Archiv der Kategorie: David
Mount Gongen Lasso + PE Reunion
Letzte Traningsmöglichkeit vor dem (Teil)Brevet am nächsten Sonntag, blauer Himmel und Frühlingstemperaturen in Tokyo. Das schrie nach etwas besonderem, also einer schnellen Ausfahrt mit vielen Höhenmetern.
Und so dachte ich, ich mache mich auf dem Weg mit dem Zug nach Ome, nehme Sachen zum Umziehen mit und fahre eine gr0ße Schleife über Okutama, Matsuhime, Uenohara, Tawa, Tsuru und zurück über Okutama. Das sollten dann vielleicht so etwa 100km, und in sechs Stunden zu schaffen sein. Vielleicht hätte ich mir vorher einmal eine Karte anschauen sollen, anstatt auf meine überlegenen, gefühlten Japan Kenntnisse zu vertrauen.
Zumal es dann am Morgen sehr schleppend los ging als Folge exzessiven Fleischgenusses im Barbacoa auf der Omote-Sando. Danke, aber für die nächsten zwei Wochen bitte kein Fleisch mehr. Dann endlich los in Ome, und es ging eigentlich in gutem Tempo in Richtung Okutama Bahnhof. Der Anstieg ist auch alles andere als schwer und unterbrochen von kurzen Abfahrten. So viele bekannte Stellen, die ich aus der Erinnerung abrufen konnte. Der Anstieg von Okutama Bahnhof hoch zum Stausee durch einige Tunnels war auch nicht so lang und steil, wie ich gedacht hatte. Vielleicht war es doch ein Fehler als erste Fahrt in Japan Umenoki Pass hochzufahren, denn das war bislang doch das mörderischste was ich dieses Mal in Japan gefahren bin.
Allerdings dauerte es dann schon recht lange von Okutama bis nach Kosuge, zum Fuß des Matushime Anstieges. 20 km – so lang hatte ich das nicht in Erinnerung. Kosuge machte sich gerade schön für den Frühling und für den Tag der Jungen – ein langes Seil mit Koinobori (Carp Streamer) überspannte das Tal in dem das Dorf liegt.
Das war schön, aber auch so ziemlich das letzte, was ich für lange Zeit sah, denn jetzt musste ich mich schon konzentrieren und anstrengen, um den langen Anstieg bis zum Pass zu schaffen. Im Gegensatz zu Yabitsu, ist Matsuhime recht leer. Unten auf dem Sportplatz im Dorf gab es ein Polizeitreffen (zwei Wagen, davon einer ein Minicar plus drei Polizisten über einen Baseballplatz verteilt), aber danach waren weder Menschen, noch Autos, noch Motorräder zu sehen. Es geht etwa 600m hoch und ich brauchte dafür fast 53 Minuten – im Vergleich zu den 42 Minuten in denen ich das mal konnte. Aber ich war, dass überhaupt in einem Rutsch geschafft zu haben, denn andererseits kann ich mich auch an Zeiten erinnern, wo ich mein Rad da teilweise hochschieben musste.
Ja, ja, ich war schon mächtig stolz auf mich; das sollte sich noch böse rächen.
Aber erst einmal kamen recht viele Erinnerung an Matsuhime auf. Der Tag, an dem David, david, Jerome, Marek und ich dort hochgefahren sind und wir noch alle in Topform waren, hier ein Beweisphoto:
Oder, als Dominic und ich von der anderen Seite hochfuhren und auf Yumi Ito trafen, die alles, aber wirklich alles über doie rindos und Pässe in der Nähe von Tokyo wusste, weil sie diese bereits alle gefahren ist.
Ja, ja, ich träumte also so ein wenig vor mich hin auf dem Gipfel …. doch dann fuhr ich weiter Richtung Sarubashi. Die Abfahrt macht, im ersten teil, nicht besonders viel Spaß da einfach viel zu steil. Das wird aber besser und schneller und es geht dann gut und konstant runter bis auf die Route 20. Aber was war das? Schon so spät und dann auch noch 12 km bis nach Uenohara. da musste ich mich aber nun beeilen. Und als ich in Uenohara ankam, fiel mir auch ein, warum ich die Stadt nicht mag, denn sie besteht zur Gänze aus völlig unnützen Hügeln. Ok, schnell weiter nach Tawa/Tsuru… schnell auf Google Maps gecheckt … was, dass sind fast 30 km ???!! plus die 50 km die ich dann noch noch von Kosuge nach Ome fahren muß. Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Aber ich hatte keine Wahl, mein Zeuch war in Ome und ich musste über diesen blöden Pass. Der sich endlos lange hinzieht und teilweise auch fies steil ist. was ich immer ohnehin nicht mehr so richtig sehen konnte, denn langsam wurde es dunkel und ich hatte immer noch meine Sonnenbrille auf.
