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Vier Rennen grau: Karriere im Spätsommer.

Plötzlich, und so ganz ohne Grund, packte es mich im August mein Können auf den Jedermannrennen in der Umgebung nicht zu zeigen: Hamburg, Hannover, wieder Hamburg und Münster waren die Bühnen. Ein Vergleich.

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Die Rennen

Als erstes standen im August die Cyclassycs, also die Cyclassics in Hamburg auf dem Programm. Spricht man einen beliebigen Rennradfahrer auf dieses Rennen an, dann sagt der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit: „Da fahr‘ ich nicht, das ist mir zu gefährlich. Da sind zu viele Idioten dabei.“ Die Gefährlichkeit der Cyclassics ist ein beliebtes Themen auf RTFs, Manche RTF unterscheidet sich allerdings nicht wesentlich von den Cyclassics: Am Start rasen alle los wie die Blöden, es gibt eine Menge Stürze und ja, ein paar Irre sind auch oft dabei. Lange Jahre hatte ich mich von den Berichten davon abhalten lassen in Hamburg zu fahren, bis ich es dann 2016 doch gewagt habe. Vattenfall war als Sponsor abgesprungen und es drohte die letzte Cyclassics zu werden die meine Euroeyes jemals sehen würden. War dann aber doch nicht so. Danke, Euroeyes.

2018 gab es dann neue Strecken, ich fuhr die 100 km Runde und die war wirklich schlimm – die Veranstalter hatten sich durch Streckenführung und Personal die größte Mühe gegeben, alle Vorurteile der Cyclassics gegenüber in die Realität umzusetzen. Also entschied im mich dieses Jahr die 60er Runde zu fahren. Start und Ziel machen bei Jedermannrennen am meisten Spaß – der Rest ist RTFisch, finde ich.

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In Hannover, bei Proam war ich bislang noch nie gestartet. Hier gibt es zwei Runden, eine von 68 km Länge und eine mit 103 km und deutlich mehr Höhenmetern. Dank Yvett, Torsten, Rainer und Hannes von der SG Stern hatte ich die Möglichkeit im Team Van dort hin, und dann ohne Team Van auf dem Rad, dort zu fahren. Prima, mal wieder was neues. Außerdem fuhr ich auch zum ersten Mal mit Sebastian, er auf seinem neuen System Six.

Aber das härteste Rennen fand am 22. September in Hamburg statt. Ich hatte meiner Frau zum Geburtstag Karten für das Musical „Paramour“ des Cirque du Soleil geschenkt und ich wusste, dass es ein extrem harter Kampf gegen Müdigkeit, Langeweile und guten Geschmack werden würde.

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Ich mag keine Musicals, das hängt im wesentlich damit zusammen, dass ich es unlogisch finde, wenn Menschen im Gespräch miteinander auf einmal anfangen zu singen. Und dann aus allen Ecken Menschen kommen und um die beiden herumtanzen. Das ist eine sehr eigenartige Darstellung der Realität. Schlimmer als Musicals sind eigentlich nur indische Filme, da ist das meistens so dass Mann und Frau irgendwo romantisch im Park chillen….ihre Gesichter beginnen sich zu nähern, die Lippen öffnen sich, das Verlangen tropft gerade in langen Fäden von der Leinwand und Du denkst: „OK, Action Time Baby!“

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Endlich alleine, Baby !

Und genau in diesem Moment, Millisekunden und Nanometer von einem Kuss entfernt, beschleunigen beide Gesichter weg von einander, ein musikalisches Gewitter erbricht sich vom Himmel und die beiden fangen an zu tanzen und zu singen. Spätestens beim Refrain stellt sich dann heraus, das sich in den Büschen und Bäumen hinter ihnen jede Menge Komparsen versteckt hielten die nun alle rauskommen und mitmachen. Cut.

 

 

Nein, schlimmer als Musicals ist nur noch Pantonime…boh…ich bin einfach zu doof die zu verstehen, da setzt es bei mir aus. Wollte der Typ jetzt zeigen wie Hitler in den Teppich beißt, oder einfach nur zwei Hotdogs bestellen?  Für mich bleibt immer ein Rätsel worum es gerade geht.

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Boh was denn nun? Scheibenbremsen entlüften? Lenkerband wickeln?

Paramour hatte zwar keine Inder, aber jede Menge Pantonime.

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Zum Abschluss der Saison ging es dann am Tag der deutschen Einheit nach Münster zum Münsterland Giro. Das ist für mich immer das letzte Rennen der Saison und ich fahre da sehr gerne. Nachdem ich mich Jahre lang mit Jochen nach Münster aufgemacht hatte, bin ich dieses Jahr mit Martin zusammen gefahren.

Ich mag Münster, sowohl in den ungeraden Jahren, wo die Strecke nach Osten geht und eher flach ist, als auch in den ungeraden Jahren, wo man nach Westen rausfährt und sich über ein paar Hügel kämpfen muss. Münster gefällt mir als Ort einfach auch sehr gut und nach dem Rennen kann man sich noch am Schloßplatz aufhalten und das Profirennen schauen.

