Regen. Regen. Regen. Regt auf.

OK, man muss nun akzeptieren, dass der Herbst da ist.

Das ist einerseits gut, denn es ist beruhigend, dass die Jahreszeiten ihren normalen Gang gehen und der Klimawandel noch nicht vollkommen ist. Das ist andererseits schlecht, denn es macht nicht wirklich Spaß durch den Regen zu fahren, auch wenn man es als Trainingsfahrt für noch schlechtere Zeiten (Winter in Bremen) einstuft und es als Testfahrt für das Panasonic Rad mit SChutzblechen durchgehen lässt.

Am Samstag war es noch trocken. Ich wachte auf und hatte Kopfschmerzen, als wenn ich die halbe Nacht mit einspeichen verbracht hätte. De facto hatte ich das auch, und zwar bei Hannes, wo wir zusammen ein neues Nabendynamo Vorderrad für seinen Renner bastelten. Hannes hatte eine Flache Rotein „Ventoux“ dafür bereitsgestellt und mir ist bis heute nicht ganz klar ob die Schwierigkeiten, die wir beim zentrieren erfuhren auf den Rotwein zurückzuführen sind, oder die Tatsache, dass wir sehr, sehr lange durchgehalten haben.

Am Freitag war ich zum ersten Mal seit langer Zeit mal wieder auf dem Fixie unterwegs. Ich hatte vergessen wie viel Spaß das machen kann. Aber am Samstag wollte ich Strecke machen und so stieg ich doch wieder auf das Canyon und fuhr raus Richtung Nordosten. Zum ersten Mal fuhr ich de Jan-Reinders Radweg durch Lilienthal auf seiner ganzen Länge; viele hatten mir davon abgeraten, aber es war wieder einmal etwas neues und nicht so gefährlich, wie es weiß gemacht wurde. Ich kam kurz vor Worpshausen auf die Landstraße und fuhr über eine dicke Wurzel. Dachte ich. Könnte aber auch sein, dass ich über mein Brillenetui gefahren bin, dass bei der nächsten Pause nicht mehr auffindbar war. Ärgerlich, und es wurde schon fast dunkel.

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Der Verlust einer Brille auf einer Radtour am Nachmittag im Herbst hat zwei Konsequenzen: Erstens, kann man nun mit der getönten Radbrille nach Hause fahren, also es wird im Herbst ja nicht nur früher dunkel, sondern mit einer Sonnenbrille auch sehr schnell zappenduster. Zweitens muss man sich eine neue besorgen und bis dahin mit einer der bescheuerten Brillen seiner Jugend herumrennen.

All dies war mir aber noch nicht bewusst, als ich nach Worpswede reinfuhr. Ich machte extra einen Anlauf den KOM von Timeworp zu knacken, fing total schnell an den Sandberg hochzufahren und stellte fest, dass der Gegenwind ganz schön heftig war, ich der Mitte sackte ich zusammen wie ein Luftballon mit einem ganz kleinen Loch. Ich fuhr weiter Richtung Grasberg, bog ab nach Schlußdorf  und fuhr ein paar neue Strassen. Da ich nicht glauben konnte, dass eine von denen eine Sackgasse war, musste ich etwa 2 km über einen Grasbewachsenen Feldweg fahren; ich war mir nicht sicher ob dass die neuen Zonda Laufräder von Muckel mit Mavic Reifen aushalten würden, aber sie taten es. Dann war ich wieder auf der Landstrasse nach Tarnstedt.

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Mit Zonda Laufrädern, hinten G3, vorne G4 Einspeichung – die allerschönste Zonda Variation

 

Der Wind kam jetzt recht heftig von vorne und ich kroch Richtung Transtedt, dann weiter Richtung Wilstedt und von dort aus Richtung Quelkhorn. Der Wind kam auf diesem Stück immer von seitlich links und würde mich dann von  Quelkhorn nach Fischerhude und von dort aus nach Hause blasen – schöne Aussichten.

Also zog ich das Tempo deutlich an und fuhr über 40 Sachen im Durchschnitt nach Fischerhude rein – ein Stück Kuchen hatte ich mir nun verdient. Mittlerweile wurde es richtig dunkel. Also Nacht war es noch nicht, aber da wurde mir erst klar, als ich die Sonnenbrille absetzte.

Dann noch einmal richtig Tempo von Fischerhude nach Borgfeld. Das war ein wenig riskant, denn ich sah absolut wenig. Zu allem Unglück war auch noch der Akku des Frontscheinwerfers ziemlich leer, so dass ich mich nur noch schemenhaft an die Ereignisse erinnern kann. Insgesamt eine schöne, anstrengende Strecke für den Samstag.

Strecke

Am Sonntag fuhr ich deutlich füher los, denn es sollte regnen un ich wollte schauen, ob ich mein Brillenetui nicht doch irgendwo am Wegesrand finden könnte. Also exakt die gleiche Strecke raus bin nach Worspwede. Kein Erfolg. OK, dann als Bestrafung weiter durch Worpswede Richtung Ritterhude. In der Zwischenzeit hatte es auch richtig angefangen zu schütten, eigentlich schon seit Worpshausen. Aber die Kleidung hielt dicht und so auch die Schuhe erst mal.

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Wasser quasi überall

 

Das Panasonic fährt sich wie ein Panzer. Es ist unheimlich anstrengend es zu beschleunigen, aber wenn es erst einmal rollt, dann rollt es einfach.

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Nach ca. 37 km war ich am Ende der Wümme an der Ritterhuderlandstrasse angekommen. Bis dahin waren auch meine Füße trocken, während die Handschuhe sich anfühlten wie Sponge Bob. Die letzten Kilometer an der Wümme entlang nach Hause waren dann echt mies. Die Schuhe liefen voll mit Wasser  und alles treten war wie ein laufen durch ein Moor. Der Bäcker an der HH Meier Allee war über mein kommen nicht sehr erfreut, denn ich verbreitete eine Spur der Nässe in seinem Laden bei dem Versuch Kuchen zu kaufen.

Es muss also noch ein wenig optimiert werden. Der Spritzschutz muss vorne unbedingt wieder an das Schutzblech, denn es wird immer noch viel zu viel Wasser nach hinten gegen Schuhe und Kurbel getragen. Für die Schuhe brauche ich Überschuhe oder ähnliches. Die Schuhe selber sind einigermaßen dicht, auch weil es keine Befestigung für cleats gibt, aber das Wasser läuft von oben rein.

Die beiden Stücke Kuchen hatte ich mir am Ende wirklich verdient. Das mache ich noch mal.

 

 

 

 

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Eingeordnet unter 2014, Bremen, Mob, Touren

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