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Vereinsübergreifendes Trainingscamp Mallorca Tag n+2

RSC Rot Gold, RRG, RCB, BBC, Tetrisfit, Bremer Rennradfront, Rennradfront Bremens … es ist wirklich schwierig den Überblick über alle Bremer Radsportvereine zu behalten, auch wenn man alle 24 Fahrer persönlich kennt, die dort engagiert sind.

Zum Glück macht man ab und zu etwas auf Mikro-level gemeinsam; dieses Jahr entschlossen  sich Mitglieder von RCB, Manta Squad, Pedalos, Randsportgruppe der freiwilligen Feuerwehr  Tenever und dem RoCB (Roller Club Bremen) gemeinsam nach Mallorca zu fliegen, dort zu trainieren und als Höhepunkt an dem Jedermannrennen Mallorca 312 teilzunehmen.

Heute das letzte Training vor dem Start morgen. Herrliches Wetter – ganz im Gegensatz zu gestern, wo man nichts machen konnte, außer in Palma zu shoppen und den Rapha Pop-up Store in der Kunstgasse zu besuchen: Erinnert stark an einen Party/heizungskeller der Siebziger, es fehlte lediglich Alufolie an den Wänden und eine Diskokugel. Ich probierte ein Jersey für €140 und es gefiel mir nicht. Palma ist ohnehin nicht gut für Männershopping. Dafür gibt es nette Cafes und guten Kaffee; Milchcafe z.B. schmeckt gut und heißt auf Spanisch „Cafe con lecce“, während man nach normalem Kaffee mit „Cafe sin lecce“ verlangen sollte.

Heute ging es um 10:00 Uhr los in Can Picafort. 6 Rennräder und ein e-bike. Das geht übrigens sehr gut, so lange man etwa BBC Freitagsrundentempo fährt. Auf den Steigungen sowieso.

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Erste Pause bei Petra (Ohren).

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Während die Mädels und Bo dort bleiben, machen Tobi, Thomas und ich uns auf zur Ermita de  Bonany hochzufahren. Nachdem wir bislang mit angezogener Handbremse unterwegs waren, brennen wir jetzt an der ersten, ernsthaften Steigung total durch. Also, ich zumindest. Sofort setze ich mich von den beiden ab und fliege die Steigung hoch. Prima, mein Puls geht auch wieder richtig hoch, jetzt auf 174, das war im Winter in Bremen nicht drin, noch nicht einmal in Okel. Ich gebe alles, als Thomas nonchalant a mir vorbeizieht, als wenn er mich nicht kennen würde und es irgendwie peinlich ist mit mir gesehen zu werden. Ein paar Minuten macht Tobi das gleiche mit mir; das immer näher kommende Kloster rettet mich.

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Oben vor der Kirche gibt es einen tiefen Brunnen, der mit einem Metalldeckel verschlossen ist. Tobi und ich verletzten uns beide schwer am Kopf, als wir versuchen beide gleichzeitig hereinzuschauen. Dann machen wir Photos von der Reflektion unserer Gesichter auf dem Brunnengrund.

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So etwas gruseligeres habe ich nicht gesehen, seitdem ich die letzte Folge X-Files schaute.Ah Moment, die Mathenoten meines Sohnes waren auch etwa so gruselig.

Wir fahren wieder zurück nach Petra und dann gemeinsam über kleine Strassen nach Can Picafort.

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Die Wiesen blühten am Strassenrand, die Ziegen grassten vor sich hin und es wurde jetzt auch richtig gut warm. So warm, dass sich die Knielinge auf einer Minimalhöhe einpendelten.

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Girlie Knielinge

Und dann waren wir auch schon da. Mit 25 in der Gruppe kann man quasi endlos lange fahren, irgendwann wird es dann schwierig, weil Schulter, Hals, Po, oder Arme weh tun, aber Beine, Herz und Lunge lächeln nur vor sich hin. Die anderen waren nervös wegen morgen und wollten es nicht übertun, aber ich hatte mich nicht rechtzeitig angemeldet und kann morgen tun und lassen was ich will.Früher, als Coppi, Motta und Harald L noch die Mallorca 312 fuhren, ging das Rennen noch einmal rund um die Insel. Damit ist es heute vorbei – einmal hoch in die Transmuntana, dann an der Flanke wieder zurück und ab nach Arta und wieder zurück. Erinnert mich an die Triathlonstrecke in der Bremer Überseestadt, ist halt nur länger.

Also machte ich mich auf nach Alcudia, dann weiter nach Port de Pollenca und hoch die schöne Steigung Richtung Cap Formentor. Das ging erstaunlich gut, aber am Leuchtturm dort ging mir Proviant und fast auch das Wasser aus. Irgendwie langte es dann aber doch bis zurück nach Port d’Alcudia. 150 km für den Tag, das war jetzt auch genug. Ich sass am Hafen, aß eine Pizza und schaute den Kindern beim Fussballspielen zu. Der n+nte Tag kann kommen.