Der Start

Hamburg fuhr ich zum zweiten Mal zusammen mit Fabian; wir fahren seit 2011 jedes Jahr gemeinsam beim Velothon in Berlin, aber den gab es ja leider dieses Jahr nicht. Also Hamburg; wir starteten gemeinsam aus Block D oder so. Ich fuhr zum ersten Mal mit meinem neuen gelben Wilier Cento10Pro, eine extrem auffallende Angeberkarre, die in keinster Weise mein Leistungsniveau widerspiegelt.

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Das ist nicht der Lambo von Tim Wiese.

Es ging los und es war unglaublich lahm, so als wenn das Rennen erst einmal neutralisiert worden wäre und eine Schneeraupe vorne weg fährt. Wir chillten so mit 30 Sachen durch das Feld und überholten dennoch jede Menge Fahrer. Da wir aber doch etwas ambitioniert waren, machten wir uns dann daran mit mehr Stoff nach vorne zu fahren. Das ging gut, ich war meistens vorne und sprang von einer Gruppe zur anderen und Fabian hing an mir dran. Auf einem langen, geraden Stück war dann der Abstand zur nächsten Gruppe vor uns bereits sehr groß. Heroisch machte ich mich daran die Lücke zuzufahren, aber der Abstand war einfach zu groß und die Gruppe vor uns auch zu schnell. Zum Glück hatte unser Versuch noch ein paar andere Fahrer aus ihrer Lethargie gerissen und mit vereinten Kräften schafften wir es dann doch an die Gruppe anzuschließen. Das war unser Glück, denn diese Gruppe war mit 40+ km/h richtig gut drauf uns sorgte dafür, dass wir schnell unterwegs waren. Sonst wäre das wirklich öde geworden.

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In Hannover waren wir zwar im B Block, aber viel zu spät am Start, so dass wir uns recht weit hinten einordnen mussten. Natürlich ist man dann trotzdem noch kalt und kann an sich keine Leistung bringen. Das macht aber nichts, in dem Moment wo das Rennen los geht muss man sich nach vorne drängeln, bzw. nach vorne fahren bis man kotzt, sonst wird das alles nichts mit einer schnellen Truppe. Das habe ich dann auch versucht und es lief richtig gut. Nach 8 km hatte ich die Spitze des Feldes immer noch in Sichtweite. Aber irgendwann war ich dann unkonzentriert und/oder die Körner fehlten und nach einer Kurve musste ich abreißen lassen. Hinter mir war auch niemand mehr, der ernsthaft die Lücke zufahren würde. Ich war allein auf weiter Flur und wartete bis die nächste Gruppe mich überholen würde. Das passierte dann auch recht flott und ich sah wie Yvett an mir vorbeischoss. Kurz danach kamen auch die anderen.

Bei Paramour wurde ich zunächst mit einem Glas Latte Macchiato nicht in das Theater gelassen. Man kann war Getränke mitnehmen – aber nur in Bechern und nicht in Gläsern wurde ich aufgeklärt. Also kaufte ich so einen doofen Plastikbecher mit Paramour Aufdruck und schüttete meinen Latte Macchiato, den ich mir bestellt hatte um möglichst viel Koffein zu mir zu nehmen, hinein. Den Becher schenkte ich dann später meiner Tochter und machte ihr weiß, dass ich den extra für sie gekauft hätte.

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Mitten im Gruppetto

Neben uns am Start sassen so Schwaben und andere Reisende, die von Bussen aus der ganzen Republik nach Hamburg gefahren wurde, die blieben dann auch das ganze Rennen neben uns. Ist im Rennen ja immer so, ist man erst einmal in eine Gruppe gelandet kommt man da nie wieder raus. Bei dem Musical, ich kann mich daran nur schemenhaft erinnern, ging es um Frauen die alle als Männer verkleidet auf dem Schlachtfeld in Solferino herumirrten. Ach ne, das war ein Takarazuka Musical, das ich mir 2010 in Tokyo angesehen hatte und aus dem ich immer noch nicht wieder aufgewacht bin. Nein, es ging um Hollywood und einen großen Produzenten, seinen Star und ihren unbedeutenden Freund. Die ganze Stimmung, sowohl im Publikum, als auch auf der Bühnen war, wie Hannes das so schön ausdrückte: „OK, lass uns das mal hier unambitioniert zu Ende fahren.“

Zwei Wochen später in Münster war ich immer noch im Musical Schock, oder vielleicht auch immer noch nicht wieder aufgewacht. Ich war mit Martin runter gefahren, den ich aus dem Laden kannte, weil er auch mal ein Wilier gekauft hatte. Martin fährt auch Dienstags in unserer Trainingsgruppe mit und fällt dadurch auf, dass er immer sehr entspannt aussieht, nie aus dem Sattel steigt und trotzdem irgendwie schnell ist, was auf seine Vergangenheit als Profiruderer zurückzuführen ist. Wir fuhren mit seinem Wagen nach Münster und parkten im besten Parkhaus der Welt. Wir waren früh genug da und standen dann recht schnell in Block A. Wow, Block A, wie hatten wir das denn geschafft? Zum Glück war es auch noch trocken, so dass wir nicht zu sehr froren.

