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Giant Cadex revealed: Teil 2

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Erst war’s das Wetter, dann ein Workshop am Wochenende und danach die Grippe. Ich komm‘ zu nix, weder zum Radfahren nach zum bloggen. Stattdessen eine Woche im Bett mit drei Staffeln „Breaking Bad“ als gefühltem Höhepunkt. Und „Breaking Bad“ zu schauen, wenn man krank ist, ist keine gute Idee. Oder etwa so gut wie eine Frau zum Rendezvous in den Film „Der Pianist“ einzuladen, oder gleich mit ihr einen Besuch im Parasitenmuseum in Tokyo zu machen. Heute kam die Projektarbeit meines Sohnes dazwischen, eine wissenschaftliche Arbeit im Stil von Konrad Kujau. Und danach blieb doch tatsächlich noch ein wenig Zeit an der Geschichte des Giant Cadx zu feilen:

VORNE

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1501 Giant Cadex Revealed 06Vorne bliebt an sich alles beim alten. Oh, hatte ich bereits erwähnt, dass an dieses Fixie Bremsen angebaut wurden? Das beste Preis-Leistungsverhältnis besteht meiner Ansicht nach hier bei den Campagnolo Super Veloce Bremsen, die sowohl in schwarz, als auch in silber erhältlich sind und somit quasi überall angebaut werden können, wo Reifendicke,  Schutzbleche, Gabelkronenabstand oder Gabelbohrung nicht im Weg sind. Warum hat die Super Veloce das beste Preis-Leistungsverhältnis? Nun, sie kostet als Satz so um die 35€, ist also genauso teuer wie ein Satz Veloce Bremsen, hat aber ein Super Image. Das Super Image kommt im wesentlichen daher, dass man vor der Montage den Schriftzug „Veloce“ mittels eines Felgenradierers entfernt. Im Nu hat man eine Campagnolo Bremse, die selbst der Kenner jetzt erst einmal nicht einordnen kann. Bei Shimano würde jeder sofort rufen: „Hey, warum hast Du da das „Ultegra“ wegradiert?“, aber bei einer Campabremse sollte man das möglichst nicht sagen. Weil die Campa Modellpolitik halt dermaßen konfus und zufällig ist, dass man Gefahr läuft, dass die Bremse die man gerade betrachtet eben doch eine spezielle Sonderserie zum 64. Geburtstag von Valentino Campagnolo oder einen der begehrten Veloce  Prototypen aus der Vorserie von 2009 vor sich hat und man sich nun als Nicht-Campa Kenner entlarvt hat. Peinlich. Deshalb schweigt man besser und nickt anerkennend. Daneben bremsen die Dinger gut, persönlich würde ich mir die überall dran schrauben.

Letztens ging das aber mal nicht, da ich ein Schenkelmaß von 57 mm brauchte und so kaufe ich mir eine schwarze Shimano BR-451 Bremse. Wie gewohnt fing ich an, das häßliche Shimano Logo wegzuradieren. Da fiel mir auf, dass auch die schwarze Farbe darunter wegging – das ganze Dinge war lackiert. Und deswegen kann so etwas nie eine Shimano Dura Sora werden.

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HINTEN

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… ist genau so eine Super Veloce Bermse angebaut wie vorne. Die Kabelführung ist übrigens offen, drei Ösen sind halblinksunten angebracht um das Bremskabel von vorne nach hinten zu führen.

Weiter drunter bewegt sich wie vorne ein Spinergy Laufradsatz für Drahtreifen. Damit das Ding überhaupt zum Fixie werden konnte, hat der Besitzer einen Surly Fixxer eingebaut. Das Teil ersetzt quasi die Achse und den Freilaufkörper einer herkömmlichen Shimanonabe mit eben einer fixierte Surlyachse. Kann man sich zum Beispiel hier ansehen, wenn auch nicht unbedingt nachlesen. Sehr cool und passt auch von der Ästhetik her zu dem etwas rohen, metallischen Design der Spinergy Nabe. Ist übrigens mein zweiter Spinergy Laufsatz, der erste hält bereits seit Jahren auch wenn die Gerüchte da immer etwas anderes behaupten, von wegen „Suicide Wheels“. Ich fahr den allerdings auch ganz selten…äh..eigentlich nie, na gut, also wenn ich mal die Absicht haben sollte Selbstmord zu begehen, dann fahre ich mit den Spinergy Rädern raus.

