Abseits der Straße: Gym.

Ich bin ein großer Freund von Wintertraining abseits der Straße. Nach einer langen Saison ist mein Kopf leer, alleine im dunkeln und kaltem zu fahren macht nicht wirklich Spaß, aber gar nicht sportlich aktiv zu sein macht mich aggressiv und matt.

Ich hatte es eine Zeit lang im Fitnessstudio mit Geräten versucht, aber richtig Spaß machte das icht. Ausnahme: Aufwärmen auf Steptrainer, Rudermachine oder Spinning Bike mit ipod, volle Pulle aufgedreht und dazu The Cult, sagen wir mal dieses hier. Oder auch the Godfathers. Oder Tame Impalas. Oder Big Data. Ja, Big Data ist definitiv am besten. OK, ich hör auf.

Ich brauchte dann fast drei Jahre, bevor ich mich in etwas getraut habe, was vor 30 Jahre als „Aerobic Kurs“ bezeichnet wurde; jetzt heißt das Body Attack.

Mein Image von diesen Dingen war etwa so, wie es in diesem ausgezeichneten japanischen Video aus den Achtzigern Jahren.

Yep. I felt feverish and sluggish.

Aber jetzt mache ich zusätzlich etwas, dass sich „Deep Work“  nennt und irrsinnig anstrengend ist. Aber auch sehr viel Spaß macht. Im Prinzip lässt sich das alles auch gut zuhause machen. Bicycling.com hat dazu vier Übungen die einen dabei helfen in Schwung zu kommen:

man doing a chair dip

Must-Do Move #1: Chair Dips

Great for: toning your triceps and core

How to do it: Sit on the edge of a sturdy, stable chair with legs together, knees bent and feet flat on floor a few feet in front of chair. Place your hands about six inches apart, and firmly grip the edges of the chair. Slide your butt just off the front of the chair so that your upper body is pointing straight down. Keep your abdominals pulled in and your head centered between your shoulders. Bend your elbows and lower your body in a straight line. When your upper arms are parallel to the floor, push yourself back up, being careful not to lock elbows. Repeat.

Make it easier: Keep feet close to the chair and the dip slow, controlled, and shallow.
Add a challenge: If you’re intermediate, position feet a little farther from chair, and deepen your dip. If you’re advanced, straighten your legs completely, and place heels on floor, or place one or both feet on another chair, bench or exercise ball. Perform deep but controlled dips.

Must-Do Move #2: Push-Ups

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Great for: toning your chest, shoulders, triceps, back hips and abs

How to do it: Start in a basic push-up position with hands directly beneath shoulders and body in a straight line. Bend elbows out to sides and lower body almost to floor (or as far as you can). Keep abs tight and body in a line. Hold for 1 second, then push back up. Repeat.

Make it easier: If you’re a beginner, do push-ups on knees. Keep the movement shallow and controlled. Still too challenging? Start with a push-up on the wall, progressing to the floor as you become stronger.
Add a challenge: If you’re advanced, try lifting one leg off the floor as you do each push-up.

Must-Do Move #3: Squats

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Great for: Toning your glutes, hamstrings and quads

How to do it: Stand with feet parallel and hip-width apart. Bend your knees and lower your body into a squat position, as if you are sitting back into an imaginary chair, keeping knees behind toes. Stop when your knees are at 90 degrees. Slowly press through your heels and squeeze your glutes as you return to standing.

Make it easier: Don’t bend knees as deeply
Add a challenge: Add weights, do a single-legged squat, or perform squats on an unstable surface, like a balance disc or Bosu ball. To incorporate cardio, do squat jumps.

Must-Do Move #4: Planks

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Great for: Toning your abs, back, chest, forearms, and shoulders

How to do it: To come into plank pose, hold a push-up position, weight on balls of feet and hands, wrists directly below shoulders, arms straight, and body in line from head to heels. Hold for as long as you can, working up to 1 minute. That’s 1 rep. Do 2 or 3 reps.

Make it easier: Instead of being on hands, lower yourself to your forearms.
Add a challenge: Raise 1 leg off the floor and hold for 30 seconds. Switch legs and hold for another 30 seconds to complete 1 rep. To add variety, try side plank: Lie on your right side with your legs straight, and feet stacked, right hand directly under right shoulder. Lift hips off floor and raise left arm to sky, keeping left hand directly over left shoulder. Hold for 30 to 60 seconds. Switch sides and repeat to complete 1 rep.

Und wenn dies noch nicht reicht, kann man noch die Übungen hier mit den japanischen Fräuleins machen und dabei japanisch-sinnfreies Englisch lernen. Und noch dazu den richtigen Umgang mit Frauen.

Dem erfolgreichen Start in die neue Radsaison sollte so nichts mehr im Wege stehen. Ich bin quasi schon auf dem Weg zum Frauen- und Anfängertraining des RCBs hier.

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Daccordi Griffe V1

Ab und an hat man im Leben richtig Glück. Dieses Gefühl hatte ich, als Thomas mich bat einen alten Stahlrahmen für ihn zu finden und mit einer SRAM eTap Schaltung aufzubauen. Dazu kam ein großzügiges Budget, das uns in die Lage versetzte einfach zu machen. Herausgekommen ist ein nur 7, 4 kg schweres Stahltorpedo. 

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Daccordi Griffe V1

Das Daccordi ist heute fertig geworden und ich hatte gerade noch die Gelegenheit ein paar Photos zu machen, bevor sich Thomas damit auf und davon machte. Später mehr Details zu dem Aufbau, hier zunächst einmal ein paar Details der Fertigstellung.

Über den Daccordi Griffe Rahmen der hier verwendet wurde, hatte ich bereits geschrieben.  Das ist von der Form her ein sehr eleganter Rahmen mit Steam Punk entlehenen Muffen und vielen Pantografien, der daneben leicht und steif ist.Leider sieht er im Originalzustand aus, wie eine als Torpedo verkleidete Aubergine.

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Die Original Torpedeo Aubergine.

Velociao in Berlin hat den Rahmen dann nach unseren Vorstellungen lackiert. Die da waren: Cinelli Laser Blau, ein wenig Rot und schöne, alte Daccordi Decals.

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Der Rahmen bei Velociao in Berlin.

Es war denn viel Arbeit im Detail notwendig, um eine moderne, elektronische Schaltung, dickbauchige Hochprofilfelgen und sonstiges modernes Teufelszeug an einen alten Stahlrahmen zu bekommen. Dieser Detailarbeit fiel leider auch die Gabel zum Opfer und wurde durch eine Carbongabel von Columbus mit 1 Zoll Carbonschaft ersetzt. Na gut, eigentlich fiel die Gebel meiner Unfähigkeit zum Opfer. Aber ich bin sicher, eine Carbongabel ist besser.

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Cockpit: 3T Ergonova Lenker, Ritchey carbon Vorbau, Supacaz Lenkerband und Columbus Gabel: Irgendwo kommen die 7,4 kg ja auch her.

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Specialized Ronin Sattel, BLB Notorious Satelstütze. Und ein mob Aufkleber.

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Vittoria Schlauchreifen auf Leeze Hochprofilfelgen hinter alten Decals

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Arbeit am Detail: Rote Bremszüge, rote Endkappe. RED Bremse.

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Vorne genauso, Das Steuerkopfschild rot passend eingefärbt.

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Hier kommen noch einmal die Hauptfarben – Cinelli Blau, rot und schwarz gut zur Geltung.

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Das Cockpit von oben. Columbus Tauben Kappe.

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Ich hatte etwas Sorge, dass das Schaltwerk zu bullig wirkt, ist aber nicht der Fall.

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Hier kann man noch einmal gut die aufwändigen Muffen sehen.

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RED Kurbel mit GXP ITA Lagerschalen passten problemlos in den Griffe Rahmen

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Kombi aus Muffen, Pantos und Sattelstütze: Wow.

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Noch einmal diese Steam Punk Muffen.

