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Größtenteils harmlos.

Moulton TSR9 T61 Teil I

Moulton Räder haben einen ganz eigenen Kultstatus bei Rennradfahrer. Bromptons, Rise&Müller und andere Klappräder sind irgendwie uncool – es sei denn man fährt bei der World Klapp mit und hat etwas ganz primitiv-cooles, aber Moultons sind irgendwie OK. Ich denke das liegt daran, das sie sehr teuer und sehr selten sind und der Gitterrohrrahmen eine seltsame Faszination auf Menschen ausübt, die sich mit Mechanik und insbesondere Statik in ihrem Leben auseinandersetzen mussten; oftmals weil sie Ingenieur wurden.

Die vermutliche Inspiration für ein Moulton TSR Bike.

 

Die Geschichte der Moulton Bikes geht zurück in die Fünfziger Jahre, Alex Moulton, ein Ingenieur, der in die Entwicklung des BMC Minis (heute BMW Mini) involviert war, machte sich Gedanken über die Neukonstruktion eines Fahrrades und konstruierte das erste Moulton bike, das Standard M1.

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Revolutionär dabei waren vor allem zwei Aspekte, einmal die Vorder- und Hinterrad-federung bzw. -dämpfung, die recht kompakt in das Rad integriert war und dann die sehr kleinen Laufräder, damals noch mit 16 Zoll. Das Rad wurde ein Erfolg und zu einer Ikone der Sechziger Jahre; Moulton wurde kurzfristig zum größten Radhersteller in Großbritannien.

Das Unternehmen machte dann eine Unternehmensübliche wechselhafte Geschichte durch, 1967 wurde Moulton von Raleigh übernommen, 1980 kaufte Alex Moulton die Rechte zurück und tat sich 1992 mit Pashley Cycles zusammen; zusammen mit Moulton wurde das TSR entwickelt und verkauft, eine moderne Variation mit 20“ Reifen. Seit 2008 werden die Räder wieder von Moulton gefertigt. Hier einpaar interessante Links für diejenigen, die sich damit mehr auseinandersetzen wollen:

Moultons sind übrigens keine Klappräder. Das TSR kann allerdings in zwei Teile geteilt werden, es ist sozusagen nicht untrennbar.

Ich sah zum ersten Mal ein echtes Moulton in Tokyo auf der Nakahara Kaido in Tokyo. Dort gibt es einen Radladen, Koohoo, der sich zum Teil auf Moultons spezialisiert hat. Die Moultons dort sind extrem aufwändig, teuer und schick. Hier mal ein Beispiel von einem TSR Aufbau:

Und zwei weitere Beispiele von noch teurerem und AM und Double Pylon Aufbauten.

Für mich kam nur ein TSR in Frage, der einzige Moultonrahmen der noch einigermaßen in finanzieller Reichweite war. Neu wollte ich mir den nicht kaufen und der Gebrauchtmarkt in Deutschland ist fast nicht existent. Obwohl, wo ich gerade so schaue ist was ganz schickes auf ebay dabei:

Es hatte dann auch lange gedauert aber wie das so ist, unverhofft kommt oft und schnell und auf einmal hatte ich ein komplettes TSR9 auf ebay erstanden. Es war nicht billig, es war nicht ganz das was ich wollte, aber es war OK und es hatte genug Potential, um neu aufgebaut zu werden. Schön.

Danach wurde es leider sehr unangenehm. Der Verkäufer überzeugte mich, dass es schon OK ist, das Rad mit Hermes und Komplettkondom zu verschicken. Das Rad kam an, ich baute es zusammen und musste erst einmal den Schaltwerkadaptor gerade biegen, der war wohl beim Transport beschädigt worden. Dann die erste Probefahrt – das Rad zog extrem nach links, es war völlig unmöglich auch nur eine Hand vom Lenker zu nehmen.

Ich brachte es zu dem Radhändler meines Vertrauens und der stellte fest, dass der Rahmen verzogen war. Richten konnte er ihn nicht. Also schickte ich das Teil zu dem Moulton Importeur, der zu dem gleichen Ergebnis kam und ihn auch nicht richten konnte. Hermes zahlte dann die maximale Deckung der Transportversicherung aus, die aber auf € 1.000 beschränkt war. Das reichte nicht für einen neuen Rahmen. Nach Diskussionen etc. mit dem Verkäufer und dem Importeur übernahmen beide einen Teil der Kosten beziehungsweise gaben mir Discount auf einen neuen Rahmen, so dass der Schaden nicht ganz so groß wurde. Trotzdem wurde es klar, dass dies kein billiger Aufbau wird.

