Archiv der Kategorie: 2016
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Im August letzten Jahres hatten David und ich angekündigt, dass wir beide jeweils innerhalb von 10 Monaten zehn Kilo abnehmen würden. Damals starteten wir mit 95,5 kg (David) bzw. 94,3 kg (ich). Ende Januar gab es das erste Zwischenwiegen.

Wintertraining
Und leider, leider fällt das Ergebnis nicht ganz so aus, wie wir aus das erhofft hätten. Im Detail konnte David von 95,5 auf 93,9 kg abnehmen, also 1,6 kg und ich von 94,3 auf 91,9 kg, also 2,4 kg. Das ist erst einmal schlecht für uns, da wir für jedes volle Kilogramm weniger als fünf, spenden wollen. Und gut für alle, die auf uns gewettet haben, denn ihr müsst ja nur für jedes volle Kilogramm was wir abnehmen spenden. Und ein bisschen gut für mich, denn ich habe den Zwischensprint gewonnen und daher kommt die von mir ausgesuchte Organisation „Fluchtraum Bremen “ zum Zuge.
Im Klartext:
cat6champ: €4
landsat: €8
metabol2000: €20
Mattias: €8
Fluchtraum Bremen e.V.
IBAN DE75 2905 0101 0001 1069 13
Die Sparkasse in Bremen
Wir vertrauen euch da völlig, dass ihr das auch ohne Kontrolle und Nachweis auf die Reihe bekommt. Ausgenommen davon ist Olli, der großzügigerweise und im Vertrauen auf unsere erbärmlichen Leistungen bereits im September gespendet hat – danke Olli!
Äh ja, und die Spendenbeträge dürfen auch nach oben verändert werden.
Die Triple Challenge geht weiter. Das finale Einwiegen findet am 1. Juli statt. Die nächsten 8 kg sollten einfacher sein. Wir werden euch auf dem laufenden halten.
Mir liegt es fern unsere Leistungen schönzureden oder zu rechtfertigen. Unabhängig vom Gewicht bin ich allerdings doch bislang fit durch den Winter gekommen. Dazu hat vor allem der Body Attack Kurs beigetragen. Das habe ich dann auch gleich gemerkt, als ich den 2 Wochen wegen einer Erkältung ausgelassen hatte, beim ersten Mal danach wurde ich wieder gnadenlos von den Kampfdrohninnen an die Wände geturnt. Danach fühlten sich nicht nur die Beine, sondern auch der Rest vom Körper stabiler an. OK, ich konnte mit rechts nichts mehr heben, weil ich mir ein paar Muskeln gefasert hatte und auch nicht mehr laufen wegen erheblicher Knieschmerzen, aber wäre das alles nicht gewesen, so wäre ich bestimmt superfit. Und David fuhr heute auch 236 km; er ist also ebenfalls gut dabei.
Es gibt also Hoffnung. Wobei ich letztens irgendwo las: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“– Vaclav Havel
In diesem Sinne.
Manchmal, insbesondere wenn mich meine Kollegen wieder einmal völlig entgeistert anschauen, wünschte ich, ich hätte nach 12 Jahren Japan zunächst einmal an einem Integrationskurs teilgenommen bevor ich mit den Einheimischen hier in Kontakt kam. Ob gut oder schlecht, die eine oder andere Spur hat das ganze nämlich doch im Kopf hinterlassen.
Dazu gehört auch, dass ich zu Beginn des Jahres das dringende Gefühl habe, zwei Dinge sofort erledigen zu müssen: David zu schreiben, damit er mir das neue Japan Architect Jahrbuch in Tokyo „besorgt“; und noch viel wichtiger, zum nächsten Shinto-Schrein zu fahren und dort für Verkehrssicherheit zu beten.
Der erste Besuch im neuen Jahr im Schrein heisst auf japanisch „hatsumode“ und besteht aus zwei Zeichen. „Hatsu“ steht für „das erste Mal“ und „mode“ für „Besuch des Tempels oder Schreins“. Das letzte Zeichen braucht mal wirklich nur für dieses Wort, es mag noch die eine oder andere Anwendung geben, aber die sind selten. In den ersten Tagen des neuen Jahrs machen sich Millionen von Japanern auf, um die Schreine (Shintoisten) und Tempel (Buddhisten) zu besuchen und dort für anhaltendes Glück zu beten. Das ist nicht umsonst und in der Regel mit Geldspenden verbunden.

