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April Sales: New in Box

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Vor drei bis vier Jahren befand ich mich in einer sehr gierigen Sammelphase schöner alter Komponeten. Davon zeugten zwei Satz Spinergy Rev X Laufradsätze, zwei Paar Deltabremsen, eine komplette Sammlung aller Camapgnolo Monoplaner Bremsen Varianten und diverses mehr. Heute stelle ich fest, dass ich das nie in meinem Leben verbauen werde. Zu viel Respekt, zu viel Angst vor dem Vorgang des Ent-NOS-sens, zu wenig Funktionalität (für den Wert).

Das Leben ist zu kurz, um es sich mit allerlei unnützem Zeug zuzubauen. Also habe ich mich ans aufräumen gemacht. In Bezug auf Kleidung habe ich da eine gute Methode gefunden. Wir haben vermutlich alle in unserem Schrank Klamotten liegen oder hängen, die wir einmal unheimlich gerne getragen haben, aber jetzt sind sie kaputt, abgenutzt, zu klein oder zu groß, haben hässliche Flecken von japanischer Nudelsuppe oder sonstige Mäkel. Trotzdem fällt es uns schwer uns davon zu trennen – irgendwie möchten wir sie noch behalten, ähnlich wie Erinnerungen die wir nicht aufgeben wollen oder Fotos die wir nicht wegschmeißen. Ich mache das seit einiger Zeit so, dass ich mir ein Stück aus dem Stoff herausschneide und in ein Album klebe. So bleiben die Erinnerungen und der Kleiderschrank bleibt übersichtlich. Ich schaue nie in das Album, ehrlich gesagt, aber ich weiß das es da ist und das reicht mir.

Mit Radkomponenten geht das nicht so einfach. Also weg damit, vielleicht hat hier jemand weniger Respekt, weniger Angst, andere Träume oder ist einfach in der gleichen gierigen Sammelphase wie ich. Im folgenden die Kisten der Kiste, also neue, nicht verbaute Komponenten die ich gerne verkaufen möchte.

Shimano 600 Tricolore Sattelstütze

26,6 mm Durchmesser
Aero Type, mit Einstellschraube für die Neigung
Modell SP-6400
Herstellercode PB = Februar 1991

In Originalverpackung, nie verbaut, Zustand wie neu
VP Euro 65 plus Versand

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Shimano Dura Ace Sattelstütze

Modell SP-7200
Durchmesser 27,2 mm
Schwarz geflutet
Herstellungscode EG = May 1980

Zustand sehr gut. war nur einmal verbaut in einem Ausstellungsrad. Hat davon leichte Kratzer auf der Rückseite im Klemmbereich und eine Linie entlang der Kontour des Sitzrohres. Kann m.E. aber poliert werden. Im oberen Breich Top.
VB Euro 65 plus Versand

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Umwerfer Shimano 105SC

Modell FD 1055
Herstellungscode OL = Dezember 1990
Anlötbefestigung
Original für 7-fach, 3/32 Kette und maximal 14Z Differenz
Leading Action, Pantograph Mechanism, Compact Design, Narrow Chain Compatible – steht auf der Packung
VB Euro 20 plus Versand

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Zahnkranz Shimano Dura Ace

Model FA-110
6-fach
Abstufung 13 14 15 16 18 20
ISO Aufnahme
Herstellungscode DF = Juni 1979

In der Originalbox, aber bereits gefahren. Trotzdem sehr guter Zustand.

VB Euro 25 plus Versand

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Zahnkranz Suntour 8.8.8

Modell PT-5000 Perfect
5-fach
Abstufung 17 18 19 20 21
ISO Aufnahme
Herstellungscode ZA = Januar 1983

Neu, in Originalverpackung, niemals ausgepackt.

VB Euro 25 plus Versand

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Ofmega MTB Nabensatz

Das heutige Pièce de résistance. Originalverpackter, niemals benutzter Nabensatz von Ofmega für Mountainbikes? Der Typ heißt laut Packung auf jeden Fall „Mountain“. Na ja, was bedeutet das schon, wenn ein andere Typ „OMG“ heißt?

36 Loch
Einbaubreite 100 mm vorne,126 mm hinten
ISO Kranzaufnahme für 5-fach Kränze
Vollachse, mit M15 Muttern

Original verpackt, niemals verbaut. Zustand wie neu. Allerdings sollte ich dazu schreiben, dass die auch in blitzblank neu nicht gerade eine supertolle Verarbeitungsqualität haben. Was soll’s. Ein Monument italienischer Industriegeschichte.

VB Euro 50 plus Versand

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Erst mal Schluss für heute.

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Chesini Nobile. Eine Linie.

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Eine Linie verbindet zwei Punkte: Hier: Einen Rahmen mit einer Frau. Eine Linie selber besteht wiederum aus vielen Punkten: den Komponenten, die an ein Rad gebaut werden und der Frau gefallen sollen. Also genau auf dem zweiten Punkt enden.

Das alles zusammen ist eine Gebrauchsanweisung wie man ein Rad aufbaut unter den drei wichtigsten Kriterien damit das Rad einen Zweck erfüllen kann: Funktion, Design und Kosten.

Es ist leicht vorstellbar, dass der Zweck die Funktion bestimmt: Ein Rad für die Stadt braucht keine 22 Gänge, ein Rennrad für die Berge aber durchaus. Das wiederum hat Einfluss auf die Kosten und das Design. Ein Rad, das bei jeden Wetter gefahren wird braucht Schutzbleche – ein Rad für den Sommer nicht. Oder vielleicht doch, dann wären abnehmbare Schutzbleche die richtige Wahl. All dies kostet zusätzlich Geld und bestimmt das Design mit. Persönliche Vorlieben bestimmen das Design, aber vielleicht muss man dann Abstriche bei der Funktion machen, auf jeden Fall aber bei den Kosten. Moderne Rennräder legen meiner Meinung nach viel zu viel Wert auf Funktion und Kosten, und zuwenig auf Design. Was man kaufen kann ist vom Design her oft sehr ähnlich, da es nach dem Massengeschmack gefertigt wird und zudem auch Komponenten verbaut werden, die ohnehin immer die gleichen sind: Shimano Ultegra, 105, SRAM Force, Campagnolo Chorus – damit hat man vermutlich mehr als die Hälfte aller Rennräder heute abgedeckt.

Die Schwierigkeit liegt darin, alles in Einklang zu bringen. Auch wenn man das alles optimal auf den Punkt bringt, bedeutet das immer noch nicht, dass ein Rad dem neuen Besitzer gefällt. Ich denke, damit es wirklich gefällt braucht es eine unverwechselbare Geschichte. Diese Geschichte hat zwei Kapitel. Das erste beschäftigt sich damit, woher das Rad kommt und welche Komponenten wie miteinander zusammenhängen. Es beschreibt die Tradition des Rades und verknüpft es mit großartigen Namen und Marken wie Moser, Bugno und Campagnolo. Aha, ein Moser Leader AX, das Rad eines Weltmeisters – wow. Das ist der einfache Teil, er beschäftigt sich mit der Tradition.

Der schwierige Teil die Geschichte eines Rades zu schreiben, ist die Geschichte in die Zukunft fortzuschreiben, weil dieser Teil eng mit dem neuen Besitzer verknüpft ist. Wenn ich ein Rad für jemanden baue, dann hat der neue Besitzer Ideen, aber es fällt ihm schwer diese in Worte zu packen bzw. für die Idee die richtige Komponente zu wählen, denn er kennt nur einen Bruchteil der Alternativen und kann deren Einfluss auf Funktion, Design und Kosten oft nicht richtig beurteilen. Daher ist es wichtig und richtig, dass der neue Besitzer die Komponenten selber auswählt und somit selber die Geschichte schreibt. Man steht ihm als Editor zur Verfügung und beurteilt seine Vorschläge und gibt Ideen vor. Die Geschichte wird aber nicht vom Editor geschrieben. Er druckt letztendlich nur das Buch, in dem die Geschichte steht.

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Ich denke, genau, dass ist es, was Luxus an einem Rad definiert. Die Mitwirkung des neuen Besitzers, die Möglichkeit selber Hand anzulegen an einem handgefertigten Rad. Es wird ein Besitztum, dass dadurch einen höheren Wert erfährt, weil es ein Stück der Persönlichkeit des Besitzers abbildet. Der neue Besitzer sieht es nicht als einen Massenartikel, der auch wenn er praktisch ist und gut aussieht (sagen wir mal, ein IKEA Billy Regal) , letztendlich nichts mit jemandem zu tun hat, sondern als einzigartig und individuell. ein Solches Rad würde man auch seinen Kindern vererben, weil man möchte, das ein Stück der eigenen Persönlichkeit nach dem großen Abtritt weiter in der Welt verbleibt. Bei einem Billy-Regal käme niemand auf die Idee, dass dies ein Stück des Erbes darstellt, das kommt ganz schnell auf den Müllhaufen der Geschichte.