Die Anbauteile an dem Moulton waren wirklich alles andere als prickelnd. Hinten eine SRAM 9-Gang Schaltung, ein paar billige Avid Single Digit V- Bremsen, eine Sturmey Archer Kurbel, also für ein Rad was neu deutlich mehr als €2.000 kostet darf man schon ein wenig mehr verlangen. Vor allem an besseren Laufrädern. Das waren so Quando Dinger, kenne ich nur von ganz billigen Fixie/Singlespeed Rädern – völlig indiskutabel. Schän war eigentlich nur der Rahmen und der Brooks Sattel.

Durch den neuen Ersatzrahmen hatte ich nun die Möglichkeit einen mit Aufnahmen für Felgenbremsen zu bekommen (also nicht Cantileveraufnahmen für V-Bremsen). Das war Glück, denn die Kombination von Ergopower Hebeln mit V-Bremsen wäre vermutlich etwas komplizierter geworden. Die ganzen Teile habe ich verkauft, bzw. bin noch dabei diese loszuwerden in der kleinen Moulton Welt. Der Rahmen kam.

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Zeitsprung, ein paar Monate später.

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Details zum Aufbau und zu den ganzen speziellen Dingen die man dabei bedenken muss im nächsten Teil.

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar

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Frühstück im Grünen.Edu

Sabrina (aka „Mädchen no Rücklicht) hatte auf fb eine entspannte Runde für den Sonntagnachmittag um 14 Uhr plaziert. Entspannt deswegen, weil nicht um 7 Uhr aufgestanden werden muss, man in Ruhe zuhause frühstücken und den Müll rausbringen kann, Kinder und Frau zum Abschied küsst und sich dann erst ab dem Platzhirsch die Lunge aus dem Leib pustet. Nein, war nur ein Spaß, die angekündigte Stimmung war etwa so:

Edouard Manet: Das Frühstück im Grünen (1863). Eien Reihe von Carbonrädern steht rechts im Gebüsch.

Menschen meiner Generation (Generation M im Generationskalender der mittlerweile bei Y angekommen ist) kennen dieses Bild weil sie früher Bob Wow Wow gehört haben und lauthals „I want Candy“ sangen, die mit der Gnade später Geburt beschenkten kennen es vielleicht aus Marie Antoinette.

Und während ich im Keller lut fluchte, weil mein Moulton Rad einen Platten hatte und ich eigentlich mit dem fahren wollte (geht nicht schneller als 37 km/h max) verging die Zeit und ich merkte nicht, dass es schon kurz vor 2 war. Sprint zum Platzhirsch Treffpunkt, ich war der letzte und gleich ging es los. Jede Menge bekannter Gesichter: Benjamin (aus Sundern im Sauerland), Björn, aber ohne Simone, Lars, Stefan, Olaf, Sabrina…. und jede Menge neuer Gesichter eine richtig große Truppe. Angekündigt war eine Tour nach Norden bis nach Vegesack und dann mit der Fähre rüber nach Lemwerder und zurück auf der anderen Seite. Doch plötzlich ging es doch nach Wilstedt auf die Standardrunde. Na ja, so was kann man an sich noch nach Feierabend fahren, aber mir sollte es auch recht sein. Das Tempo war mässig, aber da mir erst mal die Kette absprung konnte ich zusammen mit Benjamin plus x gleich mal einen Sprint einlegen um wieder Anschluß zu finden. Trotz der großen Truppe war einigermassen Ordnung da, manchmal wurde etwas nervös gebremst aber im großen und ganzen war es OK. Ich fuhr hinter einen Fahrer aus Österreich (oder Polen, weiß nicht, auf jeden Fall war Kleidung und Rad komplett rot-weiß) der ordentlich Windschatten abgab her und schmunzelte im Kopfe so vor mich hin. Das linke Hosenbein war voll mit Abdrücken von Kette und Kettenblättern, aber wieso das linke? Also entweder waren das Beinlinge und er hatte das linke rechts und umgekehrt, oder er hatte seine Hose falschrum angezogen, es wird mir auf immer ein Rätsel bleiben. Jedenfalls wollte ich das für die Nachwelt dokumentieren und holte meine Kamera aus der Jacke. Die dann prompt runterfiel und den Geist aufgab. Wie sagte mein Opa (Generation K) immer: „Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, große etwas später.“ OK, damit ist aber danna uch jegliche SChuld abgegolten. Zusammen mit Benjamin und Y bildeten wir einen Zug und sprinteten mit 37 Sachen wieder an die Gruppe ran – es war also echt sportlich, auch wenn es meine Dämlichkeit war.

