Archiv der Kategorie: Touren

Alle Touren an denen Freunde der Cyclitis teilnehmen.

8elfinale.4telfinale.Harz Finale.

Update 25. Juni 2012

Treffpunkt

Bremen Hbf, City Eingang am Fahrkartenautomaten
30. Juni 2012, 07:00 Uhr

Zugverbindung

Bremen 07:19 Hannover 08:38
Hannover 08:55 Goslar 09:55

Niedersachsentickets 

Goslar 

Schließfächer am Bahnhof
Bescheide Auswahl an Essen und Trinken

 Strecke

Bitte gute Ideen schicken!
Wir dachten so an 100 – 130km und 1.00 bis 2.00 Höhenmeter 

Highlights

Sahnige Anstiege. Rasante Abfahrten. Kaffee und Kuchen unterwegs. Spaß und Abenteuer. Monarchie & Alltag.

Rückkehr

Ab Bahnhof Goslar:

Goslar 16:06    Bremen 18:40
Goslar 16:59    Bremen 19:40
Goslar 18:06   Bremen 20:40  

Wetter

Bremen hier

Braunlage hier

Torfhaus dort

Mitfahrer

Silke, Enno, Schnoop, Torsten, Blitzrad!, Marco, Mob, Skysurfer?, Tobias

5 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob, Touren

Reminiszenzen an den Giro d’Italia 2012

Der Giro d’Italia 2012 – was für eine Spannung. Reminiszenzen – was für ein Wort.

Letzteres mußte ich erst einmal auf dem Web nachschauen um es auch ja richtig zu schreiben. In der WordPress Rechtschreibprüfung ist das jedenfalls unbekannt.

Sven, äh Harald (Hallo Blizzrad!) und ich trafen uns heute um 19 Uhr am Kuhsiel um eine gemütliche 60 km Runde zu drehen. Vordergründig. Hintergündig wollten wir auf unserer Tour die wichtigsten Momente des Giro d’Italia nachstellen. DAS MACHEN WIR JEDES JAHR SO, SEITDEM WIR UNS KENNEN:

Der Giro d’Italia begann am 5. Mai mit einem individuellen Zeitfahren in Herning, einer kleinen italienischen Stadt in Dänemark.  Das Zeitfahren wurde gewonnen von Taylor Phinney, einem jungen Amerikaner. Dieser historische Moment wurde von einem jungen Bremer nachgestellt:

Tja, ziemlich schwer zu entscheiden, welches Foto vom Giro und welches von heute Abend ist, oder? Tip: Beim Giro wird im Regelfall ohne Lampe am Rad gefahren!

Einer der Stars beim diesjährigen Giro war wie zu erwarten Mark-Yoko Cavendish. Seine Antritte bei den Zielsprints waren von einer unglaublichen Dynamik geprägt.

Leider gingen uns bei diesem Bild die Statisten aus, also: Tyler Farrar links und Roberto Ferrari rechts imaginieren. Wie man dann übrigens stilvoll im Ziel jubelt mit der entsprechenden Nonchalanche einer Deutschen ohne „Ich freu‘ mich jetzt tierisch“-Gene zeigte uns Yoko-Ina Teutenberg bei der Tour De Idaho gestern:

Beim Giro  ging es derweil ziemlich schnell in die Berge. Da es in Dänemark davon leider nicht allzuviele gibt, mußte der Giro dann zwangsläufig in Norditalien durchgeführt werden. Eine gute Show lieferte dabei der junge Kolumbianer Rigoberto Uran Uran (Auf Deutsch Rigoberto Atom Atom), den wir hier beim Aufstieg am Stelvio sehen.

Dieses Foto in Niedersachsen nachzustellen ist aus verständlichen Gründen schwierig, uns aber dennoch gut gelungen.

Mit ein wenig Fantasie kann man sich aber fehlende Elemente der Bildkomposition gut vorstellen.

Zurück zu Mark-Yoko Cavendish. Der hatte etwas Pech als er auf der 18. Etappe im Sprint knapp von dem jungen Italiener Andrea Guardini im neon Jersey geschlagen wurde. Er ärgerte sich dabei gewaltig, zumal er ja auch extra Frau und Kind gebeten hatte zu kommen und ihm beim siegen zuzusehen. Na, da hing der Haussegen wohl erst mal schief, auch wenn das Kind ohnehin noch nichts mitbekommt. Bei seiner Frau ist man sich nicht so sicher.

Cavendish clearly frustrated that Andrea Guardini beat him in the sprint. Cav later tweeted, "Pretty angry to be beaten when my team set me up like today. I was lazy & left the sprint 50m too late. @andreaguardini was FAST! Congrats"

Wie jedes Jahr endete der Giro in Mailand. Vor der imposanten Kulisse des Mailänder Doms und seinen beiden Kuppeln („il due cuppola grande della cathedrale di Milano“ bei 1:55).

Unser Abend hingegen endete mit einem Sonnenuntergang vor den Brückenpfeilern der Energiewende.

Danke an Gerit für die Fotos. Gerit ist ein cooler Typ: Gelbes Pinarello Vuelta, komplette Campa Chorus Gruppe und Campa Atlanta 96 Laufräder. Danke an Harald, war gut. Bis morgen dann.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Mob, Touren, Uncategorized

Die unerträgliche Gemütlichkeit eines Dienstagsabends

Zu den unerklärlichen Phänomenen des Alltags, die sich mit der klassischen Physik nicht erklären lassen, gehören alte Omas die mit einer Geschwindigkeit auf Hollandrädern fahren, bei denen sie eigentlich umkippen müßten. Zentrifugalkräfte, Massenträgkeit und Corioliskraft haben schon mal Tschüss gesagt und sind einen trinken gegangen. Trotzdem kippen die Omas mit ihren Kisten nicht um und bewegen sich im Babykrabbeltempo durch die Straßen. Ungefähr diese Art der Fortbewegung schwebte mir vor, als zu einer gemütlichen Ausfahrt am Dienstag Abend eingeladen wurde.

An der Bank (also, daß ich nicht die gute Bank an der Wehrstrasse, sondern die andere Bank am Haus am Walde warteten schon eine Menge Mitfahrer als ich endlich ankam. Ich hatte mich extra schicke gemacht mit „Negativ-Weltmeistertrikot“, da es ja gemütlich werden sollte und da zählt ja wohl Stil. Zum Circletraining zieht man ja auch keinen Frack an. Außerdem kam ich auf meinem Union Fixie (es sollte ja gemütlich werden) und hatte zusätzliche Ballast am Oberrohr befestigt (15er Schlüssel für das Hinterrad, Bleiakku für die Vordersonne, Stahlpumpe). Es waren jede Menge Bianchis, Olmos, Colnagnos und Cervelos da und seit langem auch wieder das rote Olmo von Gerhard, das meine immer noch akute Olmoitis initierte. Es gab viele hallos und hey, lange nicht gesehen, kurz es war schon sehr gemütlich aber irgendjemand kam auf die uncoole Idee jetzt doch mal loszufahren. Schon auf dem Weg zum Platzhirsch fuhren wir mit über 30 durch die Gegend (Grundlagen-Ausdauer Bereich 1; GA1). Jochen versuchte uns dann alle loszuwerden in dem er die Straße vor dem Platzhirsch querte und „frei“ rief, wohl sehend, dass die größte Autokarawanne seit dem legendären Sommerferienstau auf der A2 im Juli 2008 in beiden Richtungen auf uns zuraste. Wir überlebten.

