
via Milano Fixed
Dies hier ist ein interessantes Photo. Man muß es etwa gefühlte 1,2 Sekunden lang betrachten um festzustellen, dass es sich um das Detail eines Zeitfahrrad handelt. Man kommt zunächst nicht darauf, da die typischen Erkennungsmerkmale eines Fahrrads fehlen. Ist das die Zukunft? Glaube ich nicht. die Zukunft ist immer ein wenig weniger radikal, als was man sich in seinen kühnsten Träumen und Visionen ausmalt und irgendwie logischer, naheliegender. Man hat das Gefühl im Nachhinein sagen zu können: „War doch klar, dass es so etwas wie ein Internet/Wiedervereinigung/Iphone/DVDs irgendwann geben muß, ohne es vorher sich hätte wünschen können.

Danke für die gelben Bremsbeläge, sonst wäre ich völlig verloren gewesen.
Eingeordnet unter 2012, Bits&Pieces, Mob

Radladen in Barcelona. Verkauft auch Rahmen unter der gleichen Marke.

Barcelona; Stahl, klassisch



Detroit, Aluminium Oversized


Monte Carlo; Alu, klassisch

Houston; Alu, Oversized, modern



Tokyo; Carbon


Wegen den Sitzstreben: Tokyo.
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Ein Mädchen, das ich nie kannte, dass ich aber 1990 anrief, weil sie in Japan gelebt hatte und ich ein paar Tips von ihr haben wollte, sagte mir: „Im Sommer draußen in Japan zu gehen ist wie durch Gelee zu wandern.“ Das mag stimmen, trifft aber auch für die Zeit nach Weihnachten zu.
Nach Tagen des späten Aufstehens, der Untätigkeit und der (Rudi) Völlerei fühlte ich mich wie in einer Welt aus Gelee. Alles war irgendwie anstrengend und so war ich froh, dass Bloeh die Initiative ergriff und zum rausfahren heute ausrief. Schon das Aufstehen um 9 war eine echte Qual, aber das Wetter war OK und als ich zur Bank kam fuhr Ralf schon lustig auf und ab auf dem Deich um sich warm zu halten. Wenig später kamen auch Bloeh und Christian und wir machten uns auf Richtung Süden. Bloeh und Christian waren auf ihren Rennrädern, während Ralf auf seinem moosgrünen Lotus Esprit Crosser und ich auf meinem superschnellen Panasonic PR4000 kam. Ich liebe dieses Panasonic, weil es einfach so wahnsinnig schnell ist und gut rollt. Dachte ich. Heute aber, zusammen mit den Rennrädern stellte sich heraus, was für eine lahme Möhre das eigentlich ist.
In der Gesamtgleichung Anstrengung beim Fahren plus Anstrengung beim Putzen hinterher dachte ich, dass ich mit dem Panasonic besser bedient bin, da ich es nicht saubermachen muß – in Gegensatz zu meiner teuren Carbonmöhre. Aber es war irgendwie sehr, sehr anstrengend auch nur im Windschatten von Bloeh oder Ralf zu fahren und die geben nun wirklich reichlich Schatten.
Wir fuhren dann bei Achim über die Weser und dann weiter nach Bassen und Fischerhude. Es ist immer wieder erstaunlich festzustellen wie viele Wege es noch gibt, die ich nicht kenne und ich bin immer dankbar neue gezeigt zu bekommen. In Fischerhude sagte Ralf „Tschüss“, weil es noch ein wenig crossen gehen wollte, während wir über Borgfeld und Kuhsiel zum Bürgerpark fuhren. Hier verabschiedete sich Christian und ich zeigte Bloeh die Nordwestpassage zwischen dem KGV Schwachhausen und dem KGV Kornblume.
Ich habe keine Ahnung wie lange wir gefahren sind, noch wie viele km wir gemacht haben, aber es war einfach gut mal wieder draußen zu sein. Danke an alle.
Nach der Tour sah das Panasonic aus wie Sau. Na ja, vorher auch, da ich Räder im Winter eigentlich nicht putze.
Campagnolo Veloce Bremsen in der Tarnausführung von 2012.
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Zum Thema „Duschen“ fallen mir beständig drei Dinge: Jutta vK und Chiharu Iijima auf der weiblichen Seite und die Jugendherberge am Dümmer See, wo ich zum ersten mal mit meinem Rad duschte. Soweit zur Erotik heute.