 

 

 

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Festive 760 Report.

Ist es nicht schlimm? Man hat im Vorjahr sein Ziel erreicht und gleich wird es im nächsten Jahr ein Stück höher geschraubt. Warum eigentlich?

Bei der Festive 500 mache ich nun zum dritten Mal seit 2013 mit. Ich finde das eine sehr gute Motivation über den Winter fit zu bleiben, vor allem in der Fressgasse zwischen Weihnachten und Neujahr. 2013 hatte ich noch kein GPS und musste feststellen, dass manuelle Eintragungen nicht anerkannt werden. 2014 bin ich 659 km in acht Tagen gefahren, was mir immerhin Platz 735 weltweit von etwa 50.000 Teilnehmern und in Deutschland Platz 23 von ca 1.200 einbrachte. Prima. Dieses Jahr bin ich 100 km mehr gefahren. Das Ergebnis (bislang) Platz 553 von 72.000 Teilnehmern weltweit (schön). Und in Deutschland Platz 59 von 2.500 Teilnehmern. Doppelt so viele Teilnehmer in Deutschland und dann auch noch so starke, es wird nicht einfacher, was aber einmal nicht dem altern zugeschrieben werden kann.

Der Start in die Festive500 war einfach, eine schmucklose Ausfahrt mit vielen Bekannten zur Humoorlosen Kirche plus einige weitere Kilometer solo, damit waren die ersten 100 km im Sack.

Am zweiten Tag bin ich alleine Richtung Okel und Syke los, schließlich bei Uesen über die Weser und habe in Fischerhude Jan und Caro getroffen, mit denen ich die letzten Kilometer fast im Dunkeln nach Hause gefahren bin. Wieder fast 100km. Und wir haben uns gleich für den nächsten tag verabredet wieder gemeinsam loszufahren.

Am dritten Tag trafen wir uns, um die Höhenrücken der Wildeshausener Geest zu bezwingen. Wir machten einen riesigen Umweg um überhaupt dort hinzukommen und fuhren die Serpentinen der Gegend immer wieder hoch und runter. Es war schon bitter dunkel, als wir auf dem Heimweg kurz vor Sudweyhe zusammen fuhren und Jan einen Sturz hatte – bitte genug, im Nachhinein stellte sich heraus, dass er sich dabei drei Rippen brach. Das hat ihn aber nicht daran gehindert nach Hause zu fahren. Ich hoffe, dass wird alles wieder schnell verheilen und den sportlichen Ehrgeiz nicht bremsen.

Am 27.12. ging nachmittags der Flug nach Mallorca, so dass am Vormittag nur Zeit für eine kurze Runde war und zwar für den Wilstedt Klassiker im Uhrzeigersinn. Aber immerhin reichte es für mehr als 50 km. Abends dann in Lloseta.

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Der nächste Tag brachte Sonnenschein, blauen Himmel und sehr angenehme Temperaturen. Malle eben. Ich war etwas zerrissen, ob ich lieber in die Berge fahren sollte, um mich wieder an das klettern und vor allem an das abfahren zu gewöhnen, oder mich auf die Ebene konzentrieren und Kilometer machen sollte. Kompromiss. Am ersten Tag ging es über Alaro und Bunyola hoch den bekannten Anstieg nach Orient. Das war nicht wirklich neu, aber vielleicht das dritte Mal, dass ich hier hochstieg. Es waren relativ viele Radler unterwegs, viel mehr als vor vier Jahren, als ich mit meiner Familie zwischen Weihnachten und Neujahr auf Mallorca war. Die Abfahrt nach Alaro war super, es tat so gut mal wieder Geschwindigkeiten jeseits der 50 km/h rauszuhauen, das fehlt in Bremen ja fast völlig. Den Rest der Etappe erkundigte ich die Gegend jenseits der Autostrada.

Einen Tag später hatte ich viel Zeit, kam morgens früh aus dem Bett und machte mich auf den Weg nach Inca und weiter nach Sineau und Petra. Ich wollte weiter nach Arta und dann den Anstieg hoch zu dem verlassenen Kloster fahren. Die kleine Strasse von Petra nach Manacor war großartig, dann wurde es ein wenig schlechter von der Straßenqualität auf dem Weg von Manacor nach Arta. Auf halbem Weg, etwa bei San Lorrenc kamen mir zwei Österreicher auf neuen, hellblauen Specialized Rädern entgegen und meinten, dass die Strasse gaaaanz mies wäre und ich besser umkehren sollte. Ich musste aber weiter nach Arta und ich hatte keine Lust die Schnellstrasse zu nahmen, also liess ich mcih nicht überzeugen und fuhr weiter. Die Strasse war zwar nicht toll, aber für ein altes (2011) und verkratztes Canyon ist das auch nicht wirklich ein Problem. Das Problem war eher, dass ich in Arta bereits 70 km auf dem Tacho hatte und Null Zeit füt den Anstieg. Also machte ich mich auf der Küstenstrasse zurück Richtung Alcudia. Das ist keine wirklich schöne Strasse, aber sie ist verdammt schnell und hat gute Wellen.