Die erste Bergprüfung über die Autobahn wurde dann schon mit vollem Tempo gefahren. Ich hing nur noch irgendwie an meinem Fixie und hoffte, daß ich irgendwie durchhalten möge. Zwar fing ich jede Menge Unterhaltungen mit meinen Mitfahrern an, aber nur in dem verzweifelten Bemühen sie durch mein Gequatsche davon abzubringen schnell zu fahren. Aber einen Trumpf hatte ich noch in der Tasche: Ich drückte meinen geheimen Schleckomatic Knopf der einen beliebigen Defekt an meinem Rad auslöst und zupp ging die Luft aus dem Vorderreifen und wir mußten alle eine Pause einlegen damit ich das reparieren konnte. Blöh lieh mir freundlicherweise eine Druckluftkartusche, mit der ich aber nicht den Reifen aufpumpte, sondern die ich mir direkt in die Lunge pustete, um wieder zu Atem zu kommen.

Dann reparierte ich das Rad.

Es ging weiter durch Wiesen und Wälder.

Jetzt wo ich auf der Couch liege, ein Becks in der einen, ein Blutdruckmesser in der anderen Hand, kommt langsam die Erinnerung wieder. In meiner Jugend schaute ich auf eine Fernsehserie namens „Time Tunnel“. Eine Gruppe von Wissenschaftler reist durch die Zeit und stellt allerlei Unfug mit bekannten Persönlichkeiten an (Heute würde man so etwas vermutlich ein Bildungsprogramm nennen). Wenn Sie so durch die Zeit reisten, dann fielen sie so eine endlose drehende Spirale lang und genauso kommt mir in der Erinnerung der Teil der gemütlichen Runde bei Sagehorn vor. „Hey, Du hast denselben Tacho wie ich!“ – ein blondes Mädchen taucht neben mir auf und verschwindet wieder im schwarz-weiß der Spirale. „Trobbing Gristle – Die tödliche Doris – Einstürzende Neubauten“, sind das Worte die ich gehört habe und war es der Soundtrack der Geschwindigkeit? Sven rast an mir vorbei und murmelt monoton vor sich hin:

Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Aber 1.000 km geschwommen. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Aber 1.000 km geschwommen. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren. Ich bin dieses Jahr noch keine 100km radgefahren.“

Endlich erkenne ich wieder vertrautes Terrain, Borgfeld, Perle Bremer Vororte.

„Du bist keine Kleinstadt / auf deiner Hauptstrasse finden keine / Kohlfahrten statt / Hier wo das Land noch zählt / nicht das große Geld / wer wohnt schon in Schwachhausen“

(„Borgfeld“, von Herbert Böhrnsemeyer aus dem Album „2800 Bremen“)

Als wir wieder auf dem Deich sind setze ich mich heimlich ab. Eine kleine Seitenstrasse zum Horner Freibad bietet mir die günstige Gelegenheit noch ein halblautes „Tschüss dann“ zu rufen und weg bin ich. Nun freue ich mich auf Samstag, wo ich eine gemütliche 216km Runden beim Bremer Radmarathon fahren möchte. Wer kommt mit?

Ach so, auf dem Rückweg hatte ich dann noch einen zweiten Platten, ohne den Schleckomatic Knopf gedrückt zu haben. Ich glaube das ist der Fluch des Weltmeistertrikots. Da ich aber ein Negativ-Weltweistertrikot trage hatte ich eigentlich geglaubt, den Fluch in Glück umwandeln zu können.

Ich konnte übrigens heute keine Fotos machen. Wäre sowieso nicht gegangen, da ein Photon aus der Kamera ja bei unserer Geschwindigkeit nie ein anfokusiertes Ziel erreicht hätte. Es gibt aber ein Video von der Ausfahrt:

http://www.dailymotion.com/embed/video/xd7ttg
Course de porteurs de journaux au Palais de… von <a

Sorry, geht nur mit Werbung.

Trotzdem Dank an alle die heute beim Ausflug des Tripple-A (Altenheim auf Amphetaminen) mitgefahren sind.
Hat Spaß gemacht. Trotzdem oder deswegen.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob, Touren

Giro heute: Königsetappe im Syker Vorharz

Auf dem Weg von Dänemark nach Italien machte der Giro heute Station in Syke. 

So etwa begann mein Traum, als mich die Stimmen meiner Kinder aufschrecken liessen. Warum waren die süßen Blagen (Junge, 15, voll in der Pubertät und Mädchen 10, voll in der Zickität) schon auf? Vermutlich weil es bereits elf Uhr war, so daß das geplante Rollen um 10 Uhr mit dem TCB heute wohl ausfiel. Egal, Hobbit hatte ja angekündigt, daß er heute jeden Höhenmeterrekord im Süden Sykes brechen wollte. Mehr als 400 Höhenmeter hatte er sich vorgenommen ein e geradezu unglaubliche Zahl. Dazu war es wohl erforderlich jeden Hügel und jedes Hügelchen um Syke anzufahren, damit man überhaupt eine Chance hat diese quasi alpine Leistung zu vollbringen.

Viele Menschen im Forum kennen ja leider die Bank nicht. Letztens mußte ich ja voll Einsetzen feststellen, daß es sich noch nicht einmal bis Neapel rumgesprochen hat, wo denn die Bank genau ist. Deshalb fühle ich mich hier aufgefordert im Sinne der Gemeinschaft einige Dinge zu erklären.

Erstens, die Bank an der wir uns immer treffen ist eine gute Bank. Hier sind einige Beispiele von nicht guten Banken:

Bad Bank Beispiel.

Weiteres Bad Bank Beispiel.

Auch hier, ganz klar, eine Bad Bank.

Im Gegensatz dazu ist dieses hier unsere gute Bank an der Wehrstrasse. Man erkennt sie an ihrer gelassenen Haltung, dem Understatement in ihrer Schönheit und den muskulösen Beinen. Hir beginnt nun die Geschichte unserer Bank von heute:

Dieses Foto zeigt unsere Bank um 14:25hr. Kurz danach, um 14:28hr passierte folgendes:

Blöh machte sich auf der Bank breit. Obwohl er ausreichend Platz für weitere Mitfahrer läßt ist er nun erst einmal alleine. Um 14.29 h sieht es allerdings schon wieder anders aus:

Hobbit macht sich sehr auf dr Bank breit. Zu ihrer Freunde erkennen sie einen weiteren Mitfahrer in der Ferne….

… der aber an dieser Stelle nicht genannt sein möchte und wie immer zu spät eintrifft. Man wartet eine weitere Stunde auf Mitfahrer, denn im Forum haben sich ja 27 weitere angekündigt .

