Archiv der Kategorie: Touren

Alle Touren an denen Freunde der Cyclitis teilnehmen.

Tastatur ohne Buchstaben

Ich sitze bei meinen Eltern und schreibe diesen Post auf der Tastatur meines Vaters. Mein Vater liebt diese Tastatur und benutzt sie bereits seit vielen Jahren, das hat leider dazu geführt, dass einige Buchstaben nicht mehr sichtbar sind, ich tippe also im Blindflug. Aber ich lasse den Post einfach so.

Nach meiner ersten Rückkehr aus Japan habe ich von 1992 bis 1994 in Düsseldorf gelebt. Wir waren frisch verheiratet, wohnten in einem fiesen Mietshaus in Oberbilk und ich hatte mein schönes blaues Panasonic Rad aus Japan mit an den Rhein gebracht. Damals arbeitete ich bei einer großen Baufirma in Essen, die sich gerade mit einem Projekt in Hamburg ein bleibendes Denkmal setzt. Ab und an bin ich von Düsseldorf nach Essen mit dem Rad zur Arbeit gefahren und ab und an am Wochenende in die Gegend. Nach eine Weile hatte ich eine Hausstrecke, über Ratingen nach Werden, Kettwig und Kupferdreh entlang des Ruhrsees und dann weiter durch die Hügel nach Langenberg, Wülfrath, Mettmann und über Grafenberg zurück nach Düsseldorf Oberbilk.

Heute hatte ich endlich mal wieder Zeit dorthin zu fahren. Ich stellte meinen geliehenen Audi A4 am blauen See in Ratingen ab und machte mich auf den Weg.  Mein erstes Ziel war Schloß Hugenpoet, ein bescheidenes Motel in der Nähe von Werden. Äh ja, dort haben meine Frau und ich unsere Hochzeitsnacht verbracht. Vorher haben wir uns noch ne Pommes bei „Ede’s Bierquelle“ in Langenberg geholt, da wir sooo viel Geld ja auch nicht haben und uns das Essen im Schloss nicht leisten konnten.

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Ich bin dann gleich nach einmal die Serpentinen hoch gefahren, die ich zunächst runter bin um um Schloß zu kommen. 1992 war das der absolute Horror, heute lächele ich über so etwas und stöhne mich hoch. Wurde allerdings dabei überholt. Aber quatschte mit dem schnelleren, so dass er nicht davon fuhr und bekam den Tip zum Langenberger WDR Sender hochzufahren, dort gebe es vier verschiedene Wege hoch.

Über Kettwig und Werden ging es dann nach Kupferdreh. Das Wetter war trocken und es machte Spaß irgendwie wieder im hügeliegen zu sein, etwas was ich ja in Bremen sehr vermisse. Richtung Langenberg wurde es dann so richtig bergig. Na ja, aber doch ganz schön und dann sah ich auch schon die Sendemasten auf den Hügeln links der Strasse und machte mich auf den Weg nach oben. Ui, das zog sich richtig, machte aber Spaß. Bis ganz oben bin ich aber doch nicht gefahren.

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Ist übrigens recht gefährlich dort. Zum Glück habe ich keine elektrische Schaltung an meinem Rad.

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Von dort aus ging es weiter Richtung Wülfrath, aber irgendwie habe ich die Abzweigung verpasst. Plötzlich stand ich vor einem neuen Tunnel und musste mich über recht steile Seitenstrassen nach Neviges quälen. Aber schön war es. Der Rest war dann etwas langweilig zurück nach Ratingen.

Aber schön war es wieder in den Bergen und sehr nostalgisch. Quasi jeder Ort da in der Ecke ist mit Menschen verbunden die ich kannte als ich während meiner Zivizeit 82/83 in Düsseldorf wohnte. Langenberg mit Christoph Huppa, der heute Arzt in London ist und damals mit mir Zivildienst machte. Bernhard Obst, der mit mir Zivildienst machte und den ich den lustigsten Menschen überhaupt auf der Welt fand. Velbert mit Peter Kotthaus, mit dem ich zwei Jahre in Aachen zusammenlebte und der es immerhin bis zum Bösewicht bei Verbotene Liebe brachte. Jetzt lese ich auf Wiki gerade nach, dass er den schwulen Werbefachmann Sebastian Adler verkörperte. Wow.

Mettmann mit Joost Schröder und Lloyd, Heiligenhaus mit den Autos: „Niemals!„. Tja, so ist das halt wenn man zu seinen Eltern fährt, in seinem Jugendzimmer übernachtet und mit seinen Gedanken allein gelassen wird.

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Kunscht.

Ich drehe mich um und schaue auf den Wecker. 10:28 hr. Zu spät für die Runde in Stuhr und noch zwei Minuten Zeit bis zur Runde am BOC. Mist, schon wieder.

