Au ja, einen schwebenden Krisverkehr hätte ich gerne am STERn in BremeN.
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Nett. Ich hätte auch noch en paar Lenker übrig um daraus Halterungen zu basteln.
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Laufräder bauen.
Ich bin gerade dabei einen Satz blau-eloxierte Erdmann RD-1 Naben (deutsch, aber vermutlich doch taiwanesisch)mit DRC ST22 Aerofelgen einzuspeichen. Eigentlich geht das auch ganz gut, was wohl im wesentlichen an zwei Dingen liegt: Erstens der Erfahrung dies zu tun, und zweitens bestimmte Dinge eben nicht mehr zu ändern, sondern immer genau gleich zu machen: Naben, Nippeln, Felgen und Speichen gut einölen, Unterlegscheiben zwischen Nabe und Speiche verwenden, nur Hexagonalnippel aus Messing zu benutzen.
Meine Bibel ist der Schraner, den gibt es hier auch Englisch sogar umsonst als pdf File. Wirklich hilfreich, vor allem die Reihenfolge des Einspeichens die er beschreibt macht es viel einfacher glechmässig Spannung auf die Räder zu bekommen.
Hier gibt es noch ein anderes schickes Buch zum Thema:

Roger Musson, für neun englische Pfund.
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Laufräder
Über die Feiertage gab es noch einmal Zeit an den verschiedenen Laufrädern zu schrauben.
DRC Aerofelgen mit Erdmann RD1 Nabe
- Naben Erdmann RD+1, blau eloxiert, 32L mit Shimano 8/9/10 Freilauf
- DT Swiss Revolution 2,o/1,5/2,0 Speichen dreifach gekreuzt mit Unterlegscheiben
- Pillar Hexagonal Nippel 14 mm Messing, blau eloxiert
- DRC ST22 Aerofelgen, 32L, Clincher
Ich weiß noch nicht, wie ich diesen LRS einsetzen werde. Auf jeden Fall brauche ich einen Ersatz für meinen DTSwiss LRS am Canyon.
Campagnolo Mexico 68
Tobias war so nett mir die Felgen auf Hochglanz zu polieren. Kommen mit Campagnolo 8-fach Cassette. Zusammen mit dem anderen Campazeuch, das ich noch im Keller habe, wäre das dann endlich die Gelegenheit einmal eine 8-fach Ergopower Maschine aufzubauen.
Electra Ticino Lux Five Star Naben mit Mavic SSC Paris Roubaix Felgen
- Naben Electra Ticini Lux Five Star, 32L 100mm vorne, 120mm hinten flip/flop fixed/free
- DT Swiss Revolution 2,o/1,5/2,0 Speichen dreifach gekreuzt mit Unterlegscheiben
- Pillar Hexagonal Nippel 14 mm Messing, weiß gepulvert
- Mavic SSC Paris-Roubaix Schlauchreifenfelgen 32L
Für mein nächstes Fixie. Sollte der blaue Basso-Rahmen ein Fixie werden, so wäre das der Laufradsatz der Wahl.
Das war es dann wohl für 2012.
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No Future Tokyo.
No Future Tokyo … ist gerade mein absolutes, visuelles Lieblingsblog.
Irgendwo im endlosen grauen Häusermeer der Vororte von Tokyo gibt es einen Laden in dem sich komische Typen treffen die extreme Fortbewegungsmittel bewegen. Seien es Motorräder:
oder Personenkraftwagen:
oder Lastkraftwagen:
und natürlich Fahrräder:
Schutzbleche sind hier unnötig, da der Dreck gar nicht so hoch kommt.
Die perfekte Anwendungsfrom für 26er Spinergy Laufräder. Oder einfach koische Typen mit jede Menge Tätowierungen.
Also, ich würde jetzt nicht gerade behaupten, dass mir alles hier von der Ästhetik gut gefällt, aber diese unglaubliche Ansammlung von Extremen ist einfach eine irrsinnig gute Analogie zum Leben in Tokyo.
