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Ganz durchdrücken, eventuell nachdrücken!

Meine Heimat ist Mönchengladbach, mein zuhause Bremen. Die Welt ist meine Auster. Jörg kommt aus Osnabrück und wohnt auch in Bremen. Heute fuhren wir zusammen um seine Heimat Osnabrück.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich in Bremen heimisch wurde, den Durchbruch habe ich gerade einmal vor zwei Wochen geschafft. da war ich am dem Postamt in der HH-Meier-Allee und wollte ein Päckchen abgeben. einfach, könnte man denken, aber das Postamt dort wird von drei weiblichen Eulen betrieben, deren scharfem Blick nichts entgeht. Da die Eulen vermutlich schon geraume Zeit bei der Post arbeiten und quasi unkündbar sind, ist es nicht ihre Aufgabe nett zu Kunden zu sein und die Leistungen der Post zu verkaufen; wichtig ist einzig und allein die strenge und unnachgiebige Einhaltung des Regelwerks der deutschen Post. Jedes Mal in den letzten vier Jahren, wenn ich dort mit einem Paket aufkreuzte verkniffen sich Augenpaare, größere Mengen Luft wurden scharf eingezogen und Stirne faltig gerunzelt. „Oi, oi,oi, das geht ja gar nicht!“ oder „Das ist doch bestimmt zu groß/schwer/rund/eckig/kubisch für ein Päckchen.“ oder „Na, ob da wohl das Porto reicht!“ kurzum, es gab immer einen scheinbaren Grund zunächst einmal die Leistung zu verweigern. Bei meinen Paketen ist aber alles OK, da ich die aus Angst dass die drei Eulen mal Recht haben könnten immer dreifach mit der Laborwaage wiege und mit einem Theodoliten exakt vermesse. Ingenieur eben. So war dies bisher. Bis vor zwei Wochen. da übergab ich ein frankiertes Päckchen an die zweite Hilfseule und die sagte dann zu mir: „Sie brauchen nicht anzustehen, Sie können ihre Päckchen auch da hinlegen, Sie machen das ja immer ordentlich.“

In diesem Moment hatte ich das Gefühl zuhause zu sein.

Heute ging es los von zuhause zum Bahnhof, ich war etwas früher als Jörg da und sonst konnte sich keiner aus unser Truppe aufraffen, um uns nach Osnabrück zu begleiten. Wir fuhren mit dem Zug bis nach Bohmte. Da das Wetter recht unstetig aussah, hatte ich einen Rucksack mit Kleidung zum wechseln dabei, wohl wissend, dass es in Bohmte am Bahnhof keine Schließfächer gab. In Bohmte am Bahnhof gibt es sowieso nichts, vermutlich werden da nachts auch die Gleise geklaut. In der Nähe gibt es aber einen REWE mit Bäckerei und ich legte meinen ganzen Charme und meine ganze Sülze dar bei dem Versuch die Fachfrau in der Bäckerei davon zu überzeugen, meinen Rucksack bis zum späten Nachmittag aufzubewahren. Das klappte auch, aber nur unter dem Versprechen nach Rückkehr die Theke leer zu kaufen,

Als wir losfuhren, Jörg auf seinem Tommasini und ich auf meinem Canyon, fing es auch prompt an zu tröpfeln, dadurch dass Jörg aber auch gleich sehr schnell loslegte entkamen wir dem Regen auch recht flott und fuhren gegen den sehr starken Wind in Richtung Bramsche. Das kostete insbesondere Jörg viele Körner, da er die ganze Zeit vorne fuhr; da ich morgen an der Bremen Challenge teilnehme hatte ich einen guten Grund weniger bis gar nichts zu tun. Trotzdem war das tweilweise richtig anstrengend. Unser erstes Highlight war ein Aussichtsturm, etwa 10 km vom Sender SChlepptrupp oder Gleiwitz, habe ich jetzt vergessen, entfernt.

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Das wunderschöne Osnabrücker Land

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Bei solchen Fotos steht meistens „der Weg ist das Ziel“ oder so drunter

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Jörg, mit nostagisch verklärtem Blick auf seine Heimat.

Von Bramsche ging es dann weiter, immer auf kleinen Wegen und durch die Hügel nach Westerkappel und Lotte, wo wir Zeit für einen Kaffee und ein Brötchen hatten. Dabei ging mir auf, wie sehr sich die Art des radfahrens in Japan, Bremen und in Osnabrück unterscheidet: In Japan war es das Ziel einen Pass zu bezwingen. Und dann vielleicht noch einen. Und noch einen. Also raus aus der Stadt (50 km) und dann hoch hoch hoch hoch, runter, runter, runter, hoch hoch hoch hoch, runter, runter, runter, und dann mit dem Zug zurück in die Stadt. In Bremen dagegen fährt man gerade gerade gerade flach flach flach gerade gerade gerade und dann ganz wenige Kurven, bis man gerade gerade gerade flach wieder zuhause ist. In Osnabrück mit Jörg habe ich immer das Gefühl auf einem ca. 5 km2 großen Gebiet zu fahren, dass von sehr vielen Wegen durchdrungen ist. Wir fahren ein kleines Stück geradeaus, dann wieder rechts, eine links, rechts Kombination, wieder links, man kommt nie gleichmässig ans Treten und ich habe keine Ahnung wo ich bin. Während des Fahrens denke ich dann immer,d ass wir irgendwie im Kreis fahren oder in einem größeren Vorgarten. Oder das Jörg mich absichtlich einen Weg fahren lässt der, wenn man ihn sich nachher auf Strava etc. anschaut tatsächlich ein Satz oder ein Zechen ist wie hier:

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Heute hat er vermutlich „Mach schneller Michael, Du lahmer Sack!“ in die Landschaft geschrieben. Muss mir das später mal bei Strava anschauen.

Von Lotte ging es über Hasbergen in das südliche Osnabrück rein. Hier kam es beinahe zu Kampfhandlungen, als ich einen Audi rechts überholte (zugegebenermaßen war das keine gute Idee) und der mich in der Folge versuchte von der Straße zu drängen. Das war auch gar keine gute Idee und endete dann erst einmal mit einem Wortgefecht an der nächsten Ampel.

