Saturday Eddy.

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via Milano Fixed

 

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RCB Montagstraining am Sonntag

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„Ok, wie viel Kilometer fahren wir eigentlich bei Lüttich-Bastogne-Lüttich?“
„Na ja, die lange Strecke, etwa 270 km.“
„Ach so, und wie viel Höhenmeter sind da drin.“
“ So 4.500 etwa.“ erwiderte Jochen nonchalant. Ich hatte Jochen vorher natürlich gesagt, dass ich die lange Strecke fahren wollte, ohne zu wissen, was „lang“ genau bedeutet. Aber wer hätte da auch schon „kurz“ geantwortet. Zeit also das Training zu beginnen.

An sich sollte das kein Problem sein, ich bin schon öfters größere Distanzen als 270 km gefahren, zum Beispiel bei Tokyo-Itoigawa 2008 oder bei der großen Weserrunde letztes Jahr. Ich bin vielleicht auch schon einmal 4.500 Höhenmeter gefahren,obwohl ich mich nicht genau erinnern kann, eine Etappe bei der Transalp 2011 über das Stilfser Joch muss jedenfalls verdammt nah dran gewesen sein. Dachte ich, denn als ich nachsah waren es nur 3.700 Meter. Die Kombination von beiden ist jedenfalls etwas neues. Jochen meinte, er wäre das vor ein paar Jahren in 10 Stunden gefahren. Hm. Das Problem hier ist eher, dass das Rennen bereits am 22. April stattfindet und bis dahin ist nur noch wenig Zeit die Form zu suchen und dann auch zu finden.

Das Trainingsjahr fing, wie immer zu Weihnachten, eigentlich gut an mit der Festive 500, aber danach bin ich dann nur noch wenig gefahren, so dass ich nun gerade einmal 1.600 km au dem Buckel habe, das meiste davon bei der Festive 500 (570 km) und der Rest mehr oder minder pendeln plus drei, vier kleinere Ausfahrten. Viel zu wenig um selbstbewusst nach Belgien zu fahren.

Nachdem ich heute den Bürokram erledigt hatte, Muckels Rad, das an einer rätselhaften Umwerferkrankheit leidet, zu ihm nach Hause gefahren hatte und mir die teenyhafte Unfreundlichkeit meiner Tochter schwer auf die Nerven ging, verließ ich das Haus, und stellte fest dass während drinnen immer noch die Eiszeit der Pubertät andauerte, draußen der Frühling begonnen hatte. Ich hatte zwei große Aufgaben: Einmal wollte ich die klassische RCB Montagsrunde von Lilienthal nach Ottersberg und Wilstedt fahren und dies auf meinem neuen De Rosa Rad tun, das leider noch eine ganze Menge Kinderkrankheiten aufweist.

Aber zunächst einmal ging es gut los. Ich hatte Rückenwind, der Himmel war blau, die Felder etwas grün – wenn sie nicht gerade unter Wasser waren – und die ersten Vögel trällerten ihre Lieder in den Bäumen entlang der Straße. Bis nach Fischerhude rein konnte ich flott fahren und da es so gut lief, dachte ich, ich könnte mich ja auch ein wenig anstrengen und versuchte konstant über 30 km/hr auf dem Hügel nach Quälhorn zu sprinten. Auch das klappte und mein Selbstbewußtsein nahm wieder zu. Es hatte eben doch etwas gutes mit den Kampfdrohnen im Body Attack Kurz zu konkurrieren und neben den Beinen auch Rücken, Schulter und Arme über den Winter in Form zu halten. Mit Rückenwind ging es dann nach Ottersberg, weiter nach Otterstedt und als ich in Vorwerk ankam, sah ich diesen hübschen alten Benz, der dort vor einem Bauernhof geparkt war.

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Ich vermute den Wagen steht da schon etwas länger. Mir ist der allerdings nie aufgefallen, denn wenn ich diese Straße fahre, dann nur mit der ganz schnellen Truppe des RCB Montagstrainings, und da kämpfe ich jedesmal mit Tunnelblick ums Überleben und kann nicht nach rechts und links schauen. Wenn man mich bislang fragen würde, was es auf der Strecke zu sehen gäbe, ich könnte es nicht sagen, nur, am Ende, weit hinter Vorwerk ist eine Abzweigung nach Wilstedt, da muss man abbiegen sonst kommt man nach Zeven und alles wird noch viel, viel schlimmer.

