Das letzte Wochenende gab die Zeit her in den Keller zu gehen, die Kisten zu leeren und dadurch eine Menge Komponenten in den Umlauf zu bringen, die ich in meinem Leben nicht mehr verbauen kann oder will. In loser Reihenfolge Campagnolo Record Ergo Shifter links
Nur den linken. Funktionstüchtig, von mir nie montiert.Gummis gut; ein paar Kratzer. Mit Schelle. VHB: €40 Camapagnolo Ergo Shifter rechts
Keine Ahnung welcher Typ. Sieht von der rechten Seite furchtbar aus, von der linken sehr gut. 8-fach, denke ich. Funktionstüchtig, mit Schelle. VHB €30 Stronglight Delta Steuerkopf Nadellager
Gut erhalten, habe ich aus einem Basso Fiore di Loto ausgebaut. Komplett. VHB €20. Referenz Velobase Innenlager Miche 36 x 24 ITA JIS Vierkant 107mm
Ich weiß nicht, wie oft ich versucht habe, dieses Innenlager zu verbauen. Hat nie geklappt. Dabei ist es ganz praktisch, das Lager selber ist von Kinex, die Lagerschalen lassen sich mit einem Campagnolo Kassettenabzieher montieren. Funktionstüchtig, oft verbaut, nie benutzt. Wegen des vielen Ärgers trotzdem VHB €10 Vorbau Modolo Q-Even 125mm
Das ist nicht der Q-Even Multilink, dieser hier muss wie ein herkömmlicher Vorbau über den Lenker gezogen werden und ist nicht klappbar. Logo gut erhalten, einige Kratzer im Klemmbereich des Steuerkopfes. Eine Plastikabdeckkappe fehlt. VHB €15 Campagnolo Pedalen System Look
Der Zustand ist befriedigend, die Außenseiten sind schon sehr abgefahren. Made in France by Look. Keine Ahnung welcher Typ genau. Stammt von einem Moser Leader Evolution AX aus den Neunzigern. Lager ohne Spiel, drehen gut. VHB €25 Luftpumpe TCM
TCM ist doch die Tschibo Hausmarke? Von meinem Onkel, der in den Achtzigern ein sehr schickes Koga Miyata fuhr und dann nur noch Alu Schrott. In seinem Gedenken: Umsonst irgendwo dazu. Wenn es keiner haben will bekommt der letzte es trotzdem ins Paket geschmissen. Sattel Selle Italia Max Flite Neu
Neu gekauft, ich dachte der passt optisch zu meinem Moser Leader AX Evolution – da Rad achte anders und ich nun auch. Neu, einmal montiert, nie benutzt. VHB €15 Referenz Schalthebel Shimano 105 SL-1050
Sechsfach, umschaltbar Indexierung/Reibung. Nicht gereinigt. Funktionstüchtig und komplett. Referenz VHB €5 Innenlager Shimano ITA Kennung D5-NL
123 mm Achse. Eigentlich gut erhalten, aber die Achse hat ganz schlimme Stellen im Lagerbereich. Asu einem Vicini Italo MTB. Sollte man so nicht mehr fahren. Aber wer weiß, vielleicht braucht jemand das eine oder andere davon? Umsonst wenn gute Begründung irgendwo dabei. Shimano Deore V Brake Neu
Nur ein Stück, ich glaube die hintere, die vordere habe ich verbaut. Keine Ahnung, was die hintere von der vorderen unterscheidet – V Brakes sind nicht so mein Gebiet. Neu, nie benutzt, nie verbaut. Die beiden Schauben zur Befestigung am Rahmen sind auch dabei. VHB €5 Shimano Anlöt Umwerfer 600 Trikolore FD-6401
Zustand OK aber nicht großartig. Funktionstüchtig und vollständig. Nicht gereinigt. VHB €5 Pedalen Shimano M324
Eine Seite Platform für normale Schuhe, andere Seite für SPD Cleats. Eigentlich praktisch, aber ich habe noch ein paar, das ich nicht benutze. Lager laufen gut und spielfrei, Zustand befriedigend von der Optik. VHB €10 Shimano Lenkerschalthebel links 3-fach indexiert Neu; 2 Stück
Neu, aber zweimal nur links für drei Gänge. Ich habe immer nur den rechten gebraucht, der phantastisch mit alten Suntour und Dura Ace Schaltwerken 7-fach schaltet. Diese sind übrig. Umsonst irgendwo dazu. Wenn die keiner haben will, tu ich die irgendwo dazu. Shimano STI Hebel Ultegra ST-6500 links
2-fach, der Wäscheleinen Typ. Etwas schwergängig für meine Begriffe. Gummis OK, aber jede Menge Kratzer auf der Außenseite. VHB €15 Schaltwerk SRAM X3 Neu
Hatte das Schaltwerk einmal an das Vicini Italo MTB meiner Tochter gebaut. Funktionierte aber gar nicht gut mit indexierten 7-fach Lenkerschalthebeln von Shimano (siehe oben). Na gut, dann kam eben ein Suntour Cyclone dran – und siehe da es geht. VHB €8. Der Enttäuschung wegen. SunTour FD-CL10-B, Cyclone 7000 Umwerfer Schelle
Gut erhalten, aber leider ist das Logo nicht mehr so gut sichtbar. Eben späte Suntour Qualität. Die Klemmschraube für den Schaltzug scheint mir auch nicht Original zu sein. Funktioniert und hat ein hübsches Design. Suntour eben. Referenz. VHB €8 Schraubkranz 6-fach Suntour
Abstufung 13-14-15-17-19-21. Gut erhalten. Machte mir abe einmal Probleme, deshalb nicht sicher ob wirklich funktionstüchtig. Wer es riskieren möchte: VHB €5 Schalthebel Suntour Accushift
Accushift. Umstellbar Indexierung/Reibung. Bei den späten Suntour Dinger weiß man ja nie, ob das Cyclone, Sprint, Edge, Ole oder noch was ganz anderes ist. Komplett und Funktionstüchtig. VHB €5 Suntour Schalthebel 7-fach Accushift
Im Prinzip wurde alles schon gesagt. Diese hier sind noch einen Ticken wuchtiger. VHB €5 Konglomerat aus Suntour Schaltheben Teilen
VHB €8
Archiv der Kategorie: Bits&Pieces
Sold: Nicht verbaubare Komponenten
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Alte Schachteln.