Jetzt machte das fahren bei Sonne und Rückenwind auch deutlich mehr Spaß. Und da wir es überhaupt nicht eilig hatten sind wir noch einmal im Zittertal in ein Cafe gegangen und zwar dort wo Jörg vor x Jahren seine Konfirmationsfeier hatte. 

 

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Und weiter ging es über Bissendorf in Richtung Bad Essen, wo ich dann zum zehnten Mal innerhalb von zwei Wochen den Essener Berg in das Dorf runter gefahren bin. Da wir ohnehin den Zug verpasst hatten (zwar zügig gefahren, aber zu viel Kaffee und Kuchen) schauten wir auf dem Rückweg mal beim Schloß Ippenburg vorbei. wir kamen aber nicht rein, davor stand ein VIP Bus und der Busfahrer klärte uns darüber auf, dass dort eine geschlossene Gesellschaft sei und wir „keine Chance“ hätten. Na dann, auf zum Rewe nach Bohmte. Laden leer kaufen. Vor dem Ondomat die Räder parken und noch mal Kaffee trinken bis der Zug kommt.

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Canyon, Tommasini und der Ondomat

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Der Ondomat im Detail.

Es war eine schöne Tour, etwa 118 km und ganz nach meinem Geschmack mit vielen Hügelchen und Höhenmeter. danke an Jörg dafür.

Es war aber auch eine sehr gruselige Tour. Ich bin ja nicht abergläubig, aber was soll ich von einem Tag halten an dem:

  • Eine schwarze Katze auf dem Mittelstreifen einer Landstrasse liegt und uns beide böse anschaut?
  • Uns in Engter dann der Pfarrer ganz in schwarz auf der Strasse begegnet?
  • Und jede Menge Viehzeuch (Igel, Eichhörnchen, Vögel) platt auf der Straße liegt?

Heute gehe ich jedenfalls nicht mehr vor die Tür.

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Geheime Ausfahrten

Bremen, Mitte August 2014. Es ist, zumindest gefühlt Spätsommer und die letzte Chance abends im hellen noch einmal im Kurzärmeltrikot zu fahren. So wie heute.

Ich kam pünktlich zum Treffpunkt am HaW und Silke und Caroline warteten schon auf mich. Auf japanisch nennt man so etwas „両手の花“, oder Blumen in beiden Händen.

Manchmal trifft man Menschen und spricht mit ihnen und die haben dieselben Gedanken wie einer selbst. Und die wissen einfach alles, was man auch weiß. Das ist besonders überraschend, wenn man diese Menschen zum ersten Mal trifft.
„Kommt Andreas heute?“ „Ah, den habt ihr ja nie auf den Brocken hochgelassen!“
„Oder Philipp?“ „Den musstet ihr doch mal nach Wernigrode schieben!“.
Es ist etwas weniger überraschend, wenn man dann erfährt, dass Caroline in diesem Fall sämtliche 2.993 Posts auf diesem Blog gelesen hat die ich geschrieben habe und somit mehr über mich weiß als meine Eltern, meine Frau und meine Kinder zusammen über mich.

Blumen in beiden Hände hatte ich aber nur zwischen dem HaW und Dammsiel, dazwischen wartete eine Meute von drei anderen Rennradfahrer auf uns, die sich spontan zum lutschen entschloss. Silke und ich  in gutem Tempo vorweg, wenn unser Fahrstil ein Song zum Tag wäre, dann würde ich diesen hier dafür wählen.


Und so fuhren wir gut gelaut den Deich lang. Bis wir uns dann vorne ablösen ließen; die musikalische Untermalung änderte sich dann entlang des Weges zu diesem.


 
Und so ging es ziemlich flott durch Burg und über das Lessumsperrwerk zu den beiden übelsten Anstiege die Bremen zu bieten hat. Das heißt nicht direkt, Der Zugang zu diesem Berg ist nämlich gut versteckt und beim ersten Versuch des Abbiegens wären wir fast voller Schwung gegen eine geschlossene Garage geknallt. Beim zweiten Versuch klappte es dann – ein brutaler Anstieg, unter Rennfahrern auch bekannt als das „Hohe C“. Gefolgt von einer normalen Strasse, und dann runter eine ähnlich steile Rampe die mit roten Ziegeln gepflastet war, bekannt als die „Aalschleife“, da glitschig und kurvig.

Da dachten wir uns, warum eigentlich mehr als vier Stunden hinter einem Wohnwagen runter zum Nürburgring fahren und uns von Heideheizern überholen lassen? Das nächste 24 Stunden Rennen tragen wir an der Lessum aus, Runde für Runde das Hohe C hoch und die Aalschleife wieder runter. Da schaffen wir erstens deutlich mehr Runden als am Nürburgring und zweitens auch mehr Höhenmeter.

Auf der Rückfahrt wollten die drei Jungs unbedingt noch vor dem Radladen halten, der sie seit 85 Jahren sponsort. 

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Ja, Radsport Brodtmann, eine Legende in Bremen Nord. Da braucht man sich nur die Räder unschauen, die dort seit 1982 unverkauft im Schaufenster stehen. Wer würde nicht sofort sein Carbon Felt ohne Lenkerband gegen ein Winora Intergalaxis Cruiser tauschen wollen.

Kurz vor der Autobahn hatte Caroline einen Platten den wir schnell flicken konnten, aber die drei Jungs waren weg. Das war schade, denn die konnten eigentlich ganz gut mit uns mithalten und ich wollte ihnen zum Abschied noch etwas ermunterndes zurufen, etwa. „Hey, ihr könnt das nächste mal wieder bei uns lutschen, kein Problem. Ihr fahrt ja ganz OK, vielleicht solltet ihr mal in einen Verein gehen: Wiegetritt oder therafit oder so.“

Der Rest der Tour zu dritt war dann deutlich entspannter und endete bei Kakao im Haus am Walde. Danke an Silke und Caroline, durch euch nahm der Tag am Abend dann doch eine schöne Wendung.

 

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SOLD: Dancelli O-Nabe RH58

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O-nabe (お鍋) ist ein japanisches Gericht, das zumeist von Männern an langen Winterabenden mit Stäbchen in der einen, und einem Bier in der anderen Hand gemeinsam gegessen wird. Man weiß nicht so genau was drin ist, isst es aber bis man merkt, dass einer der rauchenden Anwesenden darin abgeascht hat. Nach ein paar Bierchen passiert so etwas mal.

