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Zu verkaufen: Dancelli Tobi Spezial 1990 RH52

Via Tobi

 

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Larissas Olmo

V O R  H E R

M I T T EN D R I N

F E R T I G

Ich warte immer noch auf das Photo von Larissa mit Ihrem Olmo.

Das war ein schönes Projekt, denn ich bekam ein schwarzes Olmo Speedy Gonzales von 1991, daß eigentlich noch sehr gut und Schuß war und sollte es für wenig Geld in ein feminines Rad für Larissa umbauen.  Es war erst das zweite Rad, daß ich speziell für jemanden Speziellen baute und nicht einfach wie das Pescarolo, ein Rad, daß ich gekauft, repariert und an irgendwen wieder verkauft hatte. Alle Räder haben irgendetwas, und das schwarze Olmo war auch speziell.

Larissa hatte ursprünglich Interesse an meiner blauen Gazelle Champion Mondial A Frame, aber die war von der Rahmenhöhe her zu groß. Tobi, der Jäger der verlorenen Ebay Kleinanzeigen kam schnell mit dem Olmo an und das kurz vor Weihnachten. Als ich aus dem Urlaub war und die bestellten Teile da, fing ich an zu basteln.

Basis ist ein schwarzes Olmo mittleren Geröhrs. Ösen an Gabel und Strebe, eigentlich erste inmal eins chlechtes Zeichen. Die Gabel ist verschromt, ebenso wie der Hinterbau unterverchromt ist. Einige vond en Decals sind ab oder in Mitleidenschaft gezogen, aber da der Lack schwarz ist läßt er sich gut ausbessern. Im Gegensatz zu meinem neongelben Bottecchia, wo mein Versuch den Farbton zu treffen so endete, als dass das Rad jetzt ’ne Überdosis Eigelb an der Kettenstrebe abbekommen hätte.

Das meiste an dem Rad ist Shimano 105 , Serie 1050: Bremshebel, Rahmenschalthebel, Umwerfer, Schaltwerk, Kurbel, Bremsen, Naben. Alles natürlich total verdreckt. Ds musste ich erste inmal alles komplett auseinanderbauen und reinigen, fetten und ölen. Dabei verschwanden mal wieder ein paar Quadratkilometer Ozonschicht über Bremen infolge übermässigen Chemikalinegebrauchs. Ich war total high und musste erst einmal eine Woche uaf Entzug, was die Fertigstellung des Rades weiter verzögerte.

Das Lenkerband musste auch weg und ebenso die Reifen.  Die Vorgabe war etwas zu basteln mit den Haupttönen Schwarz, Pink und ein wenig Chrome/Silber. Etwa so ähnlich wie dies hier:

Tobi hatte schon neue Look Pedalen und Schwalbe Ultremo Reifen in Pink organisiert. Ich kaufte dann dazu noch einen passenden und günstigen pinken Frauensattel, pinke Bremshüllen und pink eloxierte Ventilkappen und Endkappen. Pinke Kettenblattschrauben gab es nicht, deswegen musste eine goldene als Markenzeichen herhalten.

Beim Zusammenbauen gefiel mir, das Schwarz und Silber die Haupttöne sind und Pink nur die Silhouette betonte: Außen an den Reifen und oben am Rahmen durch die Hüllen. Ein pinkes Lenkerband wäre nun zuviel des guten gewesen,  zumal es auch schwierig war das genaue Pink für das Lenkerband zu bekommen. Ich glaube das ist ein typischer Fehler. Man versucht alles mit einem oder zwei Frabtönen zu machen, scheitert aber daran, dass man dann mit vielen ähnlichen Tönen einer Farbe endet. also wenn ich mir mein altes „oranges“ Cervelo ansehe …..

Also wickelte ich ein schwarz glänzendes Fiszik Lenkerband, was unheimlich gut zu dem Olmo passt. Dadurch bekommt es so einen leichten Leder/Club Touch:

 Schön. Der Rest war dann schnell gefunden und drangebaut. Da die Orginalkomponenten verwendet wurden, gab es auch keine Kompatibilitätsprobleme. Die Bremsen waren schön knackig und ich verwende beim Aufbau immer diese sehr schönen und günstigen Xtreme racepads von Rose, auch wenn die epochal nicht stimmen. 

Eines Abends kamen Larissa und Tobi und halten das Olmo ab. Es ist immer schwierig sich von einem Rad zu verabschieden, aber in diesem Fall war es schon einfacher, da die beiden happy mit dem Ergebnis waren. Ich hoffe, daß ihnen das Rad noch viel Freude bereiten wird.

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Bottecchia Sprinter 1991

Ein Bottecchia in voller Neonblüte im Garten

Ein Bottecchia in voller Neonblüte im Garten

Vor ein paar Wochen habe ich auf Ebay relativ günstig diesen Neo-, oder besser Neonklassiker von Bottecchia erstanden. Das Wort „relativ günstig“ darf auf diesem Blog und in diesem Zusammenhang nur gebraucht werden, wenn es sich um einen zweistelligen Eurobetrag handelt. Ich mag solche Projekte, also Räder für wenig Geld kaufen und dann für wenig Geld in Schuß bringen. Man darf nicht durchdrehen und Veloflex Reifen in Frankreich bestellen weil sie farblich so schön passen, oder die vorhandenen Dura Ace Teile verbauen. Es ist eine Übung in Geduld, nämlich mit wenig Geld etwas schönes zu bauen. Nur … was mache ich jetzt aus dieser Kiste. Neu lackieren?

