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Komponenten, Werkzeuge, Jerseys…halt Zeug das ich gut finde. Oder nicht gut finde.

Plus : + : MKS Road Sylvan Pedalen

Zeichnung via Trackosaurus Rex

MKS, oder Mikashima Seisakujo KK ist eine typische, japanische Geschichte. Gegründet 1943 als Produktionsbetrieb für die Rüstungsindustrie, nach dem Krieg in die Radindustrie und dann später diversifiziert in die Automobilindustrie.  Nach dem Krieg gab es etwa 30 Hersteller von Radpedalen in Japan, davon haen nur Shimano und MKS überlebt.

Macht Pedalen die sehr schön aussehen, aber irgendwie auch antiquiert. Teilweise auch wie Campagnolo Kopien. Wie eine Firma die heute Pedalen herstellt überleben kann (fast) ohne MTB-Pedalen, (fast) ohne Klickpedalen, (fast) ohne Massenware für die Einkaufsräder dieser Welt herzustellen bleibt mir ein Rätsel.  Das Geheimnis ist die Versorgung des japanischen Keirin Marktes (NJS zertifizierte Produkte) und der heutige Boom um Retro- und Singlespeedräder.

Die japanische Webpage hat den Charme von Websites von 1996. Das Firmengebäude: Hoffnungslos veraltet, noch nicht einmal schön und das ganze in Tokorozawa, einer Stadt die neben Baseball (Team: Seibu Lions) für ihre Müllverbrennungsanlage berühmt wurde.

Der Showroom? Betont doch wohl eher das Wort „Raum“ (nämlich keinen) als das Wort „Show“. Also ich würde mal sagen, eher nüchtern.

Das ganze Konzept: Total Ingenieurlastig. Gut, das gefällt mir, weil ich Ingenieur bin, aber ab und an habe ich auch mi Marketing zu tun und da kann man halt kein Ingenieurdenken and den Tag legen. Jedenfalls, wenn ich mir die Entwicklung der Firmengeschichte ansehe, scheinen die Höhepunkte ja wohl eher der Kauf neuer Schweißroboter gewesen zu sein.

Der Präsident? Völlig uncharismatisch. Wie die zwei Pedalen da auf dem Tisch rumliegen … peinlich!

Also, wenn der Single Speed Boom zu Ende ist und die nicht in neue Industrien diversifizieren geht die Firma über die Wupper – oder in diesem Fall über den Arakawa (das ist de rnächste größere Fluß von Tokorozawa aus gesehen).

Aber irgendwie mag ich ja mit meinem japanischen Background solche Firmen, da sie mich so an meine alte Firma KTM erinnern die gar nicht so weit von MKS entfernt ist. Solche Firmen wecken meine väterlichen Beschützerinstinkte und ich möchte aufspringen und ihnen helfen. Vielleicht  mache ich das auch wirklich mal. In Deutschland wird MKS von fact bikeparts vertreten, die auch Sugino importieren.

Und die Pedalens nd wirklich schön. Ich habe gearde wieder ein paar Sylvan Road in schwarz an einem Bike verbaut und die sehen wirklich ganz toll aus. Die halten auch ordentlich, im Gegensatz zu den Lyotard Pedalen die einfach meiner Kraft (und vermutlich meinem Gewicht) nicht gewachsen sind.

Road Sylvan

Track Sylvan

Street Track

GR 9 Platform Pedalen – waren mal an meinem blauen Olmo

Eine gute Auswahl der wichtigsten MKS Pedalen zu günstigen Preisen gibt es bei Sella Berolinum. Ich muß allerdings gestehen, daß ich bei meinem Fixie jetzt normale Tourenpedale montiert habe, da es auf dem Weg zur Arbeit in Halbschuhen einfach mehr Sinn macht ohne Haken zu fahren. Und wenn ohne haken dann doch bitte auch gleich Pedale, die man auf beiden Seiten fahren kann. Deshalb fahren ich nun die Hausmarke Selavia Stream.