In den weißen Dancelli Rahmen hatte ich mich verliebt, als ich ihn zum ersten Mal im Forum sah. Olmo, Moser, Colnago, Pinarello, Basso, Vetta, Vicini, Umberto Dei, Romani, Bianchi, Chesini, Faggin, Simonato, Milanetti, Bottecchia, ja sogar ein Gimondi hatte ich schon zwischen den Fingern und so langsam alle italienischen Hersteller durch. Da kam ein Dancelli gerade richtig. Ich wollte mal wieder ein Rennrad bauen aber nicht unbedingt selber fahren und der Keller war voll mit Teilen, die ich niemals sinnvoll und gruppenrein an ein oder mehrere Räder hätte schrauben können, ohne noch viel, viel mehr Teile zu kaufen. Also, dachte ich mir, aus dem Dancelli wird ein O-nabe Rad, etwas für lange, kalte Winterabende die Spaß machen und das Gehirn nicht übermäßig strapazieren.

Die Basis ist ein weißer Dancelli Rahmen mit 58 cm Rahmenhöhe (c-c) und einem gleich langem Oberrohr. Die Dekore sind größtenteils ab (italienische Dekor-Qualität eben) aber es gibt eine schönen verchromte Gabel und einen genauso chromigen Hinterbau. Schwer zu sagen, ob der ganze Rahmen unterverchromt ist, denn es gibt zwar Lackschäden hier und da, aber nichts so großes und tiefes als dass man den unterliegenden Chrom sehen könnte. Zeitlich würde ich den Rahmen mit Bremszugführung durch das Oberrohr, untenliegender Schaltwerkkabelführung  und 27,2mm Sattelstütze in die späten Achtziger/frühen Neunziger einordnen. Es gibt ein paar hübsche Pantographien an der Gabel und an den Sattelstreben die den nationalen Stolz verraten.

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Bremszugführung durch das Oberrohr und Dancelli D an den Sattelstreben

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Dancelli D und Italo-Flagge
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Ein weiteres schönes Detail des Rahmens ist der „Wishbone“ ähnliche Bremssteg der von unten teilweise offen ist.

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Die Muffen waren ursprünglich in goldener Farbe ausgemalt, aber ich habe diese alle wieder rot eingefärbt, wie auch die Pantographien.

Bei den Komponenten lag der Schwerpunkt auf Funktionalität, Komfort und ehrlich gesagt, Erschwinglichkeit für den Einsatz in der Großstadt mit gelegentlichen Ausfahrten auf das Land. Auf keinen Fall sollte das Rad zu gut aussehen und Begehrlichkeiten böser Menschen am Straßenrand erwecken.

An einem schwarzen 110mm Standardvorbau ist ein schwarzer ITM Super Italia Pro 260 Alu Kompaktlenker montiert. Die Tektro RL340 Bremshebel (uncoole Logos entfernt) sind zwar modern, bieten aber ähnlich den STI oder Ergo Hebeln eine große Auflagefläche für die Hand, so dass man dort bequem seine Hände parken und trotzdem bremsen kann. Das ganze wird abgerundet durch braunes Lenkerband, farblich passend zum Sattel. Außerdem haben Sie einen Quick-Release, so dass man die Bremskörper an den Hebeln und an der Bremse öffnen kann.

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Vorne und hinten bremsen modern Miche Performance Bremsen das Teil ab, wenn es denn unbedingt nötig wird. Moderne Dual Pivot Bremsen bieten halt deutlich mehr Leistung als eigentlich passende Eingelenksbremsen und passen somit gut in das Konzept.

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Auf einer 27,2 mm Sattelstütze sitzt ein Charge Spoon Sattel Modell 2011, den ich für einen der bequemsten Sättel überhaupt halte.

Richtig klassisch wird es beim Antrieb. Probeweise ist eine Sugino 75 Kurbel montiert, diese wird aber noch durch eine andere ersetzt werden. Die Schaltung ist komplett Suntour Cyclone/Edge; die Schalthebel sind richtige Trümmer mit integrierten Federn und einer leichten Rasterung, die das festziehen der Schaltung unterstützen (ähnlich wie die Simplex Retro Friction). Vermutlich für 7 Gang Accushift ausgelegt, aber man kann die Hebel auf Reibung umstellen und so handeln Sie nun vorne einen Suntour Cyclone 7000 Umwerfer und hinten eine unbekanntere Cyclone Variation. Für eine 6 Gang Kassette mit sehr enger Abstufung für das falsche flache Land reicht das mehr als als.

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Schalttrümmer – auch mit Handschuhen einfach zu greifen

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Der Umwerfer verdeckt nun recht gut den größten Makel an dem Rad, eine nicht sehr schön ausgebesserte großflächige Roststelle im Bereich der Umwerferschelle.

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IMGP0374Flachlandrennübersetzung. Feine Abstufung, immer nur ein Zahn.

Gang ungewöhnlich sind auch die schwarzen Laufräder von Weco für Drahtreifen. Das Vorderrad hat 36 Speichen und ist radial eingespeicht. Dabei sind die Speichen über die ganze Länge gerade und haben keinen Speichenbogen der in den Nabenlöchern liegt.

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Soweit so ungewöhnlich. Richtig ungewöhnlich ist aber, dass da Hinterrad auch komplett auf die gleiche Art und Weise radial eingespeicht ist. Und zwar nicht nur die Nicht-Antriebseite links, sondern auch die Antriebsseite rechts. Da sagt der Laufradpabst Schraner, dass dies keine gute Idee ist. Ich bin mit dem Rad allerdings auch schon selber gefahren und kann da nichts feststellen was anders als bei dreifach gekreuzten Laufrädern reagiert.

Als Pedalen sind übergangsweise MKS Platformpedale montiert – da hat halt jeder seine eigenen Vorlieben und diese passen nach meinen gut zu Straßenschuhen.