Hatsumode. Da wird es schon mal enger.
Vor dem Schreingebäude sind zu diesem Zweck lange, verbitterte Kisten aufgestellt, in die man sein Geld wirft, kurz zum Gebt verweilt, in die Hände klatscht und sich verbeugt. Es gibt da verschiedene Versionen, doch das zu erklären führt hier zu weit. Man kann sich zudem verschiedene Amulette und Glücksbringer kaufen, für zuhause, das Auto oder die Schultasche, die je nach dem für bestimmtes Glück sorgen sollen: Gesundheit, Verkehrssicherheit, Erfolg in Schule, Studium oder Beruf und Liebe sind die gängigsten. An fast jedem meiner Räder ist ein Verkehrssicherheitsamulett (ein sogenanntes „O-Mamori“: お守り und tatsächlich fahre ich auch seit Jahr und Tag unfallfrei, ohne jetzt irgendwie auf Holz zu hauen. Die wirken demnach auch außerhalb von Japan, allerdings ist die Haltbarkeit streng auf ein Kalenderjahr begrenzt; nur durch einen erneuten Schreinbesuch können die wieder für ein Jahr aufgeladen werden.
Ganz harte, lassen sich ihr Auto oder das Motorrad bei der Gelegenheit auch gleich durch einen Priester purifizieren bzw. segnen. Dann kann gar nichts mehr schief gehen.

Shintoistische Vollkaskoversicherung
Nachdem ich das Radfahren 2016 bislang zugunsten meines Hausfrauenkampfdrohnen Aerobichüpfundspringkurs, bzw. einer ausgedehnten Erkältung, bzw. Schnee und Eis in Bremen wegen vernächlässigt hatte, machte ich mich heute auf meinem nagelneuen No! 3Rensho auf den Weg zum nächsten Schrein. Ich hatte das Teil noch einmal umgebaut und einen 2 cm kürzeren Vorbau angebracht, weil ich mich zu langgestreckt auf dem Rad fühlte. Das brachte exakt nichts, so mein Eindruck nach der Fahrt heute. Ich hätte vermutlich doch die STI Griffe höher am Lenker ansetzen sollen, aber meine Kapazität an lustigem Lenkerband ab- und draufwickeln ist nun erst einmal erschöpft.
Kurz hinter dem Weserwehr traf ich Philipp, Schnippo und Sebastian, die von einer längeren Winterausfahrt nach Hause kamen. Kurz danach hatte ich meinen ersten Platten. Typisch, dachte ich mir, dass haste nun davon, dass Du immer noch nicht die shintoistische Vollkaskoverkehrssicherheitspolice abgeschlossen hast – jetzt wird es aber höchste Zeit.
Der nächste Schrein von Bremen aus gesehen, liegt etwas versteckt zwischen Ahausen und Riede. Es handelt sich dabei um einen Ableger des großen, berühmten und leider auch berüchtigten „Yasukuni Schrein“ im Herzen von Tokyo. Man erkennt das sofort an der Form des Tores (Torii), das vor dem Hauptschrein steht: Drei oder vier Rundhölzer, davon ein oder zwei horizontal, zwei vertikal, das ist typisch für den Yasukuni Schrein und seine Ableger.

Eines der Tore vor dem Yasukuni Schrein in Tokyo.

