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BPBLBLB Training Camp. Letzter Tag.

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Der letzte Tag – leider nur ein halber denn um 15:30 Uhr musste ich bereits am Flughafen sein. Ich fuhr mit meinem Mokka raus nach Felanitx, parkte und machte mich mit dem Rad hoch nach San Salvador. 6 km hoch, 6 km runter und fast 400 Höhenmeter. Dieser Anstieg ist länger, härter, unbekannter und weniger befahren als der etwa 30 km entfernte berühmte Anstieg zur Cura di Randa.

Strava

Mit dem Mokka dann weiter nach Randa – hier wollte ich mich mit den anderen Positivos treffen. Bis sie mich anriefen und mir sagten, dass sie bereits oben Kaffee trinken. OK, dann mal los, schnell hoch. 5,5 km hoch, 5,5 km runter, 325 Höhenmeter. Insgesamt 23 km gefahren und dabei 725 Hm zurückgelegt – dass ist Höheneffizient.

Ein letzter gemeinsamer Kaffee, dann runter. Ich bleibe hinter Byron, der in einem früheren Leben Motorradrennfahrer war und der schnellste (sicherste) Abfahrer ist, den ich kenne.

Strava

Flughafen. Ankunft in Bremen. Kälteschock. Heute Nacht soll es bis zu minus zwei Grad werden.

 

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BPBLBLB Training Camp. Die Klassiker an Tag 2 und 3.

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Gestern ging es mit der erweiterten Positivo Espresso Mannschaft hoch zum Kloster Lluc von Caimari aus und dann runter und hoch nach bzw. von Sa Calobra. 

Wir waren am Morgen noch zu sechst, Stephen, Ayleen, Juliane, David, John und ich und fuhren langsam raus auf dem Radschnellweg von Port Pollenca nach Campanet und Selva. Davids Time Pedale brachen und er und Juliane machten sich wieder auf den Weg nach Hause. Schlecht. Gut ist allerdings, dass es wieder einen Beitrag auf dem Positivo Espresso Blog zum Thema „Cycling gear we broke“ geben wird. Passierte kurz nachdem wir die Schweine gesehen hatten, das soll doch eigentlich Glück bringen, vor allem am Ostersonntag. Also weiter zu viert.

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David J Gedächtnisphoto an dem Schlagloch des Todes in Selva. Hier wurde mal ein Lighweight Hinterrad vernichtet.

Ayleen scheuchten wir von Caimari den Berg hoch bis zur Tankstelle. Keine schlechte Leistung für jemanden, der an sich nicht Rennrad fährt; das hätte ich vermutlich in meiner prä-Rennradphase (1981-1990) nicht geschafft. War auch gut, dass Sie das mit uns gefahren ist, den Clarence zerrte seine ihm neu angetraute Frau Magda 80 km und 800 Höhenmeter über die Insel und steht nun, wir wissen nichts genaues, kurz vor der Scheidung. Mal sehen ob die beiden heute Abend zusammen auftauchen. Es ist nicht so einfach mit dem Rennradfahren, den Frauen und der Kombination von beidem. Forschung in den Grundlagen bringt heutzutage mehr und mehr Wahrheit ans Licht.

Also waren wir nur noch zu zweit, John und ich.  Wir waren noch nie zusammen gefahren und zwischen uns gab es noch kein Verständnis, wer der schnellere von uns beiden ist. Geht gar nicht. Also gab ich vorne das Tempo vor und fuhr vom Viadukt rauf zum Pass nach Sa Calobra so schnell wie ich nur konnte. Das wurde dann auf Strava auch meine neue persönliche Bestzeit, aber John konnte ich nicht von meinem Hinterrad abschütteln. Hm, Mist, das würde nun anstrengend werden.IMG_20170416_140637

Aber erst einmal ging es runter. Runter nach Sa Colobra ist langweilig. Es geht nicht richtig schnell runter, da ist viel zu viel Verkehr und außerdem dauert es auch viel zu lange. Lange genug, dass man sich ständig fragt: „Ah ja, und da muss ich nun wieder hoch?“

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Unten schnell ein Cafe und dann gleich wieder hoch. John düst vorne weg und ich sehe schon, dass ich keine Chance habe sein Tempo mitzugehen. Also esse ich erst einmal mein superfettiges Foie Gras Butterbrot auf dem Weg nach oben. Ohne Druck fährt es sich ganz angenehm da hoch. Natürlich gibt es immer wieder Fahrer die einen überholen, oder man sieht in der Ferne jemanden, den man einholen möchte, aber alles in allem übertreibe ich es nicht und bin etwa 5 Minuten hinter John am Kreisel.

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Es war an sich ganz entspannt.

 

Wir düsen dann zurück nach Lluc und nehmen die schnelle Straße von dort runter nach Pollenca. Das ist wirklich schnell, wir kommen in einen Rausch und schwupps sind wir 118 km später wieder zuhause.

