Archiv der Kategorie: Freunde

Positivo Espresso, Bremen und Sonstwo. Alle die mitmachen.

Crossen mit Jörg. Oder doch nicht. Teil II

Ausschnitt aus dem Plakat Deutschland im Herbst

Anfang des Jahres hatte mich Jörg einmal zum Crossen in sein Heimatrevier mitgenommen. Heute wollten wir das wiederholen.

Nach einer anstrengenden Woche wachte ich so gegen 10 Uhr auf, vertrödelte meine Zeit im Bett mit dem was man so im Bett machen kann und machte mich dann auf den langen, beschwerlichen Weg zum Frühstückstisch. Ich war schon völlig aus der Puste als ich ankam, und als ich dann die beiden Scheiben Toast anheben musste, um sie in den Toaster zu stecken war ich dann mit der Kondition völlig am Ende – na, das konnte ja toll werden und dann auch noch Crossen! Mit Jörg! Dem König der sandigen Hügel West- und Südseits der Weser!

Mein Badboy Crosser stand unberührt seit einem Jahr in der Garage, nachdem Jörg netterweise die Scheibenbremsen wieder auf Vordermann gebracht hatte (also vorne UND hinten). Fix pumpte ich die Reifen auf, montierte Tacho und Lampen dran – jetzt schnell noch eine kleine Runde drehen und sich wieder an das Ding gewöhnen. Fst lege ich mich auf die Fresse – Moutainbiken ist doch nicht so einfach, wie ich dachte. Obwohl, ich glaube es würde dem Vorwärtskommen helfen, wenn an dem Rad auch eine Kette montiert wäre. So ein Mist. Das Ding war verrostet und vor einem Jahr habe ich das weggeschmissen und vergessen eine neue zu besorgen.

Ich rief Jörg an und erzähle ihm von meinem Mißgeschick. „Sollen wir trotzdem fahren, ich hätte schon Lust?“ Klar, wir einigen uns auf die Singlespeed Variante und beschliessen unseren Eingangsmöhren wueder etwas Auslauf zu können. Das Basso? – Nee, zu schön für diese Jahrezeit und außerdem mit Schlauchreifen. Das neue Romani? Nett, aber auch mit Schlauchreifen. Und die Sachs JIS Kurbel passt sowieso nicht auf den ISO Vierkauf. Das Union? Hat vorne einen Platten. OK, das Union, Vorderräder die Luft halten habe ich noch gefühlte 21 in der Garage rumstehen. DeFacto besitze ich auch irgendwie über zehn Räder. Gefühlt sind die alle nicht optimal oder kaputt oder nicht wirklich einsaztzbereit. Das erinnert mich an einen Satz aus meienr Diplomarbeit: “ Ein Mann mit einer Uhr weiß wie spät es ist. Ein Mann mit zwei Uhren ist sich nie ganz sicher.“. Ich glaube, ich habe das von Robert A. Wilson zitiert.

Trotz des gnazen Stresses bin ich eine Minute vor Drei am geplanten Treffpunkt und Jörg kommt auf die Minute pünktlich. Ich bestaune sein polnisches Single Speed Bike. Miche Zeuch überall dran, sogar die Sattelstütze mit vielen Löchern – eine Freunde für jeden Statitiker. Eine Frage für jeden Benutzer. Da wir beide SingelSpeed Räder bzw. Fixies mit Stadtübersetzung fahren, geht es jetzt erst einmal langsam gegen den Wind Richtung Syke. Hier in dieser Gegend sieht wirklich beim ersten Mal alles gleicha us. Vermutlich bin ich hier mit Olli, Kaipi oder den anderen schon hundertmal langgefahren, aber ich kann mich einfach nicht erinnern. Am Anfang unterhalten wir uns noch, aber dann geht mir langsam die Puste aus und ich lutsche am Hinterrad von Jörg. Vor allem dann, wenn eine Hügelchen kommt und Jörg anzieht. Zum Glück bleibe ich dran, bis Jörg vorschlägt eine „Strategische Pause“ einzulegen. Eine strategische Pause ist, im Gegensatz zu einer normalen Pause, eine Pause die eigentlich gar nicht nötig ist. Alle, an einer strategischen Pause Beteiligten könnten eigentlich prblemlos noch 200km am Stück weiterfahren. Trotzdem macht man eine Pause, um die weitere Strategie der Ausfahrt im Detail zu planen. Man verhindert damit an Kreuzungen Dialoge wie „Warum rechts rum – ich dachte wir fahren hier links!“ Die dann spontane aber durchdachte Entscheidungen erfordern.

Das Endergebnis unserer strategischen Pause wear, dass wir noch etwas 10 km fahren und dann eine wirkliche Pause im Eiscafe Venezia in Harpstedt einlegen. Kaum sind wir dort angekommen fragt uns die Besitzerin, ob wir draußen sitzen und Eis essen wollen? Es ist der 16. November 2013, draußen ist es zwar nicht wirklich kalt, aber unsere Füße sind mittlerweile Eisblöcke und nach Eis ist usn auch nicht sooo zumute. Nein, wir wollen nach drinnen, einen Cafe und ein paar Wafeln mit heissen Kirschen. Oder vielleicht war die Besitzerin auch weitsichtiger, als wir dachten? Denn kaum sitzen wir drinnen und haben uns unserer durchgeschwitzten Funktionskleidung entledigt, fangen die Schaufensterscheiben des Cafes an zu beschlagen. Bevor wir kamen gab es noch so etwas wie eine Sicht auf Harpstedt, nach unser Ankunft wurde die Aussicht etwa so wie im Flakbunker.

Mittlerweile ist es dunkel gworden und wir machen uns auf den Weg nach Hause. Zum Glück haben wir eine gute Beleuchtung mit uns, Rückenwind und die Fahrt auf der Landstrasse geht schnell und konzentriert voran. Kein Autofahrer hupt, vielleich haben eher alle Mitleid mit uns? Jörgs Sigma Lampenhalterung macht schlapp. „Ist Olli auch schon einmal passiert“,sagt er „da haben wir uns da hinten in der Werkstatt Strapse geholt!“. Was bitte machen Olli und Jörg mit Strapsen. Aber manchmal sollte man auch nicht alle Fragen stellen, die einem auf dem Herzen liegen. Und schon sind wir wieder zurück in Brinkum und verabschieden uns.  Ich muß allerdings noch weiter nach Bremen und von Brinkum ist das alles andere als einfach – wie oft habe ich mich da schon verfahren und bin rste Stunden später wieder in besiedeltem Gebiet aufgetaucht. Jörg ziegt mir noch den Weg nach IKEA und von da aus bin ich wuppsdich wieder in Bremen. Geht doch.