Über Fischerhude und Quelkhorn ging es dann nach Bucholz (erster Ortsschildsprint) und dann durch die Felder nach Vorwerk und Bülstedt. Manchmal wurde es etwas schneller, aber Dank der Beteiligung aller wurde vorne dann kürzer getreten und der Rest half hinten aus die Truppe wieder zusammen zu fahren. Vor Wilstedt setzten sich die üblichen Verdächtigen nach vorne, um den Sprint um das Ortsschild untereinander auszumachen. Mein Timing zum Antritt war richtig gut und keiner kam mit – also bis auf Stefan, der einfach schneller ist. Oder jünger. Oder das bessere Rad hat.  Oder alles drei.

In Wheel Stedt machten wir dann kurz Stopp um uns neu zu formieren und ein Gruppenbild zu machen.

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Waren eigentlich alle da bis auf zwei – von daher kann das Tempo ja nicht so falsch gewesen sein. Jetzt hatten wir Rückenwind und ich befürchtete, dass nun das große Zeitfahren auf dem Stück nach Huxfeld stattfinden würde. War aber nicht so, es ging gut und gemütlich weiter und es gab jede Menge Zeit und Luft zum unterhalten. Frühstück im Grünen halt.

Den Rest hatte ich schon x-mal gefahren, Grasdorfer Strasse, Timmensloh, Borgfeld, das Stück über dem Deich bis zum Kuhsiel, man kennt es und kann es fast mit verbundenen Augen fahren. Stefan, Benjamin, Z, L und ich entschieden, dass wir noch nicht genug haben und machten noch eine Runde zum Dammsiel und dann weiter durch das Blockland, vorbei an den Kleingärten der Hillibillies bis zu dem Camper Schrottplatz (der aussieht wie ein Drehort von „Breaking Bad“), dem Tierheim und der Müllverbrennung nebenan. Stefan meinte, ganz richtig, dass man doch Serpentinen den Müllberg hoch bauen könnte, am besten als Rundkurs vorne hoch und hinten runter und wir würden dann das ganze als „Stelvioland“ vermarkten.

Dann erzählte ich Stefan eine wahnsinnig komplizierte Geschichte, die definitiv nicht beim radfahren erzählt werden kann. Es ging darum, dass mich die kleine Wümme an die Sümpfe im Mississippi und insbesondere an den Film „Down by law“ erinnern würde. Kannte Stefan nicht. Na der Film, in dem Roberto Benigni mitspielt, der bekannte italienische Komiker. Kannte Stefan auch nicht, meinte ich Danny de Vito? Nein, einen echten Italiener. Der aus dem Film „Life is beautiful“. Kannte Stefan auch nicht. Also fing ich an ihm die berühmte Szene aus dem Film zu erzählen.

Man kann sich einfach vorstellen, dass das auf dem Rad erstens nicht so einfach und zweitens nicht so lustig ist. Und drittens, unglaublich lange dauert, so dass wir Tierheim und MVA bald erreichten ohne dass ich auch nur annähernd am ende angekommen war. Über den  Unisex und über die Parkallee und den Schwachhausener Ring ging es dann zurück nach Haus Sehr schöne Tour, Danke an alle die dabei waren.

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A well used bibshort.

David and Jerome finished yesterday their 400km brevet BRM321 of the Saitama Audax Club (in Japanese). Well done, I hope we will sea a post about the event on the Positivo Espresso Blog in the near future. The photo below shows the sorry state of Jeromes bib short before the start – I can’t imagine how it will look like after a 400km ride.