Strava

Heute, am Ostermontag ist der letzte Tag von John, bevor er wieder nach London fliegt. David, Stephen, John und ich treffen uns in Port Pollenca und wollen noch einmal gemeinsam zum Cap Formentor fahren. Die Hackordnung ist vom Start an klar, denn es geht ziemlich direkt den Berg hoch: John und David vorne weg, ich dahinter, dann weiter dahinter Stephen. So kommen wir dann auch am Leuchtturm an im besten Wetter, dass ich bis heute dort erlebt habe. Es ist wie Sommer in Bremen, oder Frühling in Reykjavik. Cafe. Wieder zurück, ich bin ganz ordentlich schnell und ziehe eine Truppe hinter mir den Berg hoch – das ist gut, denn das gibt Selbstvertrauen für Liege-Bastogne-Liege.

Wir trennen uns in Port Pollenca. Stephen bleibt oben auf dem Berg, John muss zum Flughafen, David muss sich um die „Queen of the Mountain“, aka Juliane kümmern die heute Geburtstag hat und ich will noch ein paar Kilometer fahren. Zunächst aber hole ich mir bei LIDL etwas zu essen und setze mich an den Strand.

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Sommer

Übrhaupt ist die Insel so grün. Sogar in den Bächen fließt Wasser – das habe ich hier noch nie gesehen – bis auf diese Scheissregenwoche in Dezember, die ich mir letztes Jahr für meinen Malle Urlaub ausgesucht hatte.

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Ich fahre nach Petra, weil ich dort im Cafe vorgestern meine Wasserflasche habe stehen lassen. In fließendem spanisch mache ich der Kellnerin mein Anliegen klar. Die Worte fließen nur so aus mir raus, ergeben aber keinen Sinn und offensichtlich scheint sie sich an mich auch nicht erinnern zu können. Da dürfte ich meinen Charme völlig überschätzt habe. Ich gebe auf, letztendlich ist es nur eine Wasserflasche und ich kaufe mir halt ne neue und nehmen keinen Spanisch-Intensivkurs.

Zum Abschluss geht es noch einmal hoch zur Kirche Bonanny, dem höchsten Punkt heute.

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Bike leaning against almost nothing.

Zurück wird es dann richtig schnell. Ein älterer Fahrer mit Zeitfahraufsatz überholt mich, ich hänge mich dran, kein Problem. Wir fahren konstant 40 – 50 Sachen und kommen schnell nach Can Picafort und dann nach Hause. Mehr als 400 km in drei Tagen – das ist genug Selbstvertrauen getankt.
Strava

Morgen dann noch einmal ausrollen und dann in den gelb-blauen IKEA Flieger nach Bremen.

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BPBLBLB Training Camp. Prolog und erste Etappe.

Nächstes Wochenende ist bereits der Saisonhöhepunkt für 2017 angesagt: Das Jedermannrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich. Das ist einerseits gut, der Saisonhöhepunkt bereits im April, da kann ich dann anschließend bis Dezember die Beine baumeln lassen. Andererseits wäre es auch ganz gut ein wenig vorher zu trainieren.

Wir haben ja in Bremen eine Trainngsgruppe, die Bremen-Lüttich-Bastogne-Lüttich-Bremen Trainingsgruppe (kurz: BLBLB) mit der wir nun genau dreimal gefahren sind. Da musste unbedingt noch mehr Training her, also habe ich mich kurz entschlossen in den blau-gelben Flieger nach Mallorca gesetzt und hier das Bremen-Palma-Bremen-Lüttich-Bastogne-Lüttich-Bremen (kurz BPBLBLB) gestartet. Am Freitag startete der Prolog mit einem Zeitfahren rund um die Kirche von Alcudia. Leider habe ich davon keine Bilder gemacht, aber wir hier kann man die Fahrer mit ihren sehr schicken Zeitfahrhelmen auf dem Weg zum Start sehen.

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Team Sky

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Team FdJ im typischen Blau/weiß

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Bora Hans Grohe. Weiß nicht, wer von denen Sagan ist.

Irgendwie erinnert mich das ja in einem anderen Zusammenhang, der mir aber jetzt nicht einfällt, an Dinge die man mit REWE Einkaufstüten machen könnte. Na egal.

Heute dann die erste Etappe. Ich wollte es ruhig angehen lassen und vor allem Kilometer fressen und nicht so viele Höhenmeter. es sind dann 167 km und fast 1.600 Höhnemeter geworden, was erstens so nicht beabsichtigt war und zweitens extrem bescheuert ist, denn die zweite Etappe mit den Japanern/Londonern geht morgen nach Sa Calobra. Und wieder zurück den Berg hoch.

Aber wie das so auf Mallorca ist: Ich fuhr diese kleine Strasse von Port Pollenica Richtung Campanet und Selva, die ich schon so oft gefahren bin. Und da waren jede Menge Rennradfahrer unterwegs und dann muss man die natürlich alle überholen, ist ja klar, und schwups hat man neue Bestzeiten. Obwohl man ja eigentlich langsam und konzentriert fahren sollte. Und zum ersten Mal hoch nach Orient von der anderen Seite, da soll ja auch keine schlechte Zeit auf Strava stehen. Oben waren übrigens ein paar Bremer die ich nicht kannte, kennt die jemand? Oder sind das nur Fake-Bremer?

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Echte Bremer oder Fake-Bremer?