 MKS Japan Cotton Cyling Cap WAS £15.95 NOW £7.95

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Plus : + : Deuter Kettenschutz Pants Protector Neo

Der Deuter Kettenschutz Pants Protector Neo ein Name wie Donnerhall – leider nur nicht ganz so kurz. Und eigentlich mag ich auch keine Produkte, die aus einen Mischmach aus unsinigen deutschen und englischen Wörtern bestehen:

DEUTER KETTENSCHUTZ HOSENSCHÜTZER NEO

würde das auf deutsch heißen, was schon einmal völlig unklar läßt, ob nun die Kette oder die Hose geschützt wird, oder

DEUTER CHAIN PROTECTOR PANTS PROTECTOR NEO

was das gleiche bedeutet, eben nichts, aber diesmal auf englisch. Warum heisst das nicht einfach Deuter Hosenschutz?

Jedenfalls ist der Deuter KPPN, das ist die Abkürzung für Deuter Kettenschutz…,ja,ja schon gut, also jedenfalls benutze ich dieses Teil schon seit Jahren und von allen Dingen die ich beishe genutzt habe ist das einfach und klar am besten. Ich hatte immr so dünne Dnger mit Klettverschluß, meistens auch in neon-Farben oder reflektierend, aber die schützen nicht gut und gehen dafür amso schneller verloren. Eine Zeit lang hatte ich auch so riesige Schneeschützer, die verhindern, das Schnee in die Skischuhe gerät, aber das ist zu unpraktisch und sieht super mies aus.

Und sehr zu meiner Freunde musste ich feststellen, das david in London völlig unabhängig von mir auch dieses Ding gekauft hat. Muß also gut sein. Ist auch gut. Und kostet nur 9 Euro. Und wiegt nur 35 Gramm, fast so leicht wie ein Tune Wasserträger.

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Plus : + : Knipex Kabelbinderschneider

Es gibt Dinge die nerven eben gerade nur ein wenig, so daß man nicht das dringende Bedürfnis hat diese in Ordnung zu bringen. Obwohl man dies durchaus könnte.

Das beste Beipiel dafür ist „Autoformatierung“ bei MS Word, ein ewiges Ärgernis. Und genau in diese Kategorie fällt auch das abschneiden und entfernen von Kabelbindern. Jahrelang habe ich das mit einer Schere und später dann mit einem Kabelschneider gemacht. Das Ergebnis war meistens häßlich anzusehen und im schlimmsten Fall habe ich eine Menge Kratzer hinterlassen.

Dank einer großzügigen Spende plus zusätzlicher Arbeit konnte ich mir nun endlich einmal hemmungsloses Luxusverschwendungsshopping bei Rose erlauben und besorgte mir einen Knipex Kabelbinderschneider, Cyclus glabelt: Schon wieder Crossbranding.

Die Firma Knipex selber – eine Legende. Jeder Handwerker in Deutschland hat so eine Zange schon enmal in der Hand gehalten. Natürlich kommen hochwertige Metallwerke traditional aus dem bergischen und sauerem Land. Im Falle Knipex, aus Wuppertal, eine Stadt die laut Auskunft meines Vaters nicht existiert: „Wuppertal? Ich kenne keine Stadt die Wuppertal heißt, ich kenne nur die Dörfer Elberfeld, Barmen und Vohwinkel!“ Na ja, all das ist ja auch gerade erst einmal 82 Jahre her, kein Grund so etwas nun zu akzeptieren. Unrecht verjährt nicht. Auch die Eingemeindung des ungeliebten Rheydts in Mönchengladbach 1975 ist noch lange nicht von allen Gladbachern beschlossene Sache.

1980, bei der Einführung der Sommerzeit in Deutschland, weigerte sich mein Vater auch erst einmal für einige Tage die Uhren in unserem Haus umzustellen und erschien absichtlich zu Verabredungen zu Winter- oder Normalzeiten um seinen Widerstand zu bekunden.

