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Blog des Jahres. 2017.

Bildergebnis für fahrrad schreiben

Mal kurz in eigener Sache:

Bei Fahrrad.de steht die Wahl des „Top Fahrrad Blog 2017“ an. Jemand hat mich netterweise für die Kategorie Allrounder nominiert. Sonst musste ich das ja immer selber tun, das ist also bereits ein riesiger Erfolg. Ich würde mich jetzt über Unterstützung, also Stimmen sehr freuen.

Hier der Link. Einfach aus der Liste cyclyng.com auswählen, darunter die URL für einen der Posts dort eintragen und abschicken. Danke.

Ich bin immer noch am Rätsel, warum das Blog in der Kategorie „Allround“ gelandet ist, wo ich quasi nur über das Rennradfahren schreibe. Aber egal. Sollte es da tatsächlich etwas zu gewinnen geben, kann der gewonnene Gewinn hier wieder gewonnen werden. Versprochen.

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Fünfhunderttausend.

Vorgestern teilte mir mein Bloganbieter, WordPress mit, dass nun seit dem Beginn 2011 mehr als 500.000 Views auf dem cyclyng Blog erfolgt sind. Das ist ganz schön viel.

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Auch wenn das  nicht 500.000 Menschen sind, und ein gehöriger Anteil der Views vermutlich von mir und meinen diversen Endgeräten ist:  500.000 ist eine Zahl die im Leben nicht oft fällt. Wir stehen im Leben deutlich weniger als 500.000 Mal auf oder legen uns schlafen. Unsere Rennräder schaffen keine 500.000 km bevor wir sie leid sind und sie verkaufen, und die meisten von uns haben keine 500.000 Euro auf dem Konto (500.00 Yen sind allerdings deutlich einfacher). Wir lesen keine Bücher mit 500.000 Seiten oder  haben 500.000 Freunde. 500.000 ist selten.

Ich hatte Ende 2011 angefangen cyclyng als Blog zu starten, nachdem ich bereits 2007 in Japan das Positivo Espresso Blog und den Club dazu mitgegründet hatte. Das war lange vor facebook und whatsapp und das Blog hatte die wichtige Funktion gemeinsame Ausfahrten zu organisieren, darüber zu schreiben, Vereinstrikot zu organisieren und über die Tour du Japon, die JCRC Rennserie an der wir an teilnehmen zu berichten. Ich wurde dort 2008 Meister in der D Klasse und Ludwig ein Jahr später ebenfalls.

Als ich 2010 nach Bremen kam habe ich zunächst noch über ein Jahr über Bremen auf Englisch auf Positivo Espresso geschrieben, aber langsam lösten sich die Verbindungen auf, in Bremen kamen neue hinzu und die Prioritäten verschoben sich. Ich lernte eine Menge sehr netter Menschen in Bremen kennen und fuhr meine erste RTF (den Rad Marathon von RSC Rot Gold). Ich begann mich für alte Räder zu interessieren und überhaupt für die Technik von Räder – in Japan hatte ich mein Rad immer zu Nagai-San in seinen Positivo Radladen gebracht und gut war’s. Nagai-San war einige Jahre Team Mechaniker beim Profiteam von Fassa Bortolo und er war gut.

Heute ist das cyclyng Blog ein bunte Strauß verschiedenster Blumen. Ich wünschte mir, dass noch mehr Menschen darauf aufmerksam würden als die 200 bis 300 die hier jeden Tag reinschauen. Eine Zeit lang wuchs der Verkehr hier recht rasant, aber seit diesem Jahr sind die Besuche etwa 20% weniger geworden und haben sich eingepegelt. Die Zielgruppe ist halt doch sehr klein, denn wer interessiert sich schon für alte Räder und Radgeschichten aus Bremen? Ich kann das gut nachvollziehen, denn viele Blogs die heute noch existieren und die ich vor Jahren sehr interessant und lustig fand, wie z.B. Bike Snob NYC oder Fat Cyclist habe ich zwar noch auf feedly abonniert, lese sie aber sehr selten. Viele andere sehr gute Blogs wie Cozy Beehive oder the secret diary of an apprentice cycle racer zum Beispiel sind nicht mehr aktiv.

