Archiv der Kategorie: 2015

Kühe in Fischerhude mit Walter Vorwerk

Diese Woche brachte mich nach Berlin, beruflich war es durchwachsen, kulturell spitze. 

Das erste Highlight bereits am Dienstag Abend: Turbo Kid im Z-inema der Z Bar.

Ich darf das hier posten, weil es sich ganz klar um einen Radfilm handelt, also einen klaren inhaltlichen Bezug zum Thema dieses Blogs aufweist. Was mich dazu bringt zu bitten, für diesen Blog als „Top Fahrrad Blog des Jahres 2015“ zu stimmen, falls noch nicht getan. Und zwar hier, ist als „cyclyng.com“ gelistet. OK, da kann man ja auch anderer Meinung sein – die meisten sind es aber nicht, denn derzeit liegt cyclyng.com auf dem zweiten Platz in der Zwischenwertung. Erstaunlich.

Berlin brachte mich auch auf die Idee (OK, es war die Idee von Steini) nächstes Jahr einmal komplett um Berlin entlang des Mauerwegs zu radeln. Der Mauerweg ist ca. 160 km lang und führt entlang des ehemaligen Verlaufes der Mauer. Nicht ganz, denn dort wo die Grenze durch die Havel lief, muss man ein wenig Umwege fahren. Aber 160 km an einem Tag, teilweise über Feldwege ist schon ein prima Unterfangen. Vor 1989 wäre das natürlich noch cooler gewesen, aber das war ich auch nicht so fit, also habe ich es gelassen.

Berlin brachte mich auch zu Yuji Kimura von Kimura Cycle Works und seinem Laden auf der Danziger Strasse. Yuji kümmert sich um die Restauration von alten Rädern, er hat gerade zwei Rahmen von mir, die er lackieren wird.  Sein Schwerpunkt (Touring) ist etwas anders als der meine, aber es gibt auch eine starke gemeinsame Linie bei Design und Farben. Hier ein schönes Beispiel seiner Arbeit.

garuda, SHIMANO aero 57

Damit war der Radrelevante Teil des Berlin Besuches auch schon vorbei. Von Dienstag bis Samstag gar nicht zu radeln, viel auf einem Kongress zu essen und in der Milchbar in Kreuzberg und sonstwo rumzuhängen und Rotwein zu trinken macht kurzfristig Spaß, hinterlässt aber auch deutliche Spuren bei Kondition und Fitness. Und dann noch Start-ups besuchen…. Nach meinen Besuchen dort (Bei Flix Mein Fernbus und iversity) habe ich eins über Start-Ups gelernt: Das ist im wesentlichen ein Marketingtrick, um jungen Menschen schlechte Arbeitsbedingungen zu verkaufen: 30 m2 Büro mit 24 Leuten drin? Miese Tische, miese Stühle, keine Headsets, überall Pizzakartons auf den Tischen? Mittagspause im Treppenhaus, auf den Stufen sitzend wieder Pizza? Cool, denn das ist doch ein Start-Up Baby! Ich finde ja vieles nicht an meiner Hochschule gut, aber ich bin dankbar für einen stabilen Stuhl, einen großen Schreibtisch und Thomas, der mit mir im Zimmer sitzt. Und dann noch Hardcore Kultur, bei der dann vor lauter Stehen die Beine echt weh tun, in Form eines Besuches der Gemäldegalerie.

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Botticelli, Der Frühling / Im Reich der Venus

Gemälde / Öl auf Leinwand (vor 1730) von Giovanni Antonio Canal (gen. Canaletto) [1697 - 1768] Bildmaß 46,7 x 90,9 cm Inventar-Nr.: 1653 Systematik: Geographie / Europa / Italien / Orte / Venedig / Kirchen

Giovanni Antonio Canal (gen. Canaletto) [1697 – 1768] Irgendso ’ne Kirche mit Maria im Namen in Venedig

Hing auch da rum, erinnerte mich aber eher an Kommunion, Abitur und Geburtstage und die Hände von Onkeln und Tante.