José Manuel Fuente Lavandera washing his bike in the shower like I do.
via Il Dolore
Dann aber auch Norman Bates.
Und Malaria.
Interessanter Artikel aus „Italian Cycling Journal“ über eine Italienerin (?) die um die Welt geradelt ist. Wobei ich das ja immer so ein wenig schwer zu definieren finde, denn es gibt ja soviel Wasser auf der Welt auf dem man nicht radeln kann.

From her website, Wanderlust:
„From the beginning, everybody told me I wasn’t ready. Without a sponsor or money, without a technical and medical support team, with only eight months of training on a bicycle, I was not ready to leave and should delay the entire endeavour for at least another year. I got a lot of laughs in the early days. Nobody believed I would make it, certainly not all the way around the world, averaging 200 km a day without rest. I was not an athlete and not a cyclist. In fact, there was nothing to qualify me for such a huge undertaking. Nothing but willpower and the determination to finish no matter what. I was out to prove everything is possible. That we can do things that are greater than ourselves.
If I had waited for the perfect level of fitness, the perfect cycling techinique and mechanical know-how, the perfect weather conditions, the support, the money, doubtless I would never have left at all. I believe that many people put off making their dreams a reality, waiting for the right time or the right conditions. There is no such thing. The right time is now. ‘One day’ is just another way of saying ‘never’.
So I hopped on Pegasus, and pedaled out of Naples on July 23rd, 2012. From the get-go, there were problems. My shifter broke and I cycled 2 weeks in either the highest or lowest gear. My iPhone fell, the screen smashed in. The first month involved a lot of adjusting to just being on the road, ironing out all the inevitabile kinks and problems that are impossible to predict. Before I knew it, I’d crossed America. The further I got, the more people began following my endeavour. Soon I was being literally propelled along by an international support team of friends, strangers and well-wishers who kept me going morally and financially and without whom the journey would have been far more difficult and failure a real possibility.
And the difficulties were numerous. I joke that I may be one of the most unlucky people in the world, but if everything I encountered in the 5 months on the road are anything to judge by, there may be some truth in this:
Twenty-nine flat tires, gear/shifter problems, 6 broken spokes, broken pedal. There were four serious falls (involving blood and bruises). 70% of the journey was against strong headwinds; between 100 – 160 kmph in New Zealand (No joke, I had to walk, it knocked me over twice and actually lifted Pegasus in the air, bags and all). Crossed 6 mountains, the Australian Nullarbor, got diaharea and throat infection in India, cycled four days through a cyclone, dog attacks in Turkey, magpie attacks in Australia and to finish, -9 degrees and snow upon re-entering Italy.
As I’m writing this, I’m just under 400 km from the finish line. It feels like 10,000. Every day is a fight just to keep pedaling. The moment I stop, all I can think of is curling up somewhere and sleeping. It’s hard to believe the journey is almost at an end. Some days it feels like it will never end. Even my dreams involve planning routes and pedaling…endlessly. Pegasus is pretty tired too. We’ve conquered many challenges together.
More often than not, I wondered whether I had what it took to see this endeavour through to the end. I guess I have my answer. And I guess too, I’ve proved my point: we can do things that are greater than ourselves. You don’t need to be rich, famous, talented, or anybody at all to do something extraordinary. The sky is NOT the limit. There are no limits, only social, cultural, religious and self-imposed limitations. If we can break through those, I believe humans are capable of going much further both as individuals and as a species.“