Alles in allem ein sehr funktionales Rennrad für die Stadt. Nichts, was sich ein Klassikliebhaber kaufen würde, aber der hätte vielleicht schon Probleme mit dem Dancelli Rahmen und dem Achtziger Look. Einige Perspektiven auf das Rad:

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Interessiert? Das Rad steht in Bremen zum probefahren bereit. Ich dachte an €420 VHB. Ja, das ist eine Menge Geld, aber das Rad ist fahrbereit, und alles was verschleissen kann wie Lenkerband, Reifen, Schläuche, Kette, Bremsbeläge und Züge sind neu. Das kann man also lange Zeit bedenkenlos fahren  ohne weiter Geld ausgeben zu müssen.

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Das Tripple

Das Tripple

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von | 12. August 2014 · 18:24

O Captain! my Captain!

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City Triathlon Bremen: Photonenstrecke

Lost in the Wechselzone

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Didi – yeah


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Ergebnisse Mixed Staffel

2014 2013 2012

Bericht Weserkurier

Photos Weserkurier

Bericht Syker Kreiszeitung

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Eingeordnet unter 2014, Björn, Blitzrad, Bremen, Harald, Mob, Rennen, Silke

Contra Vento: Bremen Citytriathlon 2014

Sollte jemand wissen wollen, wie es heute beim Citytriathlon war, dann schaue er sich die folgenden Videos zur Einstimmung an.

Irgend eine Idee, was diesen Songs allen gemeinsam ist, AUSSER das es Songs sind die übewiegend von langweiligen, alten Männern gehört werden? Genau. Das Wetter war heute etwas windig und man konnte nicht ganz so relaxed fahren wie die hier Musik machen:

Aber alles der Reihe nach. Beim diesjährigen Bremer Citytriathlon waren wir erstmals mit drei Teams am Start, den HIWL Stars (Philipp und Anna Lühmann sowie Jan-Cedrik), den HIWL Profs (Uwe, mob und Midori, alle keine Profs) und den HIWL Studis (Brake, Till und Joshua). Da es bis zur letzten Minute Unsicherheit gab, wer nun in welchem Team startet und was macht, entsprechen die offiziellen Startlisten nicht ganz den Tatsachen die von der HIWL geschaffen wurden.

Ich war relativ früh da, da die ganz Arbeit des organisierens wieder an mir kleben geblieben war. Ich war sogar so früh da, dass ich der ersten Frau und dem ersten Mann begegnete:

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Wow, die Bibel hatte also doch recht. Nun wusste ich, dass ich noch ein wenig Zeit hatte, um mich hinzulegen, und durch das griechische und römische Reich zu schlafen, das Mittelalter und die Gründung der Hanse zu verpennen und dann wenig berührt von Renaissance, Barock und deutscher Kleinstaatelei und Vereinigung, Krieg, Krieg und kaltem Krieg pünktlich am 8. August 2014 um 13.00 Uhr wieder afzuwachen. Hatte ich irgendetwas verpasst? Nein, um mich herum Materialschlacht auf der einen Seite, Carbon Felgen und Hochprofile soweit das Auge reicht, Lenkeraufsätze, Aerohelme und Rahmen mit „Schnucki“ gelabelt.

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Daneben dann gruseligste Aluräder von Bocas und einige schöne alte Colnagos und ein ganz kleines Olmo. Ich hatte mein canyon auch ordentlich upgegradet und leicht und aerodynamisch gemacht, aber das war noch gar nichts gegen die Vorbereitung von Philipp und seinem Müsing Blitzrad.

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Wow. überklebte Löcher der Flaschenhalterbefestigung. Und jede Schraube vorne an der Bremse zugeklebt. Und dann noch dieser überaus windschnittige Aerohelm mit der Ansage. „EINS !“

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Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass die fünf Minuten Unterschied zwischen Philipp und mir fast ausschließlich auf diese aerodynamischen Spitzfindigkeiten zurückzuführen sind. das habe ich nun davon, dass ich diesen Aufwand nicht reiben wollte.

Wir standen alle in der Wechselzone rum und wurden langsam nervös. Ich fragte eine der Frauen mit gelben T-shirt wo die Toilette sei und sie antwortete „mubel..mumbel weißes Zelt da hinten, mumbel mumbel.“ Also ab zum weißen Zelt , die Eingangsplane hochgehoben un das folgende gesehen:

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Im Gegensatz zu den Dixie Klos und Piss-Satelliten auf dem Nürnburgring war diese Toilette nun wirklich septisch rein, sah aber wenig benutzerfreundlich aus. Ich entschied mich dann doch für das Dixie Klo hinter dem Zelt.

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Till und Joshua vom HIWL Studi Team

Mittlerweile waren die Schwimmer ins Wasser gegangen und der Wettkampf hatte begonnen. Die Einzelstarter waren etwas früher dran und Björn kam bereits zurück vom Radfahren und zog sich unter den kritischen Augen von Sylvie um.

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Nun wurde es langsam erst.Als erste kam Anna rein und der Wechsel des Transponders an Philipps Fuß lief alles andere als gut. Dann kam Uwe von meinem Prof- Team und ich machte mich auf den Weg auf die Radstrecke.  Ich hatte zwar meine Shimano SPD Schuhe an, damit ich gut laufen konnte, das bringt aber alles nichts wenn vor einem Oma und Opa mit ihren Trekkingrädern gemütlich auf die Strecke watscheln. Die beiden überholte ich noch in der 5 Meter Startzone. Den nächsten etwa 50 Meter weiter und dann war ich auf der Nordstrasse. Natürlich fühlt man sich hier wie der König der Landstrasse; ab konstant mit über 40 Sachen und dazu flötet man leicht gelangweilt etwa so was hier.

Dabei überholt man locker einen Haufen Leute, obwohl den ersten den ich überholt hatte setzte sich wieder vor mich. Schon bald war ich an Didi von BOC dran den ich auch locker stehen liess. Silvie, die vor mir gestartet war kam mir von der Wendemarke recht langsam entgegen. Da Silvie schnell ist, wusste ich schon, was mir jetzt auf der Rückfahrt blühen würde. Und so war es dann auch, in die andere Richtung war es selbst mit einem Puls über 170 nicht möglich schneller als 30 – 33 zu fahren. Didi holte mich nun wieder ein. Dann bogen wir in die Schleife und auf dem schnellen Stück mit dem Wind überholte ich Didi wieder. Und dann wurde es ganz eklig auf dem langen geraden Stück bei Kelloggs und am Speicher vorbei bis zum Aldi. Hier überholte mich Didi wieder. Nach der ersten Runde war ich also ziemlich im Arsch und hatte nur noch wenig Lust. Hier mal im Vergleich unsere Fahrstile nach der ersten Runde.