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De Rosa Giro d’Italia

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Nein, das ist nicht in Gallilea, sondern in Bremen Schwachhausen

Ich wollte schon immer ein De Rosa haben. So könnte ich diesen Post beginnen, aber das stimmt nicht. Zuerst wollte ich immer ein Olmo haben. Und dann ein Basso. Und in der letzten Zeit wollte ich ein De Rosa. Egal was, das Ergebnis ist immer das gleiche: zwei Olmos, zwei Bassos und jetzt zwei De Rosas.

Mittlerweile habe ich das blaue Olmo verkauft und das weiße Olmo steht bei meinen Eltern unbenutzt in der Garage. Das war ohnehin eher ein frühes Design-experiment, schwer vorstellbar, das sich heute noch einmal etwas ähnliches bauen würde. Meine beiden Bassos haben ich noch, das blaue Basso Fixie ist immer noch ein tolles Fixie und das Basso Fior di Loto jetzt wieder ein gutes Rennrad, nachdem ich einige Umbauten gemacht habe.

Über das De Rosa Giro d’Italia hatte ich bereits geschrieben. Ich habe den Rahmen jetzt erst einmal als Fixie aufgebaut – aber vielleicht baue ich das ganze dann doch zu einem vollwertigen Rennrad um, wenn mein China De Rosa nicht so doll ausfallen sollte. Mittlerweile sind alle Teile da, nur die Laufräder müssen noch gebaut werden, dafür habe ich ein paar ganz spezielle schone Naben (vorne: Fratelli Brivio, hinten Phil Wood) und Felgen (vorne: Mavic Module E, hinten: H+Son SL42 Kopie). Aber das soll einen ja nicht vom fahren abhalten, schließlich möchte ich wissen, wie sich das Ding fährt, also habe ich ein paar andere Laufräder  verbaut und bin losgefahren.

Der erste Eindruck ist … normal. Also normalerweise schreiben ja alle gerne hier an dieser Stelle wie toll und schnell ein neues Rad ist, aber hier liegt es eher an mir, dass ich nicht begeistert bin: Meine Form ist gerade suboptimal, oder besser gesagt subausreichend. Da kann auch das Rad nicht helfen, so dass ich gerade nicht so zufrieden bin. Heute 20 km auf dem Deich gingen gut, meisten so im Bereich 28 – 30 km/h; allerdings auch in Jeans und mit Plattformpedalen.

Ich mag diesen ergonomischen 3T Ergonova Lenker, weil sich die Hände wirklich sehr angenehm auf dem Oberlenker platzieren lassen. Und ich mag auch die sehr kleinen Tektro RL320 Bremsgriffe, die eigentlich für Kinderhände gedacht sind. Die bieten auf der Oberlenkerseite genug Auflage für die Hand, bzw. Anlage zum mitnehmen im Wiegetritt; und sind nicht so massiv wie die klassischen Tektrohebel.

Nicht so gut gelungen ist die Idee, den oberen Teil des Rades in Neongrün auszuführen. Das kommt im Prinzip von dem Rad, was Hannes und ich für Tanja gebaut haben. Also der Rahmen ist rot, die Decals weiß, die Komponenten silber und der Rest wird dann grün. Bei Tanjas Rad sieht das gut aus, aber obwohl ich mir extra noch einmal drei verschiedene grüne Bremshüllen gekauft habe, ist einfach keins der der Grüns (Lenkerband, Bremshüllen, Sattel) wie das andere. Der Fabric Sattel ist übrigen ein alter Charge Sattel, nur mit einer anderen Markenbezeichnung. Insgesamt also durchaus misslungen, da das Supacas Lenkerband allerdings auch super cas teuer ist, bleibt das jetzt erst einmal so.

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Kurzfristig wird dieses De Rosa mein Union Fixie ersetzen, mit dem ich über viele Jahre echt zufrieden war. Das sind Räder, keine Menschen, da darf man nach ein paar Jahren die Karten wieder neu mischen und aussortieren.

 

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Video Mining: Februar 2017

SRAM Ein x Zwölf Schaltung

Erstens, technisch interesant, auch wenn das wesentliche so nach 12 Sekunden klar ist. Viel interessanter aber die Menschen. Direkt nach dem Aufhänger „Deutsche Ingenieurkunst“ sieht man bei 0:30 Min einen amerikanischen Marketing Manager – also so ziemlich das exakte Gegenteil eines wortkargen Grüblers aus Schweinfurt, der da bereits gearbeitet hatte, als der Laden noch Sachs hieß. Aber dann kommen sie, die deutschen Ingenieure: Zunächst bei 1:23 min der Oberingenieur klassischer Schule: Sachlich, emotionslos, den Blick von der Kamera abgewandt auf das Objekt seines Interesses: das Rad. Ja was soll ich da noch groß erzählen, das ist doch klar. Darf ich jetzt weiter arbeiten? Danke.

Bei 1:23 min dann der leicht abgedrehte Superspezialist/guru für Schaltwerke. Ein Schaltwerk ist eben wichtiger als ein Haarschnitt, Punkt.

Bei 2:19 min dann der Teamleiter „Kettenblatt“, ingenieurstypische Unsportfigur.

2:30 min. Noch ein neuer Ingenieur. Haarschnitt gruselig. Ausdruck, sowohl im Gesicht, als auch im Satz: Nicht doll. Die dauerhaltbare Tentakelbüropflanze vorne rechts im Bild versucht langsam und verzweifelt wegzulaufen.

Bruno, trotz seines Namens eher Spanier, wird hier nicht in Betracht gezogen.

Abgesehen davon muss man aber schon feststellen, dass die technische Idee von einem Kettenblatt vorne schon prima. Ich hoffe, dass es dann auch bald Rennradanwendungen geben wird, am besten noch mit elektrischer (wireless) Schaltung hinten.

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Mauern sind ja gerade wieder Gesprächsthema, gerade einmal 28 Jahre nachdem die in Berlin nun endlich weg ist.

Apropos Berlin:

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News Mining: Januar 2017

„Unter Data-Mining versteht man die systematische Anwendung statistischer Methoden auf große Datenbestände (insbesondere „Big Data“ bzw. Massendaten) mit dem Ziel, neue Querverbindungen und Trends zu erkennen. Solche Datenbestände werden aufgrund ihrer Größe mittels computergestützter Methoden verarbeitet.“

Die unsystematische Anwendung nicht-statistischer Methodenmeinerseits besteht daran, nachzuschauen, was auf meinem Feedly Account an neuen Posts aus beobachteten Blogs angelaufen ist und ausgewählte, interessante, oder total bescheuerte Post, Fotos und Videos auf Cyclyng.com zu veröffentlichen: News Mining.

Meanwhile in Japan

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via Japaaan Magazine

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Kazahari Rindo ?

via Milano Fixed

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Klassische, japanische Sandalen, sogenannte „Geta“. Mit Shimano SPD Cleats.

via Milano Fixed

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OK, hier in etwa die Übersetung für alle nicht-japanischen Leser (also alle bis auf Yuji):
„Warnung. Hier ist keine Toilette. Egal ob sie Mann oder Frau sind, pinkeln oder kacken, wir nehmen Sie mit Video und Kamera auf undwerden das ewig veröffentlichen.“

via No Future Tokyo

 

Meanwhile in the US

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In der letzten Zeit neige ich dazu zu vergessen, dass die USA nicht nur aus diesem einem Typen und seinem weiblichen, blonden alternativen Fakt besteht.

via Rosko_cc

Meanwhile in Cuba

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Toller Bericht von Amy Danger aus Portland [Das ist die Frau, der gefühlt Tausend Alu Cannondale Bahnräder gehört, siehe hier auf Instagram, oder Pedal Room) über ihre Reise nach Kuba. Auf Tumblr.

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Meanwhile in Italy

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via Milano Fixed

Meanwhile during winter

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via Milano Fixed

Some time ago in France

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Title: The Supermale
Author: Alfred Jarry (translated by Ralph Gladstone and Barbara Wright)
Publisher: Exact Change
Year: 1902 (originally published in French as Le Surmâle, translation: 1964)
Pages: 141
Order: Exact Change
What it is: Père Ubu author Alfred Jarry’s satire on athletic excess which has become famous in cycling circles for its chapter featuring the Perpetual Motion Food Race
Strengths: Jarry’s name
Weaknesses: If all it has in its favour is the author’s name…

via Podium Cafe

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Modernes für Klassiker heute: Teil II: Gewindesteuersätze.