Yasukuni Annex Schrein, Ahausen
Um auf Nummer GAAAAANNNZZZ sicher zu gehen, hatte ich ein O-Mamori des Yasukuni Schreins an meinem Rad befestigt, man weiß ja nicht wie das so mit der Kompatibilität verschiedener Schreine ist. Nicht das mein Amulett auf Shinto-Windows läuft, das OS vom Yasukuni Schrein aber Apple OS X ist und ich dann prompt einen Unfall baue.
Nun musste ich noch meine Gebete sprechen.

Mich vor dem Schrein verbeugen.

Und nun sollte ich erst einmal wieder für ein Jahr sicher fahren können. Das wollte ich ansatzweise auch einmal ausprobieren und machte mich gegen den Wind nach Okel auf. Dort kam mir Thomas entgegen, der aber, wie ich später auf Strava sah, schon mehr als 120 km hinter sich hatte und die Welt um sich herum offensichtlich nicht mehr wahrnahm. Egal. Ich kämpfte mich hoch zum Golfkurs, fuhr noch ein Stückchen weiter Richtung Syke und machte mich dann mit Volldampf daran den Okel KOM zu brechen. Die Form ist aber einfach zu mies und das No! 3Rensho ist eben auch nicht so schnell wie das Canyon, auch wenn es 11 Gänge hat. „Right. These go to eleven. Well, it’s one faster, isn’t it?“ Nein leider nicht.
Zumindest war der Weg zurück nach Südweye dann erst einmal spassiger mit Rückenwind.
Und weit vor mir war ein anderer Rennradfahrer den ich unbedingt einholen wollte, was die nötige Motivation gab. Ich hatte es gerade geschafft und ihn in Südweye stehen gelassen, als ich merkte, das nun auch mein Vorderrad langsam Luft verlor. Geistig begrub ich alle Pläne und machte mich auf Richtung Haus, denn ich hatte keinen Schlauch mehr dabei. Die letzten 15 km waren dann sehr nervig und sehr langsam, aber irgendwie schaffte ich es dann doch mit ein wenig Luft nach Hause, so dass ich nicht die ganze Zeit auf der Felge fahren musste.
Ich glaube da hatten ein paar Shinto-Gottheiten ihren Daumen auf dem Loch im Schlauch.


Noch irgendwelche freie Zeit in diesem Jahr vorhanden, die vor dem PC etc. verbracht werden sollte?
via Podium Cafe
Are you ready? Set?
Welcome, once again, to the start of another season of the Podium Cafe’s official year-long cycling fantasy game, the FSA Directeur Sportif! On behalf of our sponsor, Full Speed Ahead (FSA), it is my pleasure to open this year’s game and declare the festivities underway.
Quick version: the FSA Directeur Sportif is a game where you pick a team of 25 actual pro riders by spending a budget of points to assemble your roster. You have to submit your team by Midnight (CET) February 27! After that, your team is entered and scores points based on the performance of your riders throughout the 2016 Cycling season. There are competitions based on both men’s and women’s professional cycling. It’s free and easy to enter either or both, and compete against your friends as well as our community of players from all around the world!
The full set of rules are here, but I’ll highlight the biggies.