Zwei hatten so Bruschetta-Advocado farbene Trikots von SV Bremen von 1910 an, dieser Verein ist mir so gar nicht bekannt. Könnte aber auch eine Untergruppe vom RSC Gold Bremen sein – altersmäßig würde das auf jeden Fall passen. Eine weitere Fahrerin, in weiß, ist offensichtlich von Bremen 1866, wie man auf dem Trikot lesen kann.

Und dann dachte ich Sineu, Petra, Manacor, das ist alles so gar nicht weit weg oder? Und auch egal, wenn Du erst einmal auf der Küstenstraße bei Arta bist, dann kannst Du richtig nach Hause bomben. Ja, da wäre alles so schön gewesen, wenn das alles ein wenig kürzer gewesen wäre. Und ich nicht meine Wasserflasche beim Stop in Petra hätte stehen lassen.

Einerseits. Andererseits lief es ganz gut. Sind am Tag vor Sa Calobra so richtig kaputt zu fahren ist trotzdem bescheuert.

Auf Strava

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Regen am Ende des Regenbogens.

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Pass auf Deinen Traumkörper, Schatz!“ sagte meine Frau noch, als ich mich auf den Weg zum Flughafen machte um den gelb-blauen Ryanair-bomber nach Mallorca zu nehmen. Oder vielleicht sagte Sie etwas ähnliches, oder auch gar nichts, oder ich wünschte mir nur, dass sie das gesagt hätte.

Als ich auf dem Flughafen in Palma ankam, schien die Sonne und es war angenehm warm. Ich fuhr in dem geliehenen Citroen Cactus (ist so lala als Auto, etwa wie als Pflanze) nach Lloseta, wo ich eine Finca gemietet hatte. Irgendwie war ich müde und legte mich hin. Ein folgenschwerer Fehler, denn in den verbleibenden 3 Stunden Tageslicht hätte ich locker 60 km Radfahren können. Und, das wären, nach einer Woche hier, mehr als 1/3 der Gesamtstrecke gewesen.

Danach fing es nämlich an zu regnen.In Mallorca regnet es durchschnittlich  im Jahr etwa 620 Liter pro Quadratmeter (in Deutschland zum Vergleich 750), davon kamen mehr als ein Viertel in den letzten vier Tagen runter. Nachdem ich am Donnerstag und Freitag, zunächst kurz alleine und dann mit Juliane und David, noch ein paar kurze Touren fahren konnte, war es in den letzten vier Tagen unmöglich überhaupt nur vor die Tür zu gehen. Geschweige denn ein Rad mit raus zu nehmen.

Fieserweise klarte der Himmel Abends, wenn es dunkel war, wieder auf und die Sterne waren zu sehen. Pünktlich zum Sonnenaufgang schoben sich dann wieder Gewitterwolken in verschiedenen Grauschattierungen über die Insel und schütteten sich hemmungslos aus.

Und wann soll es aufhören zu regnen? Morgen mittag, und zwar ziemlich genau dann, wenn mein Flug zurück nach Bremen geht. Wo es nach einer sonnigen Kältephase was? – Genau, anfängt zu regnen.

In meiner Verzweiflung schaute ich mir gestern Abend die Wetterberichte ganz genau an und meinte eine Ecke bei Felanitx entdeckt zu haben, die relativ regenfrei sein sollte. Da würde ich hinfahren und schlimmstenfalls ein paar Runden im Kreisverkehr drehen. Heute morgen sah das schon wieder anders aus. Aber vielleicht in Andratx um 14:00hr? Ich fuhr im Cactus dorthin, aber es regnete immer noch. Ich fuhr im Cactus zurück nach Lloseta. Links von mir, in der Tramuntana viele graue Wolken, aber rechts klarte der Himmel etwas auf. Ich kam mir vor wie diese Forscher, die nach Tornados suchen, immer auf der Aussschau wo sich einer bildet und dann im vollen Tempo dorthin unterwegs.

In Biniali packte ich das Rad aus und fuhr exakt 2 km Richtung Senchelles, bevor es anfing zu regnen. Dabei schien die Sonne, und über der Straße hatte sich ein Regenbogen geöffnet. Ich fuhr in die andere Richtung zurück, dann nach Santa Eugenia. Auch dort fing es an zu regnen. Ich fuhr wieder nach Biniali. Auch dort war mittlerweile Regen. Überall nur Regen am Ende des Regenbogens.

Gefrustet packte ich mein Rad ein und machte mich auf den Heimweg. Ich hatte noch nicht einmal 15 km geschafft. Morgen früh stehe ich noch mal ganz früh auf und suche das kleine Loch in der Wolkendecke, bevor ich mich auf den Heimweg mache.

Jetzt erst einmal zum Abendessen zu Juliane und David aus Ausgleich. Als ich das letzte Mal da war, gab es das hier:

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Cassoulet

Life has it’s compensations.

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Auf Strava

 

 

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Auf neuen Wegen auf alter Insel.

Heute war erst einmal die letzte Gelegenheit auf Mallorca im trockenen  Rad zu fahren, denn für die nächsten Tage sind massive Regenfälle, dicke graue Wolken, Sturmböen und ab und an Gewitter angesagt. Und zwar genau bis zu dem Tag an dem es wieder nach Hause geht.