Eine schöne Ausfahrt im Herbst über den man ja dieses Jahr wirklich nicht meckern kann. Danke an Jörg. Leider kein Bildmaterial.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Bremen, Joerg, Mob

TdF 2014: In Cartoons, in Japan.

Anbei noch ein sehr schöner Post von David von Positivo Espresso über das TdF Event in der französischen Botschaft in Tokyo und das anschliessende „Rennen“ in Saitama.

As noted last week, there was an event at the French Embassy in Tokyo on Thursday evening, October 24, in advance of Saturday’s Criterium in Saitama sponsored by ASO/Tour de France, sponsored by the French Chamber of Commerce and Industry.

It was good to see a number of TCCers at the event, many of whom I have not ridden with in far too long … as if I could keep up with them!

The highlight, of course, was meeting the stars — Le Blaireau (the Badger), Bernard Hinault, five-time winner of the Tour de France, and winner of all 3 grand tours – the Vuelta and the Giro, as well as the Tour.  He is a very important presence for the Tour, and as Graham Davis notes in a Pez Cycling report, saved the day yet again.  I cannot wait for next year’s Tour–genuinely excited about the initial 2 stages in northern England (beautiful Yorkshire) and the day on the Pave in northern France.

Arashiro, Bardet and Hinault, photo courtesy of CCIFJ

And Romain Bardet, the 22-year old French hope for future greatness, who hails from the Auvergne region near Clermont-Ferrand, where I had such a memorable time with visiting with Jerome and Didier for the Etape du Tour Acte II in 2011 (Issoire-St. Flour).  Romain was in Japan for the race, and his girlfriend was along, so they planned to stay an extra week.  Maybe Jerome will show them around Kamakura or Nikko??

Romain Bardet and his girlfriend, with Jerome and me!

Romain said his father had ridden the 2011 Etape Acte II.  He recalled the miserable weather that day.  Exactly!  The headwinds and cold rain gave me a chance for a decent showing, as the thinner cyclists and many of those from warmer climates — the Brazilians, Spaniards, Italians, et al. got chilled and huddled in the lee of buildings, abandoning early.  It was exactly the type of conditions under which Jerome and I excel — a war of attrition with 210 kms and 3500+ meters elevation gain over numerous small/medium sized climbs.  I hung in there with the Belgians and Brits, and finished something like 1300 out of 1900 finishers (over 3000 starters and more than 4000 registered–major attrition).

Setagayans

Jerome introduced Yukiya Arashiro to the #2 at the French Embassy, so Arashiro-san can get some VIP treatment in getting his visa squared away for next season (not so easy for a non-EU citizen, but in this case essential to Franco-Japan relations and to the Tour’s and French cycling’s status as a global sport.  Of course, Yukiya rides for Europcar, a primarily French team and home of the always exciting Thomas Voeckler.  He said he lives in Setagaya (when in Japan), actually quite close to Jerome and me.  He weighs only 53~54 kgs, but said that if he wants to content for the GC (instead of being an attacking rider, one-day competitor and super-domestique), he would need to lose more weight to climb faster.  Impossible to imagine, but good to know that we have something in common.

I missed much of the marketing presentation — so much the better — but enjoyed mingling, as well as the table full of Bretagne-style crepes, both the kind that make a meal and sweet dessert crepes.  I managed to eat every variety on the table, and to wash them down with a few glasses of French hard cider.

On Saturday, Jerome and I had planned to ride up to Saitama Shin-to-shin to watch the criterium and see the related exhibits … but the typhoon passing offshore dumped heavy rain all morning, so we hopped a train instead.  Most of the exhibits were only tangentially related to cycling, though there were some with a French theme (cheese, wine, etc.).

There was a big crowd, which just got bigger as the day went on.  I guess there is not much else to do on a rainy Saturday in central Saitama?

Indoors in the arena there were cycling exhibits, but nothing to write home about.  There was an educational exhibit on the Tour — which included a nice photo of the Issoire-St. Flour stage from 2011!  And there was a video running where we say excerpts from Chris Froome’s incredible ride up Mt. Ventoux this year.

We did run across Jamie S., one of the few Tokyoites (perhaps the only?) to have ever completed the Race Across America (RAAM), with a 4-person team in 2012 and, much more difficult, a 2-person team in 2013.  Jamie said he and his partner each did 330 kms a day, on around 3 hours sleep.  They rode 2962 miles (4700 kms) in 7 d 15 h 46 m. That sounds like starting with LEL, but add 30-40 kms a day, and extending the event for an additional 3 days/900 kms, and of course riding at a faster pace (but with more time off the bike, when your partner is riding).  He said it was very hard — something about saddle sores and exhaustion.  Not going back again.  Respect.

People keep coming and coming toward the events.

Jerome and I visited some of the booths, and as the rain stopped early afternoon, we saw a points race with Alejandro Valverde, Fumi Beppu and others.  The Japanese police did their very best to ensure that no one stood on the walkways, staircases or other places where it would be possible to actually SEE the riders as they passed in both directions.

Move along.  Keep away from the edge where you might get a good view of the race.

Of course, the races were just exhibitions, not the world championship circuit.  Chris Froome mysteriously won the main event, out-racing several better sprinters who did not even get out of their saddles to sprint, I am told.  Let’s hope that if they ever do this again, that the weather cooperates better, and that they get a longer course with better views for a crowd 3, 4 or 5 persons deep, and maybe even a climb or two.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, David, Japan, Mob

Nakagawa Fumiki.

I have the pleasure to announce, that Mr. Nakagawa Fumiki has convinced us by his recent self portrait submission on his facebook account, to accept him as honorary member of the „Fixed Beards Bremen“ bicycle club. Well done Fumiki and congratulations.