Horst P. Horst
If you have some sort of problem, please try the comments for a quick response or email me (chris[at]podiumcafe[dawt]com) and I’ll help you out as soon as I can. We have the capability to „unsubmit“ teams but consider that a late, if not last, resort. This is a very busy time of year, including my desire to cover races. But rest assured, we want to help everyone play if possible.
And by everyone, I mean once. The one-per-customer is the key to the game’s integrity. We ask that you all respect the letter and the spirit of this rule. We have some policing capability, and may be emailing you if there’s a possible issue, but that’s pretty rare. On the spirit side, I get that families play — my kids have had teams of their own. Just as I don’t do their homework, I don’t fill out their rosters. In that spirit, we are happy to have your whole family play!
And most of all, take advantage of the features that make it extra fun! Once you have submitted, you can create your own small group where your team page will track a list of other submitted teams you want to pit yourself again. I know at FSA they use this feature to track how all the people in the company playing the game are doing. As you can imagine, that makes for some very fun chatter. Be it family, company, friends or whatever, make your group! It can even be people who don’t know you or agree to it — only you can see your group. But ideally it’s something where you and others are all grouping together and each making that group.
Also, there are Draft Teams. The Editors have been running an Editors‘ League (last won by Ursula, goddammit) for several years. Last year I know a few others got together and made a draft league. Basically, a draft league tosses out the points and budgets, and lets you select riders for your team, like various sports drafts, whereby that rider is only on your team and unavailable to your competition. The Game Site does NOT have this capability per se. You can use our rider list and our points scoring system in your game, but you have to figure out a way to actually set up the teams — Google Spreadsheets has some functionality there. Others of you may have ideas. And if you are anxious to do this but are stuck on how, contact us and we can help.
Ready? Set?
Ich weiß, für Europäer ist der humoristische Wert dieses Beitrages nicht zu erkennen. Wer aber in Japan gelebt hat, wo vermutlich 70% des gesamten Louis Vuitton Umsatzes erzielt wird (weitere 20% des Umsatzes wird durch japanische Käufer im Ausland erzielt) , kennt die Omnipräsenz der Buchstaben LV und wundert sich über gar nichts mehr.
via Busyman.
In Rennradtests sind oft Passagen wie „extrem steifer Rahmen“ oder „niedriger Luftwiderstand“ zu lesen. Schön, aber, wer möchte schon ein steifes, windschnittiges Rad, wenn er doch eigentlich ein schnelles haben will? Das Durcheinander des banalen und das ewige Wiederholung des vielfach gesagten lenken davon ab, dass ein Rennrad an sich recht simpel beschrieben werden kann:
Schnelligkeit, Komfort, Kurvensicherheit, Agilität, Resonanz und Flexibilität.
Und sollte.
Ich habe ein Problem mit Testberichten. Beispiel:
„Das recht schlanke und sich zur Sattelstütze hin verjüngende Sitzrohr sorgt über dem PressFit-Tretlager noch recht kantig für satte Steifigkeitswerte, verändert seine Form dann ins Ovale und verjüngt sich in Richtung Sattel.“ (Roadcycling)
Aha. Abgesehen davon, dass sich das Sitzrohr ins unendliche zu verjüngen scheint, wird dieser Satz länger und länger und hilft dem Leser gar nicht bei der Beantwortung der Frage: „Ist das nun gut und für was?“ Bestenfalls lesen wir „steif“, und da es sich beim Radsport um eines der wenigen Themen im Leben handelt, bei dem wir das Wort positiv assozieren, finden wir das toll. Oder eben relativ nicht:
„Das Cannonndale CAAD 12 hat komplett überarbeitete Speed Save Streben am Hinterbau: Das seitlich hochsteife Mikrofederungs-System ist im Vergleich zum CAAD10 in vertikaler Richtung um ganze 50% nachgiebiger geworden.“ (follow me)
Dabei ist die Sache doch so simpel. Wir wollen ein schnelles Rad, nicht eins, dass 50% steifer ist als irgendetwas anderes, ein geringes Gewicht hat als die Marke X, oder ovalisierte, asymmetrische Kettenstreben. Oder wir wollen ein komfortables Rad, nicht eins, dass ein hohes Steuerrohr besitzt, Clearence für 28 mm Reifen hat, oder eine Sattelstütze aus Basaltfasern. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, der Radjournalismus leider schon.
Also müssen wir leider ganz weit vorne anfangen und die Frage stellen: Was ist heute überhaupt ein Rennrad? Das lässt sich einfach beantworten: Das ist ein Rahmen von einer Marke, von denen es viele gute gibt, an den immer wieder die gleichen guten Komponenten geschraubt werden, von denen es nur recht wenige gibt.