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Simonato Rahmen. Grün. Fixed.
Serviervorschlag
Ein Perlmutweisser Simonato Rahmen von 1981 oder 1982 in Größe 52 den ich für einen Freund aus Bremen als Fixie aufbauen werde. In dieser Woche erst einmal ordentlich gereinigt, poliert und ein paar Komponenten montiert, die ich mir vorstellen könnte zu verbauen: Die weißen Shimano Sante Bremsen kamen mit dem Rahmen und passen vom Design her sehr gut. Ebenso die SR Laprade Sattelstütze, hier könnte ich vielleicht noch die Flutungen in einer zweiten Farbe zum weiß des Rahmens kontrastieren. Der Vorbau ist von NITTO. Von der Seite sieht er hässlich und eher für ein MTB gemacht aus, von vorne aber hat er eins ehr schönes NITTO Logo.
Decals unter transparenter Lackschutzfolie. Bremsschuhe knirsch an den Sitzstreben
DER RAHMEN
+ Rahmengröße 52 cm (Mitte Tretlager bis Oberkante Sattelrohr)
+ Oberrohr 54 cm
+ Columbus Zeta Rohrsatz (Vorgänger von Columbus Aelle) für 26;4mm Sattelstütze
+ Klassischer 1 Zoll Steuersatz Tange (Neu)
+ Gabel mit verchromter Brücke und Simonato „S“ Pantographie
+ Bremsenaufnahme für Innenhülsen vorne, hinten spezielle Innenhülse
+ Einbaubreite 100mm vorne und 126mm hinten
+ Bremszugführung mit drei Ösen auf dem Oberrohr
+ Schaltzugführung über dem Tretlager
+ Tretlager ITA, geschlossen
+ Schaltzugführung auf der Kettenstrebe
+ Integriertes Schaltauge im Rahmen
+ Campagnolo Portacatena Ausfallenden

Zunächst habe ich einmal ein Miche Primato Innenlager verbaut und daran eine Gipiemme Sprint Kurbel mit nur einem Kettenblatt montiert.

Das sieht schon mal sehr gut und klassisch aus. Allerdings ist 107mm Achslänge beim Innenlager nicht wirklich genug. Die Kurbel schleift ganz leicht an der rechten Kettenstrebe und das Pendant auf der linken Seite ist so nah an der anderen Kettenstrebe wie ich das noch nie gesehen habe.
Am schönsten an dem Rahmen ist mit Abstand das Logo, das so etwas konstruktuvistisches, Bauhausmäßiges hat.
Ach so ja, da vorher in dem Rahmen ein höher bauender Steuersatz montiert war, musste ich einen 100mm Spacer zwischen die obere Führung und die Konterschraube setzen und die Nasenschraube entfernen. Das sieht vielleicht nicht optimal aus, aber eine alte Gabel sollte man nicht ohne guten Grund kürzen, vor allem dann, wenn die ohnehin für einen relativ kleinen Rahmen ist.
Das interessante an dem Projekt ist nun, neben dem schönen Rahmen, das er mit grün als zweiter Farbe aufgebaut werden soll. Grünes Lenkerband? Grüne Außenhüllen? Grüne Laufräder vielleicht? Darüber kann ich mir nun in der nächsten Woche den Kopf ganz herrlich zerbrechen.
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Panasonic PR-4000
Es gab eine Zeit, da war Japan erstens cool und zweitens arrogant.
