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Fixed Beards Bremen: Unfix my heart


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„Der Morgen dämmert, die Wolken hingen tief / ich wusste nicht mehr ob ich wachte oder schlief/ die Augen verquollen von tausend Tränen, ja wenn sie doch endlich einen Sinn bekämen…“

Kennt das noch jemand? Genau, HH Milch mit „Fräulein Meier“ von ihrem tape „Barbecue of South Fork“, Ulan Bator Records Hamburg 1984. Hatte mir mein Freund Dirk Ehlert mal geschenkt. Kennt ja jeder.

Ich war amWochenende in Hamburg mit einem Haufen Studenten und fühlte das Alter. Nach dem Abendessen am Samstag rief ich sie dazu auf jeden Fall am nächsten Morgen um 9 Uhr zum Workshop zu erscheinen, nach Möglichkeit nicht in Zombiemässigen Zuständen. Um Acht sass ich beim Frühstück und da kamen ja schon die ersten beiden…. alledings nicht aus dem Bett sondern direkt vom Fischmarkt mit Tüten Aal in der Hand. Schon mal versucht einer Gruppe von Halbzombies Wissenskreierung in Organisationen beizubringen? Es klappte besser als erwartet, aber ich war auch froh als der Tag vorbei und ich im Bett war. Deswegen verpasste ich den ersten sonnigen Tag des Jahres in Bremen und als ich am Montag morgen aufwachte und feststellte, dass ein weiterer sonniger tag folgte, beschl0ß ich diesen zumindestens teilweise auf dem Rad draußen zu verbringen nach all den langen Tagen in der Muckibude.

Ich machte mein Canyon Positivo fertig, dass ich bestimmt seit Oktober oder November nicht mehr bewegt hatte. Alleine schon das Anziehen war mühsam und mir wurde klar, dass ich mich nicht in dem Körper mit der allerbesten Kondition aufhalte. Aber ich wollte es auch nicht übertreiben und freute mich auf das schnelle Canyon mit den neuen HplusSon Schluppen.

Na ja, also wenn man nach so langer zeit mal wieder fährt ist es schon ziemlich lahm, zumal ich zunächst auch noch fies gegen den Wind fahren musste bis ich endlich auf dem Wümmedeich war. Die Steigung hoch über die Autobahn am Horner Freibad, der Gavia Bremens, war schon ziemlich anstrengend und ein doofes Peugeot Fixie klebte auch noch die ganze Zeit an mir. Ja, diese Autobahnüberquerungen können ganz schön gemein und fies sein, Menschen aus anderen Bundesländern wissen das oft nicht zu würdigen.

Auf dem Deich war es erfreulich leer und schwups war ich schon auf der Ritterhuder Strasse und fuhr dann weiter Richtung Worpswede, wo die beliebte „SOS Berge“ Notrufsäule steht (in etwa). Ich hätte mich doch vorher rasieren sollen, denn jetzt wurde mir so richtig heiss. Und dann so ganz alleine, ohne meine Fixed Beards Bremen Freunde, mir wurde ganz einsam um das Herz.

Weiter ging es dann nach Worpswede rein über den Sandberg und dann Richtung Worpshausen. Ich bin diese Strecke schon extrem oft gefahren, meistens sind das zwischen 2 und 2 1/2 Stunden Fahrspaß. Nee, eigentlich nicht, da sind jede Menge Autos auf der Strecke und landschaftlich schön ist die auch nicht wirklich. Aber es ist nun einmal die erste Strecke die ich in Bremen selber ausgekundschaftet habe und die ich am allerbeste kenne. Erstaunlicherweise wurd eich jetzt so richtig langsam, teilweise kroch ich mit 23 oder 24 Sachen über die Straße. Ich schob das auf den Gegenwind und auf meine miese Kondition. Als ich aber einmal zum pinkeln rechts rausfuhr, stellte ich fest, dass mein Hinterrad sich überhaupt nicht mehr drehte. Das hatte zwei Gründe, zum einen war die Hiterradbremse sowie viel zu nah an der felge, ich war also die ganze Zeit mit angezogener Bremse gefahren – supertolle Trainingsidee! Und zweitens hatte sich bereits eine Speiche an dem HplusSon Hinterrad gelockert, so dass das Ding auch noch eierte.  Toll- da hätte ich mir ja gleich einen Sack Rüben hinten an das Rad binden können.