Zwischennotiz: Irgendwo in dem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams, gibt es eine Erklärung über den unwahrscheinlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive mit dem in der Zukunft Raumschiffe betrieben werden. Das theoretische Prinzip dahinter ist, dass der Rechnungsbetrag  in einem Pizzarestaurant in keiner Relation zu dem steht, was man gegessen und getrunken hat, wieviele Personen man war  oder in welcher Währung man bezahlt. Es ist einfach SEHR unwahrscheinlich, ja unmöglich, daß man den Rechnungsbetrag ausrechnen kann.
Eine ähnliche Unwahrscheinlichkeit gibt es bei verabredeten Ausfahrten im Forum: Die Anzahl der Mitfahrer die am geplanten Treffpunkt zur geplanten Zeit (und am geplanten Tag) mit Rädern erscheint und mitfahren möchte steht in keiner Relation zu der Summe der vorherigen Ankündigungen im Forum. Es ist daher barmherzige Pflicht:

  • Mindestens eine Stunde zu warten,
  • danach an allen weiteren üblichen Treffpunkten vorbeizufahren und
  • am nächsten Tag die letzten Wartenden einzusammeln.

15:35. Die Bank ist nun leer, denn die drei Mitfahrer sind nun längst im Syker Vorharz unterwegs.

Langsam beginnt die Bank nun unruhig zu werden, es ist 17:02 h und aus der Ferne hört sie das Geräusch von schmalen Reifen auf blättrigem Asphalt und leises Fluchen.

17:06 h, die drei Mitfahrer sind wieder da. Atemlos berichten sie von erlebtem und sehnen sich schon voller Tatendrang nach der nächsten gemeinsamen Tour.

20:57 h. Keine weiteren Mitfahrer sind zwischenzeitlich eingetroffen. Es wird zeit für die Bank schlafen zu gehen.

Soweit die Geschichte der Bank.

Natürlich sind wir auch Rad gefahren. Das Tempo war sehr gut. Wir waren pfeilschnell.

http://maps.google.de/?q=http:%2F%2Fshare.abvio.com%2Ff8d8%2F33a8%2F4dfe%2F19eb%2FCyclemeter-Cycle-20120506-1429.kml&ie=UTF8&ll=52.960584,8.851126&spn=0.178001,0.1151&t=m&output=embed
Größere Kartenansicht

Es machte Spaß hinter Hobbit herzufahren, der sich dankenswerterweise voll in den Wind stellte. Zack war ich an ihm vorbei und zug den Hügel hoch. Ui, der war aber lange. Zunächst überholt mich Blöh, dann Hobbit und zump, war ich 30 Meter hinter den anderen….was war los….. sechs Monate Trainingspause konnten doch nicht so einen Leistungsabfall bewirken? Nachher fand ich auch raus, warum. Mein Vorderrad hatte heftigst Luft verloren. Kein Wunder, dass dem Rad nun der benötigte Auftrieb fehlte, den man nun einmal braucht, um Berge hochzufahren. Ich fühlte mich wie die Hindenburg kurz nach dem Andocken in Lakehurst.
Der Antrieb war also alle mal OK. Hobbit führte uns über sehr schöne kleine Wege die oftmals mit Rollsplitt und anderen Applikationen schön verziert waren in immer kleiner werdenden Spiralen rund um Syke. Das Wetter war nicht gut, aber die Rapsfelder blühten und die Kirschblüten waren von den Bäumen gefallen und bildeten einen schönen Kontrast mit dem Raps.

Wir kamen an dem Syker Drachenflugplatz vorbei, wo gerade einige interessante Wettkämpfe stattfanden.

Lustig flatterten die Drachen über uns im Himmel. Bis auf die, die in Bäumen gelandet waren und nun mit Hilfe von extra angefahrenen langen Leitern entfernt werden mußten.

Und so fuhren wir durch die Landschaft. Am Ende des Tages hatten wir dann, je nach Gerät, 250 bzw. 350 Höhenmeter zurückgelegt – mörderisch!

Und wenn wir nicht mal nach Hause müßten, dann führen wir noch heute. Ja, wir hatten es geschafft, wir fuhren auf der Kante des Ruhmes nach Hasue und deswegen hatte ich dieses Lied auch die ganze Zeit im Ohr:


Danke an Blöh und Hobbit für diese schöne Tour.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob, Touren

Von Triathleten

Über Triathleten hört man merkwürdige Dinge. 

Angeblich lassen sich diese zu Steigerung ihrer Leistunsgfähigkeit Schwimmhäute zwischen die Finger plantieren, laufen während der Arbeitszeit das Trepenhaus rauf und runter oder, und da find ich wirklich völlig unglaublich, tragen angeblich Schuhe von Nike beim Radfahren. Mein guter Freund David aus Tokyo, mit dem ich noch letztes Jahr zusammen 1.000 km über die Alpen innerhalb einer Woche gefahren bin, ein ganz normaler Mensch also, ist jetzt auch einer von denen geworden. Zunächst fuhr er immer längere Strecken mit dem Rad. 100, 200, 300 dann 600km und dann von Paris nach Brest und zurück. Gerade heute hat er sich auf den Weg von Tokyo nach Akita gemacht, schlappe 600 km, die aber nur der Auftakt für weitere 1.000km sind die dann bis Freitag abgeschlossen sein müssen. Ok, ein wenig viel, aber man wird halt besser auf dem Rad wenn man viel trainiert und dann fährt man halt ein wenig länger. Aber letztens war er zum erstenMal bei einem Triathlon auf Ishigaki.

Es zerreist einem das Herz, es ist so, als wenn der beste Freund, mit dem man zusammen vor 20 Jahren in der Oberschule Findorff war plötzlich sagt: „Du, ich bin jetzt Fan von  Bayern München/ziehe nach Hamburg/habe Lungenkrebs/ziehe mit Deiner Frau zusammen/habe gerausgefunden das Shimano und Campagnolo gleich gut sind!“ Man suche sich heraus, was für einen persönlich das Schlimmste wäre. Und ich komme noch nicht einmal aus Bremen.

Sonntags Morgens um 10 lungert immer ein Haufen Triathleten an der Erdbeerbrücke herum. Manchmal sind sogar Frauen dabei. Unser Treffpunkt ist eine Bank weiter die Weser hoch, weil es einfach zu gefährlich ist sich in deren Nähe zu lange aufzuhalten. Wir  demonstrieren damit auch unsere Überlegenheit, denn WIR müssen weiter zu unserem Treffpunkt fahren. Oft genug, wie zum Beispiel vor 2 Wochen, kommt es zu Verwechslungen. Ich werde an der Ampel am Autohaus Weller herzlichst von zwei Rennradlern gegrüßt, die denken ich gehöre zu ihrem Verein TCB  (Teeny Club Bremen), aber bei Ihrem Treffpunkt fahr ich ganz cool weiter, denn ich bin ja vom TCC (Tokyo Cyclyng Club). Die ideologischen Unterschiede zwischen uns sind in etwas so groß wie zwischer der judäischen Volksfront und der Volksfront von Judäa.