Da war so Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger. Wirtschaftlich ging es immer schneller immer besser und die Möglichkeiten, so glaubte man, waren grenzenlos. Ein paar Jahre noch vielleicht, dann würde man die Vereinigten Staaten links überholen. Der Kaiserpalast war bereits mehr wert als ganz Kalifornien, für Tokyo bekam man die USA und für Osaka wäre vermutlich England, Frankreich und Madagaskar drin gewesen. Ausländer dienten zur Belustigung im Fernsehen, als Hostessen und zum Beibringen von Englisch, oder wie jemand der das tat mal sagte: „English is taught in the presence of Japanese.“
Tokyo war schrill und faszinierend, Geld war im Überfluss da, guter Geschmack eher weniger. Mein Chef drückte mir einen Gutschein für ein Taxi in die Hand der mich 80 km weiter zum Forschungslabor in der Provinz brachte und ihn bzw. die Firma 300 Euro kostete. Einmal war ich in einer Bar und pinkelte in ein Pissoir, das mit verschieden eingefärbten Eiswürfeln gefüllt war. Neue Gebäude wurden zunehmend mit Marmor verkleidet. Kurz, die Zeichen standen bereits auf Dekadenz und Untergang und da sich Geschichte immer wiederholt, zuerst als Tragödie, dann a ls Komödie, wird man das dann lustigerweise auch mit China in Zukunft beobachten können.
Die Achtziger / Neunziger waren ohnehin schrill wenn es um Frisuren und Farben ging. Aus dieser Epoche stammt dieser Panasonic PR-4000 Rahmen der vermutlich ursprünglich mit Shimano 105SC 7-fach ausgerüstet war (im Steuersatz kann man noch den Produktionscode „OK“ sehen, was November 1990 bedeuten würde).
Ich habe heute schon einmal daran geputzt und gebastelt, es ist aber gut möglich, dass sich hier noch einiges ändern wird.
Der Rahmen selber ist aus Tange CroMo Seamless Tubes Double Butted, man schaue einmal hier für die Specs. Der Zustand ist nicht großartig aber OK, es gibt eine Menge Kratzer und leider auch eine kleine Delle am Oberrohr. Gar nicht gefällt mir diese Unifork die aussieht wie bei einem MTB; am liebsten würde ich da etwas verchromtes, klassisches sehen.
Schön ist aber der Startnummernhalter am Oberrohr, so etwas hatte ich bislang noch nicht. Und die Bremszugführung am Oberrohr die offen verläuft ist durchdacht und sinnig.
Ein weiteres Highlight ist die in den Sitzstreben integrierte Klemmschraube für das Sattelrohr. Das sieht sehr schick aus, ist aber auch sehr speziell und wehe da geht man etwas kaputt.
Die Ausfallenden sind von Tange, das Innenlager ist BSA 68mm, es gibt keine Befestigung für einen Umwerfer, sondern es muss mit einer Schelle gearbeitet werden und die Schaltzugführung ist unter dem Innenlager. Befestigungen für Flaschenhalter am Sitz- und am Unterrohr.Typischer 90er Jahre Kram halt, wobei glaube ich, manche Menschen aber auch kein Freund von Anlötumwerfer sind, da diese abgerissen werden können. OK, aber dann macht ein integriertes Schaltauge hinten natürlich auch keinen Sinn.
Die Einstellschrauben sind übrigens neu, die alten waren verbogen. Zum Glück kann man ja so etwas noch bei Rose kaufen. Alles in allem sieht der Rahmen gut durchdacht und praktisch aus – aber eben nicht unbedingt schön. Das ist eben japanische Industriekunst a la Toyota und nicht italienisches Brickel-brackel a la Pegoretti.
Die Laufräder bleiben auf jeden Fall dran, das sind uralte Shimano Naben 600EX aus den Achtzigern mit dem alten Logo, Fettschmierungsöffnung und einer 6-fachen Uniglide Kassette. Darauf sind Mavic GP4 Schlaureifenfelgen mit recht rostigen Speichen verbunden. Die Gommitalia Champion Schlauchreifen sind neu mit Tufo Band verklebt. Das ist übrigens zu breit für die Felge und die klebrige Seite schaut auf beiden Seiten heraus. Geht das auch anders oder brauche ich Kitt?