Die ist die Geschichte eines Chesini Nobile. Fangen wir noch einmal mit dem Rahmen an.

Der Rahmen

Das wichtigste zuerst, die Geometrie: RH50, also Sitzrohr center-top 50 cm und Oberrohr center-center ebenfalls 50 cm. Steuerrohr 115 mm lang. Also in etwa für Frauen zwischen 1,60 und 1,65m.

Das ist eine klassische Damenrennradgeometrie aus den Achtzigern. Da gehörten die Schalthebel an das Unterrohr, die Schaltzüge wurden aber bereits unter dem Tretlager und der rechten Kettenstrebe zum Schaltwerk bzw. Umwerfer geführt. Letzterer muss mit einer Schelle am Rahmen angebracht werden: Anlötumwerfer waren noch neumodisches Teufelszeug. Innenlager und Steuersatz folgen langen Traditionen; 1 Zoll Gewinde vorne und ITA-Typ Tretlager. Zum Glück kam bei Chesini niemand auf die Idee, in das Tretlagerrohr irgendwelche Initialien oder gewichtserleichterte Löcher zu schneiden, altmodisches Teufelszeug, das im wesentlichen dazu dient die Lebensdauer von Tretlagern (insbesonderen, den klassischen, offenen) zu minimieren. Einstellschrauben an den hinteren Ausfallenden. Eher unnötig, also weg damit.

Der Bremszug für die Hinterradbremse wird unterhalb des Oberrohrs in drei Ösen geführt. Das lässt einem wenig Wahl, entweder die Hinterradbremse wird umgekehrt angesteuert (von unten), oder aber doch „normal“ von oben und der Bremszug beschreibt groteske Kurven entlang des Sitzrohres.

Es gibt, erstaunlicherweise, keine Ösen für einen Flaschenhalter. Das schränkt die Tourenfreundlichkeit des Rades ein. Es gibt, erfreulicherweise, Ösen für Schutzbleche an der Gabel und an den hinteren Ausfallenden, permanente Schutzbleche können also problemlos befestigt werden. Dann noch einmal Erstaunen: Keine Ösen für einen Gepäckträger hinten. Warum nur, warum? Es ist kein Rennrad, es ist kein Tourenrad, es ist kein Stadtrad…is it a bird?…is it a plane? Nein, es ist italienische Handwerkskunst auf der nie endenden Suchschleife nach Perfektion.

Die Pantos

Oder Panthographien. Das sind alle Vertiefungen an den Muffen und Gravierungen, klassischerweise am Steuerkopf, auf der Gabelkrone, am oberen Ende der Sitzstreben und manchmal auch auf dem Tretlager. Das Chesini Nobile hat jede Menge davon und die mussten, nachdem der Rahmen einfarbig neu lackiert wurde, alle wieder ausgemalt werden. Passend zur Hauptrahmenfarbe Arktisblau und dem Sattel und Lenkerband in braun habe ich das in „Rubinrot“ getan.

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Pantos malen: An sich nicht schwer, es braucht vor allem Geduld, etwas Erfahrung und eine gute Flasche Rotwein.

Beim Ausmalen muss man nicht so sehr darauf achten die Ränder genau abgrenzt zu treffen. Viel wichtiger ist den richtigen Zeitpunkt zu treffen, um den Überstand an Farbe am besten mit den Fingernägeln abzukratzen und mit einem Tuch zu polieren. Macht man das zu früh und ist die Farbe noch nicht trocken, so kommt die Farbe wieder runter und schmiert am Rahmen lang. Macht man es zu spät, so wird es schwierig die Farbe überhaupt wieder abzubekommen. Etwa zwei Tage warten ist ein guter Anhaltswert. Das macht das Aufbauen aber auch zu einer extremen Geduldsprobe. Man möchte ja anfangen Teile dranzuschrauben, um zu sehen, wie das Ganze aussehen könnte. Das stellt die Geduld auf eine harte Probe, denn es ist nicht ratsam alle Pantos zugleich auszumalen, sondern besser das Seitenweise zu machen, damit die Farbe nicht aus der Vertiefung läuft.

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Ausgemalte Panto am Steuerrohr. In die Mitte gehört ans ich der Aufkleber mit der Arena von Verona, dem Markenzeichen von Chesini. Höherwertige Modelle haben den graviert, dem Gran Premio musste der häßliche Aufkleber dran. Oder auch nicht mehr.

Die Vorderseite des Steuerrohr muss nach oben zeigen zum malen und trocknen der Farbe, da sollte man dann tunlichst nicht an anderen Pantos, wie z.B. auf der Gabelkrone arbeiten, weil bei denen dann die Farbe ausläuft. Am besten ist es daher, wenn man es eilig hat, die Gabel auszubauen und zu bearbeiten getrennt vom Rahmen. Und dann immer schön pro Seite, zwei Tage warten, nachbearbeiten und die nächste Seite malen.

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Die Muffe wurde im ersten Ansatz nicht gut mit Farbe gefüllt und muss noch einmal nachgemalt werden.

Die Schaltung

Die Kurzversion: Simplex Retrofriction Rahmenschalthebel mit Suntour Cyclone 7000 Umwerfer und Campagnolo Record 8-fach Schaltwerk.

Ich hatte prinzipiell drei Ideen im Kopf bei der Auswahl der passenden Komponenten: Erstens wollte ich nur verbauen, was bereits im Keller vorhanden ist und so wenig wie möglich neu kaufen (es musste dann aber doch sein: Sattel, Lenkerband und Bremsen). Zweitens war mir Gruppenreinheit (also möglichst alle Komponenten von einem Hersteller aus der gleichen Gruppe oder Zeit) und Epochenreinheit (Alle aus der gleichen Zeit, passend zum rahmen) total egal. Auch dieses ewige Shimano darf nicht mit Campagnolo kombiniert werden etc. war mir total egal. Und drittens und letztens sollte möglichst viel Chrome/silber verbaut werden, damit die Komponenten gut zur Rahmenfarbe passen.

Am besten ist es ja, bei einem solchen Rad Daumenschalthebel ähnlich einer MTB Schaltung zu verwenden, denn dann muss man die Hände nicht vom Lenker nehmen und ans Oberrohr greifen. Bei meinem ersten Rennrad bin ich am ersten Tag bei der Ausfahrt mit meinem Motobecane einmal kräftig an einer Mauer langgeschrappt, als ich das nicht wirklich gut auf die Reihe bekommen habe. Die Mauer ist an der Wohung meines Onkels in Kronberg um die Ecke und immer wenn ich ihn besuche sehr ich diese Mauer und werde vor Scham ganz rot. Das muss irgendwie auch genetisch bedingt sein, mein Sohn bekam das beim ersten Mal auch nicht auf die Reihe. Er schaltet IMMER mit der linken Hand, und als er hinten schalten wollte, griff der mit dem linken Arm durch den Rahmen, um den rechten Schalthebel zu bedienen. Zum Glück war keine Mauer im Weg.

Bei aller Liebe zu klassischen Rädern bin ich doch der Ansicht, dass STI/Ergower Hebel das fahren auf einem Rennrad wesentlich komfortabler und schneller machen. darauf würde ich nie verzichten wollen. Allerdings finde ich für Räder die hauptsächlich in der Stadt oder bei kleinen Ausflügen benutzt werden auch Rahmenschalthebel akzeptabel. Die Konsequenz ist einfach, dass man wesentlich weniger schaltet. Dabei macht es auch viel Sinn, nicht indexierte Schaltungssysteme zu verwenden, Indexierung wird einfach überschätzt. Bei Shimano waren ja mal auch die Bremszugslösungen indexiert, vermutlich aus dem Gedanken, dass Indexierung der Gott aller Dinge ist. Aber bei Rahmenschalt- und Daumenschalthebeln bekommt man die Gänge auch ohne Indexierung gut rein, da die 5 – 8 Gangschaltungen da auch mehr Toleranz haben als 10/11-fach. Und man kann notfalls leicht nachjustieren. Der große Vorteil ist, dass man bei der Auswahl der Schaltkomponenten wesentlich mehr Auswahl hat und quasi alles im allem kombinieren kann. Es funktioniert immer, und beim designen stehen einem wesentlich mehr Möglichkeiten offen.

Am Anfang stand ein Paar Rahmenschalthebel Simplex Retrofriction. Im Gegensatz zu den ganzen anderen französischen Simplex und Huret Hebelchen sehen diese luxuriös, schlicht und schlank aus. Man sieht die nicht so häufig an Rädern, zu Unrecht.