Bei den Schalt- und Bremsgruppen gibt es lediglich drei Hersteller, Shimano, SRAM und Campagnolo die mit ihren 12 (ernsthaften) Gruppen gefühlte 99% aller bezahlbaren und bezahlenswerten Rennräder abdecken. Bei den Laufrädern gibt es etwas mehr Vielfalt und der Rest ist, auch wenn man das nicht so schreiben sollte, sehr gleichartig und unwichtig für die Gesamtfunktion: es unterscheidet sich nur in Design, Brand Image, Preis und Gewicht. Das ist trotzdem wichtig für den Geschmack, aber nicht entscheidend für eine gute Funktion.
Ich bin es leid in Testberichten die immer gleiche Beschreibung einer verbauten SRAM Force Gruppe zu lesen, etwa:
„SRAMs neue Gruppe ist leicht und schaltet sich direkt und komfortabel. Ohne großen Kraftaufwand wechseln Schaltwerk und Umwerfer Ritzel und Kettenblatt, wobei vor allem der Umwerfer dank seiner ausgefuchsten Geometrie auch mit extremen Kombinationen gut zurechtkommt ohne zu schleifen.“
Man möge das doch bitte einmal schreiben, abheften und dann mit einem Hyperlink zu jedem Rennradtestbericht verlinken an dem die jeweilige Gruppe verbaut ist und der jemals geschrieben wurde oder geschrieben wird. Ähnlich ist es mit Laufrädern. Mavic Aksium Laufräder sind zu Tode leicht negativ beschrieben worden. Hier einmal eine der netteren Versionen:
„Zwar sind die Mavic Aksium nichts für schwere Bergrennen, trotzdem ist ihr Einsatz bei einem Marathon oder Jedermannrennen nicht komplett abwegig.“