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Silvie – anmutisch und pefekt


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Philipp – aerodynamisch und schnell

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 mob – das aerodynamistische ist noch die Wampe

Eine Rund eum und noch eine weitere. Zum Glück kam jetzt wieder die Nordstrasse udn das Canyon Kätzchen surrte mit mir und 40 Sachen Richtung Waterfront. Leider war jetzt so gut wie keiner mehr in Sicht vor, so dass man sich nicht an jemandem festbeißen und ihn überholen konnte. Kurz vor dem Wendepunkt kommt mir wieder Silvie entgegen. Sie hat etwa eine Minute Vorsprung auf mich. Am Wendepunkt überhole ich noch jemanden und mache mich auf die Verfolgung. Muss sie wohl auch gedacht haben, denn sie haut jetzt richtig rein und ich sehe sie erst im Ziel wieder. Stattdessen wieder Gegenwind ohne Gnade. In der 2. Runde ist es fast schwierig die 30 km/h zu halten. Didi ist wieder vor mir, mittlerweile etwa 100 Meter. Zum Glück ist das renne gleich zu Ende. Auf der letzten fiesen, langen Geraden überholt mich noch jemand mit Aerohelm und einer von BOC, aber das war es dann auch. Langsam arbeite ich mich an Didi wieder ran. Die Kurven kann ich definitiv schneller nehmen und dann kommt die letzte Steigung zum Eingang in die Wechselzone. Stilstudie:

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Elegant im Wiegetritt

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Power pur.

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Hammer rausgeholt.

10609462_824203830932128_9081525950352385065_nKoalitionswechsel.

Endlich im Ziel, irgendjemand schreit vom Strassenrand, dass ich mich anstrengen soll beim laufen. SChaffe ich auch irgendwie und dann läuft Midori für mich los. Knapp unter 36 Minuten, das ging auch schon mal schneller, aber der Wind war heute wirklich tödlich.

Alle anderen sind bereits zurück und wir gehen in den Zielbereich, um etwas zu trinken und unseren Läufer anzufeuern. Unsere Läufer machen eine gute Show und Jan-Cedrik bringt die Führung ins Ziel. Zum dritten Mal hintereinander der erste Platz in der Mixed Staffel. Cool. Die Läufer der Studenten und die Läuferin der Professoren kommen etwas später rein, aber allen hat es Spaß gemacht, alle sind müde, haben sich verausgabt, wollen ein alkoholfreies Erdinger und am liebsten noch ’ne Currywurst mit Pommes.

Es gibt gar nicht viel Zeit zu reden. Es sind mal wieder ’ne Menge Leute da, die ich kenne, Andreas, Silke, Niels, Matthias, Mathias 2311, Lulle, Lalle, Lolle, Bernd, Jessica, Harald, Sönke, noch ein paar Studis von der HIWL, ads wird auch jedes Jahr mehr und erfreulicher … wenn ich da noch an meine erste Bremen Challenge 2010 denke … da war ich zwar schneller als heute kannte  aber keinen Menschen.

Die Ehrungen beginnen. Ist nervig, denn es wird in Altersklassen geehrt zunächst, also 15 bis 20 Jahre, 20, 22,5 Jahre, 22,5 bis 23,75 Jahre, 23,75 bis 23,875 Jahre – na weiß jemand noch aus dem gehobenen Matheunterricht ob die Reihe N=1 bis unendlich, Summe 1/s hoch n einen Grenzwert hat und wenn ja welchen?

Ist nervig, vor allem dann, wenn man hinter der Siegerpodestbude ein Gewitter aufziehen sieht. Dann endlich die Staffeln. Erst die Frauen und Männer.  Silvie kommt mit den Pedalos bei den Frauen auf den dritten Platz in der Staffel.

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Dann endlich die Mixed Staffel.

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Auf dem Weg.

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Mit Pokal und Urkunde

Cool, also beim Citytriathlon in Bremen hat noch nie ein anderes Team die Mixed Staffel gewonnen als die HIWL. Das wollen wir nächstes Jahr wiederholen. Na ja, heute war da allgemeine Gefühl eher, ne lass mal, aber morgen sieht das ja wieder ganz anders aus. Es freuen sich alle am Pokal und an den Preisen. Bis sie zur Tribüne zurückkommen und ich alles einsacke, denn als Repräsentant der Hochschule, die alles finanziert hat, habe ich das moralische Recht dazu. Her mit dem Pokal – Gladiatoren.

Ich hole ihn aber noch einmal raus für ein Abschlussfoto.

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Danke an alle die mitgemacht haben (vlnr om: Jan-Cedrik, Uwe, Midori, Philipp, Anna Lühmann, Joshua, Brake, Till Oliver

Im Hintergrund fängt es an zu tröpfeln jetzt bloß schnell nach Hause. Schaffe das so gerade noch. Ein schöner Tag – bis zum nächsten Jahr und Danke für den vielen Fisch. Danke an Niels für die Fotos. Ergebnisse sind noch nicht auf der Website, trage ich nach. Bitte melden, wenn noch gute Fotos da sind.

Anhang

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Warum?

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Canyon Sub Seven

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Zuerst den Artikel „Bike weight and the myth of ‘fast’ bikes“ lesen, dann in völliger Ignoranz des geschriebenen weiter an seinem Rennrad bauen, bis es leicht und aerodynamisch genug für die Teilnahme am City Triathlon Bremen am Sonntag ist. Zweiter Flaschenhalter?`Weg damit. Bequemer Sattel? Für 20 km? Weg damit und Carbon Schale drauf. Stabiler Laufradsatz H plus Son Archetype mit 25 mm Conto Schluffen? Wofür, die Topollino Räder mit Schlauchreifen mit 12 Bar müssen reichen. Keo II Carbon Pedalen? Eh Schrott. Um in der Transition Zone schnell vorwärts zu kommen ist es besser Schuhe mit SPD Cleats zu haben, also kamen die Deore XT Pedale dran. Sind etwas schwerer, aber die Schuhe bedeutend schneller und das einklicken beidseitig möglich.