35884 Teil  I über Gewindesteuersätze beschrieb welche Typen es gibt und worauf beim Kauf und Einbau zu achten ist. In diesem Teil werden die heute käuflichen Gewindersteuersätze  aufgeführt und bewertet.

Eine umfangreiche Recherche ergab, dass etwa 70 Steuersätze von verschiedenen Herstellern, überwiegend aus Asien und den USA, heute noch angeboten werden. Dabei wurden nur die betrachtet, die die folgenden Merkmale haben:

  • Für 1 Zoll (OK, auch 25 mm) Gewindegabeln
  • Gebaut nach ISO, JIS oder FRA Standard
  • Das Finish ist silber, also entweder Aluminum, Stahl, verchromt oder auch Titan. Aber nicht schwarz oder irgendwie farbig eloxiert.
  • Ausgelassen haben wir auch die vielen Steuersätze aus Stahl für unter €10, die vorzugsweise an Holland- und Einkaufsrädern verbaut werden.

Grundsätzlich lassen sich die Steuersätze in vier Gruppen aufteilen, innerhalb derer es zwischen den einzelnen Produkten relativ wenig Unterschiede gibt. Die eigene Wahl basiert dann eher auf Design, Preis und vermeintlicher Qualität.

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  • Alu Steuersätze mit Industrielagern
    Dieser Typ ist heute bei Rennrädern/Stahlrahmen am häufigsten verbreitet. Für etwa €20 bis €50 bekommt man sehr gute, leicht laufende, leichte und langlebige Steuersätze die einfach einzustellen sind und lange halten.
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  • Alu Steuersätze mit Kugellager
    Diese Steuersätze sind fast gleichwertig, aber heute weniger verbreitet, da sie mehr Wartung benötigen und genauer einzustellen sind. Trotzdem eine gute Alternative.0000.jpg
  • Stahlsteuersätze
    Steuersätze aus Stahl sind etwas schwerer und qualitativ einfacher ausgeführt. Sie sind bereits für unter €10 erhältlich und werden gerne bei Trekking- und Einkaufsrädern verwendet. Für ein Rennrad ist so etwas eigentlich nichts, es gibt allerdings einige hochwertige Modelle, deren Finish gut zu alten Rädern passt.0
  • Spezialsteuersätze
    Einige Steuersätze auf dem Markt ragen dann doch aus der Masse heraus. Sie zeichnen sich z.B. dadurch aus, dass sie aus Titan gefertigt sind oder Nadellager verwenden. Diese werden hier zusammengefasst.

Alu Steuersätze mit Industrielager

Tange Seiki Falcon FL250C

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Tange Seiki (Seiki = Präzision) ist ein japanischer Qualitätshersteller mit einer langen Tradition und einem breiten Angebot an Steuersätzen. Der hoffentlich noch lebt, denn seit einigen Tagen ist die Website nicht mehr erreichbar. Der Falcon FL250C ist sozusagen der Toyota unter den Steuersätzen: Gute Qualität, vernünftiger Preis und ein schönes, einfaches Finish. Oft wird der Steuersatz auch einfach nur als Tange Seiki Cartridge Steuersatz verkauft, in Deutschland ist er bei verschiedenen Händler erhältlich. Mit 35 mm Einbauhöhe sollte der auch für viele Gabeln passen.Ich habe diesen Steuersatz selber oft verbaut und gute Erfahrungen mit ihm gemacht.

Material: Aluminium A6061-T6
Lager: Industrielager
Einbauhöhe: 35,3 mm
Gewicht: 101 Gramm
Standard: ISO
Preis: €22
Bezug z.B. über Sella Berolinum

Chris King 2 Nut

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Chris King ist vermutlich der bekannteste Hersteller sehr teurer Steuersätze aus den USA. Der Vorteil ist hier, dass alle Teile des Steuersatzes auch als Einzelteile nachbestellt werden können wenn sie verschlissen sind. All dies hat seinen Preis.  Chris King hat zwei Steuersätze im Angebot, den Grip Nut und den 2 Nut, die sich nur in der Kontermutter unterscheiden – bei Gripnut ist das eine einteilige Mutter. Dann gibt es noch eine Variante für beide namens „Sotto Voce“, bei der lediglich das Logo dezenter geprägt ist. Die Qualität ist erhaben. Und die Jungs haben mal gut nachgedacht, indem Sie das Logo immer „richtig“ herum aufgedruckt haben, so dass man weiß, welche Lagerschale unten und welche oben sein soll.

Material: Aluminium
Lager: Industrielager
Einbauhöhe: 37,4 mm
Gewicht: 94 Gramm
Standard: ISO
Preis: €151
Bezug z.B. über Bike24

 Stronglight A9

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Erstaunlicherweise lebt der französische Hersteller Stronglight immer noch – in Gegensatz zu Simplex, Huret, Wolber, Maillard, Pelissier, Spidel…..bravo! Außer guten Kettenblättern finde ich ihr Angebot sehr, sehr bescheiden. Der A9 wird bereits seit 1984 gebaut, allerdings hat sich im Laufe der Zeit sein Innenleben verändert. Früher war dort ein Nadellager verbaut, heute kommt ein Industrielager zum Einsatz. Da man ihm das aber nicht ansieht, kann man ein Rad Periodengerecht faken!

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Stronglight A9 einer der wenigen Steuersätze ist, die auch als FRA Standard angeboten werden.

Material: Aluminium
Lager: Industrielager
Einbauhöhe: 38 mm
Gewicht: 90 Gramm
Standard: ISO und FRA
Preis: €30 (ISO) €59 (FRA)
Bezug über Rose (ISO) und Sella Berolinum (FRA)

Soma Double Row

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Der Soma Double Row ist ein ungewöhnlicher Steuersatz; er trägt der Tatsache Rechnung, dass das untere Lager stärker belastet wird als das obere und verteilt die größere Last daher auf zwei Reihen von Kugellagern. Hergestellt wird der Steuersatz von Tange Seiki, was für eine gute Qualität bürgen sollte. Das kostet allerdings auch.

Material: Aluminium
Lager: Industrielager (unten doppelt)
Einbauhöhe: 41,5 mm
Gewicht: 110 Gramm
Standard: ISO
Preis: €109
Bezug über Singlespeedshop

Weitere ähnliche Steuersätze in dieser Gruppe sind:

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Cane Creek Classic 110

Alu Steuersätze mit Kugellager

Campagnolo Record

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Auf der Website von Campagnolo ist das Teil nicht zu finden, trotzdem hoffe ich, dass uns dieser Steuersatz noch lange erhalten bleiben wird: Tolles Finish, sehr gute Qualität, gedichtet und sehr leicht einzustellen. Auch wenn das Teil Campa-typisch etwas teurer ist, das ist definitiv der Steuersatz den ich heiraten würde, wenn er auch noch blond wäre.

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Beim Einbau muss man unbedingt darauf achten, dass die Lager unten und oben verschieden große Kugeln haben (5/32 und 3/16). Die großen Kugeln kommen, da mehr beansprucht, nach unten.

Material: Aluminium
Lager: gedichtetes Kugellager unten 3/16, oben 5/32 Kugeln
Einbauhöhe: 36,5 mm
Gewicht: 104 Gramm
Standard: ISO
Preis: €50
Bezug z.B. über Rose

Tange Seiki Levin Alloy 1500 NJS

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Ein weiterer, sehr schöner Steuersatz von Tange Seiki. Warum der NJS (Keirin) zertifiziert ist und trotzdem nach ISO Standard gebaut wird ist mir ein Rätsel, aber was soll’s. Ältere Versionen haben noch ausgebohrte Löcher in dem eingepressten Teil zur Gewichts-erleichterung, damit ist bei den neueren Steuersätzen Schluss. Gute Qualität durch höherwertiges Aluminium, Orginalität – zu einem akzeptablen Preis.