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This is a bib short from the second batch of Positivo Espresso jerseys produced in 2009. David mentioned that he is considering of designing a new kit, so we all look forward for new team wear this year, distributed to the members of the club dispersed between Tokyo, London, Bremen und several other places.

For those who are not familiar with the Japanese language, allow me to explain the pun on the back: It shows an insect („mushi“ in Japanese) and the Japanese characters „信号虫“, the first two characters being a compound „shingo“ meaning traffic light and the third one the character „mushi“ for insect. It reads „Shingomushi“ which by chance has the same reading as „信号無視“, but a complete different meaning „ignoring traffic lights“.

I remember well the discussion we had in the club when the design was introduced and whether or not this would be too provocative for riding inJapan. At least some members did not order the kit as a result. Still, I hope that during the last six years everybody has ridden safely and without being harrassed by the Japanese police because of the design.

Anyway, I agree it is time to prepare something new and it would be great if a new kit is ready for the Giro Dolomiti event in summer in Italy as well as for David challenging Paris – Brest – Paris (for which the 400km brevet was a prerequisite) afterwards.

 

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Heute um Eins.

Beginn des erstmaligen Einspeichens von 20 Zoll Laufrädern für das Moulton TSR61.

 

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20 Zoll Aeroflegen von Radsport Erdmann (Aero muss sein bei dieser Laufradgröße, dass gibt die entscheidenden tausendstel Sekunden auf der Landstrasse) gepaart mit DT Swiss Champion Speichen in Minilängen (175 mm etwa) und Novatec 32L Naben vorne und hinten (für Campa Rotor). Das ganze ummantelt mit Schwalbe Kojaks zum Schluss.

Wie immer tauchen da unerwartet Schwierigkeiten (und Leichtigkeiten) auf, wo man diese nicht vermutet. Das Einspeichen ging relativ flott von statten, auch wenn das Biegen der Speichen wegen der kleinen Zwischenräume etwas umständlich ist. Umdrücken geht gar nicht, da ist einfach kein Hebel, um den man die Felge drücken könnte. Speichenspannung messen geht auch nicht, das Parktool Gerät ist etwas zu lang bei 175 mm Speichenlänge und kann nicht an der Speiche fixiert werden. Die Mittenlehre funktioniert auch nicht, die ist nur für 26“ und 28“ Räder gemacht. Aber irgendwie klappt es ja immer. Einerseits.

Andererseits geht das Zentrieren von Höhe und Seite recht fix von sich.

Fünf Stunden, zwei Glas Rotwein, ein Baguette und zwei Zigaretten (keine Gitane) später sind die Teile fertig, montiert, Bremsen und Schaltung neu eingestellt. Das Moulton sieht jetzt perfekt aus. Jetzt muss nur noch die Federung und Dämpfung besser eingestellt werden (zur Zeit werde ich seekrank wenn ich auf dem Ding sitze) und  dann ist die (ungekürzte) Kette zu kurz, so dass ich nur 7 der 10 Gänge fahren kann. Schuld ist das 61er Kettenblatt vorne und das 25er Abschlussritzel hinten.

Bilder folgen morgen.

 

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True Grit: Nightride.

Heute war den ganzen Tag über, schönes warmes Wetter, so wie man das von einer ordentlich fortschreitenden globalen Erwärmung erwarten kann. Bei der Arbeit hatte ich nichts sooo dringend zu tun (aber vieles eigentlich doch) und ich hätte den ganzen Tag über die Deiche, durch die Wiesen und an den Allen lang durch die Landschaft fahren können. Natürlich habe ich das nicht getan, sondern mich fast pünktlich zur Abenddämmerung mit dem Nachtgeschwader am Haus am Walde zum Nightride verabredet.

Als ich kam waren schon alle Fahrer vom Weserexpress da, Andi sogar mit deren Hosen. Es war wie ein Zeitsprung fünf Jahre zurück, also in etwas was ich so gerade verpasst habe (ich bin damals noch mit dem swb „Team“ gefahren, eine sehr komische Zeit). Caro, Silke, Tobi, Jan, Mädchen ohne Namen oder Rücklicht, Benjamin und Sebastian waren auch da.