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Die Schalthebel sind nicht indexiert und Sie weisen eine Besonderheit auf: Auf beiden Seiten ist eine Drehfeder verbaut, die den Schaltvorgang nach hinten unterstützt. Also im Ruhezustand (auf dem kleinen Blatt vorne, bzw. auf dem kleinsten Ritzel hinten) ist die Drehfeder maximal gespannt. Schaltet man nun auf das große Blatt, bzw. auf die großen Ritzel hinten, dann geht das sehr einfach und ohne viel Kraft. Fährt man z.B. einen Berg hoch und schaltet auf ein größeres Ritzel hinten, so muss man dafür nicht viel Kraft verschwenden. Für das Schalten des Kettenblatts vorne ist das kein wirklicher Vorteil, aber das passiert ja auch nicht so häufig. In die andere Richtung, also auf „schnellere“ Gänge zu schalten kostet mehr Handkraft, aber das ist ja auch OK so, wenn man hat ja ohnehin überschüssige Kraft – sonst würde man ja nicht schneller fahren wollen. Das funktioniert phantastisch.

Beim Umwerfer bin ich völlig emotionslos. Das ist eine Komponente die in den letzten Jahrzehnten außer der Elektrifizierung wenig Innovation erfahren hat. Interessant finde ich nur die neuen Shimano Umwerfer mit einem sehr langem Hebel. Es gibt einige die ich persönlich als schön empfinde, und andere als weniger, aber die meisten sind irgendwie OK. Ich hatte noch einen Suntour Cyclone Mk. II Umwerfer, von dem ich erst einmal den Schriftzug abradiert habe, das stört nur die Schlichtheit.

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Suntour Cyclone 7000 Umwerfer

Für hinten hatte ich noch ein Campagnolo Record Schaltwerk für eine 8-fach Schaltung. Dieses kann eine 1/2 x 3/32 Kette problemlos aufnehmen. Ein hochwertiges Schaltwerk, beeinflusst die Qualität des Schaltens sehr stark (im Gegensatz zu einem Umwerfer), von daher wollte ich da nicht sparen. Alternativ hätte ich auch ein Shimano Dura Ace 74xx Schaltwerk verbauen können, die ich ebenfalls hochwertig sind und gut aussehen. Ich muss aber gestehen, dass es noch zwei Schaltwerke gibt, die ich noch schöner finde und die ich auch noch im Keller habe. Aber vielleicht verbaue ich die noch einmal für etwas noch schöneres: Das eine ist ein altes Campagnolo Super Record Schaltwerk aus den Achtzigern, also das Schaltwerk an dem man sofort an Campa denkt. Schaut man sich das Design an und im Vergleich dazu ein Shimano Dura Ace 7401, dann sieht man die Shimano Kopie im Design: Schwarzes Inlet, Markenzug groß darauf. Shimano hat dann aber die Typografie des Dura Ace Schriftzuges im Vergleich zu der klassischen, verschnörkelten Camap Typografie eher futuristisch gestaltet: Seht her, hier kommt ein Produkt aus dem Computerzeitalter!

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Campagnolo Record Schaltwerk

Letztendlich ist es auch gut mindest eine Komponente aus dem hause Campagnolo an einem Rad anzubauen. Dann sagen die Angucker immer, boh, da haste ja auch Camap verbaut, geil. Es sollte aber so ein wenig auffällig sein, eine Bremsmutter reicht da nicht.

Der Antrieb

Die Kurzversion: Shimano Patronen Vierkanttretlager; Sugino GLP Special Kurbel 52/42; MKS BM-7 Pedale; KMC 8-fach Kette mit Missing Link,  Campagnolo 8-fach Kassette 13/28.

Ähnlich wie bei Umwerfer, denke ich bei Tretlagern pragmatisch. An meinem Canyon Rennrad (und vorher an meinem Cervelo S1) habe ich ausliegende Lagerschalen montiert und ich finde das nicht als optimale Lösung. Nach ein paar tausend Kilometern fangen die Dinger an zu stöhnen und müssen ausgewechselt werden. Die letzten Lagerschalen die ich hatte waren von Rotor mit Keramikkugeln und -flächen und als die mein Radhändler des Vertrauens aufmachte war von den Kugeln so gut wie nichts mehr übrig. Was man so liest, sind Pressfit Lager noch empfindlicher. Klar, diese Tretlager sind steifer, weil der Durchmesser der Achse größer ist und die Kugeln sind immer noch gleich groß, so dass die Reibung gering ist. Ein Vierkantpatronenlager mag von mir aus softer sein, ich habe das noch nie bemerkt. Aber es hält lange. Im Gegensatz auch zu den offenen Vierkantlagern, die viel Liebe und Pflege brauchen. Also neues ITA Lager von Shimano. Bei denen hat man auch die Chance, das mit einem Abzieher wieder aus dem rahmen zu bekommen.

Die Sugino GLP Special Kurbel habe ich seit geraumer Zeit im Keller. Ab und an baue ich die mal irgendwo dran, aber sie bleibt nicht lange. Die Kurbelarme sind 170mm lang, also gut für etwas kürzere Beine und die Kettenblätter 52 und 42 passen auf den 144mm Lochkreisradius. Dadurch sind sowohl die Auswahl an Kettenblättern, als auch die kleinste Größe limitiert: Bei 144mm passt minimal nur noch ein 41er Blatt.

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Wie immer: Eine Kettenblattschraube in einer anderen Farbe.

Ich hoffe, die Kurbel bleibt an diesem Rad, denn das Finish passt gut zu dem Arktisblau des Rahmens. ich mache Kurbeln fast immer mit diesen Standardkurbelschrauben fest, weil ich die schön und praktisch finde (10 mm Inbus). Es sei denn, ich habe was wirklich schönes von Campa oder Shimano rumliegen und ich bin mir auch sicher, dass sich das nicht lösen wird. Irgendwo auf dem Deich müsste noch eine Dura Ace Abdeckung rumliegen.

Die Pedale sind MKS BM-7, sogenannte „Beartraps“ aus dem MTB/BMX Umfeld. Vom Design her könnten die auch in einen Mad Max Film passen und sind wenig Ladylike und filligran. auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben die Pedale den Vorteil, dass man sie von beiden Seiten fahren kann, etwas, was in der Stadt unverzichtbar ist, wenn man oft hält und absteigt.Und es gibt trotzdem die Möglichkeiten Haken (oder Half Clips) zu montieren, wenn es dann wirklich nötig sein sollte. Und diese Pedalen sind so breit, dass man die auch im Winter mit Moon Boots fahren kann. Und sie sind stabil und schützen das Rad – und dafür sind sie dann doch vergleichsweise filligran. Das ist eine Komponente, die man eher nicht an einem klassischen Rahmen verbauen würde.

Pragmatisch ist es auch bei der Wahl der Kette zugegangen. Mit KMC Ketten bin ich sehr zufrieden, ich habe eine silberne in 1/2 x 8/32 ausgewählt und darauf geachtet, dass sie ein Kettenschloss besitzt, so dass man die Kette einfach entfernen und reinigen kann. Das Rad hat Schutzbleche und kann daher im Winter und im Regen benutzt werden, darauf muss die Funktionalität der Kette abgestimmt sein.

Am hinteren Ende ist eine 8-fach Campagnolo Kassette mit 13/28 Ritzeln bestückt. Das gibt in der größten Übersetzung 52/13 ein Verhältnis von 4:1 (zum Vergleich, mein Canyon hat 10-fach Kompakt und  1:4,5) und in der kleinsten von 42/28 ein Verhältnis von 1,5:1 (Canvon mit 34/28: 1,2:1). Die Spanne ist also bei weitem nicht so groß wie bei einem modernen Rennrad, aber für das flache Land und den gelegentlichen Hügel ist das alles ausreichend. Vorne kann man 10 Zähne schalten (52/42) und hinten 15 (13/28) macht zusammen 25. Das packen Schaltwerk und Umwerfer locker, die Schalthebel bringt es aber an die Grenze des Möglichen. Der rechte Simplexschalthebel muss schon ganz nach hinten gedrückt werden, um in den 8-Gang zu kommen. Aber immerhin: 8-Gänge mit Friktionsrahmenhebeln.

Laufräder

Montiert sind Campagnolo Mexico 68 Felgen mit irgendwelchen passenden Campa Naben aus der Zeit als Campa Naben schönere Rundungen als Frauen hatten und nicht so schrecklich eckig waren. Heute haben die Frauen gewonnen.