Bis jetzt hatte ich bei meinen zahlreichen Besuchen auf Mallorca immer Glück, egal zu welcher Jahreszeit, ich hatte maximal einen Tag Regen, aber ansonsten gute Tage zum Radfahren. So ein Glück kann halt nicht ewig halten.

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Positivo Espresso Core Team: david, Juliane und ich (minus David und Jerome). Wie man sieht schwitzen wir gerade richtig in der prallen Sonne Spaniens.

Zum Glück aber waren Juliane und David, alte Positivo Espresso Freunde aus Tokyo auf der Insel. Die beiden hatten sich im Januar einen alten Bauernhof in der Nähe von Esporles gekauft und verbringen nun ihre Zeit damit das Gebäude in Schuss zubringen und das Land neu zu bewirtschaften. Es sieht nach einer riesigen Aufgabe aus, einer bei der viele Menschen sich abwenden und „Nein Danke, nix für mich!“ stammeln würden. Der Anblick erinnerte mich daran, als ich 1994 zum ersten Mal an meinen neuen Arbeitsplatz, der Staudammbaustelle Xiaolangdi am gelben Fluss in China kam. Da gab es nichts. Kein Büro, keine Wohnungen, keine Kantine, kaum Ausländer. Aber irgendwie haben wir das damals da alles hinbekommen und dann auch noch diesen Staudamm gebaut. Mit dem China nun hoffentlich glücklich ist. Viel Glück den beiden.

Wir fuhren runter nach Esporles und trafen erst einmal Oskar. Oskar ist Spanier, aber in Stuttgart aufgewachsen und spricht dieses perfekte Deutsch dieser Gegend. Er begleitete und den ersten Hügel hoch und dann weiter in Richtung Valdemossa; wo wir die Abzweigung Richtung Port de Valdemossa nahmen.

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6 km runter zum Meer mit ca. 350 m Höhenunterschied.

Das ist eine wenig befahrene Strecke, die ich ebenfalls noch nicht gefahren bin.Wenn man da ist, möchte man entweder die Corniche Richtung Antradx fahren,oder aber Richtung Soller und dann den Puig Major hoch. Da passt so ein Abstecher schlecht in den Plan. Das sieht man dann auch gleich bei Strava, wo lediglich 3412 Radler diese Strecke hochgefahren sind. Man vergleiche das etwa mit Sa Calobra, dem ikonischen Climb dieser Insel, auf der sich bereits mehr als 27.000 Sportler versucht haben.

Natürlich haben die 3412 Recht, das ist eine super schöne Strecke,sozusagen ein Mini Calobra.Von oben kann man die ganze Bucht und den Hafen überblicken und bis nach unten zieht sich eine Serpentine nach der anderen.

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Port de Valdemossa – das Mini Sa Calobra

So richtig Geschwindigkeit bekamen wir beim runterfahren nicht drauf, dazu waren die Serpentinen zu eng und es lag zu viel Geröll auf der Straße. Aber auf der ganzen Abfahrt kamen uns gerade einmal zwei Autos entgegen. Keine Busse, hinter denen man herfahren muss, wie nach Sa Calobra oder Cap Formentor.

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Unten war es kalt. Wir machten schnell ein paar Bilder für David und Jerome und fuhren dann gleich wieder hoch.

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Der Anstieg macht richtig, richtig Spaß. Er ist etwa so steil, dass ich konstant 12-14 km/h fahren kann, schön unregelmäßig mit vielen Spitzkehren und ca 6-8% Steigung. Der höchste Punkt wird nach etwas mehr als 5 km und 350 Höhenmetern erreicht.

Dann war’s Zeit für einen Kaffee in Valdemossa. Und danach machten wir uns dann zu dritt auf den Weg zurück. An der T-Kreuzung, wo man sich entscheiden muss die Corniche nach Banyalbufar oder zurück nach Esporles zu fahren, bogen wir nach Banyalbufar ab, und nahmen dann nach wenigen hundert Metern die Abzweigung runter in Richtung Port de Cannonge, einem kleinen Ort unten am Meer.

Im Prinzip ist das eine Wiederholung der Abfahrt nach Port de Valdemossa. Viele Spitzkehren, wunderschön und fast niemand fährt dort. Etwa 5 km lang, 280m Höhenunterschied und lediglich 1.200 Fahrer auf Strava die es hier versucht haben. Das sind Werte wie von Straßen in Bremen Blumenthal um Mitternacht.

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Fischerboote am Port de Cannonge

Zwei neue schöne Anstiege an einem Tag. So viel des Glückes.

Zum Abschluss fuhren wir den Hügel runter Richtung Esporles und bogen rechts ab, um uns noch am Coll es Grau zu versuchen, und um dann in Puigpunyent verspätet zu Mittag zu essen. Die schnelle Straße im Tal brachte und über Establiments wieder zurück nach Esporles. Wir hatten den Tag optimal ausgenutzt und kehrten kurz vor Sonnenuntergang zurück zum Bauernhof.

Ich kann das irgendwie noch gar nicht fassen, dass mein Radurlaub hier nun zu Ende ist, ich aber noch fünf Tage hier bin.