Der Rest der Teile ist erst einmal für das erste dran, oder „toriaizu“, wie man so schön in Japan sagt. Ich will aber möglichst viel Zeug aus meinen Kisten im Keller los werden. Und überhaupt ich muss mich von meiner Gruppitis erholen. In den letzten Monaten konnte ich es einfach nicht ertragen, wenn, sagen wir mal meine Bremshebel sehr schöne Shimano 600EX (6200) waren und dann aber Golden Arrow Schalthebel (ebenfalls sehr schön) am Rahmen pappten. Nein, dann musste ich mir unbedingt bei Ebay sauteure Shimano 6200er Schalthebel kaufen. Ich denke diese Einstellung ist zumindestens für mich etwas bescheuert und vor allem: teuer.
Also kommt dran was mir gefällt und hier bahnt sich eine wilde Mischung aus Shimano, Suntour, Campagnolo, Gipiemme und Mavic an. Plus ein paar moderne und sinnvolle Teile. Ich hoffe ich bekomme diesen wunderschönen Suntour Umwerfer zum laufen, das ist nämlich etwas tricky a er mit der Außenhülle angesteuert wird.
Zudem ist da Teil wahnsinnig massiv, so dass es einmal gerade in den Zwischenraum zwischen Sattelrohr und Reifen passt. Ein 700 x 25C kann da nicht montiert werden.
Der Lenker wird vermutlich flach und kurz werden, ein Rennlenker ginge natürlich auch wäre aber deutlich langweiliger. Aber mal sehen, das ist ja das spannende am Radaufbau, man weiß am Anfang nicht genau was am Ende herauskommt und man kann immer noch hie rund da ein wenig tauschen.
Mein erstes, richtiges Rennrad war auch ein Panasonic, ich habe das September oder Oktober 1990 in Tokyo gekauft. Es war blau, vielleicht auch ein PR4000 und mit einer Shimano 600 Trikolore ausgestattet. Leider gibt es keine Bilder und so gegen 2001 wurde es mir leider geklaut. Heul.
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Der längste Tag
..ist eigentlich ein alter Kriegsfilm mit John Wayne, Robert Mitchum, Richard Burton und, erstaunlicherweise Loriot (bei 2:36 min). Er handelt von der Landung der Allierten am 6. Juni 1944 in der Normandie (das ist da, wo Joerg mit einem deutschen Motorrad am Bunker steht). Am Ende des Tages sind viele Menschen auf beiden Seiten tot und der Rest ist ziemlich müde. So ungefähr erging es den meisten von uns gestern, nachdem wir aus dem Harz zurück kamen. Zum Glück waren wir alle nur müde und nicht tot. Obwohl, viel hätte auch nicht gefehlt. Ich denke aber, dass wir mehr Spaß im Harz hatten als die Menschen 1944 in Cherbourg.
Um 7 Uhr versammelten wir uns am Hauptbahnhof, in letzter Minute konnte noch ein alternder Jungprofi des bekannten Bremer Radteams „Biegetritt“ (Namen wurden von der Redaktion geändert) für den Ausflug gewonnen werden: Harri.HB. Daneben kamen die üblichen Verdächtigen: Blitzrad-HB, Joerg-HB, Andreas-HB, Olli-neben-HB und Don Torsten del Menhorst (alter spanischer Adel). Die Mädels hatten alle gekniffen: Karin-HB war die Flucht über die Grenze nach Indonesien gelungen (ihr Standort war uns allerdings jederzeit bekannt und wurde viertelstündig mitgeteilt) und Silke-HB befand sich in Gastritistan.
Die Reise in den Harz ist eine lange und mal braucht viel Geduld. Von Hannover ging es weiter auf der nicht elektrifizierten Strecke bis nach Bad Harzburg. Wir dachten an alles andere, nur nicht an Radfahren. Manche von uns flirteten hemmungslos mit den Zufallsbekanntschaften, die man nun einmal bein einer 14-stündigen Zugfahrt mit der DB in den Harz macht. Schließlich sind Harz und Herz nur einen Buchstaben entfernt….