Ruck Zuck ging es zum Kuhsiel und den Deich lang, denn wir wollten noch vor Anbruch der Nacht die humorlose Kirche erreichen. Manche trainieren das schon seit Wochen, fahren immer um 18:30 Uhr los und werden immer besser. Nach dem 29. März schaffe ich das bestimmt auch mal und wenn es bis Juli dauert. Auf dem Deich war noch relativ viel los, aber von Burglesum hoch nach Lesum und dann weiter zur Jacobs waren fast Autofreie Stücke bei denen sehr, sehr gebolzt wurde bis es dunkel war. Und als wir dann am Stauwerk waren war es schon dunkel und wir machten uns auf die lange Zielgerade zur humorlosen Kirche.  Wieder Gebolze. Es ist erstaunlich wie viel Licht so neun Radfahrer mit ihrem Gefunzel erzeugen können und man doch manchmal nichts sieht. Man fährt sehr konzentriert, trotzdem ein wenig wahnsinnig teilweise ins Nichts und es gibt immer wieder ein Adrenalinschübchen hier und dort.

Ganz humorlos versteckt sich die Kirche in der Nacht, nicht einmal die Kirchturmspitze kann man gegen den Nachthimmel erahnen.Wir machen ein paar Photos, im Hintergrund blubbert rötlich das ebenfalls humorlose Stahlwerk.

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v.l.n.r.: Benjamin, Mäd-no-rück, Oberbrandmeister T., Silke, Gary Glitter

 

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Radfahrer vorne, die Lampen da rechts oben sind vom Stahlwerk. Weiter links die humorlose Kirche.

 

Es wird klar, dass wir jetzt gerade etwa die Hälfte geschafft haben. Zurück. Das erste Stück geht gut, aber die Strasse entlang der Lessum bis zur Brücke in Burg Lessum ist eng, kurvig und hat viele Schlaglöcher. So richtig gut in der Doppelreihe können wir da nicht fahren. Das nächste Stück nach Wasserhorst läuft besser und dann sind wir wieder auf dem Wümmedeich den wir auch mit verbundenen Augen und um 10 Grad nach links gekippt fahren könnten. Sebastian verabschiedet sich hier, murmelt etwas von „ich hau‘ hier ab, keine Lust mehr auf das Tempo und roll nach Hause..“

Es ist gut mit einer Truppe zu fahren, die das Gruppenfahren gewöhnt ist. Die Geschwindigkeit ist gleichmäßig, das Tempo hoch, aber es gibt kein abruptes rumlenken oder gar bremsen. Und der Vorteil mit einer Gruppe von Menschen zu fahren die man kennt ist ja auch, dass wenn mal der vorne kräftig bremst und die ganze Truppe übereinander purzelt, dass man dann auf nette Leute trifft.

So, wir sind am Kuhsiel, und es geht das letzte gerade Stück hoch über die Autobahn. Alle wollen noch mal spurten, aber ein entgegenkommendes Auto macht Caro und mir einen Strich durch die Rechnung. War aber trotzdem anstrengend. Am Platzhirsch rufe ich den anderen zu: „Ihr seit doch bescheuert so schnell zu fahren, da kommt ja keiner mit! Ich höre jetzt auf, fahrt doch alleine weiter!“ Und rolle die letzten 700 Meter ins Büro.

Klasse Fahrt, danke an alle die dabei waren.

 

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Verschiedene Räder. Verschiedene Qualitäten.

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Via „Your bike hates you„. Ich muss sagen, auf diese Art der Bremszugführung zu kommen ist nicht einfach. Da war ein Genie am Werk.

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3Rensho MTB. Sogar zwei verschiedene.

 

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Tja.

 

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Robert Förstemann plus FES Bike plus jede Menge Bein.

 

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Cannondale Alu Trackbike mit Kolb Vorbau-Lenker Kombo via pedal consumption

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Trek 920 Touring Bike (Serie) via Bike Rumor. Es gibt noch mehr Modelle, aber dieses hier stand heraus.

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Martini .. irgendwas. Die Idee Designschemata aus der Formel Eins zu verwenden kommt immer mal wieder vor, klassischerweise: Gulf Porsche, Martini Porsche, Lotus John Player Special und Lotus klassisch British Racing Green/Gelb. via ciclismo espresso.

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Fourteen Cycle von der NAHBS 2015. Superleichter 740 Gramm Rahmen. Trotzdem:

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via Bike Rumor.