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Heute. Randa.

Der ikonische Radarmast auf dem Pass kurz vor der Cura Randa. Kalt war es heute und ständig drohte Regen aus dunklen Wolken zu fallen.

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Kurz vor Ende der Tour war ich gut braun geworden. Nicht von der Sonne, aber von dem nassen Dreck der überall auf der Straße lag und an Schuhen, Socken und Waden festpappte.

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Zuhause erst einmal in den Whirlpool. Mein erstes Whirlpoolbad überhaupt. Fazit: Nett, aber unnötig. Großartig ist allerdings die ungeheure Menge Schaum die ein Whirlpool schlägt, das ist viel besser als irgendein Massageeffekt. Das perfekte Setting, um sich mal wieder die Beine zu rasieren.

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Giro di Galilea

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Nachtrag zu Mallorca. Strava.

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Das Rennen: Mallorca 312…oder 167 oder 90.

Heute also großer Renntag auf den Straßen von Mallorca. Gleich um sieben Uhr ging es schon los. Also, für die anderen, nicht für mich, denn ich fuhr die Mallorca 90 und die starteten erst am Nachmittag. Zeit, morgens für das Rennen zu trainieren. Ich fuhr ziemlich genau 3,2 km, bevor mir der Nieselregen total den Spaß  verdarb. Zurück nach Alcudia, Cafe im Dorfcafe zwischen alten Frauen und enttäuschten Radfahrern. Wieder ins Bett gekuschelt, Wäsche gewaschen, eingekauft und dann ganz langsam Richtung can Picafort um auf Silvia, Tanja und Bo zu warten, die von der 167er Runde nun einlaufen sollten. Das taten sie auch. Sahen auch aus, als wenn sie noch mehr hätten vertragen können.

Ich wartete auf Thomas und Tobi, die die 312er Runde in Angriff genommen hatten. Thomas war letztes Jahr einen Schnitt von 30,7 km gefahren – da ging der Kurs aber ach noch einmal rund um Malle und war teilweise recht flach. Das hatte sich dieses Jahr sehr verändert. Also, ich dachte, so gegen 14:30 Uhr müssten die am Hotel vorbeikommen un dann ziehe ich sie die letzten 90 Kilometer ins Ziel. Meine persönlichen Mallorca 90 – nur trockenes Wetter, kein Anmeldungsstress, keine besonderen Ziele. Gegen 15:00 Uhr rief Schröder an und sagte, dass sie noch 30 km vom Hotel entfernt sind. Um 16:15 Uhr ging es dann endlich los auf der dicken, komplett gesperrten Küstenstrasse Richtung Arta.

Ich muss sagen, es macht ziemlich viel Spaß mit den beiden zu fahren, wenn die bereits 220 km in den Beinen haben und ich noch total frisch bin (abgesehen von gestern). In der Ebene ist das alles noch relativ ausgeglichen, aber an den Steigungen bin ich dermassen viel schneller – ein völlig neues Gefühl. Da blieb den beiden nichts übrig als gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

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Am Montag hängen wir den Typen wieder kurz vor Wilstedt ab.

Schön war auch, dass wir kein einiziges Mal überholt wurden, selber aber jede Menge Einzelfahrer und auch eine Gruppe stehen liessen. dabei war auch ein Fahrer mit Beinprothese – Respekt.

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Die Strassen nach Arta rein waren ziemlich wellig. Es gab jede Menge schneller Abfahrten, ein paar fiese Steigungen und Wellen, Wellen und Wellen. Und so waren wir dann a uch wirklich schnell unterwegs und glücklich an der Verpflegungsstelle in Arta. Von dort aus ging es in einer größeren Gruppe auf der Küstenstrasse Richtung Can Picafort. Zunächst einmal setzten wir unser freundlichsten lächeln auf und machten vorne Führungsarbeit.

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Hallo Gruppe!

Dann machten wir richtig Druck und wollten de Gruppe auseinanderfahren, in dem wir uns vorne mit der Führungsarbeit abwechselten. Das nützte aber nix, nur einmal nachdem es schnell den Berg runter ging (an der Respol Tankstelle für Kenner) und dann wieder hoch, hätten wir es fast geschafft, aber eben auch nur fast. Jedenfalls haben wir bestimmt 30 Leute in der gruppe gesammelt und dann schnell ins Ziel gebracht.

Am Hotel klinkte ich mich aus, jetzt mit beiden daumen nach oben durch das Ziel zu fahren wäre vielleicht doch etwas zu viel des guten gewesen. Jedenfalls hatten wir alle viel Spaß. Verstehe nur noch, warum wir morgen nicht gemeinsam nach Sa Calobra radeln wollen.

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Vereinsübergreifendes Trainingscamp Mallorca Tag n+2

RSC Rot Gold, RRG, RCB, BBC, Tetrisfit, Bremer Rennradfront, Rennradfront Bremens … es ist wirklich schwierig den Überblick über alle Bremer Radsportvereine zu behalten, auch wenn man alle 24 Fahrer persönlich kennt, die dort engagiert sind.