Also mache ich das übliche um mich abzulenken: Laufräder zentrieren, Fotos schiessen, Dinge auf ebay zum Verkauf anbieten, den Müll rausbringen, ein paar e-mails schreiben. Bevor ich mich auf das Union Fixie setze und durch die Wümmewiesen in Richtung Dammsiel fahre. Jetzt ist das Wetter schön aber  nun ist der Deich auch voll mit Familien, Skatern und langsamen Radfahrern. Ich fahre meine übliche Runde über Ritterhude und Worpswede bis ich dann an den Platz komme an dem ich schon immer ein Photo machen wollte.

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Mein Union Fixie, besser hätte es auch kein Heidemaler aus Worpswede hinbekommen. Nein doch, bald kommt dasUpgrade. Und dann gibt es ja auch immer noch das blaue Basso.

Ich fahre nicht schnell, aber konstant und mit Druck. Mein Puls ist so um die 130, erstaunlich. Vielleicht wird doch noch alles gut.

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Das blaue Wunder

Es macht Spaß mit den Anderen zusammen Rad zu fahren. Es macht aber auch Spaß gegen Andere Rad zu fahren.

Runter mit den Carbon-Toppolinos, rauf mit den selbstgebauten blauen DRC/Erdmann. Es ist schön nicht nur auf einem Rad zu fahren, es ist noch viel schöner wieder Kurven fahren zu können. Und auch wenn ich auf die Bremse drücke, dann bremst das Rad wieder. Das war nicht immer so.

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Am Freitag auf dem Weg von der Jacobs nach Hause kommt mir eine Meute Rennradfahrer auf dem Deich entgegen, ganz vorne: Harald. Es ist unmöglich Rad zu fahren ohne Harald zu treffen.

Von 100km nach Ritterhude, Worpswede und Schloß Wilstedt sind 88 km im Dreissiger Schnitt abgefahren. Jetzt weiß ich auch, warum ich beim Anblick von Netto Supermärkten immer Hunger auf Hühnchen süß-sauer bekomme: Die Schilder des Chinarestaurants in Worpswede sind genauso designt wie die eines Nettomarktes. Es ist gut wieder gleichmässig und lange Druck auf die Pedale zu bekommen. So macht das Spaß, aber als ich in Fischerhude a, n der Linde auf die Waldstraße nach Borgfeld abbiege, denke ich mir, dass jetzt so mit Wind im Rücken 30 km/hr Schnitt reichen. Bereits kurz nach dem abbiegen werde ich von einem Elektrorennrad überholt ; schwarzes Canyon, Dura Ace Di2, Typ in meinem Alter, allerdings wesentlich unsympathischer. Ich meine, wenn ich ihn überholt hätte, dann wäre ich der Unsympath, aber es war nun einmal umgekehrt. Ich mag das nicht, so verbissen, ohen Gruß überholt zu werden. Ich denke, das ist eine Ansage. „Mein Gott“, denke ich mir „muss das wirklich jetzt noch sein?“ Aber dann hänge ich mich an ihn ran. Mit 38 Sachen geht es die Strasse lang. Irgendwie will ich nicht so schnell, beim lutschen geht es aber und so denke ich mir die Taktik aus den loszuwerden.

Schritt Eins: Der Nette

Nach ein paar Kilometern überhole ich ihn langsam und fahre dann etwa im gleichen Tempo vor ihm her. Das ist zwar etwas anstrengender vorne zu fahren aber es geht. Wie nett von mir mich an der Tempoarbeit zu beteiligen. Das hat auch einen anderen Vorteil, denn wenn ich vorne bin, dann rufe ich „Entschuldigung“, wenn Spaziergänger den Weg blockieren. Mein Elektrofreund ruft aber immer nur „Eehhhhhh!“ oder „weeeeeeegggggg“ was ich eher unangenehm empfinde.

Schritt Zwei: Der Dankbare

Dann werde ich ein wenig langsamer und der Andere übernimmt wieder die Front. Ah, so dankbar, dass ich nicht die ganze Zeit vorne arbeiten muss. Ich bleibe schön im Windschatten und ruhe mich aus, sammle Kräfte.

Schritt Drei: Der Fiese

Ok. Jetzt ist Schluß mit lustig. Entschlossener Sprint auf fast 50km/hr, vorbei. Wie gemein von mir. Jetzt die Geschwindigkeit so lange wie möglich halten, Abstand gewinnen und auf keinen Fall uncool umschauen. Dann mit 38 km/hr konstant weiter. Ui, so langsam glaube ich, das ich das Manöver zu früh gemacht habe, ich wollte nicht de Cancellara des Abends werden. Noch sooo weit bis nach Borgfeld. Dan endlich kommt die Kreuzung in Sicht, ich biege links ab und fahre in Richtung Brücke und schaue mich dabei ein wenig nach weiter links um – nicht zu sehen. Entweder versägt oder  der ist ohnehin irgendwo abgebogen.