Auf dem Rennrad News Forum gibt es einen recht interessanten, witzigen, nerdigen Thread, der sich mit dem Ablichten alter Komponentenverpackungen beschäftigt. dieser muss ganz klar abgegrenzt werden von einem anderen Thread, der sich die „NOS Teile Wahn Galerie“ nennt, auf dem nur der Inhalt, nicht aber zwingend notwendig die Verpackung alter Radteile zu sehen ist. Beides würde notwendig werden in einem Thread „NIB Teile Hysterie Galerie“, den es aber meines Wissens noch nicht gibt. Anbei ein Beitrag dazu.
Eingeordnet unter 2014, Bits&Pieces, Mob
Der Filligraneffekt von Reife und Felge.
700 x 23C Reifen sind nicht alle einheitlich gleich dick, breit oder hoch. Während das an modernen Rädern herzlichst wenig ausmacht, wirken moderne, dicke Reifen an klassischen Aufbauten fremd. Anbei ein Beispiel:
Links eine H Plus Son Archetype Aerofelge die ohnehin bereits sehr breit ausfällt. Innen benötigt diese 20 mm Felgenband. Aufgezogen sind Continental Ultra Sport 700 x 23C Reifen. Links im Vergleich eine Campagnolo OMega V Aero Felgen (16 mm Felgenband) mit Mavix Yksion Griplink Reifen gleicher Abmessung.
Der Abstand beider Reifen zur Kamera ist etwa gleich. Der Effekt läßt sich schlecht fotographieren, mit dem Auge fällt der Unterschied noch viel deutlicher ins Gewicht.
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Vergessene Erfindungen: Suntour Palm Control
Wenn ich irgendwann einmal eine eigene Firma gründen, oder ein Produkt benennen sollte, dann würde ich es auf keine Fall „Palm“ irgendwas nennen, weil das geht immer schief.
So auch Suntour Palm Control aus den späten Achtzigern, eine Idee. Die Grundidee ist ja ganz nett, nämlich die sogenannten „Suicide Levers“ abzulösen; die hatte ich auch an meinem ersten Motobecane Rennrad. Na ja: Sportrad.

Aber ob das wirklich funktioniert? Ich finde ja schon Schaltdrehgriffe nicht besonders praktisch, und hier ist die Hebelwirkung wirklich nicht besonders gross, das reicht doch bestenfalls zum anbremsen.
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Universal Super 68: Die Bremse der Champions.
Universal Bremse Super 68 (vorne) Porzellan Untersetzer mit Gingko Motiv (hinten)
Ebay Lustkauf. 68er Kram, sthe ich ja nicht so drauf, nachdem ein Großteil meiner Lehrer in diesen Jahren studiert hat und mich linkerhand indoktrinierte. Weiß jemand wofür diese komplizierte Hebelei am linken Bremsarm gut ist? Man kann die nämlich nicht, von vorne gesehen, weiter gegen den Uhrzeigersinn nach unten drehen, in der abgebildeten Stellung ist Schluss.
Was den Bremsen abgeht hat auf jeden Fall die Orginalverpackung:
In wilder Fahrt rast der Weltmeister den Berg herunter; er kann sich das leisten denn er hat ja Universal Bremsen an seinem Rad. Ganz weit hinten, weiter oben auf der Strasse die Konkurrenz:
Entweder ist das Rad bereits Schrott, oder aber man muss es mutlos Richtung Tal schieben. Universal Bremsen und Bremshebel wurden von 1931 bis etwa 1985 in Mailand produziert und sind an Rennern aus den 40ern bis 60ern gut vertreten.
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Laufrad: Campagnolo Omega 20 Felge mit 90er Veloce Nabe, alles NOS, alles blink blink
Der passende Laufradsatz für ein Moser Leader AX Evolution. Die Campagnolo Omega 20 ist eine Schlauchreifenfelge mit 36 Löchern aus den Neunziger Jahren, ein Paar habe ich vor ein paar Wochen relativ günstig erstanden.
Die Naben sind in etwa aus der gleichen Zeitspanne, vermutlich Veloce, Mirage oder Centaur, ausgestattet für 8 Gang Kassettennaben, ebenfalls NOS und bereits seit langer Zeit in einer der vielen Kellerkisten. Dazu DT Swiss Competition Speichen hinten und DT Swiss Revolution Speichen vorne mit Messingnippel. Erstaunlich widerspenstisch beim zentrieren; letztendlich ist zumindest das Hinterrad heute fertig geworden.
Wie bekommt man eine persönliche Note in so einen Satz Laufräder? Eloxierte Nippel? Nein, diesmal nicht; lediglich die beiden Nippel rechts und links vom Ventilloch sind nicht 14, sondern 12mm hoch, um die Unwucht durch das Ventil selber zu minimieren. Also, könnte man sich doch vorstellen, oder?
Eingeordnet unter 2014, Bits&Pieces, Mob
Alles, wirklich alles über Campagnolo Monoplaner Bremsen
Abbildung 1: Campagnolo Chorus Monoplaner 1987
Quelle: Campagnolo Chorus Katalog 1987
1. Historische Einordnung
Mitte der Achtziger Jahre hatte Campagnolo drei Komponentengruppen in seinem Produktportfolio: Die Record als qualitativ hochwertigste, und darunter die Victory und Triomphe Gruppen (Campagnolo Catalogue 18 bis, 1985). In der Record Gruppe wurden 1986 zum ersten Mal andere, als einachsige Bremsen (single Pivot) eingesetzt, die legendären und umstrittenen Delta Bremsen (Cyclyng 2012). Die Victory und Triomphe Bremsen hingegen waren noch konventionelle einachsige Bremsen, deren grundlegendes Design aus den Siebzigern stammte.
