Schloss Wilstedt

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Ich drehe mich im Bett um und schaue auf den Wecker…. 11:58 hr. Hm, das wird ein wenig knapp mit dem Treffpunkt der „Rennrad Trainingsgruppe Bremen und Umgebung“ um 12. Selber Wer sich so einen langen Namen ausdenkt, der fährt auch bestimmt pünktlich los. Ich drehe mich also noch einmal um und denke, dass „Fixed Beards Bremen“ für unsere Gruppe ein sehr kurzer und schöner Name ist. Nur schade, dass wir uns noch nie zum fahren getroffen haben.

Eine Stunden später aber sitze ich beim „Frühstück“ in voller Fyxo Montur. Das Wetter draußen ist herrlich, genau wie auf Malle bevor Harald kam und 167 km und 2.500 Höhenmeter durch den Regen fuhr. Das Canyon mit Toppolinos steht bereits und ich stürme in kurzen Hosen und Jersey nach draußen. Nur um festzustellen, dass es doch erheblich kälter ist, als ich mir vorgestellt habe. In der Sonne geht es ja, aber im Schatten ist es doch arg kalt. Es greift sofort der „ich-bin-sowieso-schon-spät-dran-und hab-keine-Zeit-mich um-diesen-Schwiss-zu-kümmern Mechanismus“, also einfach so losfahren und auf keinen Fall noch einmal umziehen. Das hat den Vorteil, dass ich nicht schwitze, aber nicht gleichmässig von der Sonne gebräunt werde, da die Oberflächenstruktur meiner Gänsehaut Schatten wirft.

Ich möchte einmal nicht die übliche Runde fahre und mache mich auf den Weg nach Borgfeld, dort scheint gerade das Stadtfest zu sein. Von dort aus geht es weiter nach Fischerhude am Wald lang. Ich trete kräftig in die Pedale, halte den Kopf runter und freue mich, das ich ohne sonderliche Anstrengung einen guten Schnitt über eine lange Strecke halten kann. Das viele fahren auf Malle zeigt jetzt seine  Wirkung. Sicherlich, das könnte alles noch viel besser sein, aber es läuft und es macht Spass.

An Grund zur Belustigung sind die Toppolino Laufräder mal wieder. OK, die sind wahnsinnig leicht, unter 1.000 Gramm. Super. Aber man kann mit denen genau eine Sache machen: Geradeaus fahren. Auf keinen Fall sollte man versuchen zu bremsen. Ganz schlechte Idee. Irgendwie kommt man dann zum stehen, aber das ganze Ding wackelt wie verrrückt und auf keinen Fall sollte man daher beim bremsen versuchen irgendwelche Lenkbewegungen zu machen. Man sollte auch keine Kurven fahren. Ebenfalls eine ganz schlechte Idee mit diesem Laufradsatz. Vor allem sollte man auf gar keinen Fall Kurven anbremsen. Hier ergibt Minus und Minus nicht positiv sondern das Risiko eines dicken Sturzes.

Die niedersächsische Tiefebene ist gnädig zu den Toppolinos, ich fahre hauptsächlich schnurgerade Strassen die mit von Birken gesäumt sind raus bis nach Wilstedt. Schon von weitem kann man zwischen den Windkraftanlagen am Wegesrand den Turm von Schloß Wilstedt sehen. Gerhard (Olmoista) hatte mich einmal dorthin geführt, ich mag die Strecke weil sie recht unbefahren aber schnell ist. Und vor allem: gerade.

Fleissige Hände pressen hier Tag und Nacht das Öl aus Oliven, die in einem Hain hinter dem Schloß wachsen. Mir steht der Sinn aber eher nach Kuchen und so mache ich mich über Worpswede und Timmenslohe auf den Weg nach Hause.  Am Ende war ich doch gut warm gelaufen, das Duschen konnte ich mir auch ersparen; obwohl jetzt fühle ich mich etwas „verpollt“, kann man das so schreiben?

Schöne 75 km in 2 1/2 Stunden, da gab mir dann auch die nötige Ruhe um mit beiden Kindern Mathe zu lernen. Ich wäre ja gerne in einer Gruppe gefahren, aber viele waren ja bei der RTF am Samstag und den Rest habe ich wohl um 12 verpasst. Ein anderes Mal. Bald ist ja auch wieder der Bremer Rad Marathon.

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Eingeordnet unter 2013, Bremen, Mob, Touren

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