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Aero
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Jona(s) und die Wa(h)l.
Endlich einmal eine vernünftig terminierte Saisonabschlussfahrt. Erstens bei herrlichem Wetter und zweitens um 12:00 Uhr beginnend. Und drittens, wie sich später herausstellte, ersparte man sich dabei die sinnlose Beschäftigung mit dem Nordderby.
Diesmal habe ich genau geschaut: Ganze 25 Minuten dauerte es, von dem Zeitpunkt der Entscheidung sich jetzt auf das Rausfahren vorzubereiten bis zu dem Punkt wo ich auf dem Rad sass und losfuhr. Man braucht im Winter einfach Zeit um sich zu entschieden wie kalt oder warm es draußen ist und was genau man anziehen will. Dann noch Pulsgurt, Uhr, Überschuhe, Laufräder austauschen, Lampen anbauen, Räder aufpumpen, Bremsen neu einstellen, Brille putzen …. nicht zu vergessen der Prozess des Entscheidens welche Musik dazu am besten passt, besser Nada Surf, the Damned oder Presidents of the USA? OK, 15 Minuten später: Nada Surf.
Auf dem Weg zum Treffpunkt sehe ich mindestens drei andere Rennradfahrer und denke mir: „Wow, das wird wirkliche ine große Gruppe werden!“. Am Treffpunkt bin ich dann auch nicht enttäuscht, neben Andreas, Jan, Caro, Tobias, Torben, Tanja und Lars kamen dann leicht verspätet auch noch Philipp und Jonas und ganz viele andere die ich teilweise von anderen Fahrten her kannte und teilweise eben noch nicht. Leicht verspätet ging es los und wir fuhren in gutem Tempo den Deich runter Richtung Weyhe. Aber nicht allzu lange. Jonas fuhr gleich neben mir, plötzlich wird er langsamer und ich sehe, wie unter seinem linken Fuß der linke Kurbelarm klebt aber leider ohne jegwelche Verbindung zum Rad. Ich weiß nicht was dann bei andren Menschen im Kopf vorgeht, aber ich denke dann immer zuerst: „Ist das eine neue Trainingsmethode?“ Es gibt so viele ungewöhnliche Dinge, man denke z.B. an die Power Cranks, quasi Kurbeln mit Freilauf die immer „mitgezogen“ werden müssen.

Aber Jonas trainiert nicht mit neuem Spielzeug. Jonas trainiert gerade ganz ernsthaft anzuhalten, auszuklippen und sich dabei nicht auf die Fresse zu legen.
Irgendwie versuchen wir seine FSA Hollowtec-II Kurbel zu reparieren.

Dummerweise fehlt diese Schraube da oben rechts neben dem linken Kurbelarm, die muss irgendwo unterwegs verloren gegangen sein. Und den Kurbelarm nur so zu fixieren ist halt sehr riskioreich. Was tun? Alle waren nett udn Jonas hat sich schon mit seinem Schicksal abgefunden die Tour abzubrechen und nach Hause zu fahren. Ich biete ihm an, eines meiner Räder auszuleihen und die anderen dann in Bruchhausen-Vilsen zu treffen. Das ist eben der Vorteil, wenn man eine Garage mit einer ganzen Reihe von Rädern hat. Und natürlich jede Menge Laufrädern. Und Bremsbeläge, Schläuche und und und, also im Prinzip wenn Gragae und Wohnung aussehen wie ein schlecht sortierter Radladen, dann hat man Stress zuhause aber viel Spaß auf der Strasse. Also, Jonas und ich sprinte zu mir nach Hause während sich die Gruppe Richtung Bruchhausen -Vilsen bewegt.
Eine lustige Situation, welches Rad soll ich nun Jonas in die Hand geben? Jonas ist noch nie Fixie gefahren, also wie wäre es z.B. mit meinem Nagasawa Fixie ohne Bremsen das im Wohnzimmer hängt mit der Beründung, sorry, die andere habe ich alle ausgeliehen?
Oder das Mountainbike meiner Tochter und der Begründung: „Sorry, das ist das einzige, was ich in Deiner Größe habe!“
Nein, das alles sind nur theoretische Gedankenspiele und ich drücke Jonas das Moser Leader AX Evolution zwischen die Beine.