Die japanische Konkurrenz hatte technisch in den Jahren zuvor aufgeholt: Bei Shimano gab es mit der 600EX 6207 (Velobase 2007a) und 6208 (Velobase 2008) funktionell gute einachsige Felgenbremsen und die Dura Ace 7300 AX (Velobase 2007b) war das aerodynamische Gegenstück zur Campagnolo Deltabremse. Suntour hatte mit der Superbe Pro (Velobase 2007c) und der Cyclone (Velobase 2009) ebenfalls technisch gute Bremsen mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt.
Campagnolo füllte 1987 die Lücke zwischen der Record und der (ab 1987: Nuovo Triomphe bzw. Victory) Triomphe Gruppe durch die Chorus Gruppe, mit der das Unternehmen Monoplaner Bremsen auf den Markt eingeführte (Campagnolo Chorus Catalogue 1987).
2. Funktionsprinzip
Monoplaner Bremsen sind einachsige Bremsen und haben zwei Bremszangen die an der Achse miteinander verschränkt sind. Der rechte Bremsarm ist in der Mitte geteilt und aus dieser Teilung ragt der Arm an dem der Zug fixiert wird. Abbildung 2 zeigt das Prinzip.
Abbildung 2: Prinzip der Monoplaner am Beispiel der Campagnolo Athena Monoplaner
Quelle: Fotos des Autors
Nach Aussage von Campagnolo hat die Konstruktion den Vorteil, besonders stabil and stromlinienförmig zu sein. Zusammen mit dem aus hochfestem Stahl gefertigten Achsbolzen und der geringen Fertigungstoleranz sollten Vibrationen beim Bremsen, insbesondere bei der Vorderradbremse vermieden werden. Der Bremskörper hat keinen Schnellverschluss, dieser ist nun in den Bremshebel integriert (Campagnolo Chorus Katalog 1987). Dieses Prinzip wird bis heute bei Campagnolo Bremsen verwendet und soll die Sicherheit erhöhen indem auch bei geöffnetem Bremsverschluss noch gebremst werden, bzw. dass auch beim Fahren der Schnellverschluss am Lenker wieder geschlossen werden kann.
Man kann Monoplaner Bremsen schnell identifizieren, indem man auf die rechte Seite (also die Seite auf der der Zug fixiert ist) betrachtet und prüft, ob der Arm mit der Zugfixierung hinter dem rechten Bremsarm liegt. Oftmals und irrtümlich werden Campagnolo Bremsen aus dieser Epoche als „Monoplaner“ bezeichnet, wenn Sie aus der gleichen Zeit, aber aus Gruppen stammen, bei denen das Monoplaner Konstruktionsprinzip noch nicht angewendet war. So waren z.B. die Bremsen der Athena Gruppe von 1988 bis 1993 konventionelle Einachsbremsen, auch wenn die Chorus Gruppe im gleichen Zeitraum nach dem Monoplaner Prinzip konstruiert war (Campagnolo Athena Catalogue 1988).
3. Übersicht der Monoplaner Versionen und Varianten
Monoplaner Bremsen waren zehn Jahre, von 1987 bis 1997 im Angebot von Campagnolo; neben der Chorus Gruppe, wurden sie auch in den Gruppen Athena, Veloce und Mirage verwendet. In diesen letzten drei Gruppen wurden jeweils Einachsbremsen (Single Pivot) durch die Monoplaner Bremsen ersetzt; die Monoplaner Bremsen wurden dann wiederum beim nächsten Produkte Update durch Zweiachsbremsen (Dual Pivot) ersetzt. Einen Vorläufer in der Chorus Gruppe gibt es nicht, da die Chorus Gruppe 1987 neu eingeführt wurde. 1994 wurden auch die Chorus Monoplaner durch modernere Zweiachsbremsen ersetzt.
Im Folgenden werden Monoplaner Bremsen in verschiedenen Gruppen als Versionen, und verschiedene Bremsentypen innerhalb einer Gruppe als Varianten bezeichnet.
Innerhalb jeder Gruppe, mit Ausnahme der Mirage, gab es mehrere Varianten der Monoplaner Bremsen. Campagnolo führte in den Neunzigern regelmäßige Updates der Gruppen durch, diese wurden durch jährlich neu aufgelegte Kataloge dokumentiert.
Abbildung 3: Versionen und Varianten der Campagnolo Monoplaner Bremsen
Quelle: Grafik des Autors nach Campagnolo Katalogen 1987-1997
Campagnolo folgte dem Prinzip, die Technik qualitativ höherer Gruppen über die Jahre in die qualitativ darunter liegenden Gruppen zu übertragen, wie in Abbildung 3 gut zu erkennen ist. Nachdem 1994 die Chorus Gruppe, wie die höherwertige Record Gruppe mit Zweiachsbremsen ausgestattet wurde, kamen Monoplaner Bremsen als Ersatz für Einachsbremsen in der nächstniedrigen Athena Gruppe zum Einsatz. Dieses Prinzip setzte sich auch in den Gruppen Veloce und Mirage weiter fort, bis 1998 die Bremsen aller Gruppen als Zweiachsbremsen ausgeführt wurden.
