Die chiensischen Schriftzeichen auf dem Sattel lesen sind „Keirin“.
via Milano Fixed
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Zum Glück ist mir so etwas nicht bei der Trainingsvorbereitung für das erste Großereignis des Jahres passiert, die 39. Amtsschimmel RTF in Sulingen am Samstag. Ein Frühjahrsklassiker. Im wesentlichen liegt es daran, dass ich nicht trainiert habe.
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via Milano Fixed. Unglaublich was sich Leute alles einfallen lassen. Und filmen.
Könnte auch ein origineller Beitag zum Thema Sagan sein.
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Während die Welt auf Nordkorea schaut, mit dem Gefühl der Angst dass sich dort ein neuer, großer Krieg entwickeln wird, der unseren Nachschub an Samsung Galaxien erst einmal stoppen wird, schauen die Radsportinteressierten immer noch nach Flandern, genauer gesagt auf die Hand von Peter Sagan.
Radsporttechnisch ist Nordkorea leider völlig uninteressant. Wäre Nordkorea eine Radkomponente, so kommt mir als erstes ein dunkelgrauer Plastikschalthebel von Modolo in den Sinn. Oder ein chinesischer Nachbau von Spinergy Rev X Rädern. Irgendwie lustig anzuschauen, aber größtenteils irrelevant und bei der Benutzung gefährlich. Man zuckt die Schultern und bleibt bei Campagnolo oder Shimano.
Nun hat sich Peter Sagan politisch inkorrekt verhalten; die Sache verlangt eine politisch korrekte Entschuldigung:
Hm. Was lernen wir daraus? Erstens, Sagan, der meiner Meinung nach wirklich ein großer Sportler ist oder werden wird, kann wirklich nicht besonders gut Englisch. Unwillkürlich denkt man, dass gute Sportler so etwas können müssen, aber sie sind halt gut in ihrem Sport und nicht unbedingt in anderen Dingen. OK, Eddy Merckx hat ne Radfabrik, Fabian Cancellara beherrscht die Kunst auf Englisch 9 Minuten lang nichts zu sagen und Jens Voigt kann auch kein Englisch ist aber wahnsinnig lustig. Hier ist noch ein weiteres gutes Beispiel für großartige Sportler die kein Englisch können. DAs sind halt keine Supermenschen, sondern Spezialisten, die genau in einer Sache gut sind.
OK, dazu kommt, dass Peter Sagan auch nicht besonders gut im entschuldigen ist. Also, finde ich. Jeder, der der Ansicht ist, dass die Doping Beichte von Lance Armstrong nicht aufrichtig war, muss sich doch bei Peter Sagan vor Schmerzen auf dem Sofa krümmen. Lance war auch mehr so Entschuldigungsmäßig angezogen und hatte einen Entschuldigungsmäßigen Hintergrund.
Bike Snob NYC bringt es auf den Punkt:
Nevertheless, Peter Sagan has released a video apology that makes him seem about ten times creepier than that little „goosing“ episode did:
Firstly, did Sagan say he sincerely apologizes for what he did on the podium, or for what he did on the bottom? I guess it really doesn’t matter since either one fits. Secondly, is there really nobody close to Sagan who was able to coach him on how to apologize to a woman for molesting her? Apparently not–though that’s not surprising, since we are talking about Europeans here. Anyway, next time (and there will be a next time, since Sagan has „serial sex offender“ written all over him) he should follow these rules:
1) Put a shirt on. A real shirt, with a collar. Not a white t-shirt with a stretched neckhole that you put on five seconds before filming.
2) For chrissakes, put on some pants! (I see no evidence that he’s wearing pants, so until I do I’m going to assume otherwise.)
3) Find a nice setting, like a rose garden or one of those pretty European town squares or something. Don’t sit in a corner of your motel room like you’re watching adult videos and taking way too much time to apply your chamois cream.
4) Form your mouth around the words you’re saying. Don’t mumble like your mommy is making you do this. Otherwise you come off as shifty and untrustworthy. I mean seriously, if he can’t pull this one off, how is he going to get through the inevitable positive doping test?
OK, und hier noch eine persönliche Anmerkung. Ein Bericht über Peter Sagans Entschuldigung auf Cycling News sieht auf meinem PC so aus:
Man beachte die T3 Workout Reklame auf der linken Seite.
Nachdem mir einige Leute aus dem Rennradforum ein paar gute Tips gegeben haben, konnte ich nun endlich meinen Topolino Laufradsatz wieder in Ordnung bringen. Den brauchte ich heute auch, denn es ging nach langer Zeit mal wieder raus und ich habe mein Kampfgewicht noch nicht erreicht.