Zum Glück macht man ab und zu etwas auf Mikro-level gemeinsam; dieses Jahr entschlossen  sich Mitglieder von RCB, Manta Squad, Pedalos, Randsportgruppe der freiwilligen Feuerwehr  Tenever und dem RoCB (Roller Club Bremen) gemeinsam nach Mallorca zu fliegen, dort zu trainieren und als Höhepunkt an dem Jedermannrennen Mallorca 312 teilzunehmen.

Heute das letzte Training vor dem Start morgen. Herrliches Wetter – ganz im Gegensatz zu gestern, wo man nichts machen konnte, außer in Palma zu shoppen und den Rapha Pop-up Store in der Kunstgasse zu besuchen: Erinnert stark an einen Party/heizungskeller der Siebziger, es fehlte lediglich Alufolie an den Wänden und eine Diskokugel. Ich probierte ein Jersey für €140 und es gefiel mir nicht. Palma ist ohnehin nicht gut für Männershopping. Dafür gibt es nette Cafes und guten Kaffee; Milchcafe z.B. schmeckt gut und heißt auf Spanisch „Cafe con lecce“, während man nach normalem Kaffee mit „Cafe sin lecce“ verlangen sollte.

Heute ging es um 10:00 Uhr los in Can Picafort. 6 Rennräder und ein e-bike. Das geht übrigens sehr gut, so lange man etwa BBC Freitagsrundentempo fährt. Auf den Steigungen sowieso.

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Erste Pause bei Petra (Ohren).

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Während die Mädels und Bo dort bleiben, machen Tobi, Thomas und ich uns auf zur Ermita de  Bonany hochzufahren. Nachdem wir bislang mit angezogener Handbremse unterwegs waren, brennen wir jetzt an der ersten, ernsthaften Steigung total durch. Also, ich zumindest. Sofort setze ich mich von den beiden ab und fliege die Steigung hoch. Prima, mein Puls geht auch wieder richtig hoch, jetzt auf 174, das war im Winter in Bremen nicht drin, noch nicht einmal in Okel. Ich gebe alles, als Thomas nonchalant a mir vorbeizieht, als wenn er mich nicht kennen würde und es irgendwie peinlich ist mit mir gesehen zu werden. Ein paar Minuten macht Tobi das gleiche mit mir; das immer näher kommende Kloster rettet mich.

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Oben vor der Kirche gibt es einen tiefen Brunnen, der mit einem Metalldeckel verschlossen ist. Tobi und ich verletzten uns beide schwer am Kopf, als wir versuchen beide gleichzeitig hereinzuschauen. Dann machen wir Photos von der Reflektion unserer Gesichter auf dem Brunnengrund.

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So etwas gruseligeres habe ich nicht gesehen, seitdem ich die letzte Folge X-Files schaute.Ah Moment, die Mathenoten meines Sohnes waren auch etwa so gruselig.

Wir fahren wieder zurück nach Petra und dann gemeinsam über kleine Strassen nach Can Picafort.

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Die Wiesen blühten am Strassenrand, die Ziegen grassten vor sich hin und es wurde jetzt auch richtig gut warm. So warm, dass sich die Knielinge auf einer Minimalhöhe einpendelten.

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Girlie Knielinge

Und dann waren wir auch schon da. Mit 25 in der Gruppe kann man quasi endlos lange fahren, irgendwann wird es dann schwierig, weil Schulter, Hals, Po, oder Arme weh tun, aber Beine, Herz und Lunge lächeln nur vor sich hin. Die anderen waren nervös wegen morgen und wollten es nicht übertun, aber ich hatte mich nicht rechtzeitig angemeldet und kann morgen tun und lassen was ich will.Früher, als Coppi, Motta und Harald L noch die Mallorca 312 fuhren, ging das Rennen noch einmal rund um die Insel. Damit ist es heute vorbei – einmal hoch in die Transmuntana, dann an der Flanke wieder zurück und ab nach Arta und wieder zurück. Erinnert mich an die Triathlonstrecke in der Bremer Überseestadt, ist halt nur länger.

Also machte ich mich auf nach Alcudia, dann weiter nach Port de Pollenca und hoch die schöne Steigung Richtung Cap Formentor. Das ging erstaunlich gut, aber am Leuchtturm dort ging mir Proviant und fast auch das Wasser aus. Irgendwie langte es dann aber doch bis zurück nach Port d’Alcudia. 150 km für den Tag, das war jetzt auch genug. Ich sass am Hafen, aß eine Pizza und schaute den Kindern beim Fussballspielen zu. Der n+nte Tag kann kommen.

 

 

 

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Festive 760 Report.

Ist es nicht schlimm? Man hat im Vorjahr sein Ziel erreicht und gleich wird es im nächsten Jahr ein Stück höher geschraubt. Warum eigentlich?