Leider ist es so dass wesentlich mehr Leute zu Treffpunkt des TCBs erscheinen als zu dem des TCCs, bzw. des Weserexpresses. Heute waren wir nur zwei, nämlich der Blöh und der Mob. Und es war zwar gutes Radwetter, aber doch sehr windig. Ich weiß nicht mehr, wer von uns auf diese verwegene Idee gekommen ist, aber schliesslich als keiner mehr dazu kam beschlossen wir, uns der Truppe vom TCB anzuschliessen. Und da kamen sie schon, ich fragte ob wir mit dürften, zu meinem Erstaunen sagten die auch schnell ja.  Alle hatten Helmen auf, so daß ich nicht prüfen konnte, ob die tatsächlich ein Loch für einen abnehmbaren Schnorchel auf dem höchten Punkt des Kopfes haben. Ich fuhr neben Olli und erstaunlicherweise konnten wir uns ganz normal unterhalten. Wir benutzten sogar das gleiche Vokabular, wie „Mavic Cosmic Carbon SL“, „Carbonfaser“, „windschnittiger Rahmen“ oder „Geometrie des Radabstandes“. Und was noch mehr unglaublich war, war, daß wir auch demselben Glauben beziehungsweise Irrglauben angehören: „Hochprofilfelgen aus Carbon bringen noch mal mindestens 200 Gramm Gewichtsersparnis“ oder „dieser Rahmen wurde aerodynamisch optimiert und man muß nachweislich bei der gleichen Geschwindigkeit 4,2 Watt weniger Leistung treten.“ Irrglauben, weil leider wurde dieser Körper noch nicht aerodynamisch optimiert.

 Und so fuhren wir in Zweierreihen durch die Landschaft, in einem sehr angenehmen konstanten Tempo und unterhielten uns gut. Wo wir jetzt genau waren habe ich natürlich wieder vergessen, irgendwie kamen wir nach Bramstedt und dann ging es wieder Richtung Neubruchhausen und plötzlich waren wir in Bruchhausen-Vilsen. Dort wurde erst einmal Kaffee getrunken. So etwas hatte ich ja noch nie gemacht. Wir fahren ja schließlich nicht raus um uns zu amüsieren, sondern um knallhart die Leistung zu trainieren, die uns dann in Beruf und Familie fehlt. Aber es war nett, muß ich wirklich sagen. Hier haben ja zum ersten mal alle die Helme und Sonnenbrillen abgesetzt und ich persönlich finde das ja immer einen sehr spannenden Moment. Man fährt also so gemeinsam 50km durch die Landschaft, unterhält sich gut, und stellt dann plötzlich bei Abnahme fest, dass der nette Mitfahrer der nervige Stadtbeamte ist, der einem letztens die Lizenz zum Erdbeerverkauf  auf dem Markt verweigert hat. Oder diese Student aus der ersten Reihe, der immer kurz vorm einschlafen ist. Oder der langvermisste Neffe aus Venezuela. Man muß aber auch 50km zurück, und, wie gesagt, alle sind sehr nett und so kommt man dann gut zuhause und zusammen an.

Die meisten haben übrigens Kaffee bestellt, aber es wurden auch größere Stücke von Erdbeer- und Apfelkuchen gesichtet. Erdbeerkuchen  ind wie Eisberge, da muß man vorsichtig sein, denn nur 6% des Gesamtvolumens liegen auf dem Teller, der Rest verbirgt sich darunter.  Und natürlich ist es auch einigen peinlich Erdbeeerkuchen zu essen. „Wer hatte Erdbeeerkuchen mit Milchkaffee bestellt?“ Fragte die Bedienung. Alle schweigen, schauen in die Hecke, einer sagt zögerlich „Äh, ich hatte eine Milchkaffee“.  „Dann nehmen Sie diesen hier der Erdbeerkuchen mensch wird sich schon finden und wenn nicht…“ Eine unausgesprochene, schreckliche Drohung liegt in der Luft. Wir sind weit von der großen Stadt und Zivilisation Bremen weg, hier ist Niedersachsen, hier ist es ländlich mit alten Kulturen und Gebräuchen und Ehrenschuld und Blutrache sind noch fest in den Köpfen der Menschen tätowiert.

Wie sitzen also da und trinken Kaffee und unterhalten uns über das, was man so als Radfahrer zu besprechen hat: Besoffene Finnen, Druckausgleich bei Espressomachinen, Bikehotels im Harz oder Laufbergwandern in Norwegen. Plötzlich wagt es jemand die schrecklichen Worte zu sprechen: „Sollen wir mal nicht mal langsam…?……“ Zurück in die Einöde von Beruf und Familie, dort wo wir nur ein Rädchen im Getriebe eienr gigantischen Maschine sind, deren Meister uns auswechselt und in die gelbe Tonne wirft wenn unsere zuverlässige Haltbarkeit überschritten ist? Ja.

Also noch einmal so 50km zurück. Es wird ein wenig windiger, ein wenig hügeliger und ein wenig ruhiger. Ich mag das, wenn die Gruppe harmoniert und man einen guten Vordermann hat, der gleichmässig fährt und an den man sichgut dranhängen kann ohne nervös zu werden. Ich höre zum ersten mal über Hochseekajaken. 200Meter vor uns fahren drei Rennradler in einer Gruppe, zwei von uns lösen sich und schliessen zu denen auf. Danch wird es wieder ruhiger und wir kommen nach Dreye rein. Gleich der Deich, die Erdbeerbrücke und nach 92 km ist alles zu Ende.

Sehr erfreulich alles, wir sind da soetwas wie die „Vereinigte judäische Volksfront vonJudäa“ geworden für einen Sonntag. Kann man aber gerne wiederholen

Strecke von heute (Danke Andre). Dank an den TCB.

4 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob, Touren

Amstel Gold und Syke Silber

„Hallo, ich bin der Norbert.“ Hände wurden geschüttelt.

Da werden ja heute eine Menge Jungs mitfahren dachte ich, als ich an der Ampel vor der Erdeerbrücke stand und gleich zwei neue Gesichter mit Jerseys des TCB (Teeny Club Bremen) neben mir warteten.  So langsam ging mir auf, daß ich vielleicht neben der Konkurrenz stehen würde.

„Äh, seit ihr vom Club Bremer Triathleten?“ 
„Was???? Natürlich nicht, wir sind vom Triathleten Club Bremen!“

Ein Tag der anfängt wie ein nie gedrehter Radsportfilm von Monty Python kann kein schlechter Tag werden. An der Weserbank (die Bank mit der Hausnummer Wehrstraße 1) warteten schon eine Menge Mitfahrer, insgesamt wurden es mit mir sechs heute: (Namen geändert): Onne, Aufdi Hügel, Drücker, Jan (Nachname) und Godzilla. Gerhard Polt, ein Name bei dem ich mir nicht sicher bin ob er überhaupt in Norddeutschland zitiert weden darf, hat zu so einer Ansammlung von potentieller Kraft einmal gesagt: „Wir waren ein Haufen PS.“