1385136_536482523098273_111311925_n

In case you are not aware of it yet, you have joined the ranks of other illustreous personalities that have two things in common: Wearing a beard (of some sort) and riding a fixed bike (of some sort). To give you the general idea, we have published some photos of our members below.

1306 Fixed Beards Bremen 00

0000 hate

You’ve come a long way since 2010.

0000 fumiki

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Blitzrad, Bremen, Japan, Mob

Eroica 2013

Eroica 2013 David, Juliane und noch einer

David und Juliane bei der Eroica 2013 mit einem anderen, jüngeren Teilnehmer. Report wird folgen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, David, Juliane, Mob

In Osnabrück Teil 3

Achtung, dies ist nicht Teil 2 der Osnabrücktour vom 22. September mit den Bremer Boys and Girls (beards or not, it didn’t matter). Diejenigen die darüber lesen wollen bitte ich noch um etwas Geduld. Wer aber  über den Osnabrücker an sich etwas lernen will möge doch bitte hier weiterlesen.

Tag der deutschen Einheit. Ein Bundespräsident spricht, wenn auch nicht ganz so lustig wie es ein anderer konnte  (ab 2:20min – hunderte Male gehört, hunderte Male gelacht) und auch an einem anderemTag im Jahr. Ich bin auf dem Weg nach Osnabrück, Heinrich Lübke kommt nicht hierher, er ist aus dem Sauerland. In Sachen Pragmatismus wird er von jedem Westfalen locker an die Wand geschwiegen. Am Bahnhof gehe ich an dem Laden vorbei, an dem ich mir an sich beim letzten Mal eine Currywurst kaufen wollte. Verdammt – schon wieder keine Zeit. Eine Nacht im Advena Hotel am Hauptbahnhof erwartet mich und danach ein Wochenende mit unseren Studis in Bad Essen.

Am nächsten Morgen wache ich auf. Ich mag Osnabrück, das hängt mit den guten Touren zusammen, die wir von dort aus gefahern sind, mit den überschwenglichen Erzählungen über dieses Stück Erde von Joerg und Martin, und der Tatsache, dass der ganze Bahnhofsvorplatz voll von Rädern ist. Da ich noch etwas Zeit habe, geht ich erst einmal zum Friseur direkt am Bahnhofsvorplatz. 8€ sind nicht zuviel für den Haarschnitt, der mir vorschwebt. Maschine an, alles ratz fatz ab bis auf 8 mm und dann bitte noch alle Haare weg die nun komischerweise nicht mehr auf dem Kopf, sondern an Stellen wachsen, wo ich sie erstens nicht haben möchte und wo ich vor 20 Jahren auch noch überhaupt keine Stellen hatte. Beim Friseur bin ich der Einzige in vielerlei Hinsicht: Ich bin nicht tätowiert wie alle anderen, habe nicht Oberarme wie andere Menschen Oberschenkel und trage auch keine goldenen Kettchen. Der Friseur schaut, während er mir die Haare schneidet aus dem Schaufenster den hübscheren Osnabrückerinnen hinterher. Ich mache mir etwas Sorgen um meine Frisur, da ich aber ohenhin keine haben will kann auch nicht viel schief gehen. Dann gehe ich zurück in das Hotel, um Gepäck und Rad zu holen. Mit der neuen Friseur und Radklamotten an erkennt mich die Frau an der Rezeption erst einmal nicht mehr. Dann gibt sie mir mein Canyon raus und ich mache mich auf den Weg nach Bad Essen.

Irgendwann bin ich in Osnabrück Schinkel. Es gibt einen schicken Radladen mit einem orangen Bonanzafahrrad. Ein verlassenes Hotel und einen Nachtklub auf der Hauptstrasse mit der passenden Nummer 69. Ein Leser merkte an, dass dieser Stadtteil das Gegenstück zu Walle in Bremen ist. Belm, weiter die Strasse runter wäre dann dementsprechend Delmenhorst.

1310 OS deja vu canyon 01

Der Westfale ist eben pragmatisch: „Nackte Frauen? Habe ich schon gesehen.“ Wie kommt es eigentlich, dass immer noch viele Wörter aus dem französischen, wie „Madame“, „Amour“ oder „Moulin Rouge“ mit erotischen Dingen verbunden werden? Man schaue sich die Entwicklung französischer Sexsymbole an:

In den Fünfzigern

In den Sechzigern (Hammerfilm)

In den Siebzigern (aus dem Film meines Lebens), meine Traumfrau.

In den Achtzigern (Oh Gott, was für ein Film)

In den Neunzigern

In den Nullern

Heutzutage.

Ist etwa so erotisch wie die Lektüre des kleinen Prinzens in der zehnten Klasse im Gymnasium. Machte aber auch nix, denn mit zehn Kilo Gepäck auf dem Buckel stand mir ohenhin nicht der Sinn nach Erotik. Irgendwo hintern Ostercappeln machte ich erst einmal eine Pause an einer westfälischen Baumkirche und rief meinen Kumpel Joris an.

1310 OS Kreuz Canyon 01Das könnte auch eine schicke Radgarage werden, dachte ich mir so. Jetzt waren es nur noch ein paar Kilometer bis Bad Essen, das Gelände wurde schön hügelig und es machte richtig Spaß  die Strassen runter zu flitzen. Mit vielen Kilos auf dem rad ging das auch teuflich schnell. Zum Glück habe ich ja keine Deltas oder Monoplaner an meinem Rad, sondern richtige Bremsen.

Und dann war ich da. Und nachdem ich noch non-chalant an einem weiteren Canyon Besitzer vorbeifuhr, sah ich gleich rechts auf der Strasse eine Grillstube und bestellte mir erst einmal eine lecker Currywurst mit Pommes und Mayo plus Cola. Das tat so gut! Wie lange hatte ich auf diesen Augenblick in meinem Leben warten müssen. Ich wurde von einer Frau bedient die in Bad Essen durchaus die Hauptrolle in einer Barbie Verfilmung hätt besetzen können. Aber ich hatte keine Zeit zum flirten denn ich musste weiter, den Essener Berg hoch zum Haus Sonnenwinkel wo jeden Moment ein Haufen Studis eintreffen konnte.

Die kamen dann auch und es gab erst  einmal schicke Kennenlernspiele.