Während die Unterschiede in den Varianten innerhalb einer Gruppe gut zu erkennen sind, sind die Unterschiede nachdem eine Version in eine niedrigere Gruppe „transferiert“ wurde teilweise minimal. So sind z.B. die Veloce BR-12VL von 1995 und die Mirage BR-12MI von 1996/97 quasi identisch, bis auf den Gruppenschriftzug „Veloce“, bzw. „Mirage“ auf dem linken Bremsarm. Durch die Ersatzteilkataloge von Campagnolo in diesen Jahren ist dokumentiert, dass ein Großteil der Einzelteile der Bremsen unabhängig von den Gruppen identisch ist.
Mit einer Produktionszeit von sieben Jahren wurden die Chorus Monoplaner Bremsen am längsten hergestellt und werden daher vielmals auch als die klassischen Monoplaner Bremsen bezeichnet. Die Monoplaner Bremsen der anderen drei Gruppen waren jeweils nur zwei bis drei Jahre im Angebot und sich deswegen generell seltener.
Als besondere Variante gab es die Chorus Monoplaner Bremsen BR-02CH mit „Graphite Finish“. Diese besondere Art der Oberflächenveredlung in dunklem grau-schwarz wurde bei den Komponenten der Chorus und Athena Gruppen kurzzeitig ab 1990 angeboten. Dieses Finish ist anders als das „Century Finish“, dass ausschließlich der Record Gruppe vorbehalten war (Tears for Gears, 2009).
4. Merkmale der Chorus CH-051/CH-052 Monoplaner Bremsen 1987-89
Abbildung 4: Campagnolo Chorus Monoplaner Bremse CH-051 (1987-1989)
Quelle: Fotos des Autors
Diese Monoplaner Bremsen waren die ersten auf dem Markt und wurden von 1987 bis 1989 verkauft; technisch sind sie die aufwändigsten Monoplaner Bremsen von Campagnolo und bestehen aus jeweils 29 Einzelteilen (Campagnolo Dealer Parts Catalogue 1988) Vermutlich gibt es innerhalb dieses Zeitraums keine weiteren Varianten der Bremsen; heute verkaufte Bremsen mit anderen Bremszugseinstellern, schwarzen Gummiringen der Bremszugseinsteller oder Bremsschuhen bzw. Bremsbelägen sind vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt umgerüstet worden.
Im Gegensatz zu den anderen Campagnolo Gruppen dieser Epoche, verzichtet Campagnolo auf die Gruppenbezeichnung „Chorus“ unter dem Campagnolo Schild auf dem linken Bremsarm. Sollte nicht der Gruppennamen nachträglich entfernt worden sein, sind Campagnolo Bremsen dieser Epoche ohne Gruppenbezeichnung immer aus der Chorus Gruppe.
Abbildung 5: Gruppennamenmarkierung auf dem linken Bremsarm. Oben Chorus, unten Athena
Quelle: Fotos des Autors
Da Campagnolo zu diesem Zeitpunkt noch Siebenstellige Teilenummer verwendet, ist es nicht möglich präzise zu sagen, welche der Einbauteile bei der nächsten Variation verwendet wurden. Gut unterscheidbar sind Chorus Monoplaner Bremsen dieser Variation von denen anderen Gruppen und der neueren Chorusvariante BR-02CH an den folgenden Merkmalen:
Auf der Rückseite der Bremse sind die Federn mit rundem Querschnitt am Ende nach außen gebogen and liegen auf den gelagerten Widerlagern der Bremsarme auf. Diese aufwändige Konstruktion wurde nur in den Chorus Varianten CH051/052 und BR-02CH angewendet.
Abbildung 6: Federkonstruktion mit Lagern, Campagnolo Chorus CH-051/052
Quelle: Fotos des Autors
Im Gegensatz zu allen anderen Versionen der Monoplaner Bremsen, kann die spitze Mutter am vorderen Ende des Achsbolzens abgeschraubt werden. Dies macht eine zusätzliche Unterlegscheibe vor den Bremsarmen erforderlich. Dagegen ist die Halterung der Federn am Achsbolzen fest and kann nicht demontiert werden. Bei allen Monoplaner Bremsen der anderen Gruppen ist es genau umgekehrt, die spitze Mutter vorne ist fixiert und der Federhalter kann abgeschraubt werden.
Abbildung 7: Aufbau des Achsbolzens, Campagnolo Chorus CH-051/052
Quelle: Fotos des Autors
Die Bremszugsfixierung rechts ist ebenso wie der Achsbolzen aufgebaut, d.h. die spitze Mutter vor der Bremse kann entfernt werden. Damit lässt sich auch dieser Teil der Bremse komplett in seine Einzelteile zerlegen. Alle anderen Versionen der Monoplaner Bremsen haben eine wesentlich simplere, einteilige Konstruktion, die mit einem Sprengring gesichert ist. Die Bremszugfixierung wird mit einen Sechskant 4 mm gelöst, spätere Versionen sind, wie die Schrauben der Bremsschuhbefestigung mit 5 mm Innensechskant ausgestattet.
Abbildung 8: Aufbau der Bremszugfixierung, Campagnolo Chorus CH-051/052
Quelle: Fotos des Autors
An der Vorderradbremse ist am Bremsarm rechts hinter der Aufnahme des Bremszugeinstellers ein Gummistopper angebracht, damit bei extremem Lenkereinschlag der Rahmen nicht beschädigt wird. Dies ist weder bei der Hinterradbremse, noch bei anderen Versionen der Fall.
Abbildung 9: Gummistopper an der Vorderradbremse, Campagnolo Chorus CH-051/052
Quelle: Fotos des Autors
Die Bremszugeinsteller haben weiße O-Ringe und die Gravur „Campagnolo Brev. Inter.“ Dieses Merkmal ist einzigartig für die Monoplaner Bremsen der ersten Chorus Variante.
