Radtour 1975

Radtour mit Vater und Schwester 1975

Vor einigen Tagen, zum 80. Geburtstages meines Vaters, beglückte uns meine Schwester mit einigen Photos, die sie in alten Schuhkartons, bei Tanten etc. gefunden hatte.

Dieses hier gefiel mir besonders gut, es zeigt von links nach rechts meine Schwester, meinen Vater und mich, wie vor unserem Haus in Mönchengladbach und neben unserem Auto uns bereits machen für eine Radtour. Man könnte es auch anderes beschreiben: Es zeigt das zweite Rad meiner Schwester (das erste war ein sehr, sehr schickes rotes Puky, mit dem sie bis zu unserem Wochenendhäuschen 18 km weit weg gefahren ist, eine Leistung die ich heute noch als das maximal mögliche im Radsport ansehe), ein häßliches, blaues Klapprad, das gelbe Klapprad meines Vaters (mit dem ich im Garten bei uns auf dem BMX Parcour fuhr). und mein Jugendrad, bevor ich gewaltsam Hand anlegte und es von unnützem Ballast wie Schutzblechen, Licht und Bremsen bereite. Der VDO Tacho blieb aber dran.

Mein Vater trug immer Anzüge, jedenfalls sobald er durch die Tür vorne raus aus dem Haus ging. Im Haus und im Garten durfte es auch mal ein Unterhemd sein. Meine Schwester trägt keineswegs einen Helm, sondern einen jener Haarschnitte die in diesen Jahren populär waren. Irgendwie erinnert sie mich an einen japanischen Enoki Pilz.

Ich bin derjenige mit den bescheuert hochgezogenen Socken, den Sandalen die heute nur noch Lehrer und Tierschützer tragen und der Jacke, so dass man nicht sieht, dass mein T-Shirt in der kurzen Hause steckt. Ja, die Siebziger waren eine Zeit, als das T-Shirt noch in die Hose ging.

 

 

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2015, Mob

2 Antworten zu “Radtour 1975

  1. alex

    …wir, also der Kumpel von mir und meine Wenigkeit, waren mit den Klapprädern auf der Halde. Da ging´s auch nett durch fette Schlammtrichter und vor allem bergab. Das ganze dann mit den ollen Rädern, teilweies Rücktritt & Stempelbremse und ohne Helm und Protektoren.
    Das wir uns damals nie richtig auf die Fr**se gelegt haben, war nur pures Glück.

  2. Geil. Damals hatte man noch das richtige Gefühl für Sicherheit, nämlich keines und das war eigentlich falsch aber machte Spass. Und Verletzungen gingen auch schneller vorbei. Mittlerweile bin ich ein echter Schisshase.

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