Bin ich abgeschweift? Hat hier jemand tatsächlich erwartet einen interesssanten Beitrag zum Thema Kabelbinderschneider zu finden? Ich entschuldige mich bei allen professionellen Kabelbinderschneiderbenutzern.

Auf der Homepape der Knipex, finden sich viele schöne Produkte im rot blauen Design, das sind ja auch die Vereinsfarben des Wuppertaler SVs.  Und da ist sie schon, die supertolle 78 03 125 (legendäre Namensgebung), die im Knipex Sortiment in der Produktgruppe „Schneidennde Zangen“ zu den „Electronic Super Knips“ gehören.

OK, aber hier ist der Unterschied:

Von links nach Rechts. Mit der Haushaltschere abgeschnitten; mit dem Kabelschneider abgeschnitten; und ganz rechts mit der Knipex seziert.

Wow, so etwas schönes hatte ich meinem Leben nicht mehr seit dem Besuch im Hello Kitty Land gesehen. Ich ging sofort in die Garage und bearbeitete alle Kabelbinderenden, die noch häßlich an Rädern unseres Haushaltes heraushingen. Am liebesten häte ich noch ein paar andere Dineg mit Kabelbindern in unserem Haus befestigt um diese abknipsen zu können. Und tatsächlich, genau wie auf der Website beschrieben, ist die Arbeit mit dem Knipex völlig ermüdungsfrei! Nachdem ich fertig war fühlte ich mich, als wenn ich noch zwanzig weitere Kabelbinder hätte abschneiden können.

Dann ging ich zu Tobi, der leicht genervt von seinem neuen Dancelli war, um ihm dieses Wunder der Abknipstechnik vorzuführen.

Was für ein schöner Tag.

Dreimal Plus.

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Plus : + : Isolier-band

Kauft man heute Lenkerband, so kommt dieses mit zwei Aufklebern.

Also ich dachte jedenfalls immer dass das Aufkleber sind, denn auf die Idee damit das Lenkerband abzuschliessen mit einer finalen Wicklung – darauf wäre ich nie gekommen. Klappt auch nicht besonders gut. Für so etwas benutze ich schon immer Isolierband. Ich kaufte immer das von NITTO im Baumarkt an der Kannana-Dori in Tokyo, gleich gegenüber von dem Positivo Radladen von Nagai-San. Kostete etwa 50 Cent und funktionierte großartig. Das beste war, daß auchd er große Nagai-San, der bereits als Mechaniker für Fasso Bartoli an der Tour de France und am Giro teilgenommen hatte, auch dieses billige Band benutzte.

Als nun mein japanischer Bestand langsam zu Ende ging, habe ich mir eine Ladung in allen möglichen Farben durch Ebay besorgt. Funktioniert phantastisch und braucht man immer. Vor allem das Orange. Und das Blaue, den ich bin ja nun in der Blauphase.

Es gibt aber noch eine tieferliegende Beziehung zu Isolier-band. Denn das war der Name einer Punkband in Düsseldorf Anfang der Achtziger, also die Isolier-BAND, ist der Witz jetzt klar? In der Band spielte mein Freund ThSt und Sänger war der großartige Bernd Zimmermann; ein völlig unerträglicher Mensch aber ein großartiger Schriftsteller und sehr, sehr bescheidener Sänger. Es gab nur ein einziges Konzert der Isolierband auf einer Abiparty und ich hatte das große Glück dieses zu sehen und auch noch aufzunehmen. Denn ansonsten ist von der Isolierband nur eine Single mit den Titeln KEINE GNADE und KONTROLLE auf dieser Welt übrig geblieben.



Bernd der Sänger war als Texter einfach großartig. Heute mag das alles unverständlich sein, aber vor dreissig Jahren war das die Krone der musikalischen Schöpfung.

 

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Plus : + : Continental GP4000 Reifen

Ich weiß nicht, ob dies die besten Reifen der Welt sind, aber es sind die besten die ich je hatte.

