Tagesarchiv: 13. November 2016

Mein liebster Blog.

Ich wurde nominiert für diesen „Award“ von Gabi Winck und Ihrem Blog lumacagabi. Irgendwie macht mich das aus einem besonderen Grund stolz. Nicht, weil ich glaube kein gutes Blog zu schreiben, oder, hey: Mehr als 3.000 Blogbeiträge in 10 Jahre müssen auch erst einmal geschafft werden. Nein, alles Kleinkram. Ich bin stolz, weil ich von einer Lehrerin für diesen Preis nominiert wurde. Das ist das erste Mal überhaupt in meinem Leben, dass ein Lehrer oder eine Lehrerin irgendetwas gut finden,was ich im literarischen Sinne zu Papier gebracht habe.

Klar, ich hatte auch sehr guten Noten in meiner Baustoffkunde Klausur oder in Statik I. Aber das ist alles nicht vergleichbar, denn die Korrekteure waren ja alles literarische Banausen. Auch in meiner mit 1,3 bewerteten Diplomarbeit wurden die einzigen beiden Versuche etwas schöngeistiger zu arbeiten dick rot angestrichen:

Das an den Anfang der Arbeit gestellte Zitat von John Lydon aka Johnny Rotten von den Sex Pistols bzw. P.I.L. :

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„Wenn du’s kannst, brauchst du nicht darüber zu reden!“

Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich das ganze ja zu Papier bringen musste, weil ich es eben nicht konnte. Wurde ignoriert.

Und weil bei Zugfestigkeitsversuchen mit Beton die Ergebnisse zweier Experimente total verschieden sein können, weil dieser Scheißbeton eben so scheißinhomogen ist, schrieb ich noch

Ein Mann mit einer Uhr weiß wie spät es ist. Ein Mann mit zwei Uhren ist sich nie ganz sicher.“

Ein Zitat aus Illuminatus! von Shea/Wilson einem LSD Roman aus den Endsechzigern.Ich gebe ja zu, dass diese Autoren relativ selten in der Baustoffkunde zitiert werden – verlässliche Aussagen machen die trotzdem.

1971

Der „Mein liebster Blog“ Award funktioniert wie ein Kettenbrief. Hier sind die Spielregeln:

  • Die Person, die dich vorgeschlagen hat, verlinken
  • Die 11 Fragen beantworten
  • 7-11 andere Blogs nominieren und informieren
  • Erklären, worum es geht
  • 11 neue Fragen an die Nominierten stellen,

Und hier sind die Fragen die mir gestellt wurden von Gabi:

  1. Seit wann gibt es deinen Blog?
    Den Positivo Espresso Blog, also den Vorläufer von „There is no I in cyclyng“ gibt es seit 2007 und war auf Englisch. Als ich aus Japan 2010 nach Bremen kam, habe ich dann mit cyclyng auf Deutsch weiter gemacht.
  2. Was macht deiner Meinung nach einen guten Blog aus?
    Ein guter Blog sollte regelmäßig, mindestens drei bis vier mal die Woche einen neuen Post haben, gute, positive und interessante persönliche Berichte publizieren und auch visuell ansprechend sein. Was ich gar nicht mag sind Blogs, in denen nur gelästert wird.
  3. Wie oft juckt es dich täglich in den Fingern, deine WordPress-Seite aufzurufen?
    Täglich.Stündlich. Zweck des Blog ist es viele Menschen zu erreichen, deshalb kontrolliere ich die Statistik sehr genau. Das lenkt auch gut von den Sorgen der Arbeit (Studenten!) ab.
  4. Was ist das schönste Feedback, das du in deinem Blog bekommen hast?
    Manfred von Holstein meinte einmal im Vorbeigehen, dass meine Beiträge gar nicht schlecht wären; aber leider wäre mein Englisch sehr bescheiden, die meisten meiner Ansichten Unsinn und überhaupt das ganze Unterfangen per se Zeitverschwendung. Wer Manfred kennt, kann erahnen was für ein riesiges Lob das war.
  5. Was empfiehlst du Blog-Anfängern?
    Ehrlich gesagt denke ich, dass das schreiben von Blogs an sich eine Sache von gestern ist und nicht mehr begonnen werden sollte.
  6. Worauf bist du besonders stolz?
    Auf die Nominierung hier durch eine Lehrerin. So eine nette Lehrerin kannte ich nicht mehr seit Frau Sudhaus in der Grundschule. Auch noch 36 Jahre nach Abitur denke ich immer noch mit Grauen an Frau Otten zurück, die mir jegliche Lust an der französischen Sprache genommen hat.
  7. Worauf könntest du nie und nimmer verzichten?
    Ich denke die Kombination von Sport machen und anschließend darüber schreiben ist unverzichtbar für die körperliche und geistige Hygiene.
  8. Was bedeutet für dich Entspannung?
    Kaffee, Rotwein, Gin Tonic, Okonomiyaki, Zigarette. Ein paar gute Freunde. Ein gutes Gesprächsthema.

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  9. Welches Buch würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
    Keine Ahnung. Wenn es wirklich so einsam ist,dann würde ich eher eins schreiben wollen. Der Titel wäre: „Übergestern in Tokyo“.
  10. Dazu könnte ich mich nicht aufraffen …
    Zu promovieren.
  11. Deine Pläne für 2017?
    Wie jedes Jahr: Irgendwie jung, gesund und glücklich mit der Familie und Freunden zu bleiben.