Bei der Festive 500 mache ich nun zum dritten Mal seit 2013 mit. Ich finde das eine sehr gute Motivation über den Winter fit zu bleiben, vor allem in der Fressgasse zwischen Weihnachten und Neujahr. 2013 hatte ich noch kein GPS und musste feststellen, dass manuelle Eintragungen nicht anerkannt werden. 2014 bin ich 659 km in acht Tagen gefahren, was mir immerhin Platz 735 weltweit von etwa 50.000 Teilnehmern und in Deutschland Platz 23 von ca 1.200 einbrachte. Prima. Dieses Jahr bin ich 100 km mehr gefahren. Das Ergebnis (bislang) Platz 553 von 72.000 Teilnehmern weltweit (schön). Und in Deutschland Platz 59 von 2.500 Teilnehmern. Doppelt so viele Teilnehmer in Deutschland und dann auch noch so starke, es wird nicht einfacher, was aber einmal nicht dem altern zugeschrieben werden kann.

Der Start in die Festive500 war einfach, eine schmucklose Ausfahrt mit vielen Bekannten zur Humoorlosen Kirche plus einige weitere Kilometer solo, damit waren die ersten 100 km im Sack.

Am zweiten Tag bin ich alleine Richtung Okel und Syke los, schließlich bei Uesen über die Weser und habe in Fischerhude Jan und Caro getroffen, mit denen ich die letzten Kilometer fast im Dunkeln nach Hause gefahren bin. Wieder fast 100km. Und wir haben uns gleich für den nächsten tag verabredet wieder gemeinsam loszufahren.

Am dritten Tag trafen wir uns, um die Höhenrücken der Wildeshausener Geest zu bezwingen. Wir machten einen riesigen Umweg um überhaupt dort hinzukommen und fuhren die Serpentinen der Gegend immer wieder hoch und runter. Es war schon bitter dunkel, als wir auf dem Heimweg kurz vor Sudweyhe zusammen fuhren und Jan einen Sturz hatte – bitte genug, im Nachhinein stellte sich heraus, dass er sich dabei drei Rippen brach. Das hat ihn aber nicht daran gehindert nach Hause zu fahren. Ich hoffe, dass wird alles wieder schnell verheilen und den sportlichen Ehrgeiz nicht bremsen.

Am 27.12. ging nachmittags der Flug nach Mallorca, so dass am Vormittag nur Zeit für eine kurze Runde war und zwar für den Wilstedt Klassiker im Uhrzeigersinn. Aber immerhin reichte es für mehr als 50 km. Abends dann in Lloseta.

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Der nächste Tag brachte Sonnenschein, blauen Himmel und sehr angenehme Temperaturen. Malle eben. Ich war etwas zerrissen, ob ich lieber in die Berge fahren sollte, um mich wieder an das klettern und vor allem an das abfahren zu gewöhnen, oder mich auf die Ebene konzentrieren und Kilometer machen sollte. Kompromiss. Am ersten Tag ging es über Alaro und Bunyola hoch den bekannten Anstieg nach Orient. Das war nicht wirklich neu, aber vielleicht das dritte Mal, dass ich hier hochstieg. Es waren relativ viele Radler unterwegs, viel mehr als vor vier Jahren, als ich mit meiner Familie zwischen Weihnachten und Neujahr auf Mallorca war. Die Abfahrt nach Alaro war super, es tat so gut mal wieder Geschwindigkeiten jeseits der 50 km/h rauszuhauen, das fehlt in Bremen ja fast völlig. Den Rest der Etappe erkundigte ich die Gegend jenseits der Autostrada.

Einen Tag später hatte ich viel Zeit, kam morgens früh aus dem Bett und machte mich auf den Weg nach Inca und weiter nach Sineau und Petra. Ich wollte weiter nach Arta und dann den Anstieg hoch zu dem verlassenen Kloster fahren. Die kleine Strasse von Petra nach Manacor war großartig, dann wurde es ein wenig schlechter von der Straßenqualität auf dem Weg von Manacor nach Arta. Auf halbem Weg, etwa bei San Lorrenc kamen mir zwei Österreicher auf neuen, hellblauen Specialized Rädern entgegen und meinten, dass die Strasse gaaaanz mies wäre und ich besser umkehren sollte. Ich musste aber weiter nach Arta und ich hatte keine Lust die Schnellstrasse zu nahmen, also liess ich mcih nicht überzeugen und fuhr weiter. Die Strasse war zwar nicht toll, aber für ein altes (2011) und verkratztes Canyon ist das auch nicht wirklich ein Problem. Das Problem war eher, dass ich in Arta bereits 70 km auf dem Tacho hatte und Null Zeit füt den Anstieg. Also machte ich mich auf der Küstenstrasse zurück Richtung Alcudia. Das ist keine wirklich schöne Strasse, aber sie ist verdammt schnell und hat gute Wellen.

In Alcudia war ich bereits des öfteren und ich furh einmal quer durch die Stadt, dann weiter nach Pollenca. Das Club Resort war geschlossen und es wurde kräftig an einer weiteren Etage gebaut. Für mich ging es weiter auf der Radautobahn nach Campanet und Selva, ich weiß nicht wie oft ich die bereits gefahren bin. Und dann ging mir das Wásser aus. Mit Not schaffte ich es bis zu einem Colaautomaten nach Inca und dann den Rest nach Hause. Abends dann nach Palma.

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Wie jeden Abend leuchtete unser Pool einladend bläulich durch das Dunkel der Nacht.

