Monatsarchiv: Februar 2016
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Im August letzten Jahres hatten David und ich angekündigt, dass wir beide jeweils innerhalb von 10 Monaten zehn Kilo abnehmen würden. Damals starteten wir mit 95,5 kg (David) bzw. 94,3 kg (ich). Ende Januar gab es das erste Zwischenwiegen.

Wintertraining
Und leider, leider fällt das Ergebnis nicht ganz so aus, wie wir aus das erhofft hätten. Im Detail konnte David von 95,5 auf 93,9 kg abnehmen, also 1,6 kg und ich von 94,3 auf 91,9 kg, also 2,4 kg. Das ist erst einmal schlecht für uns, da wir für jedes volle Kilogramm weniger als fünf, spenden wollen. Und gut für alle, die auf uns gewettet haben, denn ihr müsst ja nur für jedes volle Kilogramm was wir abnehmen spenden. Und ein bisschen gut für mich, denn ich habe den Zwischensprint gewonnen und daher kommt die von mir ausgesuchte Organisation „Fluchtraum Bremen “ zum Zuge.
Im Klartext:
cat6champ: €4
landsat: €8
metabol2000: €20
Mattias: €8
Fluchtraum Bremen e.V.
IBAN DE75 2905 0101 0001 1069 13
Die Sparkasse in Bremen
Wir vertrauen euch da völlig, dass ihr das auch ohne Kontrolle und Nachweis auf die Reihe bekommt. Ausgenommen davon ist Olli, der großzügigerweise und im Vertrauen auf unsere erbärmlichen Leistungen bereits im September gespendet hat – danke Olli!
Äh ja, und die Spendenbeträge dürfen auch nach oben verändert werden.
Die Triple Challenge geht weiter. Das finale Einwiegen findet am 1. Juli statt. Die nächsten 8 kg sollten einfacher sein. Wir werden euch auf dem laufenden halten.
Mir liegt es fern unsere Leistungen schönzureden oder zu rechtfertigen. Unabhängig vom Gewicht bin ich allerdings doch bislang fit durch den Winter gekommen. Dazu hat vor allem der Body Attack Kurs beigetragen. Das habe ich dann auch gleich gemerkt, als ich den 2 Wochen wegen einer Erkältung ausgelassen hatte, beim ersten Mal danach wurde ich wieder gnadenlos von den Kampfdrohninnen an die Wände geturnt. Danach fühlten sich nicht nur die Beine, sondern auch der Rest vom Körper stabiler an. OK, ich konnte mit rechts nichts mehr heben, weil ich mir ein paar Muskeln gefasert hatte und auch nicht mehr laufen wegen erheblicher Knieschmerzen, aber wäre das alles nicht gewesen, so wäre ich bestimmt superfit. Und David fuhr heute auch 236 km; er ist also ebenfalls gut dabei.
Es gibt also Hoffnung. Wobei ich letztens irgendwo las: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“– Vaclav Havel
In diesem Sinne.
Manchmal, insbesondere wenn mich meine Kollegen wieder einmal völlig entgeistert anschauen, wünschte ich, ich hätte nach 12 Jahren Japan zunächst einmal an einem Integrationskurs teilgenommen bevor ich mit den Einheimischen hier in Kontakt kam. Ob gut oder schlecht, die eine oder andere Spur hat das ganze nämlich doch im Kopf hinterlassen.
Dazu gehört auch, dass ich zu Beginn des Jahres das dringende Gefühl habe, zwei Dinge sofort erledigen zu müssen: David zu schreiben, damit er mir das neue Japan Architect Jahrbuch in Tokyo „besorgt“; und noch viel wichtiger, zum nächsten Shinto-Schrein zu fahren und dort für Verkehrssicherheit zu beten.
Der erste Besuch im neuen Jahr im Schrein heisst auf japanisch „hatsumode“ und besteht aus zwei Zeichen. „Hatsu“ steht für „das erste Mal“ und „mode“ für „Besuch des Tempels oder Schreins“. Das letzte Zeichen braucht mal wirklich nur für dieses Wort, es mag noch die eine oder andere Anwendung geben, aber die sind selten. In den ersten Tagen des neuen Jahrs machen sich Millionen von Japanern auf, um die Schreine (Shintoisten) und Tempel (Buddhisten) zu besuchen und dort für anhaltendes Glück zu beten. Das ist nicht umsonst und in der Regel mit Geldspenden verbunden.

