Contra Vento: Bremen Citytriathlon 2014

Sollte jemand wissen wollen, wie es heute beim Citytriathlon war, dann schaue er sich die folgenden Videos zur Einstimmung an.

Irgend eine Idee, was diesen Songs allen gemeinsam ist, AUSSER das es Songs sind die übewiegend von langweiligen, alten Männern gehört werden? Genau. Das Wetter war heute etwas windig und man konnte nicht ganz so relaxed fahren wie die hier Musik machen:

Aber alles der Reihe nach. Beim diesjährigen Bremer Citytriathlon waren wir erstmals mit drei Teams am Start, den HIWL Stars (Philipp und Anna Lühmann sowie Jan-Cedrik), den HIWL Profs (Uwe, mob und Midori, alle keine Profs) und den HIWL Studis (Brake, Till und Joshua). Da es bis zur letzten Minute Unsicherheit gab, wer nun in welchem Team startet und was macht, entsprechen die offiziellen Startlisten nicht ganz den Tatsachen die von der HIWL geschaffen wurden.

Ich war relativ früh da, da die ganz Arbeit des organisierens wieder an mir kleben geblieben war. Ich war sogar so früh da, dass ich der ersten Frau und dem ersten Mann begegnete:

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Wow, die Bibel hatte also doch recht. Nun wusste ich, dass ich noch ein wenig Zeit hatte, um mich hinzulegen, und durch das griechische und römische Reich zu schlafen, das Mittelalter und die Gründung der Hanse zu verpennen und dann wenig berührt von Renaissance, Barock und deutscher Kleinstaatelei und Vereinigung, Krieg, Krieg und kaltem Krieg pünktlich am 8. August 2014 um 13.00 Uhr wieder afzuwachen. Hatte ich irgendetwas verpasst? Nein, um mich herum Materialschlacht auf der einen Seite, Carbon Felgen und Hochprofile soweit das Auge reicht, Lenkeraufsätze, Aerohelme und Rahmen mit „Schnucki“ gelabelt.

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Daneben dann gruseligste Aluräder von Bocas und einige schöne alte Colnagos und ein ganz kleines Olmo. Ich hatte mein canyon auch ordentlich upgegradet und leicht und aerodynamisch gemacht, aber das war noch gar nichts gegen die Vorbereitung von Philipp und seinem Müsing Blitzrad.

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Wow. überklebte Löcher der Flaschenhalterbefestigung. Und jede Schraube vorne an der Bremse zugeklebt. Und dann noch dieser überaus windschnittige Aerohelm mit der Ansage. „EINS !“

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Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass die fünf Minuten Unterschied zwischen Philipp und mir fast ausschließlich auf diese aerodynamischen Spitzfindigkeiten zurückzuführen sind. das habe ich nun davon, dass ich diesen Aufwand nicht reiben wollte.

Wir standen alle in der Wechselzone rum und wurden langsam nervös. Ich fragte eine der Frauen mit gelben T-shirt wo die Toilette sei und sie antwortete „mubel..mumbel weißes Zelt da hinten, mumbel mumbel.“ Also ab zum weißen Zelt , die Eingangsplane hochgehoben un das folgende gesehen:

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Im Gegensatz zu den Dixie Klos und Piss-Satelliten auf dem Nürnburgring war diese Toilette nun wirklich septisch rein, sah aber wenig benutzerfreundlich aus. Ich entschied mich dann doch für das Dixie Klo hinter dem Zelt.

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Till und Joshua vom HIWL Studi Team

Mittlerweile waren die Schwimmer ins Wasser gegangen und der Wettkampf hatte begonnen. Die Einzelstarter waren etwas früher dran und Björn kam bereits zurück vom Radfahren und zog sich unter den kritischen Augen von Sylvie um.

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Nun wurde es langsam erst.Als erste kam Anna rein und der Wechsel des Transponders an Philipps Fuß lief alles andere als gut. Dann kam Uwe von meinem Prof- Team und ich machte mich auf den Weg auf die Radstrecke.  Ich hatte zwar meine Shimano SPD Schuhe an, damit ich gut laufen konnte, das bringt aber alles nichts wenn vor einem Oma und Opa mit ihren Trekkingrädern gemütlich auf die Strecke watscheln. Die beiden überholte ich noch in der 5 Meter Startzone. Den nächsten etwa 50 Meter weiter und dann war ich auf der Nordstrasse. Natürlich fühlt man sich hier wie der König der Landstrasse; ab konstant mit über 40 Sachen und dazu flötet man leicht gelangweilt etwa so was hier.

Dabei überholt man locker einen Haufen Leute, obwohl den ersten den ich überholt hatte setzte sich wieder vor mich. Schon bald war ich an Didi von BOC dran den ich auch locker stehen liess. Silvie, die vor mir gestartet war kam mir von der Wendemarke recht langsam entgegen. Da Silvie schnell ist, wusste ich schon, was mir jetzt auf der Rückfahrt blühen würde. Und so war es dann auch, in die andere Richtung war es selbst mit einem Puls über 170 nicht möglich schneller als 30 – 33 zu fahren. Didi holte mich nun wieder ein. Dann bogen wir in die Schleife und auf dem schnellen Stück mit dem Wind überholte ich Didi wieder. Und dann wurde es ganz eklig auf dem langen geraden Stück bei Kelloggs und am Speicher vorbei bis zum Aldi. Hier überholte mich Didi wieder. Nach der ersten Runde war ich also ziemlich im Arsch und hatte nur noch wenig Lust. Hier mal im Vergleich unsere Fahrstile nach der ersten Runde.