Damit machen wir uns nun auf den Weg die anderen einzuholen. Wir haben insgesamt fast 40 Minuten Zeit verloren und treten nun so richtig rein. Jonas muss als Strafe Führungsarbeit leisten, vor allem wenn es gegen den Wind geht und die Hügelchen hoch, also quasi immer. Ruckzuck sind wir in Südweyhe und biegen nach Okel ab. Rechts und links schwirren die kleinen Ortschaften vorbei, wir treten rein bis den Maximalpuls erreicht haben und sind nur beseelt von einem Gedanken: „Wir wollen unser Stück Kuchen in Bruchhausen-Vilsen.“ Okel…Gödestorf, ab und zu mach ich mich nun auch vorne lang… Wachendorf…Süstedt…Ortsnamen wie Produkte von Busch und Müller…Uenzen… und dann sind wir etwas auspumpt in Bruchhausen-Vilsen. Die anderen sind schon da und geben lügen ganz höflich, dass sie maximal fünf Minuten vor uns angekommen sind. Nun gibt es auch endlich Kuchen; da wir ein ganzer Haufen Leute sind, essen einige von uns drinnen und andere sitzen draußen auf den Bänken. Unsere Räder stehen vor dem Laden, es sind viele und sie fallen auf.
Der Steppenwolf gehört nicht zu uns, dass ist ein Pusher. Der Kuchen ist lecker und der Kaffee auch und die Atmosphäre nun entspannt. Philipp behauptet, dass aus dem Wasserhahn in der Herrentoilette Vilsa herauskommt. Das kann ich nicht so richtig glauben und probiere das aus.
Stimmt überhaupt nicht. Was aber auf jeden Fall stimmt ist, dass bei der Pissoirspülung Vilsa Sportschorle Apfel-Grapefrucht eingesetzt wird. Zumindest schmeckt das ganz genauso.
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Wer mir das nicht glaubt kann das ja einfach bei der nächsten Ausfahrt dorthin nachprüfen.
Irgendwie ist ein wenig Unruhe da wegen dem Nordderby und weil dem Tag auch so früh das Licht ausgeht. In der großen Gruppe dann mit Rückenwind Richtung Bremen zu fahren ist auch deutlich weniger anstregend als alleine mit Jonas unterwegs zu sein.
Die Rückfahrt ist wirklich angenehm, ich unterhalte mich hier und dort, mache ein paar Fotos und eh man sich versieht sind wir schon wieder auf dem Deich. In der Zwischenzeit ist dichter Nebel aufgezogen, zumindest in meiner Kamera, die ich nur lose in die Rückseite der Windjacke gesteckt hatte.
Als sich der Nebel verzieht, wir uns endlich alle aufgereiht haben und ein Passant überzeugt werden konnte von uns allen ein Foto zu machen, funktioniert das Smartphone nicht so richtig. Wen ich das Problem richtig verstanden habe, war dieses Smartphone von seiner Besitzerin auf automatische Genitalienerkennung eingestellt. Mit anderen Worten, erst wenn alle 20 Genitalien von allen Teilnehmern gleichzeitig lachen oder grinsen wird ein Foto ausgelöst. Wie man sich aber einfach vorstellen kann ist es recht schwierig die Genitalien von 20 Leuten die gerade von einer langen Radtour zurückkommen und ständig auf zu kleinen Rennradsätteln gequetscht wurden, zum grinsen zu bewegen. Erst nach dem die Kamera auf den Modus „Mach jetzt ein Foto ist doch scheißegal wie“ umgestellt wurde, klappte es.
So, danach verliefen sich die Teilnehmer in alle Richtungen und Caro zeigte mir dann noch eine sehr schicke Abkürzung nach Hause. Guter Tag, der mich aus meiner Herbstlethargie gerissen hat. Danke an alle die dabei waren und hoffentlich bald wieder zur Saisonstartfahrt am nächsten Wochenende.
Ach so, also 25 Minuten Vorbereitung zum fahren geht ja gar nicht. Hannes und ich möchten dem ein Ende machen und laden schon einmal für den 1. Januar 2015 um 08:30 zur Katerausfahrt ein. Bei der Ausfahrt dürfen nur Bibshorts and Sandalen und keine anderen Kleidungsstücke getragen werden. Frauen ist es erlaubt zusätzlich eine Pelzstola ersatzweise eine Federboa zu tragen.
[Danke für die Fotos]
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Gestern Abend auf dem Deich. Heute Morgen Zuhause.
Man steht am Wochenende auf, frühstückt, erledigt ein paar dringende Dinge und schwingt sich dann auf das Rad um ein wenig zu fahren. Damit man nicht ganz aus dem Schwung kommt. Und bereits im November kommt man bei dieser Vorgehensweise in der Abenddämmerung nach Hause.
Wo das Wohnzimmer nun daran erinnert, dass man eigentlich nicht hier sitzen sollte.
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Rehabilitation am Hünenberg

Oktober ist erstens Grippezeit und zweitens Kongreß in Berlin Zeit. Beides ist nun überstanden zum Glück. Die Kilometerleistung im Monat ist allerdings miserabel.
Ich hätte heute morgen in der Gruppe fahren können, aber 100km waren mir nach fast 2 Wochen Pause zu viel. Stattdessen bin ich um 14:30hr Richtung Süden los, damit ich noch rechtzeitig vor Anbruch der Dunkelheit nach Hause komme – wie sich die Jahreszeiten ändern. Nichts neues am Deich, ein paar Schlenker nach Dibbersen und in andere Dörfer in denen ich noch nie war. Dann mit Vollgas und Rückwind von Werder über die Weser den Uesener Berg hoch, das ging richtig gut. Dann wieder runter, die Weser weiter hoch und mit vollem Schwung den Hünenberg hoch. Beim ersten Mal klappte es noch ganz gut, beim zweiten Mal ist die Luft raus.
Aus Gewohnheit bin ich weiter nach Oyten gefahren und dann über Sagehorn wieder zurück nach Borgfeld. Es wurde gerade dunkel. Das sagt Strava.
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Sommerschlußverkauf
Suntour Zahnkranz 6-fach
Kennung XJ
Abstufung 13 – 14 – 15 – 16 – 17 – 18
Sieht gut erhalten aus, allerdings flutscht das 3. oder 4. Ritzel manchmal durch.
VHB €6
Suntour Schalthebel Gemüse

Cyclone / Sprint Serie
Sind vermutlich komplett, aber auseinander und … na ja… Ersatzteilspender
VHB €3
Und noch mal Suntour Schalthebel Gemüse
wie oben, ebenfalls €3
Umwerfer Shimano 600

Schelle, Typ FD-6207
Kennung KC
Etwas angelaufen, befriedigender Zustand, Funktion OK
VHB €6
Umwerfer Shimano 600 Arabesque

Schelle, Typ FD-6200
Kennung HD
Sehr guter Zustand
VHB €14
Campagnolo Ergos Athena 9-fach

Guter Zustand, fast keine Kratzer, Schürfungen etc.
Leider ein Hebel etwas fleckig
Gummis OK
Funktionieren
VHB €58
Platform Pedale MKS GR-9

Läuft rechts glatt, links ein wenig rauh aber OK
Abschürfungen links
Zustand befriedigend
VHB €9
Shimano Pedale PD-M324 WEG
Eine Seite Plattform, eine Seite SPD System
Gut erhalten
In Originalverpackung
VHB €22
Look Keo Blade Carbon Pedalen Modell 2011