Mavic Aksium: Etwa so cool wie Jingler Jeans von C&A in den Siebzigern.
Komplett abwegig ist es allerdings bei jeden Testbericht dasselbe zu schreiben. Also, das bitte auch in den Leitz, oder besser in den Elba Ordner. Lässt man also das weg, was bereits vielfach gesagt wurde, bleibt der Rahmen übrig. Das war ja auch von Anfang an klar, denn wenn jemand ein Rennrad kauft und mit diesem und jenem nicht zufrieden ist, dann tauscht er einfach den Sattel oder den Lenker aus, bis es passt. Das ist nach wie vor das Rad, das er sich gekauft hat. Kauft er sich aber vor lauter Verzweiflung einen neuen Rahmen, oder gar ein neues Rad wird gar nichts ausgetauscht, sondern eben neu gekauft. Das ist ein neues Rad.
Es ist erstaunlich, wie wenig man mit einem Rennrad machen kann, sagen wir mal im Vergleich zu einer Plastiktüte. Es gibt Räder für andere Zwecke, zum Beispiel Klappräder, MTBs, Lastenräder oder Triathlonmaschinen, die sind aber hier ausgeschlossen, denn niemand käme auf die Idee von einem Rennrad zu verlangen, dass es die Bierkisten zurück in den REWE fährt, oder in einen Reisekoffer nach Mallorca mitgenommen werden möchte. Mit Rennrädern will man schnell unterwegs sein, gar kein oder wenig Gepäck dabei haben und kürzere oder längere Strecken auf überwiegend asphaltierten Strassen zurücklegen. Manchmal geht es hoch, manchmal runter, manchmal scheint die Sonne und ab und an regnet es auch. Ist hier irgendetwas wesentliches vergessen worden?
Was jemand dabei öfter macht als andere ist verschieden und bestimmt, ob ein Rad letztendlich passt und gut für jemanden ist: Es passt auf die Sache, die damit am häufigsten unternommen wird. Der eine braucht ein Rad, um damit an Jedermann-Rennen teilzunehmen, der andere fährt lieber RTFs oder Freitag nach der Arbeit in der Frauen- und Anfängergruppe. Der dritte wohnt in Bayern in der Bergen, und der vierte fährt durch den Regen in Norddeutschland. Ehrlich gesagt glaube ich ja, dass die meisten von uns „trainieren“, entweder alleine oder in der Gruppe und alles andere eher selten ist.
Radtraining.
Wenn man das erst einmal akzeptiert, lassen sich die wichtigen sechs Eigenschaften eines Rennrads sehr simpel beschreiben:
Das Rennrad beschleunigt schnell.
Es ist irgendwie steif, aerodynamisch, hat innenverlegte Züge, wiegt fast nichts – all dies sind nur die Ursachen, aber am Ende ist die Wirkung immer: Das Rad beschleunigt schnell. Und Rennräder die sich schnell beschleunigen lassen, fahren in der Regel auch schnell weiter.
Das Rennrad ist komfortabel
Komfortabel ist zweiseitig. Der Rahmen, bzw. die Kombination von Rahmen, Laufrädern, Reifen, Sattelstütze etc. schlucken die Unebenheiten der Straße gut weg. Ein guter Test dafür ist einmal volles Tempo mit dem Rad über das Pflaster der Parkstraße im Viertel zu fahren. Sind sowohl Oberarm- als auch Oberschenkelknochen noch in den Gelenken von Schulter und Becken verankert so ist das Rad komfortabel genug.
Die andere Seite des Komforts ist die Sitzposition und alle Berührungspunkte zwischen Fahrer und Rad: Sattel, Lenker und Pedale. Die Sitzposition ist im wesentlichen eine Frage der gewählten Rahmengrösse und der verbauten Komponenten, wie z.B. dem Vorbau. Das ist daher keine Frage des Rennrades selber, sondern von austauschbaren Komponenten. Ein Rennrad ist nicht unkomfortabel, nur weil es vom Werk mit einem 140 mm Vorbau ausgeliefert wurde und man nun draufliegt, als wenn man auf einer Luftmatratze gen offenes Meer paddeln würde.
Natürlich gibt es auch Räder, die eine „aggressive Racing Geometrie“ haben. Zum Glück werden diese oftmals auch mit gigangtischen Spacertürmen ausgeliefert um das wieder auszugleichen.
Das Rennrad liegt sicher in der Kurve
Gerade für Fahrer die in den Bergen radeln und dann nicht nur hoch, sondern auch wieder runter wollen, ist es wichtig, dass man auf einem Rennrad schnell durch eine Kurve fahren kann, eventuell dabei durchtreten kann, ohne dass man sich unsicher fühlt. Das kann auch in Rennen wichtig sein, beispielsweise im Peloton wo man nicht aus der Kurvenlinie auscheren kann, ohne sich und andere zu Fall zu bringen.
So gerne ich alte Räder mag, meine Canyon Carbonmöhre ist in diesem Punkt allen anderen Rädern, die ich bislang gefahren bin, um Nanofasern voraus.
Das Rennrad ist agil oder stabil
Wie schnell und nervös reagiert reagiert ein Rennrad auf Lenkbewegungen? Während sich die Frage, wie schnell ein Rennrad beschleunigt, sich immer mit der Bewegung nach vorne beschäftigt, ist Agilität die Bewegung nach links und rechts. Manche brauchen ein Rad das extrem nervös ist, andere lassen schon mal ganz gerne die Finger vom Lenker und essen einen Energieriegel. Dabei möchten sie, das das Rad ganz von alleine schön stabil seinen Weg zum Ziel in 200 km Entfernung findet.
Das Rennrad hat Resonanz
Resonanz ist, wenn man sich aus dem Sattel begibt, in den Wiegetritt geht und das Rad genauso leicht nach links und rechts schwingt, wie der Körper in der Mitte bleibt. Ein Mountainbike macht es einem nicht so leicht, ein Moulton Klapprad schwingt mit einer anderen Frequenz und manche Rennräder wollen eben partout nicht den Berg hochgetrieben werden.
Das Rennrad ist flexibel
Flexibilität bedeutet, dass man mit seinem Rennrad auch einmal andere Dinge machen kann, als man es gewöhnlich tut. Zum Beispiel im Regen zu fahren – kann man also an dem Ding vernünftige Schutzbleche montieren? Oder in die Stadt fahren – da darf es nicht so auffallen und sollte keine Klickpedalen haben. Oder doch mal über Waldwege zu brettern – passen da also irgendwie 700c x 28 Reifen rein? Flexibilität ist immer dann wichtig, wenn man mehr als eine Sache mit seinem Rad unternimmt. Da Rennräder per se nicht sonderlich flexibel sind, haben wir ja alle noch MTBs, Fixies, Stadt- und Winterschlampen in der Garage stehen, sowie das N+1te Traumrad in Planung .
Ich würde mir also den Testbericht wünschen, in dem schlicht und simple diese sechs Eigenschaften (Wirkung) eines Rennrads beschrieben sind. Und dann kann ja gerne noch erklärt werden, warum das so ist (Ursache), aber bitte so, dass ich (als Ingenieur) verstehe, warum ovalisierte Sitzrohre welche Wirkung haben. So einfach könnte das sein.
Relativ