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Silvie – anmutisch und pefekt


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Philipp – aerodynamisch und schnell

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 mob – das aerodynamistische ist noch die Wampe

Eine Rund eum und noch eine weitere. Zum Glück kam jetzt wieder die Nordstrasse udn das Canyon Kätzchen surrte mit mir und 40 Sachen Richtung Waterfront. Leider war jetzt so gut wie keiner mehr in Sicht vor, so dass man sich nicht an jemandem festbeißen und ihn überholen konnte. Kurz vor dem Wendepunkt kommt mir wieder Silvie entgegen. Sie hat etwa eine Minute Vorsprung auf mich. Am Wendepunkt überhole ich noch jemanden und mache mich auf die Verfolgung. Muss sie wohl auch gedacht haben, denn sie haut jetzt richtig rein und ich sehe sie erst im Ziel wieder. Stattdessen wieder Gegenwind ohne Gnade. In der 2. Runde ist es fast schwierig die 30 km/h zu halten. Didi ist wieder vor mir, mittlerweile etwa 100 Meter. Zum Glück ist das renne gleich zu Ende. Auf der letzten fiesen, langen Geraden überholt mich noch jemand mit Aerohelm und einer von BOC, aber das war es dann auch. Langsam arbeite ich mich an Didi wieder ran. Die Kurven kann ich definitiv schneller nehmen und dann kommt die letzte Steigung zum Eingang in die Wechselzone. Stilstudie:

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Elegant im Wiegetritt

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Power pur.

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Hammer rausgeholt.

10609462_824203830932128_9081525950352385065_nKoalitionswechsel.

Endlich im Ziel, irgendjemand schreit vom Strassenrand, dass ich mich anstrengen soll beim laufen. SChaffe ich auch irgendwie und dann läuft Midori für mich los. Knapp unter 36 Minuten, das ging auch schon mal schneller, aber der Wind war heute wirklich tödlich.

Alle anderen sind bereits zurück und wir gehen in den Zielbereich, um etwas zu trinken und unseren Läufer anzufeuern. Unsere Läufer machen eine gute Show und Jan-Cedrik bringt die Führung ins Ziel. Zum dritten Mal hintereinander der erste Platz in der Mixed Staffel. Cool. Die Läufer der Studenten und die Läuferin der Professoren kommen etwas später rein, aber allen hat es Spaß gemacht, alle sind müde, haben sich verausgabt, wollen ein alkoholfreies Erdinger und am liebsten noch ’ne Currywurst mit Pommes.

Es gibt gar nicht viel Zeit zu reden. Es sind mal wieder ’ne Menge Leute da, die ich kenne, Andreas, Silke, Niels, Matthias, Mathias 2311, Lulle, Lalle, Lolle, Bernd, Jessica, Harald, Sönke, noch ein paar Studis von der HIWL, ads wird auch jedes Jahr mehr und erfreulicher … wenn ich da noch an meine erste Bremen Challenge 2010 denke … da war ich zwar schneller als heute kannte  aber keinen Menschen.

Die Ehrungen beginnen. Ist nervig, denn es wird in Altersklassen geehrt zunächst, also 15 bis 20 Jahre, 20, 22,5 Jahre, 22,5 bis 23,75 Jahre, 23,75 bis 23,875 Jahre – na weiß jemand noch aus dem gehobenen Matheunterricht ob die Reihe N=1 bis unendlich, Summe 1/s hoch n einen Grenzwert hat und wenn ja welchen?

Ist nervig, vor allem dann, wenn man hinter der Siegerpodestbude ein Gewitter aufziehen sieht. Dann endlich die Staffeln. Erst die Frauen und Männer.  Silvie kommt mit den Pedalos bei den Frauen auf den dritten Platz in der Staffel.

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Dann endlich die Mixed Staffel.

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Auf dem Weg.

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Mit Pokal und Urkunde

Cool, also beim Citytriathlon in Bremen hat noch nie ein anderes Team die Mixed Staffel gewonnen als die HIWL. Das wollen wir nächstes Jahr wiederholen. Na ja, heute war da allgemeine Gefühl eher, ne lass mal, aber morgen sieht das ja wieder ganz anders aus. Es freuen sich alle am Pokal und an den Preisen. Bis sie zur Tribüne zurückkommen und ich alles einsacke, denn als Repräsentant der Hochschule, die alles finanziert hat, habe ich das moralische Recht dazu. Her mit dem Pokal – Gladiatoren.

Ich hole ihn aber noch einmal raus für ein Abschlussfoto.

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Danke an alle die mitgemacht haben (vlnr om: Jan-Cedrik, Uwe, Midori, Philipp, Anna Lühmann, Joshua, Brake, Till Oliver

Im Hintergrund fängt es an zu tröpfeln jetzt bloß schnell nach Hause. Schaffe das so gerade noch. Ein schöner Tag – bis zum nächsten Jahr und Danke für den vielen Fisch. Danke an Niels für die Fotos. Ergebnisse sind noch nicht auf der Website, trage ich nach. Bitte melden, wenn noch gute Fotos da sind.

Anhang

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Warum?

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Eingeordnet unter 2014, Björn, Blitzrad, Harald, Mob, Rennen, Silke, Triathlon, Uncategorized

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