Hatsumode. Da wird es schon mal enger.
Vor dem Schreingebäude sind zu diesem Zweck lange, verbitterte Kisten aufgestellt, in die man sein Geld wirft, kurz zum Gebt verweilt, in die Hände klatscht und sich verbeugt. Es gibt da verschiedene Versionen, doch das zu erklären führt hier zu weit. Man kann sich zudem verschiedene Amulette und Glücksbringer kaufen, für zuhause, das Auto oder die Schultasche, die je nach dem für bestimmtes Glück sorgen sollen: Gesundheit, Verkehrssicherheit, Erfolg in Schule, Studium oder Beruf und Liebe sind die gängigsten. An fast jedem meiner Räder ist ein Verkehrssicherheitsamulett (ein sogenanntes „O-Mamori“: お守り und tatsächlich fahre ich auch seit Jahr und Tag unfallfrei, ohne jetzt irgendwie auf Holz zu hauen. Die wirken demnach auch außerhalb von Japan, allerdings ist die Haltbarkeit streng auf ein Kalenderjahr begrenzt; nur durch einen erneuten Schreinbesuch können die wieder für ein Jahr aufgeladen werden.
Ganz harte, lassen sich ihr Auto oder das Motorrad bei der Gelegenheit auch gleich durch einen Priester purifizieren bzw. segnen. Dann kann gar nichts mehr schief gehen.

Shintoistische Vollkaskoversicherung
Nachdem ich das Radfahren 2016 bislang zugunsten meines Hausfrauenkampfdrohnen Aerobichüpfundspringkurs, bzw. einer ausgedehnten Erkältung, bzw. Schnee und Eis in Bremen wegen vernächlässigt hatte, machte ich mich heute auf meinem nagelneuen No! 3Rensho auf den Weg zum nächsten Schrein. Ich hatte das Teil noch einmal umgebaut und einen 2 cm kürzeren Vorbau angebracht, weil ich mich zu langgestreckt auf dem Rad fühlte. Das brachte exakt nichts, so mein Eindruck nach der Fahrt heute. Ich hätte vermutlich doch die STI Griffe höher am Lenker ansetzen sollen, aber meine Kapazität an lustigem Lenkerband ab- und draufwickeln ist nun erst einmal erschöpft.
Kurz hinter dem Weserwehr traf ich Philipp, Schnippo und Sebastian, die von einer längeren Winterausfahrt nach Hause kamen. Kurz danach hatte ich meinen ersten Platten. Typisch, dachte ich mir, dass haste nun davon, dass Du immer noch nicht die shintoistische Vollkaskoverkehrssicherheitspolice abgeschlossen hast – jetzt wird es aber höchste Zeit.
Der nächste Schrein von Bremen aus gesehen, liegt etwas versteckt zwischen Ahausen und Riede. Es handelt sich dabei um einen Ableger des großen, berühmten und leider auch berüchtigten „Yasukuni Schrein“ im Herzen von Tokyo. Man erkennt das sofort an der Form des Tores (Torii), das vor dem Hauptschrein steht: Drei oder vier Rundhölzer, davon ein oder zwei horizontal, zwei vertikal, das ist typisch für den Yasukuni Schrein und seine Ableger.

Eines der Tore vor dem Yasukuni Schrein in Tokyo.

Yasukuni Annex Schrein, Ahausen
Um auf Nummer GAAAAANNNZZZ sicher zu gehen, hatte ich ein O-Mamori des Yasukuni Schreins an meinem Rad befestigt, man weiß ja nicht wie das so mit der Kompatibilität verschiedener Schreine ist. Nicht das mein Amulett auf Shinto-Windows läuft, das OS vom Yasukuni Schrein aber Apple OS X ist und ich dann prompt einen Unfall baue.
Nun musste ich noch meine Gebete sprechen.

Mich vor dem Schrein verbeugen.

