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Über bikesnob28hb

Größtenteils harmlos.

Sommerschlußverkauf

Suntour Zahnkranz 6-fach

 

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Kennung XJ
Abstufung 13 – 14 – 15 – 16 – 17 – 18
Sieht gut erhalten aus, allerdings flutscht das 3. oder 4. Ritzel manchmal durch.
VHB €6

Suntour Schalthebel Gemüse

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Cyclone / Sprint Serie
Sind vermutlich komplett, aber auseinander und … na ja… Ersatzteilspender
VHB €3

Und noch mal Suntour Schalthebel Gemüse

wie oben, ebenfalls €3

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Umwerfer Shimano 600

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Schelle, Typ FD-6207
Kennung KC
Etwas angelaufen, befriedigender Zustand, Funktion OK
VHB €6

Umwerfer Shimano 600 Arabesque

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Schelle, Typ FD-6200
Kennung HD
Sehr guter Zustand
VHB €14

Campagnolo Ergos Athena 9-fach

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Guter Zustand, fast keine Kratzer, Schürfungen etc.
Leider ein Hebel etwas fleckig
Gummis OK
Funktionieren
VHB €58

Platform Pedale MKS GR-9

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Läuft rechts glatt, links ein wenig rauh aber OK
Abschürfungen links
Zustand befriedigend
VHB €9

Shimano Pedale PD-M324 WEG
Eine Seite Plattform, eine Seite SPD System
Gut erhalten
In Originalverpackung
VHB €22

Look Keo Blade Carbon Pedalen Modell 2011

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Erstes Modell mit Carbonfeder
Drei Jahr lang gefahren
Am rechten Pedalkörper ist ein Stück rausgebrochen, das schränkt die Funktion aber nicht ein.
Lager laufen glatt, kein Spiel
Mit Originalverpackung
VHB €56

Campagnolo Pedalen
Keine Ahnung welches Modell, war an einem Moser Leader AX mit 8-fach Chorus
VHB €10

xx sales pedale campa 1 xx sales pedale campa 2 xx sales pedale campa 3

Hinterradnabe Sansin 32L

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Für Schraubkranz
Dreht glatt
Kennung 5345 HB
Ohne Schnellspanner und Kranz
VHB €14

Vorderradnabe Shimano Deore LX 36L

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Kennung HB-M550
Laufen glatt
Aussehen befriedigend
VHB €5

Bremshebel Diacompe VX

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Ohne Schellen
Irgendwo mit dazu

Luftpumpe Kompakt von TCM (=Tschibo)

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Irgendwo mit dazu

Trägerhose kurz Größe XL


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schwarz/rot
ungetragen, von Wiggle /Tokyo Cycling Club
dhb / made in Italy
VHB €10

Beanie Mütze Saltrock

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ungetragen, mit Originalanhänger.

Hatte mir jeand geschenkt und sagte, dass wäre eine ultracoole Marke. Coolnessfaktor nach zwei Jahren im Schrank vielleicht etwas abgekühlt.
VHB €5

Regenhose Schwarz Größe LL von Wiggle

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Zwei Reisverschlusstauschen oben
Klettbänder zum zusammenbinden der Hosenschläge
VHB €10

Ein Kommentar

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Panasonic FRC37 Tourer

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Es ist so, als wenn der Autor zu Beginn des Krimis bereits verrät wer der Täter ist, aber so sieht es jetzt nun mal aus, der Panasonic Tourer.

Ich wohne in Bremen, mit Ausnahme diesen Sommers ist das Wetter hier oft kalt, windig und nass. Es wird im Winter früh dunkel oder gar nicht richtig hell. In der Garage stehen viel zu viele Räder, und nicht ein einziges davon hat Schutzbleche oder Licht. Ich wollte also ein Rad, bei dem ich keine SKS Raceblade Schutzbleche morgens anstecken muss, wenn der Himmel nach Gefahr aussieht und mich nicht am Abend im Büro darüber ärgern, wenn ich wieder die Positionslichter zuhause vergessen habe.

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Ein Rad, dass in diese Landschaften passen muss:

1009 Bremen Pellen Landschaft Uni Park

Die Landschaft um Bremen herum im speziellen…..

1009 Bremen Pellen Landschaft im Allgemeinen

.. und im allgemeinen.

Und außerdem wollte ich einen Panasonic Rahmen, aber das ist eine andere Geschichte. Ich hatte bis 2001 ein blaues custom-made Panasonic, es war mein erstes richtiges Rennrad und ich liebte es. Dann wurde es gestohlen, was ich damals als nicht schlimm empfand, denn es gab mir die Möglichkeit mir ein neues, schickes Rennrad zu kaufen. Erst als ich anfing selber zu basteln, fiel mir auf, was ich da verloren hatte. Über Kontakte in Japan und zusammen mit Ferdinand aus dem Forum habe ich dann über Hiroshi von C-Speed einen neuen Rahmen bestellt. Ich wollte aber nicht den rassigen Rennradrahmen FRC07 sondern den massigen FRC37 mit Ösen für Schutzbleche und Gepäckträger. Das heißt, eigentlich wollte ich ja den tourigen FSS4, aber den gibt es leider nur bis zu einer Größe von 54 cm.

Das eigentliche Objekt der Begierde: Panasonic FSS4 Rahmen

Die Bestellung lief gut, den Rahmen durch den Zoll zu bringen kostete eine Menge Zeit lief aber letztendlich auch. Und irgendwann im September war dann der Rahmen bei mir, zusammen mit ein paar Anbauteilen die ich mir bei dieser Gelegenheit auch aus Japan hatte kommen lassen: einer Nitto S65 Sattelstütze, einem Nitto Pearl Vorbau und einem Nitto Mod. 55 Lenker. Ich hatte lange überlegt, was ich mir an das Rad bauen möchte.

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Das ist ja das schöne, wenn sich die Lieferung eines Rahmens dahin zieht. Es gibt viel Zeit darüber nachzudenken, wie dieser aufgebaut werden könnte und man kann stundenlang im Internet darüber brüten, wie welche Kombination von Teilen zusammen passen würde. Also sinnvoll verbrachte Zeit im Äther, die der Bildung und Reifung dienlich ist und uns von dem Elend der Welt ablenkt.

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Vielleicht verrät mir mal jemand, aus welcher Gruppe diese Campagnolo 8-fach Ergohebel sind.

Entscheidend in der Planung ist erst einmal die Frage zu klären, welche Schaltung an ein Rad soll, denn in vielen Fällen hängen andere Entscheidungen von dieser ab. Zunächst einmal technische und funktionale, dann finanzielle und dann die des Designs, denn wenn es zum Beispiel unbedingt Campagnolo 9-fach sein muss, dann stellt sich sofort die Frage, wie man verdammt noch mal dafür eine Hinterradnabe bekommt. Oder bei Shimano 10 oder 11-fach stellt sich sofort die Frage, welche Kurbel man dazu montieren will, denn auf keinen Fall kommen diese klobigen, neumodischen Shimano-Kurbeln an irgendein Rad von mir.  Ich hätte mir eine Campagnolo 11fach vorstellen können, aber die war mir zu teuer, eine 10-fach zu billig vom Design her. Gefühlsmässig tendierte ich sehr zu Campagnolo, auch wenn auf ein japanisches Rad vielleicht auch eine jap. Gruppe montiert werden sollte. Aber seit einigen Monaten, genauer gesagt seitdem ich regelmäßig und schnell mit meinem Moser Leader AX Evolution unterwegs bin (Campa 8-fach), gefallen mir Ergopower Hebel so viel besser.

Abgehakt.

Da ich nicht so viel Geld ausgeben wollte – denn erstens kostete der Rahmen bereits genug und zweitens fährt dann das schlechte Gewissen immer mit, ja , wenn man mit dem teuren Rad überhaupt noch fährt, und jeder Kratzer erzeugt eine Stimmung wie der Ausbruch einer Ebola Epidemie – schaute ich erst mal, was noch im Keller übrig geblieben war. Da lagen noch Modolo Morphos Hebel, und ich kann mir so überhaupt nicht vorstellen dass die funktionieren. Und dann lagen irgendwo noch Campagnolo 8-fach Ergopower Hebel rum, ca. von 1993, aber ob dies nun Record, Chorus, Athena oder Veloce Hebel sind, ich kann da beim besten Willen keinen Unterschied entdecken. Es wäre doch so schön, wenn Valentino Campagnolo dies einfach mal draufgeschrieben hätte. Ich hatte auch noch ein passendes 8-fach Schaltwerk (Chorus, angeblich, auch hier schwer zu sagen) und einen Satz 8-fach Naben, damit war die Grundausstattung gelegt. Während der Rahmen auf dem Weg von Japan nach Deutschland war, besorgte ich mir eine Veloce Kurbel und einen Veloce Umwerfer.