Das De Rosa fuhr besser als ich erwartet hatte, vor allem der 3T Ergonova Lenker sorgt dafür, dass die Hände nicht so schnell taub werden. Und ganz so lahm wie beim ersten Mal ist das Rad auch nicht. Einerseits. Andererseits lässt sich die Schaltung nicht richtig einstellen und ein paar Gänge sind komplett unbrauchbar, da die Kette immer wieder zwischen zwei Ritzeln am Hinterrad springt. Und wenn ich aufhöre zu treten passieren fürchterliche Dinge, die ich allerdings nur hören und nicht sehen kann: Es scheint, als wenn der Freilauf erst einmal blockiert, die Kette das Schaltwerk nach hinten reißt, dann der Freilauf wieder läuft, dann wieder blockiert. Kurz es empfahl sich heute am besten mit dem Treten gar nicht aufzuhören. Toll, ich habe nun ein Fixie Rennrad mit 11 Gang Campa Schaltung. Und damit soll ich nach Belgien?

In Wilstedt musste ich erst einmal Pause machen, mein Magen knurrte und ich fuhr voll auf meinen Fettreserven und hatte keine Power mehr. In Wilstedt gibt es, wenn die Eisdiele nicht auf hat, nur einen guten Platz Rast zu machen und das ist die Tankstelle. Die ist legendär.

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Wilstedt. Sieht im Prinzip aus wie Saigon in den Siebzigern.

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Vor langer Zeit haben wir dort mal ein paar Fotos gemacht; d.h. wir haben mit viel Aufwand und sehr viel Detailtreue ein sehr bekanntes historisches Foto nachgestellt. Dieses Foto war nicht nur eine treffende Kritik an der fehlenden Nachhaltigkeit deutscher Mobilität, sondern auch eine Warnung vor dem Wiederaufflammen des amerikanischen Imperialismus. Ich behaupte mal, wir haben bereits so gegen 2012 vorausgeahnt, was seit dem 20. Januar auf Amerika, und somit leider auch die Welt, zugekommen ist. Und damit haben wir uns auch ein paar Feinde gemacht.

Nein, hier kommt jetzt kein Video aus Holland, Deutschland, Morda oder sonstwo. Das überrascht niemanden mehr, der einen Teil des Internets besitzt. Dazu eine, wie ich finde sehr lustige Geschichte: Letztens rief mich mein Bürokollege, mit dem ich nun fast sieben Jahre zusammenarbeite und sagte: „Schau mal, ich habe da eine komische Mail bekommen, da bietet mir so ein Prinz aus Nigeria $ 5 Millionen an, wenn ich ihm helfe sein Vermögen aus dem Land zu bekommen – die ist doch nicht echt, oder?“ Zunächst einmal wusste ich nicht, wie ich antworten sollte. Wo hat denn mein Kollege sein E-Mail Postfach aufgestellt, dass der jetzt zum ersten Mal in seinem Leben so eine Mail bekommt – kurz hinter Wilstedt? Ich kriege dieses Zeug massig und zwar schon seit Jahren. Wie vermutlich auch jeder andere hier. Aber es zeigt, dass wir mit den Geschichten und Geschichtchen, die wir aus dem Internet abgreifen, ganz schön auf die Nase fallen können. Wir sehen da etwas zum ersten Mal, finden das lustig und erzählen anderen davon. Die denken sich (was, jetzt erst?) hören höflich zu und langweilen sich zu Tode. Der Klassiker in der Welt des Rennradfahrens sind vermutlich die Schauff Trophee Lancome Räder, über die sich jeder kaputt lacht, wenn er die zum ersten Mal sieht.

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Ha, ha, ha, hast Du das schon gesehen?

Hier wird gerade mal wieder darüber gelächelt. Das habe ich auch mal gemacht, aber hey, das ist nun lang her. Das zeigt übrigens deutlich die Verschiedenheit der Innovationsstärke von Rennrad-und Kosmetikindustrie. Das Rad gibt es bereits seit langem nicht mehr zu kaufen, das Parfüm hingegen schon – wenn auch nur in Restbeständen.Vermutlich aus Nigeria.

Für mich ging es weiter nach Huxfeld, durch die Schweizberger Heide (das ist die Heidberger Schweiz in umgekehrter Richtung gefahren) und dann durch Timmensloh wieder nach Borgfeld. Jetzt mit einem fiesen Gegenwind und auch schon deutlich langsamer. Aber obwohl ich nun fast nichts mehr an Energie zum verbrennen hatte, fuhr ich noch den Deich lang bis zum Dammsiel und dann die kleine Wümme entlang zum Tierheim und zum Haus am Walde. Echt langsam, aber das Wetter war so gut und Lüttich schon so nahe.