Endlich kamen wir in Bad Harzburg an, machten uns fertig und rollten in Position für das „vorher“ Bild.
VORHER
Wie man gut sehen kann, sind wir hier noch alle guter Dinge. Das sollte sich aber schnell ändern: Wir fuhren los und verloren bereits an der ersten Ampel Harri-HB. Das machte allerdings nichts, weil wir ohnehin in die falsche Richtung gefahren waren, wendeten und wieder an Harri-HB vorbeikamen, der all dies nicht mitbekam und sich wieder einreihte. Und so ging es den ersten Berg hoch Richtung Oker. Ehrlich gesagt, ich hasse den ersten Berg, vor allem wenn er gleich nach dem Losfahren kommt. Ich bin dann noch nicht warm, fahre verkrampft und langsam und finde mich schnell am Schluss des Feldes. Das gefällt mir gar nicht. Zum Glück sind wir ja nicht immer geteerte Strassen gefahren.
In Oker ging es links rum in Richtung Okeltalsperre. Eine schön langanhaltende, nicht so steile Steigung bei der es die ersten Opfer zu verzeichnen gab. Andreas lernte bei dieser Gelegenheit, dass bei einer Berührung von Hinter- und Vorderrad IMMER der Fahrer des Vorderrades zu Boden geht, auch wenn er noch im Umfallen versucht durch Berührung eines zweiten Hinterrades zumindestens einen Teilumfallerfolg zu erzielen. Prima, damit hatte Andreas das auch gelernt (meiner Ansicht nach ist das etwa so wie, dass man einmal mit Clippedalen umfällt). Blitzrad, der alte Unglücksrabe (eine Metaphor die ich sonst nicht so gerne verwende, auch Schattenmann nicht) wurde zwischenzeitlich von einer Bremse gestochen (Shimano Ultegra Ice-metal grey). Aber ansonsten lagen wir voll im Zeitplan und erreichten schnell die Talsperrenmauer. Von hier aus, so war der eigentliche Plan, hätte es nun weitergehen sollen nach Clausthal-Zellerfeld, denn die direkte Verbindung nach Torfhaus über die Weiswasserbrücke an der Okertalsperre ist wegen Sanierungsabeiten erst einmal gesperrt (man wagt nicht daran zu denken, wie lange das wieder dauern wird – Baufirmen!). Ja,das war der Plan. Jemand aus unserer Gruppe hatte aber die Idee eine Abkürzung direkt durch den Wald zu nehmen. Dort gab es, seines Wissens, eine geheime Reichsautobahn die vom Bund deutscher Mädels in den letzten Kriegstagen angelegt wurde (Mittellinien mit gepunkteten Herzen, Stoppschilder in Form von Hello Kitty Köpfen, Raststätten mit wilden Erdbeerfeldern etc.) und danach in Vergessenheit geriet. „Er“ war diese Strecke schon x-mal gefahren (x ist eine natürliche, positive, einstellige Zahl, die sich nur durch Eins teilen läßt) und sie würde uns sicher zur B4 nach Torfhaus führen. Das überzeugte uns natürlich sofort.
Ich hätte vielleicht doch etwas skeptisch sein sollen, denn die Auskunft war auch, dass es nun die nächsten 10 km mit 10% Steigung hochgehen würde. Da wir bereits auf mehr als 400m ü NN waren und 10km x 10% uns auf 1.400 m ü NN bringen würden, hätte das ja bedeutet, dass wir irgendwann einmal die Bodenhaftung verloren hätten! Leider wurde uns in diesem Moment nicht klar, dass „Er“ bereits jetzt jegwelche Bodenhaftung verloren hatte.
Wir fuhren also die „Harzer Autobahn (durch den) Reichs- Apfel Landstrich Deutschlands“ (abgekürzt HARALD) hoch, die sich zunächst noch in einem bescheidenem Zustand (schlecht geteerte Straße) befand aber irgendwie Spaß machte. Sie führte am „Zentrum für Waldpädagogik“ vorbei (DDR Slang für „Baumschule, vermutlich) bis zu einer ersten Gabelung, bei der wir uns neu gruppierten.