Und schon ging es los. Leider bin ich völlig überfordert hier wiederzugeben wohin wir denn gefahren sind. Wenn ich fragte, dann hieß es „südlich von Syke“, was nach allgemeinem Verständnis etwas anderes bedeutet als „südlich von Bremen.“ Als ich nach Hause kam, hatte ich aber mehr als 300 Höhenmeter auf dem Tacho, und das ist bei 76 km Strecke insgesamt doch eine ganze Menge. Teile der Strecke waren die schwierigsten Teilstücke aus dem Frühjahrsklassiker „Barrien Butterkuchen RTF“.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir kamen nach Heiligenfelde. „Ist nicht hier die Mühle, wo wir letztes Wochenende waren?“ „Nein, das ist Heiligenberge.“ „Was, ist das hier schon Sudwehye?“ „Nein, das ist hier Sudwalde.“  „Wistedt oder Wilstedt?“ „Nein, Ristedt.“ Irgendwie hatte ich das Gefühl, noch nicht in der Heimat angekommen zu sein. Als ich nach 12 Jahren Tokyo im Mai 2010 nach Bremen mit meiner Familie zurückkehrte, hätte ich vielleicht doch das Angebot meines Arbeitgebers für ein sechsmonatiges Resozialisierungstraining im Auffanglager Friedland annehmen sollen. In Japan hießen die Orte durch die ich fuhr etwa Higashimatsubara (Östlicher Kiefernhain), Yamabushitoge (Pass der kriegerischen Mönche) oder Okutamakoeki (Bahnhof am inneren Juwelensee), also einfach merkbare Namen mit assozierbaren Begriffen. Aber hier? Okel? Neu-Bruchhausen? Riede? Felde?

Update: Danke an Enno für die Daten der Runde:
http://www.sports-tracker.com/#/workout/enno/d2blse5ggrufm067

Ein Haufen PS fuhr also willen- und orientierungslos, aber schnell durch die Gegend. Mit Drückerwind ging es ganz gut raus und wir machten schön unsere Kilometer. Aufdi Hügel ging fast an jedem Berg in die Eisen und der Rest von uns hatte Mühe ihm zu folgen. Danach fanden wir uns als Gruppe aber immer wieder zusammen. Insgesamt war es deutlich anstrengender als das letzte Wochenende, auch wenn wir am Ende weniger Kilometer in den Beinen und auch einen langsameren Schnitt gefahrenn sind. Am Ende mussten wir danna uch gegen den Wind fahren, aber ich will nicht motzen, Aufdi machte viel Arbeit an der Spitze und das Wetter blieb zum Glück trocken.

Nach 2 1/2 Stunden waren wir wieder zurück an der Bank und konnten nun nach Hause fahren, um den eigentlichen Wochenendtätigkeiten nachzugehen: Terassen bauen, Kaffee trinken, Sesselförmige Ansehstücke im Wohnzimmer bewundern und vor allem wohl duschen und schlafen. Ich setzte mich vor den Fernseher und schaute mir das Amstel Gold Race an. Das einzige große Radrennen das klingt wie eine Biersorte. Erstaunlich wie viele Berge es in Holland gibt, aber erstens sind darüber ja schon Lieder darüber  geschrieben worden und zweitens habe ich ja doch den Verdacht, daß es sich um ein und denselben Berg handelt. Ich bin mal mit Muckel und Rote Zora in einem Wohnviertel in Ritterhude rumgefahren auf der verzweifelten Suche nach Bergen als Vorbereitung für die Transalp. Das war durchaus ähnlich. Außerdem konnte ich feststellen das im Gegensatz zu der Tour de France, die Kühe mit dem Peloton über das Feld laufen. Und dieser junge Franzose, Bradet war sehr mutig aber noch besser hat mir Skysurfer5, auch bekannt unter dem Namen Oscar Freire gefallen.

Der hatte sich ja heute morgen um 4 oder 4 aus Bremen weggeschlichen, angeblich um in den Harz zu fahren und Höhenmeter zu sammeln. Das war aber kein Harzer, sondern Limburger Käse was er schrieb, denn er fuhr direkt nach Holland und fast hätte er es auch geschafft das Rennen zu gewinnen. Das war wirklich spannend.

Zeit die Dienstagsbank wieder zu beleben (Dienstags, 19 Uhr Haus am Walde). Oder die Donnerstagsbank.


5 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob, Touren, Uncategorized

Niedersachsenrundfahrt

10 Uhr an der Bank Weserstrasse heute. Auf nach Niedersachsen, links-weserisch.

Seit langer Zeit wieder eine Ausfahrt mit Leuten aus dem Rennrad-Forum. Als Vorbereitung darauf bin ich am Abend um Acht Uhr ins Bett gegangen, küsste meine Tochter zum Abschied und hing mir eine Kopie des heiligen Christopheruses um, die Tom Boonen letztens von Tjörven Cleenewerck erhalten hatte. In völliger Überschätzung meines körperlichen Kampfkraft setzte ich mich auf mein Union Fixie und fuhr los. Einen Reifen habe ich mir allerdings nicht drangebunden, das macht man nur in Japan zum Training wenn man erstens früher Keirin gefahren ist und zweitens über 70 Jahre alt ist. Sonnig, kalt und windstill, besser kann es fast nicht sein. Doch ein bißchen wärmer, wegen der Füße.

An der Bank warteten bereits die andren. Um ihre Identität geheim zu halten will ich ihnen einmal andere Namen geben: Brummifahrer, Will Work, Hobby und Don Carlos. Als sie mich mit dem Union und meiner flachen Landstraßenübersetzung 52/16 sahen, gab es großes he,he; und ene völlige Fehleinschätzung meiner Leistungsfähigkeiten. Ich war allerdings beeindruckt angesichts der Tatsache, daß Will Work keine Handschuhe anhatte und Hobby kurze Hosen – mir wäre das zu kalt. Später fand ich allerdings raus, dass Will Work sehr enge Lederhandschuhe mit Hautaufdruck von Chanel und Will Work hautfarbene Leichtpelzbeinlinge von Jack Wolfskin trug.

Wir einigten uns schnell auf eine ca. 100 km lange Runde nach Bruchhausen-Vilsen, der Stadt aus der das legendäre Vilsa kommt.

Vilsa Limette PET 12 x 1,0 l

Das Bild zeigt nicht, wie zunächst angenommen werden könnte, 12 Fahrer des Liquigas Teams die ich Dreierreihen durch einen Tunnel fahren, sondern eines der wunderschönen Produkte der Stadt Vilsa, die seit eh und je die Welt beglücken. 

Zunächst fuhren wir also auf dem Deich, bis wir recht fix abbogen und dann irgendwie auf die Straße Richtung Süden kommt, auf der man dann rechts nach Syke abbiegen kann, genau L331. Hobby und Will Work zogen den Rest der Truppe quasi die ganze Zeit. Meine Ortskenntnis war genau hier zu Ende. Zum Glück war es flach, windstil und die beiden machten vorne gut Tempo im 30/33er Bereich so daß wir gut durch die Dörfer kamen. Die Straßen waren auch genial leer, Niedersachsen war vermutlich im Garten und suchte Eier. Wir kamen dann durch weitere Dörfer mt Namen wie Tierfuttermittel bis wir recht fix in Bruchhausen-Vilsen waren. Brummifahrer verließ uns dann und wir fuhren zu viert weiter.