Auf Strava.

Am Ende wurden es fast 90 km, über den Schnitt lacht sich die RCB Montagsmannschaft wohl gerade tot… womit ist der denn gefahren, mit einem Trophee Lancome?

Egal, Lüttich kann kommen. Denke ich mal, seitdem ich wieder zu Hause bin.

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Was ist ein Versprechen wert? Ein Kulturvergleich auf der Basis der Strava Rapha Festive 500.

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LA: Broken promises, broken dreams.

Eines der berühmtesten nicht gehaltenen Versprechen der modernen Radgeschichte ist Lance Armstrong’s „Ich habe nicht gedopt, ehrlich.“ Um diese Art von großen und wichtigen Versprechen geht es hier nicht, es geht um die kleinen, oft unbedacht und schnell ausgeprochenen Verprechen die wir machen wie: „Wir treffen uns dann morgen um 7 Uhr zur Ausfahrt an der Weserbank.“ oder “ Diesen Monat will ich mindestens 1.000 km fahren.“

In der letzten Zeit habe ich mich auf cyclyng.com mehrfach mit der Analyse von einfach zugänglichen Daten aus dem Internet beschäftigt, um daraus Schlüsse auf den Rennradmarkt zu ziehen (Jedermannrennen und Strava Festive 500). Ich finde es faszinierend welche Informationen verfügbar sind und nur darauf warten ausgewertet und interpretiert zu werden. Hier ein weiterer und letzter Teil, der sich mit der Frage beschäftigt, wie viel ein Versprechen unter Rennradfahrern in verschiedenen Ländern wert ist.

Erstens hängt es stark von der Person ab, die ein Versprechen abgibt, wie ernst dies genommen wird und welche Konsequenzen das hat. Nehmen wir mal das erste Beispiel (Morgen um 7 an der Weserbank): Es gibt Menschen, die kommen dann doch nicht zum Treffpunkt um sieben, weil das Wetter schlecht ist, die Form nicht stimmt, die Kinder krank werden, die Frau meckert, oder der Wecker nicht geklingelt hat. Oder weil ohnehin genug Fahrer kommen und sie meinen, auf mich kommt es da auch nicht mehr an. Es gibt dann auch Menschen, die kommen im Regen mit schlechter Form trotz kranker Kinder und meckernder Frau; haben sich in 5 Minuten angezogen weil der Wecker nicht geklingelt hat, weil… ja warum eigentlich? Weil sie das nun einmal versprochen haben, basta, ganz egal was passiert und eine starke innere Verpflichtung fühlen.

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Raus oder nicht raus? Das ist hier die Frage.

Zweitens hängt die Einhaltung eines Versprechens davon ab, wem man etwas versprochen hat. Es gibt Personen, die einen erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden ausüben können, oder von denen wir abhängig sind. Da überlegen wir uns sehr gut, was wir ihnen versprechen und versuchen dies unbedingt einzuhalten, da sonst mit Sanktionen zu rechnen ist. Es gibt Personen, eigentlich Freunde, die uns nicht mit Sanktionen drohen, deren Freundschaft oder Wertschätzung wir allerdings nicht einfach aufs Spiel setzen wollen. Es gibt, das leichtfertig dahingesagte Versprechen abends beim Bier, von dem wir wissen, dass der andre weiß, dass es wahrscheinlich nicht eingehalten wird.

Als ich da erste Mal länger im Ausland war und viele Amerikaner traf, nahm ich ein „And if you have any problems, just give me a call – I will help you!“ als ein Versprechen wahr, heute weiß ich, dass dies eine Grußformel ist. Die Verpflichtung ein Versprechen „nach außen“ einzuhalten nimmt hier zunehmend ab.

Und dann gibt es die Versprechen, die wir uns selber gegenüber machen; man nennt so etwas auch (gute) Vorsätze, oder ein Versprechen „nach innen“. Hier hängt es von der Person selber ab, wie stark sie sich gebunden fühlt ein Versprechen nach innen einzuhalten. Ich persönlich finde, dass dies auch sehr gut mit Begriff „Disziplin“ beschrieben wird.