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Das sind Aerofelgen, also jedenfalls das, was man in den Neunzigern unter Aerofelgen verstand. Das Profil ist gerade einmal 24 mm hoch, aber das reicht um den „Gesamtsilberblinkwert“ des Rades nach oben zu treiben. Dazu müssen die Felgen aber noch einmal neu poliert werden – diese Arbeit liegt noch vor. Da gehe ich jetzt am besten gleich zu Lestra, kaufe eine Flasche Rotwein und fange heute Abend damit an. Aerofelgen können irrsinnig gut aussehen, die H Plus Son Archetype und die Araya SA-630 sind gute Beispiele dafür. Nachteilig ist, dass Aerofelgen keine Speichenösen habeb. Das Risiko, dass einmal die Felge durch den Nippel beschädigt wird ist größer und außerdem ist es auch ein wenig schwieriger Aerofelgen zu zentrieren. Bei diesem Rad bin ich mir ja über vieles sicher, aber über die Wahl des Laufradsatzes nicht so. Es gibt noch ein paar Dura Ace/Mavic Alternativen die ich mir noch durch den Kopf gehen lasse. Ach so, ja, die Reifen sind sehr pragmatische Michelin Dynamic mit brauner Flanke. Kann mir jemand preiswerte und gute Alternativen zu diesem Reifen nennen, ebenfalls mit brauner Flanke? Klar es gibt schöne Veloflex, Challenge oder Vittoria Reifen aber eine billige, haltbare Alternative?

Lenker und Bremshebel Sattel und Züge 

Neben dem Rahmen bestimmen Lenker, Sattel und Züge maßgeblich den Farbeindruck eines Rades, einfach weil sie Flächen und Linien bieten, an denen sich der Betrachter festhalten kann. Als ich angefangen habe Räder zu bauen, habe ich viel mit farbigen Felgen und farbigen Reifen experimentiert, davon bin ich heute völlig weg. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass alles andere als schwarz und weiß ohnehin nur in verschiedenen Farbtönen auf dem Markt verfügbar ist. Eloxierte Teile in einer beliebigen Farbe (außer schwarz und weiß) passen nur sehr selten zur gleichen Rahmenfarbe. Selbst Bremszüge von Hersteller X in sagen wir mal rot, passen nicht zu Schaltzügen von Hersteller Y auch in rot. Von daher ist es eine ganz schlechte Idee zu versuchen, einen blauen Rahmen mit möglichst vielen blauen Komponenten (Reifen, Felgen, Lenkerband, Bremshüllen etc.) zu versehen. Ich habe das mal vor vielen Jahren mit meinem Cervelo S1 gemacht – alles sollte orange werden. Das Ergebnis war, aus heutiger Sicht, fürchterlich. Zum Glück hatte ich damals noch keine Ahnung, was unglaublich in dieses Rad verliebt, da ich alle Komponenten selber ausgesucht hatte und habe davon nichts, aber absolut nichts bemerkt. Nagai-San von Positivo aber schon – und der war so höflich nichts zu sagen als er es mir übergab. Aber innerlich hat der wahrscheinlich gekocht. Rot ist nicht gleich rot, orange nicht gleich orange usw.

Gleichermassen finde ich es aber nicht kreativ, einfach nur alles mit Chrome, schwarz und weiß zu bestücken, auch wenn das von der Funktion her einmal gar nicht schlecht ist. Ein schwarzes Lenkerband, gerade für ein Rad dass durch den Norddeutschen Regen fahren muss, ist mal keine schlechte Idee. ein weißes Lenkerband ist immer eine schlechte Idee. Aber weiß und schwarz sind nicht originell genug, mir scheint so, als wenn man sich durch deren Wahl weiteres Nachdenken ersparen möchte.

Zur Zeit finde ich es eine bessere Idee, mit drei Farben zu arbeiten: Die Farbe des Rahmens, dazu die Farbe von Komponenten, bei denen man ohnehin nur die Wahl zwischen schwarz oder silber hat (Kurbel, Bremshebel, Schalthebel, Umwerfer, Schaltwerk, Vorbau  in der Regel) und dann eine dritte Farbe für Lenkerband, Sattel und Züge. Hier einmal die Ausnahme: Rahmen Arktisblau. Das ist sehr hell aus und ist sehr nahe an weiß. Deshalb silbrige Komponenten und weiße Züge. Alles andere hebt sich zu weit vom Rahmen ab. Das ist zwar gegen die eigene Regel, aber diese darf man eben auch nicht sklavisch befolgen, sie gibt nur einen Referenzpunkt.

Für Sattel und Lenkerband ein Honigbraun.

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Die dritte (vierte) Farbe: Honigbraun. Ritchey Classic Sattel.

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Fizik Lenkerband Honigbraun.

Ich finde das Braun von Sattel und Lenkerband ist sehr ähnlich und passt gut zu dem Rest. Der Sattel hat ebenso eine Lochung wie das Lenkerband. Eigentlich ist das auch kein Fizik Lenkerband, sondern die Brooks-billig Variante. Und da Fizik ohnehin Brooks besitzt ist es dann vermutlich doch ganz normales Fizik Lenkerband unter einem anderem Markennamen. Ich mag das Fizik band nicht so gerne, da es sich schwer wickeln lässt. Viel lieber nehme ich das BBB Speedribbon, aber da ist die Auswahl an Farben sehr begrenzt. Der Ritchey Classic Sattel ist ebenfalls eine preisgünstige Alternative zu einem klassischen Sattel (vor allem zu Brooks) und macht etwas her von außen. Schaut man sich ihn von unten an, dann ist die Verarbeitung aber wirklich nicht toll und sieht nach chinesischer Provinz aus.

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Vor ein paar Tagen habe ich die ersten Bilder dieses Rades in einer facebook Gruppe für klassische Räder gepostet. Die Reaktionen waren sehr positiv und lustigerweise nur von Männern. Allerdings haben sich auch viele kritisch zu dem Lenker geäußert und ihn der Einfachheit halber als „Bullhorn“ bezeichnet. Der Hauptkritikpunkt war, dass ein Bullhorn nicht auf ein Damenrad passt, weil man sich zu weit nach vorne legen muss (es sein denn eine Äffin fährt und lenkt) und somit zuviel Gewicht auf dem Lenker ist – das sei unbequem.

Ich denke hier liegt erst einmal ein Mißverständnis vor. Das ist kein Damenrad, sondern ein Damenrennrad – also das war jedenfalls der Zweck des Aufbaus. Hätte es nicht diesen Lenker bekommen, so wäre es mit einem klassischen Rennradlenker ausgestattet worden, nicht aber mit einem Moustachelenker, Traingsbügel, Flat Bar oder Riser, um einmal die möglichen Alternativen zu nennen. Ja, das wären alles Möglichkeiten gewesen, die dann aber wieder zu Tektro FL-750 Bremshebel geführt hätten und das fand ich als Konzept einfach zu langweilig. Bei einem Moustache müssen klassische Rennradbremsen verbaut werden und da hatte ich nichts schönes mehr. Bleibt also nur noch ein Rennradlenker.

Und das was hier wie ein Bullhornlenker aussieht ist ein Rennradlenker: Und zwar abgeschnitten und umgedreht. Packt man den an dem geraden Stück am Vorbau an, hat er exakt die gleiche Geometrie wie ein Rennradlenker. Kein Unterschied. Doch einer: Man kann in dieser Lage auch Bremsen, da man mit den Fingern einfach an die Dia Compe Guidonnet Bremshebel kommt, ist also von daher noch besser als ein Rennradlenker. Greift man auf die „Hörnchen“ dann ist das genauso, nur etwas höher, als wenn man auf die Hoods der Bremsen packt. Und auch hier kann man die Bremshebel bediene, und zwar besser als klassische Bremshebel durch Griff von oben. Fazit, zwei Griffpositionen, zwischen denen man wechseln kann, so dass die Arme nicht  so schnell ermüden und in beiden kann man bremsen. Das finde ich (theoretisch) gut. Ob das auch praktisch gut ist, muss ich noch durch probefahren ausprobieren. Und wenn es das nichts ein sollte, dann wird das Ding eben wieder umgebaut.

Bremsen

Bei den Bremsen habe ich lange gesucht. Zunächst hatte ich Campagnolo Veloce dran, die ich auf gaaanz lange Achsen vorne umgebaut hatte. Das passt aber nicht richtig, die Bremsschenkel waren zu kurz. Dann habe ich hinten eine Tektro mit langen Schenkel eingesetzt. Das fand ich vom Design her abwegig, vorne schwars und hinten silber. Nein. Und die Bremszugsführung mit Ansteuerung von oben hinten war auch mies. Zum Glück habe ich dann genau das passende Paar Weinmann 500 dafür kaufen können.