Material: Aluminium A7075-T6
Lager: gedichtetes Kugellager 5/32 x 20 Kugeln
Einbauhöhe: 37,5 mm
Gewicht: 121 Gramm
Standard: ISO
Preis: €60
Bezug z.B. über Goldsprint

Tange Seiki Vantage DL

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Der Tange Seiki Vantage DL hat mit 32,8 mm eine geringe Bauhöhe und ist oben aus Alu und unten aus Stahl gefertigt. Das obere Lager hat 18 x 1/8 Kugeln, unten sind Standard 20 x 5/32 verbaut. Ein schöner Steuersatz, der leider in Deutschland schwer zu bekommen ist.

Material: Aluminium A7075-T6 / Stahl
Lager: gedichtetes Kugellager 1/8 x 18 und 5/32 x 20 Kugeln
Einbauhöhe: 32,8 mm
Standard: ISO

Bei den Tange Seiki Steuersätzen können prinzipiell Gabelkonen mit 27 mm Innendurchmesser nachgekauft werden, um einen Umbau auf JIS zu ermöglichen.

Velo Orange Alloy

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Der Velo Orange Alloy Steuersatz ist die Kugellagerversion des Grand Cru in verchromtem Alu. Diesen gibt es sowohl in ISO, als auch in JIS und FRA Standard.

Material: Aluminium, verchromt
Lager: gedichtetes Kugellager
Einbauhöhe: 41 mm
Gewicht: 115 Gramm
Standard: ISO, JIS und FRA
Preis: etwa €30
Bezug über Velo Orange Shop 

Weitere ähnliche Steuersätze in dieser Gruppe sind:

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Stahlsteuersätze

Dia Compe Gran Compe Classic

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Ok, den gibt es also auch in vielen schönen Farben. Das allerbeste an diesem Steuersatz ist aber, dass er nur 28 mm hoch baut, damit kann er auch in vielen Rahmen verbaut werden, in denen vorher ältere Shimano 105 oder 600 Steuersätze herumdrehten. Dia Compe war einmal ein japanischer Hersteller ist aber seit langem, ähnlich wie Suntour, nun in Taichung, Taiwan beheimatet. Die Qualität der Produkte ist gut, ebenso die Preise.

Material: Stahl
Lager: gedichtetes Kugellager
Einbauhöhe: 28 mm
Gewicht: 115 Gramm
Standard: ISO
Preis: etwa €20
Bezug z.B. über Singlespeedshop

Ergotec S101GK

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Um dies auch einmal zu zeigen, der Ergotec S101GK ist ein klassischer, einfacher, ungedichteter Steuersatz aus Stahl, den es für deutlich unter €10 zu kaufen gibt und der vornehmlich bei einfachen Rädern verbaut wird. Die meisten Stahlsteuersätze heutzutage sind von diesem Typ, auch wenn es einige schöne Ausnahmen gibt – siehe oben.

Material: Stahl
Lager: offenes Kugellager
Einbauhöhe: 37,7 mm
Gewicht: 150 Gramm
Standard: ISO
Preis: etwa €7

Grand Bois Rinko

Oder hier: Wie zum Beispiel den Grand Bois Rinko.

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Den gibt es leider in Deutschland nicht zu kaufen und der Bezug über die japanische Site ist etwas beschwerlich. Die Bezeichnung „Rink0“ heißt in etwa „Fahrradtasche“ und basiert darauf, das in Japan Räder in Zügen grundsätzlich in Taschen transportiert werden müssen. Die Taschen sind sehr leicht und lassen sich klein rollen, so dass sie in einen Flaschenhalter passen; der führende Hersteller ist Ostrich. Die Idee ist hier, die Gabel einfach zu entfernen, deshalb kann die Kontermutter mit einem speziellen, kompaktem Schlüssel geöffnet werden. Dabei kommen Industrielager zum Einsatz, damit man nicht die Kugeln im Zug suchen muss, falls das Ding rausfällt. Hergestellt von Tange Seiki.

Material: Stahl
Lager: Industrielager
Einbauhöhe: 36,5 mm
Gewicht: 151 Gramm
Standard: ISO und JIS
Preis: etwa €50
Bezug über Grand Bois Japan

Weitere Stahlsteuersätze mit Industrielagern

Gute Stahlsteuersätze mit Kugellager

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Tange Levin CDS

Einfache Stahlsteuersätze

Spezialsteuersätze

Zum Schluss noch einige Steuersätze, die nicht so einfach in die oben geöffneten Schubladen passen.

Steuersätze aus Titan

Das sind die teuersten Steuersätze die auf dem Markt verfügbar sind und zwar bei weitem, man muss schon €300 ausgeben, und was hat man dann? Jedenfalls keinen besonders leichten Steuersatz, wie man zunächst meinen darf. Aber vielleicht etwas, was gut an einen Titanrahmen passt? Nur wenige Hersteller machen sich die Mühe etwas aus Titan zu basteln; wie z.B. hier  der Chris King Grip Nut Titanium, also vom Aufbau her ein normaler Chris King Steuersatz, aber eben aus Titan.

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Material: Titan
Lager: Industrielager
Einbauhöhe: 33 mm
Gewicht: 99 Gramm
Standard: ISO
Preis: etwa €300
Bezug über Bike24

Eine Alternative dazu ist der Hatta Swan Super Titanium mit gedichteten Kugellagern im JIS Standard für €340.

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Nadellagersteuersätze

Sind etwas aus der Mode gekommen, an älteren Rädern findet man noch häufig relativ klobige Teile von Primax.  Nadellager bieten nicht die gleiche Leichtgängigkeit wie Kugellager und sind schwerer einzustellen – trotzdem schwören viele Bastler auf diesen Typ. Erhältlich sind heute noch der Tecora E:

Mit einem Patronennadellager.

Material: Aluminum
Lager: Nadellager Patrone
Einbauhöhe: 37 mm
Gewicht: 97 Gramm
Standard: ISO
Preis: €30
Bezug über Singlespeedshop

Alternativ dazu:

IRD Roller Drive der ein interessantes Konzept hat: oben ein offenes Kugellager und unten ein Nadellager. Wird übrigens auch von Tange Seiki gefertigt.

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Material: Aluminum
Lager: Nadellager
Einbauhöhe: 36 mm
Gewicht: 110 Gramm
Standard: ISO
Preis: €70
Bezug über SJS Cycles

Und zum Schluss der Miche Primato, der allerdings auf der Website von Miche nicht mehr geführt wird.

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Das schwarze Teil oben ist eine Plastikkabdeckung unter der sich die Aufnahme des oberen Konus verbirgt, das ist schön originell gemacht. Allerdings lässt sich dieser Steuersatz nach meiner Erfahrung nicht wirklich leichtgängig einstellen.

Material: Aluminum
Lager: Nadellager
Einbauhöhe: 39 mm
Gewicht: 115 Gramm
Standard: ISO
Preis: €70
Bezug über Evans Cycles

Der Markt ändern sich ständig – neue, gute Produkte kommen hinzu, schlechte verschwinden von selbst. Die Idee ist, diese Website kontinuierlich auf dem besten Stand zu halten. Etwas neues gesehen? Etwas falsches hier gelesen? Bitte kommentieren!

 

 

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Modernes für Klassiker heute: Teil I: Die Welt der Gewindesteuersätze.

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Ein Steuersatz ist vielleicht aufgrund seiner Größe und Position am Rad kein Teil, das schnell ins Auge fällt. Allerdings ist es auch eine Komponente, die aufgrund von Abnutzung getauscht werden sollte. Ich hatte oft alte Rahmen in der Hand die noch gut aussahen, bei denen der Steuersatz allerdings rauh lief, oder in der 0 Grad Stellung einrastete. Dann muss unbedingt etwas neues, passendes rein. Mit Hilfe des Rennrad News Forums haben wir nachgeschaut, was derzeit auf dem Markt angeboten wird.

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Zunächst aber einmal eine generelle Einführung in die Welt der Gewindesteuersätze. Wer das alles schon kennt, möge bitte erst einmal warten und dann den Link hier drücken, den es jetzt noch nicht gibt.