Und könnte es nun sein, dass dies nicht nur eine Eigenschaft einer Person ist, sondern generell  bei einigen Kulturen (oder der Einfachheit halber hier: in einigen Ländern) stärker oder weniger ausgeprägt ist als in anderen? Dazu muss man zunächst einmal anmerken, dass es hier nicht darum geht, diese Frage moralisch oder nach gut/schlecht Mustern zu bewerten: Ein Versprechen unter allen Umständen zu halten erscheint vielleicht erst einmal generell als eine sehr positive Eigenschaft, aber, sagen wir mal, dem Führer zu versprechen Berlin bis zum letzten Mann zu verteidigen und sich dann daran gebunden zu fühlen ist auch moralisch gesehen falsch.

Kulturdimensionen

Es ist schwierig Kulturen/Länder mit  ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit einfach zu beschreiben und miteinander zu vergleichen. Um die ganze Sache etwas einfacher zu machen gibt es verschiedene Modelle, von denen das bekannteste, die Kulturdimensionen von Geert Hofstede, einem holländischen Psychologen, Anfang der Siebziger erstellt wurde. Es basiert auf einer Befragung von mehr als 70.000 Angestellten von IBM in über 70 Ländern die zwischen 1967 und 1973 durchgeführt wurde. Hofstede applizierte seine analytische, psychologische Magie auf diese Daten (keiner weiß genau wie) und schwups, kamen dabei zunächst vier, und später noch zwei mehr, Kulturdimensionen heraus deren Ausprägung eine Kultur beschreibt.

Man stelle sich das so vor, als ob man jedes Rennrad dieser Welt anhand von sechs Merkmalen beschreiben kann, zum Beispiel: Gewicht, Preis, Anzahl der Gänge, Rahmengröße, Reifenbreite und Vorbaulänge. Jedes Merkmal kann eine andere Ausprägung (also einen anderen Wert) haben, und deren Kombination ist einzigartig für ein Rennrad bzw. eine Kultur.

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Ein Rennrad. Also eine Kultur.

Um mal ein Beispiel zu geben: Die Dimension „Machtdistanz“ beschreibt, inwieweit die Verteilung von Macht in einer Kultur von ihren Mitgliedern akzeptiert wird, oder einfacher ausgerückt, wie wahrscheinlich ist es, dass jemand etwas tut, nur weil es ihm von seinem Chef gesagt wurde.

Es gibt eine Menge Kritik an diesem Modell: Die Daten seien zu alt, IBM Angestellte sind nicht repräsentativ für die Bevölkerung eines Landes, es gibt keine Begründung für die Auswahl ausgerechnet dieser Dimensionen etc.; heute ist es sehr schick Hofstede zu attackieren und auf die Unzulänglichkeiten seiner Forschung hinzuweisen. Andere Forscher haben andere Modelle entwickelt, die das ganze noch etwas komplizierter beschreiben und somit vielleicht zutreffender sind. Aber eben auch wesentlich umständlicher in der Handhabung. Hofstede verdanken wir die grundsätzliche Idee eines Modells, das wir einfach aus der Tasche ziehen können, wenn wir es mal dringend brauchen und etwas interpretieren oder erklären müssen.

Hier 

Von 2013 bis 2106 nahmen insgesamt mehr als 235.000 Rennradfahrer an der Festive 500 Challenge von Strava resp. Rapha teil. Im Prinzip ist das eine Absichtserklärung zwischen Weihnachten und Silvester mehr als 500 km zu fahren und dies auf Strava zu dokumentieren. Als Belohnung bekommt man dann nach 500 km und auf Wunsch von Rapha einen kleinen Aufnäher, den man sich irgendwo hinnähen kann und damit zeigt dass man erfolgreich war und zu den Härtesten gehört. Ich hatte bereits einmal darüber geschrieben, wen die Details interessieren. Interessant dabei ist, dass von den 235.000 Teilnehmern nur 197.000, also 84% überhaupt auch nur einen Kilometer auf Strava registrieren und lediglich 45.700 Fahrer oder 19% aller angemeldeten Fahrer es schaffen auch die 500 km zu übertreffen. Man könnte also sagen, von etwa 5 Fahrern die versprechen „Ich fahre jetzt 500 km.“, es weniger als einer schafft sein Versprechen einzulösen.