Erstes Modell mit Carbonfeder
Drei Jahr lang gefahren
Am rechten Pedalkörper ist ein Stück rausgebrochen, das schränkt die Funktion aber nicht ein.
Lager laufen glatt, kein Spiel
Mit Originalverpackung
VHB €56
Campagnolo Pedalen
Keine Ahnung welches Modell, war an einem Moser Leader AX mit 8-fach Chorus
VHB €10
Hinterradnabe Sansin 32L

Für Schraubkranz
Dreht glatt
Kennung 5345 HB
Ohne Schnellspanner und Kranz
VHB €14
Vorderradnabe Shimano Deore LX 36L

Kennung HB-M550
Laufen glatt
Aussehen befriedigend
VHB €5
Bremshebel Diacompe VX

Ohne Schellen
Irgendwo mit dazu
Luftpumpe Kompakt von TCM (=Tschibo)
Trägerhose kurz Größe XL

schwarz/rot
ungetragen, von Wiggle /Tokyo Cycling Club
dhb / made in Italy
VHB €10
Beanie Mütze Saltrock

ungetragen, mit Originalanhänger.
Hatte mir jeand geschenkt und sagte, dass wäre eine ultracoole Marke. Coolnessfaktor nach zwei Jahren im Schrank vielleicht etwas abgekühlt.
VHB €5
Regenhose Schwarz Größe LL von Wiggle
Zwei Reisverschlusstauschen oben
Klettbänder zum zusammenbinden der Hosenschläge
VHB €10
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Abends auf dem Deich
… auf der Rückkehr von der Abendrunde über Fischerhude, Vorwerk, Buchholz, Nintendo Wiistedt etc. .. das übliche halt aber in unüblich großer Zahl. Ganz langsam fühlt sich das hier wie Heimat an, auch wenn Silke heute fast nur über Berge in Frankreich erzählt hat und das irgendwie nicht zur Strecke passte, bis auf diese brutale Rampe hoch über die Autobahn vor dem Platzhirsch. Und gerade, wenn man gut in Form ist und alles passt. da sagt der Sommer „vorbei!“ und knipst abends das Licht früher aus.
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Lessum Rindo [林道]
Das Wort Rindo kommt aus dem japanischen und setzt sich zusammen aus den Zeichen für „Wald“ und „Weg“. Damit gemeint sind an sich gut asphaltierte Straßen in den Bergen, die nicht für den öffentlichen Verkehr zugängig sind und im wesentlichen die Funktion haben LKWs den Zugang zum Abtransport von Holz zu ermöglichen.
Solche Straßen sind Paradiese für Radfahrer, denn sie führen zumeist durch abgelegene Täler und Berge, man trifft fast nie auf Verkehr und auch nur selten auf Wanderer und die vielen Steigungen und Spitzkehren machen sie zu einer echten Herausforderung. Ein gutes Beispiel ist „Kazahari Rindo“ in der Nähe von Tokyo, dieser Anstieg wird oft als einer der gemeinsten und fiesesten in der Region gesehen; ich selber bin den daher auch nur zweimal gefahren.
Rindos sind aber auch gefährlich: Die Straßen werden nicht regelmäßig gewartet, so dass es passieren kann,dass ein Teil der Strasse abgerutscht ist oder dicke Feldbrocken im Weg liegen. Tunnel sind grundsätzlich nicht beleuchtet, man ist völlig in der Einsamkeit und manchmal gibt es auch keine Netzverbindung. Eine andere bekannte Rindo in der Nähe von Tokyo ist die O-toge Rindo; dort bin ich einmal in einen unbeleuchteten Tunnel gefahren und stellte mir vor, dass ich nun dem Jungen einer Familie Bären über den Fuß fahre, worauf dieses laut „Mama“ schreit. Die Mutter ist stinksauer und verfolgt mich. Weiter oben wurde ich dann von einer Hornisse gestochen und ich bin dann panisch wieder zurück gefahren, weil ich nicht wusste wie giftig dieser Stich sein kann. Rindos bedeuten also Spaß und Abenteuer.
Am Samstag kam ich mit Übergewicht und zwei Kindern aus Estland zurück. Fahrradtechnisch lässt sich nicht viel über Tallinn berichten. Essenstechnisch schon:
Technisch hingegen ist Estland schon ganz OK. Viele Mensche dort besitzen moderne Smartphones von Nokia, wie das Nokia Galaxy 3000:
Mädels- und Jungstechnisch läßt sich vermerken, dass fast alle Frauen so aussehen wie Sandra Elisat und die Männer oft so, als wenn sie Dir eins auf die Nase geben wollen. Vermutlich, weil ich gerade Sandra Elisat nachgeschaut habe. Dank Estland weiß ich nun auch, was mit „YOLO“ gemeint ist.
Nach drei Tagen Tallinn inklusive einem neuen Haarschnitt hatten wir genug und sind mal nach Helsinki gefahren. Hier gibt es sehr interessante Gebräuche für Erstsemester an den Hochschulen, im folgenden einige Beispiele:
Mit anderen Worten, ich war froh, als ich zwar fetter, aber wieder in normalen kulturellen Gefilden in Bremen war und wieder ein wenig radeln konnte. Ich hatte nur wenig Zeit, wollte aber die härtest-mögliche Tour machen, also wählte ich den Weg zum Lessum Rindo, den ich nun seit einigen Tagen Dank Marc kenne.
Lessum Rindo ist der steilste Anstieg in ganz Bremen. Er besteht aus einem mörderischen Stück nach oben, dem sogenannten „Hohen Zeh“ und einer ebenso mörderischen Abfahrt mit einer ganz fiesen Spitzkehre, der „Aalschleife“. Der Anstieg variiert zwischen 10 und 20% und es ist die Gelegenheit in Bremen Höhenmeter zu sammeln. Der einzige Nachteil ist, dass der Anstieg relativ kurz ist (so etwa 30 – 40 Meter lang), so dass man ihn relativ oft fahren muss, wenn man ordentlich Höhenmeter sammeln möchte.
Die Aalschleife

Die Aalschleife – extrem technisch anspruchsvolle Abfahrt mit extra rutschigen Backsteinen ausgelegt.
Der hohe Zeh

Der Eingang zum hohen Zeh. Gut versteckt. Nimmt man den falschen, so fährt man mit vollem Anlauf gegen ein Garagentor.

