






via Bombtrack
Ich fürchte, dies ist der Beginn einer neuen Obsession: Der Klappophobie. Irgendwie sprechen mich die Dinger an.Genau wie alte Mountainbikes und zunehmend Tourenräder.
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Weihnachten – Ohrwurmzeit. Man geht in die Stadt,kauf eine Menge Geschenke und kommt vollgepackt und in den Ohren „White Christmas“ gestopft nach Hause zurück.
Ist es nicht erstaunlich, dass wir relativ große Kontrolle darüber haben, was wir uns in die Einkaufstasche stecken, aber fast keine darüber, was in unseren Ohren hängenbleibt? Ich wünschte, ich würde aus der Stadt kommen, und sagen wir mal, das hier vor mir her summen:
Aber nein, so was bleibt nie hängen. Hängen bleibt immer, dass was vielleicht irgendwelche Ur-instinkte oder -ängste in uns anspricht denen wir willenlos folgen müssen, so wie das hier:
Also raus aus der Höhle und im Wald Honig und Beeren sammeln gehen.
Letztens, auf der sehr guten Party von Caroline im Eichhörnchenrevier hatte ich eine interessante Küchenunterhaltung über das Thema Musik, die mit der Aussage: „Die Musik der Neunziger war echt geil.“ begann. Auf mich übersetzt heißt das: „Die Musik der Siebziger war echt geil!“. Stimmt, es gab tolle Songs, noch bessere Gruppen und leicht komische Frisuren. Das gilt übrigens auf für die Achtziger und die Musik der Neunziger war geil. In den Nullern gab es gute Musik und, wenn man genau hinhört gibt es diese auch noch heute. In den Siebzigern spielten noch Led Zeppelin, Jimi Hendrix schaffe es gerade noch in das erste Jahr, Jim Morrisson schaffte es gerade noch ein Jahr länger. All dies hörte ich aber nicht, sondern zunächst Slade, Sweet, T.Rex und Udo Lindenberg und später dann die Sex Pistols, the Damned und the Cure (und das sind noch die coolsten Sachen die ich ausgesucht habe – peinliche Irrungen wie Grobschnitt oder MEK Bilk möchte ich hier eigentlich verschweigen).
Mein Punkt ist der folgende: Auch heute gibt es sehr gute Musik, aber unsere Beziehung dazu hat sich verändert. Wir sind eben nicht mehr jung und es fehlt nun der Hebel uns zu begeistern und zu bewegen. „Je t’aime“ im Dunkeln in der Matrazengruft von Clemens Partykeller zwischen Katja und Marion zu hören ermöglicht eine andere Bindung zu einem Song als sich am Schreibtisch über Miley Cyrus „Wrecking Ball“ kaputtzulachen.
Obwohl letzteres der bessere Song ist. OK, hier ist ein wirklich guter Song aus 2014:
Weihnachten bedeutet auch Geschenke zu verpacken.
Leider ist das kein Weihnachtsgeschenk, was ich hier verpackte, sondern die Sendung meines verzogenen Moulton Rahmens an den deutschen Importeur in der vagen Hoffnung, dass hier noch irgendetwas gerichtet werden kann.
Eigentlich hatte ich auch keine Lust auf Radfahren heute, aber was soll man denn sonst machen an so einem langweiligen Tag. Nach Wochenlangen Fummeln habe ich das Panasonic nun endlich in Schuss bekommen: Das Campa Chorus Schaltwerk harmonierte nicht mit den 8-fach Campa Chorus Ergopower Hebeln und der Schutzblechadaptor am Bremssteg wackelte – jetzt funktioniert alles perfekt. Vorne ist nun ein verkabelter Tacho dran, den die Axa Leuchte interferiert mit dem kabellosen Teil und ich fahre dann konstant 199,9 km/h.
Raus auf die Straße und innerhalb von 20 Metern habe ich eine unerfreuliche Diskussion mit einem Rentnerehepaar, dass mein Recht auf ein Durchkommen auf dem Fußgängerweg bestreitet. Das ich ohnehin wenig Lust auf fahren habe, habe ich viel auf diskutieren. Nach sechs Minute geben sie auf.
Auf dem Deich treffe ich Silke, Caroline, Torben und X. X ist ja ein echter Schnacker – ich musste ihn mehrfach unterbrechen, damit ich endlich weiterfahren konnte. Danach radle ich weiter nach Riede und dann ein paar neue Wege in der Dibbersen Ecke. Ich verirre mich nach Horstedt in einem Schrebergarten, aus dem ich nicht mehr herauskomme. Eine letzte Tür, die mir einen Ausweg bieten kann:

„There are things known, and things unknown, and in between are the Doors.“ (William Blake; angeblich die Inspiration für den Namen der Gruppe „The Doors“)
Die Weser ist ein Grundstück.
Hinter Eißeln ein Platter. Jedesmal wenn ich einen Platten mit einem Reifen habe, der nicht Conti GP4000 ist, denke ich: Ich sollte wirklich Contis aufziehen. Jedesmal wen ich einen Platten mit den Contis habe sage ich mir: „Die halten ja echt lange!“ Ich pumpe den Reifen mit einer Kartusche auf, da es so kalt ist und das CO2 so schnell entweicht wird die Kartusche extrem kalt und bleibt an meiner Hand kleben.
Über die Brücke nach Achim und dann direkt auf dem langweiligen Weg nach Hause. Insgesamt ergab sich somit folgendes Bild:
Wie man sehen kann, habe ich mir größte Mühe gegeben mit dem Rad einen Hai zu malen. Das ist vermutlich die letzte Fahrt der Saison, denn die neue beginnt am 24.12. mit der Festive 500. Vielleicht brauche ich dafür noch einen anderen Untersatz, so etwas als Rad:
Aber jetzt erst mal zu Hause Kaffee trinken, Kuchen essen und gute Musik hören.
Traumwetter heute – nach Bremer Dezembermaßstäben. Raus auf das gewaschene Panasonic und 60 km abgespult zur humoorlosen Kirche und auf anderen Pfaden wieder zurück. Damit ist die 11.000 km Marke für diese Saison geknackt.
Am Mittwoch war noch einmal ein ganz besonders exquisiter Tag auf Mallorca: Nach dem Sturm des Dienstages war nun der Himmel tiefblau, das Meer tiefblau und die wenigen Wölkchen ebenso tiefweiß. Am Ende meiner Tour stand in halbnackt in der Sonne und wechselte von Rad- und Flugklamotten – mir war nicht im geringsten kalt. Und ich war ein wenig betrübt, dass alles gerade in diesem Moment aufhören musste.

Anfang der Tour: Hoch von Es Capdella nach Galilea auf der Suche nach dem KOM, dann weiter nach Sporles und rauf auf die Corniche.
Ganz ganz aufmerksamen Lesern hier ist vielleicht in Erinnerung geblieben, dass wir unseren „Club“ in Tokyo mal genauso nennen wollten: „Contra Vento“; dass ist germanisiertes italienisch für „Gegen den Wind“. Die Idee kam von einem Schweizer Transalpfreund von Juliane, der bei „Con Vento“ (mit dem Wind vor), aber nicht lange genug im Windschatten von ihr bleiben konnte. Daraufhin entschieden wir uns, aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen „Positivo Espresso“ zu nennen – der Rest ist Geschichte; allerdings solche die nicht gelesen wird.
Heute Sturm auf Mallorca. Gemeinerweise tarnt sich der mit Sonnenschein und relativ blauem Himmel. Ich hätte mich vermutlich nicht auf das Rad gesetzt, wenn ich in den letzten sechs Tagen nicht eine Routine entwickelt hätte: „Aufstehen- waschen- anziehen – frühstücken – losfahren.“ Ganz simpel und so konnte ich auch heute nicht anderes als der Routine zu folgen.
Ich wollte nicht zu viel und nicht zu lange fahren und vor allem nicht zu weit weg für den Fall, dass es anfängt zu regnen. Trotzdem war es keine gute Idee von Alcudia aus am Meer entlang nach Port de Pollenca zu fahren. Volle Kanne in die Eisen treten, Puls auf 160 bringen und dann mit 15 km/h gegen den Wind -super Leistung! Also so lange der Wind von vorne kam. Kam der von der Seite bließ er mich von rechts nach links auf der Strasse und von weitem sah es sicher so aus, als wenn ich zu viel getrunken hätte.
Eine noch schlechtere Idee war es dann von Port de Pollenca den ersten Pass Richtung Formentor zu fahren. Dass ich nicht schnell fahren würde war klar, aber je weiter ich hochfuhr, umso windiger wurde es und umso schwieriger das Rad auf Kurs zu halten. Dann kam eine enge Kurve mit einer kräftigen Steigung und ich ging aus dem Sattel, um die zu treten. Und als ich fast um die Kurve war kam mir der Wind mit solch einer Wucht entgegen, als wenn ich gegen eine Wand fahren würde. Ich blieb einfach stehen und klickte aus. Dann drehte ich mich rechtwinklig zur Strasse um Halt zu finden und mit vergrößerter Angriffsfläche warf mich der Wind einfach um. Bumm. Zum Glück nicht in den Schnee -der war wohl über Nacht gefallen. Im Gegensatz zu mir, gerade eben.
Mit schieben und gelegentlichem fahren ging es dann hoch und weiter bis zum Aussichtspunkt. Von dort wollte ich weiter fahren nach Formentor, aber bereits nach ein paar Metern die Straße runter stellte ich fest, dass das heute einfach nicht drin ist. Keine Chance mit dem Rad geradeaus zu fahren, voller Wind von der Seite.
Also zurück und dann ab ins Landesinnere, wo der Wind dann auch ein bißchen weniger stark war. Insgesamt 67 km, nicht gerade viel aber für den Wind hier OK. Strava Track.
Zuhause angekommen stellte ich dann fest, dass das Apartmenthaus meines Studio eigentlich einen ganz sympathischen Schriftzug trägt.
Und dann stellte ich fest, dass das Image von Amerika und Russland, von Spanien aus gesehen, gar nicht so verschieden ist:
Oliven hätte ich jetzt nicht unbedingt mit Russland in Verbindung gebracht, Erbsen Möhren aber definitv. Was bei den Amis im Salat ist weiß man nicht, wie immer lassen die sich nicht in die Karten schauen. egal was man wählt, man bekommt dasselbe, nur die Beilagen sind anders. Eine schöne Analogie auf die Weltherrschaft.
Mal sehen, was morgen noch geht.