Nach so viel Kultur wachte ich total müde und verkatert heute mittag in Bremen auf. Ich wusste, wenn ich mich jetzt nicht gleich auf das Rad quäle, dann wird das ein schlechter Tag und eine Scheißwoche. Also raus Richtung Süden, der Himmel lachte blau und das Thermometer der Sparkasse zeigte 22 Grad an. Ich fuhr meine verlängerte Standardrunde über Riede, Dibbersen und Eißel weiter südlich nach Morsum und Intscheide. Dort holte mich die Kultur wieder ein in Form einer Kunstausstellung im örtlichen Hardware Laden.

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Installation Gruppenbild mit Dame, Walter Vorwerk zugeschrieben, 1993

Ich kann keinen Vorwerk Staubsauger sehen, ohne an die Geschichte von Kyra Küchler zu denken. Kyra ist die Schwester von Alwin Kuechler, einer der wirklich genialen Menschen die ich kenne. Alwin ist der Kameraman des neuen Steve Jobs Films, in den Achtzigern machte er eine Ausbildung zum Fotografen in Düsseldorf. Seine Schwester war hübsch, hatte einen französischen Mann und die dickste Brille, die ich bis dato gesehen hatte (das änderte sich dann im Studium). Und Alwin hatte einen Vorwerk Kobold Staubsauger, mit dem man als Mann, nach Aussage von Kyra, super prima onanieren konnte. Heute weiß ich, dass das stimmt. Nicht, weil ich das selber mal ausprobiert habe (diese Modelle von Vorwerk sind längst vergriffen und heute begehrte und teure Sammlerstücke), sondern weil es eine Dissertation zu dem Thema gibt, wie uns das Internet sagt. Im Prinzip ist das nämlich so, dass man sich schlimme Verletzungen zufügen kann, wenn man zu gierig mit dem Teil onaniert, denn nach 11 cm Rohrlänge kommt man in Berührung mit dem rotierenden Ventilator. Der Rest ist dann etwa so wie in Turbo Kid.

Ich mag diese Touren, die mich mindestens zwei Mal die Weser kreuzen lassen, heute am dem Wehr nach Daverden.

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Die Weser flußaufwärts, von Daverden aus.

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Das Maschinenhaus des Weserwehrs bei Daverden.

Über Daverden fuhr ich nach Posthausen. Ich weiß nicht, wie das in Posthausen passieren konnte, aber etwas ist ganz gewaltig passiert. Ich stelle mir das immer so vor: Ein idyllisches Dorf an einem Sommertag im Flachland Niedersachsens. Die Kühe grasen, in der Dorfbäckerei wird gebacken, beim Metzger wird Wurst verkauft und ein paar Bauern stehen auf dem Dorfplatz und schnacken. Plötzlich ein schrilles Pfeifen von oben, irritierte Blicke nach oben. Das Pfeifen und Dröhnen wird immer lauter und dann wird der ganze Himmel plötzlich dunkel, bevor etwas wie ein riesiger Meteorit mitten im Dorf einschlägt und fast alles an Häusern, Straßen, Gärten und Plätzen unter sich begräbt. So ungefähr muss sich das Einkaufszentrum Dodenhof dort angesiedelt haben.

Errichtet innerhalb von Sekunden: Dodenhof in Posthausen

Fährt man da von vorne ran, dann sieht das ja alles noch sehr schick aus, aber von hinten zeigt Dodenhof dem Rest des Dorfes seinen Arsch in Folge von übermässig hohen Betonwänden. Die wichtigste Kreuzung im Dorf ist direkt hinter der Passage von einem Teil zum anderen, die Strasse führt quasi wie durch einen Tunnel. Als kleinen Gimmick gibt es 100 Meter weiter in einem normalen Haus dann das einzige Dodenhof Geschäft, das nicht im Meteorit integriert ist: Männermode XXL.

Über Oyten und Sagehorn fuhr ich dann nach Fischerhude, wo ich beim Bäcker kurz etwas aß, mich dann aber aufmachte, um es noch vor Dunkelheit nach Bremen zu schaffen. Es war jetzt deutlich kühler geworden,so dass es einen umgekehrten Morgentau-effekt gab: Über die feuchten Wiese wabberten die Nebelschwaden und snur noch schememnhaft waren Kühe und Pferde zu erkennen.