Fast am Ende. Hier gibt es kein Entkommen mehr, hohe Mauern rechts und links versperren mögliche Fluchtwege. Man muss nun bis zum Ende fahren.
Ich denke diese Bilder vermitteln einen sehr plastischen Eindruck von den Herausforderungen die auf einen warten. Um ordentlich Höhenmeter zu sammeln bin ich dann gleich zehn Mal hoch und runter gefahren, das sieht dann bei Strava so aus und gibt etwa 100 Höhenmeter mehr.
Da ich nun auch gelesen habe, dass die Veranstalter der Bremen Challenge das Rennen 2015 auf das Land verlegen wollen, wegen ausgelösten Verkehrschaosissen, denke ich dass hier ein idealer Standort ist: Kein Verkehr, anspruchsvolle Strecke, Nähe zum Wasser – perfekt.
Ansonsten bin ich noch ein wenig in der Gegend rumgefahren und ganz zum Ende habe ich noch Marcus getroffen. Wer mal mit will zur Lessum Rindo bitte melden, ist aber nix für Anfänger!
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Contra Vento: Bremen Citytriathlon 2014
Sollte jemand wissen wollen, wie es heute beim Citytriathlon war, dann schaue er sich die folgenden Videos zur Einstimmung an.
Irgend eine Idee, was diesen Songs allen gemeinsam ist, AUSSER das es Songs sind die übewiegend von langweiligen, alten Männern gehört werden? Genau. Das Wetter war heute etwas windig und man konnte nicht ganz so relaxed fahren wie die hier Musik machen:
Aber alles der Reihe nach. Beim diesjährigen Bremer Citytriathlon waren wir erstmals mit drei Teams am Start, den HIWL Stars (Philipp und Anna Lühmann sowie Jan-Cedrik), den HIWL Profs (Uwe, mob und Midori, alle keine Profs) und den HIWL Studis (Brake, Till und Joshua). Da es bis zur letzten Minute Unsicherheit gab, wer nun in welchem Team startet und was macht, entsprechen die offiziellen Startlisten nicht ganz den Tatsachen die von der HIWL geschaffen wurden.
Ich war relativ früh da, da die ganz Arbeit des organisierens wieder an mir kleben geblieben war. Ich war sogar so früh da, dass ich der ersten Frau und dem ersten Mann begegnete:
Wow, die Bibel hatte also doch recht. Nun wusste ich, dass ich noch ein wenig Zeit hatte, um mich hinzulegen, und durch das griechische und römische Reich zu schlafen, das Mittelalter und die Gründung der Hanse zu verpennen und dann wenig berührt von Renaissance, Barock und deutscher Kleinstaatelei und Vereinigung, Krieg, Krieg und kaltem Krieg pünktlich am 8. August 2014 um 13.00 Uhr wieder afzuwachen. Hatte ich irgendetwas verpasst? Nein, um mich herum Materialschlacht auf der einen Seite, Carbon Felgen und Hochprofile soweit das Auge reicht, Lenkeraufsätze, Aerohelme und Rahmen mit „Schnucki“ gelabelt.
Daneben dann gruseligste Aluräder von Bocas und einige schöne alte Colnagos und ein ganz kleines Olmo. Ich hatte mein canyon auch ordentlich upgegradet und leicht und aerodynamisch gemacht, aber das war noch gar nichts gegen die Vorbereitung von Philipp und seinem Müsing Blitzrad.
Wow. überklebte Löcher der Flaschenhalterbefestigung. Und jede Schraube vorne an der Bremse zugeklebt. Und dann noch dieser überaus windschnittige Aerohelm mit der Ansage. „EINS !“
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass die fünf Minuten Unterschied zwischen Philipp und mir fast ausschließlich auf diese aerodynamischen Spitzfindigkeiten zurückzuführen sind. das habe ich nun davon, dass ich diesen Aufwand nicht reiben wollte.
Wir standen alle in der Wechselzone rum und wurden langsam nervös. Ich fragte eine der Frauen mit gelben T-shirt wo die Toilette sei und sie antwortete „mubel..mumbel weißes Zelt da hinten, mumbel mumbel.“ Also ab zum weißen Zelt , die Eingangsplane hochgehoben un das folgende gesehen:
Im Gegensatz zu den Dixie Klos und Piss-Satelliten auf dem Nürnburgring war diese Toilette nun wirklich septisch rein, sah aber wenig benutzerfreundlich aus. Ich entschied mich dann doch für das Dixie Klo hinter dem Zelt.
Till und Joshua vom HIWL Studi Team
Mittlerweile waren die Schwimmer ins Wasser gegangen und der Wettkampf hatte begonnen. Die Einzelstarter waren etwas früher dran und Björn kam bereits zurück vom Radfahren und zog sich unter den kritischen Augen von Sylvie um.
Nun wurde es langsam erst.Als erste kam Anna rein und der Wechsel des Transponders an Philipps Fuß lief alles andere als gut. Dann kam Uwe von meinem Prof- Team und ich machte mich auf den Weg auf die Radstrecke. Ich hatte zwar meine Shimano SPD Schuhe an, damit ich gut laufen konnte, das bringt aber alles nichts wenn vor einem Oma und Opa mit ihren Trekkingrädern gemütlich auf die Strecke watscheln. Die beiden überholte ich noch in der 5 Meter Startzone. Den nächsten etwa 50 Meter weiter und dann war ich auf der Nordstrasse. Natürlich fühlt man sich hier wie der König der Landstrasse; ab konstant mit über 40 Sachen und dazu flötet man leicht gelangweilt etwa so was hier.
Dabei überholt man locker einen Haufen Leute, obwohl den ersten den ich überholt hatte setzte sich wieder vor mich. Schon bald war ich an Didi von BOC dran den ich auch locker stehen liess. Silvie, die vor mir gestartet war kam mir von der Wendemarke recht langsam entgegen. Da Silvie schnell ist, wusste ich schon, was mir jetzt auf der Rückfahrt blühen würde. Und so war es dann auch, in die andere Richtung war es selbst mit einem Puls über 170 nicht möglich schneller als 30 – 33 zu fahren. Didi holte mich nun wieder ein. Dann bogen wir in die Schleife und auf dem schnellen Stück mit dem Wind überholte ich Didi wieder. Und dann wurde es ganz eklig auf dem langen geraden Stück bei Kelloggs und am Speicher vorbei bis zum Aldi. Hier überholte mich Didi wieder. Nach der ersten Runde war ich also ziemlich im Arsch und hatte nur noch wenig Lust. Hier mal im Vergleich unsere Fahrstile nach der ersten Runde.
Silvie – anmutisch und pefekt
Philipp – aerodynamisch und schnell