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Man beachte den Winkel der sich zwischen Sattelstrebe und Ausfallende ergab.

Ein Steuersatz war bereits eingebaut und für das Tretlager hatte ich mir einen passsende Chorus Vierkant bestellt, an diesem Teil sollte man nie sparen. Eine original Campagnolo Kette 8-fach braucht kein Mensch und bei den Bremsen stellte sich heraus, dass die Geometrie des Rahmens nach langen Schenkeln schrie, so dass keine Campagnolo Bremse nach 1985 dafür in Frage kam. Doch dazu später.

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Die Schraube zur Schutzblechbefestigung hinten sitzt extrem nahe am Umwerfer .

Nachdem das alles geklärt war, die Teile langsam zuhause eintrudelten und man nur hofft, dass das alles irgendwie funktioniert und zusammenpasst, war die nächste Frage, wie das Rad für seinen besonderen Einsatzzweck aufgebaut wird. Ich möchte das Panasonic gerne im Herbst und Winter einsetzen und ehrlich gesagt ist es mir egal, wenn der Rahmen Kratzer und Dreck abbekommt und langsam alt aussehen wird. Wichtig ist vielmehr, dass er im Winter auf langen Strecken gefahren werden kann. Und lang im Winter heißt nass und feucht und dunkel, denn das Risiko im trockenen loszufahren und in den Regen zu kommen oder das Haus nicht vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen ist einfach größer als im Sommer. Und wenn man lange fahren möchte, insbesondere mit im Prinzip unkomfortabler, aber wärmender Kleidung, ist es wichtig, dass das Rad selber bequem ist. Und wenn ein Rad das Risiko hat dreckig zu werden, dann ist es besser möglichst viele schwarze oder zumindest dunkele Teile zu verbauen, sonst sieht es eben schnell so aus wie es ist: dreckig.

Am liebsten hätte ich wieder einen Nitto Mod. 55 Lenker verbaut, ich mag die klassische Form, wie man sie an meinem Basso Fior di Loto schön sehen kann. Ich wollte aber auch einmal etwas neues probieren, und ich hatte bei Nitto (B130, B132 und B134) und bei Velo Orange einige spezielle Randonneur Lenker gesehen, die mir geeignet erschienen.

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Velo Orange Randonneur Lenker

Mir gefiel die Idee gut und logisch einen klassischen Rennlenker zu haben, der nach außen hin hochgebogen ist,  so dass die Position in der ich normalerweise fahre (an den Hoods) höher liegt und ich aufrechter sitzen kann, ohne einen extrem hohen Vorbau mit vielen Spacern zu haben. An den Lenker kam schwarzes BBB Speedribbon Lenkerband in schwarz, das nach meiner Meinung beste wickelbare Lenkerband, weil es sehr flexibel und dehnbar ist und man zudem durch die Lochung einen guten Anhalt für die Überlappung beim wickeln bekommt.

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Als Sattel hatte ich zunächst einen schwarzen Brooks Professional Team Sattel angebaut, der erschien mir ober zu klobig und zu gewollt. Und ein Ledersattel ist nicht ideal für die Nässe der norddeutschen Tiefebene, zu zahlreich sind die Geschichten von gerissenen Brooks Sätteln die nicht nett genug behandelt wurden. Deshalb habe ich mich dann letztendlich für den Brooks Cambium C17 entschieden, den ich über den letzten Winter an meinem Canyon gefahren bin. Der Cambium ist allerdings nicht superkomfortabel, vielleicht wäre es besser gewesen die carved Version zu kaufen, aber die gab es halt vor einem Jahr noch nicht. Hier ist auf jeden Fall noch etwas Potential an dem man arbeiten kann, um das Rad noch besser zu machen über die Jahre.

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Neben den Händen und dem Hintern, sind die Füße Kontaktpunkte 4 und 5 auf dem Rad. Ich wollte an dem Panasonic keine Systempedalen, da ich das Rad sowohl für den Weg zur Arbeit, als auch für längere Touren fahren möchte.  Natürlich gibt es Kompromisspedale wie z.B. die Shimano PD-M324, diese sind aber vor allem ein Kompromiss, der keinen zufriedenstellt. Auf der anderen Seite gibt es sehr hübsche, klassische Rennpedale; im Keller habe ich noch einen Originalverpackten Satz Kyokuto Pro Ace, aber hier finde ich es nachteilig, dass diese nur von einer Seite fahrbar sind. Haken finde ich nicht wirklich gut, mit spitzen Büroschuhen lassen sich diese gar nicht besteigen, Kurze Haken, etwa von MKS sind auch keine gute Lösung, alles bereits ausprobiert und für nicht gut befunden. Was wirklich gut ist sind MKS Sylvan Stream Pedale, denn diese sehen klassisch aus, sind von beiden Seiten fahrbar und bauen sehr schmal, so dass die eher nach „Rennrad“ und weniger nach „Stadtrad“ aussehen. Diese sind aber auch langweilig, fast alle meine Räder haben entweder Systempedalen (Shimano SPD oder SPD SL) oder eben MKS Sylvan Stream – gibt es dazu gar keine Alternative? Was mir noch am ehesten einfallen würde sind MKS BM-7.

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Jetzt hatte ich noch das Bremsenproblem zu lösen, und dafür musste ich erst einmal den Rahmen in die Hände bekommen um abschätzen zu können wie viel Platz zwischen Gabel und Reifen ist. Sehr viel, was einerseits gut ist, denn es erlaubt Schutzbleche zu montieren, aber andererseits auch schlecht, denn moderne Zweigelenkrennradbremsen mit kurzen Schenkeln einem Verstellbereich von ca. 41 bis 50 mm erreichen die Felge nicht mehr. Auch hier Glück im Unglück, in einer Kiste im Keller hatte ich noch ein Paar Tektro R539 Bremsen. Den häßlichen und verräterischen Tektro Schriftzug bekommt man gut mit einem Felgenradierer von Swissstop weg und schon sieht das ganze top aus. Dann habe ich noch die sehr hässlichen Ganzkörpergummi Bremsklötze durch Shimano Ultegra Einheiten ausgetauscht und das ganze sieht somit nicht nur gut aus, sondern funktionirt auch top. Die roten Bremszüge von KMC aus Japan laufen in normalen, schwarzen Shimano Hüllen. Was mich gleich zum Thema Farben und Eloxat bringt.

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Ösen für Gepäckträger am Rahmen, Tektro Bremsen ohne Tektro Logo und mit Ultegra Bremsschuhen, Panaracer Pasella Reifen … hinten.

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Tektro Bremse mit langem Schenkelmaß auch vorne. Sparsamer Einsatz von rotem Eloxat mit roten KMC Bremszügen.

Es gibt auf dem Markt eine ganze Reihe von farbig eloxierten Teilen, mit denen man sein Rad nachrüsten kann. Dabei sind auffällige Komponenten wie Pedale, Felgen, Naben, Lenker oder Vorbauten, aber auch kleinere, unauffällige Teile wie Schalträdchen, Abschlusskappen, Endkappen; Kettenblattschrauben und Speichennippel. Bei den größeren Teilen ist es so, dass die farblich meistens nicht zum Rahmen passen, es sei denn dieser ist schwarz oder weiß. Auf keinen Fall sollte man versuchen beispielsweise einen blauen Rahmen mit blau-eloxierten Felgen zu kombinieren. Zwei verschiedene Blaus sehen meisten schlechter aus als zwei komplementäre Farben. Zudem ist die Zweitverwendung solcher Teile deutlich eingeschränkt, silberne und schwarze Komponenten kann ich auch an anderen Rädern verwenden, aber blaue MKS Sylvan Stream Pedale – da wird es schon schwieriger.