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MITTE

Die ursprünglich montierte Campa Gran Sport Kurbel gefiel mir gar nicht. Eine Super Gran Sport wäre ja OK gewesen, aber da hier? Nein. Da ist jetzt erst einmal eine teure Sugino 75 dran, aber die Toplösung ist das auch noch nicht. Es zeigt sich hier auch noch ein anderes Problemchen: Die ursprüngliche Kurbel hatte 51 Zähne vorne plus 16 hinten und da ganze wurde von einer Half-Link Kette zusammengehalten. Ich hatte dann einmal versuchsweise 18 Zähne hinten montiert, da 51/16 ein wenig sportlich für die Stadt ist. Aber selbst 2 Zähne mehr passt schon überhaupt nicht, da die Ausfallenden nicht horizontal sind und selbst mit der Halflink Kette da null Toleranz ist. So ist es jetzt erst einmal 52/16 geworden, wobei ich eine normale Kett verwendet habe, die dann auch etwas durchhängt. Das sieht auf den Photos dramatisch mies aus, fährt sich aber trotzdem noch akzeptabel gut. Trotzdem muss hier noch mal nachgebessert werden.

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Um die Kurbel herum schwirren alte Kyokuto Rennpedale. Und ganz oben thront sonnengleich ein extrem leichter Carbon Sattel. Den habe ich schon ewig und noch gekauft, als selbst diese NoName Dinger aus China nach irrsinnig teuer waren. Mittlerweile sind sie es nicht mehr, da jeder Chinese direkt nach Deutschland sendet oder das Ali Baba erledigen lässt. Es muss ber auch genau dieser Sattel sein, denn das ist der einzige der zu der Gesamtfunktion passt.

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Was soll ich sagen: Fährt sich zackig und zickig, ist einfach auch der beste Bullhornlenker den ich je hatte. War ein teurer Kauf und der noch mal richtig Geld verschlugen hat. Ich habe allerdings auch noch drei andere Fixies (Basso, Union, Nagasawa) in der Garage stehen bzw. im Wohnzimmer an der Wand hängen. Deswegen muss ich mich doch mal ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, das Giant Cadex wieder zu verkaufen. Das Basso und das Union sind einfach zu speziell und zu mein, die müssen bleiben; das Nagasawa ist viel zu teuer. Also, wenn einem das Giant hier richtig gut gefällt, dann würde ich mich davon trennen, ein paar Kinokarten von dem Erlös kaufen und meiner Familie in „Der Pianist“ gehen.

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Seconds to Glory

Image of 26 - Seconds To Glory

Image of 26 - Seconds To Glory

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90 USD über 100 Copies. Gefällt mir als Idee nämlich Radfahrer zu zeichnen, die aussehen wie klassische, chinesische Schriftzeichen sehr gut und ist auch gut umgesetzt. Ich bin kein Experte, f[r das, was man im japanischen mit „Shodo“ (Kalligrapie) bezeichnet, man stelle sich aber in etwas so etwas vor, wenn es nicht darauf ankommt die Zeichen Strich für Strich genau nach Vorlage abzubilden und viel  Individualität einfließen lassen kann – aber trotzdem die Zeichen noch erkennt:

Das Zeichen oben links ist mit ziemlicher Sicherheit „Pflaume“ (梅 ume), es ist also ähnlich wie der Unterschied zwischen Blockschrift und Schreibschrift: Blockschrift ist klar rund eindeutig und nach Vorlage; Schreibschrift ist zweideutig, meintens nur im Gesamtkontext lesbar und individuell.

Tour De Paris FA

 

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Eddy. Freitags.

Es wird gerade viel von seinem 70. Geburtstag gesprochen und zu diesem Anlass gibt es ein meiner Ansicht nach unnötiges und überteuertes Rennrad; dieser ist allerdings erst am 17. Juni.

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Aufwärts. Wieder.