mob – das aerodynamistische ist noch die Wampe
Eine Rund eum und noch eine weitere. Zum Glück kam jetzt wieder die Nordstrasse udn das Canyon Kätzchen surrte mit mir und 40 Sachen Richtung Waterfront. Leider war jetzt so gut wie keiner mehr in Sicht vor, so dass man sich nicht an jemandem festbeißen und ihn überholen konnte. Kurz vor dem Wendepunkt kommt mir wieder Silvie entgegen. Sie hat etwa eine Minute Vorsprung auf mich. Am Wendepunkt überhole ich noch jemanden und mache mich auf die Verfolgung. Muss sie wohl auch gedacht haben, denn sie haut jetzt richtig rein und ich sehe sie erst im Ziel wieder. Stattdessen wieder Gegenwind ohne Gnade. In der 2. Runde ist es fast schwierig die 30 km/h zu halten. Didi ist wieder vor mir, mittlerweile etwa 100 Meter. Zum Glück ist das renne gleich zu Ende. Auf der letzten fiesen, langen Geraden überholt mich noch jemand mit Aerohelm und einer von BOC, aber das war es dann auch. Langsam arbeite ich mich an Didi wieder ran. Die Kurven kann ich definitiv schneller nehmen und dann kommt die letzte Steigung zum Eingang in die Wechselzone. Stilstudie:
Elegant im Wiegetritt
Power pur.
Hammer rausgeholt.
Endlich im Ziel, irgendjemand schreit vom Strassenrand, dass ich mich anstrengen soll beim laufen. SChaffe ich auch irgendwie und dann läuft Midori für mich los. Knapp unter 36 Minuten, das ging auch schon mal schneller, aber der Wind war heute wirklich tödlich.
Alle anderen sind bereits zurück und wir gehen in den Zielbereich, um etwas zu trinken und unseren Läufer anzufeuern. Unsere Läufer machen eine gute Show und Jan-Cedrik bringt die Führung ins Ziel. Zum dritten Mal hintereinander der erste Platz in der Mixed Staffel. Cool. Die Läufer der Studenten und die Läuferin der Professoren kommen etwas später rein, aber allen hat es Spaß gemacht, alle sind müde, haben sich verausgabt, wollen ein alkoholfreies Erdinger und am liebsten noch ’ne Currywurst mit Pommes.
Es gibt gar nicht viel Zeit zu reden. Es sind mal wieder ’ne Menge Leute da, die ich kenne, Andreas, Silke, Niels, Matthias, Mathias 2311, Lulle, Lalle, Lolle, Bernd, Jessica, Harald, Sönke, noch ein paar Studis von der HIWL, ads wird auch jedes Jahr mehr und erfreulicher … wenn ich da noch an meine erste Bremen Challenge 2010 denke … da war ich zwar schneller als heute kannte aber keinen Menschen.
Die Ehrungen beginnen. Ist nervig, denn es wird in Altersklassen geehrt zunächst, also 15 bis 20 Jahre, 20, 22,5 Jahre, 22,5 bis 23,75 Jahre, 23,75 bis 23,875 Jahre – na weiß jemand noch aus dem gehobenen Matheunterricht ob die Reihe N=1 bis unendlich, Summe 1/s hoch n einen Grenzwert hat und wenn ja welchen?
Ist nervig, vor allem dann, wenn man hinter der Siegerpodestbude ein Gewitter aufziehen sieht. Dann endlich die Staffeln. Erst die Frauen und Männer. Silvie kommt mit den Pedalos bei den Frauen auf den dritten Platz in der Staffel.
Dann endlich die Mixed Staffel.
Auf dem Weg.
Mit Pokal und Urkunde
Cool, also beim Citytriathlon in Bremen hat noch nie ein anderes Team die Mixed Staffel gewonnen als die HIWL. Das wollen wir nächstes Jahr wiederholen. Na ja, heute war da allgemeine Gefühl eher, ne lass mal, aber morgen sieht das ja wieder ganz anders aus. Es freuen sich alle am Pokal und an den Preisen. Bis sie zur Tribüne zurückkommen und ich alles einsacke, denn als Repräsentant der Hochschule, die alles finanziert hat, habe ich das moralische Recht dazu. Her mit dem Pokal – Gladiatoren.
Ich hole ihn aber noch einmal raus für ein Abschlussfoto.
Danke an alle die mitgemacht haben (vlnr om: Jan-Cedrik, Uwe, Midori, Philipp, Anna Lühmann, Joshua, Brake, Till Oliver
Im Hintergrund fängt es an zu tröpfeln jetzt bloß schnell nach Hause. Schaffe das so gerade noch. Ein schöner Tag – bis zum nächsten Jahr und Danke für den vielen Fisch. Danke an Niels für die Fotos. Ergebnisse sind noch nicht auf der Website, trage ich nach. Bitte melden, wenn noch gute Fotos da sind.
Anhang
Warum?
Rad am Ring 2014. Teil Zwei: Aquaplaning beim Rad beginnt erst ab 150 km/h. Sagt man.
Am Vortage begaben wir uns langsam per Auto von Bremen in die Eifel. Heute musste alles schneller werden denn wir hatten ein Rennen: Rad am Ring 2014.
In der Tat waren wir am Freitag so langsam, dass wir auf der Autobahn, hinter Karin und Torstens Eifellandtraumwohnwagen herfahrend von einer zweiköpfigen Gruppe von Heideheizern überholt wurden. Das sollte uns am Samstag beim Rennen nicht passieren.