Schritt Vier: Der Sieger

Ich.

Anmerkung: Eigentlich ist es mir ein Anliegen nett zu meinen Mitmenschen zu sein und Freude, Spaß und Abenteuer zu verbreiten. Eigentlich.

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Schloss Wilstedt

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Ich drehe mich im Bett um und schaue auf den Wecker…. 11:58 hr. Hm, das wird ein wenig knapp mit dem Treffpunkt der „Rennrad Trainingsgruppe Bremen und Umgebung“ um 12. Selber Wer sich so einen langen Namen ausdenkt, der fährt auch bestimmt pünktlich los. Ich drehe mich also noch einmal um und denke, dass „Fixed Beards Bremen“ für unsere Gruppe ein sehr kurzer und schöner Name ist. Nur schade, dass wir uns noch nie zum fahren getroffen haben.

Eine Stunden später aber sitze ich beim „Frühstück“ in voller Fyxo Montur. Das Wetter draußen ist herrlich, genau wie auf Malle bevor Harald kam und 167 km und 2.500 Höhenmeter durch den Regen fuhr. Das Canyon mit Toppolinos steht bereits und ich stürme in kurzen Hosen und Jersey nach draußen. Nur um festzustellen, dass es doch erheblich kälter ist, als ich mir vorgestellt habe. In der Sonne geht es ja, aber im Schatten ist es doch arg kalt. Es greift sofort der „ich-bin-sowieso-schon-spät-dran-und hab-keine-Zeit-mich um-diesen-Schwiss-zu-kümmern Mechanismus“, also einfach so losfahren und auf keinen Fall noch einmal umziehen. Das hat den Vorteil, dass ich nicht schwitze, aber nicht gleichmässig von der Sonne gebräunt werde, da die Oberflächenstruktur meiner Gänsehaut Schatten wirft.

Ich möchte einmal nicht die übliche Runde fahre und mache mich auf den Weg nach Borgfeld, dort scheint gerade das Stadtfest zu sein. Von dort aus geht es weiter nach Fischerhude am Wald lang. Ich trete kräftig in die Pedale, halte den Kopf runter und freue mich, das ich ohne sonderliche Anstrengung einen guten Schnitt über eine lange Strecke halten kann. Das viele fahren auf Malle zeigt jetzt seine  Wirkung. Sicherlich, das könnte alles noch viel besser sein, aber es läuft und es macht Spass.

An Grund zur Belustigung sind die Toppolino Laufräder mal wieder. OK, die sind wahnsinnig leicht, unter 1.000 Gramm. Super. Aber man kann mit denen genau eine Sache machen: Geradeaus fahren. Auf keinen Fall sollte man versuchen zu bremsen. Ganz schlechte Idee. Irgendwie kommt man dann zum stehen, aber das ganze Ding wackelt wie verrrückt und auf keinen Fall sollte man daher beim bremsen versuchen irgendwelche Lenkbewegungen zu machen. Man sollte auch keine Kurven fahren. Ebenfalls eine ganz schlechte Idee mit diesem Laufradsatz. Vor allem sollte man auf gar keinen Fall Kurven anbremsen. Hier ergibt Minus und Minus nicht positiv sondern das Risiko eines dicken Sturzes.

Die niedersächsische Tiefebene ist gnädig zu den Toppolinos, ich fahre hauptsächlich schnurgerade Strassen die mit von Birken gesäumt sind raus bis nach Wilstedt. Schon von weitem kann man zwischen den Windkraftanlagen am Wegesrand den Turm von Schloß Wilstedt sehen. Gerhard (Olmoista) hatte mich einmal dorthin geführt, ich mag die Strecke weil sie recht unbefahren aber schnell ist. Und vor allem: gerade.

Fleissige Hände pressen hier Tag und Nacht das Öl aus Oliven, die in einem Hain hinter dem Schloß wachsen. Mir steht der Sinn aber eher nach Kuchen und so mache ich mich über Worpswede und Timmenslohe auf den Weg nach Hause.  Am Ende war ich doch gut warm gelaufen, das Duschen konnte ich mir auch ersparen; obwohl jetzt fühle ich mich etwas „verpollt“, kann man das so schreiben?

Schöne 75 km in 2 1/2 Stunden, da gab mir dann auch die nötige Ruhe um mit beiden Kindern Mathe zu lernen. Ich wäre ja gerne in einer Gruppe gefahren, aber viele waren ja bei der RTF am Samstag und den Rest habe ich wohl um 12 verpasst. Ein anderes Mal. Bald ist ja auch wieder der Bremer Rad Marathon.

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Malle 2013

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Rein Radfahrtechnisch war Malle 2013 folgendermaßen.