Abbildung 10: Bremszugseinsteller , Campagnolo Chorus CH-051/052
Quelle: Fotos des Autors
Als Bremsbelägen wurden eckige, schwarze Gummis verwendet, die in Bremsschuhen aus Aluminium mit weißen Plastiküberzügen über den Einfädelhilfen stecken. Die Bremsbeläge haben die Gravur: „Brev. Campagnolo“. Die Bremsschuhe können konventionell, d.h. in schmalen, geschlitzten Bremsarmen mit M6 Schrauben mit Innensechskant 5 mm fixiert werden.
Abbildung 11: Bremsschuh, Campagnolo Chorus CH-051/052
Quelle: Fotos des Autors
Ein Paar Bremsen der Chorus Monoplaner Bremsen CH051/052 wiegt 260 Gramm, ohne Bremsschuhe und Befestigungsmaterial. Für das Jahr 1990 wurden die Bremsen dann nach drei Jahren auf dem Markt leicht überarbeitet.
Mehr Informationen im Campagnolo Chorus Katalog von 1987 und im 1988 Campagnolo Dealer Parts Katalog.
5. Merkmale der Chorus BR-02CH Monoplaner Bremsen 1990-93
Die Chorus Monoplaner Bremsen der zweiten Generation, Code BR-02CH, wurden von 1990 bis 1993 produziert und lösten die erste Generation der Chorus Monoplaner Bremsen CH051/052 ab.
Abbildung 12: Campagnolo Monoplaner Chorus BR-02CH 1990-1993
Quelle: Ebay USA
Die Chorus BR-02CH Bremsen wurden mit einer Variante von 1990 bis 1993 hergestellt. Diese Variante ist die „Graphite“ Oberflächenveredlung, die optional im Campagnolo Katalog von 1990 angeboten wurde (Campagnolo Kataloge 1991, 1992 und 1993).
Abbildung 13: Campagnolo Monoplaner Chorus BR-02CH in Graphite Finish 1990
Quelle: Ebay USA
Die wesentliche konstruktive Änderung im Vergleich zu der Chorus Vorgängervariante sind die neugestalteten Bremsarme. Die unteren Enden der Bremsarme, also dort wo die Bremsschuhe befestigt werden, sind wesentlich wuchtiger und „fleischiger“ ausgeführt. Diese Form der Bremsarme wird im Allgemeinen als das „klassische Monoplanerdesign“ empfunden und wurde anschließend bei den Monoplaner Bremsen der Athena Gruppe übernommen.
Abbildung 14: Vergleich der Bremsschuhaufnahme BR-02CH links und C051/052 rechts
Quelle: Foto des Autors
Darüber hinaus führte Campagnolo weitere kleinere Updates durch; die Bremszugeinsteller sind nun mit schwarzen, statt mit weißen O-Ringen ausgestattet.
Die Bremsschuhe sind nun die gleichen wie bei der Record Gruppe, d.h. die Bremsschuhe sind an den Enden gerundet und ohne Plastiküberzüge an den Einfädelhilfen (HP Blocks).
Die Schraube zur Bremszugfixierung kann nun mit einen 5 mm Sechskant- (vorher 4 mm) und einen 9 mm Schraubenschlüssel geöffnet werden.
Abbildung 15: Chorus Monoplaner BR-02CH mit Bremsschuhen HP Blocks
Quelle: Campagnolo Katalog 1991
Durch diese Änderungen stieg das Gewicht eines Bremsenpaares leicht von 260 auf 273 Gramm an.
6. Merkmale der Athena BR-12AT und BR-22AT Monoplaner Bremsen 1994-95
1994 wurden die Monoplaner Bremsen der Chorus Gruppe durch Zweiachsbremsen ersetzt; dies war bereits vorher in der Record Gruppe geschehen. In diesem Zuge wurden die Einachsbremsen der darunter liegenden Athena Gruppe durch Monoplaner aufgewertet.
In der Athena Gruppe wurde die Variante BR-12AT nach nur einem Jahr 1995 durch die Variante BR-22AT, und gleichzeitig die Einachsbremsen der Veloce Gruppe durch die Monoplaner Bremsen BR-12VL abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt waren damit erstmalig Monoplaner Bremsen in zwei Gruppen auf dem Markt erhältlich (Campagnolo Catalogue 1994, 1995)
Abbildung 16: Athena Monoplaner BR-22AT
Quelle: Foto des Autors
Die Athena Monoplaner Bremsen sind konstruktiv simpler als die Chorus Monoplaner Bremsen. Neben der Funktionalität scheint besondere die Vereinfachung der Produktion aus Kostengründen eine Rolle gespielt zu haben. Alle späteren Bremsen basieren auf dem Konstruktionsprinzip dieser 1994 eingeführten Athena Monoplaner Bremse BR-12AT.
Eine der wesentlichen konstruktiven Veränderungen gegenüber der Chorus Version ist, dass der Achsbolzen nun fest mit der spitzen Mutter am vorderen Ende verbunden ist und der Federhalter abgeschraubt werden kann.
Abbildung 17: Achsbolzen Chorus BR-02CH unten und Athena BR-12AT oben im Vergleich
Quelle: Fotos des Autors
Ebenso wie der Achsbolzen, ist der Bolzen der Bremszugaufnahme aus einem Stück gefertigt und mit einem Sprengring gesichert. Die Fixierschraube ist zum Öffnen mit einem 5 mm Innensechskant einer Außensechskantmutter für einen 9 mm Schraubenschlüssel ausgeführt.
In der Abbildung 18 ist eine weitere konstruktive Änderung gut erkennbar: Statt Lagern mit gebogenen Federenden, werden nun integrierte Aufnahmepunkte am Bremsarm mit geraden Federenden benutzt. Um die Leichtgängigkeit der Bremsen zu erhalten, sind die Federn mit Plastikenden umhüllt. Diese Form der Lagerung und des Federtyps wurde dann bei allen weiteren Versionen und Varianten der Monoplaner Bremsen beibehalten.