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Weinmann 500 Bremsen mit Ansteuerung von unten. Geputzt und poliert und mit modernen Bremsschuhen versehen (die auch noch ausgerichtet wurden).

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Weinmann hatte ich bislang noch nie verbaut, für mich was das minderwertiges Zeuch von Jugendrädern von einem Hersteller der es gerechterweise nicht geschafft hatte zu überleben. Ich war jetzt aber doch positiv überrascht, das Bremsverhalten ist OK, zwar nicht mit einer Campa Dual Pivot zu vergleichen (der Maßstab aller Dinge) und vermutlich auch nicht mit einer Scheibenbremse, aber eben OK. für eine relativ labrige Seitenzugbremse ließ sich diese auch gut einstellen und zentrieren, da hatte ich mit Shimano Arabesque schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Auch hier werden Probefahrten zeigen, ob das auch wirklich Sinn macht.

Schutzbleche

Die Schutzbleche sind von Aby-K, heute fast gar nicht mehr zu kriegen, letztes Jahr aber schon noch.

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Fizik – ne Brooks Spritzlappen vorne.

Vorne sind die oben an der Bremse und mittels zwei Streben an den Ösen der Ausfallenden fixiert. Die Einstellung ist sehr friemelig, da man die Dinger an den Ösen losschrauben muss, um die Länge der Streben zu ändern. Diese Idee ist echt bescheuert. Dann wieder dranschrauben. Prüfen, wieder los machen, Länge verändern, dranschrauben, prüfen usw. Das kostet Zeit die wenig Spaß macht. Bei 23er Reifen passt das ganze, 25er Reifen passen nicht mehr unter diese Schutzbleche. Ein Spritzlappen muss sein, das macht im Regen für die Füße einen sehr großen Unterschied.

Hinten sind die Dinger ebenfalls mittels Streben an den Ösen der hinteren Ausfallenden verbunden, sowie oben an der Bremse. Das schöne ist, dass die Belche fast ganz um das Laufrad herumgehen. Das doofe ist, dass die Bleche zu breit sind, um zwischen die Kettenstreben zu passen. Also muss man die so setzen, dass die gerade über den Kettenstreben aufhören und sich eine Alternative zu der Befestigung an dem kleinen Steg hinter dem Tretlager ausdenken – denn soweit gehen die Bleche jetzt nicht mehr.

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Hier kann man die Lösung einmal von beiden Seiten aus sehen. Eine Schalthebelschraube wurde im Schutzblech versenkt und ein Kabelbinder fixiert das ganze dann am Stattelrohr. Finde ich nun wirklich kreativ, ob das alles auch hält und nicht scheppert wird sich zeigen.

Die Aufbauarbeit ist nun vorbei. Jetzt gibt es noch drei Dinge zu tun. Erstens, weiter zu optimieren. Ein wenig fahren und schauen ob alles passt. Die Felgen polieren. Das maximale aus Design udn Funktion herauszuholen.

Zweitens mal abzuschätzen was das ganze denn gekostet hat. Und drittens die Frau für diese Rad zu finden.

 

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September Sales.

Der Sommer ist vorbei, was gebaut werden konnte wurde gebaut und wie jedes Jahr ist im Keller eine Menge an Teilen übrig geblieben, für die ich keine Weltverbauungsplan habe. Und viel neues ist auf dem Weg. Also ab in die Vekaufskiste.

Shimano 600AX Komponenten SOLD

Wollte ich immer einmal verbauen, aber dann gingen meine Aufbauten eine völlig andere Richtung.

Shimano 600 AX Bremsen SOLD

Komplett, mit Führungsdreieck und Einstellschrauben. Dazu eine weitere lange Ersatzachse, so dass man die Bremsen sowohl mit Muttern, als auch im Innensechskant an älteren und modernen Rahmen befestigen kann. Der Zustand ist „gut minus“, Politur könnten die Bremsen vertragen. Die Bremsgummis hingegen sind definitiv nicht gut, die müssten über kurz oder lang  ausgetauscht werden.

VHB €40

IMGP1672 IMGP1673 IMGP1674

Shimano 600AX Schaltwerk RD-6300 SOLD

Passend zu den Bremsen das Schaltwerk, sehr gut erhalten, technisch in Ordnung und komplett. Ausgelegt für 6-fach Schaltung bis maximal 28 Zähne hinten. Muss wegen der Kabelführung durch Schaltzug oberhalb der Kettenstrebe angesteuert werden. VHB€30

IMGP1685 IMGP1687

Velobase

Umwerfer ADAMAS AX SOLD

Schelle für 28,6 mm Sitzrohrbefestigung.

Leider nicht der gruppenreine 600AX Umwerfer, sondern ein ADAMAS AX (also eine Gruppe tiefer). Hier der FD-6300 im Vergleich auf Velobase, Hebel und Befestigung für den ADAMAS sehen nicht so elegant aus wie bei dem 600AX. Sehr gut erhalten, technisch in Ordnung und für maximal 14 Zähne Unterschied vorne. Datumsstempel JB = 1985 Feb. VHB €15

IMGP1661 IMGP1662

Am liebsten alles zusammen für VHB €80.

Suntour Rahmenschalthebel mit Schelle NOS

Konnte kein passendes Modell dazu auf Velobase finden, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?Zustand neu, noch nie verbaut. In der Zwischenzeit habe ich auch die Original Schraube wieder gefunden – das häßliche schwarze Teil auf dem ersten Foto rechts ist weg und das Dinge wieder komplett original.

VHB €15

IMGP1665 IMGP1667  IMGP1670

Shimano Altus Schalthebel für Vorbaubefestigung 22,2 mm NOS

Neu, nie verbaut. Im Prinzip wie dieser auf Velobase, aber mit anderer Schelle für einen 1´´ Vorbau und nicht für das Unterrohr. Kann aber mit einer entsprechenden Schelle für das Unterrohr umgebaut werden. Achtung: Es fehlt die Schraube und Mutter zur Befestigung der Schelle. VHB €10

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Schaltwerk Shimano 600 Tricolore RD-6400 SOLD

Velobase Artikel

Kann den Productionscode nicht finden, aber alle anderen 600er Komponenten die ich vom diesem Rad habe sind Baujahr 1989, deshalb vermutlich auch das Schaltwerk. Die 6400er Version ist für 7fach Schaltung, die 6401er für 8fach indexiert. Läuft perfekt, vollständig, gesäubert und geschmiert, Zustand wirklich sehr gut. VHB €20

1502 Sales Parts 431502 Sales Parts 441502 Sales Parts 45

Miche Monolithic I Pedale
Christophe Haken L-XL
Schristophe Pedalriemen schwarz

Haken und Pedalriemen hatte ich neu gekauft, montiert und wenig gefahren, sind also in einem guten Zustand. Die Pedalen? Na ja, muss man mögen und der Zustand ist auch eher befriedigend. Hier in ich wirklich für alle Angebote offn, ich sag mal VHB €25.

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Sattel Selle San Marco Supercorsa Concor. Blau. Original 1980

OK, der war einmal blau, jetzt ist er „blau verblichen“ mit einigen Flecken und auch Abschürfungen an beiden Seiten hinten. Kann man auf den Fotos gut sehen. Die Logos in gelb sind auf beiden Seiten gut erhalten. VHB €35 plus Versand.

Velobase
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V

Sattel Selle Italia Flite Weiß

Keine Ahnung welches Modell, ist nach Stempel von 2010. Gut erhalten, keine Abschürfungen oder Risse, nur das weiß ist nicht mehr so strahlend wie neu und hat einige kleine Flecken. Auf der Innenseite steht etwas von „Carbon Fibre“. VHB €20

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Sattel Brooks Colt Raspberry

Sondermodell von Brooks in Himbeerfarben, schwer bis gar nicht mehr zu bekommen. Kupernieten. Ist quasi neuwertig – mehrmals verbaut aber nie wirklich gefahren, da mir der Colt zu hart ist. Hat leider einen kleinen schwarzen Fleck auf der Satteldecke, den man auf dem Foto auch sieht. Colt Logo wie neu. VHB €80

IMGP1655 IMGP1656 IMGP1657 IMGP1658

Brooks Website Colt

Vorbau Cinelli XA 110mm lang (c-c) SOLD

Guter Zustand mit intaktem schwarzen Gummi in der Klemmung; 26,4 mm Klemmung, Hat ein paar leichte, sichtbare Kratzer und jede Menge davon unterhalb im geklemmten Bereich bis zur Minimalmarkierung. Das Logo ist perfekt.
VHB €25

Velobase

IMGP1679 IMGP1683 IMGP1684

IMGP1321 

dazu passend

Lenker Cinelli 66 Campione del Mondo Breite 420 mm (c-c) SOLD

26,4 mm Klemmung; noch mit dem alten Cinelli Logo.
Kaum Kratzer im sichtbaren Bereich. Komplett gereinigt. Einige Kratzer im Lenkerbandbereich.
Klassische Form. Von 1980.