1310 HIWL JG13 SEM1 Bad Essen Tag 1 05

Dann gab es Party, aber das waren nur die unter Dreissigjährigen und ich war im Bett. Am nächsten Tag ging es in den Wald, wo uns Sozialpädagogen fiese Fallen stellten, in denen wir alle sterben sollten, um über den Sinn des Lebens und überhaupt zu reflektieren.

1310 HIWL JG13 SEM1 Bad Essen Tag 2 04

So sieht das von nahem aus ….

1310 HIWL JG13 SEM1 Bad Essen Tag 2 10

Und so etwas weiter weg.

Am Abend gab es dann Party bzw. frühe Bettzeit für mich. Ich war total platt, denn ich kann zwar 150km an einem Stück mit einem Rennrad fahren, aber eben nicht 13 Meter einen Baum hochklettern ohne Muskelkater zu bekommen. Am nächsten Morgen dann noch mehr Brot und Spiele:

DSCN3987

Wie bereits gemerkt wurde, besteht ein wesentlicher teil des pädagogisch-didaktischen Konzepts der Hochschule darin, die Studierenden mit verbundenen Augane durch das Studium zu bringen. Wir finden das einfach besser, wenn Sie am Ende ihres Studiums nicht mit dem Finger auf uns zeigen können und schreien: „Der war’s! Der hat mir das angetan!“

Aber über all das will ich gar nicht schreiben. Da der Workshop nämlich bereits um 13:00 Uhr zuende war, hatte ich dann noch die Möglichkeit ohne Gepäck mit dem Rad nach Hause zu fahren. Das hatte ich schon einmal 2010 gemacht, diesmal hatte ich mir zumindestens in etwa mal angesehen wir ich fahren könnte. Das war ja nun auch definitiv die letzte Chance noch einmal richtig Strecke zu machen, bevor diese Naßfeuchte Jhareszeit anfängt, die in Bremen Herbstwinterfrühling heisst und von Oktober bis Juni geht. Mit Rückenwind machte das auch wirklioch Spass. In Nullkommanix war ich in Bohmte und dan in Diepholz. Nein nicht ganz, ich hatte meinen ersten Platten und wurde gnadenlos von der Konkurrenz auf der Strasse überholt.

DSCN4015

In Diepholz verfuhr ich mich dann erst einmal elendig. Eine echte Scheissstadt für die ich zu doof bin. Als ich dann in Conrade aber wieder auf der B51 war, ging es dann nur noch geardeaus, geardeaus, geradeaus und nichts konnte mich stoppen. Bis auf den zweiten Platten. Ich glaube ich schmeisse die Vittoria Corsa Evo CX Reifen jetzt mal weg. Andere Leute mögen mir ja gerne erzählen, dass das ein Superreifen ist, total pannensicher mit 320 TPI, aber ich hatte jede Menge Ärger mit denen und die sind bei weitem nicht so pannensicher wie die Continental GP4000 Reifen (sagt der Typ ja selber am Ende; die aber leider nicht so gut aussehen). Einen Conti Reifen kann ich ohne Problem 3.000 bis 5.000 km fahren, aber die Vittoria sind breits nach 2.000 km am Ende und sehen dazu mit Rissen in der Oberfläche auch gruselig aus. Also, das kostete einen längeren Aufenthalt in Twistringen, wo ich vor den Augen der ganz harten, die draußen an Tishen vor einer Eisdiele sassen, den nächsten Schlauch flicken durfte. Un ddan ging es wirklich nur noch geradeaus bis nach Brinkum.

Brinkum ist ebenfalls ein Alptraum. Ich bin einfach nicht in der Lage die kürzesten Weg von Brinkum nach Bremen zu nehmen. Ich fragte zwei Kinden (Niedersachsen), wie ich nach Bremen komme, als ich mitten inder Landwirtschaft stand. „Dort ist Bremen!“ Sagte der Junge und zeigte in die andere Richtung und ich setzte mein Rad um. „Aber dort geht es nicht weiter“ Ich setzte mein Rad wieder um. „Diese Richtung ist aber falsch!“. Egal, so kam ich über Leeste nach Kirchweyhe und ich fragte eine Frau die mit ihrem Hund spazieren ging. Sie gab sich viel Mühe mir das richtig detailliert zu erklären. Das gab mir Zeit, richtig ihre Details zu betrachten. Sie hatte ein blaues Superman T-Shirt an (vielleicht war es auch ein Superwoman T-Shirt) und dazu eine Gürtelschnalle mit einem Superman/Superwoman Symbol. „Haben Sie verstanden wie Sie fahren müssen?“ „Ja, alles super, Danke!“ Ich eilte los, hinter mir hörte ich nur noch ein Seufzen a la „Ach, With great power comes great responsibility.“

Dann war ich aber wirklich zuhause. Nach über 136 km und das ganze in 4:32h Fahrtzeit mit 30er Schnitt. Nicht schlecht, vermutlich eine der längeren Ausfahrten dieses Jahr.Eines meiner intensivsten Radjahre war 2009, gerade mal geprüft. Insgesamt 161 Touren, davon 105 kürzer als 100km, 43 zwischen 100 und 150km und 13 länger. Die meisten längeren Touren am Wochenende, ich denke, so zwischen 100 und 150km ist schon das, was ich am liebstem am Wochenende fahre. Zu kurz ist zu aufwändig und länger macht auch keine Spass mehr.

Jedenfalls war das super, zum Ende der Saison noch einmal so eine lange Tour hinzubekommen. Jetzt kann der Winterpokal mit Harald kommen.

4 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Bremen, Joerg, Mob, Touren

There goes the Currywurst: Osnabrück im Herbst. Teil I

1309 Osnabrück HL 19

Manchmal, so wird gesagt, haben Menschen einen Traum, der ihr ganzes Leben verändert: Man ist dabei wie Jesus Christus gekreuzigt wird und heult Rotz und Wasser. Dann wacht man auf, geht in die Kirche und wird irrsinnig fromm. Oder man wacht auf, geht bei der Bundestagswahl wählen und schmeißt sich dann in Radklamotten, um nach Osnabrück zu fahren.