Wie bereits geschrieben, ich hatte nicht mehr die geringste Ahnung wo ich war. Es folgte ein Berg, ganz erstaunlich, bei dem ich völlig einsackte und mit Abstand als letzter den Pass erreichte. Will Work fragte schelmisch, ob wir Lust auf eienn Abstecher ind ie Heiligenfelder Geest hätten. Klar, hatten wir, das liegt übrigens auf der Niedersächsischen Mühlestraße. Also wenn man die Halmastraße immer gerade aus fährt, den Mikadoweg und die Schachallee hinter sich läßt und dann links abbiegt. Also, kam mir jedenfalls so vor. Vereinzelnte Sprachfetzen die ich hörte und die Kennzeichen gelegentlich vorbeifahrender Autos deuteten darauf hin, daß wir uns noch in Deutschland befanden.

Dann kam ein fieser Berg und zwar an der Klostermühle Heiligenberg. Mit meiner Übersetzung fuhr ich da mit 8 km/h im Zickzack hoch. Will Work erzählte mir, daß man dort lecker Kuchen essen kann, der Laden wird von zwei Östereicherinnen betrieben. Rechts sah ich ein blondes Madel im Dirndl. Ich hätte stehen bleiben soll. Habe ich aber nicht.

Es ging zurück nach Bruchhuasen-Vilsen und dann etwas gemütlicher zurück an die Weser. Als wir an der Bank ankamen hattenw ir 94 km hinter uns (ich etwas mehr wegen dem Zickzack am Berg). Don Carlos konnte zu den 26 km zur Bank noch einmal die gleiche Distanz nach Hause draufpacken, ich hatte es etwas weniger weit.

Ich kam nach Hause, aß zu mittag und sah dann dies:

Tom-Boonen-Paris-Roubaix-2012-winner.jpg

Dieser Mann hatte einen etwas härteren Tag hinter sich. 

Nach Paris, Roubaix und Dusche machte ich mich mit meinem Sohn an die Gartenarbeit, um endlich einmal andere Muskelgruppen als die Beine zu belasten. Die Idee kam mir im Gespräch mit Hobby, der so etwas ähnliches macht, aber in Ermanglung eines Gartens Hanteln benutzt.

Ich hasse Gartenarbeit. Als ich vor zwei Jahren aus Tokyo zurückkam und die Wohnung in Bremen gekauft hatte, sagte der Makler noch zu mir „Hier haben sie auch einen wundeschönen, großen Garten, da können sie auch draußen sitzen.“ Wenn man 12 Jahre in Tokyo gelebt hat, 12 Sommer dort mitgemacht hat (36-40 Grad, 99% Luftfeuchte), dann kann man in Bremen nur mit Chanel Handschuhen und Jack Wolfskin Beinlingen draußen sitzen. Habe ich noch nie gemacht. Nur zum rauchen oder Rad putzen. Wenn ein Makler heute so etwas zu mir sagt, dann klingt das wie: „Nebenan ist eine chemische Farbrik einer iranischen Firma, die geht irgendwann in die Luft oder sie bekommen vorher Lungenkrebs.“ Ja, das ist ungefähr gleich mit dem Charme der Gartenarbeit auf mich ausübt.Nie mehr will ich ein Haus, das irgendetwas organisches draußen hat.

Es war und ist aber ein schöner Tag gewesen und die Ausfahrt hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das schöne daran mit Anderen zu fahren ist, daß man neue Straßen und Berge kennenlernt, sich unterhält und viele neue Dinge erfährt.

Und der Windschatten.

Fotos von Hobby.

Strecke von Don Sebastiano

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob, Touren, Union

Das Grauen, 82 km von Bremen entfernt

Der Freitagmorgen begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und der Aussicht auf eine längere Tour.

Morgens arbeiten und dann von Freitagabend bis Sonntagmittag ein Workshop-Wochenende mit Studis in Bispingen. Nicht bekannt? Ist ein Dorf in der Lüneburger Heide. Auf dem Weg dorthin habe ich Menschen nach dem Weg nach Bispingen gefragt, die 20 km davon entfernt wohnen und die kannten das Kaff auch nicht.

Und idealerweise die Möglichkeit mit dem Rad am Freitagnachmittag dorthin zu fahren. Am Donnerstag hatte ich mein Canyon Ultimate CF (aka „wet white dream“) aus der Garage geholt und fertig gemacht für die erste Fahrt des Jahres. Bislang bin ich nur mit dem Union Fixie unterwegs gewesen.

90 km, also ein wenig mehr als drei Stunden Fahrtzeit. Um Eins los, bis Fünf da, das war der Plan. Aber dann ging natürlich wieder einiges daneben. Ich bin eigentlich ein sehr genauer und planender Typ, aber fast jedesmal passieren mir wirklich die absoluten Totalfehler. Diesmal:

  • Wasserflaschen zuhause liegen gelassen. Vor der Abfahrt gemerkt, führte dann mit allen anderen Dingen zu einer Stunde Verspätung in de Abfahrt.
  • Karte irgendwo vergessen. Nicht gemerkt, los gefahren.

Der Wind kam leider aus dem Osten, so dass ich die ganze Zeit Gegenwind hatte. Ich fuhr los und fühlte mich recht gut, auch wenn ich mich wieder an das Canyon gewöhnen mußte. Das Canyon ist einfach schneller and besser zu beschleunigen. Aus dem Sattel herausgehen und im Wiegetritt zu fahren macht viel Spaß. Aber wenn dieser Widerstand in der Pedale oder Kurbel wie beim Fixie fehlt, das ist schon eine Umstellung.

Über den Lehsterdeich bin ich Borgfeld und von dort den Wald entlang bis nach Fischerhude. Hier hätte ich eigentlich nach Ottersberg fahren sollen, konnte mich aber nur an Oyten erinnern und bin vermutlich völlig unnötige 15 km in die falsche Richtung gefahren. Ich hatte ja keine Karte dabei, wie ich leider in Fischerhude feststellen mußte. Von Oyten weiter nach Bassen und nun war der Weg nach Rotenburg/Wümme ausgeschildert und ich war mir auch sicher, daß ich daran vorbei mußte.

Die erste Stunde fuhr ich mit 27 km/hr (Gesamtschnitt, also nicht die reine Fahrzeit) und s ging gut voran. Ich fühlte mich frisch und spritzig, die Sonne schien und wenn auch die Berge fehlten, Radfahren machte richtig Spaß. Und so kurz nach 4 nach 2 Stunden Fahrt und etwa 54 km kam ich in Rotenburg an. Als ich einlief, fiel mir auf, dass ich auf genau derselben Straße schon einmal vor zwei Jahren gefahren war.

Von Rotenburg habe ich mich dann weiter aufgemacht nach Schneverdingen. Das hatte ich als Namen auch noch im Kopf. Die Landschaft wird hier ein klein wenig hügeliger und schöner als dieses pure, platte Land vorher. Nach 73 km bin ich dann zum ersten Mal vom Rad gestiegen und aß mein mitgebrachtes Croissant auf der Fahrt durch einen Wald. Von nun an fragte ich mal öfters Leute nach dem richtigen Weg, denn es war schon halb fünf und ich wußte nicht wie lange ich noch fahren müßte. Eigentlich sollten es ja nur noch 10 km sein, aber kein Ortsschild in Sicht.

Dann kam das Grauen. Das absolute Grauen (Joseph Conrad, „Heart of Darkness“: „Ah the horror…!“). Von nichtsahnenden Passanten ließ ich ein Photo von dem Grauen um mich herum machen. Schnell weg hier, tief rein in das Grauen und dann wieder raus, bis ich das Grauen endlich hinter mich lassen konnte. Mein Gott, wenn ich darüber nachdachte, das Grauen war nur noch 82 km von Bremen entfernt!