Da Strava ein soziales Netzwerk der 2. Reihe ist, also es wird nicht als Hauptnetzwerk wie facebook oder whatsapp für die Allgemeinheit genutzt, sondern als ein spezielles Netzwerk für einen Teil der Aktivitäten und Freunde, wird dieses Versprechen öffentlich. Jeder meiner Freunde auf Strava kann sehen, dass ich beabsichtige an der Festive 500 teilnehmen – ich mache also ein Versprechen nach außen. Außerdem ist es auch ein Versprechen nach innen, denn die Zeit im Winter ist eine, in der man nicht besonders viel Lust hat Rad zu fahren, dies aber tun sollte, um die Form nicht zu verlieren. Das ist etwa so wie Abnehmen, oder mit dem Rauchen aufzuhören.

Fühlen nun alle Rennradfahrer die gleiche Verpflichtung ihr Versprechen auch einzuhalten? Ist das denn in jedem Land der Welt so, oder gibt es da deutliche Unterschiede zwischen den Ländern?

Von den 197.000 „aktiven“ Fahrern zwischen 2013 und 2016 (also den Fahrern von den 235.000 gesamt die überhaupt eine Distanz auf Strava melden) kommen etwa 136.000 oder 69% aus lediglich acht Ländern: Den USA (32.500), Großbritannien (31.700), Australien (24.500), Brasilien (16.200), Spanien (9.500), Japan (7.700), Italien (7.100) und Deutschland (6.900). Diese Länder habe ich mir genauer angesehen. In der folgenden Abbildungen kann man sehen, wie viele Fahrer als Anteil der Gesamtheit (also Fahrer die überhaupt gefahren sind) in jedem Land mehr als 500 km gefahren sind.

festive-500-culture-fig-1 Neben dem Land steht zunächst die Anzahl der Teilnehmer. Der Durchschnitt aller betrachteten Länder liegt bei etwa 24%. Man erkennt deutlich die Unterschiede zwischen den Ländern – Spanien, Italien und Brasilien haben im Durchschnitt deutlich weniger erfolgreiche Teilnehmer (etwa halb so viele) wie Japan, Australien und Deutschland. Brasilien und Australien sind hell markiert, weil diese Länder auf der südlichen Halbkugel liegen und es deutlich einfacher ist dort im Dezember 500 km zu fahren, als in der nördlichen Hemisphäre.

Um zu überprüfen, ob es hier einen Zusammenhang mit den Kulturdimensionen nach Hofstede geben könnte, habe ich diese Werte gegen die entsprechenden Landeswerte der sechs Kulturdimensionen (Machtdistanz, Individualismus, Maskulinität, Ungewissheitsvermeidung, Langfristige Ausrichtung und  Nachgiebigkeit) geplottet. Vier Mal ist das Ergebnis uninteressant und es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang. Auf der anderen Seite gibt es zwei Mal so etwas wie einen Trend, einmal bei der Machtdistanz (Power Distance) und einmal bei der Maskulinität.

festive-500-culture-fig-2Hier sieht es so aus, als wenn Machtdistanz und Einhalten des „500 km Versprechens“ zusammenhängen: Je geringer die Machtdistanz ist, also je weniger man geneigt ist auszuführen, was einem von oben befohlen wird, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit sein Versprechen einzulösen. Man könnte das so deuten, dass das Festive 500 Versprechen und dessen Einhaltung aus einem Menschen heraus motiviert ist (intrinisisch, Versprechen nach innen) und nicht von außen aufgezwungen wird (extrinsisch, Versprechen nach außen). Menschen, die sich weniger von außen bestimmen lassen, weisen mehr Disziplin auf ihre eigenen Vorgaben umzusetzen.

Ähnlich verhält es sich bei der Maskulinität (MAS). Als feminine Werte zählt Hofstede Fürsorglichkeit, Kooperation und Bescheidenheit auf. Maskuline Werte sind hingegen Konkurrenzbereitschaft und Selbstbewusstsein. Ein hoher MAS-Index weist auf eine Dominanz „typisch männlicher“ Werte, ein niedriger MAS-Wert auf eine Dominanz „typisch weiblicher“ Werte hin.

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Wenig überraschend zeigt sich hier ein Zusammenhang. Je eher in einer Kultur maskuline Werte zählen (hoher Index), umso eher werden die 500 km der Festive 500 erreicht. Wobei Japan, mal wieder und wie üblich, nicht in dieses Raster passt. Ich denke es ist ist sehr maskulin öffentlich bekannt zu geben, was man schaffen möchte, in Konkurrenz zu gehen  – und dann dies auch zu erfüllen. Alles andere wäre dann eine Blamage. Von daher denke ich, dass dieser Zusammenhang im Wesentlichen durch ein Versprechen nach außen getrieben wird.