Startschuß! Wie immer gebe ich alles und versuche mich unter vollem Einsatz und voller Ambition nach vorne zu fahren. Zuerst klappt das auch ganz gut, die Strecke ist verwinkelt, viele Kurven, viel Bremsen und Beschleunigen. Aber nach drei Kilometern schon geht mir van der Poel/Yorkshire-mässig die Luft aus – was ist denn da los? Ich kann einfach keine Kraft auf das Pedal bringen. Auf einmal werde ich von ganzen Gruppen von hinten überholt und ich kann nichts dagegen machen, so ein Mist. Da fahren Leute an mir vorbei, die dürften eigentlich aufgrund ihrer Räder und ihres Aussehens nicht an mir vorbeifahren und sie machen es trotzdem. Es hilft nichts, ich reihe mich in eine Gruppe ein, kurz darauf kommt auch Martin von hinten in einer schnelleren Gruppe und ich hänge mich an sein Hinterrad. So springen wir wenigstens etwas nach vorne, aber schnell ist anders.

Der Rennverlauf

In Hamburg bei den Cyclassics lief es in der schnellen Gruppe sehr gut. Die Gruppe war im flachen schnell, aber nicht so schnell, als dass wir in Gefahr laufen würden hinten raus zu fallen. Zudem waren die Straßen breiter, die Sicherung besser, die Kurven weniger als bei der 100 km Strecke im letzten Jahr; es gab keine Stürze in unserem Feld und auch sonst lagen keine Radfahrer blutend Straßenrand und warteten auf den Sani. Nö, es machte richtig Spaß. Nach einer Schleife Richtung Westen ging es durch Wedel an die Elbe und jetzt wurde es auf dem Stück nach Blankenese auch ein wenig hügeliger.

Ich habe keine Angst vor Hügeln, im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern aus Norddeutschland. Oft merke ich schon dass ein Hügel oder Anstieg kommt, wenn die ganze Truppe langsamer wird. Dann fahre ich nach vorne und beginne den Anstieg an der Spitze des Feldes. Ist der Anstieg länger falle ich dann zurück, denn leider bin ich einfach zu schwer, um da glatt hochzukommen. Aber das macht nichts, oben bin ich dann immer noch im Feld und kann weiter vom Windschatten profitieren. So lief das auch dieses Mal; dummerweise hatte Fabian einen Defekt und fiel zurück, aber ich war noch dabei. Ein paar Fahrer aus den Blocks vor uns hatte ich aber trotzdem überholt. Einer fuhr weit links und wollte mich einfach nicht vorbei lassen. Da fuhr ich dann neben ihn, stupste ihn kurz mit dem Ellbogen zur Seite und schon war ich vorbei. Alain Rapois, der beste Radfahrer mit dem ich je in meinem Leben gefahren bin, hatte mir mal gezeigt wie man das richtig macht und mittlerweile kann ich mich ganz gut durch ein Feld durchwursteln.

Hinter hier hörte ich nur etwas in der Größenordnung „EEEEEHHHH, bist Du BESCHEUUERRRTTT?“ – aber ich denke mir immer, so lang noch so viel Kraft zum schreien da ist, kann es ja nicht so schlimm gewesen sein und schreien ist ja auch Ausdruck von Frustration und Aufgabe – den sehr ich also nie wieder.  Wovor ich wirklich Angst habe ist, wenn ich gar nichts höre und dann, irgendwann später fährt jemand an mir vorbei und schlägt mir in die Fresse.

Interessanterweise wurde das Tempo nach dem Anstieg deutlich langsamer, so dass auch eigentlich abgehängte Fahrer wieder aufschließen konnten und die Gruppe noch relativ groß war, als wir uns dem Ziel näherten.

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In Hannover war ich jetzt mit allen Fahrern der SG Stern in einer Gruppe gelandet. Das Tempo war schnell, aber nicht richtig schnell. Nachdem es zunächst überwiegend flach war, kamen zwischen dem 25. und 45. km die Anstiege. Der erste war gleich der härteste. Aus einem Dorf heraus ging es über eine Rampe in den Wald und die Steigung war recht ordentlich. Wie immer war ich vorne rausgefahren, da das Peloton vor Angst mal wieder fast stehenblieb. Aber der Anstieg war recht lang und ich wurde mal wieder rechts und links überholt. Irgendwann fuhr auch Torsten rechts an mir vorbei, ich schaute rüber und sah seinen total verbissenen Gesichtsausdruck und musste lachen. Torsten, den ich bislang nur als total chilligen und entspannten Typ kennengelernt hatte biß sich gerade die Zunge ab vor lauter Ehrgeiz. Der Anblick brachte mich dann auf den Berg.

