Der Speichenschlüssel von Pillar, mit dem der Meister des selbstgebauten Dynamonabenlaufradsatz aus Japan, Positivo David L. seine Räder aufbaut. Im Vergleich zu herkömmlichen Speichenschlüssel ein Unterschied wie Tag udn Nacht nach eigener Aussage.
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Unterwegs mit der Klassikerin
In der Woche erreicht mich die sehr erfreuliche Nachricht, dass Juliane aus London nach Bremen kommen würde.
Prima, ich freute mich schon sehr, denn Juliane hatte ich nicht mehr gesehen, seitdem sie Anfang September in London geheiratet hatte. Sie war nun auf Besuch in Berlin und Hamburg und wollte das Wochenende bei uns verbringen. Das würde ja ein sehr Rad-intensives Wochenende werden, dachte ich mir,und fuhr am Samstag zur Vorbereitung in das GVZ.
Freitag Abend kam Juliane spät aus Berlin. Den Samstag begannen wir mit medidativem Kurzschrauben an meinem neuen Moserrahmen, den ich gerade für Shozo aufbaue. Ich war so medidativ in die Arbeit versunken, dass ich die Kette falsch herum zusammennietete. Das sah dann so ähnlich wie eine Sicherung gegen Wegfahren aus. Selten daämlich. Also dachte ich, dass es nun Zeit wäre die Arbeit erst einmal ruhen zu lassen.
Wir machen uns dann fertig zur Ausfahrt. Juliane zog meine sehr schönen, alten VICINI CESENA (als Vicini ist das für Cesena was Chesini für Verona und Sambi für Ravenna ist) an mit passender Liquigasmütze und zur Sicherheit einer Pudelmütze darüber. Sie durfte sich eines meiner Räder aussuchen und entschied sich für das Panasonic PR4000. Eine gute Wahl.
Wir waren gerade losgefahren, als mal wieder die Kurbellagerschrauben an meinem Union Fixie losgingen. Das ist vermutlich deswegen, weil die Dura Ace Kurbel einen JIS Vierkant, das eingebaute Innenlager von Campagnolo aber ISO Vierkant ist und die sich nicht mögen. Also fuhren wir erst einmal wieder zurück und ich zeigte Juliane das Universum.
Ich bin nicht gerade ein riesiger Fan des Inneren des Universums, aber von außen finde ich das Klasse. Ich mache da gerne Photos von meinen Rädern, das Colnago Super XL 1988 habe ich zum Beispiel dort auf der Treppe fotographiert und davor auch schon das Union Fixie.
Wir fuhren dann erst einmal nach Hause, packten zur Sicherheit eine Menge Werkzeug ein und fuhren dann raus Richtung Lilienthal, aber die Wümme und dann auf der rechten Seite der Wümme Richtung Ritterhude. Ich mag diese Strecke ja sehr, so leer, so schön, und wenn man erst einmal die ersten 3 Kilometer Kopfsteinpflaster überstanden hat auch so schnell. Ich zeigte Juliane auch „die Schleuse“, „das Haus am Walde“ und „das Kiosk zur gelben Gefahr“,also alle wichtigen Treffpunkte für Radfahrer mit Ausnahme des „Krokodils“.
Tja mit den Rädern anderer Leute zu fahren kann schon anstrengend sein, deshalb schob Juliane ab und an ein paar Lockerungsübungen ein; jedenfalls solange es noch nicht regnete. Und so fuhren wir durch die Gegend, bis wir an die Straße nach Ritterhude kamen. Wir hätten un weiter nach Vegesack, mit der Fähre rüber auf die falsche Weserseite und wieder zurückfahren können. Also das war jedenfalls die Idee. Oder, ich in Anbetracht des schlechter werdenden Wetters und der anbrechenden Dunkelheit entschieden wir uns auf der falschen Wümmeseite wieder zurück Richtung Bremen zu fahren. Das Vertrauen zum Panasonic nahm sichtlich zu.
Von dort aus ging es in die Innenstadt und wir machten uns durch die üblichen touristischen Attraktionen: Schnoorviertel, Böttcherstrasse, Schütting, Rathaus, Bürgerschaft, Roland….als Profibremer kann ich das alles natürlich exzellent erklären. Auf dem Markt dachte Juliane, das dies der Freimarkt wäre. Der Profibremer musste da widersprechen. Genug Kommerztourismus, zum Glück fing es an zu regnen und wir machten uns auf in das Theatro. Im Theatro habe ich meinen halben nicht auf dem Rad verbrachten Sommer 2010 verbracht und das war gar nicht übel.
Draußen regnete es Bindfäden und wir tranken Kaffee und Tee bevor wir uns durch die Plörre wieder auf nach Hause machten.
Später zeigte mir Juliane dann Fotos von der Eroica aus dem Oktober, bei der David und sie mitgefahren waren. Ich war schwer begeistert. Beim Einkaufen dort würde ich vermutlich auch ein Vermögen lassen. Also jedenfalls schmiedeten wir Pläne, wie wir alle Positivos da nächstes Jahr fahren würden. Ich lümmelte mich neben ihr auf der Couch rum und plötzlich fühlte ich einen komischen Schmerz im Rücken und dann hatte ich meinen ersten Hexenschuß seit vier Jahren oder länger. An Bewegen war nicht mehr zu denken. An Eroica 2013 in dem Moment auch nicht mehr. Eigentlich beherrschte mich nur noch der Wunsch ins Bett zu gehen mit einer Wärmflasche und diese Welt er Schmerzen zu verlassen. Was ich dann auch tat.
Heute kann ich zumindestens wieder sitzen und schreiben. Danke Juliane für’s kommen.
Jerome
Jerome. Im Hintergrund David. Am Tamagawa in Tokyo. Hm, ich vermisse meine Zeit dort und ich vermisse die Turen mit den beiden. Genau dann, wenn ich ohne Rad in München am Flughafen sitze.
Juliane und David auf ihrer eroischen Hochzeitsreise
Juliane und David, die einzigen Positivo Espresso Mitglieder die jemals heiraten werden, haben ihre Hochzeitsreise aufd er L’Eroica dieses Jahr in Italien verbracht:
Fotos von der L’Eroica
Die L’Eroica ist ein „Rennen“, das jedes Jahr im Oktober in der Toskana ausgetragen wird. Das besondere dabei ist, dass man nur auf alten Rädern teilnehmen darf und dass die Strecke über „strade bianca“ führt; also viele Streckenstücke sind nicht asphaltiert. Juliane und David, zwei Mitglieder von Positivo Espresso, die vor kurzem in London geheiratet haben, (Es wird vermutlich die einzige Positivo Espresso interne Hochzeit bleiben – die nächsten auf der Liste wären dann David und Jerome oder David und ich) wollten eigentlich Ihre Hochzeitsreise dorthin machen. Ich habe aber jetzt noch nichts von den beiden gehört. Was mich daran erinnert, dass ich noch ein paar Hochzeitsbilder posten sollte (über David).
Ja, schön war es. Und bei David un mir könnte es nicht besser werden, also lassen wir das mal besser.
Aber hier ein paar schöne Bilder von der 2012er L’Eroica (via Cycling Tips)