Natürlich kann man die Werte auch nicht so einfach miteinander vergleichen. So sind z.B. mehr als 80% der Teilnehmer an der Festive 500 männlich – kein Wunder also, dass im Vergleich zum Durchschnitt eines Landes auch eher maskuline Werte dominieren.

Man kann das alles lang und breit diskutieren und auf die Unzulänglichkeiten der benutzen Modelle, Annahmen und verwendeten Daten verweisen. Was wir nicht wegdiskutieren können ist, dass es in verschiedenen Ländern deutlich verschiedene Wahrscheinlichkeiten gibt 500 km zwischen Weihnachten und Silvester zu fahren. Ein oder zwei Gründe dafür könnten im Modell von Hofstede zu finden sein.

Aber vielleicht liege ich da auch ganz falsch.

Egal wie dem sei, meine Frau näht netterweise gerad den vierten Aufnäher auf mein Langarmjersey.

 

 

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Loop.

loop

via fabbrica della bici

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Januar Sales

Vorbauten

Cinelli Oyster

+ 110 mm lang
+ Vorne klappbar, kann daher auch bei vorhandener Lenkerband und Bremsgriffmontage montiert werden
Zustand vollständig; mit allen Plastikteilen; Abdeckung vorne etwas eingerissen.
Wenig Kratzer; allerdings bis ca. 2 cm über mininmaler Einstecktiefe nicht  soooo schön:
Macht sich gut an vielen Youngtimern.

VHB €30 WEG

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Vorbau Kintetick Ahead

120 mm lang
2 Schrauben Klemmung vorne
Gabelklemmung 1 1/8
Lenkerklemmung 31,8 mm
Eigentlich sieht der gar nicht so übel aus. Man müsste nur mal die Logos wegradieren.

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VHB €2 oder irgendwo dazu.

Innenlager

Stronglight Innenlager ITA

Komplett mit -Überraschung 111 mm Campagnolo Achse 70-SS B.
Funktionierte problemlos.
Vollständig, Konusflächen an der Achse sehen gut aus.
VHB €18 WEG

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Bremsen

Bremsgriffe Suntour Cyclone

Non-Aero Typ
Für Klemmung 23,8 mm
mit schwarzen Original Gummis, leicht eingerissen, aber weich und benutzbar
Im Gegensatz zu den CB-7200 auf Velobase haben diese ein anderes Logo und keine Rückholfeder.
Befriedigend erhalten,einige Kratzer auf den Hebeln.
VHB €22 plus Versand

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Campagnolo Super Record 4062

Non-Aero Typ
Für Klemmung 23,8 mm
mit neuen schwarzen Gummis in gutem Zustand
Eine Schelle und Schraube dafür ist nicht Original – sieht man aber nicht wenn montiert.
Auf den Außenseiten rchts und links jeweils ein paar Kratzer

VHB €50 plus Versand WEG

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Suntour Cyclone CB 7100

Modell CB-7100
Für Innensechskant Befestigung
Leider ist an einer Bremse die Bremsführung abgebrochen.
Und die Einstellschrauben sind auch nicht dabei.
Bremsbeläge sind noch gut. Insgesamt gut erhalten bis auf die Logos.

VHB €20
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Shimano 600EX Arabesque

BR-6200
Eine Hinterradbremse für Befestigung mit Mutter
Noch nicht gereinigt.
Langes Schenkelmass 47 -57 mm
Shimano Gummis, gut erhalten
VHB €10 WEG

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Campagnolo Athena Bremse

Dual Pivot
Zur Vorderradbremse für Mutterbefestigung umgebaut mit langer Achse
Gummis OK (aber falsch herum montiert)
Komplett
noch nicht gereinigt
VHB €10 WEG

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Schaltung

Suntour Superbe Pro Schaltwerk

SunTour RD-SB00-SS8
Maximal 26Z
7-fach 3/32 Kette

Zustand Gut, allerdings einige Kratzer auf der unteren Seite.
Aber sonst wirklich ein sehr schöne Stück Metall
Technisch einwandfrei
Weiter unten der passende Umwerfer dazu
VHB €40 WEG

 

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Suntour Superbe Pro Umwerfer

Seltene Version mit zwei Öffnungen im äußeren Leitblech
Datumscode BB = 1985 Feb.
Sehr gut erhalten; lediglich auf den Innenseiten der Leitbleche Kratzer.
Passend zum Schaltwerk oben
VHB €22

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Shimano Schaltwerk Golden Arrow

Shimano RD-A105, 105 Golden Arrow
6-fach
Maximal für 28Z Ritzel
Mit Adapter für Montage an Rahmen ohne Schaltauge
Technisch einwandfrei, sehr gut erhalten, fast NOS
VHB €35 WEG

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Modolo Morphos Schremshebel

Neu in OVP
Einstellbar für Campagnolo 8, 9 und 10-fach sowie Shimano 7 bis 10-fach Schaltung. Soll Auch für 5/6-fach funktionieren nach Ansicht von Modolo.