Generelle Typen von Gewindesteuersätze in Stahlrahmen

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Natürlich gab es bereits am Ende des letzten Jahrhundert eine große Anzahl verschiedener Typen von Stahlrahmen und Steuersätzen, aber hier möchte ich mich gerne auf die am häufigsten gebauten Varianten beschränken. Das sind Gewindesteuersätze für 1 Zoll Außendurchmesser (25,4 mm) Gabelschäfte, die so in Steuerrohren verbaut werden, dass die Lagerschalen außen oberhalb und unterhalb des Steuerrohrs sitzen (heute nennt man so etwas EC oder „External Cups“). Die Gabelschäfte haben oben ein Gewinde mit einer Steigung von 24 tpi (Ausnahme: französische Gabeln: 25,4 tpi) und mittels einer Kontermutter wird der Steuersatz fixiert und vorgespannt. Die Lagerschalen wurden in der Regel in das Steuerrohr gepresst, wobei der Innendurchmesser des Steuerrohrs dann gleich dem Außendurchmesser des verpressten Abschnittes der Lagerschalen ist.

Hier gibt es schon die erste wichtige Unterscheidung: Der gebräuchlichste Standard hier ist der ISO Standard, und der gibt einen Außdendurchmesser der Lagerschalen von 30,2 mm vor. Wie dick das Steuerrohr außen ist, ist egal, aber in der Regl kann man da von etwa plus 5 mm ausgehen.

Zum Glück ist der alte italienische und der alte französische Standard hier ebenfalls 30,2 mm, ABER der JIS Standard ist lediglich 30 mm. Rahmen mit JIS Standard findet man in Europa relativ selten, allerdings sind zum Beispiel viele (japanische) MTBs und alle Keirin Bahnräder aus Japan auf der Basis von JIS Standards gelötet. Da muss man dann halt aufpassen.

Der zweite wichtige Unterschied ist der Innendurchmesser des Gabelkonus, also dem Teil des Steuersatzes, der auf der Gabelkrone sitzt. Der Gabelschaft hat auf dem letzten Stück vor der Gabelkrone nicht mehr einen Durchmesser von 25,4 mm , sondern verdickt sich auf 26,4 mm (bei ISO), 26,5 (bei italienischem oder französischem Standard) oder auf 27 mm (bei JIS und manchen französischen Rädern).

Auf diesen Stück wird der Gabelkonus aufgeschlagen, man könnte auch sagen „draufgepresst“. Der Gabelkonus hat also einen Innendurchmesser von 26,4; 26,5 oder 27 mm, je nach Gabeltyp und ISO, JIS etc. Standard.  Einen Gabelkonus mit 26,4 mm bekommt man auch problemlos auf einen Gabelschaft mit 26,5 mm Dicke aufgeschlagen. Ein 27 mm Gabelkonus auf einer 26,4 mm Gabel wackelt aber und ein 26,4 mm Gabelkonus lässt sich nicht auf eine 27 mm Gabel aufschlagen.

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Im Prinzip ist die Konsequenz, dass man für ISO und italienschen Standard den gleichen Steuersatz verwenden kann. (Lagerschalenaußendurchmesser 30,2 und Gabelkonus Innendurchmeser 26,4). Das ginge auch für einen französischen Rahmen, aber leider, leider haben sich die Franzosen dazu entschieden den Gabelschaft nicht 25,4 mm, sondern nur 25 mm dick zu machen. Und außerdem verwenden Sie ein anderes Gewinde mit 25,4 tpi und nicht 24 tpi.

Also braucht man drei verschiedene Steuersätze um den Großteil der Stahlrahmen bestücken zu können:

  • ISO : 25,4 mm Gabelschaft; 30,2 mm Steuerrohr; 26,4 mm Gabelkonus und 24 tpi Gewinde
  • JIS : 25,4 mm Gabelschaft; 30 mm Steuerrohr; 27 mm Gabelkonus und 24 tpi Gewinde
  • FRA: 25 mm Gabelschaft; 30,2 mm Steuerrohr; 26,4 oder 27 mm Gabelkonus und 25,4 tpi Gewinde

Das hat übrigens auch noch eine Konsequenz für den Vorbau: In ISO und JIS Gabelschäfte passen Vorbauten mit einem Außendurchmesser von 22,2 mm; für einen französischen Gabelschaft benötigt man einen Vorbau mit 22 mm – heutzutage eher schwierig aufzutreiben.

Ist man nicht gerade versessen auf die Peugeots, Gitane, Merciers und Keirinrahmen dieser Welt, kommt man in geschätzten 90% aller Fälle mit einem ISO Steuersatz aus. Aber man kann eben auch Pech haben.

Man kann das ja alles recht kompliziert finden, aber das ist absolut gar nichts gegen die Vielfalt die heute an Steuersätzen gebraucht wird. Da gibt es mindestens vier verschiedene Gabelschaftdurchmesser, integrierte und semi-integrierte Lager und und und. Wer einmal einen Eindruck darüber gewinnen möchte kann spaßeshalber einmal einen Blick auf die Website von FSA werfen und sich die 81 verschiedenen Steuersätze von diesem Hersteller ansehen. Ich fürchte ein Artikel über Steuersätze in 30 Jahren wird deutlich umfangreicher.

Zum Schluss wurde ich noch darauf aufmerksam gemacht, dass es noch diverse andere Standards auf dieser Welt gibt, bei denen in einen Rahmen kein 1 Zoll Gewindesteuersatz ISO, JIS oder FRA passt. Stahlrahmen der DDR z.B., Mifa und Diamant wurden nach anderen Standards gefertigt wurden. Da passt nichts. Eine kurze Übersicht dazu findet sich hier.

Wie unterscheiden sich 1 Zoll Gewindesteuersätze heute?

Eine umfangreiche Recherche ergab, dass etwa 70-80 verschiedene Steuersätze von verschiedenen Herstellern, überwiegend aus Asien und den USA heute noch angeboten werden. Dabei wurden nur die betrachtet, die die folgenden Merkmale haben:

  • Für 1 Zoll (OK, auch 25 mm) Gewindegabeln
  • Gebaut nach ISO, JIS oder FRA Standard
  • Das Finish ist silber, also entweder Aluminum, Stahl, verchromt oder auch Titan. Aber nicht schwarz oder irgendwie farbig eloxiert.
  • Ausgelassen haben wir auch die vielen Steuersätze aus Stahl für unter €10, die vorzugsweise an Holland- und Einkaufsrädern verbaut werden.

Auch wenn die Auswahl immer noch groß ist, so sind die Unterschiede zwischen den Produkten vielfach sehr gering. Die Funktion und die Anbringung eines Steuersatzes lässt nicht so viele Designvarianten zu, wie z.B. die Form eines Rahmens, oder Form und Farbgebung eines Sattels. Einige Hersteller aus Asien fertigen zudem Steuersätze für europäische oder amerikanische Händler, die dann unter einem anderen Markennamen verkauft werden. Tange Seiki aus Japan zum Beispiel, beliefert Bricklane Bikes, IRD, Soma und Grand Bois mit qualitativ hochwertigen Steuersätzen; Neco aus Taiwan beliefert diverse Großhändler mit einfachen Standardprodukten, verschiedene unbekannte chinesische Fabriken vermutlich die OEM Hersteller von einfachen Gebrauchsrädern.

Trotzdem gibt es einige wichtige Unterscheidungen, die man beim Kauf und Einbau eines Steuersatzes kennen sollte:

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Materialen

Grundsätzlich kommen hier verschiedene Aluminium und Stahlsorten zum Einsatz, eher selten Titan. Nun besteht ja, wie oben in der schematischen Abbildung zu sehen war, ein Steuersatz aus 8 Teilen, von denen die wichtigsten der Gabelkonus, die beiden Lager, die beiden Lagerschalen und die einstellbare Lagerschale oben sind. Der Gabelkonus ist immer aus Stahl, da er besonders abriebfest sein muss und sich keine Rillen bilden dürfen, wenn die Kugeln des Lagern auf ihm laufen. Die Lager werden später gesondert betrachtet und die Schrauben oben sind nicht so wichtig. Wenn man von einem Steuersatz aus Aluminium oder Stahl spricht, meint man daher, dass die Lagerschalen aus Aluminium bzw. Stahl sind.