In Alcudia war ich bereits des öfteren und ich furh einmal quer durch die Stadt, dann weiter nach Pollenca. Das Club Resort war geschlossen und es wurde kräftig an einer weiteren Etage gebaut. Für mich ging es weiter auf der Radautobahn nach Campanet und Selva, ich weiß nicht wie oft ich die bereits gefahren bin. Und dann ging mir das Wásser aus. Mit Not schaffte ich es bis zu einem Colaautomaten nach Inca und dann den Rest nach Hause. Abends dann nach Palma.

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Wie jeden Abend leuchtete unser Pool einladend bläulich durch das Dunkel der Nacht.

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Am letzte Tag fuhre Fabian und ich zusammen in Richtung Petra. Wir wollten hoch zur Kirche Ermita de Bohany in der Nähe von Petra. Im Prinzip folgten wir bis kurz vor Petra meiner Route vom Vortag und machten guten Fortschritt. Fabian klagte über seine schlechte Kondition, aber als wir dann losfuhren hatte ich erst einmal Mühe hinter ihm zu bleiben. Ich habe auch eine irrsinnig lange Aufwärmphase, gegen den Elektromotor von Fabian bin ich ein Diesel.

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Nach einer Weile war es dann sehr angenehm. Wir sind bereits öfters zusammen gefahren und gut aufeinander eingespielt. Kurz vor Petra machten wir uns auf die Anfahrt in Richtung der Kirche zu suchen. Wir konnten rechts abbiegen, was grob etwa der richtigen Richtung entsprach, oder weiter geradeaus fahren und einen kurzen, steilen Berg hoch. Natürlich entschieden wir uns für rechts. Die Strasse der wir folgten war eng und quasi an jedem Haus wurden wir von Hunden angebellt. Rechts lag ein größeres Grundstück entlang der Strasse, das mit einem Maschendrahtzaun abgegrenzt war und zwei fette, große Hunde bellten uns an und liefen parallel zu uns hintern Zaun und hinter uns her. Ich musste schmunzeln, die blöden Viecher, irgendwann einmal würde das Grundstück aufhören und dann würden die doofen Hunde gegen den Zaun laufen.

Aber was wäre, wenn da gar kein Zaun wäre, sondern die Hunde nun nicht mehr getrennt durch den Maschendraht hinter uns herlaufen würden. In diesem Fall müsste ich wohl darauf vertrauen, schneller als Fabian zu sein.

Da war aber ein Zaun. Allerdings bald keine Strasse mehr. Wir mussten zurück, wieder an den Hunden vorbei und dann den teilen Berg hoch und eine andere Strasse hoch zu der Kirche nehmen. Das war dann aber die richtige. Ich fuhr da recht schnell hoch und Fabian nahm sich seine Zeit, so das sich von oben einige Photos von ihm machen konnte.

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Und er dann oben von mir.

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Bevor wir die Aussicht bewunderten. Rechts ist der Ort Petra sichtbar, berühmt für seine Felsenhöhlen in denen auch Indiana Jones Teil II gedreht wurde. Glaube ich.

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Ups.

Aber für Kultur, vor allem Popkultur hatten wir so gar keine Zeit und wir machten uns auf den Rückweg über Sant Joan

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Sant Joan. Ohne Harrison Ford.

und Pina nach Senchelles und dann nach Hause. ach ja, der Weg nach Ruberts war auch gar nicht schlecht, eine schöne fiese, technisch anspruchsvolle Strasse.

Und dann ging es quasi bereits zum Flughafen und wieder zurück nach Bremen.

Am nächsten Morgen brauchte ich vor Nässe, Kälte und Frust erst einmal eine Aspirin. Etwas stärkeres wäre noch besser gewesen. Ich fühlte mich total erschlagen und zurück im Gelee der norddeutschen Mattigkeit. Da hilft nur der Body Attack Kurs normalerweise. Und ich musste noch raus Raketen kaufen und zu REWE einkaufen. Normalerweise gebe ich solche Trips ja nicht bei Strava ein, aber für die Festive 500 schon.

Im Anschluss daran, der wirklich letzte Trip des Jahres, der Klassiker schlechthin, HaW, die kleine Wümme, zurück rechts der großen Wümme, und wieder links hoch die große Wümme, und dann die kleine Wümme auf der anderen Seite zurück – und das alles auf dem Union Fixie. Das Rad ist OK, aber der San Marco Super Corsa Sattel ist eine echte Qual auf längeren Strecken (wenn auch schön).