Ich mache weiter vielleicht bis zur ersten Million und möchte dabei einigen Grundsätzen treu bleiben. Man möge ich daran erinnern wenn ich sie verletzten sollte:

  • Diese Site wird nicht kommerzialisiert. Keine Reklame.
  • Auf dieser Site wird niemand runtergemacht. OK, ab und an poste ich mal Fotos von Kinderwagenschiebenden Jedermannrennradfahrer und mache mich darüber lustig. Das könnte und mache ich auf diesem Niveau aber auch über mich selber.
  • Diese Site wird keine „das geht ja gar nicht“ Motz- und „früher war alles besser“ Beklagwebsite.
  • Die Motivation für mich zu schreiben ist nicht bewundert und geachtet zu werden. OK, das ist nett und ich freue mich wenn positives Feedback kommt. Das soll aber nicht dazu führen die risikofreie Meinungsmittelmässigkeit des Internets hier wiederzugeben auf der Suche nach mehr „likes“. Und dem versuch jeglicher Kritik zu entkommen.

Letzteres ist übrigens ein sehr interessantes Phänomen. Als ich 2011 anfing auf dem Rennrad News Forum zu schreiben musste ich mir als neues Mitglied mit wenigen Beiträgen ganz schön viel Kritik anhören. Die Räder, die ich dort vorstellte wurden in der Luft zerrissen:
„Ja, ganz nett als erster Versuch, aber…. (es folgte eine Liste von 25 Todsünden).“

Auf die Frage, ob man einen teuren, neuen, angeschnittenen Continental Reifen noch reparieren kann bekam ich als Antwort:

„2 Fragen:

1: Was kostet ein neuer reifen?

Ein reifen, den man auch mal auf 11 bar aufpumpt, der Kanaldeckel und Absätze u.ä. abbekommt…
Na?
25 euro, rchtig!

2: was kostet ein neues GESICHT???????????????????

Was machste, wennde bei 80 mit nem Platzer abgehst, und dann 10 meter mit dem Gesicht bremst?
Den Ärzten später das hier erzählen?????
Das Foto zeigen, wenn die die nächste OP mit Dir besprechen???

Ich hätte da noch folgende Buchtipps:
„Wie ernähre ich mich ohne Unterkiefer“,
„Beißen Sie sich durch! Von A wie Asphalt bis Z wie Zaunpfahl“ und
„Trinkflasche zu Schnabeltasse auf nur 20 Metern“

Sehr interessante Lektüre und viel günstiger als ein neuer Reifen!“

Das war übrigens sehr hilfreich, denn 12 Jahre Japan, wo Menschen höflich und respektvoll miteinander umgehen (was nicht unbedingt gut sein muss) hatten mich geprägt und so einen Tonfall war ich einfach nicht gewöhnt. Aber dank des Forums konnte ich wieder schnell in die deutsche Gesellschaft integriert werden und lernte mit Kritik umzugehen.

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Dafür bin ich heute dankbar. heute, fünf Jahre aktiv und irgendwie mit einem Namen mob oder mob.tokyo schweigen die meisten Menschen und es kommt fast nur noch Lob. Was nett ist, aber so grundlose, fiese Kritik hatte eben auch etwas.

In diesem Sinne auf die nächsten 500.000 views.

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Mein liebster Blog.

Ich wurde nominiert für diesen „Award“ von Gabi Winck und Ihrem Blog lumacagabi. Irgendwie macht mich das aus einem besonderen Grund stolz. Nicht, weil ich glaube kein gutes Blog zu schreiben, oder, hey: Mehr als 3.000 Blogbeiträge in 10 Jahre müssen auch erst einmal geschafft werden. Nein, alles Kleinkram. Ich bin stolz, weil ich von einer Lehrerin für diesen Preis nominiert wurde. Das ist das erste Mal überhaupt in meinem Leben, dass ein Lehrer oder eine Lehrerin irgendetwas gut finden,was ich im literarischen Sinne zu Papier gebracht habe.