Aluminium Steuersätze sind leichter als Stahlsteuersätze: ein typischer Aluminium Steuersatz wiegt etwa 100, einer aus Stahl etwa 150 Gramm. Überwiegend sind Aluminium Lagerschalen aus der Legierung T6061-T6 hergestellt, das ist das „Wald- und Wiesen Aluminium“ im Fahrzeugbau, da es günstig ist, sich gut verarbeiten lässt und eine ausreichend hohe Festigkeit besitzt. Qualitativ bessere Steuersätze werden z.B. von Tange Seiki und Chris King aus Aluminium T7075-T6 gefertigt, das sich schwerer verarbeiten läßt, aber eine höhere Festigkeit besitzt. Oft wird diese Legierung auch als „aircraft grade aluminium“ oder, noch etwa martialischer, als „military grade aluminium“ bezeichnet.

Leider ist die Abriebfestigkeit von Aluminium nicht die allerbeste, so das oftmals zwischen Lagerschale oder Lagerkonus und Lager Stahllaufbahnen verpresst werden, auf denen die Lager laufen. Sieht also von außen aus wie Alu, innen drin ist aber Stahl. Macht das ganze wieder schwerer. Stahlkonen können zusätzlich brüniert werden, um die Abriebfestigkeit zu erhöhen und den Korrossionsschutz zu verbessern.

Das Außenfinsh eines Aluminium Steuersatzes kann entweder ungehandeltes, eloxiertes (anodisertes) oder verchromtes Material sein. Eine Nachbehandlung durch Sand- und Kugelstrahlen kann ein satiniertes Finish erzeugen. Stahlsteuersätze sind in der Regel verchromt, eine Eloxierung ist bei Stahl nicht möglich.

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Eloxierte Steursätze Classic von Dia Compe

Lagertypen

Die Lager haben bei einem Steuersatz drei Aufgaben:

  • Sicherzustellen, dass sich die Gabel leicht drehen lässt
  • Das Gewicht von Fahrer und Rad vorne am Rahmen ausfzunehmen und in die Gabel zu leiten
  • Die Bremskräfte vom Laufrad bzw. der Gabel aufzunehmen und in den Rahmen zu leiten.

Daraus ergeben sich bestimmte Belastungen für ein Lager; grundsätzlich ist das untere Lager stärker belastet als das obere, da es  höhere Eigengewicht und Bremskräfte aufnehmen muss. Einige Hersteller tragen dem Rechnung, in dem sie das untere Lager stärker ausführen, als das obere. Zum Beispiel dadurch, dass sie unten größere oder mehr Kugeln verwenden, einen anderen, stabileren  Lagertypen oder ein zweifaches Kugellager (Soma) einbauen.

Der älteste, noch gebräuchliche Lagertyp ist das ungedichtete Kugellager (oder auch Konuslager). Die Kugel sind regelmässig in einem Ring (Retainer) angeordnet und laufen auf einer schräg angeordneten Laufbau (Konus). Nur so können die Kugeln sowohl vertikale, als auch horizontale Kräfte weiterleiten. Gute Steuersätze verwenden hier unten und oben jeweils 20 Kugeln mit einem Durchmesser von 5/32 Zoll, entsprechend etwa 4 mm. Zwischen Konus und Lagerschalen gibt es keine Dichtung, so dass Schmutz und Wasser relativ ungehindert in das Lager eindringen können. Diese Steuersätze verschleissen daher schneller bzw. müssen öfters gereinigt und nachgestellt werden.

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Kugellagerring: Oben ist die „Offene Seite“ oben; unten ist die „Offene Seite“ unten.

Befinden sich Dichtungen zwischen Lagerschalen und Konus spricht man von einem gedichteten Steuersatz. Dies ist heute in der Regel bei qualitativ besseren Steuersätzen mit Kugellagern der Fall. Die Haltbarkeit des Lagers wird erhöht, in dem man es ordentlich in Fett packt.

Weitere Unterschiede in der Qualität der Kugellager ergeben sich durch die Rundheit und Härte der verwendeten Lagerkugeln (je runder und härter desto weicher bewegt sich das Lager) und durch die Öberflächenhärte und Toleranzen der Laufbahnen (also Konus auf der einen, und Lagerschale auf der anderen Seite). Gute Steuersätze haben Kugeln aus Chromstahl und/oder nachgeschliffenen und polierte Laufbahnen.

Nach und nach werden  offene Kugellager (Konuslager) durch sogenannte Industrie-, oder Patronenlager ersetzt. Dies sind komplette, gedichtete Einheiten aus Konus, Kugeln und Lagerschale, die statt dem Kugellagerring zwischen Lagerschale und Konus des Steuersatzes eingelegt werden. Man nennt diese auch Rillenkugellager, im Gegensatz zu den Konuslagern. Industrielager sitzen fest auf der Lagerschale bzw. auf dem Konus und bewegen sich nicht im Verhältnis zu diesen; ergo spielt die Qualität von Konus und Lagerschale eine geringere Rolle. Die Laufbahnen sind innerhalb des Lagers, so dass ein Abrieb auch innerhalb des Industrielagers statfindet. Und die Lager verschmutzen nicht, da sie als Einheit gedichtet sind. Was dann aber z.B. Cane Creek nicht davon abhält noch einmal klassisch zwischen Lagerschale und Konus zusätzlich zu dichten.

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Irgendwann ist so ein Industrielager verbracht, auch wenn es konstruktionsbedingt lange hält. Dann muss man das Lager tauschen. Da in der Regel normierte Standardprodukte verbaut werden, soll dies nicht so schwierig sein (keine eigenen Erfahrungen). Die Lagerschalen halten bei Industrielagern quasi ewig, da sie nicht durch Abrieb belastet werden.

Industrielager lassen sich einfacher einstellen (siehe Montage), da sie bereits vorgespannt sind und sich die Kugeln auf der richtigen Position auf den Laufbahnen befinden. Zudem haben Sie den Vorteil, dass man den Gabelkonus schlitzen kann: Statt einen Ring auf den Gabelkonus aufzuschlagen, kann man einen geschlitzten Gabelkonus etwas spreizen und somit einfacher auf dem Gabelschaft montieren, bzw. wieder abnehmen. Das ist deshalb möglich, weil das Industrielager ja fest auf dem Konus sitzt im Gegensatz zum offenen Konuslager, wo die Kugeln ja über den Konus laufen und ein Schlitz stören würde.

Ein relativ kurzlebiger und heute eher seltener Typ sind Nadellager; bekannt wurden diese durch die Marke Primax. Nadellager haben den Vortel, dass die Nadeln eine größere Auflagefläche auf dem Konus haben und somit weniger Druck ausüben (Stöckelschuhe contra Gummistiefel). Dadurch wird weniger Abrieb erzeugt und die Lager halten länger.

Allerdings laufen Nagellager nicht so weich wie Kugelager, verhalten sich angeblich etwas zickig beim einstellen und sind oft auch in der Bauhöhe (siehe unten) höher. Aus diesen Gründen haben sie sich nicht durchgesetzt und es gibt heute nur wenigen Steuersätze auf der Basis diesen Prinzips.

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Alter Stronglight A9 Steuersatz mit Nadellager

Einbauhöhen

Ein wichtiges Merkmal bei Gewindesteuersätzen ist die sogenannte Einbauhöhe. Damit bezeichnet man die gesamte Höhe eines Steuersatzes, die unten und oben aus dem Steuerrohr herausragt. Der Teil des Steuersatzes der im Steuerrohr verpresst wird zählt demnach nicht dazu.

Man könnte auch sagen, die Einbauhöhe ist die Differenz zwischen der Länge des Steuerrohrs und der Länge des Gabelschafts (Na ja, so ungefähr), denn der Gabelschaft verschwindet ja völlig und von der Länge her fast genau in Steuerrohr und Steuersatz.

