Sommerschlußverkauf mit Caroline

Morgens um 11, ich hatte die Augen erst halb auf, umarmte meine Decke und säuselte ihr liebevolle Worte in den Saum. Ich war wach geworden von den Menschen draußen, die die Läufer des Bremer Marathon anfeuerten, der vor unserem Haus vorbeigeht. Da schlägt dann das schlechte, sportliche Gewissen zu.

Zum Glück konnte ich mich spontan mit Caroline verabreden und wir trafen uns kurze Zeit später am HaW. Bloß kein Stress, eine rein regenerative Runde. Zunächst einmal brauchten wir etwas Verpflegung. Mir war aufgefallen, dass an der Parkstraße eine Menge Menschen panisch vor einem gelandeten UFO flüchteten.

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Panik in Bremen: Independence Day

Zum Glück hatten freiwillige Helfer Verpflegungsstationen entlang der Fluchtroute aufgebaut, so dass die Flüchtlinge möglichst schnell in die Sicherheit laufen konnten. Caroline nutze die Gelegenheit aus und schnappte sich einen Becher Wasser.

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So gestärkt machten wir uns nun über den Deich, Fischerhude und Quelkhorn Richtung Wilstedt. Das Tempo war gemütlich und so hatten wir viel Zeit uns zu unterhalten. Statt den üblichen Weg von Wilstedt zurückzufahren, radelten wir weiter nach Tarmstedt und von dort aus Richtung Grasberg. Hier waren wir so langsam, dass die Zeit für ein paar Selfies reichte.

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Schattenfrau

Die Straßen waren gerade, von Birken gesäumt und leer. Wir kamen uns vor wie in Thelma and Lousie und das einzige was uns fehlte waren ein paar rötlich gefärbte, klippige Berge am Horizont und ein vereinzelter Kaktus rechts uns links. Doch wir waren nicht in den USA, sondern in Deutschland, das wurde uns klar, als wir nach links abbogen und die das nächste Dorf fuhren.

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Adolphsdorf, wir meinten zu erkennen, dass das „ph“ erst vor ca. 70 Jahren neu eingefügt war und ein übermaltes „f“ war noch leicht zu erkennen. Von da aus ging es nach Worpswede (Eis Dolomiti) und dann Richtung Ritterhude. Caroline war noch nie auf der anderen Seite der Wümme gefahren und so machten wir uns auf Richtung Lilienthal. Vorher statteten wir der Schleuse einen Besuch ab und tranken Kaffee und aßen Kirschkuchen. Es war alles sehr relaxt, so stelle ich mir das vor wenn ich auf dem Rad chillen möchte und nicht mit 40 km/h Sachen durch das Halbdunkel hecheln. Es war noch einmal ein richtig schöner Spätsommertag, von dem wir schon glaubten, dass Samstag der letzte davon dieses Jahr passiert wäre. Zum Glück geht der Sommerschlußverkauf noch etwas weiter.
Danke an Caroline.

 

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Eingeordnet unter 2014, Bremen, Mob, Touren

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