Pollensa -Cap Fermentor – Pollensa

Pollensa – Cap Fermentor – Cap irgendwas auf der anderen Seite der Bucht -Pollensa

Pollensa – Campanet – Selva – Lluc – Col des Reines – Sa Calobra und zurück

Establiment – Calvia – Es Capdela- Galilea – Puigpunyent – Esporles – San Ferandell – Valdemossa – San Maxella – Etablihment

Calvia – Es Capdella – Galilea – Puigpunyent – Banyalbufar – Es Port – Andratx – Port Andratx – Andratx- 1031 – Es Capdela – Calvia

Pollensa -Cap Fermentor – Pollensa

Rein emotional hatten wir viel Spaß, gestört allerdings zunächst von den Untieren in unserem Hotel.

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David („Tiger“) und Juliane 

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Mit Byron aus Boston

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Rumhängen an der Bucht, andere Seite von Cap Fermentor

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Fascho Cafe für Radfahrer

Wir planen gearde die nächsten Positivo Espresso Europe Touren. Im August eventuell in die Sierra Nevada. Im Oktober vielleicht auf die Eroica.

 

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Zurück aus Malle. Und alles was ich mitgebracht habe ist dieses lausige Photo.

Zurück in Bremen war ich zunächst einmal überrascht über den lauen Frühlingsabend, der am Flughafen auf mich wartete. Das hatte ich nicht so in Erinnerung und mir viel kälter vorgestellt. Nach fast drei Stunden im Flieger von Ryanair sind die Erwartungen an die Welt draußen aber auch gedämpft.

Berichte vom Radfahren auf Mallorca beginnen in der Regel damit, zu beschreiben wie toll es war, wie viel Kilometer und Höhenmeter man zurückgelegt hat und wie nun das Leben komplett anders wird und man auf den guten Trainingsleistungen auf der Insel aufbauen wird. Dazu gibt es dann jede Menge Fotos auf dem Rad, am besten auf dem Weg runter nach Sa Calobra. All‘ dies ist schön und hat seine Daseinsberechtigung, wurde aber auch schon hundert Mal beschrieben.

Neu war dieses Jahr, dass wir uns ein Auto gemietet hatten, und zwar einen dicken, protzigen Ghetto BMW X3, die Räder hinten reingeschmissen haben und damit von unserer Basis in Pollenca im Nordosten aus in andere Teile der Insel gefahren sind, um neue Straßen zu erkunden.

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Da ich bereits zweimal im Südwesten war, in Paguera und in Port Anthradx kannte ich dank Fabian bereits einige der schöneren Anstiege dort. Wie zum Beispiel diesen:

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In den Ort rein, dann hoch zur Kirche und genau um fünf nach zwei ankommen. Später mehr.

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Brief an meine Mutter aus Sulingen

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Liebe Mutter,

wie geht es Dir und wie ist das Wetter in Cali? Hier ist das Sohn Andres Santiago Juan Camilo Hernan Juan Diego (*). Mutter, waren hattest Du nur so viele Brüder, die mir alle einen Namen geben wollten? Mir geht es gut, ich studiere immer noch an der Universitat do Bremen und mittlerweile habe ich eine Menge netter Freunde gefunden.

(*) Namen wurden vom Author geändert.

Also, ich glaube wenigstens, dass meine Freunde nett sind, ganz sicher bin ich mir nicht denn manchmal machen sie sehr komische Dinge die ich nicht verstehe. Aber bitte mache Dir keine Sorgen, Mutter. Letzte Woche zum Beispiel, luden mich einige meiner Freunde zu einer „Fiesta da Cicla“ am Samstag ein. Jeder weiß was das ist, man trifft sich mit, Freunden, ist gut gelaunt und fährt ein wenig Rad, läßt die Flaschen Aguardiente kreisen oder bleibt beim Jogo Naturale und dann gibt es Ajiaco Santaferena für alle und wir tanzen, reden und machen Spaß bis spät in die Nacht.

Das hier war ganz anders. Wir trafen uns schon früh am Morgen am Bahnhof mit unseren Rädern. Du glaubst es nicht, aber die Räder in Deutschland sind wahnsinnig primitiv, manche haben noch nicht einmal eine Schaltung. Ich hatte eine 3/4 lange Hose an, obwohl es sehr kalt war, aber ich würde ja bald in einer Scheune oder einem Haus sein. Manche der Deutschen hatten sich extra einen Bart wachsen lassen, so harsch war die Kälte an diesem Morgen.

Wir fuhren dann mit dem Zug zu einem Ort, dessen Name auf spanisch etwas schwierig auszusprechen ist, „Twistringen“. Es erinnerte mich ein wenig an die Kreuzung auf dem Weg von Cali nach Norden in die Berge, wo eine alte Frau seit Jahren Nüsse und Saft verkauft.