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Silvester am Dammsiel

Da war’s was getan werden musste für 760 km.

In der Zwischenzeit machte David in Japan auch seine 500 km voll und kam dabei an dem allseits beliebten deutschen Restaurant Seacastle in Kamakura vorbei, was es nach all den Jahren und der wirklich nicht freundlichen Bedienung erstaunlicherweise immer noch gibt.

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Auch in Manchester war irgendwann das Jahr einmal zu Ende und ein bemerkenswertes Photo gelang.

CXo0_ZsWAAAeCUm.jpgDie Story dazu z.B. auf Spiegel Online.

Damit ist das Jahr 2015 auch zu Ende.

In anderen Jahren, insbesondere in den Achtzigern, war Musik das ganz große Thema – auch für einen Jahresrückblick. Ich blicke ungern zurück, jedenfalls in der Öffentlichkeit. Aber Spotify macht einem das einfach. Da es auch sonst nirgendwo passt, fünf Songs die mir 2015 gut gefallen haben. Nicht alle sind komplett neu, aber zum Glück muss man ja nicht ewig Clash, Damned und Sex Pistols hören.

Everything but the girl – I didn’t know I was looking for love

The Sounds – Living in America

Kiesza – Hideaway [allerdings nur in dieser Version]

The Weeknd – Can’t feel my face [auch in der Walk off the earth version]

Itchy Poopzkids – Why still bother?

 

 

 

 

 

 

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Festive 500 Day 5: Orient

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Col de Honneur.

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Festive 500 Day 6: Work hard, chill hard

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Lambo, von 22nd Jump Street, entdeckt bei Campanet auf Malle!

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Perfekter Radtag heute. Königsetappe, 140+ Kilometer, Festive 600 im Sack. Viele neue Strassen auf den ersten 70 km gefahren, großartiges entdeckt.

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Zurück nach Hause, Rad geparkt und…

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… zum Pool gekrochen.

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Dann in der Sonne gechillt.

 

 

 

 

 

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Where do you live?

In the age of Google Maps, GPS enabled mobile phones and general netification the question „Where do you live?“ is often answered by „I send you a link“. This used to be completely different, for example when I lived in Japan in the early Nineties. My image of Japan before I came there for the first time in 1985 was approximately this:

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I lived in Tokyo, about 217 streets behind the tower on the left.

In fact Japan wasn’t that simple to comprehend geographically. That’s why Japan, even though the country didn’t invented the fax machine, is one of its most ardent users to this very day. You wanted to tell a friend where you live in Tokyo? Well, basically you had two choices, either to describe the way to your home on the phone for 20 minutes wit the other side taking notes. Or you send a fax with a comprehensive sketch.

I tried in vain to find such a sketch on the web – all gone and replaced with Google maps.

So, it was very nostalgic, when Tom made a sketch to describe exactly where he is living in the US. I am pretty sure that I don’t  give away details of his exact address when I am posting his sketch here on the blog.

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The star indicate his home, which is roughly located between New York City, Washington DC and Philapelphia. Oh yeah, and he owns a condo at Bethany Beach (one king size bed, one four bunk bed in another room) which is somewhere … close by.

So you should have no problems to find his house in the US.

Of course he will also be very happy to draw you a plan.

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Mallorca. The last supper.

Das ist ein Post speziell für Japaner, denn er beinhaltet Bilder von a) Restaurants und b) Essen. Ich würde einmal schätzen, dass ca. 77% aller japanischen facebook Photos sich mit diesen beiden Themen beschäftigen. Der letzte Tag auf Mallorca. Koffer gepackt, ausgecheckt, rüber zum Resort gefahren und mal wieder auf David und Juliane gewartet; da langweilig erst einmal ihren Leihwagen verschönert.

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Top Styling – Top Gear.

Zum Radfahren fehlte den Beiden die Lust und ich hatte mich verletzt, Sehne entzündet oder Muskelfaserriss, jedenfalls tat der linke Oberschenkel beim pedalieren weh und der Schmerz konnte  nicht ignoriert werden. Also, ab nach Valdemosssa mit den Autos und Mittagessen in einem kleinem Restaurant auf einem etwas größeren Platz. Das Restaurant hatte einen Chef, der aussah wie der japanische Koch in einem Ramen (Nuddelsuppen) Laden; also etwas dicklich und mit einem fetten, schwarzen Vollbart. Aus welchen Gründen auch immer sehen Köche in Nudelsuppenläden immer so aus – siehe Tampopo. Clipboard01 Und aus welchen Gründen auch immer waren sie dort Tim&Struppi Fans. IMGP1039 Jazz plätscherte vor sich hin bis wie schließlich Dinge bekamen, die wir zumindest als Kinder udn Jugendliche  nicht so gerne gegessen haben.