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Szenen, wie aus Turbo Kid, den man unbedingt sehen sollte, falls der Trailer nicht schon überzeugend genug war. ICh denke, das wäre auch ein Fall für die Abteilung „Delikte am Menschen“.

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Super Tag, ein guter Start in die Woche. Bis Montag dann.

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秋日和 [Akibiyori – ein ruhiger Tag im Herbst]

Die Letzte Chance diese Woche noch etwas zu radeln, bevor es morgen für den Rest nach Berlin geht.

Der Herbst in Bremen ist dieses Jahr gar nicht so übel – ungewohnt trocken, viel Sonnenschein, auch wenn es kälter wird. Heute hatte ich zwischen 3 und 5 die Chance etwas zu fahren und machte mich mal in umgekehrter Richtung an dire rechte Wümmeseite. Dort finden gerade Straßenarbeiten statt, die letzten Reste an Wümmepave werden beseitigt, bald ist die ganze rechts Seite gut asphaltiert und befahrbar sein. Nächsten Sommer, wenn das noch niemand mitbekommen hat, wird das eine schöne und schnelle Strecke werden.

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Während bislang einfach über die alten Pflastersteine asphaltiert wurde, wird nun auch die Pflasterschicht entfernt und (hoffentlich) eine Frostbrechende Schicht unter den Asphalt gelegt, um die Konstruktion auch langlebig zu machen.

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Anschließend wieder zurück an der kleinen Wümme. Blick nach Norden, die nächsten Berge müssten in Norwegen sein und kann man von hier aus nicht sehen. Spektakulärer Sonnenuntergang vor Windkraft und Müllverbrennung.

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Zurück in Bremen dann ebenso spektakuläre Rotfärbung des Himmels und ein riesiger Mond, den ich aber leider nicht photographieren konnte, als ich daran dachte war der Blick schon versperrt.

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Ab morgen Blogpause, Berlin ruft.

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Triple S Orange

Beschreibung folgt später.IMGP1966 IMGP1967 IMGP1968 IMGP1970 IMGP1971 IMGP1972 IMGP1973 IMGP1974 IMGP1976 IMGP1977 IMGP1978 IMGP1979 IMGP1980 IMGP1982 IMGP1983 IMGP1985 IMGP1987 IMGP1988 IMGP1989

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Künstliche Herbstsonne.

Nachdem gestern Nacht die Uhr um eine Stunde zurückgedreht wurde, ich aber immer noch nicht früher aus dem Bett komme, steht zu befürchten, dass ich in den nächsten sechs Monaten mehr Zeit wach im Dunkeln verbringen werde. Zeit die Räder dafür umzurüsten.

Für den modernen Teil der Flotte habe ich dazu eine Busch&Müller Akku Ixon IQ Speed mit der ich sehr zufrieden bin. Die interne Kabelführung des Akkus ist nicht gerade toll und einmal gerissen; aber ich konnte den Akku zu B&M schicken und habe dann recht günstig einen neuen bekommen. Das fand ich gut.

An den größeren, klassischen Teil der Flotte wird so ein modernes Teufelszeug natürlich nicht montiert, auch wenn es nachts stockfinster ist, ich nur drei Kilometer zur Arbeit radele und ein Teil der Strecke über den nächsten Friedhof führt. Also was tun? Meine total beschissene Sigma Pava montieren, die so schlecht ist, dass mittlerweile auch der Hersteller das erkannt und aus dem Programm genommen hat? Auf keinen Fall. Einen China Böller kaufen? Nein. Also gucken und schauen, was so angeboten wird und warten bis mir das Glück hold ist.

Die Lösung ist, wie zu erwarten Cateye. Ein japanisches Unternehmen, von dem mein erster elektronischer Radtacho stammt. Ich hatte mal ganz früher einen mechanischen von VDO, aber was dann von Cateye kam hat mich 1990 umgehauen. So sehr, dass ich mir über 20 Jahre später dasgleiche Teil noch einmal besorgt habe.