Ich glaube ernsthaft, dass es nach diesem Sommer besser ist noch mal schnell nach Osnabrück zu fahren und nicht fromm zu werden. Dieses Jahr konnte man die gemeinsamen Ausfahrten an den Fingern eines Sägewerkangestellten abzählen. In der Woche gab es fast keine gemeinsamen Ausfahrten, einmal waren wir zusammen im Harz, aber sonst? Dieser Sommer war echt mies und so mies er war, so schade ist es, dass er jetzt bereits wieder vorbei ist.

Umso erfreulicher für alle Bremer (und Delmenhorster!), dass Joerg eine Tour in Osnabrück und um Osnabrück herum organisierte zu der wir alle kamen. Das heißt, alle bis auf Olli und den Raben, die sich kurzfristig noch Erkältungen eingefangen hatten, Hennig, der sehr kurzfristig noch besoffen war und Jonas, der gar nicht kurzfristig einfach nicht konnte. Aber immerhin Silke, Karin, Torsten, Björn, Harald, Phillip, Joerg und ich waren dabei und um kurz vor zehn am Bahnhof. So viele von uns hatte ich lange nicht mehr auf einem Haufen gesehen.

Diese Tour stand unter dem Haupthema „Radfahren – aber richtig – korrekte Ernährung ist wichtig!“ und weiter unten in diesem Post werden ein paar Bilder zu sehen sein, die die Wichtigkeit dieser Aussage exemplarisch unterstreichen.

Richtige Ernährung fängt bereits lange vor der eigentlichen sportlichen Tätigkeit an; der Körper will gut auf die kommenden Strapazen vorbereitet sein. Es empfiehlt sich daher, bereits unterwegs im Zug mit der Rolle zu trainieren. Sehr gut eignen sich dafür die schwarzen Rollen von Haribo.

1309 Osnabrück HL 20Es ist mir vorher nie so klar gewesen, aber wenn jemand mit Vornamen Harald, auch „Harry“ genannt heißt, dann entwickelt man doch zwangsläufig eine Liebesbeiziehung zu Haribo Konfekt. Während, wenn jemand „Silke“ heißen würde, so wäre s ie vermutlich süchtig nach „Colorado“.

Eine Zugfahrt ist weiterhin auch gut dafür geeignet, sich psychologisch auf die bevorstehende Tour vorzubereiten; vor allem dann, wenn man Mitfahrer dabei hat, die noch nicht so oft mit dabei waren. Insbesondere dann sollte man im Abteil untereinander auf die folgende Art und Weise Konversation machen:

„Weißt Du noch, als wir vor drei Jahren im Harz waren und Benno bereits am ersten Anstieg sagte, ich glaube ich bleibe in Goslar, fahre ein wenig rum und warte bis ihr wieder da seid?“

Und dann alle: „Ha ha ha, hi hi hi, ja das war lustig.“

Oder: „Und dann schickte mir Matsche eine SMS und schrieb, dass er nicht mehr mithalten konnte und uns noch viel Spaß wünschte. Tja, wer sagt er fährt einen 35er Schnitt sollte halt nicht mit 25 mitrollen.“

Und alle: „Matsche – der hat echt einen an der Klatsche! Ha ha ha hi hi hi!“

Man könnte nun denken, dass wir fiese und gemeine Menschen sind. Aber so sehen wir uns nicht. Ich dachte die ganze Fahrt eigentlich nur daran, dass ich auf der Rückfahrt gerne eine Currywurst essen würde. Es ist manchmal seltsam, was uns antreibt und motiviert, aber gestern war es, die Aussicht auf eine Currywust die mich zu sportlichen Taten antrieb.

Als wir in Osnabrück dann endlich aus dem Zug stiegen war es noch kälter als in Bremen. Ich vermute, dass dies an der Hochgebirgslage des Ortes liegt. Es kann aber auch daran gelegen haben, dass Osnabrück einfach scheiß kalt war. Jedenfalls muss man dann schnell losfahren, damit einem auch schnell warm wird. Dementsprechend lag unser Tempo innerhalb von Osnabrück auch bei gefühlten und konstanten 40 km/h. So schnell waren wir nie wieder auf der ganzen Strecke. Die übrigens Jörg ganz hervorragend für uns ausgesucht hatte.

Hier ist die Tour

Wir durchquerten so manches schöne Industriegebiet in der Stadt der bibeltreuen Christen. Wenn mir das jemand im Zug erzählt hätte, na dann wäre ich doch in Ostcappeln ausgestiegen. Auch wenn der Regionalexpress dort eigentlich nicht hält – so voll hätte ich die Hosen gehabt. Schliesslich fanden wir einen Ausweg durch eine klitzekleine Unterführung unter der riesigen, Osnabrück umkreisenden Autobahn und schon waren wir in freier Natur. Das hatte allerdings auch eine ganze Weile gedauert. Phillip, der ja etwas jünger ist als viele von uns, war in dieser Zeit mal wieder etwas gewachsen und musste deswegen seinen Sattel auf eine höhere Länge adjustieren.

1309 Osnabrück HL 21

 Wie man auf dem Foro gut erkennen kann, benötigt Philipp bereits bei einer normalen Rennradgeometrie eine Sattelstütze die aus speziellem, südafrikanischen Giraffenstahl gefertigt wird. Jetzt träumt er von einem gesloppten Rennrad aus dem Hause Specialized, etwa so:

Tatsache, ist aber dass  Philip auf diesem Rad etwa so aussehen würde, wie ich auf meinem Canyon mit gewreckter Sattelstütze bei der Adlerrunde im Harz. Was Philipp also eigentlich braucht, ist eine Blitzrad Version des Specialized Venge, etwa so:

5_ddfe35aab9

Leider gibt es noch kein Material auf Erden, dass für diese Art von Konstruktion geeignet wäre. Na egal, eigentlich wollte ich ja hier über die Tour schreiben. Ich denke, ich mache einmal morgen weiter, hier erst einmal ein paar Bilder:

1309 Osnabrück HL 25

1309 Osnabrück HL 01

1309 Osnabrück HL 04

1309 Osnabrück HL 13

4 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Björn, Blitzrad, Bremen, Harald, Joerg, Karin, Mob, Silke, Torsten, Touren

Osnabrücker Dreier

1309 Osnabrücker Dreier

 

Schön war es heute in und um Osnabrück herum. Bad Essen, Bratkartoffeln, Ei, Würstchen und Kartoffelsalat am Luisenturm. Rennstrecken und Feledwege. Mehr als 110 km und mehr als 1.000 Höhenmeter. Woher schwarze Rollen im Abteil, nachher an die Quelle des Colorados.