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Bishop Supersprint Track via Prolly

 

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Sold: Duell Singlespeed RH61 Stahl

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Duell ist eine kleine, traditionelle Radmarke aus Holland die handgefertigte Rennräder aus Stahl herstellt. Die Rahmen werden von Jan van Daalen gelötet, sein Bruder lackiert sie und seine Frau hält den ganzen Laden zusammen. In den Achtzigern und Neunzigern fuhren viele holländische Amateurfahrer seine Rahmen, aus dieser Zeit stammt auch dieser Rahmen. Die Renngene sieht man daran, dass ein Startnummernhalter am Oberrohr angelötet wurde.

Der Rahmen hat die Größe 61cm (Mitte-Mitte) und ist daher für große Jungs und Mädels ab etwa 1,85m geeignet. er hat viele schöne Pantographien an der Gabel, den Sitzstreben und im Tretlager die neu gelb ausgemalt wurden, um sie voll zur Geltung zu bringen. Der hintere Bremszug verläuft im Oberrohr und die Schaltzüge werden unter dem Tretlager geführt – klassische Ausführung in den Neunzigern. Die Ausfallenden sind von Duell, Anlötadapater für einen Umwerfer vorne und ein integriertes Schaltauge, sowie Ösen für zwei Flschenhalter sind vvorhanden – ein Umbau auf Schaltung ist problemlos möglich. Verbaut sind weiterhin ein schönes Shimano 600 Steuerlager und ein Campagnolo Innenlager.

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Das ganze ist in „Petroleum-blau“ lackiert, eine wirklich sehr schöne und ungewöhnliche Farbe, die aber gut mit den gelben Decals harmonsiert. Der Rahmen hat bereits eine Menge Schrammen und Kratzer abbekommen, wie man gut auf den Bilder sehen kann. Das sind Kampfspuren aus Rennen (behaupte ich mal) die ihm das besondere Etwas verleihen.

Ich habe das Rad als Singlespeed aufgebaut. Der Antrieb besteht aus einer sehr schönen Campagnolo Chorus Kurbel von 175 mm Länge und einem 53er Kettenblatt und einem 17er Freilauf am Hinterrad, die Übersetzung ist also fast 1:3. Das ist sportlich, man kann damit also gut und schnell auf der Landstrasse und dem Deich fahren, aber es ist auch nicht so, dass man in der Stadt damit beim Antritt stehenbleibt.

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Die Bremshebel und Bremskörper sind NOS von CLB, ausgestattet mit neuen Bremsbelägen. Überhaupt wurden alle Verschleißteile wie Reifen, Kette, Lenkerband, Bremszüge und -hüllen und Bremsbeläge gegen Neuteile ausgetauscht. Man muss also keine Sorgen haben bei dem Rad an absehbarer Zeit wieder Geld investieren zu müssen.

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Ein sehr, sehr schöner 3ttt Vorbau und ein Rennlenker in klassischer Form vorne, sowie eine SR Laprade Sattelstütze mit gelb ausgemalten Aussparungen runden das ganze ab.

Montiert sind weiter ein Brooks Pro Sattel aus Leder (neu) und Kyokuto Rennpedale – da die teile aber teuer sind und jeder bei Sattel und Pedalen seine eigene Vorstellungen hat würde ich diese nur optional anbieten.

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Das Schutzblech vorne ist ebenfalls nur probehalber montiert und wird nicht mitverkauft.

Wie fährt es sich? Schnell im Antritt, gut auf Speed zu bringen, absolut Spurtreu in Kurven und absolut sicher. Ein wirklich vernünftiger und schneller Stahlrahmen der daneben auch individuell aussieht

Bei den Laufrädern handelt es sich um klassische Mavic 500 Naben mit DT Swiss Speichen und blauen Rigida Nova Felgen. Die Laufräder habe ich selber eingespeicht, haben keine Höhen- oder Seitenschläge und sind sehr stabil.

Ich verkaufe das Rad, da es mir doch einen Tick zu groß ist und es nicht an Alternativen dazu in der Garage mangelt.

Achtung: Der Verkaufspreis ist ohne Sattel und Pedale und Schutzblech, aber wer Interesse hat dem kann ich diese Teil auch verkaufen.

Alternativ kann ich das Rad auch mit Schaltung (2 x 7) umbauen, das würde etwas Extra kosten ist aber kurzfristig möglich.

