Winter. Nebel. Deich.

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Nachdem sich gestern mittag so etwas wie Frühling über Bremen andeutete, kam der Winter in der Nacht mit aller Macht zurück und verpasste der Landschaft eine Dosis Schockfrost.

Zu viel gutes Essen, noch mehr guter Rotwein und viele sehr schöne Gespräche bis tief in die Nacht und den Nebel bei unseren koreanischen Freunden führten zwangsläufig dazu, dass ich mich erst spät am Sonntag auf das Rad setze, um eine kurze Tour entlang der Wümme zu fahren. Die Temperaturen waren deutlich unter Null und Rauhreif und Nebel überall. Das ist gut dachte ich, denn die Landschaft am Deich kenne ich in und auswendig, so kann ich sie nicht oder wenigstens anders sehen.

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Es war so kalt, dass sogar der Stacheldraht an den Weiden der kleinen Wümme gefroren war. Durch die begrenzte Sicht fühlte ich mich allein auf der Strasse, keine Wanderer, Landwirte oder gar Radfahrer waren zu sehen. Und die Wümmibillies waren zuhause geblieben oder hatten sich in ihren Lauben verkrochen.

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Die kleine Wümme, da wo „DeliveranceDeliverance“ gedreht wurde.

Der Nebel ist so dicht, dass man das Gefüh hat durch Gelee zu fahren. Schnell geht das gar nicht, auch nicht auf dem Wümmedeich. Kommt dennoch und überraschend ein anderer Rennradfahrer in Sicht, so stachelt das den Ehrgeiz an sich an den dranzuhängen. Wie im Sommer.

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Über kleine Umwege dann nach Haus gefahren um pünktlich zum Abschluss des Tages in und mit Shanghai zu telefonieren. Rechts der Strasse liegen gerollte Strohballen. Sie sehen aus wie Kunstrasen mit Rauhreif. Die Landschaft wurde komplett mit diesem belegt, einige Ballen sind übrig geblieben.

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Bester Hintergrund für ein „Bike leaning against something“ Foro

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Hier sind die Straßen nun auch komplett in Weiß. Prima, denke ich mir, Zeit sich wieder mal auf die Fresse zu legen und etwas komplett unvernünftiges zu tun.

Komplett unvernünftig wäre es nun noch den „Le Stra“ Kriteriumskurs zu fahren. Nach kurzem Kopfschütteln nehme ich von der Idee Abstand und fahre nach Hause. Wenn es denn unbedingt sein muss, kann ich ja dort noch etwas geistiges Stabi Training machen.

Strava

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3 Kommentare

Eingeordnet unter 2016, Bremen, Mob, Touren

3 Antworten zu “Winter. Nebel. Deich.

    • Danke, das ist nett. Noch elf Tage bis zur Insel. Sieht aus, als wenn ich alleine wäre in meiner Gangster Finca. Wollte mir Henri und seinem Freund fahren. Aber, der geschiedene Vater des Freundes zahlt keinen Unterhalt mehr. Jetzt Gerichtsverfahren. Kein Geld da um nach Malle zu reisen. Henri: Dann habe ich auch keine Lust. Also, wenn Du Lust hast auf Finca in Lloseta vom letzten Mal – gerne. Wir haben auch einen Flug für Dich von Bremen aus.

      • Ui, das ist ja schade. Manche Männer sind also doch scheisse, nicht so vorbildlich wie wir.
        Dein Angebot ist verlockend – aber leider (oder zum Glück!) habe ich gerade sehr viel zu tun: Wettbewerb gewonnen, und jetzt müssen wir das auch planen…
        Und dann fliegen wir ja am 26.12.16 nach Mallo.
        Wir wünschen Dir jedenfalls eine schöne Reise. Fahr vorsichtig!

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