Und nun sollte ich erst einmal wieder für ein Jahr sicher fahren können. Das wollte ich ansatzweise auch einmal ausprobieren und machte mich gegen den Wind nach Okel auf. Dort kam mir Thomas entgegen, der aber, wie ich später auf Strava sah, schon mehr als 120 km hinter sich hatte und die Welt um sich herum offensichtlich nicht mehr wahrnahm. Egal. Ich kämpfte mich hoch zum Golfkurs, fuhr noch ein Stückchen weiter Richtung Syke und machte mich dann mit Volldampf daran den Okel KOM zu brechen. Die Form ist aber einfach zu mies und das No! 3Rensho ist eben auch nicht so schnell wie das Canyon, auch wenn es 11 Gänge hat. „Right. These go to eleven. Well, it’s one faster, isn’t it?“ Nein leider nicht.
Zumindest war der Weg zurück nach Südweye dann erst einmal spassiger mit Rückenwind.
Und weit vor mir war ein anderer Rennradfahrer den ich unbedingt einholen wollte, was die nötige Motivation gab. Ich hatte es gerade geschafft und ihn in Südweye stehen gelassen, als ich merkte, das nun auch mein Vorderrad langsam Luft verlor. Geistig begrub ich alle Pläne und machte mich auf Richtung Haus, denn ich hatte keinen Schlauch mehr dabei. Die letzten 15 km waren dann sehr nervig und sehr langsam, aber irgendwie schaffte ich es dann doch mit ein wenig Luft nach Hause, so dass ich nicht die ganze Zeit auf der Felge fahren musste.
Ich glaube da hatten ein paar Shinto-Gottheiten ihren Daumen auf dem Loch im Schlauch.


Noch irgendwelche freie Zeit in diesem Jahr vorhanden, die vor dem PC etc. verbracht werden sollte?
via Podium Cafe
Are you ready? Set?
Welcome, once again, to the start of another season of the Podium Cafe’s official year-long cycling fantasy game, the FSA Directeur Sportif! On behalf of our sponsor, Full Speed Ahead (FSA), it is my pleasure to open this year’s game and declare the festivities underway.
Quick version: the FSA Directeur Sportif is a game where you pick a team of 25 actual pro riders by spending a budget of points to assemble your roster. You have to submit your team by Midnight (CET) February 27! After that, your team is entered and scores points based on the performance of your riders throughout the 2016 Cycling season. There are competitions based on both men’s and women’s professional cycling. It’s free and easy to enter either or both, and compete against your friends as well as our community of players from all around the world!
The full set of rules are here, but I’ll highlight the biggies.

Horst P. Horst
If you have some sort of problem, please try the comments for a quick response or email me (chris[at]podiumcafe[dawt]com) and I’ll help you out as soon as I can. We have the capability to „unsubmit“ teams but consider that a late, if not last, resort. This is a very busy time of year, including my desire to cover races. But rest assured, we want to help everyone play if possible.
And by everyone, I mean once. The one-per-customer is the key to the game’s integrity. We ask that you all respect the letter and the spirit of this rule. We have some policing capability, and may be emailing you if there’s a possible issue, but that’s pretty rare. On the spirit side, I get that families play — my kids have had teams of their own. Just as I don’t do their homework, I don’t fill out their rosters. In that spirit, we are happy to have your whole family play!
And most of all, take advantage of the features that make it extra fun! Once you have submitted, you can create your own small group where your team page will track a list of other submitted teams you want to pit yourself again. I know at FSA they use this feature to track how all the people in the company playing the game are doing. As you can imagine, that makes for some very fun chatter. Be it family, company, friends or whatever, make your group! It can even be people who don’t know you or agree to it — only you can see your group. But ideally it’s something where you and others are all grouping together and each making that group.
Also, there are Draft Teams. The Editors have been running an Editors‘ League (last won by Ursula, goddammit) for several years. Last year I know a few others got together and made a draft league. Basically, a draft league tosses out the points and budgets, and lets you select riders for your team, like various sports drafts, whereby that rider is only on your team and unavailable to your competition. The Game Site does NOT have this capability per se. You can use our rider list and our points scoring system in your game, but you have to figure out a way to actually set up the teams — Google Spreadsheets has some functionality there. Others of you may have ideas. And if you are anxious to do this but are stuck on how, contact us and we can help.
Ready? Set?
Ich weiß, für Europäer ist der humoristische Wert dieses Beitrages nicht zu erkennen. Wer aber in Japan gelebt hat, wo vermutlich 70% des gesamten Louis Vuitton Umsatzes erzielt wird (weitere 20% des Umsatzes wird durch japanische Käufer im Ausland erzielt) , kennt die Omnipräsenz der Buchstaben LV und wundert sich über gar nichts mehr.
via Busyman.