Für den „Liebsten Blog Award“ nominiere ich die folgenden Blogs, die ich alle nicht um Ihre Erlaubnis gebeten haben, und die die Nominierung auch gerne ablehnen können, ohne dass sie sieben Jahre Pech haben, Heuschrecken ihre Räder essen etc.:

  1. Yuji von Klovesradeln
  2. David von Positivo Espresso
  3. Andy von Fyxo
  4. Milano Fixed
  5. Ryoko von rxlab
  6. St. Pedali
  7. Jörn von Um den See
  8. Alex von 1001 Kilometer
  9. Bike Snob NYC
  10. BSAG Blog
  11. Andrea von trilovelife

Und hier sind meine 11 Fragen:

  1. Woher kommt die Lust, etwas zu schreiben?
  2. Wie waren eure Noten in „Deutsch“ (ggf. English) in der Schule?
  3. Müsst ihr auch im Hauptberuf häufiger und viel schreiben?
  4. Welches der folgenden drei Bücher hat euch am meisten beeinflusst?
    Per Anhalter durch die Galaxis; Die Blechtrommel; Das bonbonfarbene tangerinrot-gespritzte Stromlinienbaby

    [die folgenden Fragen sind nur für die radspezifischen Blogs]

    Vervollständige die folgenden Sätze:

  5. Bei einem Rad ist Funktion und Technik wichtig.Noch wichtiger ist allerdings …
  6. Vor die Wahl zwischen Shimano und Suntour gestellt, würde ich…
  7. Campagnolo Delta Bremsen und Spinergy Rev X Laufräder sind……
  8. Würde ich in einem späteren Leben als Sattelstütze  wiedergeboren, so wäre ich diese:

    0000

    [und wieder für alle]

  1. Lesen eure Partner euren Blog und was sagen sie euch dazu?
  2. Wie oft schreibt ihr Dinge in eurem Blog, die nur Familie und Freunden, aber nicht dem Allerweltsleser veständlich sind?
  3. Habt ihr noch einen weiteren Blog zu einem ganz anderen Thema?

Viel Spaß, Auserwählte. Gegebenenfalls.

liebsteraward

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Chesini Nobile Evo III

Ein weiterer Umbau des Chesini Nobile, der es noch weniger zu einem „Rennrad“ und noch viel mehr zu einem „Stadtrad“ macht.

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Zunächst war es das Ziel, den Rahmen auch für größere Fahrerinnen komfortabel fahrbar zu machen. Die Sattelstütze (26.4 mm) wurde durch eine längere ersetzt, die auch noch viel Platz nach oben und unten hat. Das war das erste Mal, dass ich eine Sattelstütze abgeschnitten habe, was mit dem Cutter dafür sehr gut ging. Das Werkzeug habe ich schon recht lange, hatte mich aber nie getraut damit zu arbeiten. Das war natürlich falsch, denn es ist wirklich extrem einfach in der Handhabung und schnell im Schneiden.

Vorne wurde die Position des Lenkers weiter nach oben gebracht. Einmal durch einen längeren Vorbau (vertikal länger, nicht Vorbaulänge nach vorne) und dann durch einen schmaleren Lenker mit einer leichten Überhöhung.

Wie auf dem Foto gut zu sehen ist, sind Sattel und Lenker nun in etwa auf der gleichen Höhe.

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Bei dem Lenker handelt es sich um einen alten Moustache Lenker von 3ttt. Weil der Durchmesser hier etwa 23,8 mm und nicht wie bei klassischen Flachlenker 22,2 mm ist, können keine Tektro FL-750 Bremshebel montiert werden.Stattdessen kommen Crosser Bremshebel von Tektro zum Einsatz. Das ist schlichter und einfacher zu greifen als Rennradbremsen, die klassischerweise an einen Moustachelenker gehören würden.

Bei dieser Gelegenheit habe ich dann auch gleich die weißen Bremshüllen gegen silberne Hüllen ausgetauscht.

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Um den Einsatzbereich des Rades noch größer zu machen, habe ich dann an der Kurbel wieder ein zweites Kettenblatt montiert, das mit einem Suntour Schellenumwerfer angesteuert wird. Somit stehen jetzt wieder 2 x 6 Gänge zu Verfügung.Das sollte un für alle Steigungen im Umkreis von 200 km von Bremen dicke reichen.

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Der MTB Daumi Schalthebel passt natürlich auch nicht an einen Moustachelenker, da er ebenfalls für einen Lenkerdurchmesser von 22,2 mm ausgelegt ist. Stattdessen wurden zwei klassische Campagnolo Schalthebel auf den Anlötsockeln am Unterrohr montiert.

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Dann die erste Probefahrt. Alles passt perfekt, nur die Reibung der Schalthebel muss noch nachgestellt werden. Das Rad ist immer noch schnell und wendig unterwegs – vielleicht sogar noch ein wenig wendiger, wegen dem schmaleren Lenker. Kurve kann man mit diesem Rad schnell und sicher fahren.

Die Sitzposition ist nun deutlich entspannter und aufrechter. Weniger Gewicht liegt auf den Händen.

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Insgesamt bin ich mit dem Umbau sehr zufrieden. Der Arbeitsaufwand war auch deutlich weniger als erwartet. Je nachdem würde es Sinn machen, die Reifen durch 28er Breite zu ersetzen, um den Komfort noch weiter zu erhöhen.

Done.

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