1304 NOS Cateye

In der folgenden Zeit habe ich immer mal wieder etwas von Cateye gekauft, vor allem deren Radlampen. Bei meinem ersten längeren Aufenthalt in Japan hatte ich dieses geniale Teil, dass aus eine Box bestand, an deren Vorder und Rückseite ein helles weißes, bzw. rotes Licht montiert war und dass man sich mit einem Klettband um den Oberarm binden konnte. Das war extrem praktisch, allerdings kann ich beim besten Willen nicht sagen, ob ich damit auch tatsächlich gesehen wurde. Da in Japan aber ohnehin eine große Unwilligkeit herrscht Ausländer über den Haufen zu fahren habe ich die zwei Jahre dort mit Cateye überlebt. Das Ding ist leider so gut und geheim, dass ich jetzt auch nach 30 Minuten Suche auf dem Web nichts darüber gefunden habe.

Noch viel geheimer sind allerdings die militärischen Applikationen von Cateye. Aus dieser Serie stammen das Front- und Rücklicht, die ich heute an mein Umberto Dei montiert habe.

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Die Dinger sehen unglaublich hell aus und benötigend daher auch zwei superstarke Typ C Baby Batterien, da müssen dann leider ein paar Kompromisse beim Gewicht gemacht werden. Leider habe ich solche Battereien gerade nicht passend da, so dass die praktische Erprobung im Feld noch etwas warten muss.

Ich bin mir aber sehr sicher, dass die Dinger leuchten wie tausend künstliche Herbstsonnen. Autofahrer, die mir entgegenkommen, werden lieber rechts in den Graben, oder links in den Gegenverkehr steuern, als geradeaus in die Sonne zu rasen. Wilde Tiere die vor mir die Fahrbahn überqueren wollen, werden den Kopf drehen, gebannt stehen bleiben und sich von mir den Hals kraulen lassen. Frauen werden mich ansprechen und Männer werden neidisch schlecht über mich sprechen. Zusammengefasst, ich hoffe, dass sich mein ganzes Leben komplett zum besseren wenden wird Dank dieser Cateye Lampen. Mein dank dafür im voraus an den Verkäufer. Sollte dies übrigens nicht der Fall sein, werde ich mir vorbehalten die Lampen wieder zurück zu geben und mein Geld verlangen.

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Ikonische Designs.

In den letzten fünf Jahren habe ich mir quasi alles angeeignet, was jemand zur Montage und zum Aufbau von Rennrädern wissen und können muss. Die logische Konsequenz wäre nun schweißen und löten zu lernen, um selber Rahmen bauen zu können. Oder aber sich an dem Lackieren von Rahmen zu versuchen.

Vor letzterem habe ich großen Respekt. Als Jugendlicher habe ich einmal versucht den Korpus einer elektrischen Bassgitarre zu lackieren und das ging fürchterlich schief. Meine Schwester wäre vermutlich noch heute darauf sauer, wenn sie sich daran erinnern würde. Zum Glück tut sie das nicht. Die Lackierung des Lotus Projektes lief schon besser, war aber auch nicht optimal.

Bei Rahmen gelingt mir zumindest das füllen von Panthographien mittlerweile ganz gut. Ich habe auch einmal versucht Muffen zu linieren, aber das ist definitiv ohne Anleitung zu schwierig. Andererseits ist es auch sehr schwierig die schmuddelige Arbeit anderer zu akzeptieren: Mein Canyon Rahmen, der 2010 noch ein sehr uncoooles Canyon Design hatte, habe ich von Rockenstein überlackieren lassen und das Ergebnis ist nicht sehr gut. Oder mit anderen Worten: Wenn ich denen sage, dass ich gerne meinen Rahmen in weiß lackiert haben möchte, hätte ich dann auch noch schreiben müssen, dass über dem weissen Lack eine dünne Schicht Klarlack kommen sollte?  Und die Sattelstütze von Canyon, die bei dem Rahmen war, war nicht als Ausdruck meines Dankes als Geschenk an den Lackierer zu verstehen, sondern die wird eben von Canyon zusammen mit dem Rahmen verschickt und die hätte ich dann nach getaner Arbeit gerne wieder. Und wenn ich Rockenstein schreibe, dass Sie mir das Ergebnis Ihrer Arbeit bitte in der Original Canyon Verpackung zuschicken sollen, dann bin ich etwas enttäuscht wenn der Rahmen in etwas verpackt angeliefert wird, was auf den ersten Blick wie eine Melange von Pizzaverpackungen aussieht. In diesen Momenten denke ich mir, dass hier gerade wieder aktiv an der Herabsetzung meiner Lebenserwartung im Stundenbereich gearbeitet wird.

