Panasonic P-Speed

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Ferdinand und ich hatten uns zusammengetan und über meinen Freund Hiroshi in Tokyo zwei Panasonic Rahmen besorgt. Es folgte ein langwieriges Zolldrama und seit heute der Aufbau.

Ferdinand bestellte den klassischen Rennrahmen aus Stahl FRC07 mit der Original Panasonic Team Lackierung, ich entschied mich für den schwereren FRC37, ebenfalls in der Team Lackierung, der über Ösen zur Montage von Schutzblechen und Gepackträger verfügt. Noch ein reines Rennrad aus Stahl brauche ich nicht, aber kein einziges meiner Räder hat fest montierte Schutzbleche und das scheint mir nach fast fünf Jahren im Norden Deutschlands keine gute Idee zu sein.

Mir schwebt etwas vor mit dem ich in der Nacht durch den Regen schwebe. Ich bin immer wieder beeindruckt von den Berichten David’s über seine Teilnahme an Audax Veranstaltungen, wie z.B. der SR600 Nihon Alps; nicht dass ich irgendein Verlangen danach fühlen würde 600km an einem Stück zu fahren – und schon gar nicht in den japanischen Alpen, alleine, im Regen, in der Nacht und dann auch noch kurz nach der Ankunft eines Taifuns und in einem Gebiet in dem Straßen wegen Erdrutschgefahr gesperrt werden. Interessant ist aber wie David seine Räder optimiert, damit er lange Strecke relativ komfortabel zurücklegen kann. 

Das Panasonic wird daher nicht nur Schutzbleche haben, sondern auch einen Nabendynamo und eine Frontlampe. Dazu kommt ein hoffentlich komfortabler Randonneur Lenker von Velo Orange der aussieht, als hätte man einen Fuß auf den Rahmen gestellt und dann mit Gewalt den Lenker hochgezogen.

Eine Frage die mich länger beschäftigt hat als sie sollte war: Shimano Dura Ace oder Campagnolo? Und wenn dann was, 8, 9 oder 10 Gänge? Letztendlich habe ich mich für Campagnolo 8 Gang entschieden – ich mag die Ergopower Hebel einfach gerne, hatte noch ein paar Teile im Keller die ich bei dieser Gelegenheit endlich verbauen konnte und 8 Gänge langen ja auch für die Hauptanwendungen in Bremen.

Natürlich hätte das auch alles teurer und besser und schöner und stilechter aufgebaut werden können, aber das soll ein Rad für den Alltag werden, es wird durch Regen und Dreck gefahren und da hemmen teure Anbauteile nur den Benutzer. Für die Vitrine habe ich schon ein Nagasawa Keirin Bahnrad.

Es ist schwer einen Rahmen im Raum stehen zu haben und nichts daran tun zu können, weil noch nicht alle Teile dafür da sind. Also habe ich heute schon einmal angefangen und alles was da ist verbaut, einiges nur provisorisch.

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Nitto 65 Sattelstütze 27,2mm mit Brooks Professional Sattel, Bleibt erst einmal so. Wunderschön integrierte Sattelklemmschraube im Rahmen. DAS Panasonic Merkmal

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Das erste Mal seit sehr langer Zeit wieder einen komplett neuen Rahmen zu besitzen. Ich kann gar nicht erwarten dort die ersten Schrammen reinzufahren …. Der Laufradsatz ist provisorisch verbaut, H plus Son TB14 sollen es aber dennoch werden – dann allerdings in Silber poliert.

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Ösen für den Gepäckträger. Und ganz unten eine Schraube zur Befestigung von Schutzblechen. Die Querstrebe hinter dem Tretlager ist zu dünn um eine Schraube aufzunehmen. Langschenklige Bremsen – ein leidiges Thema, da fehlen mir noch die guten Ideen. gibt es irgendetwas richtig schönes?

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Alles nur provisorisch,Bis auf die Wahnsinnslackierung. Die Bremszüge sind  übrigens wirklich rot. So ein paar mehr rote Flecken machen sich auf dem Rahmen gut. Sonst wird es aber überwiegend schwarz und Chrom sein, das die Akzente setzen wird.

Ergebnis für heute erst einmal:

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Jetzt ist erst einmal Pause, bis die bestellten Teile da sind.

 

7 Kommentare

Eingeordnet unter Hiroshi, Japan, Meine Räder, Mob, Panasonic FRC037

7 Antworten zu “Panasonic P-Speed

  1. svenski

    Hoffe schwer, du nimmst Edelstahlbleche! 😉

    Sehr schönes Projekt. Was wiegt der Rahmen?

    Gruß, svenski.

    • Klar, Edelstahlbleche, vermutlich Aby K – oder hast Du noch eine gute Idee?
      Rahmen wiegt etwa 2,7 kg, ist halt nicht die leichteste Version von Panasonic sondern eher „Sportrad“.

  2. svenski

    Edelstahlbleche von Gilles Berthoud hab ich selbst und kann sie sehr empfehlen. Sind zu beziehen über Sella Berolinum, neben vielem Randonneurskram. Hier wohl in 40 mm Breite. Der Anbau ist nicht ganz trivial. Aber Dir trau ich das zu 😉
    Oder halt was klassisches in Alu. Aber bitte nicht gehämmert!
    Gruß, svenski

  3. Gladbacher! – schön das der Kölsche Ferdi (es gibt wohl nur einen, der sich gerade ein frisches Panasonic hat kommen lassen) über Dein japanisch an sein Panasonic gekommen ist. Schöne Stücke.

    Weißt Du zufällig, wer eigentlich in Japan „panasonic“ Räder herstellt – und mit welchen Rohren? Wäre für die Geschichte interessant….

    Die Sattelklemmung via Streben kenne ich auch von meinem 92’giant peloton superlite, erfunden hat sie ein gewisser Cinelli aus Mailand . . .

    Gruß

    Crispinus

    • Na ja, Panasonic Räder werden, wie der Name schon andeutet, von Panasonic produziert, ein sehr sehr großer japanischer Konzern. Panasonic macht die Räder selber, die Produktion ist nach meinem Wissen nicht an Dritte vergeben. Rohre sind, glaube ich, Iwata oder Tange, bei Ferdis Panasonic z.B. Tange Prestige.
      Wir Gladbacher helfen euch Kölnern ja immer wieder gerne. Meine halbe alte Schule lebt glaube ich in Köln.

  4. Solange nicht in einer Liga gespielt wird kann das mit der Hilfestellung schon vorkommen. Als Grenzgänger und inzwischen Süd-Westerwälder leiste ich mir parteilosigkeit.
    Finde dennoch interessant, daß sich ein „megalith“ wie p-sonic eine Lötabteilung leistet, wo dies doch ein sehr kleines Geschäft ist, seit einigen jahren schon.
    Oder läuft das in Japan anders?

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