Einfach mal melden und fragen, ich baue gerne etwas nach Wunsch zusammen.

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Moulton TSR9 T61

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Ende November hatte ich nach langen suchen ein Moulton über ebay gekauft. Die ganze Geschichte will ich hier noch nicht erzählen.

Seit gestern ist das Teil aber erst einmal fertig, nachdem ich den Aufbau komplett auf Campagnolo Veloce umgerüstet hatte. Leider war die Kombination 54er Kettenblatt vorne mit 11/25 Kassette hinten so, dass man nur die beiden höchsten Gänge fahren konnte, der Rest war quasi nutzlos. Am Samstag kam das 61er Kettenblatt zum aufrüsten. Heute dann kurz mit dem Teil unterwegs, um zu checken ob alles läuft. Auf der Heimatstrecke das Teil bis auf 41 kmh gegen den Wind hochbekommen. Das ist immer noch nicht toll aber viel besser als vorher, das hätte ich 130 rpm treten müssen. Powert man richtig rein fängt das Moulton an zu schwingen wegen der Vorder- und Hinterradfederung, das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Lenken ist auch sehr gewöhnungsbedürftig. Eigentlich muss man komplett wieder lernen radzufahren.

Trotzdem, das Teil läuft OK und muss jetzt fertig gebaut werden. Ein echter Dorn im Auge ist der Laufradsatz. Es ist mir völlig unverständlich warum so ein teurer Rahmen (1000€+) mit solch‘ bescheidenen Laufrädern ausgeliefert wird: Quando Naben aus China , wie bei den billigsten Fixies! No Name Felgen! Das muss noch mal investiert werden und zwar leider kräftig.

Überhaupt, das Teil ist ein schlimmes Geldgrab. Ehrlich.

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+ / – : FRM vs. Rotor Kurbel

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Ein Canyon Carbon Positivo, das meist gefahrene Rad im Stall, fährt weiterhin problemlos mit allen Originalkomponenten bis auf die Laufräder seit 2011. Doch seit einigen Monaten knackt es im Tretlager. Matthias von Wiegetritt baute neue Lager ein, die Originalkeramiklager hatte es zwischenzeitlich zerrieben. Das half temporär. Kurbel ausgebaut, gereinigt, gefettet, wieder eingebaut. Half auch nichts.

Manchmal sind die Ursachen nicht ganz so offensichtlich. Alle fluchen auf Preßfit und BB30 etc. Lager und tatsächlich habe ich das Vorurteil, dass ein Vierkantpatronenlager keine schlechte Lösung ist. Also muss das Lager schuld sein. War es aber nicht. Beim Ausbauen der Kurbel hielt ich diese Rotor Agilis in der Hand und betrachtete sie liebevoll.  Wenn ich diese Kurbel sehr, dann denke ich immer an den Moment in meinem Leben als ich bei der Transalp den Stelviopass hochfuhr und mich ein Australier überholte und gerade nach dieser Kurbel fragte: „It’s very stiff, isn’t it.“ „No idea, but it is very good looking, isn’t it?“.

Da bemerkte ich, dass man Kurbel und Spider leicht gegeneinander verdrehen kann. Nicht viel, aber wen man die rechte Kurbel und die Achse fixiert, ist es möglich den Spider leicht um die Achse rotieren zu lassen. Das war vermutlich die Quelle allen Übels und Knarzens. Also, eine neue Kurbel, am besten kompakt musste her. Vor 6 Jahren hatte ich mal den Markt nach Kurbeln durchsucht und darüber auf dem Positivo Espresso Blog gepostet. Da ist es interessant jetzt einmal zu schauen, wie sich die Situation geändert hat.

Fazit
Von Shimano gibt es jetzt im Rennradbereich nur noch häßliche Kurbeln im alten Dura Ace Fünfarm oder Vierarm Design. Ok, technisch ist das bestimmt super, und dass man jetzt Standard und Kompaktblätter auf einer Kurbel montieren kann – toll. Aber mein Ding ist es halt nach wie vor nicht. Punkt. FSA führt nach wie vor ein sehr breites Angebot. Ebenso Campagnolo, die Kurbeln die meiner Meinung nach am besten aussehen. Aber nachdem ich nun einmal eine Powertorque Kurbel montieren durfte – vielleicht doch bitte nie wieder. Ich würde auch liebend gerne meinen 14mm Sechskantschlüssel dazu verkaufen. Und Für Ultratorque bräuchte ich dann eh noch einen Spezialschlüssel …. und das bei den Preisen, geht gar nicht. Der vierte große Anbieter neben Shimano, Campagnolo und FSA ist SRAM. Die Force Kurbel finde ich vom Design her gut und auch erschwinglich,und auch die APEX ist gar nicht übel. Der Rest ist häßlich.