Also wahre Wunderdinge.
Mit 375 Gramm auch recht leicht.
Komplett mit allen Zügen, Hüllen und Zuggegenhaltern für das Unterrohr
http://www.modolo.it/products/components/modolo-morphos/

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VHB € 90 WEG

Shimano Ritzel und Kassettensalat

irgendwo dabei auf Wunsch

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Schalthebel Shimano 600

Shimano SL-6208, 600EX
6-fach für Reibung und Indexierung
ABER: Die Indexierung funktioniert nicht mehr, daher
VHB €11 WEG

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Kurbel

Kurbelset Sugino GLP Spezial

52 / 42 Zähne

170 mm Kurbelarmlänge
Guter, glänzender Zustand

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€ 50 VHB

Steuersatz

Steuersatz Shimano 600

Komplett mit Konus 26,4 mm
Modifiziert mit Industrielager,lief astrein.
VHB €12 WEG

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Sattelstützen


Shimano 600 Tricolore Sattelstütze

26,6 mm Durchmesser
Aero Type, mit Einstellschraube für die Neigung
Modell SP-6400
Herstellercode PB = Februar 1991
In Originalverpackung, nie verbaut, Zustand wie neu

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VHB Euro 65

Campagnolo Record Carbonsattelstütze

Durchmesser 32,4 mm
Länge 250 mm

Die letzte und schönste Generation der Carbonstützen von Campagnolo. Ich hatte die in 27,2mm bestellt und in 32,4 mm bekommen. Gab mich dann mit einem Preisnachlass zufrieden in der unsinnigen Hoffnung, ich könnte die jemals verbauen.
Die gebe ich jetzt mal auf und die Stütze ab.

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€ 79 VHB Ja, ich weiß ist teuer. Macht mir ein Angebot.

Sattelstütze 31,8 mm 2 Stück

Original vom Moulton TSR9.
31,8 mm Durchmesser, 400 mm lang.

Die erste war eingebaut, ist gebraucht, stark verkratzt aber funktionell in Ordnung. Die zweite wurde weder gefahren noch eingebaut, komplett neu und unbenutzt.

Neue Stütze: VHB €30 Gebrauchte Stütze: €10

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Zeug

Flaschenhalter Shimano 600 / Dura Ace AX

Tja, von der Flache gibt es nur noch den Verschlußstopfen

VHB €5 oder irgendwo dazu.

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Vorderradnabe Suntour

36 Loch, Einbaubreite 100mm
Noch nicht gereinigt.
Läuft sehr weich und rund, fast wie neu.

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VHB €6

Sattel Mundialita Bianchi Celeste

Sieht genau aus, wie dieser hier auf Velobase auch von der Farbe (das Foto täuscht), hat allerdings keinen Bianchi, sondern einen Mundialita Schriftzug an der Nase auf beiden Seiten. Decke fleckig, sonst OK mit Abschürfungen aber nichts eingerissen.
Die Farbe ist Bianchi Celeste, das kann man leider auf dem Foto hier nicht sehen.

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VHB €12 plus Versand WEG

Trackgriffe, ein Paar blau

185 mm lang, 3 mm Dicke. Klassisches Diamantprofil
Neu, nie montiert.

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VHB €7 plus Versand WEG

Oury Griffe lila
Neu. Lila. Oder fliederfarben. oder so.

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VHB €8

Rennradschuhe SIDI

24 cm lang, keine Größenangabe.
Keine Aufnahme für Cleats.
Bis auf den schwarzen Abschluss wirklich sehr gut erhalten.
Mit Ledereinlage.