* Travel by sea and air is allowed to achieve 24,900 miles but a minimum of 18,000 miles must be ridden.
Frohe Weihnachten allerseits. Bei Rewe stauen sich die Schlangen vor der Kasse zurück bis zur Fleisch- und Käsetheke, die Geschenke liegen unter dem Baum, die Kinder sind schon aufgeregt und draußen stehen geschmückte Fixies auf Kopfsteinpflaster.
Na gut, es stehen nicht gerade hunderte von Fixies in den Straßen Bremens. Eigentlich nur eins. Eine Testversion von Björns Simonato mit provisorischem Sattel und Kurbel. Das ist vermutliche der letzte Aufbau für dieses Jahr, es sei denn ein Wunder geschieht und die Internethändler dieser Welt schaffen es noch Zeuch bis zum Jahresende nach Bremen zu bringen. Eher unwahrscheinlich.
Wie man hier gut sehen kann ist das Rad noch weit davon entfernt fertig zu sein. Fünf gleichfarbige Kettenblattschrauben ist natürlich ganz weit weg von „perfekt“.
Alles Gute zu Weihnachten.
Mein Sohn Henri hatte im November einen Verkehrsunfall der zu der völligen Vernichtung seines eigentlich doch sehr schönen grünen Giants führte.
Ihm selber ist zum Glück recht wenig passiert aber für einen dreitägigen Krankenhausaufenthalt reichte es alle Mal. Als treusorgender Vater war es wir nun eine Pflicht und ein Vergnügen für einen adäquaten Ersatz zu sorgen, auch wenn das Verständnis von ‚adäquat“ zwischen meinem Sohn und mir durchaus unterschiedlich ist. „Adäquat“ für meinen Sohn heisst, im Prinzip, egal was, Hauptsache es rollt und bringt mich zur Schule und hey, gibt mir das restliche Geld damit ich mir Black Opps II und Grand Theft Auto 5 kaufen kann. „Adäquat“ für mich bedeutet stundenlange Gedankenspiele, ob nicht vielleicht doch die Campagnolo Delta Bremsen aus der goldenen NOS Teilekisten mal langsam verbaut werden sollten.
Wir einigten uns dann darauf einen blauen Chesini Rahmen zu verwenden, der eigentlich schon als Rennrad mit Shimano STI Ultegra 10-fach für ihn aufgebaut war aber nie gefahren wurde, und daran die Komponenten des Giants zu bauen. Mein Sohn möchte nämlich gerne einen flachen Lenker und Schaltung am Lenker. Also wurde quasi alles was heil geblieben ist von dem Giant auf das Chesini transplantiert. Als Lenker habe ich dann aber doch etwas gekauft was nicht ganz so breit ist wie das Arschgeweih von Cindy aus Marzahn. Und bei dieser Gelegenheit kam dann noch ein alter, gebrauchter aber eben sehr bequemer Fizik Arione als Sattel zum Einsatz.
Das Vorderrad des Giant (Spinforce Eigenmarke) war komplett zerstört, das Hinterrad aber noch prima in Schuss. Rein zufällig hatte ich ein goldenes Campagnolo Khamsin Vorderrad erstanden, dass auch nicht schlecht zu dem Teil passte. Ebenso mussten bei dem Unfall die Kurbel und die Pedale dran glauben, so dass ich die originale Shimano 600 Trikolore Kurbel nahm und dafür gut passende blau eloxierte MKS Touring Pedalen kaufte.
Zusammen mit dem notwendigen Licht sollte das Ergebnis ausreichend sein um meinen Sohn „adäquat“zur Schule zu bringen ohne dass man sich als fürsorgender Vater schämen muss oder er von seinen Klassenkameraden gemobbt wird.
So, jetzt muss das Ding nur noch in Geschenkpapier eingeschlagen werden, dann kommt noch ’ne Schleife drum und ruckzuck liegt es unter dem Weihnachtsbaum.
Eingeordnet unter 2012, Chesini Gran Premio, Mob

Die Beine von Robert hatten wir ja schon einmal auf dem Cyclyng Blog. Das brachte mich auf die Idee, noch mehr Beine zu posten: Die Beine von Radfahrern. Aus gegebenem Anlaß zusätzlich: Die Beine von Tom Boonen.