht, dass Juliane aus London nach Bremen kommen würde.

Prima, ich freute mich schon sehr, denn Juliane hatte ich nicht mehr gesehen, seitdem sie Anfang September in London geheiratet hatte. Sie war nun auf Besuch in Berlin und Hamburg und wollte das Wochenende bei uns verbringen. Das würde ja ein sehr Rad-intensives Wochenende werden, dachte ich mir,und fuhr am Samstag zur Vorbereitung in das GVZ.

Freitag Abend kam Juliane spät aus Berlin. Den Samstag begannen wir mit medidativem Kurzschrauben an meinem neuen Moserrahmen, den ich gerade für Shozo aufbaue. Ich war so medidativ in die Arbeit versunken, dass ich die Kette falsch herum zusammennietete. Das sah dann so ähnlich wie eine Sicherung gegen Wegfahren aus. Selten daämlich. Also dachte ich, dass es nun Zeit wäre die Arbeit erst einmal ruhen zu lassen.

Wir machen uns dann fertig zur Ausfahrt. Juliane zog meine sehr schönen, alten VICINI CESENA (als Vicini ist das für Cesena was Chesini für Verona und Sambi für Ravenna ist)  an mit passender Liquigasmütze und zur Sicherheit einer Pudelmütze darüber. Sie durfte sich eines meiner Räder aussuchen und entschied sich für das Panasonic PR4000. Eine gute Wahl.

Wir waren gerade losgefahren, als mal wieder die Kurbellagerschrauben an meinem Union Fixie losgingen. Das ist vermutlich deswegen, weil die Dura Ace Kurbel einen JIS Vierkant, das eingebaute Innenlager von Campagnolo aber  ISO Vierkant ist und die sich nicht mögen. Also fuhren wir erst einmal wieder zurück und ich zeigte Juliane das Universum.

Ich bin nicht gerade ein riesiger Fan des Inneren des Universums, aber von außen finde ich das Klasse. Ich mache da gerne Photos von meinen Rädern, das Colnago Super XL 1988 habe ich zum Beispiel dort auf der Treppe fotographiert und davor auch schon das Union Fixie.

Wir fuhren dann erst einmal nach Hause, packten zur Sicherheit eine Menge Werkzeug ein und fuhren dann raus Richtung Lilienthal, aber die Wümme und dann auf der rechten Seite der Wümme Richtung Ritterhude. Ich mag diese Strecke ja sehr, so leer, so schön, und wenn man erst einmal die ersten 3 Kilometer Kopfsteinpflaster überstanden hat auch so schnell. Ich zeigte Juliane auch „die Schleuse“, „das Haus am Walde“ und „das Kiosk zur gelben Gefahr“,also alle wichtigen Treffpunkte für Radfahrer mit Ausnahme des „Krokodils“.

Tja mit den Rädern anderer Leute zu fahren kann schon anstrengend sein, deshalb schob Juliane ab und an ein paar Lockerungsübungen ein; jedenfalls solange es noch nicht regnete. Und so fuhren wir durch die Gegend, bis wir an die Straße nach Ritterhude kamen. Wir hätten un weiter nach Vegesack, mit der Fähre rüber auf die falsche Weserseite und wieder zurückfahren können. Also das war jedenfalls die Idee. Oder, ich in Anbetracht des schlechter werdenden Wetters und der anbrechenden Dunkelheit entschieden wir uns auf der falschen Wümmeseite wieder zurück Richtung Bremen zu fahren. Das Vertrauen zum Panasonic nahm sichtlich zu.

Von dort aus ging es in die Innenstadt und wir machten uns durch die üblichen touristischen Attraktionen: Schnoorviertel, Böttcherstrasse, Schütting, Rathaus, Bürgerschaft, Roland….als Profibremer kann ich das alles natürlich exzellent erklären. Auf dem Markt dachte Juliane, das dies der Freimarkt wäre. Der Profibremer musste da widersprechen. Genug Kommerztourismus, zum Glück fing es an zu regnen und wir machten uns auf in das Theatro. Im Theatro habe ich meinen halben nicht auf dem Rad verbrachten Sommer 2010 verbracht und das war gar nicht übel.

Draußen regnete es Bindfäden und wir tranken Kaffee und Tee bevor wir uns durch die Plörre wieder auf nach Hause machten.

Später zeigte mir Juliane dann Fotos von der Eroica aus dem Oktober, bei der David und sie mitgefahren waren. Ich war schwer begeistert. Beim Einkaufen dort würde ich vermutlich auch ein Vermögen lassen. Also jedenfalls schmiedeten wir Pläne, wie wir alle Positivos da nächstes Jahr fahren würden. Ich lümmelte mich neben ihr auf der Couch rum und plötzlich fühlte ich einen komischen Schmerz im Rücken und dann hatte ich meinen ersten Hexenschuß seit vier Jahren oder länger. An Bewegen war nicht mehr zu denken. An Eroica 2013 in dem Moment auch nicht mehr. Eigentlich beherrschte mich nur noch der Wunsch ins Bett zu gehen mit einer Wärmflasche und diese Welt er Schmerzen zu verlassen. Was ich dann auch tat.