Zu den Details: Ein Bottecchia Modell Sprinter, nach Shimano Produktionscode von 1991, relativ gut erhalten. Ich vermute einmal, dass dies ein Einstiegsmodell von Bottecchia war und noch mit den Orginalkomponenten ausgestattet ist. Dsa sieht man ja auch schon an dem Lenkerband, das farblich genau auf den Rahmen abgestimmt ist.

Neonlenkerband mit graduellem Übergang von Lila zu Gelb.

Neonlenkerband mit graduellem Übergang von Lila zu Gelb.

Die meisten Komponenten an dem Rad sind von der Shimano 105 Gruppe, genauer gesagt Shimano 105SC. So also die Naben vorne und hinten, sowie die Bremsen und die Kurbel. Die 105SC ist eine sehr vernünftige Gruppe: Sieht OK aus, funktioniert gut und ist noch günstig zu haben.
Die Bremsgriffe sind allerdings von Modolo, Modell America? und die komplette Schaltgruppe ist von Suntour, Blaze, 2 x 7-fach.

 

 Na ja, SunTour. Einerseits haben die wirklich ein paar sehr schön anzusehende Teile gebaut, wie z.B. das Cyclone  Mk II Schaltwerk von 1981, dass sich noch in einem meiner Schatzkästchen befindet und darauf wartet verbaut zu werden. Andererseits gibt es aber auch eine Menge mittelmässigen und schlecht kreierten Schund von dieser Firma. Und dann der Name … also wirklich. Schön übrigens, wie der Swichennippel als Endkappe am Schaltungsseil hier verbaut wurde. Stilvoller wäre natürlich ein gelb eloxierter Speichennippel.

Soweit zu den Hauptkomponenten. Also, ich finde jedenfalls dass dies die Komponenten sind, die einem Rad ihren Charakter verleihen. Dann gibt es noch die Nebenkomponenten, in diesem Fall ein Lenker von „Cosmos“, einer Marke von der ich noch nie gehört habe, ein Miche Steuersatz, ein noch unbekanntes Tretlager, ein unbekannter Vorbau, eine Selcof Sattelstütze und, als Highlights gut erhaltene Wolber GTX 2 Felgen:

Wolber GTX 2 Drahtreifenfelgen

Wolber GTX 2 Drahtreifenfelgen

Fast schon zu gut für diesesRad, also vielleicht werden diese dann woanders verbaut? Ich habe da gerade so eine Baustelle an einem Kotter…..

Und ein weiteres Highlight, recht interessante Riemenpedalen von Maillard, Typ Atom CXC.

Die häßlichen Reflektoren müssen natürlich ab …. viel zu schwer, da geht ja die Leistung in den Keller. Na ja, und ich und Maillard – die habe ich alle recht schnell kaputt bekommen, also besser nicht zuviel mit diesen Dingern fahren.

Was ich aber am meisten überhaupt an Bottecchia mag ist der Headbadge am Steuerkopf. Wow, dieses neo-klassizisische Italo-Fascho Design Logo aus den Dreissigern ….

 

 Fast so schön wie das Chesini Logo. Oder das runde M von Moser.

Alos, was nun aus dem ganzen machen für wenig Geld. Ach so, der Rahmen ist mir übrigens zu klein, für mich selber wird das nichts.

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Lilac Angel for Larissa

Over the last three weeks I assembled this bike for the girlfriend of a cycling buddy in Bremen. He wanted his girlfriend to start riding and she asked for something that looks good and suits her personal taste.

Tobi (the guy) was able to buy an old OLMO Speedy Gonzales dated from 1990 or 91 with a complete Shimano 105 7-speed setup for less than 20.000 Yen. It took me two weeks to deassemble the whole bike, grease all parts, spot-repair some rusty patches and scratches, grease, lubricate and adjust headset and bottom bracket as part 1 of this project.

Larissa wanted to have some combination with black and lilac as the dominant colors and chrome and white in the back. As they are still young and work in poorly paid jobs (hospital, kindergarten) they didn’t wanted to spend too much money. As opposed to professors working in poorly regarded academic institutions that regularly poor thousands of Euros into the garage equivalent of Greece.

We decided on the main components and technical specs and we purchased the necessary spare parts such as chain, cabling, handle bar tape, brake pads, new saddle, Look pedals and new Schwalbe Ultremo tires. In the end we spend less than 35.000 Yen in total on this bike which was somewhat within the budget.

I think the result is a good looking, feminine bike with a sensible design. The main color is black with lilac cables, saddle and tires outlining the contours of the bike. White is the second colour within the triangle of the upper, lower and saddle tube. Design wise everything fits together.

From a technical point of view the bike is now in good shape and the Shimano 105 components work very well. Shifting is smooth and the braking is now super-aggressive. During the project I found out that the outer chain ring had to be exchanged but I was able to buy a NOS Shimano one from the Eighties as replacement.

As the original components were used there were hardly any compatibility issues. Only the truing of the rear wheel took quite along time in order to get the right mix of tension, torsion and trueness in both directions.

If there is one thing I love and hat it is the glossy black handlebar. It looks very good and very sexy – the combination with black leather would be perfect. However it is a pain to wrap the handle bar with this tape from Fizik and I would recommend to use it only with „pure“ handlebars, in other words, don’t try to wrap brake or shift cables with it.

Larissa was happy when she picked it up on Sunday and so was her boyfriend. I had fun doing the consulting and assembly. Having done previously the Pescarolo and the Kotter, this has been the third bike I assembled for someone else. This will never become a work to earn a living, however the combination of doing something with my hands and making people happy is a quite satisfying one.

More pics are here.

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