Sechs Tage lang mit Fieber im Bett. Es ist ja nicht so als wenn man wirklich krank wäre, hat aber keine Energie, Kraft, Ausdauer und Konzentration um irgendetwas zu machen. Einerseits. Zum Glück ist das Wetter auch nicht so, als dass ich auf dem Rad auf der Strasse viel verpassen würde. Und es bleibt Zeit nachzudenken und die eine oder andere gute Idee zu haben, wenig zu essen, aufhören zu rauchen, dem Kaffee zu entsagen  und den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Seit heute geht es wieder aufwärts.

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Radtour 1975

Radtour mit Vater und Schwester 1975

Vor einigen Tagen, zum 80. Geburtstages meines Vaters, beglückte uns meine Schwester mit einigen Photos, die sie in alten Schuhkartons, bei Tanten etc. gefunden hatte.

Dieses hier gefiel mir besonders gut, es zeigt von links nach rechts meine Schwester, meinen Vater und mich, wie vor unserem Haus in Mönchengladbach und neben unserem Auto uns bereits machen für eine Radtour. Man könnte es auch anderes beschreiben: Es zeigt das zweite Rad meiner Schwester (das erste war ein sehr, sehr schickes rotes Puky, mit dem sie bis zu unserem Wochenendhäuschen 18 km weit weg gefahren ist, eine Leistung die ich heute noch als das maximal mögliche im Radsport ansehe), ein häßliches, blaues Klapprad, das gelbe Klapprad meines Vaters (mit dem ich im Garten bei uns auf dem BMX Parcour fuhr). und mein Jugendrad, bevor ich gewaltsam Hand anlegte und es von unnützem Ballast wie Schutzblechen, Licht und Bremsen bereite. Der VDO Tacho blieb aber dran.

Mein Vater trug immer Anzüge, jedenfalls sobald er durch die Tür vorne raus aus dem Haus ging. Im Haus und im Garten durfte es auch mal ein Unterhemd sein. Meine Schwester trägt keineswegs einen Helm, sondern einen jener Haarschnitte die in diesen Jahren populär waren. Irgendwie erinnert sie mich an einen japanischen Enoki Pilz.

Ich bin derjenige mit den bescheuert hochgezogenen Socken, den Sandalen die heute nur noch Lehrer und Tierschützer tragen und der Jacke, so dass man nicht sieht, dass mein T-Shirt in der kurzen Hause steckt. Ja, die Siebziger waren eine Zeit, als das T-Shirt noch in die Hose ging.

 

 

 

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Giant Cadex Revealed

Über die Weihnachtszeit hatte sich langsam und stetig eine reihe neuer Projekte im Keller angesammelt, sie nun langsam der Vollendung entgegensehen. Leider ist das Wetter nicht so, dass diese auch gefahren und fotographiert werden konnten. Heute war mir alles egal – raus auf dem Giant Cadex Revealed.

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Die Basis für diesen Aufbau war ein komplett fertiges Rad, das ich über Ebay gekauft hatte. Jemand hatte sich die Mühe gemacht einen Giant Cadex Rahmen, der im Original relativ langweilig aussieht, da er komplett lackiert ist, von allem Lack zu befreien und die sehr elegante Struktur aus Alumuffen und Carbonrohren freizulegen. Das ganze war mit Spinergy Laufrädern versehen worden, die den minimalistischen Eindruck, auf wenige Elemente fokusierten Ausdruck noch verstärkten.

Die Basis: Ein Cadex mit langweiliger Fernost Lackierung die keinem richtig weh tut.

Schon besser. So habe ich das Rad gekauft. Das hat aber Schwächen im Detail.

Das war Liebe auf den ersten Blick und hatte zugeschlagen, ohne lange zu überlegen (äh, also etwa drei Tage später). Da war jede Menge Potential und das sollte genutzt werden.

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An dem Rad waren keine Bremsen dran. OK, ich sehe ein, dass ein Fixie per Fixie-kultur Definition auch keine Bremsen haben darf. Und eigentlich sollte ich auch einen Vollbart tragen, wenn ich so ein bremsenloses Fixie fahre. Das ist mir aber alles egal; ich bin keine 22 mehr, habe eine Familie die ich ernähren muss und einen Körper, der nicht alles nahtlos wegheilt, wenn ich mich auf die Fresse lege. Aber zumindest habe ich den Ansatz eines Bartes, wenn auch nur temporär. Also Bremsen müssen dran.

