12.000

Seit Oktober hatte ich mir einige Sorgen gemacht, ob ich es tatsächlich schaffen würde, aber seit gestern ist es soweit: Das Jahresziel von 12.000 km auf dem Rad ist erreicht.

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Prima, nun kann ich aufhören sinn- und freudenlos durch den Herbst zu fahren und nur noch radeln, wenn es Spaß macht bis das neue Radjahr beginnt. Traditionell ist dies der 24. Dezember, denn an diesem Tag beginnt die Rapha Festive 500 Challenge.

Die Herausforderung besteht darin, zwischen Weihnachten und Neujahr mindestens 500 km zu fahren und diese auf Strava zu dokumentieren. Reines eintippen von „500 km“ reicht da leider nicht, wie ich 2013 schmerzlich feststellen musste, nur dem digitalen Endgerät wird vertraut. 2014 brachte ich es auf 659 km und Platz 736 in der Distanz weltweit von fast 50.000 Teilnehmern. So, genug angegeben, aber ich war schon mächtig stolz. Hardcore-Fahrer die keine Rücksicht auf Weihnachten und Familie nehmen müssen schaffen auch schon mal mehr als 2.000 km. Ganz vorne ein Japaner der im Prinzip 200 Mal um Rokko Island in Kobe gefahren ist. Das ist etwa so spannend, wie in Bremen 200 Mal um das GVZ zu fahren, mit anderen Worten: gar nicht. Aber bitte.

Ich mag die Rapha Festive 500 Challenge, weil sie mich zwingt mich wieder in Bewegung zu setzen. Und Ende Januar bin ich dann mit 1.000 km Fahrleistung in der Regel auch wieder im Plan. Damit es dieses Jahr aber auch mehr Spaß macht, fahre ich für ein paar Tage nach Mallorca. Guter Trick nicht? Aber die ganzen Australier, Südafrikaner, Chilenen etc. die auf der Südhalbkugel leben haben es ja auch viel einfacher 500 km zu fahren, als jemand der in Bremen durch Wind un Regen muss. OK, es könnte noch schlimmer kommen: Island, Murmansk oder Narvik fallen wir dann so spontan ein.

Das Ziel für 2016 sind wieder 12.000 km auf dem Rad. Das ist aber nur eine Zahl. Trotzdem ist es interessant zu sehen, wie einen solch eine Zahl abhängig machen kann. Man kann das natürlich auch positiv sehen: „wie einen solch eine Zahl motivieren kann“.

Ich denke mir dann oft, was für ein Ziel hätte ich denn, wenn wir Distanzen in Europa nicht in Kilometern, sondern in Meilen messen würden. Eine Meile sind etwa 1,6 km. Wäre es dann mein Ziel gewesen, etwa 7.456 Meilen zu schaffen? Oder wenn der Meter eben nicht 100 cm lang wäre, sondern nur 95. Dann hätte ich ein Ziel von 12.631 km gehabt. So unwahrscheinlich ist das ja nicht, denn die Art und Weise, wie in der französischen Revolution das Urmeter festgelegt und dann vermessen wurde, würde heute bei jeder Physik Leistungskurs Klausur mit einem „mangelhaft“ abgestraft werden. Nun gut, vielleicht nicht an Schulen in Bremen.

DM Millionäre von gestern sind keine in Euro. Ist es somit kein Ziel für viele mehr, Millionär zu werden?

Ein Ziel ist eben nur eine Zahl ist, und eine Zahl folgt eben nur einer zufällig gefundenen Definition.

 

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Eingeordnet unter 2015, Mob

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