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Aufgefallen? Blaue Hexagonal Nippel

Kleinere Teile hingegen, die nur punktuell eingesetzt werden und hier und dort einen Farbkleckser setzen sind dagegen sehr gut. Ich kaufe die überwiegend bei Radsport Erdmann ein, die eine ganz hervorragende Auswahl haben. Rote Bremszüge mit roten Abschlusskappen und roten Endkappen bieten wirklich nur ein ganz klein wenig rot, und auch wenn das rot der Eloxate nicht wirklich und richtig passt, so fällt dies wegen der Kleinheit nicht auf. Eine von fünf Kettenblattschrauben hat bei mir immer eine andere Farbe als die anderen vier – obwohl bei dem Panasonic müsste ich diese noch auswechseln. Und wenn man genau hinsieht, so entdeckt man auch die blauen Speichennippel.

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Shutter Precision Nabendynamo und Aby K Schutzblechbefestigung: stabil, aber umständlich

Bei den Laufräder habe ich vorne einen Shutter Precision SV-8  32L (nicht erschrecken, wenn jetzt theatralische Musik kommt – das kommt von der SV Website) verbaut, den ich wirklich sehr sehr gut finde. Klein und kompakt, einfach zu verbauen, symmetrische Flasche und genug Strom produzierend, dabei nicht so teuer – das ist meine erste Wahl, genau wie die von David. Genauso effektiv wie ein SON delux / 28 Dynamo – dabei aber wesentlich billiger. Bei den Felgen habe ich mich hinten und vorne für Rigida Chrina in silber entschieden. Ich wollte auf jeden Fall flache, geöste, Silberne Felgen haben und da ist die Auwahl doch sehr beschränkt: Neben der Rigida wären noch die H Plus Son TB-14 (zu teuer, zu breit) und die Mavic Open Pro / Open Sport in Frage gekommen, letztere wirken zu modern. Das ganze wurde eingespeicht mit DT Swiss Revolution Speichen 2.0/1.5 und blauen Hexagonalnippel. Wobei man die nicht hexagonal anziehen kann, da der Innendurchmesser der Öse nicht groß genug ist um den Schlüssel an den Nippel zu bringen. Mit 590 Gramm sind die Chrina Felgen recht schwer, aber eben auch stabil. Schwalbe HP Felgenband und Conti Schläuche verbaue ich fast immer, aber was kann anderes auf ein Panasonic Rad als Panasonic Panaracer Pasella Reifen? In 25 mm Breite übrigens, denn breitere Reifen sind für Touren und Stadt doch eher der Trend, aber 28mm breite Reifen passen wiederum nicht unter die Schutzbleche (vermute ich, muss ich allerdings noch überprüfen. Notfalls hätte ich ein Paar zum tauschen.

Das Hinterrad ist im Prinzip genauso auf eine 36L Campagnolo Nabe aufgespeicht, allerdings habe ich da durchgehend dickere Speichen, also DT Swiss Competition 2,0/1,8 verwendet.

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Aby K Schutzblech vorne

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Jetzt musste das Rad nur noch Wetter tauglich werden – also Schutzbleche mussten dran. Ich hatte bereits einmal Dia Compe Schutzbleche verbaut, oder genauer gesagt, ich hatte bereiots x-mal versucht die Schutzbleche an einem Rad zu verbauen, bis ich endlich eins gefunden hatte wo das ging. Das Problem bei den Blechen, die von der Qualität her sehr gut sind, ist, dass die Bleche im Querschnitt fast um 180 Grad und dabei noch sehr eng gebogen sind, so dass maximal, und wenn überhaupt ein 700C x 23 Reifen darunter verbaut werden kann. Und die Befestigung an den Rahmenösen ist nicht wirklich prickelnd. Ich hatte auch schon einmal die Curana C-Lite Schutzbleche verbaut, diese sehen aber viel zu modern aus und sind letztendlich aus einem hässlichen Plastik.

Bei Studio Brisant hatte ich die Aby K Schutzbleche gesehen und dann auf Verdacht bestellt. Diese sind nur leicht gewölbt (und haben keine gerundete Abtropfkante, leider) und haben eine sehr stabile Fixierung und Verstellung für die Montage an die Rahmenösen vorne und hinten. Der Einbau war überraschend unproblematisch, nach all meinen Schutzblecherfahrungen hatte ich mir dies weitaus schwieriger vorgestellt, aber es passte alles irgendwie zusammen; ein Loch musste ich bohren um die das hintere Schutzblech am Sitzrohr (und nicht an der Verbindungsstrebe hinter dem Tretlager, denn diese ist bei Panasonic flach) zu verschrauben. Diese Lösung finde ich bei Panasonic sehr elegant und effektiv. Ich hatte zwei interessante Artikel über Schmutzfänger gelesen, den einen auf dem Positivo Espresso Blog und einmal auf dem Blog von Jan Heine und das hat mich überzeugt auch einen zu montieren – bin gerade dabei. Vielleicht ist es dann möglich, über einen längeren Zeitraum auch bei Regenwetter mit trockenen Füßen im Herbst zu fahren – ich bin schon gespannt. Um die trockenen Füße sicherzustellen hatte ich mir zusätzlich Schuhe von Protective Seattle gekauft. Diese haben eine Stahleinlage, so dass die Sohle nicht so starkt flext und man noch gut Kraft auch auf ein Platformpedal bekommen kann.

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An den hinteren Ausfallenden gibt es zwei Paar Ösen, einmal für die Schutzbleche und ein zweites Paar für einen Gepäckträger. Für diesen Zweck sind auch oberhalb an den Sattelstreben Ösen angelötet.Ich habe hier Schrauben zur Aufnahme eines Pletscher Quick Rack angebracht, dies hat den Vorteil, dass man den Gepäckträger ohne Werkzeug und schnell an- und abbauen kann. Nicht dass ich so etwas benutzen würde, dies ist eher eine Investition in die Zukunft.

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So was wurde noch mit diesem Rad gemacht? Ach ja, hinten am Sattel baumelt ein O-Mamori, ein japanischer Glücksbringern vom Toyokawa Schrein in Tokyo und damit auch wirklich gar nichts schief gehen kann habe ich vorne am Steuerrohr (über dem hässlichen neuen Panasonic Logo) einen glücksbringenden Aufkleber von dem Kanda Myoin Schrein, insbesondere für Verkehrssicherheit platziert. Risikostreuung, denn man weiß ja nie oder eben leider zu spät, welche Religion nun recht hat mit dem Leben nach dem Tod und so.

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Der Flaschenhalter, hier ohnehin noch nicht zu sehen ist noch nicht optimal und das gleiche gilt auch für die Klingel. Ciclo HM4.4A Tacho habe ich an allen meinen Rädern vorbereitet und kann ich swappen von einem Rad zum anderen.

Ganz am Ende noch das Thema Licht. David von Positivo Espresso hatte sich nicht nur hervorragend auf dem Blog damit auseinandergesetzt, sondern mir ja auch zu einem günstigen Preis die Shutter Precision Dynamos besorgt. Hinten wollte ich kein Licht mit dem Dynamo vorne verbinden, einfach nur, weil ich die offene Verkabelung am Rahmen nicht wirklich schön finde und eine Führung durch den Rahmen geht nicht. Also einfaches rotes Anstecklicht mit Akku und USB Anschluss an die Sattelstütze gespannt. Vorne habe ich lange überlegt. Stilvoll wäre eine Edellux gewesen, keine Frage, aber auch irgendwie langweilig. Gereizt hat mich die AXA Luxx 70 Steady – nicht weil ich die vom Design her so schick finde – Gott bewahre, das Ding ist scheußlich. Aber es hat einen USB Port, d.h. man kann während des Fahrens elektronische Geräte über den USB Port aufladen. DAs funktioniert aber nur ausschließlich, also entweder Licht an, oder USB laden. nicht, dass ich das brauchen würde, denn ich habe noch nicht einmal einen Garmin (im Gegensatz zu fast allen regelmässigen Rennradfahrern mit denen ich in Bremen unterwegs bin). Und so bin ich mit dieser Lösung auch nicht wirklich zufrieden. Technisch funktioniert da Licht gut und leuchtet den Fahrweg gut aus. Und doch gibt es wieder ein völlig unvorhergesehnes Problem: Ist das Licht aus läuft es prima, aber wenn das Licht angeschaltet wird gibt es elektro-magnetische Störungen die den Tacho beeinflussen, der zeigt dann konstant die maximal Geschwindigkeit von 199.9 km/h an.  Ich habe einmal an den Hersteller AXA geschrieben, vielleicht haben die eine gute Idee was man da machen kann.