Diese Reifen haben eine Menge Vorteile, die sich in einem einzigen Blogbeitrag gar nicht aufzählen lassen. Aber ich will gerne versuchen, wenigstens einmal anzufangen. Zunächst einmal sind es runde Reifen, die auf die Laufradgröße 700 passen. Ja,ja, alles selbstverständlich. Von wegen! Letztens habe ich mir ein paat Veloflex Master 22 in rot bestellt (weil das sind nun wirklich die schönsten Reifen der Welt). Um den Menschen das Leben schwer zu machen steht in de Gebrauchsansweisung, dass man auf keinen Fall Werkzeug benutzen sollte um die Reifen auf die Felgen zu ziehen. Wer das schafft, dem schenke ich paar Contis, ehrlich. Mir war es fast ncht möglich die Reifen mit Werzeug auf die Felge zu hieven. Das war etwa, als wenn man einen 24er Reifen auf eine 26er Felge bringen will. Oder vielleicht bin ich auch einfach nur zu doof dazu, denn Veloflex sind ja die Reifen der Profis. Leider hatte mein Veloflex auch ständig Platte. Und nach 500 km war er dann hinten komplett kaputt. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu doof zum fahren. Denn Veloflex sind ja die Reifen der ganz Großen. Ist aber egal, denn der Reifen sieht toll aus. Wie er jetzt so neben Kartoffelschalen und Speiseresten in der Tonne liegt.

Und den Continental GP4000 kann man falten. Ja klar, selbstverständlich. Aber letztens kam ein Pakt mit Michelin Dynamic Reifen. Das ist meine Standardwahl bei Klassikern, denn die sind billig, zuverlässig und mit brauner und weißer Flanke erhätlich. Jedenfalls kann man die nicht falten udn so hatte ich wieder so einen riesigen Karton bei mir zuhause den ich entsorgen mußte. Und der natülich prompt meiner Frau auffiel: „Was hast Du da wieder gekauft?“ Also, gefaltete Reifen lassen sich besser in die Werkstatt schmuggeln.

Total toll finde ich auch diese weißen Gummibändchen mit denen die Reifen zusammengebunden werden. Diese werden aus extraleichtem Material hergestellt und halten mehr Torsionsspannung aus als Edelstahl von Mittal. Und das Geheimnis des Schleifenbindens wird von der Mutter auf die Tochter vererbt, die diese Arbeit bei Contin in der Fabrik ausführt (Ich wollte jetzt hier gerne das Bild von diesen furchterregenden Frauen aus der Contiwerbung einfügen – Muttis in schwarz und Orange – kann das aber nicht auf dem Web finden. Wenn es jemand hat bitte melden,d ann gib es hier mehr zum schauen und weniger zum lesen).

Zum Schluß muß ich noch sagen,d ass es diese Reifen in sehr schönen, kräftigen Farben gibt, von denen mir früher das Contigelb sehr gut gefallen hat. Das war allerdings in meiner orangen Phase (2008 bis 2011). Das Design ist aber trotzdem nicht ganz so schön wie bei den Velofex Reifen, trotz der deutschen Flagge! Die Contis wirken nicht so filligran – das ist irgendwie wie der Unterschied zwischen einem pulver-beschichteten und lackierten Rahmen.

Und ganz zum Schluß muß ich auch noch schreiben, dass die Contis lange halten und sehr selten platten. Als wenn das irgendwie wichtig wäre. Ach ja, und Ludwig schwört auch auf sie.

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PLUS : + : Ostrich Transporttasche

Ab und an kann man von A nach B leider nicht mit dem Rad fahren, sondern muß die Strecke mit anderen Verkehrsmitteln zurücklegen. Da ist eine Transporttasche praktisch.

Ich wußte so eine Tasche besonders in Japan zu schätzen, da es dort nicht erlaubt ist Räder „as is“ in der Bahn mitzunehmen. Anfang der Neunziger hatte ich mir, ohne groß darübr nachzudenken, eine blaue Ostrich Tasche bei Tokyu Hands in Shibuya gekauft. Diese besitze ich heute noch – ein großartiges Teil.

