Archiv der Kategorie: Kotter JPS

Kotter Racing Team JPS

Das John Kotter Player Special Racing Team.

Gerade fertig geworden, obwohl etwas zu tun und noch weiter zu optimieren gibt es ja immer. Die Basis dieses Kotters ist ein komplett erhaltenes Rennrad aus den Achtzigern gewesen. Quasi wie neu, hat ein Hannoveraner für seine Frau gekauft und die hat es nicht gefahren sondern auf die Empore gestellt und anstrahlen lassen. Ich hatte das Rad vor ein paar Wochen auf Ebay ersteigert und es dann in Hannover abgeholt. Ich muss sagen, ich war wirklich schwer beeindruckt und es tat mir ein wenig weh den Originalzustandes des Rades zu verändern.

Der Plan war das Rad so komfortabel, stylish und sportlich wie möglich für die Frau eines sehr guten Freundes aus vergangenen Japanzeiten umzubauen. Für ihn hatte ich bereits ein anderes Kotter umgebaut, so daß die Familie jetzt fast völlig kotterisiert ist. Nachdem „er“ eine fast komplette Shimano 600 Arabesque Gruppe montiert hat, wurde für die die fast noch schönereShimano Golden Arrow zusammengekauft. Die Kurbel ist NOS, nur leider gibt es keinen Golden Arrow Anlötumwerfer, so dass hier ein 600EX 6207 zum Einbau kam.

Ein Rennradlenker kam gar nicht in Frage, so dass ich mich für einen Trainingsbügel entschied. Ich wollte schon immer einmal die Dia Compe 188 Bremsen verwenden, die Ende des Lenkers fixiert werden, hier gab es eine prima Möglichkeit dazu. Ich finde diese Art der Befestigung hat sehr viel Charme, da man nämlich dann das Lenkerband ungestört nach vorne winkeln kann und so eine Menge weiterer Griffmöglichkeiten schafft. Das ist ein Lederlenkerband, relativ teuer aber sehr schön.

Ebenso wenig kamen klassische Haken- und Riemenpedale in Frage. Ich habe solche auch lange bei meinen Rädern benutzt, kam dann zu halben Haken ohne Riemen und dann einfachen Rennpedalen. Aber am besten für den Alltag sind immer noch Pedale die zweiseitig zu fahren sind – einfach drauf und losfahren.

Bei den Bremsen habe ich lange gezögert, aber bei mir fangen Bremsen eigentlich erst bei der Dura Ace BR-7403 an. Alles davor, also prä-dual pivot, ist eigentlich nur leichte Verzögerungsdekoration. Die alten Golden Arrow und Arabesque Bremsen leisten meiner Ansicht nach gar nichts. Und da bei den Dia Compe der Bremszugweg ohnehin sehr begrenzt ist habe ich mich für Campagnolo Veloce entschieden. Diese sind zwar nicht „epochengerechnet“, passen aber vom Design her sehr gut zu dem Rad.

Umgekehrt war die Entscheidung beim Sattel: Ein Terry Damensattel wäre wohl das bequemste, was der Markt hergibt, aber ein Brooks Damensattel ist auch recht bequem und sieht wesentlich besser aus. In die Satteltasche passt genug Zeug, um das Rad bei einem Platten wieder ans fahren zu bekommen.

Sehr viel Arbeit machte das Zentrieren der Laufräder. Obwohl das Rad ja nie gefahren war, gab es vorne und hinten sehr starke vertikale Unwuchten die mit viel Mühe entfernt wurden.

Es ist eine schöne Überraschung geworden und fährt sich mit kurzem Vorbau und Lenker sehr angenehm. Der Sattel muß noch weiter runter, aber darunter ist eine NOS Shimano 600 Sattelstütze und die tut man ja nicht so gerne weiter als notwendig in den Rahmen schieben. Der Brooks steht vorne etwas hoch, habe ich ausprobiert, ist so am bequemsten.

Gestern und heute damit Probe gefahren, läuft wirklich gut. Könnte mir auch gefallen, ist mir aber mit Rahmengröße 54 cm viel zu klein. Aber ich denke Mal, John Kotter wäre stolz auf mich.

Alles über das Kotter John Player Special hier.

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Geschlaucht. Teile. For Sale.

Gestern und Heute 6 Paar Laufräder eingestellt und teilweise mit neuen Schläuchen und Reifen versehen. Geschlaucht. Ergebnis ernüchternt:

  1. Kotter Shimano 600/Mavic MA: Riesige Eier, muß alles noch mal nachzentriert werden.
  2. Maillard/Mavic Open Pro: Passt, sitzt und hat Luft.
  3. Union Mavic: Beide neuen roten Contis zerstört mit Löchern in der Karkasse. Neue Contis aufgezogen, Schläuche OK und halten Luft obwohl geflickt.
  4. Olmo Mavic/Rigida: Keine Probleme, alles prima.
  5. Canyon SwissDT R1.1. Vorne schon wieder platt. Beide Reifen runter und neue Ultremos mit neuem SChlauch vorne aufgezogen. Sollte nun erst einmal OK sein.
  6. Toppolinos. Schlauchreifen. Hinten OK. Vorne geht keine Luft rein, da muß ich mir morgen etwas ausdenken.