Klar, ich hatte auch sehr guten Noten in meiner Baustoffkunde Klausur oder in Statik I. Aber das ist alles nicht vergleichbar, denn die Korrekteure waren ja alles literarische Banausen. Auch in meiner mit 1,3 bewerteten Diplomarbeit wurden die einzigen beiden Versuche etwas schöngeistiger zu arbeiten dick rot angestrichen:

Das an den Anfang der Arbeit gestellte Zitat von John Lydon aka Johnny Rotten von den Sex Pistols bzw. P.I.L. :

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„Wenn du’s kannst, brauchst du nicht darüber zu reden!“

Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich das ganze ja zu Papier bringen musste, weil ich es eben nicht konnte. Wurde ignoriert.

Und weil bei Zugfestigkeitsversuchen mit Beton die Ergebnisse zweier Experimente total verschieden sein können, weil dieser Scheißbeton eben so scheißinhomogen ist, schrieb ich noch

Ein Mann mit einer Uhr weiß wie spät es ist. Ein Mann mit zwei Uhren ist sich nie ganz sicher.“

Ein Zitat aus Illuminatus! von Shea/Wilson einem LSD Roman aus den Endsechzigern.Ich gebe ja zu, dass diese Autoren relativ selten in der Baustoffkunde zitiert werden – verlässliche Aussagen machen die trotzdem.

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Der „Mein liebster Blog“ Award funktioniert wie ein Kettenbrief. Hier sind die Spielregeln:

  • Die Person, die dich vorgeschlagen hat, verlinken
  • Die 11 Fragen beantworten
  • 7-11 andere Blogs nominieren und informieren
  • Erklären, worum es geht
  • 11 neue Fragen an die Nominierten stellen,

Und hier sind die Fragen die mir gestellt wurden von Gabi:

  1. Seit wann gibt es deinen Blog?
    Den Positivo Espresso Blog, also den Vorläufer von „There is no I in cyclyng“ gibt es seit 2007 und war auf Englisch. Als ich aus Japan 2010 nach Bremen kam, habe ich dann mit cyclyng auf Deutsch weiter gemacht.
  2. Was macht deiner Meinung nach einen guten Blog aus?
    Ein guter Blog sollte regelmäßig, mindestens drei bis vier mal die Woche einen neuen Post haben, gute, positive und interessante persönliche Berichte publizieren und auch visuell ansprechend sein. Was ich gar nicht mag sind Blogs, in denen nur gelästert wird.
  3. Wie oft juckt es dich täglich in den Fingern, deine WordPress-Seite aufzurufen?
    Täglich.Stündlich. Zweck des Blog ist es viele Menschen zu erreichen, deshalb kontrolliere ich die Statistik sehr genau. Das lenkt auch gut von den Sorgen der Arbeit (Studenten!) ab.
  4. Was ist das schönste Feedback, das du in deinem Blog bekommen hast?
    Manfred von Holstein meinte einmal im Vorbeigehen, dass meine Beiträge gar nicht schlecht wären; aber leider wäre mein Englisch sehr bescheiden, die meisten meiner Ansichten Unsinn und überhaupt das ganze Unterfangen per se Zeitverschwendung. Wer Manfred kennt, kann erahnen was für ein riesiges Lob das war.
  5. Was empfiehlst du Blog-Anfängern?
    Ehrlich gesagt denke ich, dass das schreiben von Blogs an sich eine Sache von gestern ist und nicht mehr begonnen werden sollte.
  6. Worauf bist du besonders stolz?
    Auf die Nominierung hier durch eine Lehrerin. So eine nette Lehrerin kannte ich nicht mehr seit Frau Sudhaus in der Grundschule. Auch noch 36 Jahre nach Abitur denke ich immer noch mit Grauen an Frau Otten zurück, die mir jegliche Lust an der französischen Sprache genommen hat.
  7. Worauf könntest du nie und nimmer verzichten?
    Ich denke die Kombination von Sport machen und anschließend darüber schreiben ist unverzichtbar für die körperliche und geistige Hygiene.
  8. Was bedeutet für dich Entspannung?
    Kaffee, Rotwein, Gin Tonic, Okonomiyaki, Zigarette. Ein paar gute Freunde. Ein gutes Gesprächsthema.

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  9. Welches Buch würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
    Keine Ahnung. Wenn es wirklich so einsam ist,dann würde ich eher eins schreiben wollen. Der Titel wäre: „Übergestern in Tokyo“.
  10. Dazu könnte ich mich nicht aufraffen …
    Zu promovieren.
  11. Deine Pläne für 2017?
    Wie jedes Jahr: Irgendwie jung, gesund und glücklich mit der Familie und Freunden zu bleiben.