Was ist nun das Fazit dieses Rad? Hat es sich gelohnt der ganze Aufwand. Nun es sieht gut aus und es fährt sich gut aber nicht wirklich schnell. Es ist ein wenig wie ein Schlachtschiff, es liegt sehr ruhig in der Spur aber man braucht auch eine Menge Kraft, um es zu beschleunigen. Das liegt wohl vor allem an dem Gesamtgewicht, insgesamt bringt das Panasonic nun 12,6 kg auf die Strasse. Das muss jetzt erst einmal durch den Winter gefahren und getestet werden und dann gibt es ein wirkliches Fazit.

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One Bridge too far

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Oft sieht man Lebensweisheiten im Intenet wie „Lebe jeden Tag als wenn es Dein letzer wäre.“ Im Oktober in Bremen gilt: „Fahre jeden Tag als wäre es der letzte Sommertag des Jahres.

Eigentlich wollten Hannes und ich zu zwei ein paar gemütliche Kilometer nach Schloss Etelsen fahren, um meinen eklatanten Mängeln an Schloßbesuchen in Norddeutschland etwas auszugleichen. Obwohl ich unsere Pläne bei der fb Gruppe gepostet hatte, war ich dann doch überrascht am Kiosk zur gelben Gefahr eine größere Gruppe von freiwilligen, Anfängern, Frauen, Rheinländern und Ergotherapeuten zu sehen – so eine große Gruppe gab es dort nicht mehr seit dem Sechstagerennen 1936. Schön zu sehen, dass es mit dem Kiosk zur gelben Gefahr wieder aufwärts geht. Und Danke an Caroline, Gianna, Tetsuro, Benjamin und Freundin für’s kommen.

Startet man eine Tour am Kiosk zur gelben Gefahr, so liegt die Gefahr insbesondere darin begründet die Tour auch am Kiosk zu beenden: und zwar sofort, und am besten mit einer Flasche Bier in der Hand. Da Graf und Gräfin Olaf von Sonnenblumenfeen, sowie Philipp, der mehr oder minder aus Berlin vom Zeitfahren zurückkam, jedoch in Borgfeld zu uns stießen machten wir uns auf den Weg. Wir waren, wie Gerhard Polt dies einmal sagte, „ein Haufen PS“.

Am Wald lang nach und durch Fischerhude, von dort aus weiter nach Ottersberg (seit dieser Woche weiß ich überhaupt, dass Ottersberg und Otterstedt zwei verschiedene Orte sind) und Bassen (nicht zu verwechseln mit Bassum, dass ist und bedeutet etwas völlig anderes) ging es durch Bortel nach Achim und in Richtung der Uesener Brücke. Dieses Stück war nicht so schön, Philipp weiß aber ein besseres und das wird dann das nächste Mal gefahren. Mir war es vor allem wichtig überhaupt einmal neue Strassen zu fahren und nicht vor lauer kreativer Flaute wieder nach Wilstedt, an der Wümme entlang oder zur humorlosen Kirche zu radeln.

Wir fuhren an der Brücke runter zum Bootshaus und dann die Weser aufwärts entlang. dabei gab es ein kurzes Schotterstück und hier holte sich Caroline mal wieder einen Platten. Caroline hat NIE einen Platten wenn Sie mit mir alleine fährt (einmal) und fast immer wenn Sie mir mir in einer Gruppe fährt (zweimal von viermal). Kurz danach kamen wir dann zum schwersten Teil der ganzen Strecke: Dem Berg an der Hünenburg. Lieblich schlängelt sich der Radweg an der ebenso lieblichen Weser entlang bis es kurz vor einem zauberhaften Wäldchen nach links dreht, unterstützt durch eine brutale Steigung von 10%. Ha, denkt man, da sprinte ich jetzt drüber, nimmt gut Schwung und wenn auf der Fahrt durch die Kurve der Blick auf den weiteren Verlauf der Straße freigegeben ist, so ist dort keine Strasse mehr sondern nur noch eine gepflasterte Wand, die sich bis zum blauen Himmel zu ziehen scheint.

Diese Steigung ist noch brutaler als das hohe Zeh in Bremen-Nord und die Frage ist, wie man diese beiden Steigungen am besten in eine Tour verbinden könnte, um eine richtige Bergetappe rund um Bremen daraus zu basteln.

Wir sind aber alle hochgekommen und ließen uns nach vollbrachten Heldentaten oben ablichten. Man beachte das 23% Gefälle Schild.

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Mehrfach.

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Ja. Muss einfach sein.

Kurz danach kamen wir dann auch schon bei Schloss Etelsen an, wo sich die Gräfin von Sonnenblumenfeen daran erinnerte, dass Sie dort einen Teil Ihrer adeligen Jugend verbracht hatte, bevor Sie nach Bremen verheiratet wurde.

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Schloss Etelsen Kinderzimmer oben rechts.

Was nun – wir hatten Hunger. Durch den Schlossgarten und nicht unbemerkt über den Rasen fuhren wir zum Schloßcafe, dass zwar ein Velodrome hatte aber sonst nicht viel. Also weiter zum Eiscafe auf der Dorfstrasse.

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Das Eiscafe in Etelsen. Man beachte die elektronische Preisschildtafel oben rechts.

Früher, also als ich ein Teenager war bevor IHR Teenager wart, kostete eine Kugel Eis zehn Pfennig. OK, so lange ist das auch nicht her, als ich Teenager war hatten die Zehnpfennigstücke zumindest kein Bild mehr vom Führer auf der Rückseite. Und außerdem wurde der Preis dann auch recht schnell auf zwanzig Pfennig angehoben, und das blieb dann so den Rest meiner Jugend. Glaube ich. Als ich dann 2010 nach Jahren in Asien wieder nach Deutschland kam, war das alles viel teurer. Und überall anders. Ich denke, dass ist so wie bei Tankstellen, die Preise für den Sprit steigen so schnell, dass das mehr verdiente Geld hauptsächlich dafür draufgeht Schilder mit den neuen Preisen zu malen. Also führte man diese elektronischen Preistafeln ein, so dass man das mehr verdiente Geld auch behalten konnte.

Genauso scheint es jetzt auch mit Eisdielen zu sein, elektronische Preistafeln zeigen den aktuellen Tageskurs an, Angebot und Nachfrage regeln die Preisfindung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Menschen in der Schlange hinter mir mehr bezahlen mussten pro Kugel als wir.

Die Tour war bislang schön und schön gemütlich, so dass Hannes langsam Probleme mit dem rechtzeitigen Nachhausekommen bekam. Schließlich war er für die Familienproduktion der Pizza abends zuständig. Aber über eine Brücke mussten wir noch, und zwar die bei Daverden, und das war nun mal eine Brücke zu weit.

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Und schwupps waren wir auf der anderen Weserseite und da wir dann alle schnell nach Hause wollten und guten Wind hatten nahm da Tempo auch scharf zu. Über Theddinghaus, Riede, Drehye und den Werdersee waren wir dann auch flott wieder am Weserwehr und dann wurde es in der Auflösung etwas chaotisch – ich hoffe alle haben den Weg nach Hause gut gefunden.

Danke an alle für diese schöne Tour die natürlich die letzte diesen Sommers war.

 

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Eingeordnet unter 2014, Bremen, Mob, Touren

Playmobil MTBs.

Lego, Playmobil und eine Minute Videos von total süssen Katzenbabies sind nicht mein Ding. Das ist mein Prinzip. Hier ist die Regel, die Ausnahme dazu.

 

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Eingeordnet unter 2014, Mob

Femke Herygers.