Ergebnis: Könnte schneller sein. Aber eigentlich ist erst einmal eine gehörige Portion Misstrauen da, ob ich mich mit dem Rad nicht auf die Fresse legen werde und wie teuer mich das zu stehen kommt. Die Bremsleistung auf den Carbonflanken ist bereits im Trockenen unterirdisch und am Sonntag soll es nass werden.

Demnächst mehr.

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In the making: Panasonic

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Panasonic Rahmen, gerade aus Japan in Richtung Deutschland unterwegs.

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Rad am Ring 2014. Teil Zwei: Aquaplaning beim Rad beginnt erst ab 150 km/h. Sagt man.

Am Vortage begaben wir uns langsam per Auto von Bremen in die Eifel. Heute musste alles schneller werden denn wir hatten ein Rennen: Rad am Ring 2014. 

In der Tat waren wir am Freitag so langsam, dass wir auf der Autobahn, hinter Karin und Torstens Eifellandtraumwohnwagen herfahrend von einer zweiköpfigen Gruppe von Heideheizern überholt wurden. Das sollte uns am Samstag beim Rennen nicht passieren.

Ich wachte auf, es war heiß im Zelt und jemand redete. Es war Torsten. Ich konnte mich noch erinnern, dass ich ihn beim schlafengehen gehört hatte. Ich sollte ihn nun den ganzen weiteren Samstag hören aber, um das gleich zu Anfang loszuwerden, ich empfinde das als sehr angenehm. Erstens bin ich nie Ziel seines Spottes (ich werde also, nicht gemob(b)t), zweitens gehört es irgendwie zu meinem Beruf ständig zu reden und dann bin ich recht froh wenn ich einmal nur zuhören muss und drittens hält Torsten im seinem Gequatsche den ganzen Laden zusammen. Torsten ist nicht jemand mit dem ich Hegel vs. Kant diskutieren würde, aber da ich dies ohnehin nicht tu ist Torsten jemand mit dem ich jederzeit vierundzwanzig Stunden auf dem Ring radfahren würde.

Zeit aufzustehen, sich den Dreck aus den Augen zu reiben und sich frisch zu machen. Totaler Nebel auf dem Gelände, die Zeltplanen voll mit Wasser. In der Gegend um die Dixie Klos war mittlerweile die Ebola Seuche ausgebrochen. Es gibt ja mittlerweile nicht nur Dixiklos, sondern auch Dixiepiss-Satelliten in denen sich maximal vier Männer gegenüber stehen. Ist eigentlich wie Skat spielen, man läßt sich ungern in die Karten blicken.  Silvie meinte beobachtet zu haben, dass einige Männer bereits lange vor Ankunft am Satelliten blank ziehen, was ich aber nicht bestätigen mag.

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Satellite of Love @Rad am Ring

Duschen. Herrlich. Frühstücken. Super. Dann Plannungsbesprechung mit dem Team:

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Es mangelt wieder mal an allen. Meine Plannung für das Rennen war mies: Ich hatte nichts zum schreiben mitgenommen, kein PC, kein Tablet, kein Smartphone. Auch fehlten elementare Dinge wie Messer, Gabel. Becher und Teller. Und so hörte ich um mich herum immer „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?“ und „Wer hat aus meinem Becherchen getrunken?“ Und immer war ich es und immer fühlte ich mich schuldig. Ich leistete dann aber einen signifikanten Beitrag zu unserer Planung mit der Entwicklung eines neuen Softwaretools, bestehend aus einer Tupperwarendose von Philipp sowie wahllos gepflückten Blumen unserer Parzelle.

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Recht flott stand unsere Strategie fest: Wir wollten alle die Einführungsrunde fahren, da wir ja noch gar keine Erfahrung mit dem Kurs hatten und dann etwa eine Runde pro Stunde schaffen, so dass wir insgesamt auf 24 Runden kommen. Je nach Leistungsvermögen wollten wir uns dann kontinuierlich abwechseln, so dass bis in den Morgen hinein jeder eine oder zwei Runden fährt (damit auch geschlafen werden kann). Am nächsten Morgen, wenn wir alle tot sind, wollten wir uns dann weiter abwechseln, aber eben nach jeder Runde. Björn trug den Transponder in der ersten Runde.

Und ehe wir noch mehr planen konnten ging es dann auch schon zum Start, wir hatten gerade noch Zeit für ein paar Fotos.

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邪魔虫(rechts)

Am Start  trafen wir dann auch die anderen beiden Teams aus Bremen vom RCB in der großen Masse von Startern. Und auch sonst trafen wir jede Menge Gestalten, die mehr oder minder bekannt sind, insbesondere aus dem Rennrad News Forum.


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Gruppenbild mit dem RCB

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So eins, zwei Typen aus dem Forum

 

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Noch so ’nen Typ aus dem Forum

Und dann ging es, etwas unvermittelt los. Also eigentlich hätten wir da noch Stunden stehen und quatschen können.

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1. Runde Björn 0:58:23

Nach der ersten Runde war ich an sich ganz optimistisch, was die Rundenzeiten anging. Ich hatte etwa 56 Minuten gebraucht ohne mich jetzt großartig zu verausgaben und  auch ohne richtig schnell zu fahren, denn die Masse an Teilnehmern konzentriert auf der Straße machte das unmöglich. Das war aber leider eine komplette Fehleinschätzung, denn die erste Runde war deutlich kürzer (24,4 km) als alle anderen Runden (26 km).

Aber alles der Reihe nach. Der Kurs geht etwas zickig los und macht dann ein paar Wellen mit aber nichts wirklich ernsthaftes. Irgendwann einmal werden die Wellen größer und dann kommt so ein fieses Stück, wo man wirklich viel Schwung braucht um auf der anderen steilen Seite wieder hochzukommen. Mein Schwung endete dann just auf dieser finnischen Flagge, die auf der rechten Fahrbahnseite gemalt ist. Soweit so gut. Dann geht es relativ schnell in den Teil mit der Fuchsröhre und anderen Abfahrten, bis man etwa nach 12,5 km am Tiefpunkt ist im Bergwerk. Bis dahin fühlt man sich in der Form seines Lebens und beginnt dementsprechend optimistisch den Anstieg, der sich zunächst einmal über die nächsten drei Kilometer und 210 Höhenmeter erstreckt. Ist alles machbar, wenn man das ruhig und im Rhythmus angeht. Zur Erholung gibt es dann ein flacheres Stück am Caracciola Karussell bevor dann wieder eine fiese Steigung hoch zur hohen Acht folgt.