An dem Rad war ein Bullhorn Lenker auf der Basis eines alten abgesägten und umgedrehten 3ttt Rennlenkers. Der liegt gut in der Hand und die Dia Compe Guidonnet Bremshebel konnten dazu passend sein, wenn sich die Form der Hebel der des Lenkers annähert. Das passt ganz hervorragend, man hat zwei Griffpositionen am Lenker zur Auswahl: Einmal können die Hände nah am Vorbau bleiben und die Bremsgriffe kurz fassen; andererseits kann man aber auch am Ende des Lenkers greifen und so noch gut das lange Ende der Bremsgriffe erreichen. Und ehrlich gesagt habe ich bislang auch so viele Tektro FL-750 und CL-750 Hebel verbaut, dass ich es langsam leid bin.

Gar nicht gefallen hat mir das schwarze, Kunstlederähnliche Lenkerband von Cincelli. Dickes Lenkerband lässt sich ohnehin bei Bullhornlenker nur schlecht vorne raus mit den Lenkerstopfen versenken und irgendeinen Farbakzent darf auch ein komplett schwarzes Rad haben. Nach einigem rumexperimentieren kam ich darauf, das rote VIVA Tape aus Japan zu verwenden. Das war mein erster Wickelversuch mit selbstklebendem Baumwollband und das Viva klebt noch einmal ganz besonders gut. Einfach ist das nicht und das Ergebnis ist auch nur mittelmässig gut geworden. Aber mal ehrlich, eine der schwierigsten und nevenaufreibenden Jobs beim Radbauen ist das perfekte Wickeln von Lenkerband.

1501 Giant Cadex Revealed 20(wird fortgesetzt).

Giant Cadex Track Quadrat

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Mädels mit Rädern.

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Campa Streik.

via Italian Cycling Journal

Campagnolo Hit by Strikes after Restructuring Plan

The following reported by BikeEurope:

The announced reorganization of the Campagnolo factory in Italy affecting 68 jobs, including the relocation of a part of the production to Romania, has caused a lot of turmoil in Italy.

Around 2005 the company, founded in Vicenza in 1933 by Tullio Campagnolo, opened its first Romanian plant. The second facility followed four years ago. Part of the production was relocated to low labour cost Romania.

Relocation to Romania
Until now the relocation hadn’t affected the Campagnolo plant and headquarter in Italy. The news on the reorganization spread through the social media first, it was picked-up by the Italian media and finally confirmed by a brief note from Campagnolo early this week: 68 out of 399 workers of the Vicenza plant will be laid-off, mainly in the manufacturing areas.

Campagnolo management announcement
Trade unions also issued a press release stating that, „In a meeting which was held Wednesday, January 21, 2015, Campagnolo management announced to employees‘ representatives and trade unions (FIM CISL and the regional FIOM CGIL) their intention to proceed with a substantial reorganization. This will affect the company’s main facility in Vicenza.“

The management decision to lay-off 68 people caused a real turmoil and two days ago, Campagnolo workers marched on to strike, starting from the company’s plants towards the Vicenza trade fair.

Statement Campagnolo
According to Campagnolo’s statement, the reorganization is inevitable to ensure production continuity on the Vicenza site, which also houses the Group’s R&D and all activities related to the development of new products and the implementation of new technologies. „The plan aims to recover market shares and margins that have eroded in recent years, due to the declined competitiveness of our Italian facilities. For the future the company wants to focus on innovation and product development. Thanks to future investments Campagnolo firmly declares the continuation of some production departments like for high-end components, in Vicenza.“
Facing new challenges

The trade union objected to the plan, not only for the loss of jobs and partial demolition of the historical site of Campagnolo, but also because, „It does not include any real intention to invest to make the Vicenza plants more efficient and increase its competitiveness, in order to face the new challenges of the global market,“ as the press release of the Italian trade union stated.

When asked, Campagnolo Press Manager Joshua Riddle confirmed the news on the reorganization and stated that the company did not want to comment further.

Photos from Veneto media:

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Minus Delta T.

deltatime

Erinnert sich hier noch jemand an Minus Delta T?

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Hope. Love. Faith.

Sehr schönes Ingenieurzeuch, könnte ich mir stundenlang ansehen. Und ich wünschte mir, ich hätte nicht Gitarre und Schach, sondern Metallverarbeitung gelernt und könnte mit 3D CAD und CAM / CNC umgehen,

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