Ich wachte auf, es war heiß im Zelt und jemand redete. Es war Torsten. Ich konnte mich noch erinnern, dass ich ihn beim schlafengehen gehört hatte. Ich sollte ihn nun den ganzen weiteren Samstag hören aber, um das gleich zu Anfang loszuwerden, ich empfinde das als sehr angenehm. Erstens bin ich nie Ziel seines Spottes (ich werde also, nicht gemob(b)t), zweitens gehört es irgendwie zu meinem Beruf ständig zu reden und dann bin ich recht froh wenn ich einmal nur zuhören muss und drittens hält Torsten im seinem Gequatsche den ganzen Laden zusammen. Torsten ist nicht jemand mit dem ich Hegel vs. Kant diskutieren würde, aber da ich dies ohnehin nicht tu ist Torsten jemand mit dem ich jederzeit vierundzwanzig Stunden auf dem Ring radfahren würde.
Zeit aufzustehen, sich den Dreck aus den Augen zu reiben und sich frisch zu machen. Totaler Nebel auf dem Gelände, die Zeltplanen voll mit Wasser. In der Gegend um die Dixie Klos war mittlerweile die Ebola Seuche ausgebrochen. Es gibt ja mittlerweile nicht nur Dixiklos, sondern auch Dixiepiss-Satelliten in denen sich maximal vier Männer gegenüber stehen. Ist eigentlich wie Skat spielen, man läßt sich ungern in die Karten blicken. Silvie meinte beobachtet zu haben, dass einige Männer bereits lange vor Ankunft am Satelliten blank ziehen, was ich aber nicht bestätigen mag.
Satellite of Love @Rad am Ring
Duschen. Herrlich. Frühstücken. Super. Dann Plannungsbesprechung mit dem Team:
Es mangelt wieder mal an allen. Meine Plannung für das Rennen war mies: Ich hatte nichts zum schreiben mitgenommen, kein PC, kein Tablet, kein Smartphone. Auch fehlten elementare Dinge wie Messer, Gabel. Becher und Teller. Und so hörte ich um mich herum immer „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?“ und „Wer hat aus meinem Becherchen getrunken?“ Und immer war ich es und immer fühlte ich mich schuldig. Ich leistete dann aber einen signifikanten Beitrag zu unserer Planung mit der Entwicklung eines neuen Softwaretools, bestehend aus einer Tupperwarendose von Philipp sowie wahllos gepflückten Blumen unserer Parzelle.
Recht flott stand unsere Strategie fest: Wir wollten alle die Einführungsrunde fahren, da wir ja noch gar keine Erfahrung mit dem Kurs hatten und dann etwa eine Runde pro Stunde schaffen, so dass wir insgesamt auf 24 Runden kommen. Je nach Leistungsvermögen wollten wir uns dann kontinuierlich abwechseln, so dass bis in den Morgen hinein jeder eine oder zwei Runden fährt (damit auch geschlafen werden kann). Am nächsten Morgen, wenn wir alle tot sind, wollten wir uns dann weiter abwechseln, aber eben nach jeder Runde. Björn trug den Transponder in der ersten Runde.
Und ehe wir noch mehr planen konnten ging es dann auch schon zum Start, wir hatten gerade noch Zeit für ein paar Fotos.
邪魔虫(rechts)
Am Start trafen wir dann auch die anderen beiden Teams aus Bremen vom RCB in der großen Masse von Startern. Und auch sonst trafen wir jede Menge Gestalten, die mehr oder minder bekannt sind, insbesondere aus dem Rennrad News Forum.
Gruppenbild mit dem RCB
So eins, zwei Typen aus dem Forum
Noch so ’nen Typ aus dem Forum
Und dann ging es, etwas unvermittelt los. Also eigentlich hätten wir da noch Stunden stehen und quatschen können.
1. Runde Björn 0:58:23
Nach der ersten Runde war ich an sich ganz optimistisch, was die Rundenzeiten anging. Ich hatte etwa 56 Minuten gebraucht ohne mich jetzt großartig zu verausgaben und auch ohne richtig schnell zu fahren, denn die Masse an Teilnehmern konzentriert auf der Straße machte das unmöglich. Das war aber leider eine komplette Fehleinschätzung, denn die erste Runde war deutlich kürzer (24,4 km) als alle anderen Runden (26 km).
Aber alles der Reihe nach. Der Kurs geht etwas zickig los und macht dann ein paar Wellen mit aber nichts wirklich ernsthaftes. Irgendwann einmal werden die Wellen größer und dann kommt so ein fieses Stück, wo man wirklich viel Schwung braucht um auf der anderen steilen Seite wieder hochzukommen. Mein Schwung endete dann just auf dieser finnischen Flagge, die auf der rechten Fahrbahnseite gemalt ist. Soweit so gut. Dann geht es relativ schnell in den Teil mit der Fuchsröhre und anderen Abfahrten, bis man etwa nach 12,5 km am Tiefpunkt ist im Bergwerk. Bis dahin fühlt man sich in der Form seines Lebens und beginnt dementsprechend optimistisch den Anstieg, der sich zunächst einmal über die nächsten drei Kilometer und 210 Höhenmeter erstreckt. Ist alles machbar, wenn man das ruhig und im Rhythmus angeht. Zur Erholung gibt es dann ein flacheres Stück am Caracciola Karussell bevor dann wieder eine fiese Steigung hoch zur hohen Acht folgt.
Es wird dann wieder etwas wellig und nach einer großen Welle folgt eine sehr lange Gerade die erst abschüssig ist und dann langsam wieder nach oben zieht. Hier muss man unbedingt im Windschatten anderer fahren. Am Ende dieser langen Gearden wartet noch einmal ein fieser Aufstieg, danach fährt man in den Grand Prix Bereich ein und kann noch mal richtig Gas geben weil man weiß, dass man nun bald zuhause ist. Soweit zur Strecke (details).