Würde die Fiesta hier mitten in der Einsamkeit sein? Nein, so sagten mir meine Freunde, wir sollten erst einmal 20 Kilometer bis zu einer großen Stadt namens „Sulingen“ radeln, dort würde das Fest steigen. 20 Kilometer – aber für eine gute Party muss man manchmal etwas investieren. Wir fuhren sehr schnell, und als wir endlich in Sulingen ankam, war ich bereits etwas müde. Meine Freunde hatten eine große Sporthalle am Rande der Stadt gemietet und viele Radfahrer waren bereits eingetroffen und machten sich bereit zum feiern. Da gab es die Radler von SWB („Saussen wie blöd“), von Velosport und welche in Tarnanzügen der deutschen Armee aus der Kaserne auf St. Pauli.

Wir kauften unsere Eintrittskarten und trafen die Freunde unserer Freunde: Mathias, Jörg, Torsten, Philipp, Andreas, Tobias und Michael (**). Dann machten wir ein gemeinsames Photo.

(**) Namen wurden vom Author nicht geändert.

Und dann trafen wir uns alle draußen, vielleicht 80 Freunde und wollten einmal um die Sporthalle fahren und dann anfangen zu feiern. Um Punkt 10 Uhr fuhren wir los, diese Deutschen mit ihrer Anbetung von Zeit und Uhren! Und zu meiner großen Überraschung fuhren wir los als wenn es um unser Leben geht, oder eine Schlammlawine aus den Hügeln auf unser Dorf zukommt. Das Tempo war mörderisch, innerhalb von wenigen Minuten waren alle weg und ich stand alleine auf der Straße in Sulingen. Ich dachte das wären meine Freunde! Aber die liessen mich einfach alleine irgendwo im Dschungel der Tiefebene.

Ich versuche gerade herauszufinden, wie ich von hier wieder nach Bremen komme, wollte Dir aber vorher noch diesen Brief schreiben, falls Du nie wieder von mir hören solltest. Hier scheint es keinen Zug zu geben, keine Menschen sind auf den Straßen und nur coole Kühe grasen auf den Wiesen um mich herum. Bitte mache Dir aber trotzdem keine Sorgen um mich.

Dein Sohn.

EPILOG

Er ist wieder nach Hause gekommen. Philipp und ich wissen das, weil er Philipp eine SMS schrieb, dass er seine Haustürschlüssel in Philipps Rucksack gelegt hatte und diese nun doch langsam gerne zurückhaben würde, das er vor seiner verschlossenen Wohnungstür steht. Das ist vermutlich ein alter kolumbianischer Brauch aus der Zeit der Azteken: Schlüssel heimlich in die Taschen von Freunden legen. Philipp und ich hatten uns allerdings spontan entschlossen an der 73 km Raststelle doch die 120 km Runde zufahren (die 124km lang war wie wir nachher feststellten). Nachdem wir die ersten 73 km ja noch recht schnell gefahren sind, waren die letzten 50 km dann doch deutlich langsamer und entspannter, so dass wir erst um kurz vor drei nach 5 Stunden wieder im Ziel waren.

Leider blieb und da nicht viel Zeit rumzuhängen und die Würstchen zu geniessen, der nächste Zug aus Twistringen fuhr um 16:20 Uhr zurück nach Bremen und länger wollten wir wirklich nicht in der niedersächsischen Provinz bleiben. Also machten wir uns flott auf den Rückweg, der dann wenig erstaunlich auch wirklich knapp 50 Minuten dauerte. Es gab einen ziemlich fiesen Gegenwind und mit 53/16 bzw. 46/15 macht das wenig Spaß. Zudem waren wir, glaube ich, auch ziemlich müde nach mehr als 150 km Fahrt zu Beginn der Saison.

Die RTF selber war gut organisiert und ausgeschildert, die Verpflegung war auch nicht übel, vor allem die Rosinenbrotstullen. Nicht so positiv fand ich die Streckenführung, die wenig Fixie-geeignet war mit vielen Abzweigungen und Überquerungen dicker Landstraßen und kleinen Feldwegen mit relativ schlechtem Straßenbelag. Na ja, wird ja auch deshalb vielleicht das Roubaix des Ostens genannt.

Gut war es auf jeden Fall nach der langen,langen Winterpause einen Haufen bekannter Gesichter zu sehen. Und einen ganz ordentlichen Trainingsauftakt zu haben. Also ich meine, ich war sehr froh die 20 km von Twistringen nach Sulingen als Training für die RTF gehabt zu haben  und die RTF selber als Training für was auch immer. Ach so, ja, Bremer Radmarathon, wo wir ja diesmal alle Fixie fahren wollen.

Nächste Woche in Malle. Mehr trainieren.1304 RTF Sulingen 02

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Frühling.

Nachdem mir einige Leute aus dem Rennradforum ein paar gute Tips gegeben haben, konnte ich nun endlich meinen Topolino Laufradsatz wieder in Ordnung bringen. Den brauchte ich heute auch, denn es ging nach langer Zeit mal wieder raus und ich habe mein Kampfgewicht noch nicht erreicht.