Ein paar Fahrer hatten wir auch hier verloren, aber die Gruppe war immer noch sehr groß und das Tempo gut. Nach einer Weile sahen wir vor uns eine andere Gruppe und man merkte richtig, wie nun gearbeitet wurde, diese einzuholen. Und als das geschehen war wurde das Tempo wieder langsamer. Es folgten ein paar fiese Abbiegungen und zum ersten Mal hörte ich hinter mir das Geräusch von Stürzen. So langsam kamen wir dann auch wieder in das Stadtgebiet von Hannover – ich hatte keine Ahnung wo das Rennen enden würde aber ich arbeitete mich schon mal langsam nach vorne.

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Bei Paramour war es deutlich weniger spannend. Ich war in einer Gruppe von vielleicht 1.000 Besuchern die alle nach vorne auf die Bühne starrten wo nichts nennenwertes passierte. Da wurde eine Geschichte erzählt, von der völlig klar war wie sie ausgehen würde (also etwa so klar wie meine Ergebnisse bei Radrennen) und die ich in einer Minute hätte zusammenfassen können. Damit das ganze aber auf zwei Stunden gedehnt werden konnte, wurde da viel gehüpft und gesprungen und noch mehr, genau, gesungen und getanzt. Ich versuchte das ganze unambitioniert zu ertragen und war dann wirklich froh, als es eine Pause gab und wir in die Verpflegungsstation durfen um ein Glas Rotwein zu kippen. Nur noch eine weitere Stunde.

In Münster war ich nun in einer Gruppe mit Martin. Diese Gruppe war echt nicht schnell, da würde also auch nichts gutes bei herauskommen. Ich hatte jetzt doch etwas mehr Power, aber aus der Gruppe würde ich nicht mehr herauskommen. Als uns eine schnellere Gruppe überholte hängte ich mich da ran, aber auch das brachte nicht viel. Irgendwie war es extrem langweilig, auch null Anstiege bei denen eine Selektion hätte stattfinden können. Zum Glück bin ich Münster ja schon oft gefahren, so dass ich wusste, wann ich mich im Feld nach vorne arbeiten musste, um einen guten Sprint zu fahren.

Ziel und Fazit

Also, ich machte mich auf den Weg nach vorne, wurde aber davon überrascht, dass die 60 km Strecke tatsächlich nur 57 km lang ist. Wenn ich da die Startgebühr durch die Streckenlänge teile und ausrechne, was ich da pro km bezahlt habe – ich hätte auch Taxi fahren können. Jedenfalls ging mir die Strecke aus.

Die Atmosphäre in Hamburg am Ziel ist immer eine gute. Ich haute volle Kanne rein und konnte den Sprint sogar so gut timen, dass die Beine quasi genau in dem Augenblick anfingen zu krampfen, als ich über den Zielstrich fuhr. Gerade mal bei Strava nachgesehen … 44 km/h über die letzten 800 m waren meine höchste Geschwindigkeit bislang und mit 1:05 min lag ich nur 20 Sekunden hinter Übermenschen wie Alexander Kristoff oder Sacha Modolo.

Mit anderen Worten: Ich fühlte mich total großartig. Aber auch nicht so gut, dass ich dachte, oh, da hättest Du auch die 100 km fahren können. Mal schauen….39,5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, 259. von 3.630 Männern, 54. in der Altersklasse und – der Vergleich der am wichtigsten ist – bei den Frauen wäre ich mit dieser Leistung 8. geworden. Merke: Ein Rennen ist gut gelaufen, wenn man bei den Frauen in die Top Ten fährt.

Kurz danach kam auch Fabian ins Ziel. Wir quatschten noch etwas auf dem großen Platz, wo sich nach dem Rennen alle treffen und dann machten wir uns auf ins Karolinenviertel zu dem berühmten Cafe Panda. Was auch ganz großartig war.

Hamburg hatte mich so richtig angefixt für die weiteren Rennen der Saison.

In Hannover waren wir nun schon in der Stadt, fuhren an so einem See oder so vorbei und ich hatte keine Ahnung wie weit es noch sein würde. So langsam machte ich mich aber an die Spitze. Das Feld wurde nervöser und die Geschwindigkeit auch höher. Ich dachte schon, dass ich auf der Zielgeraden wäre, aber dann gab es noch mal eine Rechtskurve. Die führte in eine Straße, auf der ein Teil der Fahrbahn durch Hütchen etc. abgesperrt war, und zwar auf der Außenseite der Kurve. Ein Fahrer, ca 10 m vor mir, war zu schnell in die Kurve gefahren, fuhr zwischen zwei Absperrungen durch in den abgesperrten Bereich und bei dem Versuch wieder auf die Strecke zurück zukommen fuhr er in eine der Absperrungen. Dabei überschlug er sich, krachte auf den Asphalt und fing sehr,s ehr laut an zu wimmern. Der Polizeiwagen, der vor unserer Gruppe fuhr hatte das irgendwie mitbekommen und hielt mitten auf der Strecke an. Das führte dazu, dass einige Fahrer in den Wagen hineinfuhren und das ganze Feld fast zum stehen kam. Bis ich mich da vorbeigemogelt hatte, war die Spitze des Feldes bereits weg und der Sprint entschieden. Aber immerhin heil angekommen.