Lightweight
Oder Leitweit, wie Thorsten zu sagen pflegt.
Das waren mal die Räder der Sieger, wurden von Pros gefahren und ein cleveres Mädchen aus Jena namens Juliane brachte Sie nach Japan und verkaufte die dort recht anständig. Das war alles revolutionär, leicht aber stabil und halt richtiges Pro Material: Teuer und leicht kaputt zu kriegen aber leicht und steif bis zum geht nicht mehr.
Das Zeug war so Promäßig, dass sogar das Logo ganz mies mit Schablone und weißem Lack auf der Carbonfelge aufgesprüht war. Sah irrsinnig amateurhaft und deshalb gar nicht nach Design und unheimlich nach Leistung aus. Wenn Einträge so anfangen und dann auch noch in der Vergangenheit geschrieben sind, dann ist schon klar wohin die Reise geht: Lightweight ist auch nicht mehr das, was es einmal war.
Nein, dass ist nicht das Problem, Lightweight ist immer noch genau das, was es einmal war, und zwar leicht und teuer aber dummerweise eben noch genau das gleiche Zeug wie vor zehn Jahren. Im Grundsatz. Die Welt um die Räder hat aber auch rotiert und sieht heute anders aus. Heute fährt man ZIP 404 oder Reynolds Attack oder von mir aus Topolinos.
Lightweight dagegen ist das Zeug für den Hobbysportler und da macht es am wenigsten Sinn. Da der Hobbysportler keine Lust auf Schlauchreifen hat, gibt es nun Clinchers von Lightweight. Ich finde auch Schlauchreifen doof. Vor allem solche, die auf das nackte Carbon geklebt werden und die man nur mit Hilfe von Gehirnchirurgen und ganz viel Zeit und Geduld von der Felge entfernen kann. Mit Schrecken erinnere ich mich wie David auf Malle in ein großes Loch fährt und sein Lightweight Laufrad platt wird. Juliane wird und sieht rot, es kommt zum großen Krach und der Urlaub ist quasi vorbei. Nun gut, heute sind die beiden seit noch nicht einmal einer Woche verheiratet, aber es hätte damals auch ganz anders kommen können.
Heute gibt es die Lightweights mit noch weniger Speichen und mit allen möglichen schicken Aufdrucken, auf andere Fabrikate gemarkert und mit einer golden Speiche in Sondereditionen. Dazu gibt es marginal andere Versionen für Berg rauf, Berg runter, Straße geradeaus und Rennrollstuhl.
Anbei ein paar Beispiele von der Eurobike in Friedrichshafen via Bike Radar:

Fernweg,. Autobahn gibt es auch als 8 Speichen Vorderrad.


Eingeordnet unter 2012, Bits&Pieces, David, Juliane, Mob
London Time Trial Training
Vorgestern: Wunderschöne Hochzeitsparty von Juliane und David. Das erste und vermutliche einzige Mal dass Teammember von Positivo Espresso heiraten werden. Gestern: Hangover und rumhängen. Langsames gewöhnen an die Realität mit zunehmend abnehmenden Dosen von Rotwein und Nikotin. Am Ende: Currywurst. Heute: Time Trial Training. Boris Bike an der Victoria Station mit meiner Kreditkarte angemietet und nach dem Buckingham Palace zweimal den Hyde Park umrundet. Total fertig. Liegestuhl geschnappt und Pause gemacht.
Längerer Londonbericht wird folgen.
Positivo Tourmalet
Während ich hier in Bremen rumhänge und der Sommer langsam auf den Bremer Saisonhöhepunkt zusteuert (Bremen Challenge: 120 km durch die Stadt fahren) sind meine alten Radbuddies in den Pyrenäen unterwegs gewesen und machen mich mit Ihren Fotos neidisch. Na wartet – bald bin ich im Harz oder sogar auf Malle!
Zertifiziert.
James Knott, auch bekannt als „Jimmy from Shinagawa“ oder nun eigentlich „Jimmy aus Azabu“ nahm an einem Bike Fitting Kurs von Retül University in Kamakura teil.
Würde ich das auch gerne einmal machen? Vielleicht. Auf jeden Fall hätte ich gerne eine klassisch aussehende Urkunde, die ich mir repräsentativ irgendwo aufhängen könnte. Ach egal, ich bastele mir das mit Photoshop.






















































