Nachdem ich die Bremse gelöst und die Felge wieder einigermaßen zentriert hatte ging es weiter nach Quelkorn und nach Fischerhude. Von da aus dann nach Borgfeld und ab nach hause. Vor drei Jahren war das eine Pendeldistanz Yokohama – Tokyo, aber heuer hat mich das wirklich sehr angestrengt. Aber ich bin froh mal wieder auf dem Hobel für eine längere Zeit unterwegs gewesen zu sein. Die Saison mag beginnen.

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Bärtige Grüße.

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Basso Blue Track/ Road

Heute morgen bin ich gerade noch aus dem Haus gekommen um mein neues Basso Rad zu bewegen, bevor es wieder anfing zu schneien.

Das Basso ist so konzipiert, dass es sowohl auf der Bahn, als auch auf von Familienvätern auf der Strasse bewegt werden kann. Für die Bahn gibt es einen kurzen Vorbau mit einem Nitto Bahnradlenker mit NJS Genehmigung. Keine Bremsen, das Rad sieht sehr pur aus. Für die Strasse kann man dann einfach den Vorbau samt Lenker demontieren und einen Nitto Mod.55 Strassenrennlenker montieren. An diesem gibt es zwei kurze Crossbremshebel (von Tektro) nahe der Vorbauklemmung. Die Bremszüge werden mittels dreier Klemmschellen am Oberrohr befestigt und eben nicht durch die angelöteten Ösen am Rohr geführt, denn dies würde die ganze Prozedur des Anbauens und Abnehmens nur verkomplizieren.

Zuletzt werden dann noch die beiden modernen Campagnolo Bremsen befestigt und schon hat man ein Strassentaugliches Rad (für Familienväter).  Ich hatte zunächst überlegt konventionelle Bremshebel zu verbauen, aber ich finde das wird dem Charakter des Rades nicht gerecht. Heute beim fahren habe ich gemerkt, dass mir der Griff an die Hebel doch fehlt, vor allem dann wenn ich aus dem Sattel gehe oder im Wiegetritt die Hügel hier hochfahre . 

Noch ein Wort zu den Bremskörpern. Das sind konventionelle Campagnolo Veloce Bremsen in silber, Bremsen über die ich nicht aufhören kann  gut drüber zu sprechen. Die Verzögerung ist so viel besser als an meinem Union Fixie mit alten Campagnolo GranSport  Bremsen die auch immer nervig schleifen. Mit einem guten Radiergummi kann man auch recht einfach das Velocezeichen wegratzen, so dass die Bremsen alleine mit dem Campagnolo Schriftzug gut aussehen.

Das Rad fährt sich gut aud zügig und wartet nur auf den Frühling und einen passenden Bart. Björn hat heute gerade sein Simonato Fixie in Empfang genommen, so dass dem ersten Treffen der FIXED BEARDS BREMEN nur noch polnische Handwerkskunst und deutsche Lackierereien entgegenstehen.

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Das ist keine Überschrift

Nachdem ja nun schon bereits das dritte Fixie in den Händen der Bremer Truppen gelangt ist, wird es ja nun doch Zeit unserer Truppe einen würdigen Rahmen zu geben. Ich habe lange, sehr lange über einen passenden Namen und eine passende Uniformierung nachgedacht, bis ich bei Betrachtung der RADBAG Site heute morgen endlich auf die zündende Idee kam. Inspiriert war ich allerdings auch von der World Klapp und dem Motto: Ohne Bart kein Start.

Also, hier ist mein Vorschlag für den Clubnamen:

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(Spannung)

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FIXED BEARDS BREMEN

OK, das ist jetzt erst einmal ein wenig antiklimatisch. Aber bei dem derzeitigen Klima in Bremen brauchen wir natürlich unbedingt einen vernünftigen Gesichtsschutz, wenn wir draußen fahren wollen. Am coolsten ist natürlich ein eigener, wuscheliger Bart, den wir uns aber aus verschiedenen Gründen nicht leisten können; ganz uncool ist hingegen irgend so ein Hightec Zeuch.Am allercoolsten ist aber der Kompromiß zwischen beidem:

Ich könnte mir das sehr schön vorstellen, wenn sich ein Haufen bärtiger Fixiefahrer am Fixed Friday vor dem Kiosk zur Gelben Gefahr zur Ausfahrt trifft. Silke, Karin und Manu dürfen natürlich auch mit Bärten mitkommen. Frauen tragen ja bekanntlich Bärte seit dem römischen Reich.