Tawa habe ich noch im hellen erreicht, Tsuru dann in der Dämmerung … ich dachte da wäre ein Dorf, aber dass ist nur ein fieser Hügel von dem es in beide Richtung aus sehr steil hoch bzw. runter geht. So langsam dämmerte es doch stärker und mir dämmerte, warum ich da so selten gefahren bin. Als ich dann schliesslich in Kosuge ankam war es Nacht. Zum Glück ist die Strasse nach Okutama mit Laternen beleuchtet, die etwa alle 100 Meter stehen, plus ich hatte Davids Vorderrad mit Dynamo und Lampe. das ging ans ich sehr gut, schlecht war nur, dass mein Rücklicht so gar nicht funktionieren wollte.
Die Strasse ist Abends bzw. Nachts absolut leer, auf den ganzen 20 km von Kosuge bis nach Okutama bin ich vielleicht von 3 Autos überholt worden. Theoretisch macht es Spaß dort zu fahren, wenn man halt nicht gerade in Eile ist. Und die Tunnel sind alle gut beleuchtet, viel heller als die Strasse, so dass man sich in den Tunnels sicherer fühlt als auf der dunklen Strasse – eine interessante Erfahrung.
Ich kam eine Viertelstunde vor Beginn des PE Reunion Dinners in Okutama an. Das ist leider mehr als 80 km weit weg, so dass ich es wohl nicht mehr pünktlich schaffen würde. Zum Glück kam gerade ein Zug, was um diese Uhrzeit selten ist. Ich hatte natürlich auch keine Radtasche dabei, also schlich ich mich am Eingang vorbei und stellte das Rad so in den Zug. das machte auch nichts, denn da war gerade einmal eine Person in dem Wagen mit mir.
In Okutama dann schnell raus, Zeuch geholt, Rad verpackt ab in den nächsten Zug Richtung Shinjuku. Das lief auch alles perfekt, aber ich war eben viel, viel zu spät. Durch das Gewusel in Shinjuku und Ebisu und rein in Baird’s Taproom in Naka Meguro. Und alle waren noch da! Was für eine angenehme Überraschung mit so vielen bekannten Gesichtern.
Danke Jungs, das war wirklich sehr nett von euch. Ich habe mich so gefreut euch alle wieder zu sehen und ich hoffe wir fahren mal wieder miteinander! Hier noch das offizielle Teamfoto von David auf dem PE Blog.
TdF 2014: In Cartoons, in Japan.
Anbei noch ein sehr schöner Post von David von Positivo Espresso über das TdF Event in der französischen Botschaft in Tokyo und das anschliessende „Rennen“ in Saitama.
As noted last week, there was an event at the French Embassy in Tokyo on Thursday evening, October 24, in advance of Saturday’s Criterium in Saitama sponsored by ASO/Tour de France, sponsored by the French Chamber of Commerce and Industry.
It was good to see a number of TCCers at the event, many of whom I have not ridden with in far too long … as if I could keep up with them!
The highlight, of course, was meeting the stars — Le Blaireau (the Badger), Bernard Hinault, five-time winner of the Tour de France, and winner of all 3 grand tours – the Vuelta and the Giro, as well as the Tour. He is a very important presence for the Tour, and as Graham Davis notes in a Pez Cycling report, saved the day yet again. I cannot wait for next year’s Tour–genuinely excited about the initial 2 stages in northern England (beautiful Yorkshire) and the day on the Pave in northern France.
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| Arashiro, Bardet and Hinault, photo courtesy of CCIFJ |
And Romain Bardet, the 22-year old French hope for future greatness, who hails from the Auvergne region near Clermont-Ferrand, where I had such a memorable time with visiting with Jerome and Didier for the Etape du Tour Acte II in 2011 (Issoire-St. Flour). Romain was in Japan for the race, and his girlfriend was along, so they planned to stay an extra week. Maybe Jerome will show them around Kamakura or Nikko??