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Rote Beete – Kinderalptraum

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Raviolo – Camping Alptraum. Gefüllt mit Kürbis, Sosse mit Miso und schmckten trotzdem immer noch wie … Ravioli

Die Zeit verging wie im Fluge und irgendwann machten wir uns auf zu unseren Fliegern. Unser Trainingscamp war nun endgültig vorbei. Es ist genial, dass wir es schaffen uns nach all den Jahren immer noch regelmäßig zu treffen und gemeinsam zu fahren, obwohl es uns in alle Welt verstreut hat (Tokyo, Mexico-City, London, Bremen). Mehr davon. 2016 Kalifornien.

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Mallorca. Die letzten Tage.

Alle wollten ausruhen. Ich nicht. Und so machte ich mich mit viel Zeit und wenig Eile auf den Weg nach Kap Formentor.  Ich war dort bereits ein paar Mal gewesen, aber dieses Jahr eben noch nicht. Die Strasse dorthin ist seit letzten Jahr neu asphaltiert und in einem ganz hervorragendem Zustand, Dank der Förderung durch die EU. Überall an der Strasse waren im Dezember Schilder aufgestellt, die auf diesen Umstand hinwiesen und so wurde vermutlich eine Vorbedingung der EU Bürokraten für den Verbleib Spaniens in der EU erfüllt. Ich vermute einmal, dass dies so ist, denn die Bürokraten selber haben sich dem Radfahren zugewendet. Das sieht jedenfalls so aus, wenn man das Radvolk im April 2015 auf Malle mit dem von 2014 vergleicht: Wesentlich zahlreicher, viele graue Haare, auch auf den Waden, viele Frauen die ihren Männern hinterherhecheln und eine sich deutlich öffnende Diskrepanz zwischen Leistungspotential und Material: Unten Zipp Räder, darüber Zapp Bauch. Nein, ich will das nicht kritisieren, ich bin nicht der Ansicht, dass man Ahnung vom Radfahren haben muss oder einen bestimmten Leistungsstandard (nämlich knapp unter dem eigenen)  haben sollte bevor man nach Malle darf, oder Radfahren irgendwie elitär sein sollte. Nein, ist mir alles völlig egal. Es sind lediglich mehr ältere Radfahrer auf Malle. Punkt. Ach so ja: und Frauen. Punkt. Und die sehen nicht unbedingt alle so aus, als hätten sie viel Spaß. Kein Punkt. Da ich es gar nicht eilig hatte und gemütlich den ersten Hügel hinauffuhr und auf der anderen Seite wieder runter, nahm ich mir vor einmal weiter geradeaus zum Strand Formentor zu fahren, denn dort war ich, weil immer auf der Suche nach neuen KOMs, bisher noch nicht gewesen. Es gibt dort einen Strand, ein Hotel, ein gutes Restaurant und ein paar exklusive Wohnhäuser, zum radeln ist das alles aber eher uninteressant. Und so machte ich mich weiter auf den Weg zum Leuchtturm. Etwa drei Kilometer vor dem Ziel fing der Nebel an vom Wasser her auf die Insel zu treiben und der Leuchtturm selber war gerade noch so in der Ferne zu erkennen.

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Nebel vor Kap Formentor

Es wurde auch recht kühl, wenn auch nicht direkt kalt. Auch ein erstes Mal, denn bisher war das Wetter dort immer sehr gut. Vielleicht ist das die Rache Spaniens an der Europäischen Union.

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Blick von Kap Formentor

Am Leuchtturm angekommen holte ich mir erst einmal einen heißen Kaffee und ein Stück Apfelkuchen und wärmte mich auf. Es waren nicht allzu viele Radler da, ein paar Leihwagen und ein sehr schickes Porsche Cabrio mit einem Typen und drei Mädels. All dies war deutlich durch den Nebel zu erkennen, ebenso wie der Blick nach Süden. Auf dem Rückweg kam ich hoch auf den Pass, der einen Ausblick von der einen Seite der Bucht auf die andere gibt.

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Blick über die Bucht auf die Berge der gegenüberliegenden Landzunge

Über den Wolken waren die Bergspitzen der anderen Seite sichtbar und trieben scheinbar wie Eisberge im Wasser ihrer titanischen Bestimmung entgegen. Normalerweise sieht man hier ja Fotos von Rädern und Menschen vor Landschaften, aber hier waren die Landschaften einmal deutlich wichtiger. Zurück vom Kap fuhr ich Richtung Pollenca und dann eine Stichstrasse rein zur Küste nach Cala Sant Vincenc; ebenfalls ein Ort wo ich noch niemals gewesen bin. Hier setzte sich Don Pedro zwei Denkmäler, zunächst in Form eines Denkmals, später in Form einer riesigen Hotelanlage.