Bevor die Frage überhaupt gestellt wird, was Femke Herygers mit Radfahren zu tun hat, möchte ich schon ein paar mögliche Antworten vorgeben:

  • Ist die Freundin von Jurgen van den Brock
  • Ist die Tochter von Paul Herygers
  • „Trägt“ in dem Video ein belgisches Nationaltrikot
  • Besitzt vermutlich ein 26er Damenrad

 

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Eingeordnet unter 2014, Mädels mit Räder, Mob

Sommerschlußverkauf mit Caroline

Morgens um 11, ich hatte die Augen erst halb auf, umarmte meine Decke und säuselte ihr liebevolle Worte in den Saum. Ich war wach geworden von den Menschen draußen, die die Läufer des Bremer Marathon anfeuerten, der vor unserem Haus vorbeigeht. Da schlägt dann das schlechte, sportliche Gewissen zu.

Zum Glück konnte ich mich spontan mit Caroline verabreden und wir trafen uns kurze Zeit später am HaW. Bloß kein Stress, eine rein regenerative Runde. Zunächst einmal brauchten wir etwas Verpflegung. Mir war aufgefallen, dass an der Parkstraße eine Menge Menschen panisch vor einem gelandeten UFO flüchteten.

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Panik in Bremen: Independence Day

Zum Glück hatten freiwillige Helfer Verpflegungsstationen entlang der Fluchtroute aufgebaut, so dass die Flüchtlinge möglichst schnell in die Sicherheit laufen konnten. Caroline nutze die Gelegenheit aus und schnappte sich einen Becher Wasser.

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So gestärkt machten wir uns nun über den Deich, Fischerhude und Quelkhorn Richtung Wilstedt. Das Tempo war gemütlich und so hatten wir viel Zeit uns zu unterhalten. Statt den üblichen Weg von Wilstedt zurückzufahren, radelten wir weiter nach Tarmstedt und von dort aus Richtung Grasberg. Hier waren wir so langsam, dass die Zeit für ein paar Selfies reichte.

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Schattenfrau

Die Straßen waren gerade, von Birken gesäumt und leer. Wir kamen uns vor wie in Thelma and Lousie und das einzige was uns fehlte waren ein paar rötlich gefärbte, klippige Berge am Horizont und ein vereinzelter Kaktus rechts uns links. Doch wir waren nicht in den USA, sondern in Deutschland, das wurde uns klar, als wir nach links abbogen und die das nächste Dorf fuhren.

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Adolphsdorf, wir meinten zu erkennen, dass das „ph“ erst vor ca. 70 Jahren neu eingefügt war und ein übermaltes „f“ war noch leicht zu erkennen. Von da aus ging es nach Worpswede (Eis Dolomiti) und dann Richtung Ritterhude. Caroline war noch nie auf der anderen Seite der Wümme gefahren und so machten wir uns auf Richtung Lilienthal. Vorher statteten wir der Schleuse einen Besuch ab und tranken Kaffee und aßen Kirschkuchen. Es war alles sehr relaxt, so stelle ich mir das vor wenn ich auf dem Rad chillen möchte und nicht mit 40 km/h Sachen durch das Halbdunkel hecheln. Es war noch einmal ein richtig schöner Spätsommertag, von dem wir schon glaubten, dass Samstag der letzte davon dieses Jahr passiert wäre. Zum Glück geht der Sommerschlußverkauf noch etwas weiter.
Danke an Caroline.

 

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Eingeordnet unter 2014, Bremen, Mob, Touren

Münsterland Giro 2014

2012 war der Münsterlandgiro eine stressige, nasse und gruselige Erfahrung. Heute war es ganz anders: Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Pro- und Jedermannrennen: Prorennen enden mit einem Sprint, Jedermannrennen beginnen damit.

Der Wetterbericht war hervorragend – bis zu 23 Grad. Trotzdem wäre es natürlich noch besser, das Rennen am Tag der deutschen Einheit durchzuführen, und zwar dem Tag vor der Einheit: dem 17. Juni. Einerseits. Andererseits ist Münster ein guter und würdiger Abschluss für die Radsaison, das Rennen ist lang, hat ein paar Höhenmeter je nach Kurs und zum Abschluß sollte man so gut trainiert sein, dass es sehr schnell wird.

Auch dieses Jahr ging es erst einmal mit Ärger los: Waren es 2012 noch ein Selbstmord, der den Bahnverkehr für fast zwei Stunden still legte, Jörgs platzende Reifen und Regen, so machte mir dieses Jahr der Car Sharing Service einen Strich durch die Rechnung bereits am Vortage anzureisen und in Greven zu übernachten. Stattdessen klingelte der Wecker um Viertel vor Sechs und ich machte mich auf nach Münster. Die Strassen waren frei, zunächst war es noch dunkel und dann zog Bodennebel auf aber man konnte schon erahnen, dass es ein wunderschöner Tag werden würde – bis zu dem Moment wo ich in mein Marzipancroissant biss und feststellte, dass mir der Tankwart eins mit Nutella verkauft hatte. Das Leben zeigte sich von seiner Schokoladenseite.

Nach 1 1/2 Stunden Fahrt war ich in Münster und machte mich zur Startnummernausgabe. Hier ist lobend zu erwähnen, dass man dort zunächst wirklich nur die wichtigen Dinge bekommt (Transpoder, Nummer, Kabelbinder, Sicherheitsnadeln) und sich die ganzen unwichtigen Dinge woanders und freiwillig abholen muss. Ich empfinde es als störend Skigutscheine für Südtirol, Plazenta Hautcremepröbchen für Radfahrer und unförmige Wasserflaschen mit mir rumschleppen zu müssen wenn ich eigentlich nur radfahren will.

Noch ein wenig rauf und runter die Strasse um wach und warm zu werden und dann reihte ich mich in den Startblock B ein. Der A Block war gut gefüllt, die Verteilung findet in der Regel nach eigener Geschwindigkeitsangabe statt: Gibt man Licht- oder Schallgeschwindigkeit oder irgendetwas jenseits der Sechzig Stundenkilometer an landet man im Block an, alles über 30 in Block B und alles darunter wird wahllos auf Block C und D verteilt, auch Angaben von 38Grad Celsius oder „To infinity and beyond“ werden prinzipiell in Block A plaziert.

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Der B Block. Wer da noch Ärmlinge an hatte sollte dies später bereuen.

Ich hatte 36 km/h angegeben (letztendlich sollten es 38.8 werden) zog die Windjacke aus und machte mich warm. Im Gegensatz zur Bremen Challenge, einer der größten Zwangsunterhaltungsshows diesen Jahres, wo mehrere hundert Starter über eine Stunde unterhalten wurden, ging es hier planmäßig um 9 Uhr mit dem Start von Block A los, eine Minute später dann auch mit Block B. Da ich relativ weit hinten im Block stand, machte ich mich auf den Weg nach vorne und nutzte jede Möglichkeit zum überholen aus. Weil die Umgebung aber quasi genauso schnell in Bewegung ist wie einer selber, bekommt man das irgendwie nicht so mit; man denkt man daddelt mit 30 km/h durch die Gegend und schaut auf den Tacho und liest 44 km/h. Der Drang nach vorne klappte heute sehr gut. Nach ca. 20 Minuten des Hechels war ich ganz vorne mit dabei, es sei denn es gab noch eine schnellere B Truppe die sich vorne abgesetzt hatte. Da das ja ein Renne und keine Trainingsausfahrt mit Freunden ist, vermied ich es aber tunlichst mich in den Wind zu stellen.