Ich fuhr die erste Runde hauptsächlich mit Silvie und Silke zusammen, an der hohen Acht wurde ich dann ein wenig schneller und war vielleicht ’ne Minute schneller zurück an unserer Parzelle. Björn war vom Start weg etwas hinten, machte das aber richtig, da er ja jetzt erst einmal zwei Runden fahren musste. Das war alles trotzdem scheiß anstrengend und ich fragte mich, ob das wirklich so eine gute Idee war die Einführungsrunde mitzunehmen.
Als wir ankamen fahren wir jedenfalls ziemlich geschlaucht.
2. Runde Björn 1:04:13
Ich fand es jedenfalls gut, dass Björn erst einmal weiterfahren musste und ich mich ausruhen konnte und ich glaube Silvie und Jessica ging es genauso. Man steht dann so an der Strecke rum und guckt den Radfahrern nach. Auf die Dauer wird das auch langweilig und man geht mal wieder Skat spielen mit den Dixiebrüdern. Oder isst was. Auch egal, es ist halt so ein typisches Leben auf dem Campingplatz.
3. Runde Silvie 058:32
Björn kommt zurück und flucht etwas wie „ich bin nicht gemacht für die Berge“, dabei sind wir hier gerade einmal in der Eifel. Trotzdem ist er zur heißesten Tageszeit zwei Runden gefahren – Respekt. Silvie fährt, wie erwartet eine schnelle Runde und wechselt zu Jessica.
4. Runde Jessica 1:01:27
Bevor Jessica fährt gibt es eine tränenreiche Verabschiedung von Harald. Wie ich überhaupt Harald im wesentlichen, also wenn er nicht gefahren ist, als jemand in Erinnerung behalten habe, der mit abgelassenen Trägern seiner Radhose und nacktem Oberkörper sich an Jessica anlehnt. Alle anderen von uns, die schon länger in diversen Beziehungen sind, blicken neidisch auf das junge Glück. Jessica ist auch flott unterwegs, aber es wird uns auch langsam klar, dass eine Stunde pro Runde auf Dauer sehr ambitioniert ist.
5. Runde Mob 0:56:30
6. Runde Mob 0:59:21
Endlich darf ich wieder ran. Ich powere wie ein blöder, denn ich möchte schneller als in der Einführungsrunde sein (weiß aber noch nicht, dass diese erheblich kürzer war). Die Fuchsröhre runter bekomme ich meinen Tacho aber nur auf etwa 83 km/h, was ich als enttäuschend empfinde. Das klettern läuft gut, ich überhole eine Menge Leute und auch viele, die die Strecke an der Seite zu Fuß hochgehen. Mittlerweile habe ich auch raus, wie ich schnell durch die Karussells komme (innen) und wie ich in einer Gruppe bleibe um auf der langen Geraden Kraft zu sparen. Die zweite Runde gehje ich dann etwas gelassener an, denn dummerweise habe ich nun auch Hunger bekommen. Ich bin dann etwas enttäuscht, was die Zeiten angeht, aber da Andreas und Karin jetzt anfangen zu grillen hält sich das alles sehr in Grenzen. Natürlich muss ich wieder von fremden Tellerchen und Becherchen essen und trinken.
7. Runde Björn 1:04:26
Björn fährt und wir grillen. Es bleibt aber genug für ihn übrig.
8. Runde Silvie 0:57:00
Silvie dreht wieder eine schnelle Runde, wie macht sie das nur? Entweder kommt das vom grillen, oder sie möchte schnell wieder beim grillen sein. Kann ich auch gut verstehen, es gab wirklich gut Fleisch und lecker Salate, also so wie man sich gemeinhin eine Grillpartie vorstellt. Nur das Fernsehprogramm war ein wenig langweilig und bestand aus Radfahrern die mehr oder minder schnel am Grill vorbeizogen.
9. Runde Jessica 1:01:41
Die letzte Runde vor der Dunkelheit. so dass die
10. Runde Harald 1:04:06
übernimmt.
In unserem anderem Team setzt Philipp neue Geschwindigkeitsmaßstäbe in der Fuchsröhre.
11. Runde Mob 1:06:37
12. Runde Mob 1:08:39
Wieder zwei Runden für mich. Dank meiner guten Vorbereitung ist mein Rücklicht kaputt (Leyzne Femo – sieht gut aus funktioniert aber nicht gut). Zum Glück leiht mir Jessica eins. Ich habe nur eine Lampe zur Beleuchtung nach vorne und das ist etwas wenig. Die schnellen Abfahrten, insbesondere bei den Stellen ohne Lichtmast sind verrückt. Ich orientiere mich an den Rücklichter meiner Vorderleute und hoffe nur, dass diese nicht über die Böschung gegangen sind , denn dann würde ich ohne zu zögern hinterher fahren. Am Aufstieg vom Bergwerk schleift meine Bremse hinten udn ich bin ganz lahm, denke ich. Aber als ich kurz absteige um das zu prüfen stelle ich fest, dass die Bremse OK, aber meine Leistung im Arsch ist. Ein anderer Fahrer kommt vorbei und tröstet mich, dass ich absteigen musste. Ich erzähle etwas von technischen Problemen, was mir aber naturgemäß nicht geglaubt wird. Würde ich ja auch nicht glauben, diese verzweifelten Versuche zu rationalisieren. Ein anderer Fahrer sagt mir, dass ich mein Rücklicht verloren habe – Mist. Bin froh als ich wieder nach zwei Runden auf der Parzelle bin, duschen gehen kann und dann ein paar Stunden schlafen kann. Mir wird schlecht bei dem Gedanken, dass ich gerade einmal vier von meinen sechs Runden abgedreht habe und das Rennen erst zur Hälfte zu ende ist. Den anderen geht es nicht besser. Nicht nur die Fahrer sind müde, auch das Support Team hat es mittlerweile dahingerafft.