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| Romain Bardet and his girlfriend, with Jerome and me! |
Romain said his father had ridden the 2011 Etape Acte II. He recalled the miserable weather that day. Exactly! The headwinds and cold rain gave me a chance for a decent showing, as the thinner cyclists and many of those from warmer climates — the Brazilians, Spaniards, Italians, et al. got chilled and huddled in the lee of buildings, abandoning early. It was exactly the type of conditions under which Jerome and I excel — a war of attrition with 210 kms and 3500+ meters elevation gain over numerous small/medium sized climbs. I hung in there with the Belgians and Brits, and finished something like 1300 out of 1900 finishers (over 3000 starters and more than 4000 registered–major attrition).
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| Setagayans |
Jerome introduced Yukiya Arashiro to the #2 at the French Embassy, so Arashiro-san can get some VIP treatment in getting his visa squared away for next season (not so easy for a non-EU citizen, but in this case essential to Franco-Japan relations and to the Tour’s and French cycling’s status as a global sport. Of course, Yukiya rides for Europcar, a primarily French team and home of the always exciting Thomas Voeckler. He said he lives in Setagaya (when in Japan), actually quite close to Jerome and me. He weighs only 53~54 kgs, but said that if he wants to content for the GC (instead of being an attacking rider, one-day competitor and super-domestique), he would need to lose more weight to climb faster. Impossible to imagine, but good to know that we have something in common.
I missed much of the marketing presentation — so much the better — but enjoyed mingling, as well as the table full of Bretagne-style crepes, both the kind that make a meal and sweet dessert crepes. I managed to eat every variety on the table, and to wash them down with a few glasses of French hard cider.
On Saturday, Jerome and I had planned to ride up to Saitama Shin-to-shin to watch the criterium and see the related exhibits … but the typhoon passing offshore dumped heavy rain all morning, so we hopped a train instead. Most of the exhibits were only tangentially related to cycling, though there were some with a French theme (cheese, wine, etc.).
There was a big crowd, which just got bigger as the day went on. I guess there is not much else to do on a rainy Saturday in central Saitama?
Indoors in the arena there were cycling exhibits, but nothing to write home about. There was an educational exhibit on the Tour — which included a nice photo of the Issoire-St. Flour stage from 2011! And there was a video running where we say excerpts from Chris Froome’s incredible ride up Mt. Ventoux this year.
We did run across Jamie S., one of the few Tokyoites (perhaps the only?) to have ever completed the Race Across America (RAAM), with a 4-person team in 2012 and, much more difficult, a 2-person team in 2013. Jamie said he and his partner each did 330 kms a day, on around 3 hours sleep. They rode 2962 miles (4700 kms) in 7 d 15 h 46 m. That sounds like starting with LEL, but add 30-40 kms a day, and extending the event for an additional 3 days/900 kms, and of course riding at a faster pace (but with more time off the bike, when your partner is riding). He said it was very hard — something about saddle sores and exhaustion. Not going back again. Respect.
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| People keep coming and coming toward the events. |
Jerome and I visited some of the booths, and as the rain stopped early afternoon, we saw a points race with Alejandro Valverde, Fumi Beppu and others. The Japanese police did their very best to ensure that no one stood on the walkways, staircases or other places where it would be possible to actually SEE the riders as they passed in both directions.
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| Move along. Keep away from the edge where you might get a good view of the race. |
Of course, the races were just exhibitions, not the world championship circuit. Chris Froome mysteriously won the main event, out-racing several better sprinters who did not even get out of their saddles to sprint, I am told. Let’s hope that if they ever do this again, that the weather cooperates better, and that they get a longer course with better views for a crowd 3, 4 or 5 persons deep, and maybe even a climb or two.
Straßen der WElt. Gefährliche.
Eine interessante Website, die mir David empfohlen hat.
The world’s most spectacular roads

Die Website heisst übrigens nicht „spektakulär“ sondern „gefährlich“. Na, dann schauen wir doch mal, was denn da so sektakulär oder gefährlich ist:

Bereits selber abgehakt:
Kawazu-Nanadaru Loop Bridge Japan






Kann mir bittemal jemand erklären, warum der Broken da nicht drin? Oder diese total harte Brücke über die Autobahn am Platzhirsch?
Blogpause. Ende.

Die letzte Woche haben wir in Spanien in der Sierra Nevada verbracht.