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Ganz ehrlich: Also man kann mit diesem Dinger ja schnell fahren aber: Erstens sind die sehr Seitenwindempfindlich und nichts für Tage wie heute, zweitens sind die auch sehr weich und man solte nach Möglichkeit keine Kurven damit fahren und drittens sollte man auf keinen Fall mit denen bremsen.

Na gut, ich hatte auch keine Lust die gelben Carbonbremsbeläge zu montieren, aber mal ehrlich, außer dass die gelb sind und gut aussehen bringen die für das Bremsen an sich ohnehin nichts. Aber meine H plus Son müssen komplett neu eingespeicht werden, meine blauen Rigida Novas passsen nicht zum Rad,  meine 105/CXP33 sind zu  schwer, die DT Swiss240er habe ich schon demontiert und die Spinergy werde ich sowieso niemals fahren. Also die Topolinos und beten dass es keinen Platten gibt.

Man muß aber sagen, dass das Canyon mit den Schluppen sehr leicht sehr schnell aussieht. Mit mir oben drauf ist es dann deutlich weniger leicht und eine Spur langsamer. Deshlab habe ich auch keine Bilder gemacht.

Aber ich fuhr so durch die Wümmewiesen und die Deichstraße war voll mit Radlern und Inline Skatern. Das machte Spaß und es war gut für das Selbstvertrauen, vor allem nach dieser total miesen Ausfahrt bevor ich krank wurde.

Kurz vor Ritterhude kam mir Harald entgegen. Ich hatte Harald schon so lange nicht mehr gesehen, dass ich ihn beinahe wie früher „Sven“ genannt hätte. das habe ich eine Zeitlang 2011 getan, er hat sich nie beschwert. War das einfach nur unendlich unwahrscheinlich ihn zu treffen (Unendlicher Unwahrscheinlichkeitsdrive) oder ist es einfach so, dass man ihn treffen muss da er ständig und überall fährt? Ich weiß es nicht, aber Harald sah gut in Form aus. Einerseits war sein Gesicht völlig verpackt mit Brille und diversen Lagen Kopf- und Ohrenschützern, auf der anderen Seite trug er eine kurze Hose. Also entweder sind die Temperaturen 50 cm über dem Boden wärmer als in der Höhe (1,70m über Bodenkante). Oder aber Harald wollte seine gut ausgebildeten Unterschenkel zur Schau stellen.

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Harald: Etwa vierter Schenkel von links.

Wir quatschen so ein wenig über das was wir bislang in diesem Jahr getan hatten (er:viel, ich: wenig) und was wir dieses Jahr noch vor haben (er:viel; ich: irgendwie mehr). Harald sagte, wir sollten mal wieder in den Herz fahren. Ja schon, aber bei dem Wetter entwickelt sich folgende Vision vor meinen Augen:

Harald prescht vorneweg durch den mannshohen Schnee: „Hier lang, der Kutscher kennt den Weg!“ schreit er, aber wir sind völlig fertig und können kaum noch folgen. Ein paar Harzer Einheimische stehen am Wegesrand und schauen uns Verständnislos an. Ich sehne mich nach Schnitzel und Philipp nach einer Kette. Andreas will wieder ein neues Rad.

Also etwa so:

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Ich fahre dann weiter die Landstrasse nach Ritterhude und Worpswede. Mit Schlauchreifen kann man natürlich auf gar keinen Fall auf dem Radweg fahren und so bleibe ich auf der Straße. Das finden ein paar Autofahrer nicht so gut und hupen. Das ist immer so nach Worpswede rein, ich denke das sind Männer, von ihren künstlerisch interessierten Frauen zum Ausflug nach Worpswede gepeitscht (ah: die Paula Modersohn, ah die Villa Birkenhof; ah, die Kunscht so schön…) die daher ohnehin schlechte Laune haben. Nachher stehen sie da ohnehin vor der italienischen Eisdiele. Den Kindern zuliebe.

Warum man das Fenster runterkurbelt und mich aus der Gegenrichtung anschreit wird mir wohl logisch ein Rätsel bleiben. Zum Glück dreht aber der Wind in den Rücken und von Worspwede geht es flott nach Worpshausen und nach Quelkorn und Fischerhude. Hier sind die Menschen auch freundlicher.

Nach 2:20hr und 70 km bin ich wieder zuhause. Großartig schnell war das nicht, aber dafür, dass ich dieses Jahr echt noch nichts getan habe ganz OK. Und mit Laufrädern die nicht durch festgestellte Bremsen blockiert sind fährt es sich auch deutlich schneller. OK, Malle kann kommen. Der Harz aber muß noch warten.