Ist der Gabelschaft länger als Steuerrohr plus Einbauhöhe hat man kein Problem; der Gabelschaft wird einfach abgesägt. Dabei ist darauf zu achten, dass oben noch ausreichend Gewinde da ist, um den beweglichen Konus und die Kottermutter zu verschrauben. Falls nicht muss Gewinde nachgeschnitten werden. Man sollte nicht leichtfertig kürzen, denn rückgängig kann da nichts gemacht werden. Und zuhause habe ich eine Gabel, wo ich bei dem Thema Länge nicht lange überlegt habe. Oder nicht lange genug. Jedenfalls ist diese Gabel gerade sehr einsam und passt in keinen Rahmen mehr.

Ist die Gabel sehrkurz, hat man nur noch die Möglichkeit einen möglichst niedrig bauenden Steuersatz zu verbauen. Typische Einbauhöhen sind etwa zwischen 35 und 40 mm. Alte Shimano Steuersätze Typ HP-1050 und 1055 (105SC) und 600 (HP-6400) haben sehr geringe Einbauhöhen von 33,5 mm, der Dura Ace HP-7600 sogar nur 30 mm; daher muss man einen ähnlich niedrigen Steuersatz verbauen und hat keine Wahl. Zur Not kann man auch immer noch die Nasenscheibe unter der Kontermutter weglassen; ideal ist das aber nicht, da das Risiko besteht, dass sich der Steuersatz schneller lockert und nachgestellt werden muss. Eine Aufstellung mit Einbauhöhen klassischer Steuersätze findet sich hier.

Es macht daher Sinn, wenn man einen Steuersatz komplett austauscht, ein Modell zu verwenden, dass in etwa die gleiche Einbauhöhe hat.

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Ein Problem niedriger Ordnung.

S.H.I.S System

Um der Vielfalt der Steuersätze, die heute verbaut werden Herr zu werden, wurde in Kooperation einiger Hersteller das S.H.I.S System = Standardized Headset Identification System entwickelt. Eine typische Kennung schaut so aus:

EC30/25.4 | EC30/26,4

Der erste Teil bis zum „|“ beschreibt die obere, der Teil dahinter die untere Lagerschale. Zunächst wird mit der Kennung EC angegeben, dass es sich um „External Cups“ handelt, im Gegensatz zu ZS (internal Headset) und IS (Integrated Headset). Gewindesteuersätze sind immer vom Type EC.

Die zweiten beiden Zahlen geben die Dimensionen außen und innen an dem Lager in Millimeter vor. Also wenn oben „30/25,4“ die Angabe ist, dann heißt dies, dass die Lagerschale in ein Steuerrohr mit Innendurchmesser  von 30 mm verpresst werden kann und dass der Gabelschaft eine Durchmesser von 25,4 mm ( = 1 Zoll) hat.

Und unten „30,26,4 bedeutet für die Lagerschale exakt das gleiche, und die 26,4 beziehen sich auf den Durchmesser des Gabelschafts, auf den der Gabelkonus aufgeschlagen wird.

Mein Eindruck ist, dass unabhängig von ISO und JIS Standard, die SIHS Steuersätze immer 30 mm angeben, auch wenn die Lagerschale außen 30,2 mm Durchmesser ist. Aber vielleicht weiß dies ja jemand besser.

Je nachdem, was für ein Rahmen-. und Gabelstandard verwendet wird, ergeben sich die folgenden SIHS Spezifikationen:

  • ISO: EC30/25.4 | EC30/26,4
  • JIS: EC30/25.4 | EC30/27
  • FRA: EC30/25 | EC30/26,4 oder 27

Das ganze ist im Detail sehr gut bei Park Tool beschrieben.

Montage, Wartung und Einstellung von Gewindesteuersätzen

Für den Ein- und Ausbau von Gewindesteuersätzen benötigt man doch einen Haufen von Spezialwerkzeug (wenn man es gut machen will), für die Wartung und Einstellung relativ wenig. Den Vorbau muss man erst einmal entfernen, um den Steuersatz aufzumachen, dafür braucht man dann meistens einen flachen 32er Schlüssel mit langem Arm, so wie diesen hier von Cyclus. Mit dem Schlüssel wird die Kontermutter abgeschraubt, dann die Nasenscheibe entfernt und zum Schluß der bewegliche Lagerkonus oben abgeschraubt. Danach kann man die Gabel aus dem Rahmen ziehen (oder sie fällt von alleine wenn man nicht konzentriert war).

Hier sollte man sehr vorsichtig sein, denn die Kugeln von offenen Kugellager sitzen oft nicht sehr fest im Kugellagerring und fallen dann auf den Boden – sehr mühsam die wieder zu finden. Oder jemand hat den Kugellagerring bereits entfernt und die Kugeln liegen lose in den Lagerschalen. Das macht man schon einmal, um eingefahrene Lager wieder aufzufrischen und mehr Kugeln in ein Lager zu bringen.

Ersatzkugeln kann man günstig und schnell bei Kugel Winnie bestellen, ich kaufe immer die aus Chromstahl.

Und bei jedem Auseinanderbauen sollte man sich sehr gut merken, welches Kugellager oben und welches unten eingebaut war, denn bei einigen Modellen haben die Lager andere Abmessungen oder Kugelgrößen (Campagnolo) oben und unten. Und dann sollte man auch wissen, ob der Kugellagerring mit der offenen Seite nach oben oder nach zeigt. Man kann sich das auch einfach merken, dass die offene Seite des Kugellagerrings immer auf dr Lagerschale liegt und nie auf dem Konus. Keine Ahnung, ob das stimmt. Merkt man sich das nicht, dann gibt es vier verschiedene Kombinationen: Welcher der beiden Kugellagerringe ist oben, welcher unten? Und wie rum liegt der unten und wie oben? Mühsam und nervig, daher besser merken oder ein Foto machen.

Aufpassen sollte man auch, dass die Dichtungen nicht verschwinden; diese kleben oft zunächst an den Lagerschalen und fallen dann runter, wenn man es nicht sieht.

Man kann dann mit Seifenlauge und Bremsreiniger Gabelschaft, Lagerschalen , Kugellagerringe und Konen sauberer machen. An Industrielager darf allerdings kein Bremsreiniger dran, um die innere Schmierung nicht zu beeinträchtigen. Dann wird das ganze gut mit Fett zugekleistert, ich nehme da ganz gerne das Shimano Fett, aber das ist eine persönliche Vorliebe. Teflon Fett hingegen mag ich gar nicht, weil ich damit einmal bei einer Sattelstütze sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Dann wird das ganze wieder zusammengesteckt und zusammengebaut. Erst einmal locker. In dem Video hier wird das recht gut beschrieben.

Nicht nur nach einer Reinigung sollte das Lager eingestellt werden, sondern auch von Zeit zu Zeit auf Spiel kontrolliert werden und, falls vorhanden, dann ebenfalls eingestellt werden. Spiel im Steuersatz hat man immer dann, wenn man die Bremse vorne anzieht, den Lenker nach vorne und hinten ruckelt und er sich dabei bewegen lässt. Dann muss der bewegliche Konus oben weiter angezogen und mit der Kontermutter gesichert werden. Das kann man im folgenden Video gut sehen.

Unabhängig vom Lagertyp (offenes Konuslager, Industrielager oder Nadellager) ist diese Prozedur gleich. Das ist ein wenig Frickelei, denn man muss die Balance finden zwischen einem weich laufenden Steuersatz (dazu darf der bewegliche Konus oben nicht zu sehr angezogen werden, und einem Aufbau ohne Spiel. Mit ein wenig Erfdahrung lernt man dies aber schnell. Geht es so gar nicht, hat man entweder die Teile nicht richtig eingebaut, oder aber der Steuersatz ist tatsächlich alt und kaputt.

Zur Montage eines neuen Steuersatzes in einem Stahlrahmen braucht man eine Menge Spezialwerkzeug. Zunächst einmal müssen die Lagerschalen aus dem Rahmen, und der Konus von der Gabel entfernt werden. Dazu braucht man einen Austreiber für die Lagerschalen und einen Abzieher oder Abschläger für den Gabelkonus.