Danke an Jörg für die gute Planung und an Silke, Karen, Torsten, Phillip, Björn und Harald fürs mitkommen und Tempo machen. Am Ende kam die Sonne raus und es war ein guter, versöhnlicher Saisonabschluß. Morgen mehr.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Blitzrad, Mob, Touren

Straßen der WElt. Gefährliche.

Eine interessante Website, die mir David empfohlen hat.

The world’s most spectacular roads

Die Website heisst übrigens nicht „spektakulär“ sondern „gefährlich“. Na, dann schauen wir doch mal, was denn da so sektakulär oder gefährlich ist:

Bereits selber abgehakt:

Kawazu-Nanadaru Loop Bridge Japan

Nebelhorn

Riedbergpass

Arlbergpass

Bielerhöhe

Hanhtennjoch

Silvretta

 

Stelvio.

Kann mir bittemal jemand erklären, warum der Broken da nicht drin? Oder diese total harte Brücke über die Autobahn am Platzhirsch?

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, David, Mob

Nachlese City Triathlon

HIWL Pokale

Von links nach rechts: City Triathlon Mixed Staffel Studi Team 1. Platz 2013;  City Triathlon Mixed Staffel Studi Team 1. Platz 2012; Silbersee Mixed Staffel Studi Team 3. Platz 2012; Scheich der mit dem Kopf wackelt, wenn man ihn anstößt.

Im Weserkurier mit Bildern von Silke und Philipp: http://www.weser-kurier.de/start/fotos/lokalsport/bremen88_galerie,-Bilder-vom-City-Triathlon-Bremen-_mediagalid,22435.html

Ergebnisse 2013: https://www.time2finish.net/v2012/results/search?competition=20aa7ef0-0284-11e3-94eb-000000000000

Ergebnisse 2012: http://www.time2finish.net/v2012/results/search?competition=39ae44d0-e1e8-11e1-9f6b-000000000000

Ruhm und Ehre 0der Hochschule und ihren Studenten.

 

 

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Blitzrad, Bremen, Mob

Regen. Regen. Sonnenschein: City Triathlon Bremen

DSCF0032Philipp hörte extra vor einer Woche temporär mit dem rauchen auf und fuhr jeden Abend 50-60 km mit dem Rad, um auf den Punkt fit zu werden. Ich flog sogar eine Woche früher nach Spanien, damit ich in der Woche vor dem Triathlon nicht mehr trainieren mußte. Genau, es war mal wieder City Triathlon in der Stadt.

Man kennt das schon vom letzten Jahr, als der City Triathlon zum ersten Mal im neuen Format ausgetragen wurde und unser Team in der Mixed Staffel den ersten Platz belegte. Wie sind alle keine Multitasker und können daher nur eine Sache richtig, also kommt für uns nur eine Stafel in Frage. Und die einizieg Chance, die wir auf einen vorderen Platz haben ist im Mixed Wettbewerb, da dort die langsamsten Zeiten für das Podium reichen; na ja, bis auf diese Klasse wo die die Teilnehmern mit Rollatoren ins Wasser gelassen werden.

Wasser gab es diesmal reichlich. Ich machte morgens auf und sah durch den Fenster den Regen. Aber nur bis Björn kam, um sein repariertes Fixie bei mir abzuholen. Ich hatte nämlich vor einiger Zeit Björn ein schickes Simonato Fixie gebaut und vor ein paar Wochen rief er an und sagte, dass das Teil komische Geräusche machen würde, und ob ich mir das mal ansehen könnte. Klar, wir trafen uns mit den anderen Fixed Beards Bremen am HaW und fuhren unsere Abendrunde rechts der Weser. In der Regel unterhalten wir uns auch dabei, aber diesmal war das nicht möglich. Björns Fixie machte nämlich schreckliche, laute Geräusche. Das klang als wenn ein Betonsilo abgerissen wird. Oder die Bismarck, tödlich von einem Torpedo getroffen, in den Fluten des Atlantiks untergeht. Zwei Stunden musste ich neben Björn herfahren und mir das anhören. Für mich klang es, als wenn das Rad den Passanten zuschreien würde. „Lass Dir bloß kein Fixie von dem bauen!“ Das musste also unbedingt geändert werden und jetzte flitzt und schnurrt es wieder und murmelt: „Schon gut, schon gut!“.

Björn war auch schon nervös, denn er startete heute auch beim Triathlon als Einzelkämpfer in der Volkstriathlon Disziplin.

Als der weg war dachte ich daran, dass es vielleicht ganz gut wäre auch mein eigenes Rad auf Vordermann zu bringen. Es hing da am Montageständer und wartete auf Liebe von mir. Zärtlich sah ich es an. Es machte „Pfffttttt.“ und auf einmal hatte es einen Platten im Hinterrad – vielleicht war es aber auch der erste, jemals wahrgenommene Radorgasmus der Welt. Na ja, jedenfalls musste ich es flicken. Bei der Gelegenheit brachte ich es dann auch fertig den Schaltwerkadapter abzureissen. Zum Glück hatte ich noch einen Ersatz da, aber man merkt schon, die Nerven lagen ziemlich blank. ImGegensatz zu der Lust. die Lust lag icht blank sondern irgendwo gut eingepackt im Regal und flüsterte mir zu: „Laß mal gut sein, bleib zuhause und sei nett zu einen Lieben; was willst Du Dich da draußen im Regen sinnlos verausgaben?“ Das gute allerdings bei Staffelteams ist, dasss jeder zuhause vermutlich das gleiche anfängt zu denken, aber dann sagt man sich: „Oh Gott, die anderen warten bestimmt auf mich, ich muß da hin und darf mein Team nicht im Stich lassen!“ Die Anderen wären vermutlich froh wenn einer nicht erscheint udn sie dann auch eine gute Ausrede hätten nicht im regen zu laufen, fahren oder schwimmen, aber man weiß es halt nie genau. Und so machte ich mich auf den weg, nachdem ich meiner Familie das Versprechen abgenommen hatte auch zu kommen.