VHB €30 plus Versand

Velobase

IMGP1323IMGP1324

Als Kombo Vorbau plus Lenker für €50.

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Sold: Nicht verbaubare Komponenten

Das letzte Wochenende gab die Zeit her in den Keller zu gehen, die Kisten zu leeren und dadurch eine Menge Komponenten in den Umlauf zu bringen, die ich in meinem Leben nicht mehr verbauen kann oder will. In loser Reihenfolge Campagnolo Record Ergo Shifter links xx sales Campa Ergo Record 1 xx sales Campa Ergo Record 2 xx sales Campa Ergo Record 3 Nur den linken. Funktionstüchtig, von mir nie montiert.Gummis gut; ein paar Kratzer. Mit Schelle. VHB: €40 Camapagnolo Ergo Shifter rechts xx sales Campa Ergo x 1 xx sales Campa Ergo x 2 xx sales Campa Ergo x 3 Keine Ahnung welcher Typ. Sieht von der rechten Seite furchtbar aus, von der linken sehr gut. 8-fach, denke ich. Funktionstüchtig, mit Schelle. VHB €30   Stronglight Delta Steuerkopf Nadellager xx sales head set stronglight 1 Gut erhalten, habe ich aus einem Basso Fiore di Loto ausgebaut. Komplett. VHB €20. Referenz Velobase Innenlager Miche 36 x 24 ITA JIS Vierkant 107mm xx sales miche bb 1 xx sales miche bb 2 Ich weiß nicht, wie oft ich versucht habe, dieses Innenlager zu verbauen. Hat nie geklappt. Dabei ist es ganz praktisch, das Lager selber ist von Kinex, die Lagerschalen lassen sich mit einem Campagnolo Kassettenabzieher montieren. Funktionstüchtig, oft verbaut, nie benutzt. Wegen des vielen Ärgers trotzdem VHB €10 Vorbau Modolo Q-Even 125mm xx sales modolo vorbau 1 xx sales modolo vorbau 2 Das ist nicht der Q-Even Multilink, dieser hier muss wie ein herkömmlicher Vorbau über den Lenker gezogen werden und ist nicht klappbar. Logo gut erhalten, einige Kratzer im Klemmbereich des Steuerkopfes. Eine Plastikabdeckkappe fehlt. VHB €15 Campagnolo Pedalen System Look xx sales pedale campa 1 xx sales pedale campa 2 xx sales pedale campa 3 Der Zustand ist befriedigend, die Außenseiten sind schon sehr abgefahren. Made in France by Look. Keine Ahnung welcher Typ genau. Stammt von einem Moser Leader Evolution AX aus den Neunzigern. Lager ohne Spiel, drehen gut. VHB €25 Luftpumpe TCM xx sales pumpe TCM ist doch die Tschibo Hausmarke? Von meinem Onkel, der in den Achtzigern ein sehr schickes Koga Miyata fuhr und dann nur noch Alu Schrott. In seinem Gedenken: Umsonst irgendwo dazu. Wenn es keiner haben will bekommt der letzte es trotzdem ins Paket geschmissen. Sattel Selle Italia Max Flite Neu xx sales sattel 1 xx sales sattel 2 xx sales sattel 3 Neu gekauft, ich dachte der passt optisch zu meinem Moser Leader AX Evolution – da Rad achte anders und ich nun auch. Neu, einmal montiert, nie benutzt. VHB €15 Referenz Schalthebel Shimano 105 SL-1050 xx sales shimano 105 sh 1 xx sales shimano 105 sh 2 Sechsfach, umschaltbar Indexierung/Reibung. Nicht gereinigt. Funktionstüchtig und komplett. Referenz VHB €5 Innenlager Shimano ITA Kennung D5-NL xx sales shimano bb 1 123 mm Achse. Eigentlich gut erhalten, aber die Achse hat ganz schlimme Stellen im Lagerbereich. Asu einem Vicini Italo MTB. Sollte man so nicht mehr fahren. Aber wer weiß, vielleicht braucht jemand das eine oder andere davon? Umsonst wenn gute Begründung irgendwo dabei. Shimano Deore V Brake Neu xx sales shimano deore 1 Nur ein Stück, ich glaube die hintere, die vordere habe ich verbaut. Keine Ahnung, was die hintere von der vorderen unterscheidet – V Brakes sind nicht so mein Gebiet. Neu, nie benutzt, nie verbaut. Die beiden Schauben zur Befestigung am Rahmen sind auch dabei. VHB €5 Shimano Anlöt  Umwerfer 600 Trikolore FD-6401 xx sales shimano fd 600 1 xx sales shimano fd 600 2 Zustand OK aber nicht großartig. Funktionstüchtig und vollständig. Nicht gereinigt. VHB €5 Pedalen Shimano M324 xx sales shimano pedale Eine Seite Platform für normale Schuhe, andere Seite für SPD Cleats. Eigentlich praktisch, aber ich habe noch ein paar, das ich nicht benutze. Lager laufen gut und spielfrei, Zustand befriedigend von der Optik. VHB €10 Shimano Lenkerschalthebel links 3-fach indexiert Neu; 2 Stück xx sales shimano shifter 1 Neu, aber zweimal nur links für drei Gänge. Ich habe immer nur den rechten gebraucht, der phantastisch mit alten Suntour und Dura Ace Schaltwerken 7-fach schaltet. Diese sind übrig. Umsonst irgendwo dazu. Wenn die keiner haben will, tu ich die irgendwo dazu. Shimano STI Hebel Ultegra ST-6500 links xx sales shimano sti 1 xx sales shimano sti 2 xx sales shimano sti 3 2-fach, der Wäscheleinen Typ. Etwas schwergängig für meine Begriffe. Gummis OK, aber jede Menge Kratzer auf der Außenseite. VHB €15 Schaltwerk SRAM X3 Neu xx sales sram x3 Hatte das Schaltwerk einmal an das Vicini Italo MTB meiner Tochter gebaut. Funktionierte aber gar nicht gut mit indexierten 7-fach Lenkerschalthebeln von Shimano (siehe oben). Na gut, dann kam eben ein Suntour Cyclone dran – und siehe da es geht. VHB €8. Der Enttäuschung wegen. SunTour FD-CL10-B, Cyclone 7000  Umwerfer Schelle xx sales suntour fd 1 xx sales suntour fd 2 Gut erhalten, aber leider ist das Logo nicht mehr so gut sichtbar. Eben späte Suntour Qualität. Die Klemmschraube für den Schaltzug scheint mir auch nicht Original zu sein. Funktioniert und hat ein hübsches Design. Suntour eben. Referenz. VHB €8 Schraubkranz 6-fach Suntour xx sales suntour kranz   Abstufung 13-14-15-17-19-21. Gut erhalten. Machte mir abe einmal Probleme, deshalb nicht sicher ob wirklich funktionstüchtig. Wer es riskieren möchte: VHB €5 Schalthebel Suntour Accushift xx sales suntour sh1 1 xx sales suntour sh1 2 Accushift. Umstellbar Indexierung/Reibung. Bei den späten Suntour Dinger weiß man ja nie, ob das Cyclone, Sprint, Edge, Ole oder noch was ganz anderes ist. Komplett und Funktionstüchtig. VHB €5 Suntour Schalthebel 7-fach Accushift xx sales suntour sh2 1 xx sales suntour sh2 2 Im Prinzip wurde alles schon gesagt. Diese hier sind noch einen Ticken wuchtiger. VHB €5 Konglomerat aus Suntour Schaltheben Teilen xx sales suntour sh3 2 VHB €8

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Vergessene Erfindungen: Suntour Palm Control

Wenn ich irgendwann einmal eine eigene Firma gründen, oder ein Produkt benennen sollte, dann würde ich es auf keine Fall „Palm“ irgendwas nennen, weil das geht immer schief.

So auch Suntour Palm Control aus den späten Achtzigern, eine Idee. Die Grundidee ist ja ganz nett, nämlich die sogenannten „Suicide Levers“ abzulösen; die hatte ich auch an meinem ersten Motobecane Rennrad. Na ja: Sportrad.

Aber ob das wirklich funktioniert? Ich finde ja schon Schaltdrehgriffe nicht besonders praktisch, und hier ist die Hebelwirkung wirklich nicht besonders gross, das reicht doch bestenfalls zum anbremsen.