Abbildung 18: Federn und Auflager; Chorus C051/052 oben und Athena BR-22AT unten
Quelle: Foto des Autors
Es gibt drei weitere, kleinere Merkmale, an denen die Athena Version erkennbar ist: Zum einen ist unter dem Campagnolo Schild auf dem linken Bremsarm ist bei der Athena Monoplaner Bremse der Gruppenname „Athena“ aufgedruckt. Zum anderen wurden andere Bremsschuhe bzw. Bremsbeläge eingesetzt. Statt Bremsbelägen aus Gummiplastik die in Bremsschuhen aus Metall gehalten werden, sind nun Bremsschuh und Bremsbelag eine Einheit aus Gummiplastik (Typ SK3); die Befestigungsschraube wird in einen Metalleinsatz im Bremsbelag befestigt.
Die Bremsbeläge haben, im Gegensatz zu späteren Ersatzbelägen, Rillen die in unterschiedlichen Richtungen schräg zur Fahrtrichtung verlaufen und ein Muster von Dreiecken ergeben.
Abbildung 19: Neue Bremsschuhe SK3 an der Athena Monoplaner BR-22AT
Quelle: Foto des Autors
Außerdem hat der Bremszugeinsteller keine Gravur „Campagnolo“.
Schwieriger ist es Unterschiede zwischen den Bremsenvarianten BR-12AT und BR-22AT festzustellen. Vergleicht man die Campagnolo Ersatzteilkataloge 1994 und 1995 so erscheint es, als ab bei der Variante BR-12AT Federn ähnlich der ersten Chorus Version CH051/52, also ohne Plastikenden und nach außen gebogen, verwendet wurden. Bei der Variante BR-22AT wurden dann wiederum Federn wie bei der Chorus BR-02CH mit Plastikhülsen an den Federenden eingebaut.
Das Gewicht der Athena Monoplaner Bremsen entspricht mit 275 Gramm fast genau dem Gewicht der Chorus BR-02CH Version.
Abbildung 20: Aufbau der Athena Monoplaner BR-22AT
Quelle: Foto des Autors
6. Merkmale der Veloce BR-12VL und BR-22VL Monoplaner Bremsen 1995/97
Von den Veloce Monoplaner Bremsen gibt es zwei Varianten; die BR-12VL, die 1995 auf den Markt kam und die BR-22VL, die diese bereits 1996 ablöste und bis zum Ende der Monoplaner Ära 1997 hergestellt wurde. Nachdem 1996 die Athena Monoplaner Bremsen ebenso wie vorher die Chorus Monoplaner Bremsen durch Zweiachsbremsen ersetzt wurden, war nun die Veloce Gruppe die Gruppe mit der höchsten Qualität, bei der noch Monoplaner Bremsen eingesetzt wurden. Record, Chorus und Athena Gruppen benutzen bis heute Zweiachsbremsen; dies setze ein deutliches Signal in der Käuferschaft für die Überlegenheit der Zweiachsbremsen gegenüber dem Monoplaner Konzept (Campagnolo Katalog 1995, 1996 und 1997).
Abbildung 21: Veloce Monoplaner Bremsen BR-12VL (unten) und BR-22VL (oben)
Quelle: unbekannt
Die beiden Varianten der Veloce Monoplaner Bremsen unterscheiden sich erheblich voneinander. Die erste Version basiert auf der Konstruktion der Athena Bremsarme und wurde im Vergleich zu dieser mit einer neuen Achsbolzenmutter vorne, einer neuen Bremzugsaufnahmenschraube und neuen Bremszugeinstellern ausgerüstet.
Die spitzen Muttern an Achsbolzen und Bremszugaufnahme kamen nicht mehr zum Einsatz, so dass ein Element des typischen Monoplaner Designs verloren ging. Anstelle der spitzen Achsmutter wurde eine kugelförmige Plastikabdeckung verwendet die weniger wertig aussieht.
Die Bremszugeinsteller mit schwarzen O-Ringen wurden durch ein geriffeltes Rad aus Aluminium ersetzt. Diese waren nun durch einen zusätzlichen kleinen schwarzen O-Ring, der unterhalb des Bremsarms platziert wurde gegen Herausfallen gesichert.
Abbildung 22: Sicherung der Bremszugeinsteller durch schwarzen O-Ring an der Unterseite, Version BR-22VL
Quelle: Foto des Autors
Auf diese Art und Weise wurde ein Unterschied zu den höherwertigen Athena Bremsen des gleichen Jahrgangs „konstruiert“.
Ein Jahr später, 1996, wurden das Monoplaner Prinzip auch in der untersten Gruppe, der Mirage, eingeführt. In diesem Zuge kam es zu einer Neukonstruktion der Bremsarme, die dann von den beiden verbliebenen Monoplaner Gruppen, der Veloce und der Mirage übernommen wurde.
Die Bremsarme waren im Vergleich zu der Athena Version filigraner, mit weniger „Fleisch“ an den Aufnahmen der Bremsschuhe, dünner im Querschnitt und mit breiteren Langlöchern für die Aufnahme neuer Bremsschuhtypen versehen. Dies machte sich auch im Gewicht bemerkbar: Die Athena Bremsarme wiegen zusammen etwa 85 Gramm, die Veloce Arme der Variante BR-22VL hingegen nur noch 68 Gramm.
Die Bremsarme konnten die neuen Bremsschuhe der Record Gruppe aufnehmen, bei denen die Schraube im Bremsschuh integriert war und mit einer Innensechskantmutter 5 mm an den Bremsarmen befestigt wurde. Dies erforderte die Verbreiterung der Langlöcher in den Bremsarmen.