Wir das sind meine alten Freunde aus Positivo Espresso Zeiten in Tokyo, die es mittlerweile in alle Welt verschlagen hat: Juliane und David leben mittlerweile in London, Stephen ist derzeit in Hong Kong, ich lebe in Bremen und einzig und allein David ist noch in Japan verblieben. Wir hatten uns eine kleine Villa hoch in den Bergen gemietet auf fast 1.700m Höhe, dort wo die asphaltierten Straßen bereits aufgehört hatten. Höhentraining sozusagen und Einsamkeit. Eine Woche sind wir (fast) jeden Tag Rad gefahen durch die Berge der Sierra Nevada und selbst kurze Strecken von 40, 50 km hatten meist 1.000 Höhenmeter oder mehr zur Folge.
Abends sassen wir auf der Terasse oder vor dem Pool, tranken Rotwein, rauchten dicke Zigarren und quatschen aus die Seele aus dem Leib da wir uns lange nicht mehr gesehen haben und uns viel zu gut kennen. David hat bereits auf dem Positivo Blog einen ersten Beitrag darüber geschrieben.
Radtechnischer Höhepunkt war die Tour auf den Pico de Veleta, mit fast 3.400m der zweithöchste Berg in Spanien. Wir starteten inPino Genil, quasi ein Vorort von Granada auf Höhe 750m und fuhren recht langsam die verkehrsarme Straße hoch. Ziemlich langsam, denn auf uns wartete ja ein längerer Anstieg, den niemand von uns kannte. auf 2.500m Höhe gibt es einen Parkplatz und die öffentliche Strasse hört auf. Es folgt eine verfallene, schlecht asphaltierte Straße die einen dann fast bis zum Gipfel bringt und die sukessive immer schlechter wird. Auf Höhe 3.300 muss man dann mehr schieben als man fahren kann. Wir hatten den Gipfel vor Augen, das reichte uns.
Vom Parkplatz oben ab zurück fährt man quasi mit 50, 60 Sachen konstant zurück bis zum Start. Das macht Spaß, ist eine schöne Belohnung für den Anstieg und nach 45 Minuten bereits wieder vorbei. Auch hierzu gibt es bereits einen netten Post von David. Es bleibt also wenig zu schreiben. Die Qualen des Aufstiegs von 1.000m Höhe bis zum Gipfel lassen sich aber gut visualisieren.
London. Edinburgh. London. Und 1.400 km dazwischen.

David, ein guter Freund aus Positivo Espresso Tagen in Tokyo nahm zusammen mit etwa 1.000 anderen (Verrrückten) an dem Brevet London – Edinburg London, oder kurz LEL diese Woche teil.
Erfreulicherweise hat ist er gestern, fünf Tage nach dem Start wieder in London angekommen: Respekt, David!
Einen ersten Bericht, nämlich wie man in 19 Stunden auf dem Rad in Schottland alles wesentliche, vor allem Schafe, sehen kann ist bereits auf der Positivo Espresso Website zu sichten.
Interessant auch ein Post hier, über typische, mechanische Probleme am Rad die bei einem Trip von dieser Länge anfallen. Den entschlossenen Teilnehmer, insbesondere wenn er Italiener ist, läßt sich aber auch von größeren Problemem zunächst nicht beeindrucken und benötigt Ratschläge von Fremden:
„Catastrophic failure was a broken Ultegra crank shaft – sheared off at the right crank, outside the BB. This had rotated as it broke forcing the chainset into the carbon chainstay which the chain chewed as well. Rear mech wrapped into the wheel and snapped the mech hanger plus ripping out half the Ksyrium spokes. Determined rider (Italian from Switzerland) carried the bike 12 miles in SPD cleats until I found him on the road. Was most disappointed that it couldn’t be fixed (or ever ridden again!). Can’t see how you avoid that? Maybe it was divine intervention for being Italian and using Shimano…. „
David kennt keine Pausen. Wir treffen uns heute Abend in Malaga, zusammen mit anderen Tokiotern Poistivos zu einem Wochenende in den Bergen der Sierra Nevada. Ich hoffe, unsere Ausfahrten werden tendentiell kürzer. Nach Oberstdorf und Harz fühle ich mich OK um Spaß zu haben ohne Sorgen.
Noch mal für David.
Eingeordnet unter 2013, David, Gierige Räder, Japan, Mob


























































































































