Nach 18 km kam die erste Steigung. Die war nicht zu lang und es gelang mir in der Gruppe zu bleiben. So Gruppen sind ja riesige Maschinen, die Ausschuss produzieren der hinten rausfällt. Nach 22 km kam der erste „richtige“ Berg mit 100m Höhendifferenz und hier trennte sich das Pils vom Weizen. Dummerweise war ich bei den Pilsen dabei, aber auch nicht so richtig, ich war eher ein weiziges Pils, denn aus der Gruppe fiel ich nicht heraus, aber in der erste war ich nun auch nicht mehr dabei. Bis auf zwei, drei andere war ich alleine auf der Strasse und ich lies es ruhiger angehen, um mich von der nächsten großen Gruppe einholen zu lassen. Schliesslich hatten wir etwa 10 Fahrer zusammen und versuchten auf die Gruppe vor uns aufzuschliessen, was aber mißlang. Da waren halt auch ein paar dabei die von hinten nach vorne sprinteten Führungsarbeit machten und denen dann das Licht aus ging. Ich beteiligte mich an der Arbeit, aber es nutze alles nichts. Die Gruppe war auch zu klein um richtiges Tempo zu machen. Nach etwa 50 km, kurz vor Coesfeld, wurden wir von dem B Hauptfeld wieder eingeholt. Das war un eine sehr große Gruppe mit mehr als hundert Fahrern und die sollte auch bis zu den Schöppinger Bergen bei km 115 so zusammenbleiben. Ab und an holten wir ein paar A Fahrer ein, denen entweder Licht oder Schall ausgegangen war aber sonst passierte nicht viel. Das Tempo war immer noch fix, jetzt im flachen wieder jenseits der 40, taktisch lief es hervorragend und es gab zum Glück keine Anfänger und Selbstmörder im Feld bislang. Dann schlug mir jemand auf den Hintern. Mädels mögen so etwas ja nicht aus dem Hinterhalt, ich schon, vor allem bei Tempo 40. Marcus war auch im B Block gestartet, ich hatte ihn am Start aber gar nicht gesehen und hatte uns mit der Haupttruppe eingeholt.

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Marcus – kurz nach dem einholen

Es begann ein Abschnitt der sehr flach war und das Tempo ging etwas runter. Wie auf Kommando packten Hände an Trinkflaschen und Riegel wurden aus Trikottaschen gezogen. Nachdem ich das erledigt hatte holte ich meine Kamera raus und machte ein paar Fotos vom Feld. Dabei musste ich daran denken, dass ich am Montag bei der Ausfahrt, einer ursprünglich als lockere Ausfahrt nach der Arbeit geplanten kurzen Runde, absolut und überhaupt keine Zeit hatte Fotos zu machen. Wenn ich nur daran gedacht hätte, die Kamera aus der Tasche zu holen, hätte mich dieser Moment der Unkonzentriertheit bereits hoffnungslos hinter die Gruppe zurückfallen lassen. Das war also wesentlich härter als der Giro hier.

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Vor mir,

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…hinter mir,

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… mit mir.

Hart an diesem Giro waren vor allem die Ortsdurchfahrten. Die Organisatoren geben sich große Mühe die Gefahrenstellen zu kennzeichnen und abzuschranken, aber das fahren durch die Stadt ist trotzdem gefährlich und es ist ja nicht so als wenn das unbedingt nötig wäre. Die Begeisterung der lokalen Bevölkerung hält sich doch stark in Grenzen. Zwar ist ab und Kirmes und Männer von Schützenvereinen ziehen durch die Strassen – aber können die das denn nicht auch am 17. Juni machen?

Trotzdem merkte ich aber auch, dass es langsam anstrengender wurde. Meine Taktik ist im allgemeinen recht unkonzentriert in der Gruppe zu fahren; dadurch tun sich vor mir schon mal Lücken auf und andere Fahrer schieben sich dort rein. Dadurch falle ich nach hinten. Hinten fahren ist aber nicht gut, denn erstens ist das Risiko des baghängt zu werden groß und zweitens ist das wie in einem Stau, hinten fährt man hektischer wennn dich die Geschwindigkeit vorne verändert. das ist also anstrengender.  Und dann, wenn ich meine ich bin weit genug zurückgefallen, spurte ich an der Seite wieder nach vorne. So langsam merkte ich, dass die Spurts mir schwerer fallen. Ich wollte mich auch nicht komplett verausgaben, die ja wusste, dass noch die Schöppinger Berge kommen. Und da waren die dann auch nach 112 km. Sofort zerfiel die Gruppe in die ihre Einzelteile. Ganz vorne konnte ich nicht mithalten, aber irgendwie gelang es mir doch relativ weit vorne zu bleiben. Ich vermute einmal, dass es Marcus da erwischt hat, und dass er hinten raus fiel. Ich dachte zunächst, dass sich nun vorne eine größere Gruppe abgesetzt hätte, aber zum Glück konnten wir die wieder einholen. Insgesamt war die Gruppe aber deutlich kleiner geworden.

Da wir jetzt näher ans Ziel kamen, wurde die Truppe auch hektischer. Es gab fast zwei, drei Stürze vor mir. Und obwohl wie auf einer relativ breiten Strasse unterwegs waren, zog es immer mehr Fahrer nach links so dass es schwieriger wurde nach vorne zu kommen. Ich blieb so in der Mitte und etwa 10 km vor dem Ziel versuchte ich mich nach vorne zu arbeiten, was aber sehr schwierig war. Jedenfalls hatte ich noch genug Power für einen Schlusssprint und das wollte ich nutzen. In Münster sind die Strassen dann relativ eng. Erstaunlich, denn im Zielbereich ist dies ja auch der Kurs der Profis, das häte ich mir durchaus breiter vorgestellt. Ein letzter Einsatz, Sprint und dann war es vorbei. So ganz unfroh war ich nicht, dass die Arbeit des Tages nun geleistet war (so dachte ich jedenfalls).

Zuhause vergleich ich dann die Zeit mit 2012. Damals 3:45 h, diesmal 3:41, kam mir ja doch schneller vor. Dann wurde mir auch klar warum, 2012 war die Strecke nur 129 km lang, diesmal 143. Das erhöhte dann den Zufriedenheitsgrad ungemein. 348ter von 672 Fahrern insgesamt, 56ter von 132 Fahrern in meiner Altersklasse. Alles sehr erfreuliche Ergebnisse.

Jetzt also erst einmal ein Weizen.

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Paulaner Himmel

Ich hatte mich mit Marcus hier zum trinken verabredet, aber der kam einfach nicht. Eine gute Gelegenheit ein paar Fotos zu machen, insbesondere von coolen Clubtrikots, Münster Schloßplatz ist da ja so etwas wie der Radlaufsteg der Welt

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Yep babe – it’s a mathai world … whatever

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Dazu fällt mir nur dies ein: https://www.youtube.com/watch?v=prwDgGYFTxc Am Haarschnitt muss aber noch gearbeitet werden.

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Fräulein Lenzen – habe ich bestimmt heute 20 Mal überholt und umgekehrt.

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Red Dot Design Award heute: Martin Schultewolte’s Sanitäres Racingteam und Rotz Racing – total unsanitär.

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Das Trikot sieht farblich so aus wie eine Stützstrumpfhose aus dem Altersheim, das Mädel aber konnte fahren. Hat mich bestimmt 20 Mal überholt. Und Umgekehrt.

So, dann kamen aber auch schon die Profis.

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Die Fahrt nach Hause dauerte dann geschlagene drei Stunden. Manchmal dachte ich, wenn ich jetzt mit dem Rad nach Hause gefahren wäre im Tempo des Giros hätte es auch nicht länger gedauert.

Insgesamt war es ein super Tag. Ich habe mir das mal auf Strava angeschaut. Jeder KOM und die darauf folgenden dreihundert besten Ergebnisse wurden heute gefahren, alles was vorher war quasi ausradiert. So , morgen noch ein bisschen fahren und dann werden die Beine erst mal hochgelegt.

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Panasonic Tourer. Preview.

Beschreibung folgt irgendwann einmal. Vorweg ein paar Fotos.

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Basso Fior di Loto. Karbonisierter Stahl.

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Von Frühjahr bis jetzt beschäftigte mich der Aufbau eines Fuchsienroten Basso Fior di Loto. Insbesondere der Radhändler meines Vertrauens stellte meine Geduld auf die Probe – 10 Wochen und dazu noch die schönsten im Sommer, musste ich warten bis das eingeklebte Vierkantinnenlager endlich draußen war . Jetzt ist es erst einmal fertig. Wenn so ein Rad je fertig werden sollte.