Wir waren alle im Feld geblieben und nach einer Weile kamen auch Yvett und Sebastian rein. Und auch Dennis und Lena, und viele andere die ich kannte. Jörn, vom RCB Cyclyng Racing Team hatte übrigens auch das Rennen gewonnen. Also, ein super Tag.

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Mal schauen….125. von 649 Männern, 15. in meiner Altersklasse (Senioren des 19. Jahrhunderts), 38.7 km/h Durchschnitt und …trarara….drittschnellste Frau ..sogar noch vor Yvett.

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Links, dieser chillige Typ. Meistens.

Insgesamt war das ein supertolles Rennen in einer sehr guten Besetzung, was echt Spaß gemacht hat.Ich war also total scharf auf Münster. Aber vorher musste ich noch mal nach Hamburg.

Die Pause war zu Ende und das hüpfen, springen, tanzen und singen ging weiter. Ich hätte ja gerne die Augen zugemacht und ein wenig gedöst, aber selbst das gelang mir nicht bei diesem Langstreckenrennen. David hatte mir mal von einem Artikel über Ultralangdistanzrennen (also etwa Race across America) erzählt von einem Fahrer, der durch Schlafmangel Halluzinationen auf dem Rad bekommt. So z,B. das irgendwelche schleimigen Ungeheuer hinter ihm her sind. Was ihn dann natürlich noch schneller macht. Ich hatte diese Ungeheuer vor mir, direkt auf der Bühne, aber es war leider keine Halluzination sondern einfach nur das, was viele Menschen in Deutschland als „Unterhaltung“ bezeichnen.

Boh, war ich froh, als alles vorbei war. Das war eines der härtesten Rennen meines Lebens. Danke, Hamburg.

In Münster kurvten wir nun in der Stadt auf das Ziel zu. Auch hier fuhr ich so weit es ging nach vorne, aber auch hier schien mir die Strecke auszugehen. Endlich hatte die Truppe ml ein wenig Zug. Und als ich dachte, das Ziel ist um die Ecke machte ich richtig Dampf. Oh je, das war es aber nicht, ich war zu nervös und viel zu früh losgesprintet. Vor mir war ach keiner schnell genug, an den ich mich hätte dranhängen können und so versuchte ich mich ins Ziel zu retten. Auf den letzten Metern wurde ich nach hinten durchgereicht und auch Martin konnte sich nicht zurückhalten und zog noch an mir vorbei. Wie gesagt, auf irgendeine lockere Art und Weise.

Fazit: Warum lief das soooo mies? Ich hatte so gar keine Power. Ein paar Tage später fand ich dann zumindest einen Grund heraus. Ich hatte die Sattelklemme bei meinem Rad nicht fest genug angezogen, so dass sich langsam der Sattel abgesenkt hatte, am Ende um ganze vier Zentimeter. Dadurch bekam ich dann auch nicht so richtig Druck auf das Pedal. Es wäre aber zu einfach, das nur daran festzumachen.

Mal schauen….. Platz 222 von 979 Männern, 49. in meiner Altersklasse, 37,2 km/h Durchschnitt und, ist schon klar, …. das wäre Platz 15 bei den Mädels gewesen.

Riesenfrust. Aber Martin und ich hatten noch Spaß in Münster, wo wir im Bad, bei Pizza und im Lazzaretti abhingen und dann schliesslich auch noch die Profis sahen.

Und damit war die Saison zu Ende.

1907 Rad Sommerferien04

Jahr für Jahr stellt sich die Frage, ob das wirklich sinnvoll ist in meinem Alter noch an Rennen teilzunehmen. Ich kenne fast niemanden noch, der das tut, alle haben Angst vor Stürzen, Verletzungen und einem Leben im Pflegeheim. Zumal es ja auch keine Entwicklung mehr nach oben gibt. Auch mit viel Training ist kaum noch eine Verbesserung zum Vorjahr möglich. Einerseits.

Andererseits, macht es immer noch irgendwie Spaß, es gibt viel zu erzählen und zu schreiben und wenn man Rennräder verkaufen möchte, dann sollte man auch mit gutem Beispiel vorangehen und die Dinger auch fahren und ein wenig Ahnung haben. Hat ja leider fast sonst keiner in diesem Geschäft. Klar, in Bremen gibt es zwei Ex-Profis mit Läden, aber die fahren ja seit Jahren keine Rennen mehr. Und dann gib es einen guten Amateurfahrer, aber sonst?