1403 SR Palm 1 1403 SR Palm 2

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Sales: 3C: Concorde Classic Cyclone

Manche Ideen müssen lange reifen.

Letztes Jahr bin ich über einen belgischen Radhändler an zwei identische, niemals aufgebaute Concorder Classic Rahmen aus den Achtzigern in Pink/Violett gekommen. An den Rahmen waren noch die Original Verkaufsetiketten und Plomben und der einzige Unterschied zwischen den beiden bestand darin, dass der eine eine Rahmenhöhe von 56cm und der andere eine von 58cm hatte.

Zwei identische alte Rahmen zu haben ist selten und mir fiel eine alte Regel beim Kauf von chinesischem Porzelan wieder ein; nämlich dass ein Paar identischer Vasen immer mehr wert ist, als zwei einzelne Stücke. Im folgenden dachte ich darin die Rahmen neu aufzubauen, aber wie? Eine Idee war zwei Räder für ein Pärchen zu bauen, aber Frauen für 56er Rahmen sind selten und wenn, dann braucht der Mann oft nicht gerade einen 58er dazu. Eine andere Idee war, einen Rahmen Epochengerecht mit Komponenten aus den Achtzigern zu bauen und den anderen als Hipster Teil mit allem möglichen zu bestücken. Ich mag die Idee, weiß aber nichts mit dem Ergebnis anzufangen. Ich stelle dann den ersten Rahmen (58er) in die Ecke, weil ich den vielleicht für mich irgendwie benützen könnte und machte mich daran den 56er aufzubauen: Da der Rahmen an sich schon sehr viel Strahlkraft besitzt, kann da ja nichts anderes dran als schwarze Komponenten. Und da ich gerade in meiner „Suntour ist toll“ Phase war, plante ich den Rahmen komplett mit Suntour Cyclone aufzubauen. Das Ergebnis ist diese Woche fertig geworden.

1309 Concorde Classic Cyclone 02

Tatsächlich sind die meisten Komponenten aus der Suntour Cyclone Gruppe, allerdings aus verschiedenen Serien und Zeiten.

1309 Concorde Classic Cyclone 14

Bremshebel, vermutlich die 7200er.

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Bremsen, Suntour Cyclone 7100.

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Schalthebel: Sprint, Cyclone und Superbe sehen für mich gleich aus. Das Weichplastik am Hebel greift sich angenehm.

1309 Concorde Classic Cyclone 09

Kurbel Cyclone 7000, hergestellt von Sugino; obwohl die Kettenblätter sind zwar von Sutour sehen aber etwas anders aus. Würde gerne schwarze Kettenblätter daran sehen, passt besser zum Gesamteindruck. Pedale sind ebenfalls aus der Cyclone Reihe. Das sind natürlich Hakenpedale, ich finde aber, dass man diese ganz hervorragend mit normalen Schuhen fahren kann so wie sie sind.

Umwerfer aus der Cyclone 7000 Serie.

1309 Concorde Classic Cyclone 18

Umwerfer ebenso Cyclone 7000. Eigentlich Accushift. Die Rasterung habe ich aber bei den Schalthebeln ausgesetzt. Billige schwarze Kett von KMC.

Der Rest ist dann vorzugsweise schwarz: Mavic Felgen mit Shimano 600 Naben für Schlauchreifen. Die modernen Continental Sprinter passen wegen ihrer Schwärze gut zu demRad. Vorne kommta uch noch einer drauf, wenn der eher klassische Vittoria durch ist – da der Ventilkern bei dem nicht entfernt werden kann, dürfte das recht schnell der Fall sein.

Sattelstütze, irgendetwas in 26,8 mm passend für einen Columbus Aelle Rahmen mit einem Selle Italia Flite drauf. die klassischen Sättel habe ich so langsam durch: Concor, Turbo, Rolls, Regal, Turbomatic 2 .. es wurde Zeit für einen Flite, wenn es denn kein Brooks werden soll.

1309 Concorde Classic Cyclone 19

Der Vobau ist ein schlichter Kalloy in schwarz und der Lenker ein ebenso schlichter Taiwan Lenker in schwarz. Ich wollte unbedingt Lenker und Vorbau in Schwarz; leider ist es sehr schwer einen klassischen Rennlenker in dieser Farbe zu bekommen. Ein ITM Europa oder ein Modolo hätten zwar von der Zeit her gepasst, sind aber auch „anatomisch“ geformt und so kann man gleich einen modernen vebauen.

1309 Concorde Classic Cyclone 03

Die silbern-glänzenden Bremshüllen sind auf den ersten Blick vielleicht unpassend, aber wie das so ist: schwarze hatte ich eine mehr, ich wollte dass das Rad fertig wird  und wenn es erst einmal fertig ist, dann sieht es auch gut aus.

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Das Ergebnis sieht gut aus und fährt sich auch gut – ist mir aber zu klein. Das macht aber nichts, da ich ja noch den 58er Rahmen zum Aufbau habe und mir immer noch gut überlegen kann, was ich an dem dann anders mache.

1309 Concorde Classic Cyclone 171309 Concorde Classic Cyclone 15

Modernes, gekapseltes Patronentretlager. Zugführer unter die Achse geklebt, da keine vernünftge Bohrung zur Befestigung vorhanden war. Ach so und noch was: wenn ich diesen Concorde Schriftzug sehe, dann muss ich irgendwie an die ZACK Comics aus den Siebzigern denken:

Interessiert? VHB 750€

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Panasonic PR-4000

Es gab eine Zeit, da war Japan erstens cool und zweitens arrogant.

Da war so Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger. Wirtschaftlich ging es immer schneller immer besser und die Möglichkeiten, so glaubte man, waren grenzenlos. Ein paar Jahre noch vielleicht, dann würde man die Vereinigten Staaten links überholen. Der Kaiserpalast war bereits mehr wert als ganz Kalifornien, für Tokyo bekam man die USA und für Osaka wäre vermutlich England, Frankreich und Madagaskar drin gewesen. Ausländer dienten zur Belustigung im Fernsehen, als Hostessen und zum Beibringen von Englisch, oder wie jemand der das tat mal sagte: „English is taught in the presence of Japanese.“

Tokyo war schrill und faszinierend, Geld war im Überfluss da, guter Geschmack eher weniger. Mein Chef drückte mir einen Gutschein für ein Taxi in die Hand der mich 80 km weiter zum Forschungslabor in der Provinz brachte und ihn bzw. die Firma 300 Euro kostete. Einmal war ich in einer Bar und pinkelte in ein Pissoir, das mit verschieden eingefärbten Eiswürfeln gefüllt war. Neue Gebäude wurden zunehmend mit Marmor verkleidet. Kurz, die Zeichen standen bereits auf Dekadenz und Untergang und da sich Geschichte immer wiederholt, zuerst als Tragödie, dann a ls Komödie, wird man das dann lustigerweise auch mit China in Zukunft beobachten können.

Die Achtziger / Neunziger waren ohnehin schrill wenn es um Frisuren und Farben ging. Aus dieser Epoche stammt dieser Panasonic PR-4000 Rahmen der vermutlich ursprünglich  mit Shimano 105SC 7-fach ausgerüstet war (im Steuersatz kann man noch den Produktionscode „OK“ sehen, was November 1990 bedeuten würde).

Ich habe heute schon einmal daran geputzt und gebastelt, es ist aber gut möglich, dass sich hier noch einiges ändern wird.

Der Rahmen selber ist aus Tange CroMo Seamless Tubes Double Butted, man schaue einmal hier für die Specs. Der Zustand ist nicht großartig aber OK, es gibt eine Menge Kratzer und leider auch eine kleine Delle am Oberrohr.  Gar nicht gefällt mir diese Unifork die aussieht wie bei einem MTB; am liebsten würde ich da etwas verchromtes, klassisches sehen.

Schön ist aber der Startnummernhalter am Oberrohr, so etwas hatte ich bislang noch nicht. Und die Bremszugführung am Oberrohr die offen verläuft ist durchdacht und sinnig.

Ein weiteres Highlight ist die in den Sitzstreben integrierte Klemmschraube für das Sattelrohr. Das sieht sehr schick aus, ist aber auch sehr speziell und wehe da geht man etwas kaputt.

Die Ausfallenden sind von Tange, das Innenlager ist BSA 68mm, es gibt keine Befestigung für einen Umwerfer, sondern es muss mit einer Schelle gearbeitet werden und die Schaltzugführung ist unter dem Innenlager. Befestigungen für Flaschenhalter am Sitz- und am Unterrohr.Typischer 90er Jahre Kram halt, wobei glaube ich, manche Menschen aber auch kein Freund von Anlötumwerfer sind, da diese abgerissen werden können. OK, aber dann macht ein integriertes Schaltauge hinten natürlich auch keinen Sinn.