Nun hieß die entscheidende Frage: Geradeaus oder Links? Schnitzel lagen keine rum, die uns den Weg gewiesen hätten. Links sah aber einfach zu einfach aus und so entschieden wir uns für geradeaus. Goldrichtige Entscheidung! Die Strassen wurden immer besser. Na ja, also ehrlich gesagt wurden sie zunächst einmal ziemlich mies. Aber über so über eine Wiese zu fahren macht doch auch richtig Spaß!
Blitzrad auf der Reichsautobahn HARALD
„Äh, noch alle da, oder schon jemand abgehauen?“
Na gut, die Tatsache, dass hier nur verfallene und gesprengte Jägerhochsitze als einzige Zeichen menschlicher Zivilisation rumstanden und sonst nur Wildschweine hier gesuhlt hatten, hätte uns etwas skeptisch machen müssen. Auch die Tatsache dass es am Ende der Wiese keinen offensichtlichen Weg mehr gab, hätte Grund zur Skepsis sein sollen. Nicht aber für „Ihn“. Hatte nicht Moses die Israeliten ins gelobte Land geführt (Israel)? Kolumbus den zweiten Seeweg nach Indien gefunden (durch die Hintertür)? Reinhold Messner den K2 ohne Sauerstoff und Deodorant bestiegen? Und so konnte auch „Ihn“ nichts aufhalten. Während die anderen unschlüssig herumstanden und nicht wußten wie es weiter gehen sollte, da zeigte „Er“ uns den Weg und vor seinen Augen teilte sich das Gras und eine Spur aus Feuer wurde erkennbar, die direkt bis an die B4 führte. Na ja, wir sahen die Spur ja ehrlich gesagt nicht, aber „Er“ war sich doch ziemlich sicher.
Gottseidank gibt es auf der Autobahn keine Geschwindigkeitsbeschränkungen und so konnten wir vor allem bergab powern was die Beine hergaben. Durch fahren in der Gruppe und den entstehenden Windschatten kann man da auch noch ein bisschen mehr rauskitzeln. Don Torsten war aber am schnellsten, da er unter diesen Bedingungen die volle Aerodynamik seiner Hochprofil Campagnolo Felgen ausspielen konnte.
Zum Glück wurde nun die Straße besser, wenn auch etwas steiler.
Mittlerweile hatten wir alle ziemlich gelitten. Am meisten Olli. Quiz: Welches der folgenden Bilder zeigt die Beine von Johnny Hoogerland nach seinem Unfall auf der TdF 2011 und welches die von Olli?
Endlich sahen wir wieder die ersten Spuren menschlicher Zivilisation – leider von der falschen Seite. Wir befanden uns nämlich innerhalb eines abgezäunten Gebiets mit einem sehr seltsam gefärbten Tümpel auf dessen anderer Zaunseite sich ein gelbes Schild befand, das wir aber leider aus unserer Position nicht lesen konnten.Da hätte wirklich alles stehen können: „Mülldeponie für krass verstrahlte Teile“ oder „Bomberabwurfplatz der Luftwaffe“ oder „Achtung hier wurden Zombies gesichtet!“ aber zum Glück stand dort nur: „Vorsicht Sprengarbeiten“.
Merke: Hörst Du vor dir das Hupen der Motorräder auf der B4, sind es vielleicht keine Rowdies, sondern es wird zur Sprengung geblasen und gleich fliegt dir der Boden unter den Füßen weg.
Von dort aus schafften wir es dann innerhalb weniger Minuten zur B4. Leider wurde uns dann auch klar, dass wir nicht mehr so ganz im Zeitplan waren. Die Abkürzung hatte leider nur eine räumliche, keine zeitliche Dimension.
Morgen geht es weiter mit dem Teil 2 der Harztour: „Selber eingebrockt – wenn der Koch baden geht“
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