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Don Pedro in persona links, Don Pedro in betonica rechts

Schönes Dorf, da könnte ich mir auch vorstellen einen Sommer am Strand zu verbringen ohne zu radeln. Ich nahme den Weg zurück auf die Hauptstrasse, cruiste ein wenig durch Pollenca und wollte mich dann durch die Felder wieder nach Hause machen, verlor aber den Weg komplett. Stattdessen fand ich eine neue, schöne kleine Strasse direkt nach Alcudia. Insgeamt wenihe Kilometer, aber eben auch sehr unstressig und viele neue Entdeckungen. Am Abend vorher feierten wir Julianes Geburststag, den sie ja fast jedes Jahr in Mallorca hat. Mittlerweile ist sie halb so alt wie David. Wir sassen mit den US Boys, die ihren letzten Tag auf Mallorca hatten, bevor sie wieder nach Kalifornien, Chicago und Pittsburgh flogen, bei gutem Wein, sehr gutem Essen und vielen Reden in einem alten Gemäuer und unterhielten und prächtig. Ich mag ja dieses Redenschwingen bei Abendessen, diese Beschwörungen der ewigen deutsch-amerikanischen Freundschaft, die Aussicht sich nächstes Jahr in Süd-Kalifornien statt in Spanien zu treffen,  oder die fundamental unterschiedliche Bewertung der britischen Monarchie. Dummerweise macht jede Menge Spaß am Abend, wenig Spaß am nächsten Morgen .. woran liegt das? Strava Tag Sechs Am Abend spät war Stevie gekommen. Ihn kenne ich auch schon seit Urzeiten, genauer gesagt habe ich ihn, den Iren, auf einer RTF in Japan kennengelernt, der Tour den Noto 400.  400 Kilometer in drei Tagen, recht hügelig, irgendwo auf der falschen Küstenseite in der japanischen Provinz. Stevie lebt jetzt wieder in London und er ist bei den meisten Positivo Espresso Trainingcamps dabei.  Juliane und David hatten wenig Luist zu fahren und so machte ich mich spät mit Stevie und dem Auto auf den Weg nach Petra. Von dort aus fuhren wir hoch zu einer Kirche, die, wie Kirchen und Tempel es so häufig an sich oben, ganz oben auf einem Hügel stehen, der Ermita de Bonany („Einsiedlerei zum guten Jahr“ auf Deutsch). Ich war noch nie dort gewesen und Stevie hatte ich verschwiegen, dass wir da hochfahren würden, da er gerade nicht so dolle in Form ist und sich auf einen ruhigen Tag freute. Er hatte trotzdem seinen Spaß, denn wir überholten einen Haufen tschechischer Mädel in sehr schicken Radklamotten auf dem Weg nach oben und genossen dort die Aussicht über das weite Land.

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Noch mehr Landschaft. So langsam sollte es aber reichen.

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Der Eingang zur Erimitrage

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Tschechen links, unsere Räder rechts

Unser eigentliches Ziel war Cura die Randa, eine Kirche auf einem Hügel (kommt bekannt vor), aber der Hügel ist höher, ragt wie ein Block aus dem flachen Land hervor und die Kirche ist bekannter und m,ehr Radler sind oben. Bis dahin war es ein recht weiter Weg, immer einen Anstieg hoch und auch immer gegen den Wind. Wir waren endlos langsam. Und als wir dann unten im Dorf Randa ankamen verließ ich Stevie und eilte den Hügel hoch auf der Suche nach meiner Form. Und er auf der Suche nach seiner. Und als wir uns oben wieder trafen bestellte ich im Cafe einen Hamburger und er zwei Bier und wir hatten ein paar ernsthafte Männergespräche die nichts im Radfahren zu tun hatten. Und dann fuhren wir wieder runter.

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Unten in Randa

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und wenn man genau hinschaut…

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sieht man Stevie und mich

Dann mit dem Wind und die Anstiege runter … wir warfen einfach so viel schneller und besser und ruckzuck zurück. Strava

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Ikonisch. Mallorca. Mist. Teil II.

Also, wir waren in Sa Calobra, tranken Kaffee, aßen Kuchen und vertrödelten die Zeit, immer im Hinterkopf den Gedanken habend, dass wir entweder da wieder hochfahren müssen, oder aber ganz peinlich die Fähre nach Soller nehmen, um diesem Ort zu entkommen.

 

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Kuchen zum vergessen

 

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Bloß nicht auffallen.