Die Konsequenz wäre also, dies alles selber zu machen und das möchte ich in Zukunft gerne. Dieser Wunsch ist im wesentlichen von zwei Ideen getrieben. Erstens würde ich gerne Freunden, die von mir ein Rad aufgebaut haben wollen, ein komplettes Paket liefern können und nicht auf das angewiesen sein, was farblich gerade so verfügbar ist. Und zweitens würde ich gerne Räder in den ikonischen Designs alter Autorennwagen lackieren können. Ich kam heute zufällig auf eine Anzeige der Marke „Wynn’s“ und da kam dann auch gleich der Wunsch wieder hoch. Hier einmal ein paar Designs zum Thema.

wynn’s

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Gulf

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Martini

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Lotus 

1962 Lotus Type 22 in it's classic yellow over British Racing Green. HMSA Spring Club Races 2013  (Taken at 1/125 sec.@ f/11.0 - ISO 200) © 2013 Victor Varela

John Player Special

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Dukes of Hazzards

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Alitalia

Stratos2

Kawasaki

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Noch einmal

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Noch mehr gierige Räder

Arktisblau

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via Klovesradeln, Berlin

Chiossi Dirt Track aus Modena, Italien

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via Cycle EXIF

Raimondi Pista

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via Milano Fixed

Wilier Copper Superleggera

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Superleggera, gerade einmal nachgesehen, was das auf deutsch heißt:“Ultra leicht“. Aha. Ich hatte mit „leger“ immer etwas komplett anderes verbunden,und zwar das französische “

léger, légère

also etwa leicht beschwingt, anmutig.Leger ist ein Wort aus meiner Jugend, das heute nicht mehr in Gebrauch ist. Im Prinzip wurde es sehr ähnlich wie „cool“ verwendet, gerade bei Kleidung.

via Bike Rumor

Cipollini RB1K

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Love the paragraph: „We discussed components and accessories, and came to a price that was within my budget; a compromise for both of us!“ and the comment:

„I’m amused by the notion that it was somehow specced to „fit within a budget“. I’m struggling to identify a single component on which he could have spent more money.“

via Cycling Tips

Klein Quantum II

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„There’s a complete yellow undercoat given to the frame, with stencils applied for the logos, and then the red is painted over the top. The stencils are then peeled off to reveal the yellow, and this also gives the red some extra pop.“

via Cycle EXIF

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Tuesday Cannondale Track

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von Mario Cippolini mit Cinelli Integralter Lenker. diesem:

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via Milano Fixed

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Tuesday Cinelli Laser

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via Fixed Gear Girl Taiwan

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Zur humorlosen Kirche und währenddessen in Utsunomiya.

Heute, in diesem fiesen, naßkalten Wetter auf zur Humorlosen Kirche.

Nachdem ich gestern schon nicht in die Hufe kam und ich mich langsam immer schlapper und unlustiger fühlte, wollte ich es heute wissen. Ich schnappte mir mein Umberto Dei, das Rad der Wahl für den Herbst weil es 28er Reifen hat, nicht unbedingt geputzt werden will und einfach so viel anstrengender zu fahren ist als ein Rennrad und machte mich nachmittags auf den Weg. Es hatte gerade aufgehört zu regnen, aber mir war sowieso alles egal. Das war eine Tour zum hart werden, zum Gewöhnen an die kalte Jahreszeit zum testen meiner unterentwickelten Semicrossfähigkeiten.