Abbildung 23: Vergleich Bremsarme Athena BR-22AT (oben) und Veloce BR-22VL (unten)
Quelle: Foto des Autors
Damit verloren die Veloce Bremsen BR-22VL das klassische Aussehen der Monoplaner Bremsen. Um einen Unterschied zu den Mirage Bremsen zu schaffen, wurden nun wieder die spitzen Muttern der Athena bzw. Chorus Gruppe und deren Bremszugeinsteller mit schwarzen O-Ringen verwendet. Die Bremszugeinsteller haben einen länger gezogenen Hals, um der Aufnahme der Bremskabelhülle mehr Platz zu bieten.
Darüber hinaus kamen bei der Veloce BR-22VL neue Bremsschuhe zum Einsatz. Die Vollgummiplastik HP Beläge der Veloce BR-12VL wurden durch neue Aluminimumschuhe mit integrierter, kurzer Einfädelhilfe und abgerundeten Kanten, sowie vorne und hinten gerundeten Bremsbelägen aus der Record Gruppe ersetzt. Der Gesamteindruck ist insgesamt höherwertiger und näher an einer Athena Monoplaner Bremse mit Ausnahme der sehr filigran geratenen Aufnahme der Bremsschuhe.
Insgesamt wurden die Bremsen leichter, ein Paar der Veloce BR-22VL Variante wiegt nur noch 248 Gramm im Vergleich zu den 275 Gramm der Athena bzw. Chorus Version.
7. Merkmale der Mirage BR-12MI Monoplaner Bremsen 1996/97
Abbildung 24: Campagnolo Monoplaner Bremse Mirage BR-12MI
Quelle: Foto des Autors
Die Mirage BR-12MI Version der Monoplaner Bremsen von Campagnolo ist die letzte Version die auf den Markt gebracht wurde. Sie wurde zeitgleich mit der Veloce BR-22VL in den Jahren 1996 und 1997 angeboten (Campagnolo Catalogue 1996, 1997).
Im Prinzip handelt es sich hier um eine Kombination aus der Veloce BR-12VL mit der typischen kugelförmigen Plastikabdeckung vorne auf dem Achsbolzen, den Bremszugeinsteller mit geriffelter Scheibe, und den filigranen Bremsarmen der BR-22VL zur Aufnahme der Innensechkantmuttern der Bremsschuhbefestigung. Die Bremsarme der Veloce BR-22VL und der Mirage BR-12MI sind konstruktiv identisch und haben unterscheiden sich nur durch den jeweiligen Gruppenname Veloce bzw. Mirage auf dem linken Bremsarm unter dem Campagnolo Schild (Campagnolo Spare Parts Catalogue 1996, 1997).
Im Gegensatz zu den Bremsen der Veloce BR-22VL wurden bei den Mirage Bremsen keine Bremsschuhe der Record Gruppe, sondern wieder Vollgummiplastik Beläge mit Metalleinsätzen, ähnlich wie bei den Athena Monoplaner Bremsen und der Veloce BR-12VL verwendet. Diese tragen die Markierung HPB Comp. in weißer Schrift auf der Außenseite und haben die charakteristischen Dreiecksmuster der Beläge.
Abbildung 25: Einzelteile der Monoplaner Bremse Mirage BR-12MI
Quelle: Foto des Autors
Mit 229 Gramm sind die Mirage Monoplaner Bremsen die leichtesten gebauten Monoplaner Bremsen.
7. Schnelle Identifikation der Monoplaner Versionen und Varianten
Anhand von zehn Merkmalen lassen sich mit einiger Sicherheit schnell die Versionen einer Monoplaner Bremse identifizieren. Dazu gehören Bremszugeinsteller und Bremsschuhe bzw. Bremsbeläge die einfach und häufig wegen Verschleiß ausgetauscht wurden. Aus diesem Grunde wird davon abgeraten diese Merkmale zur Bestimmung von Version und Typ zu benutzen. Ebenso einfach ist es den Gruppenname „Athena“ mit einem Felgenradierer zu entfernen und so eine „Chorus“ Monoplaner Bremse zu „erzeugen“. Sicherere Merkmales zur Identifizierung sind die folgenden:
+ Rollenlager zur Federaufnahme und filigrane Bremsarme: Chorus CH051/052
+ Rollenlager zur Federaufnahme und wuchtige Bremsarme: Chorus BR-02CH
+ Aufnahmepunkte für Feder und nach außen gebogene Federn, wuchtige Bremsarme:
Athena BR-12AT
+ Aufnahmepunkte für Feder, Federn mit Plastikhülsen, wuchtige Bremsarme:
Athena BR-22AT
+ Aufnahmepunkte für Feder, filigrane Bremsarme, Plastikabdeckung vorne
Veloce BR-12VL oder Mirage BR-12MI, nur am Gruppenname erkennbar
+ Aufnahmepunkte für Feder, filigrane Bremsarme, Spitze Mutter am Achsbolzen
Veloce BR-22VL
Eine noch sichere Bestimmung anhand aller Merkmale kann anhand Abbildung 26 erfolgen.
Abbildung 26: Einzelteile der Monoplaner Bremse Mirage BR-12MI
Quelle: Eigene Darstellung
8. Seltenheit und aktuelle Preise
Im Folgenden sind typische Preise für ein Paar Monoplaner Bremsen ohne Bremshebel angegeben (Stand Januar 2014). Die Preise orientieren sich im Wesentlichen an Angeboten auf Ebay.