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Es wird dann wieder etwas wellig und nach einer großen Welle folgt eine sehr lange Gerade die erst abschüssig ist und dann langsam wieder nach oben zieht. Hier muss man unbedingt im Windschatten anderer fahren. Am Ende dieser langen Gearden wartet noch einmal ein fieser Aufstieg, danach fährt man in den Grand Prix Bereich ein und kann noch mal richtig Gas geben weil man weiß, dass man nun bald zuhause ist. Soweit zur Strecke (details).

Ich fuhr die erste Runde hauptsächlich mit Silvie und Silke zusammen, an der hohen Acht wurde ich dann ein wenig schneller und war vielleicht ’ne Minute schneller zurück an unserer Parzelle. Björn war vom Start weg etwas hinten, machte das aber richtig, da er ja jetzt erst einmal zwei Runden fahren musste. Das war alles trotzdem scheiß anstrengend und ich fragte mich, ob das wirklich so eine gute Idee war die Einführungsrunde mitzunehmen.

Als wir ankamen fahren wir jedenfalls ziemlich geschlaucht.

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2. Runde Björn 1:04:13

Ich fand es jedenfalls gut, dass Björn erst einmal weiterfahren musste und ich mich ausruhen konnte und ich glaube Silvie und Jessica ging es genauso. Man steht dann so an der Strecke rum und guckt den Radfahrern nach. Auf die Dauer wird das auch langweilig und man geht mal wieder Skat spielen mit den Dixiebrüdern. Oder isst was. Auch egal, es ist halt so ein typisches Leben auf dem Campingplatz.

3. Runde Silvie 058:32

Björn kommt zurück und flucht etwas wie „ich bin nicht gemacht für die Berge“, dabei sind wir hier gerade einmal in der Eifel. Trotzdem ist er zur heißesten Tageszeit zwei Runden gefahren – Respekt. Silvie fährt, wie erwartet eine schnelle Runde und wechselt zu Jessica.

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4. Runde Jessica 1:01:27

Bevor Jessica fährt gibt es eine tränenreiche Verabschiedung von Harald. Wie ich überhaupt Harald im wesentlichen, also wenn er nicht gefahren ist, als jemand in Erinnerung behalten habe, der mit abgelassenen Trägern seiner Radhose und nacktem Oberkörper sich an Jessica anlehnt. Alle anderen von uns, die schon länger in diversen Beziehungen sind, blicken neidisch auf das junge Glück. Jessica ist auch flott unterwegs, aber es wird uns auch langsam klar, dass eine Stunde pro Runde auf Dauer sehr ambitioniert ist.

5. Runde Mob 0:56:30
6. Runde Mob 0:59:21

Endlich darf ich wieder ran. Ich powere wie ein blöder, denn ich möchte schneller als in der Einführungsrunde sein (weiß aber noch nicht, dass diese erheblich kürzer war). Die Fuchsröhre runter bekomme ich meinen Tacho aber nur auf etwa 83 km/h, was ich als enttäuschend empfinde. Das klettern läuft gut, ich überhole eine Menge Leute und auch viele, die die Strecke an der Seite zu Fuß hochgehen. Mittlerweile habe ich auch raus, wie ich schnell durch die Karussells komme (innen) und wie ich in einer Gruppe bleibe um auf der langen Geraden Kraft zu sparen. Die zweite Runde gehje ich dann etwas gelassener an, denn dummerweise habe ich nun auch Hunger bekommen. Ich bin dann etwas enttäuscht, was die Zeiten angeht, aber da Andreas und Karin jetzt anfangen zu grillen hält sich das alles sehr in Grenzen. Natürlich muss ich wieder von fremden Tellerchen und Becherchen essen und trinken.

7. Runde Björn 1:04:26

Björn fährt und wir grillen. Es bleibt aber genug für ihn übrig.

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8. Runde Silvie 0:57:00

Silvie dreht wieder eine schnelle Runde, wie macht sie das nur? Entweder kommt das vom grillen, oder sie möchte schnell wieder beim grillen sein. Kann ich auch gut verstehen, es gab wirklich gut Fleisch und lecker Salate, also so wie man sich gemeinhin eine Grillpartie vorstellt. Nur das Fernsehprogramm war ein wenig langweilig und bestand aus Radfahrern die mehr oder minder schnel am Grill vorbeizogen.

9. Runde Jessica 1:01:41

Die letzte Runde vor der Dunkelheit. so dass die

10. Runde Harald 1:04:06

übernimmt.

SAMSUNG

 

In unserem anderem Team setzt Philipp neue Geschwindigkeitsmaßstäbe in der Fuchsröhre.

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11. Runde Mob 1:06:37
12. Runde Mob 1:08:39

Wieder zwei Runden für mich. Dank meiner guten Vorbereitung ist mein Rücklicht kaputt (Leyzne Femo – sieht gut aus funktioniert aber nicht gut). Zum Glück leiht mir Jessica eins. Ich habe nur eine Lampe zur Beleuchtung nach vorne und das ist etwas wenig. Die schnellen Abfahrten, insbesondere bei den Stellen ohne Lichtmast sind verrückt. Ich orientiere mich an den Rücklichter meiner Vorderleute und hoffe nur, dass diese nicht über die Böschung gegangen sind , denn dann würde ich ohne zu zögern hinterher fahren. Am Aufstieg vom Bergwerk schleift meine Bremse hinten udn ich bin ganz lahm, denke ich. Aber als ich kurz absteige um das zu prüfen stelle ich fest, dass die Bremse OK, aber meine Leistung im Arsch ist. Ein anderer Fahrer kommt vorbei und tröstet mich, dass ich absteigen musste. Ich erzähle etwas von technischen Problemen, was mir aber naturgemäß nicht geglaubt wird. Würde ich ja auch nicht glauben, diese verzweifelten Versuche zu rationalisieren. Ein anderer Fahrer sagt mir, dass ich mein Rücklicht verloren habe – Mist. Bin froh als ich wieder nach zwei Runden auf der Parzelle bin, duschen gehen kann und dann ein paar Stunden schlafen kann. Mir wird schlecht bei dem Gedanken, dass ich gerade einmal vier von meinen sechs Runden abgedreht habe und das Rennen erst zur Hälfte zu ende ist. Den anderen geht es nicht besser. Nicht nur die Fahrer sind müde, auch das Support Team hat es mittlerweile dahingerafft.