Heute kann ich zumindestens wieder sitzen und schreiben. Danke Juliane für’s kommen.

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Juliane und David auf ihrer eroischen Hochzeitsreise

Juliane und David, die einzigen Positivo Espresso Mitglieder die jemals heiraten werden, haben ihre Hochzeitsreise aufd er L’Eroica dieses Jahr in Italien verbracht:

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Positivistas bei der L’Eroica

David und Juliane auf ihrer Hochzeitsreise

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Fotos von der L’Eroica

Die L’Eroica ist ein „Rennen“, das jedes Jahr im Oktober in der Toskana ausgetragen wird. Das besondere dabei ist, dass man nur auf alten Rädern teilnehmen darf und dass die Strecke über „strade bianca“ führt; also viele Streckenstücke sind nicht asphaltiert. Juliane und David, zwei Mitglieder von Positivo Espresso, die vor kurzem in London geheiratet haben, (Es wird vermutlich die einzige Positivo Espresso interne Hochzeit bleiben – die nächsten auf der Liste wären dann David und Jerome oder David und ich) wollten eigentlich Ihre Hochzeitsreise dorthin machen. Ich habe aber jetzt noch nichts von den beiden gehört. Was mich daran erinnert, dass ich noch ein paar Hochzeitsbilder posten sollte (über David).

Ja, schön war es. Und bei David un mir könnte es nicht besser werden, also lassen wir das mal besser.

Aber hier ein paar schöne Bilder von der 2012er  L’Eroica (via Cycling Tips)

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Lightweight

Oder Leitweit, wie Thorsten zu sagen pflegt.

Das waren mal die Räder der Sieger, wurden von Pros gefahren und ein cleveres Mädchen aus Jena namens Juliane brachte Sie nach Japan und verkaufte die dort recht anständig. Das war alles revolutionär, leicht aber stabil und halt richtiges Pro Material: Teuer und leicht kaputt zu kriegen aber leicht und steif bis zum geht nicht mehr.

Das Zeug war so Promäßig, dass sogar das Logo ganz mies mit Schablone und weißem Lack auf der Carbonfelge aufgesprüht war. Sah irrsinnig amateurhaft und deshalb gar nicht nach Design und unheimlich nach Leistung aus. Wenn Einträge so anfangen und dann auch noch in der Vergangenheit geschrieben sind, dann ist schon klar wohin die Reise geht: Lightweight ist auch nicht mehr das, was es einmal war.

Nein, dass ist nicht das Problem, Lightweight ist immer noch genau das, was es einmal war, und zwar leicht und teuer aber dummerweise eben noch genau das gleiche Zeug wie vor zehn Jahren. Im Grundsatz. Die Welt um die Räder hat aber auch rotiert und sieht heute anders aus. Heute fährt man ZIP 404 oder Reynolds Attack oder von mir aus Topolinos.

Lightweight dagegen ist das Zeug für den Hobbysportler und da macht es am wenigsten Sinn. Da der Hobbysportler keine Lust auf Schlauchreifen hat, gibt es nun Clinchers von Lightweight. Ich finde auch Schlauchreifen doof. Vor allem solche, die auf das nackte Carbon geklebt werden und die man nur mit Hilfe von Gehirnchirurgen und ganz viel Zeit und Geduld von der Felge entfernen kann. Mit Schrecken erinnere ich mich wie David auf Malle in ein großes Loch fährt und sein Lightweight Laufrad platt wird. Juliane wird und sieht rot, es kommt zum großen Krach und der Urlaub ist quasi vorbei. Nun gut, heute sind die beiden seit noch nicht einmal einer Woche verheiratet, aber es hätte damals auch ganz anders kommen können.

Heute gibt es die Lightweights mit noch weniger Speichen und mit allen möglichen schicken Aufdrucken, auf andere Fabrikate gemarkert und mit einer golden Speiche in Sondereditionen. Dazu gibt es marginal andere Versionen für Berg rauf, Berg runter, Straße geradeaus und Rennrollstuhl.

Anbei ein paar Beispiele von der Eurobike in Friedrichshafen via Bike Radar:

Fernweg,. Autobahn gibt es auch als 8 Speichen Vorderrad.

The eight-spoke design is striking

 

 

 

 

 

 

 

 

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London Time Trial Training

Vorgestern: Wunderschöne Hochzeitsparty von Juliane und David. Das erste und vermutliche einzige Mal dass Teammember von Positivo Espresso heiraten werden. Gestern: Hangover und rumhängen. Langsames gewöhnen an die Realität mit zunehmend abnehmenden Dosen von Rotwein und Nikotin. Am Ende: Currywurst. Heute: Time Trial Training. Boris Bike an der Victoria Station mit meiner Kreditkarte angemietet und nach dem Buckingham Palace zweimal den Hyde Park umrundet. Total fertig. Liegestuhl geschnappt und Pause gemacht.

Längerer Londonbericht wird folgen.

 

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