Ganz ehrlich: Also man kann mit diesem Dinger ja schnell fahren aber: Erstens sind die sehr Seitenwindempfindlich und nichts für Tage wie heute, zweitens sind die auch sehr weich und man solte nach Möglichkeit keine Kurven damit fahren und drittens sollte man auf keinen Fall mit denen bremsen.
Na gut, ich hatte auch keine Lust die gelben Carbonbremsbeläge zu montieren, aber mal ehrlich, außer dass die gelb sind und gut aussehen bringen die für das Bremsen an sich ohnehin nichts. Aber meine H plus Son müssen komplett neu eingespeicht werden, meine blauen Rigida Novas passsen nicht zum Rad, meine 105/CXP33 sind zu schwer, die DT Swiss240er habe ich schon demontiert und die Spinergy werde ich sowieso niemals fahren. Also die Topolinos und beten dass es keinen Platten gibt.
Man muß aber sagen, dass das Canyon mit den Schluppen sehr leicht sehr schnell aussieht. Mit mir oben drauf ist es dann deutlich weniger leicht und eine Spur langsamer. Deshlab habe ich auch keine Bilder gemacht.
Aber ich fuhr so durch die Wümmewiesen und die Deichstraße war voll mit Radlern und Inline Skatern. Das machte Spaß und es war gut für das Selbstvertrauen, vor allem nach dieser total miesen Ausfahrt bevor ich krank wurde.
Kurz vor Ritterhude kam mir Harald entgegen. Ich hatte Harald schon so lange nicht mehr gesehen, dass ich ihn beinahe wie früher „Sven“ genannt hätte. das habe ich eine Zeitlang 2011 getan, er hat sich nie beschwert. War das einfach nur unendlich unwahrscheinlich ihn zu treffen (Unendlicher Unwahrscheinlichkeitsdrive) oder ist es einfach so, dass man ihn treffen muss da er ständig und überall fährt? Ich weiß es nicht, aber Harald sah gut in Form aus. Einerseits war sein Gesicht völlig verpackt mit Brille und diversen Lagen Kopf- und Ohrenschützern, auf der anderen Seite trug er eine kurze Hose. Also entweder sind die Temperaturen 50 cm über dem Boden wärmer als in der Höhe (1,70m über Bodenkante). Oder aber Harald wollte seine gut ausgebildeten Unterschenkel zur Schau stellen.
Harald: Etwa vierter Schenkel von links.
Wir quatschen so ein wenig über das was wir bislang in diesem Jahr getan hatten (er:viel, ich: wenig) und was wir dieses Jahr noch vor haben (er:viel; ich: irgendwie mehr). Harald sagte, wir sollten mal wieder in den Herz fahren. Ja schon, aber bei dem Wetter entwickelt sich folgende Vision vor meinen Augen:
Harald prescht vorneweg durch den mannshohen Schnee: „Hier lang, der Kutscher kennt den Weg!“ schreit er, aber wir sind völlig fertig und können kaum noch folgen. Ein paar Harzer Einheimische stehen am Wegesrand und schauen uns Verständnislos an. Ich sehne mich nach Schnitzel und Philipp nach einer Kette. Andreas will wieder ein neues Rad.
Also etwa so:
Ich fahre dann weiter die Landstrasse nach Ritterhude und Worpswede. Mit Schlauchreifen kann man natürlich auf gar keinen Fall auf dem Radweg fahren und so bleibe ich auf der Straße. Das finden ein paar Autofahrer nicht so gut und hupen. Das ist immer so nach Worpswede rein, ich denke das sind Männer, von ihren künstlerisch interessierten Frauen zum Ausflug nach Worpswede gepeitscht (ah: die Paula Modersohn, ah die Villa Birkenhof; ah, die Kunscht so schön…) die daher ohnehin schlechte Laune haben. Nachher stehen sie da ohnehin vor der italienischen Eisdiele. Den Kindern zuliebe.
Warum man das Fenster runterkurbelt und mich aus der Gegenrichtung anschreit wird mir wohl logisch ein Rätsel bleiben. Zum Glück dreht aber der Wind in den Rücken und von Worspwede geht es flott nach Worpshausen und nach Quelkorn und Fischerhude. Hier sind die Menschen auch freundlicher.
Nach 2:20hr und 70 km bin ich wieder zuhause. Großartig schnell war das nicht, aber dafür, dass ich dieses Jahr echt noch nichts getan habe ganz OK. Und mit Laufrädern die nicht durch festgestellte Bremsen blockiert sind fährt es sich auch deutlich schneller. OK, Malle kann kommen. Der Harz aber muß noch warten.