 

Es regnete schon deutlich weniger als ich am Zollhaus ankam, um die Startunterlagen abzuholen und die anderen zu treffen. Philipp war bereits da und ebenso die Schwimmerinnen unserer beiden Teams von der Hülsmann Bande plus entferntere Verwandschaft aus Bremen. Wir hatten nämlich zwei Teams am Start, einmal den Titelverteidiger vom letzten Jahr in Idealbesetzung „Studenten der HIWL“ und die neu reformierten „Professoren der HIWL“. Leider gab es nur einen einzigen Studi der HIWL und auch nur zwei Profs, die restlichen Mitglieder mussten auf dem Transfer- und Sklavenmarkt eingekauft werden. Übrigens können weder Studenten, noch Professoren schwimmen.

Jede Menge Anhang war auch da: Ich denke Björn hatte die größte Fantruppe von drei fanatischen Supportern. Zwei von denen waren allerdings unter drei Jahre alt und es war fraglich, ob die wirklich freiwillig da waren. Aber auch sonst waren jede Menge Bekannte da, Rolf Schieber startete, Matthias „Django“ Böker strich durch das Sportlerfeld, Andreas war da, Olli kam später auch nicht und auch Silke fuhr in einem Frauenteam (das dann den 2. Platz machte- Respekt).

Philip und ich fuhren jetzt erst einmal die Strecke ab. Nicht, dass wie die nicht gekannt hätten, fast jede radsportveranstaltung in Bremen wird ja aus nicht erklärlichen Gründen dort gefahren. Aber uns war kalt und wir wollten uns noch aufwäremen, bevor wir unsere Räder im Lager abgeben mussten. Es lieg auch ganz gut, es war halt nur sehr naß und als wir zurückkamen hatten sich unsere Startnummern in nichts aufgelöst. Hallo Veranstalter: Keine gute Idee das alles aus normalem Papier zu machen, da hättet ihr die Nummern auch gleich auf Hostien drucken können.

Zurück warteten wir erst einmal auf unsere Läufer. Das dies enicht so schnell sind, kamen sie recht spät. Also vermute ich mal. Neben mir stand eine Frau die von unten bis oben in gelbem Ölzeuch eingepackt war. Sie kam von der Syker Kreiszeitung und interviewte mich für die Montagsausgabe. Eigentlich war sie ganz nett, aber ich hatte den Verdacht, dass Sie entweder aus der Kulturredaktion oder dem Wirtschaftsteil kam. Ich sagte ihr, dass es wegen dem Wind heute etwas schweirig sein könnte eine gute Zeit zu fahren; sie sagte, ja auch wegen der nassen Fahrbahn. Da musste ich sie erst einmal aufklären, dasss dies für echte Rennradfahrer die mit sinnvoll ausgestatteten Fahrrädern und ohne Vollkarbon Aerofelgen gar kein Problem darstellt. Wir können nämlich bremsen und Kurven fahren, etwas was Triathlethen mit ihren Möhren nicht, oder nur sehr schlecht können. Aber trotzdem war sie recht nett. Wie überhaupt ein ganzer Haufen netter Mädels trotz des schlechten Wetters im Überseehafen waren. Ich wünschte Andreas hätte mehr Photos davon gemacht, anstatt us zum x-ten Mal auf dem Rad abzulichten.

DSCF0033

Dann standen wir in der Wechselzone rum und harrten unserem Schicksal. Ich kann mich dann nie erinnern, was ich da so sage, den ich bin ein wenig angespannt. Intellektuell bewege ich mich vermutlich auf der verbalen Aussagekraft von Schnarchen. Uns so steht man da, und plötzlich kommt Anna schon reingelaufen, die mal wieder eine der schnellsten Schwimmzeiten gekrault war und übergab an Phlipp der sich mit dem Rad auf den Weg machte.

DSCF0039

 

Just in diesem Moment, wie immer viel zu spät, kam meine Familie auf den Plan um mich anzufeuern. Wo war denn unsere Schwimmerin – puh dsa dauerte aber. Ich war aber nicht unfroh, denn ich mag ja diese Situationen ganz gerne, wo man das Feld von hinten aufrollen kann. Da kam dann auch Louisa, ein schneller Wechsel und schon rannte ich mit dem Rad raus aus der Wechselzone auf die Straße.

DSCF0040

Rennen, aufspringen und einklippen klappte recht gut (auch wenn ich das außerhalb der Zone tat und fürchtete ich würde disqualifiziert werden).

DSCF0041

Es ging dann auch gut los, vor mir war ein ganzer Pulk von langsamen Fahrern die ich alle brutal stehen liess. Oder so kam es mir jedenfalls vor. Das war recht angenehm, denn durch die große Teilnehmerzahl war es möglich wenigstens ab und an in den Windschatten zu gehen und das war bei dem Sturnm heute schon mal ganz gut. Pghilipp kam mir schon früh entgegen, er sah frisch aus und allzu viele Fahrer hatte ich nicht vor ihm gesehen.

Ich finde das immer wieder auffällig,wie weit vor einer Kurve viele aufhören zu treten. Und sich dann ganz viel Zeit lassen, bevor sie wieder anfangen. Das half mir noch ein paar andere Fahrer zu überholen; Schieber lasse ich stehen aber schiebe ihn vorher noch ein wenig; ich selber wurde nur dreimal erwischt und dass vermutlich von den Männerprofis auf den schnellenMöhren mit Zeitfahrhelmen. Also die so aussehen wie weiland Arnold Schwarzenegger in „Running Man„.