Wie gesagt, total geschlaucht. Es macht einfach keinen Sinn sich gute Reifen für Bremen zu kaufen, die, sagen wir mal 5.000 km laufen können, wenn diese ohnehin durch Glasscherben etc. regelmässig nach 400 km zerstört werden. Und an Schläuchen sollte ich mir einmal eine Hunderter-Radladen-Verbrauchspackung holen.

Bei der Gelegenheit habe ich einmal meinen Keller aufgeräumt und verkaufe die folgenden Teile:

Lenker Bremsen Vorbau Leder Kombination

Kommen von einem nie gefahrenen Kotter Rad. Absolut neuwertig, ohne jede Gebrauchsspuren, fast so wie vor 25 Jahren. Die Bremsen sind Shimano Dura Ace BL 7401, non-Aero. Diese wurden an einem 3ttt Superleggero Lenker verbaut, Außenbreite 430 mm. Das besondere daran ist die Zugführung: Unter den Bremsgriffen wurden Löcher in den Lenker gebohrt, ebenso auf der Unterseite in der Nähe des Vorbaus. Die Bremzüge verlaufen also nicht unter dem Leder Lenkerband, sondern im Lenker selber.

Der Lenker ist mit einem sehr schönen Lenkerband aus schwarzem Leder ummantelt, das mit einem helleren Faden im Kreuzstich vernäht wurde.

Der Vorbau ist ebenfalls von 3ttt schwarz  und etwa 90 mm lang. Die Abschlußkappe der Lenkerklemmung ist vorhanden. Auf dem Vorbau ist der Name eines Vorbesitzers „W. Schwitalla“ eingraviert. Type des Vorbaus ist mir unbekannt. Statt einem 3ttt Frontschild wurde eine Metallschild mit den Weltmeisterfarben und den Olympischen Ringen eingesetzt.

Das ganze kommt komplett mit schwarzen Bremshüllen und Zügen. Die Hüllen sollten bei kleinen Rahmen von der Länge her ausreichend für die Vorderbremse sein und bis zur Führung durch das Oberrohr. Die Züge sollten erneuert werden. Evtl. ist es also erforderlich die Griffe zu demontieren und neue Bremshüllen durch den Lenker zu führen. Ds sollte technisch machbar sein.

Das ganze ist einfach traumhaft gut aussehend – aber eben nichts für mich und das Rad brauche ich für etwas ganz anderes. Ich würde mich für 90 Euro inklusive Versand davon trennen.

Klickpedalen Shimano Dura Ace PD-7401 Neu

Kommen von dem 25 Jahre alten, nie gefahren Kotter Rad und sind in absolut neuwertigem Zustand. Diese stammen aus der Zeit vor dem Shimano SPD-SL System und wurden von Look mit dem Look System für Shimano gefertigt. Keine gute Idee von Look gewesen, das. Die Pedalen sind allerdings perfekt, keine Kratzer, nichts, wirklich neuwertig. Selbst die Beispiele auf Velobase sehen nicht so gut aus wie diese.

Ich dachte an 50 Euro inklusive Verschickung.

Sattel Selle Royal CX

Sattel aus den Achtzigern mit goldfarbenem Gestänge und goldener Nase. Wie üblich bei Sätteln aus dieser Zeit sieht auch dieser sehr gut aus und soll laut Velobase schön unbequem sein.

„Aerodynamisch optimiert, offene Spitze, damit die Luft hindurch und nicht herum ström. Geprägtes CX Logo, vergoldete Metallapplikation auf der Spitze, vergoldete Sattelstreben mit einer starken Biegung im hinteren Bereich – Das ermöglich extrem nach vorn verlagerte Sitzpositionen bei Zeitfahrrädern. An der Kante rundherum vernäht.“

Habe ich gerade bei einem Anbieter auf Ebay gelesen. Unbenutzt, von meinem Kotter aus den Achtzigern abgebaut. Absolut neu, Gestänge leicht angelaufen aber wirklich in einem sehr guten Zustand.

Ich dachte an 60 Euro inklusive Verschickung.

Trainingsbügel Sellavia 

Neu, unbenutzt. Falsch gekauft, kann ich für mein Projekt leider nicht verwenden. 25,4 mm Klemmung, 22,2 mm Durchmesser. Aus Aluminium  silber eloxiert. Etwa 560 mm breit. Von Sella Berolinum, Neupreis 15,90 Euro.

Leider schlecht zu versenden, kostet mit DHL online €5,90. Daher für 15 Euro inklusive Versand abzugeben.