| Version |
Chorus |
Athena |
Veloce |
Mirage |
|||
| Variante |
CH051/052 |
BR-02CH |
BR-12AT |
BR-22AT |
BR-12VL |
BR-22VL |
BR-12MI |
|
NOS |
120 € plus |
100 € plus |
80 € plus |
80 € plus |
|||
|
Gebraucht, alle Teile Original |
60 – 90 € |
60 – 90 € |
40 – 70 € |
40 – 70 € |
|||
|
Gebraucht, teilweise Neuteile |
50 – 70 € |
50 – 70 € |
40 – 60 € |
40 – 60 € |
|||
9. Quellen
Campagnolo Catalogue 18 bis (1985): http://goo.gl/WXejiq
Campagnolo Chorus Catalogue (1987): http://goo.gl/EHMwuQ
Campagnolo Athena Catalogue (1988): http://goo.gl/ciD6i7
Campagnolo Dealer’s Part Catalogue (1988): http://goo.gl/oUOPki
Campagnolo Catalogue (1991): http://goo.gl/uL0FZx
Campagnolo Catalogue (1992): http://goo.gl/7oqInQ
Campagnolo Catalogue (1993): http://goo.gl/W7SpX3
Campagnolo Catalogue (1994): http://goo.gl/H8Lr2J
Campagnolo Spare Parts Catalogue (1994): http://goo.gl/crLvon
Campagnolo Catalogue (1995): http://goo.gl/RCsGiK
Campagnolo Spare Parts Catalogue (1995): http://goo.gl/Lf2Pag
Campagnolo Catalogue (1996): http://goo.gl/jdev8e
Campagnolo Spare Parts Catalogue (1996): http://goo.gl/0TD7U2
Campagnolo Catalogue (1997): http://goo.gl/KDBQ64
Campagnolo Spare Parts Catalogue (1997): http://goo.gl/wd6tng
Campybike Classic Era (2013): http://goo.gl/LLVhqd
Campyonly Catalogue Archive (2013): http://goo.gl/y4IvL4
Tears for Gears: Campagnolo’s Century Finish (2009): http://goo.gl/0F5Ypn
There is no I in cyclyng: Campagnolo Delta Bremsen (2012) http://goo.gl/S2C02q
Velobase Shimano BR-6207, 600EX (2007a): http://goo.gl/973OBI
Velobase Shimano BR-7300, Dura-Ace AX (2007b): http://goo.gl/AIyJIT
Velobase SunTour CB-3600, Superbe Pro Short Reach (2007c): http://goo.gl/2wtKIa
Velobase Shimano BR-6208, 600EX (2008): http://goo.gl/hk8wc9
Velobase SunTour CB-8100, Cyclone (2009): http://goo.gl/OBJII2
Eingeordnet unter 2014, Bits&Pieces, Mob, Moderne Klassik
Rigida Nova Aufkleber
Sind übrig und liegen seit langer Zeit in der ganz, ganz tiefen Kiste. Wer seine Felgen damit aufwerten möchte, bitte gerne ich schicke die kostenlos zu.
Eingeordnet unter 2014, Bits&Pieces, Mob, Sales
Garage Sales.
Heute im Keller die Kiste mit den Umwerfern auf den Kopf gestellt und dann alles bei Ebay rein was ich nun wirklich nicht mehr verbauen will. Ofmega Mistral Umwerfer? Weg damit! Dura Ace Hinterrad? Ab in die Bucht! Elektronisches Kinertagebuch? OK, auch.
Alles, alles, alles hier.
Eingeordnet unter 2013, Bits&Pieces, Mob
Yokozuna Reaction Kabelsatz: „Absolutely awesome – a total no-brainer upgrade“

via Bike Radar
We’ve said before that cables and housing are the lifelines of your bike. A good set can almost telepathically translate inputs at the shifter and brake levers to their respective derailleurs and callipers while a bad set can muddy the signal like a bad game of Chinese Whispers. No other complete kit has impressed us with its signal clarity as much as the Yokozuna Reaction has.
Gore Ride-On announced last year that it would be discontinuing production of its much-loved derailleur cable and housing sets, so we’ve been scrambling to find a suitable replacement ever since. Though the Reaction setup isn’t fully sealed like Gore Ride-On, its fully lubricated casing somehow still matches the latter’s incredibly low-friction characteristics for noticeably improved shift performance with any component group we’ve used it on. Shifts – spring-driven upshifts, in particular – are markedly faster with a more direct lever feel coming as an added bonus, even when compared to Shimano’s venerable SP41 casing or stock Campagnolo stuff (SRAM is thankfully still able to source non-sealed Gore low-friction stuff). While the lack of proper end-to-end sealing is a disappointment for cyclocross, winter training or heavy-duty commuting applications, it’s worth noting nonetheless that we’ve been running one of our Reaction setups continuously for two years (albeit mostly in good conditions) and it still feels like new.
- Pros: Incredibly low friction and awesome compressionless brake housing that improves the performance of any bike on which it’s installed
- Cons: Stiffer brake housing can be tricky to route, expensive
As good as the derailleur cable and housing is, it’s the similarly slippery brake setup that is truly astounding. Unlike conventional brake housing (whose spiral-like construction is designed primarily for flexibility) or derailleur housing (whose lengthwise strands are designed primarily to fight compression), Yokozuna’s is a unique hybrid of both. Save for segmented solid aluminium housing such as Nokon’s, Reaction is the only truly compressionless option we’ve come across and it’s impossible to fathom how detrimental housing compression actually is until you’ve gotten rid of it.

Lever feedback is boosted to truly incredible levels with the rear feeling better than the front once did, and the front now feeling as if it’s directly bolted to the calliper. Though power is improved, that direct feel has an even bigger impact on modulation and predictability. Those benefits only increase with the amount of housing used too, and we consider the Reaction housing practically a mandatory requirement for anyone using cable-actuated disc brakes.
Unfortunately, Yokozuna does charge a pretty penny for a complete Reaction brake and derailleur setup. That said, we can’t think of any other bits that provide as much of a real-world boost in function for such little money so in that sense, they’re absolutely worth it.

Eingeordnet unter 2013, Bits&Pieces, Mob






























































































