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Der Weg zu Arbeit …

… ist gerade kalt und weiss.

Fast seit Anfang des Jahres sind die Temperaturen in Bremen konstant unter Null, es schneit quasi jeden Abend und es wird immer schwieriger und langsamer mit dem Fixie die lächerlichen 3,5 km von zuhause zur Arbeit zu kommen. Bislang habe ich mich mit dem Union durch Schnee und Eis gekämpft; aber nachdem Jörg mir mein Cannondale Bad Boy am Wochenende wieder in Ordnung gebracht hatte, ich mich gestern gut auf die Fresse gelegt habe als ich so richtig schön beschleunigen wollte und es heute Nacht mal wieder gut geschneit hat, hatte ich die Schnauze voll. Das Bad Boy kam aus der Garage und  zum Einsatz. Man muss sich erst an das schwerfällige Fahrverhalten und den verrückt breiten Lenker gewöhnen aber dann macht es Spaß durch den Schnee zu fahren ohne Angst haben zu müssen umzukippeln.

Ich hatte noch etwas Zeit und bin früher losgefahren, was mir dann erlaubte eine Detour durch die Nordwest Passage zu unternehmen.

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Langem gerade Trails mit jungfräulichem Schnee fast bis nach Alaska, auf beiden Seiten von pitoreksen Minibauten der verfeindeten Kleinganovenvereine Schwachhausen und Kornblume gesäumt.

Ein schöner Beginn des Tages. Heute Nacht geht es zurück durch die KGVs.

 

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Bremen Sixdays

Gestern trafen sich Olli, Jörg, Christian, Henri und ich auf den Sixdays in Bremen.

Höhepunkte noch und nöcher. 31 Euro Eintritt – wow! Suzi Quattro – surreal! So war Suzi Quattro:

Äh nein, eigentlich war sie eher so:

Mein Sohn war diese Art der Kombination von Rockmusik und Frauen nicht gewöhnt und wollte nur nach Hause.

Sport gab es aber auch, hier die Höhepunkte:

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Vorentscheidender Sprint durch die Nummer sechs bei der großen Jagd um 22:34 hr.

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Und hier kurz vor der Attacke.

Oder war es kurz danach. Egal, es war ohnehin wie Suzi Quattro.

Ein früher und eigentlicher Höhepunkt der Veranstaltung war, als wir zufällig die Umkleide der Cheerleader fanden und diese dann zufällig auch noch alle rauskamen – leider waren wir zu schüchtern um nach Fotos zu fragen. Also Suzi Quattro hätte ich sofort gefragt.

Die dritten Sixdays nach 2010. Das nächste Mal bringen wir unsere Fixies mit.

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Jrossen: Also Crossen mit Jott

Jörg war so nett sich der widerspenstigen Hayes Scheibenbremsen meines Cannondale Bad Boys anzunehmen. Und so verabredeten wir uns bei ihm in Huchting, um im Wald crossen zu gehen. Jörg hat ein sehr schickes Trek MTB mit total dicken Reifen und Kettenblättern vorne so winzig wie Schaltwerkröllchen. Die richtigen großen Kettenblätter sind hinten an der Kassette. Ich bekam sein Trekking Bike, was auch noch Reifen hat die doppelt so dick sind wie das Zeuch, was ich sonst so an meine Rennräder lasse.

Es war der erste Tag sein langer Zeit mit blauem Himmel und die Temperaturen waren dem Winter endlich angemessen. Natürlich gibt es da gewisse Hemmungen vor die Tür zu gehen und so tranken wir erst einmal ein paar Runden Kaffee. Ich hatte sowie keine Lust in den Wald zu fahren, denn ich fahre ja eigentlich nur Rennrad.

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Dann fuhren wir aber doch los und machten erst einmal eine längere Pause bei der nächsten Gelegenheit.

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Nachdem wir uns gut aufgewärmt und Spaß hatten, fuhren wir wieder nach Hause und tranken noch ein paar Becher Kaffee.