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Nun zerbröselt das andere Team. Silke ist „not amused“ weil Torsten sich mittlerweile schlafen gelegt hat und Michael (Köln) ebenfalls nach Genuß von Alkoholika verschwunden ist. Silke übernimmt von Philipp, hat aber keine Ahnung wie es danach weiter geht. Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Karins Nichte und ihr Freund machen Stimung am Streckenrand. Dort zu sitzen ist wie vor einem Fernseher mit einem schlechten Programm bei dem es nicht erlaubt ist den Kanal zu wechseln. Ich verschwinde in meinem Zelt und schliesse die Augen.

13. Runde Björn 1:09:29
14. Runde Björn 1:12:25

Björn bringt unser Team erst einmal weiter durch die Nacht. Soll sehr anstrengend gewesen sein meint er nachher. Ich bin froh, dass wir nicht zerbröselt sind, aber davon bekomme ich ohnehin nichts mit.

15. Runde Harald 1:06:32

Mit Harald kommt das Morgengrauen.

16. Runde Silvie 1:05:46
17. Runde Silvie 1:10:05

Nach Anbruch des Tages führt Silvie wieder. An den Zeiten kann man schon gut sehen wie viele Körner das Rennen bislang gekostet hat. Ich liege im Zelt und höre Silvie von der ersten Runde zurückkommen, sie ist müde und wil eigentlich nicht mehr. Zum Glück muss Torsten gerade rausfahren und bequatscht sie gemeinsam zu fahren. Eine Stunde mehr Schlaf.

18. Runde Mob 1:02:44

Mein erste Runde am Morgen. Es ist schön wieder in der Helligkeit zu fahren, aber die Spannung ist ein wenig raus. Ich bin auch nicht mehr ganz so ernsthaft dabei und fange an ein paar Foptos vom Aufstieg aus dem Bergwerk zu machen.

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Im Hellen fahre ich doch deutlich schneller als im Dunkeln. Ich fühle mich lasch, einerseits, auf der anderen Seite habe ich aber auch ein wenig Kraftreserven wenn ich gut im Rhythmus die Antstiege hoch fahre, und kann dann durch Erhöhung der Trittfrequenz ganz am Ende noch ein paar Leute stehen lassen, wenn die sich völlig ausgepumpt haben. Oder vielleicht bilde ich mir dies eine Woche später auch alles nur ein. Mittlerweile ist alles so wie im Wahn, die  Erinnerung ist etwas nebelig.

19. Runde Björn 1:03:39

Kann mich an nichts mehr erinnern.

20. Runde Jessica 1:05:01

Ditto. Jetzt wäre an sich Silvie wieder dran, aber die ist total geschafft von ihren ersten beiden morgentlichen Runden, so dass ich wieder übernehme.

21. Runde Mob 1:00:52

Da ich denke, dass dies meine letzte Runde ist gebe ich noch mal alles. Na ja, fast alles. Auf dem Anstieg vom Bergwerk sehe ich neben mir einen interessanten Rahmen und spreche die Frau darauf an. Just zu diesem Zeitpunkt kommt Philipp von hinten, schaut und hört sich dies an, zieht an mir vorbei und erzählt dann von meinem Flirt auf der Parzelle bevor ich wieder da bin. Deshlab in aller Deutlichkeit: Das war ein sehr schöner, gut erhaltener Krautschneider Cross Rahmen aus den Siebzigern – mehr war zwischen uns nicht! Sehe auch einen Fahrer mit Jakst Hose aus Bremen, aber der will nicht reden.

22. Runde Alle (außer mir) und Harald mit Transponder  1:07:07

Ich habe keine Lust mehr eine Abschlussrunde zu drehen, die anderen schon. Dann lieber noch einmal duschen. Bei Ansicht der Ergebnisse stelle ich fest, dass wir auch noch eine 23. Runde hätten draufpacken können, aber dazu hat auch keiner mehr Lust. Die Luft ist nun ganz raus und alle sind froh, dass es vorbei ist. Mann, war das hart, das machen wir so schnell aber nicht wieder, bitte. Einige holen für uns alle die Medaillen am Ziel ab.

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Und vor uns steht noch der Abbau der gesamten Infrastruktur auf unserer Parzelle und die lange Fahrt nach Hause. Silvie leistet großartiges beim einräumen in den Wohnwagen.

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Leider ist hier nur noch die Hand von Silvie zu erkennen und nicht mehr die schlangenartige Position in der sie sich vorher befand.

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Torsten, nicht ganz so schlangenartig.

Endlich fertig, jetzt nur noch ein paar Gruppenfotos, die netterweise einer von den Kielern neben uns macht. Die Flagge wird auch eingeholt.

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Im Wagen zurück bin ich mit Björn, der die ganze Zeit fährt, Silke und Jessica. Ich habe Mühe wach zu bleiben und schlafe immer wieder ein. Am Ende gibt es noch eine Zwischenmahlzeit beim Burger King kurz vor Bremen. Lustigerweise gibt es im Auto schon die ersten Anzeichen einer sich ändernden Einstellung dem ganzen Mühsal gegenüber. „Ah,. war doch geil!“ „Ja, und die Fuchsröhre…wow.. verrückt… aber schon geil..“ Also nächstes Jahr wieder, oder?

Ergebnisse:

Fixed Beards Bremen

Fixed Beards Delmenhorst aka Nordwest Gefälle

RCB Eins

RCB Zwei

Bin trotzdem froh wieder in Bremen zus ein und am nächsten Tag wieder ganz normal im Büro arbeiten zu dürfen.

Danke an alle Beteiligten, insbesondere an Karin und Andreas für den extrem guten Support.

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