Aber vielleicht ist es auch einfach nur gut, etwas erlebt zu haben.

Und darüber zu schreiben.

 

Strava Münster
Strava Hannover ProAm
Strava Hamburg Cyclassics

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Elb-Bremen Cyclassics 2016

Hamburg, das etwas größere Bremen an der Elbe, oder auch kurz das Elb-Bremen, wie es von seinen höflichen, toleranten, weltoffenen und verständnisvollen Bewohnern genannt wird, ist seit 1996 Schauplatz eines Radrennens, den Cyclassics. Dieses sollte dieses Jahr zum letzten Mal ausgetragen werden – Zeit also dabei zu sein.

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Ich bin leider nur sehr selten in Hamburg, da es ja leider so ist, dass diese Stadt absolut nichts hat, was Bremen nicht schon hätte. Hafen? Hat Bremen auch. Speicherstadt? Hat Bremen auch in Form der Überseestadt. Mittelmäßiger Fußballverein? Schlechtes Wetter?Schiefgegangene Bauprojekte a la Elbphilharmonie oder Spacepark? Reeperbahn? – Helenenstraße. St. Pauli? – das Viertel. Cyclassics? Bremen Challenge! Na gut, also irgendwie doch 1:0 für Hamburg.

Mitte dieses Jahres hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass der Rückzug von Vattenfall als Sponsor der Cyclassics das Ende der Veranstaltung, zumindest in Hamburg bedeuten würde. Zwar beteuerte der Veanstalter, dass es zwei ernsthafte Angebote anderer Städte für die Fortführung geben würde, aber wir wissen ja ziemlich genau, welche Städte heute so verzweifelt sind dies zu tun: Pjöngyang, Dubai oder Damaskus. Also meldete ich mich für die 100 km Strecke an, um wenigstens einmal in Hamburg dabei gewesen zu sein. Als dann bekannt wurde, dass ein neuer Sponsor EuroEyes, gefunden wurde und das Rennen in Hamburg bleibt, dachte ich erst einmal ich seh‘ nicht richtig. Und dann entschied ich mich doch teilzunehmen und nicht zu warten bis EuroEyes auch kein Interesse mehr hat.

Und so fand ich mich am Sonntag Morgen zusammen mit Silke um 6:30 Uhr im Zug nach Hamburg. Wenige Minute vorher war eine Sushiparty bei uns zu Hause zu Ende gegangen, die mein Sohn initiiert hatte. Er hatte in den letzten Monaten mitbekommen, dass „Willst Du noch ein Bier bei mir trinken?“ eine deutlich niedrigere Erfolgsquote bei Frauen seines Alters hat als „Kommst Du auch zu meiner Sushiparty?“ Und so haben wir in der letzten Zeit eine Sushiparty nach der anderen, was sehr lustig ist, wenn man meinen Sohn kennt: Der will nämlich nie mit uns Sushi essen gehen, weil er das nicht mag bis auf eine einzige Sorte (Ikura). Und an der Zubereitung von Essen zeigte er ebenfalls noch kein Interesse; also auch wenn er halber Japanern ist heißt das noch lange nicht, dass er Sushis zaubern kann.

Ich dachte, wenn jetzt Mädels zu uns nach Hause kommen, dann sorgen die auch dafür, dass nach der Party aufgeräumt wird, aber das war eine komplette Fehleinschätzung. Ich durfte mir erst einmal durch Reis-, Avakoda- und Lachsreste eine Schneise auf dem Frühstückstisch schlagen zwischen Pfützen aus Soyasosse und Schleifspuren aus Wasabi.

Der ganze Zug hingegen war im Bereich des Radwagens voll mit Bremern die nach Hamburg fuhren. Um diese Uhrzeit trifft man im Zug normalerweise ja nur Menschen die aus der Discomeile Bremens nach Hause auf das Dorf fahren wollen und dabei verzweifelt versuchen beim Kotzen den kleinen Tischabfalleimer zu treffen. Da war heute komplett anders.

In Hamburg angekommen sagten wir schnell „Tschüß“, denn Silke war mit ihren Rennhasen in Block E verabredet, während es mich als Erstteilnehmer in Block I verschlagen hatte. Dort traf ich Fabian, der mit dem Motorboot über die Kanäle Mitteldeutschlands nach Hamburg geschippert war. Das war sehr praktisch, denn er hatte sein Motorboot im Parkhaus am Hauptbahnhof geparkt und musste dann nur wenige Schritte zum Start laufen. Ich hatte Fabian seit dem Velothon in Berlin nicht mehr gesehen und wir hatten uns einiges zu erzählen, zumal wir im September zusammen mit Steini auch endlich Berlin entlang des Mauerweges umrunden wollen.