Damit habe ich quasi alle meine Räder (Bemerkung: nach dem 29. und vor dem 48. Lebensjahr) transportiert: Im Zug, im Auto, im Flugzeug nach Europa und zu den Inseln Japans – nie ista ich nur irgendetwas passiert. Irgendwann einmal habe ich mir eine zweite, graue Tasche gekauft, weil die blaue doch ein paar Löcher bekam. Aber ich benutze die blaue Tasche heute noch, wenn ich ein Rad besonders gut verpacken will (Ryanair von  Bremen nach Malle!)  und ich das dann doppelt einschlage.

Diese Ostrich Tasche wird von der Firma Azuma Sangyo in Japan hergestellt. Auf der (japanischen) website gibt es einen Katalog den man anklicken und darin blättern kann. Ich galube, ich habe das Modell Road 320. Und auf Youtube gibt es ein Video, ebenfalls auf japanisch, as zeigt wie man die Tasche benutzt. Das Teil heißt RINKO BAG auf japanisch, Rinko ist ein Kosenamen for ein rad.

Für einen RH60 Rahmen reicht die Tasche gerade noch, darüber wird es ein wenig schwierig. Bei den meisten Transporten habe ich das Rad nicht so elaborat eingepackt, wie das im Video gezeigt wird. Meistens brauchte ich dafür aber dann auch deutlich weniger als zehn Minuten bis alles verpackt und gut verstaut war.

Die Ostrich Tache war wirklich eine guet Anschaffung von der ich sehr profitiert habe über die Zeit.

 

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PLUS : + : Toppeak Satteltaschen.

Ich fahre eine Menge Räder und habe eine Menge Platten.

Daher fahre ich, abgesehen von den 3,5 km zur Arbeit und selbst die ungern, nie ohne Werkzeug raus. Auf dem TCC Blog gabe es einmal eine interessante Diskussion, was alles in eine Satteltasche hereingehört. Irgendwo auf dem Positivo Espresso Blog steht auch noch mehr dazu, kann das aber nicht finden. Latexhandschuhe – also wirklich! Also ich brauche eine Satteltasche, in die ich die folgenden Dinge aufbewahren kann:

  • Ein Ersatzschlauch, bevorzugt Continental Race Presta 42 mm da billig und zuverlässig
  • Zwei Reifenheber, aus Plastik damit die Felge nicht beschädigt wird und vorne dünn damit man unter den Draht kommt. Am besten noch mit einer Aussaprung um diese in eine Specih zu klemmen
  • Minitool. Entweder irgendeins, Hauptsache ein paar Hex Schlüssel sind dabei oder ein Minitool von Rose mit Speichenschlüssel. Hat leider den nachteil, dass man nicht viel Drehmoment aufbringen kann. Verstellen der Sattelstütze ist damit quasi unmöglich.
  • CO2 Ventil und Kartusche. eigentlich nur am Rennrad. Benutze ich ohnehin nie, da ich meistens eine Minipumpe dabei habe.
  • Flicken für den Schlauch. Panasonic sind transparent mit aufgebrachtem Kleber, so als Quick Fix für den absoluten Notfall.
  • Ventilverlängerung. Also für den Fall das ich Felgen mit Hochprofil faher und das 42mm am Ersatzschlauch nicht ausreicht.
  • Kleiner Geldschein für den Notfall. Also wenn der Reifen ein Loch hat kann man den zwischen Reifen und Schlauch gefaltet plazieren.

Das ist also die Standardausstattung. Dafür benutze ich eine Toppeak Aero Wedge Pack DX Small, für den ich hier gerne hemmungslos Reklame machen möchte. Warum?