All dies ist relativ. Deshalb gibt es ja Referenzen, oder Standards. Oft liest man ja, dass z.B. der Cervelo Rca Rahmen die Referenz für Gewicht (bzw. das Fehlen davon) ist. Das ist genau richtig, damit man das gut beurteilen kann. Urteilen ist fast immer relativ und selten absolut. Man merkt das bei Parties in dem man unwillkürlich abschätzt, welche der anwesenden Frauen am besten aussieht. Oder auf dem Bauernhof, wo ich eine zweimonatige (durch den Bauern abgekürzte Lehre) absolvierte und am Ende, vergleichsweise, die Bäuerin auch relativ hübsch fand. Man braucht eben Punkte am Wegesrand denen man vertraut und an denen man sich orientieren kann.
Die eigenen Räder sind zum Vergleich am besten denn diesen Punkten kann man vertrauen.
Gefallen und Spaß
Damit ist die Frage geklärt, was ein gutes Rennrad ist. Es ist aber nun nicht so, dass ein gutes Rennrad einem auch gefällt oder Spaß macht. Hier spielen Fragen des Geschmacks eine wichtige Rolle: Es ist eben doch wichtig, ob nun Campagnolo oder Shimano an das Rad kommen, oder ob der Oberlenker nun schwarz oder blau umwickelt wird. Davon lebt ein Rad und das ist auch gut so. Dadurch verkaufen sich De Rosa Rennräder und Zipp Laufräder. Ab und zu ertappe ich mich, wie ich auf das Unterrohr meines Canyons starre und denke „Mein Gott, ist das Teil häßlich“. Ich glaube, dass je mehr man die Möglichkeit hatte, sein Rad mit Komponenten nach eigener Vorstellung zu bauen und somit zu „individualisieren“, es einem am Ende um so mehr gefällt.
Und zuletzt kommt es auch auf einen selber an: Manchmal hat man gute, manchmal schlechte Tage und weiß nicht warum. Mich erinnert das an LSD Diskussion in den Siebzigern, da wurde zwischen „Set“, also der Qualität der Droge und „Setting“, dem derzeitigen Geisteszustand, oder der Laune unterschieden. Nur wenn beides gut ist, kann die Reise ins eigene Kharma…blablabla, ich hör dann mal auf, ist vermutlich schon verstanden.
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Femke Van den Driessche trug sich heute (vermutlich) in die Geschichte des Radsports ein, als erste Sportlerin, die des „mechanischen Dopings“ überführt wurde. Oder anders gesagt, sie fuhr mit ihrem e-bike bei der U23 Crossweltmeisterschaft mit.