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Dieses Basso ist mein zweites. Das erste ist ein blaues, nicht identifizerbares Modell mit den gleichen Decals aus den Neunzigern, dass ich zu einem Fixie umgebaut habe. Das blaue Basso gefällt mir unheimlich gut, es ist unheimlich agil und will beschleunigt werden. Das Basso Fior di Loto hatte ich mir von „dem Basso“ Anfang des Jahres im Forum besorgte.  Meistens mag man ja Räder aus ganz komplizierten, aber letztendlich simplen Gründen. An dem Basso gefällt mir der Name (= Lotusblüte) und die in die Sattelstreben integrierte Sattelklemmschraube ganz besonders. Die Rahmennummer ist von 1990 (passt zum Katalogphoto, bis auf die verchromte Kettenstrebe), und Mitte Januar kam das Ding bei mir an. Dann wurde mir erst einmal bewusst, was ich mir da eigentlich geholt hatte, denn die Farbe des Rahmens ist zwar schön, aber auch sehr speziell und sehr schlecht mit anderen Farben, abgesehen von weiß und schwarz, kombinierbar. Und außerdem wusste ich nicht, ob es sich jetzt wirklich lohnt viel Geld in dieses Rad zu stecken, denn in der Garage stehen ja durchaus ein paar gleichwertige Alternativen (Moser, Canyon). Und dann war da noch der Plan mit dem Panasonic (kommt später) …..

Also machte ich erst einmal eine Probefahrt. Die überzeugte mich einigermassen, machte mich euphorisch und brachte mich auf die Idee das Rad mit einer 11-fach Campagnolo Gruppe auszurüsten. Also schaute ich mal bei den Versendern nach was so etwas kosten würde. Super Record? Record? Ne, zu teuer? Chorus? Auch zu teuer? Athena? Vielleicht. Centaur, Veloce? Sieht zu uncool aus. Irgendwie alles nicht so wie ich dachte oder zu teuer. Also 10-fach – das reicht für den Alltagsgebrauch in Bremen durchaus. Aber auf jeden Fall viel Campagnolo Carbon aus der Jahrtausendwende. Ob ich aufgrund dieser Idee irgendwie Geld im Vergleich zu einer 11-fach Grupp gespart habe wage ich aber im Nachhinein zu bezweifeln. Ich wusste es würde teuer werden und der Gedanke gefiel mir nicht.

Schaltung
Ich bestellte mir ein paar Centaur Ergohebel bei einem großen Versender in Koblenz über ebay. Irgendwie bekam ich dann eine Rechnung über Record Ergos, die ich reklamierte. Dann kam doch das Päckchen und siehe da, was als Centaur verkauft wurde, waren dann tatsächlich Record Ultra Ergos. Ich habe dann auf eine Reklamation verzichtet. Ich vermute einmal, die machen das absichtlich. Jedenfalls freute ich mich in dem Moment, auf der anderen Seite stieg jetzt mein Anspruch auf RECORD Höhe und das machte da Ganze noch teurer. Jetzt musste es natürlich ein Campa Record Titanium Schaltwerk sein mit Carbonkäfig. Umwerfer finde ich ja technisch doof, und daher bin ich da bereit Kompromisse zu machen. Ich möchte mal behaupten, dass man an Campa 10fach Ergos auch einen Shimano Golden Arrow Umwerfer dranbauen kann und das funktioniert dann auch irgendwie. Also reichte da auch mal Chorus.

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Antrieb
Auf alle Fälle ein Vierkant Innenlager, aussenliegende Lagerschalen finde ich für Stahlrahmen moralisch unpassend. Ja, wir haben alle unsere Spleens. Zum Glück war noch ein Shimano Dura Ace Lager im Rahmen eingebaut (dachte ich, also dass es mein Glück wäre). Am liebsten hätte ich die Record Carbon Kurbel mit Struktur gehabt aber die gibt es fast nicht zu kaufen, und wenn dann nur zu Preisen – dafür hätte ich locker noch einmal den Rahmen bekommen. Na ja, vielleicht werden Rahmen auch überschätzt, Hauptsache man kann Carbonstruktur sehen. Also dann doch die klassisch marmorierte Carbon Kurbel von Campa. Als sie dann endlich da ist, stelle ich fest, dass die Kettenblattkombination mit 48/39 etwas abenteuerlich ist. Zum Glück habe ich noch irgendwo ein 52Z Campa 10-fach Blatt zum Tausch. Übrigens, das ist zwar eine Fünf-Arm Kurbel, der fünfte Arm ist aber der Pedalarm, deshalb ist diese eine Kettenblattschraube auch etwas ungewöhnlich. Ich möchte gar nicht daran denken was es kosten könnte, wenn man die einmal verliert. Der Pin am Kettenblatt der ein runterrutschen in den Zwischenraum zwischen äußerem Kettenblatt und Kurbelarm verhindern sol ist da natürlich auch an der falschen Stelle, da er bei „normalen Kurbeln zwischen den Kettenblattschrauben und nicht über den Schrauben liegt.

Campagnolo Kurbeln haben eine ISO Vierkantaufnahme (weit)  – Shimano Dura Ace Innenlager einen JIS Vierkant (eng). Daher rutscht die Kurbel sehr weit nach Innen. Oft ist dann das Problem, dass man die mit den Kurbelschrauben nicht mehr richtig fixiert bekommt und sich die Kurbel bei Benutzung losdreht. Umgekehrt JIS Kurbeln auf ISO Innenlager) geht irgendwie, aber umgekehrt ist es tödlich. Zumal die Kurbel nun so weit nach innen gewandert war, dass der Umwerfer gar nicht richtig über dem innenliegenden Kettenblatt positioniert werden konnte. Also – Innenlager raus. Geht nicht. Radhändler braucht 10 Wochen da die rechte Schale eingeklebt ist. Chorus Innenlager mit 102mm Achse rein. Perfekt.

Das Ganze wird dann mit einer, und zwar der schönsten  Wippermann Connex Kette mit dem Hinterrad verbunden auf der Basis einer 11-25 Kassette.

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Bremsen
Bei aller Liebe zu Campa, ich mag deren Skeleton Bremsen nicht. Ob da wirklich eine gute Idee ist vorne Dual Pivot und hinten Single Pivot Bremsen zu verbauen – das wage ich bei der Gelegenheit auch mal zu bezweifeln. Die Bremswirkung der Campa Bremsen ist aber, vor allem die Dosierbarkeit  besser als bei den neueren Shimano Modellen, aber ich mag lieber ganze Teile die auch einfacher zu reinigen sind, als diese gerupften Dinger in denen sich der Bremsdreck festsetzt. Die einzigen Bremsen die nicht Skeleton sind, sind die Veloce und die Centaur Versionen, wobei ich mal behaupten möchte dass die auch im wesentlichen gleich sind. Die Veloce verbaue ich unheimlich gerne, die sind günstig, die besten Bremsen die ich kenne aber haben diesen uncoolen Veloce Schriftzug. Nun gibt es aber ein cooles Radiergummi mit dem man diesen uncoolen Schriftzug cool und locker wegradieren kann und voila: alles perfekt und cool. Es gabe eine Zeit bei Campagnolo, da waren die Gruppennamen auf den Teilen notiert (Record, Chorus, Daytona, Athena, Veloce, Mirage…) bis auf die Chorus Gruppe, die hatte keinen Namen neben dem Campagnolo Logo. So kann man also Veloce Bremsen recht gut zu coolen Chorus Bremsen pimpen, zumindest ideell.

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Laufräder
Wieder einmal einen Traum erfüllt: NOS grau eloxierte Campagnolo Omega V Hochprofilfelgen (also, was man damals unter Hochprofil verstand). Sehen wahnsinnig gut aus und sind, ähnlich wie die Mavic SSC Roubaix Felgen, der Stoff aus denen Wunder geschnitzt werden. Vorne hatte ich dafür noch eine Campa Record Nabe, das ganze dann mit DT Swiss Revolution 2.0/1.5 Speichen verbaut. Hinten wird es schwierig, es gibt auf dem Markt nur eine sehr begrenzte Auswahl an 36 Loch Naben mit 10fach Campa Freilaufrotor. Wobei mir die Campagnolo Record da gar nicht gefällt und auch nur für 32 Speichen erhältlich ist. Nur Hope bietet da Hoffnung. Gun Smoke passt farblich einigermassen, die Nabe ist schön laut. Auch hinten dreifach gekreuzt aber mit dickeren DT Swiss Competition 2.0/1.8 mm Speichen und Unterlegscheibchen an der Nabe. Ich wollte nicht schon wieder die langweiligen Continental Grand Prix 400 Reifen verbauen. Diese sind zwar sehr langlebig und pannensicher, ich empfinde die aber auch als sehr klobig(siehe anderer Post). Vom Design her schön finde ich die Veloflex Reifen, diese sind aber eine Qual im aufziehen und überhaupt nicht pannensicher. Also Mavix SSC Yksion Pro in 700C x 23 – sehr schön filligran. Meine erste Ausfahrt führte dann nach ca. 200 Metern auf der SChotterpiste direkt zu einem ersten Platten – seitdem fährt die Angst mit. Und bald sind dann auch wieder Contis drauf. Oder schwarze Panasonic Pasellas.