 

 

 

 

 

 

 

Ja, so hätte das alles enden können, aber wir sind doch in den Wald gefahren, und zwar in den Fahrenhorster Wald, denn Jörg hatte schon das Programm des Tages auf seinem Garmin programmiert und wollte mir mal zeigen, wie man richtig „crosst“. Zuerst hatte ich ja alle Trümpfe in der Hand, denn auf dem Weg in den Wald fuhren wir viel über asphaltierte Straßen, wo ein Trekkingrad eben viel schneller läuft als ein MTB. Aber eben doch viel langsamer als ein Rennrad und mir kam das alles vor, als wenn ich durch eine riesige, transparente Masse aus Gelee fahren würden. Im Wald sah das dann aber auch schon wieder anders aus. Wir fahren so richtige sandige und schlammige Wege und krachten mit den Laufrädern durch das dünne Eis, das sich auf Pfützen gebildet hatte. Hey das machte ja doch Spaß, zumal es im Wald auch nicht so klar war wie draußen auf dem freien Feld. Im Gegensatz zum Rennradfahren, gerade hier oben in Norddeutschland, wo ich oft kilometerlang in die selbe Richtung fahre und sehr weit nach vorne sehe, ist es hier so, das ich sehr konzentriert bleiben musste. Beim Rennradfahren driften meine Gedanken manchmal ab in alle möglichen Richtungen, aber im Wald geht das nicht. Da musste ich immer die Wegoberfläche vor mir im Auge haben und gegebenenfalls meine Fahrlinie anpassen. Hier ist mal ein gutes Beispiel:

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„OK, Michael, fahr mal hier vor, ich mache dann ein cooles Photo von Dir!“, sagte Jörg

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„Okey-Dokey“ antwortete ich und scheiterte noch vor dem Ast über dem Weg.

Das beste aber am crossen durch den Wald ist, dass man durch den ganzen Matsch nicht laufen muß. Wir fuhren noch hier und da (angeblich „nichts technisches“) und nach ca 2:15 Stunden und 50 km landeten wir wieder zuhause bei Jörg. Machte alles Sinn, machte alles Spaß und war doch ganz schön anstrengend.

Am Abend holte ich den weiblichen teil meiner Familie ab, der per Bahn aus Oberstdorf zurück kam. Die Bahn war pünktlich, was eher selten ist. Ich lungerte ein wenig am Ausgang Bürgerweide rum und bekam so mir, dass die Bremen Sixdays am Samstag ausverkauft waren denn ich wurde mehrfach angesprochen, ob ich denn eine Karte hätte.

In der Nacht hatte ich Schüttelfrost und einen Ganzkörpermuskelkrampf. Entweder kam das vom Crossen, oder von der Tüte Salmiaklakritz die ich so ganz nebenbei Abends verputzt hatte.

Egal. Danke an Jörg für die Einführung in das Crossen. Kann auch mit Bad Boy wiederholt werden.

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14. Januar, Bremen

Bremen, Sechs Tage. Aber nur einer zählt.

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Bad Ass III : Schnee von gestern

Ich wachte auf, zog mir den Laptop über die Bettdecke und schaute nach, was am Samstag in Japan passiert war. Tom war wieder einmal 200 km plus gefahren und es war nun dort so kalt, dass das erste Eis auf der Strasse erschien. Ich ging in die Küche, schaute aus dem Fenster und irgendetwas draußen hatte sich verändert, ich konnte aber nicht genau festmachen was es war.

Was nur genau war anders als gestern?

Was nur genau war anders als gestern?

Langsam dämmerte es mir wie Schuppen vor die Augen: Es war am schneien. Prima,dachte ich und ein leises Lächeln formte sich zwischen meinen Mundwinkeln, Bad Ass Wetter. Also rauf auf die Kiste und raus! Ok, vielleicht doch erst einmal frühstücken, aufräumen und schreiben.

Und so kam ich erst um 14:30 Uhr auf die Straße. In der Zwischenzeit hatte es aufgehört zu schneien, aber die Straßen waren immer noch voll Schnee. Ich fuhr raus Richtung Focke Museum, aber selbst am Kiosk zur Gelben Gefahr waren heute weniger Trinker als sonst immer. Über Borgfeld fuhr ich dann durch die Felder Richtung Fischerhude. Es waren kaum Menschen unterwegs und die Stimmung war ruhig und gelassen.