Nun zerbröselt das andere Team. Silke ist „not amused“ weil Torsten sich mittlerweile schlafen gelegt hat und Michael (Köln) ebenfalls nach Genuß von Alkoholika verschwunden ist. Silke übernimmt von Philipp, hat aber keine Ahnung wie es danach weiter geht. Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Karins Nichte und ihr Freund machen Stimung am Streckenrand. Dort zu sitzen ist wie vor einem Fernseher mit einem schlechten Programm bei dem es nicht erlaubt ist den Kanal zu wechseln. Ich verschwinde in meinem Zelt und schliesse die Augen.
13. Runde Björn 1:09:29
14. Runde Björn 1:12:25
Björn bringt unser Team erst einmal weiter durch die Nacht. Soll sehr anstrengend gewesen sein meint er nachher. Ich bin froh, dass wir nicht zerbröselt sind, aber davon bekomme ich ohnehin nichts mit.
15. Runde Harald 1:06:32
Mit Harald kommt das Morgengrauen.
16. Runde Silvie 1:05:46
17. Runde Silvie 1:10:05
Nach Anbruch des Tages führt Silvie wieder. An den Zeiten kann man schon gut sehen wie viele Körner das Rennen bislang gekostet hat. Ich liege im Zelt und höre Silvie von der ersten Runde zurückkommen, sie ist müde und wil eigentlich nicht mehr. Zum Glück muss Torsten gerade rausfahren und bequatscht sie gemeinsam zu fahren. Eine Stunde mehr Schlaf.
18. Runde Mob 1:02:44
Mein erste Runde am Morgen. Es ist schön wieder in der Helligkeit zu fahren, aber die Spannung ist ein wenig raus. Ich bin auch nicht mehr ganz so ernsthaft dabei und fange an ein paar Foptos vom Aufstieg aus dem Bergwerk zu machen.
Im Hellen fahre ich doch deutlich schneller als im Dunkeln. Ich fühle mich lasch, einerseits, auf der anderen Seite habe ich aber auch ein wenig Kraftreserven wenn ich gut im Rhythmus die Antstiege hoch fahre, und kann dann durch Erhöhung der Trittfrequenz ganz am Ende noch ein paar Leute stehen lassen, wenn die sich völlig ausgepumpt haben. Oder vielleicht bilde ich mir dies eine Woche später auch alles nur ein. Mittlerweile ist alles so wie im Wahn, die Erinnerung ist etwas nebelig.
19. Runde Björn 1:03:39
Kann mich an nichts mehr erinnern.
20. Runde Jessica 1:05:01
Ditto. Jetzt wäre an sich Silvie wieder dran, aber die ist total geschafft von ihren ersten beiden morgentlichen Runden, so dass ich wieder übernehme.
21. Runde Mob 1:00:52
Da ich denke, dass dies meine letzte Runde ist gebe ich noch mal alles. Na ja, fast alles. Auf dem Anstieg vom Bergwerk sehe ich neben mir einen interessanten Rahmen und spreche die Frau darauf an. Just zu diesem Zeitpunkt kommt Philipp von hinten, schaut und hört sich dies an, zieht an mir vorbei und erzählt dann von meinem Flirt auf der Parzelle bevor ich wieder da bin. Deshlab in aller Deutlichkeit: Das war ein sehr schöner, gut erhaltener Krautschneider Cross Rahmen aus den Siebzigern – mehr war zwischen uns nicht! Sehe auch einen Fahrer mit Jakst Hose aus Bremen, aber der will nicht reden.
22. Runde Alle (außer mir) und Harald mit Transponder 1:07:07
Ich habe keine Lust mehr eine Abschlussrunde zu drehen, die anderen schon. Dann lieber noch einmal duschen. Bei Ansicht der Ergebnisse stelle ich fest, dass wir auch noch eine 23. Runde hätten draufpacken können, aber dazu hat auch keiner mehr Lust. Die Luft ist nun ganz raus und alle sind froh, dass es vorbei ist. Mann, war das hart, das machen wir so schnell aber nicht wieder, bitte. Einige holen für uns alle die Medaillen am Ziel ab.
Und vor uns steht noch der Abbau der gesamten Infrastruktur auf unserer Parzelle und die lange Fahrt nach Hause. Silvie leistet großartiges beim einräumen in den Wohnwagen.
Leider ist hier nur noch die Hand von Silvie zu erkennen und nicht mehr die schlangenartige Position in der sie sich vorher befand.
Torsten, nicht ganz so schlangenartig.
Endlich fertig, jetzt nur noch ein paar Gruppenfotos, die netterweise einer von den Kielern neben uns macht. Die Flagge wird auch eingeholt.
Im Wagen zurück bin ich mit Björn, der die ganze Zeit fährt, Silke und Jessica. Ich habe Mühe wach zu bleiben und schlafe immer wieder ein. Am Ende gibt es noch eine Zwischenmahlzeit beim Burger King kurz vor Bremen. Lustigerweise gibt es im Auto schon die ersten Anzeichen einer sich ändernden Einstellung dem ganzen Mühsal gegenüber. „Ah,. war doch geil!“ „Ja, und die Fuchsröhre…wow.. verrückt… aber schon geil..“ Also nächstes Jahr wieder, oder?
Ergebnisse:
Fixed Beards Delmenhorst aka Nordwest Gefälle
Bin trotzdem froh wieder in Bremen zus ein und am nächsten Tag wieder ganz normal im Büro arbeiten zu dürfen.
Danke an alle Beteiligten, insbesondere an Karin und Andreas für den extrem guten Support.



































































































































