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Cockpit und Sattel
Den Stronglight Delta Nadellager Steuersatz hatte ich entfernen lassen und stattdessen einen Campagnolo Record Steuersatz verbaut. Das wäre natürlich nicht nötig gewesen, aber da ich jetzt doch irgendwie mit Gruppen oder zumindest Herstellerreinheit infiziert war, begann ich nun irrationale Entscheidungen zu treffen. Aus dem Steuersatz ragt ein Cinelli Vorbau mit einer schwarzen Plastikkappe vorne und über der Feststellschraube  für den Gabelschaft. Das ist sozusagen mein Beitrag an den Look der Neunziger. DEr Vorbau hat ein 26 mm Klemmung und da passt so gerade ein klassischer Nitto Mod. 55 Lenker rein.

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Der Mod. 55 Lenker stammt im Original aus dem Jahr 1988 und wurde zum 55jährigen Bestehen des Unternehmens aufgelegt. Er ist klassischen geschwungen und hat mit einem Reach von 94 und einem „Dorop“ von 137 mm (siehe Bild) nicht gerade kompakte, aber ausgewogene Maße. Die Logos links und rechts der Mitte sind Cinelli und ITM/3ttt Logos nachempfunden. OK, sagen wir mal die sind geklaut. Im Prinzip ist der Mod. 55 eine gepimpte Version des Standardlenkers B105AA mit einer 25,4mm Klemmung – deshalb passt auch der 26 mmVorbau nicht wirklich – die müssen langfristig noch „Shims“ runter. Ich hatte mir einmal füng Mod. 55 in Japan besorgt und nun wurde auch der letzte verbaut. Das schwarze Lenkerband ist das BBB Speed Ribbon, meiner Ansicht nach ein sehr einfach zu wickelndes (da sehr elastisch) und lang haltendes Lenkerband. Im Gegensatz zu Fizik Microtex ist die Farbauswahl leider sehr beschränkt, aber sonst gibt es keinen Grund Microtex zu verwenden. Auch die Stopfen von BBB passen in die Lenkerenden – bei Mikrotex ist das nicht unbedingt der Fall.

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Ja, die Ergos sind absichtlich so hoch angesetzt, damit ich bequem auf dem Oberlenker fahren kann.

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Kabelhüllen und Züge sind nichts besonderes (Shimano), alles in schwatz auch die Züge schwarz mit Teflonbeschichtung. Viel sieht man von denen ja eh nicht, da der hintere Bremszug durch das Oberrohr geleitet wird. Am hinteren Ende kommt eine 27,2 mm (SLX Geröhr) Campagnolo Record Sattelstütze aus dem Rahmen heraus. Ich hatte die schon in 32.4 mm Durchmesser,  das ist ein echter Ladenhüter und obwohl die Produktion schon vor Jahren eingestellt wurde gibt es die noch hier und dort zu kaufen. Die 27,2 mm Version gar nicht. Und darauf sitze ein bequemer, schwarzer Selle Italia Flite Sattel mit einer Aussparung. Ganz wichtig ist der お守り *Omamori„, ein Glücksbringer aus Japan der in diesem Fall von der Gefahr fernhält. Man weiß ja nie, bzw. erst zu spät, wer in Fragen der Religon dann letztendlich recht hat.

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Was gibt es noch von dem Rad zu berichten? Oder zu zeigen? Im Detail:
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Und im Großen und Ganzen:

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Fazit: Erste richtige Ausfahrt mit Therafit am Sonntag nach Bruchhausen-Vilsen lief gut. Zweite Ausfahrt mit vielen Hyperchillern am Montag lief noch besser. Schönes Rad. Jetzt hier und da noch ein wenig optimieren, dann passt das alles und kann oft gefahren werden – schade dass es mittlerweile Herbst geworden ist. Die Schaltung arbeitet übrigens super – freue mich richtig meine ganze Flotte auf Campa umzubauen.

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Very last exit Wilstedt.

Ein mir bekannter, rennradfahrender Zahnarzt bat mich nach der Ausfahrt heute Abend so schnell wie möglich darüber zu berichten. Ich will dem Wunsch gerne, dem Tempo der Ausfahrt entsprechend, entsprechen.

Sonnengebräunte Waden, Aeroräder, wilde Jerseys, windzerzauste Friseuren, einige Frauen und jede Menge Anfänger – die Komposition der Gruppe die sich heute an Jacques Weindepot in Borgfeld traf ließ erahnen, dass es nicht gerade langsam heute zugehen würde. Eigentlich wollte ich nach der Arbeit, die ja schon anstrengend genug ist, nur etwas auf dem Rad chillen. Chillen heisst, in der Gruppe so mit 33 km/h durch die Gegend zu radeln, sich links und rechts ein wenig zu unterhalten und die Beine von der Seele baumeln lassen. Ich meine, dass ist meine schon sehr ambitionierte Vorstellung von chillen, die sich zum Beispiel von der meines Sohnes (Cola, Tüte Chips und nachts bis vier Ballerspiele am PC) erheblich unterscheidet. Daraus wurde aber nichts, denn schon auf dem Weg nach Fischerhude begaben wir uns in eine Phase des Hyperchillens. Wir machten irgendetwas zwischen 35 und 40 Sachen, in der ersten Linie dadurch motiviert, die hinter uns kichernden Mädchen (Silke und Sylvie) zum schweigen zu bringen. Nachdem wir das Tempo stetig in den Grundlagenausdauerbereich 7 steigerten gelang dies auch, führte aber auch zu einem hechelnden Gesamtkunstwerk.

Ich wünschte ich hätte mein Canyon dabei gehabt, denn das Basso ist doch einen Tick langsamer und vor allem zwei Ticks unkomfortabler. Dies ist eine gute Gelegenheit es einmal zu zeigen denn an Photos machen war heute gar nicht zu denken: Keine Zeit und bei dem Tempo und dem Abendlicht wären die Ergebnisse eher Rohrschachmässig geworden.

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Schönes Rad, Danke. Etwas zu langsam für diesen Abend, ich hätte gerne für die nächste Ausfahrt etwas mit ungehemmter Elektrounterstützung.

Das Tempo wird dann nach Buchholz nicht langsamer, und auch nicht nach Vorwerk, und schon gar nicht Wilstedt. Bei jedem Ortsschild wurde gesprintet und ich strengte mich zwar an, konnte aber nicht mal annähernd vorne mitfahren. Bis auf einmal, da setzte ich mich überraschend von der Gruppe an und rief: „Wer als erster auf dem Friedhof in Wilstedt landet!“. Den gewann ich mit klarem Vorsprung, was auch an dem altersmässigen Vorsprung liegt der uneinholbar ist.

Richtung Grasberg wurden wir auch nicht langsamer, und auch nicht bei Grasberg, in Dannenberg, oder wo wir sonst so vorbeikamen. Was ich aber wegen Dunkelheit und Bewußtseinsveränderungen nicht mehr richtig mitbekam. Ein letzter Sprint für das Ortsschild in Timmersloh. Alle sind fertig also unternehme ich nun einen Ausreißversuch. Das klappt auch ganz gut, ich komme wir vor wie der Wümmen-Jens Voigt. Die Luft geht mir langsam aus, aber ich rufe einfach „Shut Up Lungs!“ Das machen die auch und ich bekomme noch weniger Luft und werde dann eingeholt und so geht es zurück bis zum Weindepot.

Was für eine Verschwendung? Ich hatte meinen GPS Logger nicht dabei und nichts von diesen Heldentaten wurde aufgezeichnet. Ich bitte um die Zusendung von GPX Files, die ich dann unter meinem Account bei Strava hochladen kann. Ansonsten: Gute, starke Truppe heute, fühle mich bestens gerüstet für Münster am Freitag und Danke an alle die mitgefahren sind.

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