Die Einstellschrauben sind übrigens neu, die alten waren verbogen. Zum Glück kann man ja so etwas noch bei Rose kaufen. Alles in allem sieht der Rahmen gut durchdacht und praktisch aus – aber eben nicht unbedingt schön. Das ist eben japanische Industriekunst a la Toyota und nicht italienisches Brickel-brackel a la Pegoretti.

Die Laufräder bleiben auf jeden Fall dran, das sind uralte Shimano Naben 600EX aus den Achtzigern mit dem alten Logo, Fettschmierungsöffnung und einer 6-fachen Uniglide Kassette. Darauf sind Mavic GP4 Schlaureifenfelgen mit recht rostigen Speichen verbunden. Die Gommitalia Champion Schlauchreifen sind neu mit Tufo Band verklebt. Das ist übrigens zu breit für die Felge und die klebrige Seite schaut auf beiden Seiten heraus. Geht das auch anders oder brauche ich Kitt?

Der  Rest der Teile ist erst einmal für das erste dran, oder „toriaizu“, wie man so schön in Japan sagt. Ich will aber möglichst viel Zeug aus meinen Kisten im Keller los werden. Und überhaupt ich muss mich von meiner Gruppitis erholen. In den letzten Monaten konnte ich es einfach nicht ertragen, wenn, sagen wir mal meine Bremshebel sehr schöne Shimano 600EX (6200) waren und dann aber Golden Arrow Schalthebel  (ebenfalls sehr schön) am Rahmen pappten. Nein, dann musste ich mir unbedingt bei Ebay sauteure Shimano 6200er Schalthebel kaufen. Ich denke diese Einstellung ist zumindestens für mich etwas bescheuert und vor allem: teuer.

Also kommt dran was mir gefällt und hier bahnt sich eine wilde Mischung aus Shimano, Suntour, Campagnolo, Gipiemme und Mavic an. Plus ein paar moderne und sinnvolle Teile. Ich hoffe ich bekomme diesen wunderschönen Suntour Umwerfer zum laufen, das ist nämlich etwas tricky a er mit der Außenhülle angesteuert wird.

Zudem ist da Teil wahnsinnig massiv, so dass es einmal gerade in den Zwischenraum zwischen Sattelrohr und Reifen passt. Ein 700 x 25C kann da nicht montiert werden.

Der Lenker wird vermutlich flach und kurz werden, ein Rennlenker ginge natürlich auch wäre aber deutlich langweiliger. Aber mal sehen, das ist ja das spannende am Radaufbau, man weiß am Anfang nicht genau was am Ende herauskommt und man kann immer noch hie rund da ein wenig tauschen.

Mein erstes, richtiges Rennrad war auch ein Panasonic, ich habe das September oder Oktober 1990 in Tokyo gekauft. Es war blau, vielleicht auch ein PR4000 und mit einer Shimano 600 Trikolore ausgestattet. Leider gibt es keine Bilder und so gegen 2001 wurde es mir leider geklaut. Heul.

 

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Here comes the Sun … tour (again)

Suntour, finde ich persönlich sehr schade, dass es dieses Unternehmen nicht mehr gibt, nur noch als Klon in Taiwan. Interessanterweise versucht man gerad eine Wiedergeburt unter dem Namen SunXCD.  Hiroshi berichtet darüber auf seinem C-Speed Blog (auf japanisch, wenig (und falsches)  englisch).

Ich habe einmal versucht auf japanischen Blogs herauszufinden, was dahinter steckt. Bislang noch nicht so viel. Die Marke wird von Joy Japan Inc. produziert? vertrieben? Bislang gibt es einen Laufradsatz und einen Kurbelsatz. Jpy Japan vertreibt u.a. Microshift in Japan. Auf Cyclo gibt es noch ein wenig mehr zu sehen.

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Gazelle Champion Mondial

April 2010. Ich war neu in Bremen und brauchte unbedingt ein Winterrad.

Also es war einfach ganz schlechtes Wetter hier und ich hatte nur Schönwetterräder. Das heisst, eigentlich hatte ich nur ein rad und zwar mein Cervelo Solist von 2008. Ich hatte noch keine Ahnung von Stahlrädern, aber mir war aufgefallen, dass in Bremen andre Räder gefahren werden, als in Japan. Hollandräder, alte verlotterte Stahlschlampen, riesig schwere Trekkingräder mit Anbauten aus Panzerstahl…….also deutlich weniger Carbon. In Japan fährt man ja Colnago, Pinarello oder wenigstens Anchor, oder Damenräder für 150 Euro. Dazwischen gibt es relativ wenig an Angebot und Nachfrage.

Also bin ich, etwas naiv zu Fahrrad Feinkost gegangen, dem exklusiven Radladen in Schwachhausen an der Wachmannstrasse. Das wo die Eisdiele ist. Ich hatte ja keine Ahnung, ehrlich. Und ließ mir eine Gazelle mit Ösen für Schutzbleche andrehen, Modell Champion Mondial AA Frame von 1979 (konnte ich später anhand der Seriennummer herausfinden). Mit einem Sticker eines holländishen Radhändlers aus Den Helder, Jan Verdoes – einen ähnlichen Sticker sollte ich ein paar Monate später auf meinem neu erstandenen Union Fixie finden.

Der Rad war ein großartiger Mix von verschiedensten Komponenten: Shimano 600 Bremsgriffe, Weinmann Bremsen, Campagnolo Naben (bei der hinteren war die Achse gebrochen), Sugino Kurbel, Suntour Schaltung, Reynolds 531 Aufkleber….man das Rad hatte schon einiges mitgemacht. Das Hinterrad hatte auch einen schönen Schlag, so dass eine neue Mavic Open Pro Felge fällig wurde. Fahrrad Feinkost hat sich dann auch wahnsinnig viel Zeit gelassen, bis alles fertig war, so einen miesen Service war ich aus Japan nicht gewohnt. Na ja, aber ich war auch gerade zurück in Deutschland und mittlerweile habe ich mich wieder an die Sitten hier gewöhnt. Beispiel? vor ein paar Tagen beim Bäcker:

Ich :“Guten Morgen, ich hätte gerne ein Croissant.“

Die: „Aha!“

Na ja, also jetzt macht mir das nichts mehr aus. Jedenfalls wurde der Sommer 2010 dann wunderschön, warm, blauer Himmel immer, Familie noch in Japan, viel Zeit zum fahren am Wochenende und alles mit dem Cervelo, denn das ist ja ein Schönwetterrad. Dsa Gazelle habe ich aber dann im Herbst rausgeholt, bin damit zur Arbeit gefahren und ab und an auch längere Touren wenn es aussah, als wenn das Wetter schnell umschlagen könnte. Im Vergleich zum Cervelo ist das natürlich eine lahme Kiste. Ich fing dann an meine eigenen Räder aufzubauen und schnell merkte ich, dass es doch bessere Räder als Gazellen gibt. Ich meine Gazellen sind keine schlechten Räder, aber die sehen halt nicht so gut wie italienische Teile aus.

Im August 2011 habe ich die Gazelle noch einmal mit zu Freunden nach Diemitz genommen und bin dort mit ihr gefahren. Das war sehr schön, aber im Herzen hatte ich schon Abschied von ihr genommen. Ich habe die Gazelle dann noch ordentlich aufgemöbelt, alles neu eingestellt und geölt und  gefettet udn dann bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf eingestellt. Nichts passierte.

Nichts passierte. Dann hatte Larissa Interesse das Rad zu kaufen, aber es war ihr einfach zu groß und nachher hat Tobi ohnehin ein viel schöneres schwarzes Olmo gekauft, dass ich dann für sie herrichten durfte. Schliesslich habe ich die Gazelle über Ebay verkauft.

Genau, es hatte sehr schön alte Klemmen von Shimano Dura Ace, jetzt fällt es mir wieder ein. Die klemmen heute an meinem Union Fixie.

Sugino Kurbel, bereits gepimpt mit einer goldenen Kettenblattschraube. Alle meine Räder haben eine Kettenblattschraube in einer andren Farbe als die andren vier. Das ist mein Markenzeichen.

Mit der Gazelle unterwegs, hier einmal vor meinem Lieblingskriegerdenkmal in Worpshausen. Hier ist die Gazelle noch im Feinkost-Urzustand.

Mit der Gazelle in Diemitz.

Alles über meine Gazelle Champion Mondial hier.

 

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Germany’s next top rear derailleur

Ich finde alle irgendwie gut, aber für wen haben wir heute Abend kein Foto?

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