Für den „Liebsten Blog Award“ nominiere ich die folgenden Blogs, die ich alle nicht um Ihre Erlaubnis gebeten haben, und die die Nominierung auch gerne ablehnen können, ohne dass sie sieben Jahre Pech haben, Heuschrecken ihre Räder essen etc.:

  1. Yuji von Klovesradeln
  2. David von Positivo Espresso
  3. Andy von Fyxo
  4. Milano Fixed
  5. Ryoko von rxlab
  6. St. Pedali
  7. Jörn von Um den See
  8. Alex von 1001 Kilometer
  9. Bike Snob NYC
  10. BSAG Blog
  11. Andrea von trilovelife

Und hier sind meine 11 Fragen:

  1. Woher kommt die Lust, etwas zu schreiben?
  2. Wie waren eure Noten in „Deutsch“ (ggf. English) in der Schule?
  3. Müsst ihr auch im Hauptberuf häufiger und viel schreiben?
  4. Welches der folgenden drei Bücher hat euch am meisten beeinflusst?
    Per Anhalter durch die Galaxis; Die Blechtrommel; Das bonbonfarbene tangerinrot-gespritzte Stromlinienbaby

    [die folgenden Fragen sind nur für die radspezifischen Blogs]

    Vervollständige die folgenden Sätze:

  5. Bei einem Rad ist Funktion und Technik wichtig.Noch wichtiger ist allerdings …
  6. Vor die Wahl zwischen Shimano und Suntour gestellt, würde ich…
  7. Campagnolo Delta Bremsen und Spinergy Rev X Laufräder sind……
  8. Würde ich in einem späteren Leben als Sattelstütze  wiedergeboren, so wäre ich diese:

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    [und wieder für alle]

  1. Lesen eure Partner euren Blog und was sagen sie euch dazu?
  2. Wie oft schreibt ihr Dinge in eurem Blog, die nur Familie und Freunden, aber nicht dem Allerweltsleser veständlich sind?
  3. Habt ihr noch einen weiteren Blog zu einem ganz anderen Thema?

Viel Spaß, Auserwählte. Gegebenenfalls.

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Blogging 2014

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Lustigerweise bekomme ich heute über 1.000 Hits auf diesem Blog, weil ich vor Monaten einmal über Martin  Kuhn, einen verrückten Deutschen, der mit einem alten japanischen Rad völlig naiv quer durch Japan gefahren ist gepostet habe. Um das gleich richtig zu stellen: Ich beneide Martin Kung für seine Naivität und die Möglichkeit Japan das erste Mal zu entdecken. In der Zwischenzeit ist Martin Kuhn so etwas wie eine Mini-Medienstar in Japan geworden und heute hat jemand drüben irrtümlich gepostet, dass dieses Blog das Blog von Martin Kuhn ist. Danke, aber falsch.

Das hat mich allerdings dazu gebracht einmal über das bloggen an sich nachzudenken. Ich habe „There is no I in cyclyng“ im Februar 2013 abgefangen, auf die Idee brachte mich eine Unterhaltung auf facebook:

„There is no I in happyness!“

„Well, there would be, if you spell it right.“

In den letzten zwei Jahren habe ich fast täglich meinen Reader (zunächst Google, heute feedly) auf bloggenswerte Beiträge im Netz gecheckt, das hat Spaß gemacht und ich habe viel gesehen und gelernt, insbesondere im Aufbau klassischer Räder. Aber es hat auch sehr viel Zeit gekostet. Und heute hat sich da eine gewisse lieblose Routine eingestellt, es gibt immer weniger was ich bloggenswert finde , nach über 2.300 Posts ist das auch nicht verwunderlich.

Zeit also 2014 etwas daran zu ändern. Ich werde weniger bloggen, nicht mehr jeden Tag etwas posten und mich darauf konzentrieren eigene Beiträge zu posten und nicht vom Netz zu re-bloggen.

Zum Abschluss hier eine Sammlung wunderschöner Anime Figuren zum Thema Rad aus Japan.

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