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Fixed Beards Bremen: Unfix my heart


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„Der Morgen dämmert, die Wolken hingen tief / ich wusste nicht mehr ob ich wachte oder schlief/ die Augen verquollen von tausend Tränen, ja wenn sie doch endlich einen Sinn bekämen…“

Kennt das noch jemand? Genau, HH Milch mit „Fräulein Meier“ von ihrem tape „Barbecue of South Fork“, Ulan Bator Records Hamburg 1984. Hatte mir mein Freund Dirk Ehlert mal geschenkt. Kennt ja jeder.

Ich war amWochenende in Hamburg mit einem Haufen Studenten und fühlte das Alter. Nach dem Abendessen am Samstag rief ich sie dazu auf jeden Fall am nächsten Morgen um 9 Uhr zum Workshop zu erscheinen, nach Möglichkeit nicht in Zombiemässigen Zuständen. Um Acht sass ich beim Frühstück und da kamen ja schon die ersten beiden…. alledings nicht aus dem Bett sondern direkt vom Fischmarkt mit Tüten Aal in der Hand. Schon mal versucht einer Gruppe von Halbzombies Wissenskreierung in Organisationen beizubringen? Es klappte besser als erwartet, aber ich war auch froh als der Tag vorbei und ich im Bett war. Deswegen verpasste ich den ersten sonnigen Tag des Jahres in Bremen und als ich am Montag morgen aufwachte und feststellte, dass ein weiterer sonniger tag folgte, beschl0ß ich diesen zumindestens teilweise auf dem Rad draußen zu verbringen nach all den langen Tagen in der Muckibude.

Ich machte mein Canyon Positivo fertig, dass ich bestimmt seit Oktober oder November nicht mehr bewegt hatte. Alleine schon das Anziehen war mühsam und mir wurde klar, dass ich mich nicht in dem Körper mit der allerbesten Kondition aufhalte. Aber ich wollte es auch nicht übertreiben und freute mich auf das schnelle Canyon mit den neuen HplusSon Schluppen.

Na ja, also wenn man nach so langer zeit mal wieder fährt ist es schon ziemlich lahm, zumal ich zunächst auch noch fies gegen den Wind fahren musste bis ich endlich auf dem Wümmedeich war. Die Steigung hoch über die Autobahn am Horner Freibad, der Gavia Bremens, war schon ziemlich anstrengend und ein doofes Peugeot Fixie klebte auch noch die ganze Zeit an mir. Ja, diese Autobahnüberquerungen können ganz schön gemein und fies sein, Menschen aus anderen Bundesländern wissen das oft nicht zu würdigen.

Auf dem Deich war es erfreulich leer und schwups war ich schon auf der Ritterhuder Strasse und fuhr dann weiter Richtung Worpswede, wo die beliebte „SOS Berge“ Notrufsäule steht (in etwa). Ich hätte mich doch vorher rasieren sollen, denn jetzt wurde mir so richtig heiss. Und dann so ganz alleine, ohne meine Fixed Beards Bremen Freunde, mir wurde ganz einsam um das Herz.

Weiter ging es dann nach Worpswede rein über den Sandberg und dann Richtung Worpshausen. Ich bin diese Strecke schon extrem oft gefahren, meistens sind das zwischen 2 und 2 1/2 Stunden Fahrspaß. Nee, eigentlich nicht, da sind jede Menge Autos auf der Strecke und landschaftlich schön ist die auch nicht wirklich. Aber es ist nun einmal die erste Strecke die ich in Bremen selber ausgekundschaftet habe und die ich am allerbeste kenne. Erstaunlicherweise wurd eich jetzt so richtig langsam, teilweise kroch ich mit 23 oder 24 Sachen über die Straße. Ich schob das auf den Gegenwind und auf meine miese Kondition. Als ich aber einmal zum pinkeln rechts rausfuhr, stellte ich fest, dass mein Hinterrad sich überhaupt nicht mehr drehte. Das hatte zwei Gründe, zum einen war die Hiterradbremse sowie viel zu nah an der felge, ich war also die ganze Zeit mit angezogener Bremse gefahren – supertolle Trainingsidee! Und zweitens hatte sich bereits eine Speiche an dem HplusSon Hinterrad gelockert, so dass das Ding auch noch eierte.  Toll- da hätte ich mir ja gleich einen Sack Rüben hinten an das Rad binden können.

Nachdem ich die Bremse gelöst und die Felge wieder einigermaßen zentriert hatte ging es weiter nach Quelkorn und nach Fischerhude. Von da aus dann nach Borgfeld und ab nach hause. Vor drei Jahren war das eine Pendeldistanz Yokohama – Tokyo, aber heuer hat mich das wirklich sehr angestrengt. Aber ich bin froh mal wieder auf dem Hobel für eine längere Zeit unterwegs gewesen zu sein. Die Saison mag beginnen.

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Bärtige Grüße.