Interessanterweise kam just in diesem Moment eine Fähre an, die voll mit Radfahrern beladen war und die alle noch die ca 680 Meter Höhendifferenz und 10 km lange Steigung zum  Col de Reis hochfahren wollten. Völlig unverständlich.  Nach und nach machten wir uns auf den Weg, zunächst David und Mike, dann ich alleine, denn ich wollte mein eigenes Tempo fahren und dann Juliane und Byron gefolgt von Tom und Rob. OK, ich will nicht lügen, ich wollte möglichst schnell hoch und ich hatte mich bei Strava umgeschaut, ein 12 km/hr Schnitt und eine Zeit unter 49 Minuten würde mich in die vordere Hälfte der Ergebnisse katapultieren. Und so machte ich mich auf den Weg. Es war auch wesentlich einfacher als das letzte Mal, 2013, als ich hier hochgefahren war. Ich überholte den einen oder anderen Fahrer und wurde selber nur selten überholt. Ca. 200 Meter unterhalb des Gipfels traf ich auf Mike, vor dem ich wirklich Respekt hatte, dass er diesen Anstieg auf sich nahm. Kurz vor dem Gipfel ging mir fast die Luft aus und ich wurde langsamer, aber wenn das Ziel so nah ist und David so ca. 50 Meter vor mir, dann ist das noch einmal ein Grund alles zu geben. Und ich war oben.

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Mike und Rob zum zweiten Mal auf dem Col de Reis

 

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Himmel genau über dem Col de Reis

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John O

Nachher auf Strava zeigte sich dann zuhause, dass ich 48:51 Minuten gebraucht hatte, zum Vergleich, die besten brauchen 20 Minuten weniger. Ich war irgendwie zufrieden, und wenn ich zufrieden bin, dann mache ich aus Dankbarkeit ein Photo meiner Beine:

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Zwei unrasierte Rettiche plus aerodynamische SIDI Schnallenführung

Meine Beine sehen nicht gut aus, also nicht so Radfahrermässig. Lange Zeit glaubte ich, dass würde daran liegen, dass meine Beine nicht rasiert sind. Juliane im Vergleich uns sehr schöne, lange, braune und vor allem haarfreie Beine die mein Vorbild sind, und ich dachte, wenn ich nur meine Beine rasieren würde, dann würde ich so aussehen wie Juliane, also beinmässig, mit dem Rest bin ich an sich ganz zufrieden.

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Juliane mit Beinen

Irgendwann einmal, als ich nichts zu tun hatte, schnappte ich mir einen Rasierer und fing an mir die Beine zu rasieren. Als ich fertig war, schaute ich mir das Ergebnis im Spiegel an. Ging gar nicht. Ich sah überhaupt nicht aus wie Juliane, sondern wie ein dickes, japanisches Schulmädchen. Die haben schon mal Beine wie ein „Daikon“, das ist eine japanische Art des Rettichs:

Meine Beine, rasiert (in etwa).

 

Danach habe ich dann aufgehört mir die Beine zu rasieren.

Wie man sich denken kann, war die Pause oben am Pass relativ lang, da ich mir sehr lange Gedanken über Rettiche machen konnte. Das runterfahren war dann sehr schnell und prickelnd; und wir machten uns auf den Weg heim über Lluc, Selvia und campanet, also genauso wie wir gekommen waren. War ziemlich schnell.

Juliane hatte an dem Abend Geburtstag, also genauer gesagt schon den ganzen Tag und so gab es ein prima Essen in Alcudia mit dem der Tag zuende ging.

Gefühlt war das auch das Ende des Mallorca Trips, denn da war schon klar, dass alle anderen Touren nur noch halb so lang, so hoch und so schnell würden.

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Ikonisch. Mallorca. Mist.

Malle Tag 4.

Der letzte Tag mit der US Truppe, also muss etwas ikonisches her, im Sinne von „unvergeßlich“. Schmerzen eignen sich dazu ganz hervorragend, besonders dann wenn sie noch am nächsten Tag anhalten, elf Stunden lang in der Economy Class im Flieger nach San Fransisco. Erst dann ist ein Radabenteuer „ikonisch“.

Als typischer Deutscher war ein typisch pünktlich um 10 Uhr zum vereinbarten Zeitpunkt am Resort, um eine der beiden Varianten zu erleben, die bisher jeden Morgen passierten: Variante Eins: Ich bin zum verabredeten Zeitpunkt am Treffpunkt und niemand ist da. Variante zwei: Ich schummele mich in den Frühstücksraum und alle sind noch beim essen. Auf diesem Mallorca Trip habe ich gefühlt mehr Zeit gewartet, als ich Rad gefahren bin und das nur, weil ich in einem anderen Hotel als alle anderen übernachte. Denn sonst könnte ich auch beim Frühstück abhängen.

Egal, wir machen und auf den Weg von Pollentia nach Campanet, Selva und Camari, wo der Anstieg in die Transmontana beginnt. Die Sonne scheint, wir sind schnell unterwegs aber ich halte mich zurück, denn das wird ein langer Tag.  In Selva lotse ich erst einmal David um den „Kanaldeckel des Todes“; dort fuhr er vor drei Jahren mit seinem Vorderrad rein und das löste eine unschöne häusliche Debatte über seine Dämlichkeit aus.