Man schaue auf Bike24 im Rennrad Kurbelangebot: Von insgesamt 242 Kurbel bieten diese vier Hersteller 175 Typen an. Was bleibt sind Nischenprodukte, z.B. THM mit Leistungsmesser und extrem teuer, Single Speed Kurbeln und extreme teure Produkte wie Tune oder Cannondale und Schrott wie Truvativ. Fazit: Es gibt fast kein Angebot mehr in einer vernünftigen Preisklasse (bis €300) außerhalb dieser großen vier.

Was ist aus den Anbietern von vor sechs Jahren geworden? Fulcrum ist nach wie vor noch da mit exakt demselben Angebot – im Prinzip sind das ja Campa Kurbeln mit all ihren oben beschriebenen Vor- und Nachteilen. Look stellt immer noch die sehr teure ZED2 her, gibt es die Zipp Vuma noch? Oder die Kurbeln von Easton, Controltec, Time oder Kuota Kurbel? Nein, ist alles vom Markt verschwunden.

Es gibt nur noch Masse konzentriert bei vier Herstellern und einige Nischenprodukte. Also, was mache ich mir nun an das Canyon? Eine gute Wahl währe sicher eine alte Campakurbel mit Vierkantpatronenlager, aber das wollte ich dem Karbonrahmen doch nicht antun. Dann fiel mir ein, dass mir einmal ein italienischer Hersteller namens FRM über den Weg gelaufen war; das Teil war zwar aus Alu aber recht leicht und zufälligerweise bei ebay erhältlich. Zugeschlagen, dazu ein paar neue Kettenblätter von TA Specialities und am Samstag war dann schliesslich alles zur Montage bereit.

Es wurde eine sehr interessante Montage. Die Rotorkurbel und die Lagerschalen gingen einfach raus. Die FRM Lagerschalen gingen absolut gar nicht rein. Liessen sich einfach nicht reindrehen. Größe stimmte, mussten BSA Maße standen auch drauf, warum nur, warum? Dummerweise ist die FRM Achse leicht dicker als normal, da passen auch nur die zugehörigen FRM Lagerschalen drauf. Dann rief auch noch meine Schwiegermutter aus Japan an und hielt mich von der Arbeit ab. Waren die Dinger vielleicht falsch beschriftet? Ich versuchte spaßeshalber die linke Lagerschale auf der rechten Seite und die rechte Lagerschale auf der linken Seite zu montieren. Es passte auf Anhieb.

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Linke Seite mit vermeintlich rechter Lageschale.

 

Nach einigem nachdenken ist mir auch die Italo-Logik aufgegangen: „right“ heisst nicht rechts, sondern Rechtsgewinde, daher auch right mit einem Pfeil nach rechts. Und die Lagerschale mit dem Rechtsgewinde kommt auf die linke Seite. Left heisst dann Linksgewinde und gehört nach rechts. Tolle Idee, FRM Italiener! Ansonsten wieder typisch italienische Handwerkskunst: Kurbel sieht toll aus, fährt gut und ist leicht. Und für die Montage braucht man einen Torxschlüssel und einen 10 mm Sechskant (den ich zufällig besitze). Vierte Kurbel, vierter Typ: 14mm (Campa), 10mm (FRM), 8mm (Rotor) und irgendsoeinkomische Stern (Shimano).

Ach so ja: Knacken ist komplett verschwunden. Schöner Tag.

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Eingeordnet unter +/-, 2015, Bits&Pieces, Canyon Ultimate CF, Mob

Direction Wheel Stedt

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Heute um ca 18.00 Uhr zwischen Buchholz und Wheel Stedt. Es hätte fast Sommer sein können, wenn es nicht so kalt gewesen wäre und die Schatten sich kürzer werfen  würden.

 

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