Dann können die neuen Lagerschalen in das Steuerrohr eingepresst werden, dafür braucht man ein spezielles Werkzeug, z.B. dieses hier. Zuletzt muss man noch den Konus auf den Gabelschaft aufschlagen und auch hier braucht man eine Spezialwerkzeug.

Dann muss nur noch zusammengebaut werden wir oben beschrieben.

Aber wie gesagt, da ist erst einmal eine Investition in Werkzeug von 100 bis 200 € fällig, vom daher sollte man sich da richtig gut überlegen.

Im zweiten Teil beschäftigen wir und dann damit, welche Gewindesteuersätze heute zu kaufen sind und welche wir empfehlen.

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Japan Handmade Bicycle Show 2017

Heute und morgen findet in Tokyo im Science Museum, ganz in der Nähe des Kaiserpalasts die Toyko Handmade Bicycle Show statt. Positivo Espresso’s David war bereits heute da und hat auf dem Positivo Espresso Blog darüber geschrieben.

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Ich muss sagen ich bin schwer beeindruckt, erstens davon was es dort alles zu sehen gab an neuen Ideen und zweitens von dem Fleiß mit dem David alles zusammengetragen hat. Vor allem der Kontrast zum letzten Jahr ist groß, hier ist ein Post von Jan Heine über seinen Besuch im Februar 2016; trotz aller Begeisterung eine eher trockene Affäre.

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Es entsteht der Eindruck, als wenn sich etwas in Japan tut. Es gibt eine große Anzahl von Traditionsreichen Rahmenbauern, wie Cherubim, Makino, Amanda, Hirose und anderen auf der einen Seite und neuen, jungen Leuten auf der anderen.

img_2206Dazu kommt auch etwas Bewegung in den Komponentenmarkt, wo nun neben der Übermacht Shimano und den antiquierten Herstellern Nitto, Sugino, MKS, Kashimax, Tange Seiki, Hatta, Sun XCD, Honjo, Dia Compe, Izumi, D.I.D. und Soyo, auch jüngere Hersteller auftauchen, allen voran SIM Works, Starfuckers und  Dixna.

Posts auf dem Positivo Espresso Blog [in Englisch]

Intro

Schönheiten

Etwas Anderes

Der Parkplatz

 

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Nordwest Passage Bremen.

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Bicycle Business: Everybody races?

Recently I have written an article about the state of the global road racing bicycle market and spoke about it with an acquaintance who is succesfully running a bike shop in the greater Bremen area. It seems that my judgement was premature.

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I guess I felt victim to my prejustice, which is, that all road racing cyclist are a bit like myself: Riding 10.000 km or more in a year, training hard even during winter time and attending guided tours (RTF) and open road races (Jedermann Rennen) throughout the year.

I know now after the conversation, that most buyers of road racers are not like that: They start riding when temperatures are above 15 degree Celsius only and pack the bike when temperatures drop in autumn. They do perhaps 1.000 to 5.000 km a year and prefer to ride with their friends on the weekends. And on average every five years they buy a new bike. Thus the data on the Festive 500 Strava challenge is not representative of road racing cyclists in general, although one could argue that it is nevertheless for the Southern hemisphere as riders there ride the challenge under favourable weather conditions.

So perhaps only the „hardcore faction“ of road racers has reached its maximum in recent years? To give an answer to this question I picked up a suggestion by one of the readers to take a closer look at the development of  attendance rates of so-called Jedermann Rennen.

Some words of explanation ahead: If you wanted to start road racing say, 30 years ago, you would have most likely joined at young age a local club and attended licensed amateur races in the vicinity of your town. However today, most beginners do not start in their teens, but rather re-discover cycling in their 30ties or 40ties. Most of them do not like to become a member of a club, as they see rather the disadvantages of further commitments then the benefits of regular training. As a consequence, Jedermann Rennen (JDR) have become popular, not only in Germany, but also in all other major cycling countries.  To attend a race, you do not need to be member of a team, nor a licence is required.

In Germany the biggest JDR are hold in Hamburg (Cyclassics), Berlin (Velothon), besides that nine races in 2017 are organized in the German Cycling Cup Series.

  • Sparkassen Münsterland Giro (Finishers in 2016 about 3.500)
  • Skoda Velodom Köln (about 3.400)
  • Tour d’Energy Göttingen (about 2.300)
  • Neuseen Classic Leipzig (about 1.100)
  • Skoda Velorace Dresden (anout 1.100)
  • Rad am Ring (about 1.000, without the 24 hr races)
  • Rothaus Riderman (about 600, 2 stages only)
  • Schleizer Dreieck Jedermann (about 500)
  • Circuit Cycling Hockenheim (about 400)

There are many other JDRs organized in Germany, most notably Sauerland Extrem and Rhön Marathon, but the bulk of the riders  attend these 11 races. Hamburg is by far the biggest race and the only event able to draw regulary more than 10.000 participants; Berlin is in the range of plus/minus 10.000; all other races are much smaller.

So I took a look at the attendance rates between 2011 and 2016.of the races in Hamburg, Berlin and Münsterland; these are the biggest races in Germany, have a longer history and I attend all of them multiple times by myself.  Regardless of the size, I set the number of race finishers in 2011 as 100% and compared that to the years 2012 to 2016. Data is easily available on the internet but it take some time and effort to crunch the numbers.

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Generally speaking, the trends shows that the number of participants is declining. Cyclassics Hamburg has drawn almost 19.000 racers in 2011, but only a little bit more than 15.000 last year. The Velothon Berlin had its peak in 2012, since that numbers are falling. 2014 had been a particular bad year, but this is explained by the poor weather conditions at the day of the race. Berlin had drawn 11.500 racers in 2012 and only 9.000 last year.

Münster, on the other hand is more or less stable. Again, the low number in 2012 can be explained by the very poor weather conditions.

My first impression was, that attendance rates are going down because the expansion of the market has stopped. Indeed, if we take a look at the gender and age distribution of the Hamburg Cyclassics race we can find ample justification:

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Road cycling failed to attract the huge potential of women cyclists. In overall, only 13% of the racers were female and we can further see a drop from 20% to 4% from the „easy going“ to the most competitive races. This still looks like an electric engineering class during my university days in the Eighties.

Now, let’s have a look at the age distribution:

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Overall, more than two thirds of the finishers are 40 years or older and only 10% are in a „competive age“ of less than 30 years. We can also see that despite of the level of race attended (60, 100 or 160 km) the attendance rate drops the older a rider is. With other words it is no surprise that riders stop racing when they get older than 50 years.

The question is, whether more cyclists in the age group of 30 plus can be attracted to attend JDRs as it is clear that younger riders are not growing in sufficient numbers.

But  speaking about this with „M“, the bikestore owner, he mentioned also some other explanations for the drop in participant rates, maintaining that the overall market is healthy:

  • JDR racing fees rose steeply during the past years. Hamburg now demands a fee of about €80 in 2017. This is quite a lot, as one has to take into consideration the cost of transportation and accommodation in addition. One can spend therefore easily €200 on cycling race. Which compares to €800 for a whole week of cycling on Mallorca.
  • More and more competitive amateur racer teams are attending the JDRs. This is due to seveal reasons, mainly, that claub membership is down and therefore less licensed amateur races are organized in Germany; secondly price money at JDRs is attractive. For the average rider it has become impossible to achieve a good result at a JDR any longer.
  • When I ask my friends why they don’t join me to race the most common answer is: „Too risky, I don’t want to become injured„. Indeed, as JDRs draw all kind of racers, from the amateur to the absolute beginner, many dangerous situations develop during the race and the sight of an ambulance car on the roadside is a common one. In particular older riders are afraid of injuries as healing takes much longer compared to riders in their twenties.

So, despite the fact that JDRs draw in average about 15 to 25% less riders than five years ago, there are particular reasons for this development and we can assume that nevertheless the road racing market is stable. That is, for cafe racers, who see their bike mainly as a faster alternative to their treking bikes on sunny weekends.

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