  • Das Teil ist nicht wahnsinnig teuer. Sogar billiger als ein Tune Wasserträger hat man hat mehr Spaß damit.
  • Es passt alles rein und es sieht gut aus, passt vom Design zu jedem Rad irgendwie.
  • Es hat einen großen Stauraum und einen weiteren kleinen, flachen mit getrenntem Reißverschluß. Dahin kommen die sensiblen, kleinen Teile, damit die nicht kaputt gehen und beim aufmachen ins Grass fallen, wo man sie in der Regel dann nicht findet wenn sie am dringendsten gebraucht werden
  • Das Ding wird mit einem Adapter am Sattel befestigt. Das hat den großen Vorteil, dass man es sehr schnell entfernen kann. das muß man erstens, wenn man ein Rad in Bremen irgendwo in der Öffentlichkeit stehen läßt. Dann hat man wenigstens die Satteltasche, wenn man nach einer Stunde anstehen beim Bäcker zurück kommt. Und zweitens kann man den Satteladapter auch einzeln kaufen, an alle seine anderen Räder pappen und so braucht man nur eine Tasche mit Inhalt, die man von Rad zu Rad mitnimmt. Der Adapter hat aber leider den Nachteil, dass er nicht an jeden Sattel passt.
  • Das größere Modell „Medium“ passt auch auf den gleichn Adapter. Das benutze ich dann für längere Touren, wenn ich Geld, Schlüssel und sogar Windjacke noch darin verstauen möchte.
  •  Das Ding hat einen reflektierenden Streifen und zudem ein Band, in dem man einfach ein Rücklicht stecken kann.

Also, ich kann ja wirklich nicht behaupten, dass ich schon alle Satteltaschen dieser Welt ausprobiert habe, aber diese ist wirklich gut, billig und praktisch. Und ich freue mich jedesmal darüber, wenn ich das Rad irgendwo abstelle.

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Minus : – : Tune Wasserträger

Bevor das in den vergänglichen Welten von Ebay untergeht: Hier der Text meines Angebotes auf ebay.de für den Tune Wasserträger Flaschenhalter. Trotz der ausdrücklichen Warnungen und der intensiven Beteuerungen wie ärgerlich dieses Teil ist, wurde es noch für 17,50€ verkauft.

Flaschenhalter Tune Wasserträger mit Orginal Tune Trinkflasche


Aus Carbon gefertigt
Nur 9,3 Gramm schwer
Mit spezieller, konischer 750ml Trinkflasche (von Tune)
Inklusive notwendiger Senkkopfschrauben zur Befestigung am Rahmen (ebenfalls Tune Original)
Neupreis etwa 30 Euro.
Etwa 15mal benutzt.

Was schreiben denn so andere auf Ebay über dieses Teil?

„Der Wasserträger ist ein Diener vom edlen Geblüt. Ganz aus Karbon gefertigt windet er sich elegant um seine Lady und sorgt dafür, daß sie nicht aus der Fassung gerät. Die Flache Form garantiert bestmögliche Aerodynamik. Kein Herausfallen der Flasche auch beim MTB. Die Flaschenhalter werden in aufwendiger Handarbeit von Berhard Langerbein gefertigt. Der Wasserträger wird aus gewickelten Karbonfasern gefertig, wodurch das Gewicht erreicht wird. Befestigt wird der Halter mit konischen Aluminiumschrauben. Zusätzlich lege ich eine edle Tuns Trinkflasche bei.“


Tja, um die Wahrheit auf den Punkt zu bringen fehlen hier allerdings einige Angaben die ich dem potentiellen Käufer nicht vorenthalten möchte:

Der Flaschenhalter lässt sich nur mit speziellen konischen Flaschen benutzen. Da passt also nicht rein, was man so gerade noch im Schrank hat.

Wie auf dem zweiten Bild zu erkennen, ist die Sicherung für den Flaschenverschluß bereits nach wenigen Wochen der Benutzung abgerissen. Auch auf der Innenseite sind Teile herausgebrochen. Aber auch schon von Anfang an war es fast unmöglich den Verschluss ohne Gummihammer und Gewalt auf der Flasche zu fixieren. Und wenn er dann fixiert war, dann war er niemals dicht, so dass immer Flüssigkeit aus der Flasche tropfte. 