Dann ging es plötzlich los. Das ist ja immer so. Man steht im Startblock, quatscht, ist komplett kalt und plötzlich sieht man, wie die Massen vor einem in Schwung kommen. Und in Hamburg war schon eine sehr große Masse vor einem, vor allem aus Perspektive I.

Von Alain, einem Franzosen, den ich in Tokyo kannte, habe ich gelernt, wie man sich gut durch ein dichtes Feld von Fahrern zu Beginn eines Rennens nach vorne durcharbeiten kann. Alain konnte das extrem gut und ich kann es ein wenig; während wir also im Schritttempo durch die neutrale Zone auf den Start zuradelte hattet ich bereits ein Drittel des Startblockes hinter mich gelassen. Und auch danach ging es nicht gerade schnell weiter. Bislang war ich es von Rennen gewohnt, dass die ersten 10 Kilometer, unabhängig von der Länge des Rennens, mit 50 Km/h plus durchgeballert werden bis man nur noch nach Luft japst und keine Kraft mehr hat. Die restliche Distanz bis zum Ziel wird dann in RTF Manier in einer Gruppe abgewickelt. Hier war es aber nicht so, es ging relativ gemütlich raus aus Hamburg und ich sprang vorwärts von einer Gruppe zur anderen.

Dann kam ein sehr schneller Fahrer vorbei, ich erinnere mich nur noch daran, dass auf seiner Hose „Veganes Radfahren“ stand, was auch immer das bedeuten soll. Ich verstehe ja, dass man vegan essen kann, aber Radfahren? Klingt ähnlich wie rauchen „ohne Atomkraft“; oder  „bumsen für den Frieden“. Der zog mich an weiteren Gruppen vorbei, war aber letztendlich zu schnell für mich. Dann kamen drei blaue Dänen von hinten, an die ich mich wieder ransaugen konnte und mit denen nahm ich die Köhlbrandbrücke in Angriff.

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Die kommt leider bereits nach 10 km und ich war noch nicht richtig warm – das tat also richtig weh und am Ende krabbelte ich da mit weniger als 25 km/h hoch. Aber es ging.

Dann kamen die Berge. OK, also was Hamburg so an Bergen zu bieten hat, was sich auch nicht wesentlich von dem unterscheidet, was Bremen an Bergen zu bieten hat. Allerdings braucht man in Bremen für jede Steigung erstens eine Autobahn und zweitens eine Brücke darüber. In grenzenloser Überschätzung meiner Fähigkeiten nach dem Dolomitentraining und da ich irgendwo gelesen hatte, dass die Bergwertung nur 1,7 km lang ist, ging ich den ersten Berg sehr forsch an und setzte mich von meiner Gruppe ab. Drei Minuten, so dachte ich, halte ich das locker durch. Aber ich war erstens nicht so gut und zweitens war die Strecke deutlich länger als ich dachte, am Ende etwa 6 1/2 Minuten und so wurde ich von dem gesamten Feld wieder eingeholt als ich jämmerlich langsam die letzten Meter zusammenkratzte.

Aber jetzt hatte sich, mehr als 30 km im Rennen, endlich einmal eine vernünftige Truppe gefunden, die in etwa bis zum Schluss zusammenbleiben sollte. Dabei waren unter anderem:

+ Dänen, die nicht lügen und schnell fahren können
+ Zwei weitere Dänen vom Team „Heino“ [das ist dänisch und heißt „Heino“ auf deutsch, vermutlich]
+ Ein Fahrer mit einem türkisen Trikot, das aussah als wenn es eine schlecht gemachte „Biancchi“ Kopie aus Nordkorea gewesen wäre und der von einer Parfümerie aus Wedel gesponsort wurde. Auf seiner Hose stand hinten drauf „Ein Duft sagt mehr als 1000 Worte
+ Ein Riese mit DEMAG Trikot und einem Cervelo.
+ Eine blonde Frau im weißen Trikot „Changing Diabetes“

Jetzt ging es richtig schnell vorwärts und wir rollten das Feld von hinten auf. Bereits auf dem Weg nach draußen kämpfen wir uns durch das H und G Feld durch. Wir überholten größere Gruppen von denen und dabei musste man immer aufpassen, das man an der schnellen Truppe blieb und nicht aus versehen dort hängenblieb weil man aus Versehen am falschen Hinterrad kleben bleibt. Weil die Straßen teilweise recht eng und kurvig waren, wurde das Tempo beim Überholen etwas langsamer, so dass alle in der Gruppe Anschluss finden konnte. Irgendwo holte die Gruppe auch Christian ein, der ebenfalls aus I gestartet war.

Es ging relativ schnell nach Hamburg wieder rein, jetzt mit Rückenwind. Ich konnte mich weiterhin gut an dem Duft mit 1000 Worten orientieren, bis der dann nach einer Kurve und schneller Beschleunigung heraus fiel. Die Gruppe wurde zum Ende etwas kleiner.