Auf nach Hamburg!

Ich mag diesen Teil Bremens sehr, da dort im Spätwinter eine einzige große Wasserfläche ist, manchmal auch komplett gefroren.

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Ich dachte mit meinen Caterpillar Boots (hatte ich 1993 beim Ombudsmann in Düsseldorf gekauft, und mit denen stiefelte ich schon 94-96 über die Baustelle in China) wäre ich gut ausgerüstet, aber ziemlich schnell hatte ich nasse und dann auch noch kalte Füße.

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Kurze Pause und schon ging es weiter bis zur Eidiele „Zur Linde“ (hatte zu) in Borgfeld und dann wieder zurück Richtung Bremen über Quelkorn, Seebergen und den Timmersloher Strand. Zuhause erst einmal kurz geduscht. Waren zwar nur 40 km, aber auf dem Fixie mit diesen schweren Caterpillar Boots fühlt sich das schon nach mehr an.

Irgendwie war ich auch froh, dass ich nicht in den Harz gefahren bin, wenn Du einer gefahren sein sollte.

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Kaiserwetter

Meine Vermieterin in Tokyo behauptete, dass an dem Tag, an dem der erste japanische Kaiser der Neuzeit (Meiji) Geburtststag hat, immer gutes Wetter war. Hatte sie in ihrem langen Leben nie anders erlebt. Das war der 3. November.

Heute war zwar nicht der 3.11., sondern der 25.11., aber nach dem scheußlichen Badass Nebelwetter gestern war heute ein richtig feiner Tag mit Schäfchenwölkchen am Himmel und angenehmen Temperaturen. Ich montierte mir meine Halbhaken an das Union Fixie da sonst einfach zu wenig alt mit den Turnschuhen ist und machte mich auf den Weg Richtung Westen und Süden.

Ui, was für ein fieser Wind blies mir da entgegen. Selbst 20 km/h schienen schon sehr anstrengend zu sein. Aber ich finde, gegen den Wind, oder einen Berg hochzufahren ist wie ein Uhrwerk aufzuziehen oder die Anhäufung potentieller Energie:

m x g  x h   = 1/2 x m x v2

Uhrwerk klingt auf Deutsch sehr langweilig und auf Englisch wahnsinnig spanned: Clockwork Orange, zum Beispiel. Nach dem Autor, Anthony Burgess gibt es drei mögliche Erklärungen was genau eigentlich Clockwork Orange bedeutet:

Burgess gave three possible origins for the title:

  • He had overheard the phrase „as queer as a clockwork orange“ in a London pub in 1945 and assumed it was a Cockney expression.¹
  • His second explanation was that it was a pun on the Malay word orang, meaning „man.“ The novel contains no other Malay words or links.[11]
  • In a prefatory note to A Clockwork Orange: A Play with Music, he wrote that the title was a metaphor for „…an organic entity, full of juice and sweetness and agreeable odour, being turned into a mechanism.“[11]

Na ja egal. Mir fallen dabei zwei Spin-offs  in der Punk Kultur ein:

Boomtown Rats: Like Clockwork


und das Cover der Angelic Upstarts LP Teenage Warning:

Egal, also ich wollte eigentlich nur schreiben, dass ich gerne raus gegen den Wind, und rein mit dem Wind fahre. Also die Energie die man am Anfang mehr braucht, zahlt sich dann doch aus. Trotzdem, draußen auf dem Land war eine miese Stimmung.

 

Die Konditorei Hasselmann hatte mal wieder zu ….. Komisch, ist immer so, wenn ich da vorbeifahre. Auch die Kaktusse in der Auslage könnten etwas Wasser gebrauchen. Allerdings hatten auch andere Einzelhandelsgeschäfte in der Gegend schlechte Laune:

Doch als ich aus dem Zentrum des Bösens heraus auf das Land fuhr sah die Welt schon wieder anders aus. Eine herrliche Aussicht bis auf den Rand des Syker Voralpenlandes.

Und als der Tag sich zu Ende neigte und die Sonne ganz tief stand und von links auf mich schien, als ich eine Allee lang vor, da warf ich einen ganz langen Schatten auf die Landschaft. Eine schöne Tour, wenn auch nur knapp über 60 km.

 

 

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HERBST III

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von | 14. November 2012 · 21:55