Zur Sicherheit fragte ich eine Familie in ihrem Garten (Ostereier ausgelegt, Werder Bremen Plakette, ein Kind) nach dem Weg nach Bispingen: Noch 7 km bis nach Schneverdingen, dann noch 6 km bis nach Heber und dann nocj 12 km durch die Heide. Oh, jetzt mußte ich mich aber beeilen, sonst würde ich das nicht mehr bis sechs Uhr schaffen – das werden ja doch 111 km, wo ich doch nur mit 90 gerechnet. Und nachdem das nun bekannt war, machte es auch keinen Spaß mehr. Ich kam nach Heber (Ortsteil Häbe) und dann auf einer dicken Straße durch die Lüneburger Heide. Das machte wieder ein wenig mehr Spaß. Zum Glück war es doch nicht ganz so weit bis nach Bispingen zur Jugendherberge und nach etwas mehr als 4 Stunden und 109 km war ich da.

Und so bin ich auch noch hier, so eben ist der Samstag mitd en Studis hier zuende gegangen. Morgen geht es nach Hause, mit dem Rad, mit Rückenwind und in Kenntnis der Straßen, das sollte also deutlich schneller werden. 60 km am Dienstag, 108 am Freitag und noch mal 95 km am Sonntag . das ist dich eine ganz gute Ausbeute für die Woche.

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Canyon Ultimate CF, Mob, Touren

Heller als tausend Sonnen, nasser als gedacht

Hatte ich geschrieben, daß das Wetter gut werden sollte?

Tobi wartete schon etwas abseits vom Kiosk „Gelbe Gefahr“, als ich um 14:37 Uhr auf meinem Union Fixie anrollte. Es sollte niemand von mir erwarten, daß ich pünktlich bin, meine Mutter ist Italienerin, ich bin im Rheinland aufgewachsen, unsere genetischen und kulturellen Grundlagen werden durch Uhren vergewaltigt.

Also Tobi stand etwas abseits. Vermutlich um sich von der Kundschaft der gelben Gefahr zu distanzieren. Dabei war es gar nicht so klar, ob die Typen mit der Becksflasche in der Hand dort nur rumstanden um Bier zu trinken, oder Mitglieder des legendären Weserexpress sind und nur darauf warteten um endlich loszufahren. Platz genug hinter dem Kiosk um einen Haufen Carbonräder zu verstecken gibt es ja. Aber nein, es waren nur Alks.

Passanten und Radfahrer bleiben stehen, als Tobi seine beiden Scheinwerfer anmachte. Heller als tausend Sonnen. So etwas hatte die Welt nicht mehr gesehen, seitdem die Supermächte oberirdische Atomwaffentests eingestellt hatten. Wir wollten ja eigentlich nur für zwei, drei Stunden fahren, von daher war alleine schon die Tatsache, dass Scheinwerfer montiert waren ein dezenter Hinweis darauf, dass es auch etwas länger sein dürfte.

Und schon ging es los im Sauseschritt durch die Wiesen und Moorlandschaften des Bremer Nordostens. Aber zunächst einmal mußten wir uns über die Autobahnbrücke am Horner Freibad quälen. Zum Glück wurde es dann wieder flacher und wir quälten uns gegen den Gegenwind Richtung Oberneuland. Und als wir so richtig gut in Schwung waren nach gefühlten 162 km (entsprechend tatsächlichen 16 km) fing es an zu regnen. Uns blieb nichts anderes übrig als durch Osterholz und Sebaldsbrück, vorgemerkt auf der UNESCO Weltkulturortsliste für 2378, wieder Richtung Heimat zu fahren. Wo wir dann recht nass ankamen.

Am Abend haben wir uns dann wieder getroffen um das neongelbe Bottecchia auseinander zu nehmen. Hier einige wichtige Erkenntnisse, die uns die Arbeit am lebenden Objekt gebracht hat:

  • Suntour Blaze Plastikschrauben der Rahmenschalthebel lassen sich nicht mit Gewalt demontieren. Dieses Rad kann kein Singlespeed werden, da die Schaltung weigert sich zu entfernen.
     
  • Suntour Blaze Schaltwerke haben häßliche Plastikteile auf der Rückseite.

Allgemein läßt sich feststellen, daß die 1989er Blaze Gruppe in der Lighweight-Hierarchie nicht ganz oben stand:

catalog page reproduction scanned on an HP Scanjet

Die ganze Suntour Geschichte findet man bei Bedarf hier (in Englisch).
Aber zurück zum Bottecchia Sprinter: As ist ja ein gnaz schöner Komponentengemischtwarenladen. Shimano (Naben, Bremsen, Tretlager), Modolo (Bremsgriffe), Miche (Steuerkopflager), Cosmos Italia (Lenker), Suntour (Schaltung) und Selcof (Sattelstütze) Wolber Felgen, Maillard Pedalen konnte ich finden. Interessanterweise sind die Shimano Komponenten Produktionscode PD (April 1991), während EH ist, also 1988. Das läßt vermuten, daß sich Bottecchia eine Ladung Suntour aus unverkäuflichem Lagerbestand besorgt hat, um diese dann an  Ihrem Budget-bike Sprinter zu verbauen. 
Das Geröhr ist nämlich auch ein wenig schwer: 26,2mm Sattelrohrinnendurchmesser.
Aber ansonsten ist, bis auf die Verschleißteile gut in Schuß. Tobi und ich haben noch einmal einen Blick auf die Farbe des Rahmens geworfen, uns angesehen, festgestellt, daß die Farbe echt scheiße aussieht und entschlossen das Rad nur technisch gut und sauber aufzubauen und dann zu verkaufen.  Eine schöne Übung ist es alle Mal.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Bottecchia Sprinter 1991, Bremen, Meine Räder, Mob, Touren

102 weserige Kilometer

Vollmundig hatte ich in der Woche den ersten 100km Ausritt des Jahres angekündigt.

Ich wachte am Samstag morgen auf, der Himmel war blau und es gab keine Entschuldigung mehr. Hm, 52:16 Übersetzung auf dem Fixie über 100km – ob das wohl gut geht? Also los, auf zum Treffpunkt am Kiosk „Zur gelben Gefahr“. Was das kennt keiner? Das ist der Radsporttreff an der Ecke Schwachhauser Heerstraße/Scharnhorststrasse. Seit 1928 treffen sich hier bremische  Radsportfreunde um vor der Ausfahrt noch schnell einen zu heben oder gleich da zu bleiben.

http://maps.google.de/maps?f=q&source=embed&hl=de&q=Scharnhorststra%C3%9Fe,+28211+Bremen&aq=&sll=53.159072,8.676453&sspn=0.038907,0.077162&ie=UTF8&geocode=FRoJKgMdeiuHAA&split=0&hq=&hnear=Scharnhorststra%C3%9Fe,+28211+Bremen&ll=53.090004,8.862815&spn=0.004871,0.009645&t=m&z=14&layer=c&cbll=53.090004,8.862815&panoid=85SYT9FVw-YQ1Nzf2r55BQ&cbp=12,240.03,,1,12.31&output=svembed
Größere Kartenansicht

Ich hatte überhaupt keine Plan wohin ich eigentlich fahren wollte, was Erfahrungsgemäß die besten Voraussetzungen für spannende Touren sind. Keine guten Voraussetzungen für eine lange Tour ist es aber den Helm zuhause zu lassen. Das machte mich etwas nervös und weniger risikobereit. Also zunächst einmal am Focke Museum vorbrei (Gähn) Richtung Horner Freibad, wo bereits die erste Bremer Bergprüfung auf dem Programm stand. Ein mörderischer Sprint vorbei an Fußgängern und Aluradfahrer hoch zum Col d’autobahnbrücke und dann mit viel Schwung und 37 Sachen auf der anderen Seite runter.