via cycling tips by Shane Stokes, January 31, 2016
On Saturday afternoon the UCI issued a statement indicating that something serious had happened.
“The Union Cycliste Internationale (UCI) confirms that pursuant to the UCI’s Regulations on technological fraud a bike has been detained for further investigation following checks at the Women’s Under 23 race of the 2016 UCI Cyclo-cross World Championships. This does not concern any of the riders on the podium.
“Further details will be shared in due course”
Van den Driessche, the European CX champion, has separated been named as the rider concerned. According to Sporza, the Belgian cycling federation confirmed her identity to them.
Although she began the race in Heusden-Zolder as one of the favourites, Van den Driessche ran into issues at the start, being unable to put her foot in the pedal and being caught up in rider traffic. She was also hit by mechanical problems heading onto the final lap. She came across the finish line on foot and abandoned soon afterwards.
Sporza has stated that the bike with the motor was detected in the pits. Riders will often swop bikes during cyclo-cross races, enabling their mechanics to clean mud off during the event and thus limit mechanical issues such as gears and brakes getting snarled up with gloop.
“Our auditors made checks at the start and during the race in the pit and they have established mechanical fraud,” stated UCI coordinator Peter Van den Abeele to Sporza. “For the UCI this the first time that technological fraud is detected and for us this is a downer.
“Was this a specific check? We have controlled for a while at the world championships. In recent years there was trouble and we have changed our technology.”
He said that such detection technology has evolved lately and was able to immediately detect that something was wrong.
In recent months there have been suggestions that heat-detecting technology is one avenue that could be used. It is not clear if this played a part in this particular case.
Although some have previously expressed scepticism about the possible use of motors in bikes, triple Tour de France winner Greg LeMond proved to CyclingTips at the 2015 year’s Tour that it was possible. This followed on from an earlier story testing another machine with a similar motor.
Last year UCI president Brian Cookson said that he believed such bikes may have been used in the past. In December this was echoed by the UCI’s new technical manager Mark Barfield.
UCI regulation 12.1.013 lays out the sanctions for those proven to have committed technological fraud. The rider in question will be suspended for a minimum of six months and handed a fine of between 20,000 and 200,000 Swiss francs. The rider’s team can also be hit, incurring a ban of at least six months and a fine of between 100,000 and one million Swiss francs.
For the sport, too, there are serious consequences. Van den Driessche’s case appears to have made history for all the wrong reasons, proving that a problem long rumoured as being an issue is indeed a real one.
The use of detection equipment will likely be ramped up across the board, with the potential use of motors being at least as serious and as cynical as doping, if not even more so.
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Heute eine erste Ausfahrt mit dem neuen 3Rensho Rad, später mehr Eindrücke. Um 16:00 Uhr war aber niemand am klassischen Freitagstreffpunkt für Frauen und Anfänger.

Neuer Haarschnitt, neue Hose, neues Rad und niemand da, um das alles zu bewundern.
Einmal die verschiedenen Wümmen rauf und runter bei teilweise heftigem Wind. Zum Glück hatte ich Werkzeug mit, denn mitten beim Wümmen-Roubaix stellte ich fest, dass die Hinterradbremse sich nicht mehr löste. Des Rätsels Lösung: Der STI Hebel am Lenker hatte sich verdreht, da ich die Schelle nicht richtig fest geschraubt hatte, dadurch wurde der Bremszug länger und die Bremse zog an.
Beim ersten Mal raus ist es immer besser nicht allzu weit weg zu fahren. Die ersten 40 km in diesem Jahr, vorher hatte ich keine Lust, es lag Eis und Schnee und dann kam auch noch eine Erkältung. Gut war es, wieder draußen zu sein.

Das 3Rensho mit verdrehten Bremshebeln.
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