DSCF0042 DSCF0044 DSCF0048

Doch dann fand ich meinen Meister. Mann, ganz in schwarz, hatte ein Cyclo-cross ähnliches Rad mit Scheibenbremsen und Zeitfahraufsatz. Nachdem er mich zunächst überholt hatte, konnte er sich nicht richtig absetzen und ich blieb an ihm dran. Dann überholte ich ihn und fuhr vorneweg. Und wieder umgekehrt. Das war eine gute Motivation für uns beide alles zu geben. Hase und Igel spielen.

image

Mittlerweile bin ich wieder hinter meinem schwarzen Meister. Wir fahren paralell zur Nordstrasse raus und in der Linkskurve fahr ich wieder vorweg, voll gegen den Wind der hier am stärksten bläst. Dann geht es auf die letzte lange Gerade. Vor mir drei Fahrer, nichts da, an ihnen vorbei. Der schwarze Meister kommt von hinten und geht an mir vorbei. Jetzt gebe ich die letzten Reserven und fahre mit 40 auf die letzte Kurve zu; es nützt aber nichts, der schwarze Meister ist eben genauso schnell wie ich. Sich absetzen kann er aber auch nicht. Die letzte Kurve, ich fahre die in Ideallinie aber von hinten hat sich jemand an mich herangeschlichen und überholt mich rechts zwischen Rad und Bürgersteigkante. wir kommen fast beide zu Fall. „Überhol‘ mich noch mal rechts und du spürst meine Linke“ brüll ich ihm hinterher (Nummer 746, die Linke kommt noch). Runter vom Rad, mit letzter Kraft in die Wechselzone laufen; zum Glück steht Philipp schon ausgeruht da, reisst mir den Transponder vom Bein und gibt ihn weiter an unseren Läufer Kai Menssen.

DSCF0050 DSCF0054 DSCF0056

Job getan, was jetzt noch kommt hängt nicht von mir ab.

Ich hänge allerdings auf dem Radständern und versuche wieder zu Kräften zu kommen. Also so richtig Spaß macht das ja eigentlich nicht, so lange es dauert. Und die ersten fünf Minute danach. Dann, aber kann man durchaus im Brustton der Überzeugung von Heldentaten berichten und um wie viel besser alles nächstes Jahr wird.

Jetzt müssen wir erst einmal sehen, wie unsere Läufer ins Ziel kommen. Allerdings passt mich meine Familie ab, und mein pubertierender Sohn nervt, dass er nach Hause will, was denn die ganze Scheisse hier soll und warum ich immer nur an mich sleber denke. Ich versuche nur, ihm meine nassen Socken in die Hand zu drücken. Und weil Janek vom Studententeam irrwitzig schnell unterwegs ist und ich auch noch volltrottelig erst einmal mein rad stehen lasse, sehe ich seinen Zieleinlauf nicht. Nachher stellts ich heraus, dass das Team wie im letzten Jahr den ersten Platz gemacht hat. Großartig, wenn sie das nächstes Jahr noch einmal schaffen, dann haben sie das Tripple und sich quasi bayern München des bremischen Triathlons. Der Läufer der Professoren kommt etwas später ins Ziel. Wir machen den 10. Platz, also ebenfalls einstellig (Definition von einstellig: „Eins an einer Stelle, keine weiteren signifikaten Zahlen“). Dsa ist vielleicht etwas enttäuschend nach dem vierten Platz im letzten jahr, aber wichtig ist, dass wir es überahupt geschafft haben ein Team an den Start zu bekommen und dass wir schlechter platziert sind als die Studenten. Das ist wichtig für die Atmosphäre an der Hochschule, wenn wir Profs ab und an die Deppen spielen.

Es gibt alkoholfreies Weizenbier, ich versorge meinen Körper mit lebenswichtigen Proteinen in Form von Currywurst imt Pommes and Mayo und jede Menge Feunde und Bekannte tauschen auf. Harald kommt und sieht wahnsinnig entspannt aus, seitdem er der Welt seinen Entschluß mitgeteilt hat dem Radsport zu entsagen. Wir werden Dich im Harz vermissen, Harald. Na ja, vielleicht kommst Du doch einfach mit, wir sagen es auch keinem.

Um die Wichtigkeit unserer Räder zu unterstreichen schliessen Phillip und ich unsere beiden Räder an einen Baum mit drei Schlössern fest und wir alle gehen in Richtubg Siegerehrung. Die Frauen werden geehrt und Silke kommt auf das Podium. KlatschKlatschKlatschKlatschKlatschKlatsch. Die Gewinner der Firmenstaffel sehen absolut nicht sportlich aus. Sollte uns der Teamname „Team Armstrong“ einen dezenten Hinweis geben warumd as nicht unbedingt notwendig ist?  Dann kommt unser Studenten Team auf die Bühne and nimmt Preise und Pokale entgegen. Der Pokal kommt in mein Büro in die Sammlung. Der Rest darf zwischen den Siegern aufgeteilt werden. Philipp will nicht die  schicke rosa Mütze und so fällt diese Anna zu. Für jeden gibt es einen riesigen Topf Sportnahrung und Gels und Müsliriegel und Trinkflaschen und all diese Sachen von denen man glaubt dass sie Sieger glücklich machen. Stolz zeigen die Studenten den Pokal, bevor ich diesen an mich reisse.

1175474_10201794030200341_1528314748_n

 

Optische Täuschung, tatsächlich ist das Ding so groß wie ein Kreuzfahrtschiff.

DSCF0065

Bevor mir nun alle nach Hause gegangen sind, gab es noch eine wichtige Sache zu tun: Erinnerungsphotos zu schiessen. Es ist eine alte Tradition an der Hochschule, dass  sich das besiegte Team dem siegenden Team unterwerfen muß. Wir Profs (und 14jährige noch nicht Profs) liegen im Staub der Geschichte und spüren die Stiefeltritte der Sieger. Natürlich haben wir es nicht anders verdient, nicht beim Triathlon und auch sonstwo nicht und völlig unabhängig vom Ergebnis.

000 sieger und besiegte

Postskript: Nett ar es mal wieder, und dass es ab dem Start der Staffel nicht mehr geregnet hat, hat sicherlich zum Spaß beigetragen. Ich wünschte wir könnten noch mehr Teams an den Start schicken, also nicht nur „Studenten der Hochschule“ und „Profs der Hochschule“, sondern vielleicht auch „Bewerber an der Hochschule“ als Teil des Auswahlverfahrens, oder „Abgelehnte Bewerber der Hochschule“ als zusätzliche Strafe, oder einfach „Sonstige Stoffel der Hochschule“. Willst Du dabei sein? – wir sehen Dich dann 2014.

Danke für die Photos an Andreas, Olli und Harald.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Blitzrad, Bremen, Mob, Olli, Racing, Triathlon, Uncategorized