Oder es sah so aus, als wenn der Verschluß richtig fixiert ist, und wenn man dann während der Fahrt mit den Zähnen am Mundstück zieht um es aufzumachen, dann kommt einem der Verschluß komplett entgegen und ein Schwall klebriger Karbo – Energiemix schwappt ins Gesicht und läuft fortan am Trikot runter. Daher:

Achtung: Nur im Sommer und mit Wasserfüllung benutzen!

Den oben erwähnten Gummihammer braucht man auch, wenn man die Flasche während der Fahrt in den Halter stecken möchte. Das ist aber noch gar nichts gegen den Versuch die Flasche während der Fahrt aus dem Halter zu ziehen! Hier sollte man entweder einen Flaschenzug (daher der Name) oder beide Hände zu Hilfe nehmen. Ungeübte Tune-Benutzer fahren dann gegen Straßenlaternen, die Erfahrenen steigen ab.

Ich habe Flaschenhalter und Flasche auf der Transalp 2011 benutzt. Sicher, durch den Gewichtsvorteil von 33 Gramm gegenüber einem 10 Euro teuren Flaschenhalter wird man natürlich schneller und kommt auch schneller die Berge hoch. Allerdings war die Benutzung so frustrierend, dass ich erst meine andere Wasserflasche leergetrunken,  und dann angehalten habe um den Inhalt der Tuneflasche in die andere zu füllen. Ich bin überzeugt davon, dass die etwa 20 Stunden Rückstand, die ich auf den Gewinner der Transalp habe, überwiegend auf diese Wasserflasche zurückzuführen ist.

Fazit:
Nur der Gedanke das ein Weight-Weenie oder ein Masochist das Teil sogar noch kauft, hat mich davon abgehalten die Trinkflasche in die Alpen zu schmeissen. Ein paar schöne Stellen dafür hätte es durchaus gegeben.

Ein Muss für jeden Lightweight Verrückten.
Das Ganze wird übrigens noch leichter, wenn die Flasche mit Helium gefüllt wird!

Achtung: Wenn sich trotz ausreichenden trinken ihr Urin grün oder blau verfärbt, ärgern Sie sich gerade grün und blau über die umständliche Benutzung diesen Produktes.

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+ / – : Plus / Minus

Im Leben eines Radfahrers hat die Entscheidung ist vermutlich neben „fahren“, „kaufen“ das wichtigste Verb.

Ich denke ständig darüber nach, was ich jetzt noch unbedingt haben müßte und wäge ab ob die Kosten dafür wirklich in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen sind. Meist lässt sich statt Nutzen auch ganz einfach schreiben: besseres Aussehen. Andere mögen in der Straßenbahn Löcher in die Luft starren und an gutaussehende Frauen denken – ich starre Löcher in die Luft und sehe dadurch irgendwelche Komponenten. Wenn ich diese dann in der Hand halte bin ich …. enttäuscht. Oft. War doch nicht so gut, wie ich mir das vorgestellt hatte. Oder indifferent. Der Kauf eines Continental Schlauch Race , Presta mit 42 mm Ventil birgt nicht wirklich viele Überraschungen in sich. Oder wirklich überrascht. Manche Entscheidungen stellens ich erst nach Jahren als wirklich gut heraus.

Über diese Käufe möchte ich gerne schreiben. Also Einkäufe die sich als wahnsinnig gut herausgestellt haben. Dinge, die nicht viel geld gekostet haben, oder vielleicht doch und die ich jeden Tag mit einem zärtlichen Blick streife und denke… Danke. Plus.+.

Und Dinge, die ich am liebsten gleich wieder in den Mülleimer geschmissen hätte. Wie diesen Tune Wasserträger, den ich dann Gottseidank noch auf Ebay an einen Verrückten Markenfanatiker loswerden konnte.

Nein Danke. Minus.-.

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