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Shimanami Kaido

… ist eine Straße die die japanische Hauptinsel Honshu auf Höhe der Stadt Onomichi über eine Serie von Brücken und und Inseln bis auf die größere Insel Kyushu. Die Brücken sind spektakulär und so ist die Landschaft. Es gibt exzellente Radwege, gutes Essen, nette Menschen und jede Menge ländliches, traditionelles Japan. As ganze ist vielleicht 100 km lang.

David von Positivo Espresso ist am letzten Wochenende dort 400 km gefahren. Mitten im Januar. Hier sein Bericht vom Positivo Espresso Blog (auf Englisch)

2013 First Brevet

 This weekend I rode my first Brevet of 2013 and my first ever Kinki (i.e. Kansai) Audax event.  Where to ride 400km in mid-January, without a near certain cancellation or ice?  Kinki Audax decided to try a route starting in Takamatsu, heading west along the northern coast of Shikoku, over the „shimanami kaido“ — a bike route that goes on bike paths over spectacular bridges, via islands of the seto nai kai from Imabari in Shikoku to Onomichi on Honshu (Hiroshima Prefecture), then eastward back to Himeji, a town west of Kobe in Hyogo Prefecture, famed for its beautiful castle.

We departed at 5AM from Takamatsu in dark and near-freezing temperatures.  I recognized and greeted a number of riders from other events.  3 of the Japanese contingent from RM1200 were present (Kaz Tachikawa, Makiyo Goto and Yoshiaki Philippe Misawa).

The ride in Shikoku was uneventful.  We passed some very nice seashore, and lots of industry.  The roads were mixed but at least traffic was very light on the early Sunday of a 3-day weekend.  The organizers required us to detour out to the tip of land just underneath the Seto Ohashi, the bridge from eastern Shikoku to Okayama.  Since there was no official checkpoint, we needed to take photos of our bicycles with the bridge in the background as proof of passage.  Mine looked like this.

3 lights from Seto Ohashi in the upper left corner — proof of passage

As we rode through Niihama, an industrial city, I remembered visiting a water park there with my family the one time I had been in north Shikoku previously, on the way from Matsuyama back to Tokyo, more than 10 years ago.  The water slide was great.  The men’s locker room had a very large, prominent sign warning that the establishment refused service to persons bearing tattoos.

A nice stretch on Shikoku north shore just after sunrise and before the clouds close in
Imabari Castle moat

It was a relatively fast trip to the second checkpoint, just before we started to cross the bridges — 157 km in just over 6 1/2 hours, including stops.  At this rate … I will be done in no time at all.  27 hour time limit, but maybe I can do it in 17? or 18?

Then things slowed down.  After the first long bridge, I stopped at a michi-no-eki restaurant and enjoyed some local seafood for lunch.

Looking back at the first bridge of many

This must be the most expensive bike path in the world — with bicycle/pedestrian-only bridge entrances in places along the lines of the loop road you can see in the photo, carefully graded, drained, and built to the gold-plated standard of Japanese government contracts.

On the shimanami kaido

But it is nice, and is wildly popular … in warmer weather.  Even in January there were a few cyclists other than the brevet riders.

Anyway, I ran out of energy before the last bridge approach climb, stopped for an energy bar and managed to make it to Onomichi by around 4:30PM.  227 kms in and still on track for a decent time.  But the Onomichi checkpoint was a Mister Donut in front of the main station.  Onomichi looks like a nice tourist town and there were lots of people there on the holiday weekend.  I waited more than 10 minutes just to buy a donut and get my receipt.  Then after a rest with other riders I went another 20-30 minutes to the East and stopped for convenience store pasta.  On the next stretch I fell in with a couple other riders and we worked together.

But around 730PM the rain started.  At first it was light rain (mixed with sleet).  Then it got heavier, but at least the sleet disappeared.  Eventually I was wearing rain pants and jacket, with plastic bags over my socks, inside my shoes.  The pace slowed.  And slowed.  The rest stops were cold.   My feet and hands were cold … I had some navigation issues, managed to backtrack without losing much time, rested briefly at a 24 hour McDonalds to recharge my GPS unit, made it through some very dark, rural patches in the hills, and finally to the finish in Himeji.  I wished at this point that I had been riding with Jerome — who would have insisted on stopping for a proper meal in the early evening.

The last 125 kms was almost entirely riding alone in the cold rain.  But a nice sense of accomplishment to make it through.  In the end, it took me 22:40 or so to complete, and I was 16th fastest of 90 participants, approximately 60 of whom completed within the 27 hour time limit.  And there was a good group at the family restaurant in Himeji where we all ate and rested a few hours … before heading for the morning train home.  By the time the train entered Shizuoka, the scenery had changed to white.

Hier noch ein paar Photos als ich mit Freunden und Kindern im Herbst 2006 dort entlang fuhr
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