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Am letzte Tag fuhre Fabian und ich zusammen in Richtung Petra. Wir wollten hoch zur Kirche Ermita de Bohany in der Nähe von Petra. Im Prinzip folgten wir bis kurz vor Petra meiner Route vom Vortag und machten guten Fortschritt. Fabian klagte über seine schlechte Kondition, aber als wir dann losfuhren hatte ich erst einmal Mühe hinter ihm zu bleiben. Ich habe auch eine irrsinnig lange Aufwärmphase, gegen den Elektromotor von Fabian bin ich ein Diesel.

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Nach einer Weile war es dann sehr angenehm. Wir sind bereits öfters zusammen gefahren und gut aufeinander eingespielt. Kurz vor Petra machten wir uns auf die Anfahrt in Richtung der Kirche zu suchen. Wir konnten rechts abbiegen, was grob etwa der richtigen Richtung entsprach, oder weiter geradeaus fahren und einen kurzen, steilen Berg hoch. Natürlich entschieden wir uns für rechts. Die Strasse der wir folgten war eng und quasi an jedem Haus wurden wir von Hunden angebellt. Rechts lag ein größeres Grundstück entlang der Strasse, das mit einem Maschendrahtzaun abgegrenzt war und zwei fette, große Hunde bellten uns an und liefen parallel zu uns hintern Zaun und hinter uns her. Ich musste schmunzeln, die blöden Viecher, irgendwann einmal würde das Grundstück aufhören und dann würden die doofen Hunde gegen den Zaun laufen.

Aber was wäre, wenn da gar kein Zaun wäre, sondern die Hunde nun nicht mehr getrennt durch den Maschendraht hinter uns herlaufen würden. In diesem Fall müsste ich wohl darauf vertrauen, schneller als Fabian zu sein.

Da war aber ein Zaun. Allerdings bald keine Strasse mehr. Wir mussten zurück, wieder an den Hunden vorbei und dann den teilen Berg hoch und eine andere Strasse hoch zu der Kirche nehmen. Das war dann aber die richtige. Ich fuhr da recht schnell hoch und Fabian nahm sich seine Zeit, so das sich von oben einige Photos von ihm machen konnte.

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Und er dann oben von mir.

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Bevor wir die Aussicht bewunderten. Rechts ist der Ort Petra sichtbar, berühmt für seine Felsenhöhlen in denen auch Indiana Jones Teil II gedreht wurde. Glaube ich.

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Ups.

Aber für Kultur, vor allem Popkultur hatten wir so gar keine Zeit und wir machten uns auf den Rückweg über Sant Joan

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Sant Joan. Ohne Harrison Ford.

und Pina nach Senchelles und dann nach Hause. ach ja, der Weg nach Ruberts war auch gar nicht schlecht, eine schöne fiese, technisch anspruchsvolle Strasse.

Und dann ging es quasi bereits zum Flughafen und wieder zurück nach Bremen.

Am nächsten Morgen brauchte ich vor Nässe, Kälte und Frust erst einmal eine Aspirin. Etwas stärkeres wäre noch besser gewesen. Ich fühlte mich total erschlagen und zurück im Gelee der norddeutschen Mattigkeit. Da hilft nur der Body Attack Kurs normalerweise. Und ich musste noch raus Raketen kaufen und zu REWE einkaufen. Normalerweise gebe ich solche Trips ja nicht bei Strava ein, aber für die Festive 500 schon.

Im Anschluss daran, der wirklich letzte Trip des Jahres, der Klassiker schlechthin, HaW, die kleine Wümme, zurück rechts der großen Wümme, und wieder links hoch die große Wümme, und dann die kleine Wümme auf der anderen Seite zurück – und das alles auf dem Union Fixie. Das Rad ist OK, aber der San Marco Super Corsa Sattel ist eine echte Qual auf längeren Strecken (wenn auch schön).

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Silvester am Dammsiel

Da war’s was getan werden musste für 760 km.

In der Zwischenzeit machte David in Japan auch seine 500 km voll und kam dabei an dem allseits beliebten deutschen Restaurant Seacastle in Kamakura vorbei, was es nach all den Jahren und der wirklich nicht freundlichen Bedienung erstaunlicherweise immer noch gibt.

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Auch in Manchester war irgendwann das Jahr einmal zu Ende und ein bemerkenswertes Photo gelang.

CXo0_ZsWAAAeCUm.jpgDie Story dazu z.B. auf Spiegel Online.

Damit ist das Jahr 2015 auch zu Ende.

In anderen Jahren, insbesondere in den Achtzigern, war Musik das ganz große Thema – auch für einen Jahresrückblick. Ich blicke ungern zurück, jedenfalls in der Öffentlichkeit. Aber Spotify macht einem das einfach. Da es auch sonst nirgendwo passt, fünf Songs die mir 2015 gut gefallen haben. Nicht alle sind komplett neu, aber zum Glück muss man ja nicht ewig Clash, Damned und Sex Pistols hören.

Everything but the girl – I didn’t know I was looking for love

The Sounds – Living in America

Kiesza – Hideaway [allerdings nur in dieser Version]

The Weeknd – Can’t feel my face [auch in der Walk off the earth version]

Itchy Poopzkids – Why still bother?

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar

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