Schon am Haus am Walde und Unisee war nichts los, bis auf einen MTB Fahrer,der von links aus dem Bürgerpark geschossen kam und in den ich beinahe reingefahren wäre. Der Weg an der kleinen Wümme war ebenfalls total verlassen, genauso wie die Straße an der Lessum an das Sperrwerk. Mir war inzwischen warm geworden, und so machte ich ich daran die Lessum Rindo einmal hoch zu fahren. Das Umberto Dei hat nicht gerade eine Bergübersetzung – eine alte Campagnolo Gran Sport lässt da nicht allzu viel zu, aber es reichte immerhin, um mit Schwung nach oben zu kommen auf dem glitschigen Pave. Runter dann auf der Aalschleife, das erforderte wieder einiges Geschick, denn die Ziegelsteine, mit denen der Weg gepflastert ist sind glitschig und das nasse Laub tut sein übriges.

Entlang der Lessum auf dem letzten Stück zur humorlosen Kirche wird der Deich höher gebaut. Auf dem letzten Stück, an der Weser gibt es dann eine hohe Betonmauer, die aber einen verschliessbaren Durchgang zum Biergarten der humorlosen Kirche hat. Hier sind Bremer übrigens total humorlos, egal bei welchem Wetter, da wird noch draußen gesessen, so lange die Bedienung kommt und einem ein Haake Bier auf den Tisch stellt.

Hinter der humorlosen Kirche ist das noch viel humorlosere Stahlwerk von Arcelor Mittal und an seinem Zaun führt ein Weg nach Gramke. Mit dem Umberto Dei macht es da sehr viel Spaß durch den Matsch zu fahren und am Ende kommt man wieder in Burg aus. Das Gefühl dort zu fahren ist etwa so wie auf dem Foto, irgendwie fühle ich mich da immer ein wenig bedroht.

Tours - France - wielrennen - cycling - radsport - cyclisme - Illustration picture of the peloton Landscape Bunch Postcard Post card Paysage Carte Postale landschap briefkaart hunters jagers pictured during the 109th Paris - Tours UCI Europa Tour cycling race with start in Chartres and finish in Tours, France - photo VK/PN/Cor Vos © 2015

TdF 2015 bei Tours

Dann wieder zurück an der Wümme, vorbei am Dammsiel und bis zum Kuhsiel. Es fing wieder an zu nieseln, so dass ich unwillkürlich etwas schneller fuhr, um dem Regen zu entkommen. Der Deich war total leer, auf der ganzen Strecke habe ich nicht einen einzigen Rennradfahrer gesichtet. Wo sind die ganzen harten Jungs und Mädels?

So blieb es auch auf dem Rückweg. Hinter der Uni, da wo Hannes und ich einmal planten auf relatv unbenutzten Strassen ein Kriteriumrennen zu fahren, ist jetzt auf dem Feld in der Mitte eine Zeltstadt für Flüchtlinge aufgebaut worden. Im Sommer war ich mal dort, da war Leben auf den Straßen, aber jetzt ist alles ruhig. Bei der Kälte muss das Leben dort in den Zelten erst einmal eingefroren sein. Bremen hat letztens ein Gesetz verabschiedet (nach Hamburg), dass die Beschlagnahme von gewerblichen Immobilien mit einer Fläche von größer als 300 m2 durch die Stadt erlaubt, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Ich denke, da wird vor allem an die beiden leerstehenden Baumärkte von Max Bahr gedacht, die seit der Insolvenz im Juli 2013 leer stehen. Mal sehen wie lange das dauert, bis die Zelte abgebaut und die Baumärkte bewohnt werden.

Und während wir uns hier auf den Rädern und in den Zelten abfrieren, finden in Japan noch agnz normal Radrennen statt, heute das Japan Cup Kriterium in Utsunomiya mit starker europäischer Beteiligung.

Bauke Mollema gewann vor Diego Ulissi und Yukiya Arashiro, einem der beiden jap. Tour de France Teilnehmer diesen Jahrhunderts..Jede Menge DNFs , unter anderem Fabian Cancellara, Fumiyuki Beppu (der andere jap. TdF Fahrer) , Cunego, Eisel….