Weiter ging es auf den Deich und entlang der Wümme Richtung Kuhsiel und Dammsiel. Der Wind bließ schön von hinten und so dachte ich, aaß ich vielleicht die ganze Zeit nur nach Norden fahren sollte, vielleicht sogar bis zum legendären Fickmühlen? Aber dann mitd em Zug zurück macht keinen Spaß, kostet Geld und dauert, also erst einmal weiter Richtung Ritterhude und dann diesen Megaberg auf der L151 hoch zur B74. Eine der schlimmsten und brutalsten Steigungen in Bremen überhaupt, so sich die Spreu vom Weizen und Appelkorn trennt. Man war ich fertig, als ich nach ca 27 Sekunden endlich oben war.

Vor einiger Zeit, auf einer Tour vom Weserexpress,  bin ich dann ein paar Hundert Meter weiter die Straße nach links abgebogen, Richtung Lesumstotel. Hm, das wollte ich noch mal machen, kam dann aber auf die sinnige Idee das Abenteuer noch weiter auszubauen und in die Stoteler Waldstraße einzubiegen. Ist da schon mal jemand gefahren? vermutlich nicht. Noch nicht einmal das Google Streetview Fahrzeug hat es dahin geschafft. Übelstes Kopfsteinpflaster, vermutlich aus der Zeit des Rückzuges deutscher Truppen aus Ostpreußen. Quasi die Wilhelm Gustloff auf Land. Könnte auch eine römische Herrstraße gewesen sein. Nach zwei Kilometer war so ziemlich alles losvibriert am Rad, was es zu vibrieren gab und unwiderstehlicher harndrang setze ein. Zum Glück kam dann wieder eine fahrbare Straße Richtung Heilshorn. Auf dem Radweg fuhr ein Skater mit Kopfhörern. Mann sind die lhm, die schleichen ja so mit 20 – 25 km/hr durch die Gegend. Und braucen die gesamte Breite des Weges. Und hören dabei vermutlich Adele und träumen vor sich hin, so dass die mein Dauergebimmel nicht hören. Bis ich den überholt hatte – so was versaut einem ja den ganzen Schnitt!

Dann weiter an Faun und Hansafrost (Achtung: Fabrik Eisverkauf hier) nach Schwanewede und Neuenkirchen. Vorebei an my blöoody valentine in Frage bis zum Kraftwerk und dort auf die Fähre über die Weser gewartet. Ich mag das wirklich sehr einmal auf einer Tour über die Weser zu setzen, bislang habe ich das aber immer in Vegesack gemacht.

Dann ging es weiter entlang der Weser auf der Deichstraße der linken Seite (also falschen Seite) durch illustre Dörfer wie „Ritzenbüttel“, Lemwerder und, mein Favorit „Motzen“ (Dortmotto: „1000 Jahre Motzen“). Von der Weser sieht man da übrigens nichts, da die Straße hinter dem Deich verläuft und relativ trostlos ist. Irgendwann kommt man dann, nach einer dicken Prise Gegenwind, wieder nach Bremen rein, da wie die dicken BLG Lager für Daimler sind. Und dann weiter durch beautiful Wolmershausen bis zur Becksbrücke (Stephanbrücke). Warum da eigentlich keine Fixiefahrer rumhängen ist mir unbegreiflich. Nahe der Innenstadt! Überdacht! Jede Menge bunte Graffities! Was wil man mehr?

Damit die 100km voll wurden weiter in den Bürgerpark, durch den Bürgerpark zur Munte (uncooler Radfahertreff für Jedermann) und dann wieter zum Platzhirschen und noch einmal eine schwere Bergprüfung über die Autobahn. Ui, da zogen aber jetzt die Beine wie Hechtsuppe.

Dann allerdings gab es ein interessantes Phänomen, das weiterer Erläuterung bedarf: Das Zeigen von Frohsinn ist nicht Sache des Norddeutschen. Rumquietschen, albern und große Sprüche kloppen, also das tägliche Brot des Rheinländers findet er albern. Trotzdem, ab und an muss es raus, da fordert die menschliche Natur ihr Recht. Andere Leuten gehen dann zum lachen in den Keller, nicht so der Bremer. Er schnappt sich einen Bollerwagen, lädt den mit harten Alkoholika, vielen grünen Becksflaschen und minderwertigen Nahrungsmitteln voll und zieht mit seinen Freunden in die Wümmewiesen. Denn da wird er beim froh sein nicht von anderen beobachtet. Um jegwelches Risiko auszuschliessen werden diese Ausflüge unternommen, wenn es draußen besonder garstig ist, also im Januar im Eisregen oder bei Orkanen und Hagelschauern. Dann wird gelacht und der gemeine Bremer fühlt sich dann wie Kaiser Nero nachdem er Rom angezündet hat und sich das Feuerchen vom Balkon seines Palastes ansieht und an seiem Glas Prosecco nippelt.

Leider ist es heutzutage so, dass die Jugend auch nicht mehr ist, was sie einmal war. Nämlich als wir noch Teil von ihr waren. Die Jugend heute geht mit dem Bollerwagen bei 6 Grad Plus raus – darunter stand früher lebenslanges Frohsinnsverbot. Geschämt hätte man sich mit dem Bollerwagen loszuziehen und peinlich hätte es werden können angesichts der zahlreichen Passanten.

Lange Rede, kurzer Sinn, die Wümmewiesen waren verstopft mit Bollerwagen, Lachleuten und Nettmenschen um mich herum. rgendwann war ich aber dann doch zuhause und hatte den ersten 100km Ritt des Jahres in der Tasche.

Meine Familie interessierte da wenig. Ich konnte ihnen aber dennoch von Nutzen sein, indem ich meinen Kindern erklärte, wie man in den Tropen überleben kann. Das ist eigentlich ganz einfach: Man sucht sich eine Kokusnuß und dann braucht man nur noch eine Schlagbohrmaschine, bohrt zwei Löcher rein und trinkt die Kokosnussmilch. Fertig. Robinson Crusoe hat das 20 Jahre  lang so gemacht.

Nächste Woche ib in ich in London und hoffe, aß ich Zeit haben werde mir den Olympic Park anzusehen, insbesondere das Velodrame. Das Rad muß leider zuhause bleiben, aber vielleicht leiht mir einer meiner Londoner Freunde ja eins zum rumfahren.

Ansonsten bis bald.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob, Touren, Union