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Von rechts nach links: Julianes Hand, Rob, David und der Kanaldeckel des Todes

Es beginnt der Anstieg nach Lluc, oder genauer gesagt zu der Repsol Tankstelle dort in der Nähe. Warum ist das eigentlich ’ne Tanke? Ich habe da noch nie jemanden tanken sehen, ist auch ganz unmöglich da mit dem Auto reinzufahren, da kontiniuerlich von Radfahrern blockiert.  Man könnte da Millionen mit Energieriegeln, Fahrradschläuchen und leichteren Carbonrahmen verdienen, stattdessen wird dort kein Sprit verkauft.

Ich nehme den Anstieg leicht und fahre ihn im wesentlichen mit 130er Puls hoch. Wie das so ist, ein paar Radler überhole ich, werde aber auch selber ein paar Mal überholt. Am Ende kommt eine Triathlet mit seinem Ceepo Rad und ich klemme mich an sein Hinterrad. das bringt die letzten Meter bis zur Tankstelle.

Nach einer kurzen Rast, bei der Mike zu uns stösst, geht es weiter in Richtung Puig Major und dann rechts hoch die Strasse zum Col de Reis, mit 680 Meter dem höchsten Punkt heute. Wieder eine kurze Rast.

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Und dann geht es schon rasend schnell runter nach Sa Calobra.

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IMGP1016wird fortgesetzt.

 

 

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Blockpost.

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Gestern eine Tour mit Verzögerung. Wir wollten um 10 Uhr los, aber bis wir dann endlich alle auf dem Rad sassen und fuhren war es 12:30 Uhr. Und dann wollten wir eigentlich im Uhrzeigersinn die Corniche fahren, aber gleich die erste Abzweigung die wir nahmen war falsch und wir mussten einen bisher nicht gekannten höllischen Anstieg hoch. Das war schon die Wada/Kazahari Rindo Klasse, die wir aus Japan kennen, und daher gab es dann oben auch das typische Positivo Photo.

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Und das war übrigens noch nicht mal der Pass, das glaubten wir nur irrtümlich. Es war vielleicht keine so gute Idee, diesen Pass zuerst zu fahren, denn danach war erst einmal die Luft raus. Auch aus meinem Hinterrad und so brauchten wir die ganze Corniche zwischen Banyalbufar und Andratx plus zwei Kaffee und ein Omelette auf dem Marktplatz dort um uns wieder zu erholen. Das heisst die, die noch übrig waren.

Anschliessend dann zwei bekannte und bekannt schöne Anstiege von Andratx nach Es Capdella und von dort hoch nach Gallilea. danach waren wir dann wieder so fit, dass es noch eine irre Abfahrt bis nach Establishmentes gab.

Insgesamt 8:30 Uhr unterwegs mit Treffen und Anfahrt und gerade mal 80 km Rad gefahren. Das ganze ist Teil eines perfiden Plans, das Image gründlicher deutscher Planung, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit in den Augen der Amis zu zerstören.

Ein Tag später

Es tröpfelt schon als ich mich auf den Weg zum Resort mache um die Truppe zu treffen und dann dauert es wieder ein einhalb Stunden bis wir zu dritt (Juliane, david und ich) auf dem Rad sitzen und richtig Alcudia fahren. Wir wollen raus zu dem Militärstützpunkt auf der nicht-Formentor Seite der Bucht von Alcudia. Dort ist gerade die halbe spanische Armee mit Luftunterstützung aufgefahren und probt die Invasion Mallorcas. Das ist das Druckmittel, dass die spanische Regierung in den Händen hält, um die Rückzahlung deutscher Euro Schulden zu verhindern. Tja, mit Reparationszahlungen ist hier ja wohl nichts, aber Deutschland ohne Mallorca – das wird hart für viele Menschen.

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Oder vielleicht müssen die Spaner auch gar nichts zahlen, wenn sie sich verpflichten die Strasse nach Kap Formentor immer in einem guten Zustand zu erhalten.

Wir sitzen im Cafe und schauen, was die Gegend fern und nah so bietet.

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Aber irgendwie ist heute die Luft raus. Das Wetter ist schwül, Lust zu fahren ist wenig da nach dem Tag gestern.

Dann machen wir eine schreckliche Entdeckung an der Küste:

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Riesige Tofubrocken sollen die Küstenlinie gegen Errosion sichern.

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Auf diese Art und Weise wird natürlich niemals die natürliche Schönheit japanischer Küstenlinien erreicht werden.

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… wie sie hier exemplarisch zu erkennen ist.

Ich hätte niemals gedacht, dass sich Spanien technisch auf so einem niedrigen Niveau bewegt. Den Rest des Tages ärgere ich mich mit meinem Rad rum und bin auf der Suche nach einem Laden der es repariert. Endlich, um 17:00 Uhr ist es geschafft und vor lauter Frust und Dankbarkeit fahre ich noch den ersten Hügel nach Formentor hoch – und dann reicht es auch für heute schon.

Komischer Tag.

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