Ein Paar Drahtreifen Continental Sport 20 – 622 plus eine Mavic Felge MA40 36 Loch plus …

Die Continentalreifen sind etwa 25 Jagre alt und unbenutzt, quasi neuwertig. An den Flanken jedoch etwas spröde, wie das bei alten Gummis halt so ist. An den Seiten des Profils sind aber noch die Einspritzkanäle zu erkennen, diese sind noch nicht abgefahren.

Dazu eine Mavic MA 40 Drahtreifenfelge schwarz anodisiert, nit 36 Löchern gebraucht aber in gutem Zustand. Die Ösen sind angerostet, aber die Flanken sehen noch gut aus.

Dazu gibt es noch ein zweites Paar gebrauchsfähige alte Draftreifen umsonst dazu plus eine moderne 700er Felge von Swiss DT R1.1 die vermutlich etwas verzogen ist. Ich würde das um liebsten, auch wegen der Versandkosten alles als ein komplettes Paket verkaufen, und dann mi Hermes für €9,90 verschicken.

Daher hatte ich mir als Verkaufspreis inklusive Versand 40 Euro vorgestellt.

Kontakt bitte über Kommentar auf dem Blog(der nicht sichtbar wird, bis ich ihn freischalte oder lösche).

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Kotter Lotus John Player Spezial

Formel Eins mochte ich eigentlich nie.

Bzw. ich fand das nicht wirklich spannend, besonders heute wenn Rennen entschieden werden, wann wer zum tanken rein fährt und neue Reifen bekommt.  Einige Formel Eins Rennwagen hingegen, aber auch andere sehen richtig gut aus. Versteht ihr was ich meine? Habt ihr ähnliche Erinnerungen an die Autos mit denen ihr als Kinder gespielt habt? Die stärksten, schnellsten und coolsten Boliden die in unserer Holzkiste zu finden waren?

Tyrell

Porsche 917 (nicht F1)

Porsche 917 (auch nicht F1). Und jetzt der Höhepunkt, waraum ich diese endlos lange Vorgeschichte brauche:

Lotus

Den mochte ich irgendwie ganz besonders. Das hing damit zusammen, das meine Eltern, die beide nicht rauchten und beide anglophil waren, einen Riesenvorat an englischen Zigaretten hatten, den ich ihnen langsam und heimlich wegrauchte. Meine favorisierte Marke war John Player Special, der Sponsor des Lotus Teams. Daneben hab es noch Benson & Hedges and filterlose Navy Cut die nur in Notsituationen zu ertragen waren.

So 1975 fuhr ich mit meinem Freund Dietmar Beck (Heute Polizist) auf eine Motoradshow in Essen. Einfach grottenschlecht und total langweilig. Ich hatte etwas Geld und kaufte mir einen Aufkleber, eben den von John Player Special, rund, fast so groß wie eine LP und der pappte dann auf meinem Jugendschrank. Leider war das eine schlechte Kopie aus Wanne Eickel (dem China der Siebziger), denn auf dem Aufkleber stand

JOHN PLAYER SPEZIAL

was mir aber erst mein Vater zuhause sagte. Typisches „Problem anderer Leute Feld“. Ich ignorierte was er sagte und war weiterhin stolz auf dieses zeitgerechte Souvenir der Rennwelt.

Heute fuhr ich nach Hannover, um mein neues Kotter Rennrad abzuholen, dass ich vor ein paar Wochen für viel Geld bei Ebay erstanden hatte. Mit Rahmenhöhe 56 cm ist es viel zu klein für mich, aber es ist aus den späten Achtzigern, wunderschön ausgestattet und  vor allem seit 20 Jahren quasi nie gefahren. Alles an dem Rad ist quasi neu, inklusive Kette und Reifen.

Das Rad ist nicht für mich, vor einiger Zeit habe ich ein Kotter für einen alten Freund aufgebaut., das Kotter Arabia. Nun möchte er seiner Frau Heike auch ein schönes Rad schenken, so dass sie gemeinsam fahren können. Der Name Arabia ist übrigens nicht nur wegen der Arabesque Ausstattung von Shimano gewählt worden. Tobias lebt derzeit tatsächlich in Riyadh, Saudi-Arabien und bald wird er mit seiner Frau entweder dort oder in Dubai sein.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich werde in den nächsten Wochen das Kotter für Heike Damengerecht und komfortabel umbauen. Außer dem Rahmen und den Laufrädern, die wirklich ganz exzellent in Schuss sind, kommt alles runter und dient der Finanzierung dieses Projektes. Statt einem Rennradlenker werde ich einen Trainingsbügel montieren mit sehr schönen Dia Compe Hebeln die anstelle der Lenkerstopfen verankert werden. So wie bei dem Eley Kishimoto Rad. Die Komponenten sonst werden im wesentlich Shimano 600 (6200er Serie) und Golden Arrow werden. Ich habe noch eine NOS Golden Arrow Kurbel die ich hierfür aufgeben werde, sowie gut erhaltene Schalthebel und Umwerfer.

All das wird seine Zeit brauchen, es muß aber fertig sein zum großen Sommerfest auf dem Landgut in Meck Vorpom.

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