Mollema sits up and celebrates

Kurz-Kurz in Japan

The finish straight

Strava

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Fratelli Brivio Hochflansch Bahnradnabe

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Auch wenn man sich lange mit Rädern und deren Komponenten beschäftigt, stößt man zufällig immer wieder auf Teile und Marken, mit denen man sich noch nicht beschäftigt hat. Andere stöhnen dann: „Ah klar, die sind doch total bekannt“, aber das liegt eben daran, dass andere einen anderen Weg durch den Komponentendschungel genommen haben und eben früher daran vorbei gelaufen sind. Mich führte der Weg in den letzten Tagen zu Fratelli Brivio.

Fratelli Brivio war ein kleinerer italienischer Hersteller von Komponenten aus Brescia in Norditalien, spezialisiert auf Naben und teilweise auch Kurbeln. Das Unternehmen gab es zumindest seit den Dreißigern, vielleicht früher und hörte vermutlich dann in den Sechzigern auf zu existieren. Eine Auswahl der typischen Produkte findet man auf Velobase, aber leider gibt es im Netz nicht allzu viele Informationen (es sei denn man kann gut italienisch, aber da hört es bei mir bei „Mozzi“ auf).

Bekannt ist Fratelli Brivio vor allem dadurch, dass das Unternehmen seit 1933 die Naben für Campagnolo herstellte. Brescia und Vicenza, sind gerade einmal 120 km von einander entfernt. Campagnolo, damals noch eine One-man-show, hatte den Schnellspanner entwickelt und patentiert, Fratelli Brivio (oder kurz FB) lieferte die entsprechenden Naben dazu. Angeblich taten sie dies auch für Simplex, und schaut man sich eine Simplex Nabe auf Velobase an, so weist sie auch das passende Design dazu auf. Campganolo hatte mit den Schnellspannern etwa, was man heute eine „Killer application“ nennen würde entwickelt, FB hatte die dazu passenden qualitativ hochwertigen Naben, die nur leicht technisch modifiziert werden mussten durch eine Bohrung für die Schnellspannerachse.

Die Fratelli Brivio Naben erkennt man recht einfach an dem Design der Flansche. Diese weisen, von der Achse nach außen gehend, auf jeder Seite zunächst neun größere Löcher, gefolgt von mittig liegend neun kleineren Löchern auf die wiederum mittig zu den 18 Speichenlöchern liegen. Die Flansche sind aus Aluminium, die Achse jedoch aus verchromten Stahl; Achse und Flansche sind miteinander verpresst. Auf der Achse ist mittig das Fratelli Brivio (bzw. das Campagnolo oder Simplex Logo) geprägt. Das sieht man zum Beispiel auch auf der Campagnolo Gran Sport 1006/G Nabe aus den Fünfzigern.

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Die innenliegende 8 mm Achse hat eine Hohlbohrung, ist geschlitzt und mit „FB“ und dem Herstellungsjahr gegrägt. Meine Nabe hat diese Kennung nicht, daher vermute ich, dass diese getauscht wurde. Oder dass das Design später geändert wurde, diese italienischen Firmen hatten ja noch nichts von ISO9001 gehört (zum Glück).

Die Naben wurden quasi unverändert von den Dreißigern bis in die Sechziger produziert.

Neben dieser ikonischen Hochflanschnabe, bot FB eauch andere Naben an, von denen die Niedrigflansch Nabe ebenfalls sehr erfolgreich war und ebenfalls unter dem Campagnolo Logo verkauft wurde.

Im Netz findet man wie gesagt sehr wenig über Fratelli Brivio. Dummerweise gibt es ein Unternehmen gleichen Namens, dass nichts mit Radsport zu tun hat und auf dass man immer zuerst stößt. Wie nervig.

Veloville hat ein Paar sehr teuer verpreiste Campagnolo Naben von FB im Programm.

Ich würde gerne noch etwas mehr über Fratelli Brivio herausfinden, wenn jemand etwas weiß oder Quellen hat bitte melden. Danke.

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