Im Hafen war eine Straße zur Hälfte für den Verkehr frei, zur anderen Hälfte für das Radrennen mit Hütchen gesperrt. Diese konnte man aber fast nicht sehen und beinahe wäre ich gegen das erste gefahren. Silke sah später an der gleichen Stelle einen ziemlich schlimmen Sturz, der sie ebenfalls fast ausgeknockt hätte.

Und dann waren wir auch schon nahe des Ziels. Es gab ein paar aufblasbare Tore, aber wie viel Kilometer die bis zum Ziel anzeigen sollten war mir nicht klar. Ich fuhr zu früh an, am Ende ging mir ein wenig die Kraft aus, aber es reichte dann um mit Christian gemeinsam über die Ziellinie zu fahren. Ergebnis: Etwa 2:35 hr Fahrzeit, Top 600 in der 100 km Distanz, fast Top 100 in meiner Altersklasse (Betreute Senioren 3), fast 39er Schnitt. Kam mir etwas schneller vor, aber in den „Hamburger Bergen“ fährt man doch halt längere Strecken im 30er Bereich.

Strava

Mein Vergleich für Hamburg sind die beiden großen anderen deutschen Jedermannrennen, die ich gefahren bin: Berlin und Münster. Im Vergleich dazu sind wesentlich mehr Fahrer auf der Strecke, es gibt nicht diese langen Stücke komplett ohne Fahrer zum Ende des Rennens. Die Strecke ist auch wesentlich kurviger und hat mehr gefährliche Stellen wie Schienen, Verkehrsinseln oder scharfe Kurven, man muss die ganze Zeit sehr konzentriert fahren. Andererseits hatte ich erwartet nach den Berichten bislang, dass mehr gefährliche Fahrer auf der Strecke sind; aber bis auf einen Flachlenkerwichser, der es lustig fand bei den Hütchen der Straßenabtrennung Slalom zu fahren, war das Niveau gut.

Nach dem Rennen trafen sich die Bremer auf dem Platz wo es Paulaner gab.

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Junge, gut aussehende Hamburgerinnen in hanseatischen Kostümen verteilten die Getränke an die Teilnehmer. OK, 2:0 für Hamburg, die Frauen haben den größeren Charmefaktor.

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Oder vielleicht doch 1:1, wenn man sie mit den RCB Rennhasen vergleicht.

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vl.n.r.: Linda Hase, Silvia Rabbit, Silke Usagi und mein Name ist Hase, ist weiß von nichts.

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Immer mehr Bremer kamen und wir verloren uns in Unterhaltungen. Ich sprach recht lange mit Kai, der bald den Ötztaler Marathon fahren wird; Fabian, Kathrin und die Kinder kamen, später auch Jan und Caro und Friedel, nein Klaus.

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Die Fahrt zurück nach Bremen dauerte dann zu lange in einem zu vollen Zug.

Fazit: Hamburg ist zwar verdammt weit weg von Bremen, aber durchaus ab und an einen Abstecher wert. Danke an alle für Organisation, Unterstützung und Freundschaft.

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Cyclassics Hamburg. Wo?

Lief irgendwie unter dem Radar in den deutschen Medien, aber es scheint, als wenn nach dem Wegfall von Hauptsponsor Vattenfall, die Cyclassics 2017 entweder gar nicht mehr, oder in einer andren europäischen Großstadt stattfinden wird. Letzte Chance 2016?

via Velonews

The peloton during the 2015 edition of Cyclassics, the race’s 20th anniversary. Photo: Tim De Waele | TDWsport.com

BERLIN (AFP) — The future of Hamburg’s Cyclassics road race is in doubt in the Hanseatic city unless a main sponsor is found for 2017, according to the event’s organizers.

Cyclassics, which started in 1996, is now the only German event on the UCI WorldTour and is billed as Europe’s biggest single-day event for both amateur and professional riders, with up to 22,000 cyclists taking part.

Previous winners in Hamburg include Germans Jan Ullrich and Erik Zabel, Italy’s Paolo Bettini, Robbie McEwen of Australia, and American Tyler Farrar.

But this year’s race on August 21 could be the last time it is held in the Hanseatic city.

“Unless the economic situation changes, then we will have to seriously think about moving the event somewhere where it will be more profitable,” race organizer Christian Toetzke told local newspaper Hamburger Abendblatt.

Electricity supplier Vattenfall had sponsored the event for 20 years, but the company suddenly withdrew its sponsorship in 2015 and the event has struggled to find another main backer.

The 3.2 million euros ($3.6 million) needed to cover this year’s race has been found, but unless a sponsor for the 2017 race comes forward before this September, the event is likely to be held in another city — possibly outside Germany.

“Interest in the Cyclassics is great. We have two concrete, ready-to-sign offers from businesses who want to continue the concept of Cyclassics in other cities, one in Germany and another in a neighboring country,” added Toetzke.

 

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