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VHB €18

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Sales: Union Sapporo Rahmen RH 56

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David, ein britischer Freund von mir, dessen Einkommen es ihm erlaubte seine beiden Töchter Polo spielen zu lassen und der deswegen für mich der klassische „Public School“ Brite ist, erzählte mir einmal folgende Geschichte:

Ein Freund seines Vaters, der Jäger war hatte immer einen treuen und leistungsstarken Jagdhund. Wurde der Hund alt und war nicht mehr so schnell und ausdauernd wie gefordert, dann nahm er seine Flinte, erschoss den Hund und besorgte sich einen neuen. Das kam David doch eher grausam vor und so fragte er den Jäger, ob es nicht irgendeinen Hund gegeben habe, bei dem er besonders leid getan habe. „Doch“, sagte der Jäger, “ es gab da einen Hund, der mir so sehr ans Herz gewachsen war, dass ich ihn nicht töten konnte.“ Und was ist mit dem Hund dann passiert? „Ich habe jemand anderen den Hund erschießen lassen.“

Das ist eine gute Analogie für Rennräder. Alle Räder die ich fahre habe ich selbst aufgebaut, teilweise über Jahre verbessert und immer wieder an ihnen gebastelt. Aber irgendwann einmal läuft mir etwas noch besseres über den Weg, das wird gekauft und aufgebaut und das alte Rad steht nur noch in der Garage und freundet sich mit dem Staub an. Da meine Garage klein ist und ich auch nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung habe muss das alte Rad dann verkauft werden. Das tut mir immer leid, aber hey, das ist ein Rad, keine Frau, kein Kind und auch kein Hund.

Bei diesem Union Sapporo Rahmen  von etwa 1980 fällt mir das verkaufen sehr schwer, ich sollte vielleicht jemand anderen den Rahmen verkaufen lassen. Ich hatte den Rahmen 2011 gekauft, als Fixie aufgebaut und seitdem fast jeden Tag und bei jedem Wetter für die fahrt zum Job und in die Stadt benutzt. Mit dem Ding bin ich mal eine RTF über 210 km in Bremen gefahren, mit dickeren Reifen über Feldwege gecrosst und habe mich im Winter auf Eis und Schnee einige Male gut hingelegt. Entsprechend viele Lackschäden haben sich im Laufe der Zeit angesammelt, aber technisch ist der Rahmen voll in Ordnung. Umgebaut habe ich das Rad ebenfalls sehr häufig. Hier ein paar Beispiele.

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Erstaubau mit Giomdi Lenker und stadtuntauglichen Veloflex Reifen

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Die dann durch rote Conti GP 4000 ersetzt wurden

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Immer noch mit dem häßlichen Modolo Vorbau, jetzt aber mit Fyxo Kettenblatt.

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Mit neuem Lenker, neuem Vorbau und dicken Reifen

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Mit Honjo Schutzblechen und Carbon Kurbel

Aber nun muss der Rahmen weg, denn ich habe nun zwei gute Alternativen für den Alltag: Ein Umberto Dei für die nassen Tage und ein De Rosa für den Sommer in Bremen (17.7. bis 26.8. 2017).

Pedigree

Union, ein holländischer Hersteller von, äh, Hollandrad, war einmal der größte Hersteller in Holland zusammen mit Gazelle und Batavus. Ende der Siebziger unterhielten sie ein Rennteam, hatten aber keine eigenen Rahmen dafür und ließen diese daher in Italien bei Motta fertigen. In diesem Zuge kamen sie auch auf die Idee, Rennräder in ihr Angebot mit aufzunehmen, eines der Modelle war das Union Sapporo. Keine Ahnung, warum das nach einer japanischen Stadt benannt wurde, zu dem noch eine die bestenfalls durch olympische Winterspiele in Europa bekannt ist, aber vielleicht wollte man da eine Assoziation zu Koga-Miyata ziehen? Einige Kenner behaupten nun, dass die Rahmen weiterhin aus Italien kamen, da Union zu doof war eigene Rennräder zu bauen, andere sagen, dass die rahmen durchaus in Holland gefertigt wurden. Ich tendiere aus dem Bauch heraus zu letzterem. Nein, zu ersterem. Ach, keine Ahnung.

Den Union Sapporo Rahmen gab es in drei Ausführungen, bordeaux rot, Champagner und eben Pale Blue. Vom Werk her waren die Räder mit Shimano Komponenten, etwa 600er Gruppe aufgebaut.

Dieser Rahmen kommt von Jan Verdoes, einem holländischen Händler aus Den Helder, den es heute noch gibt.

Die Marke Union existiert heute noch als Teil der PON Gruppe. 2005 ging der Laden quasi insolvent, wurde verkauft und wechselte mehrmals den Besitzer. Eine eigene Produktion in Holland gibt es seitdem nicht mehr.

Spezifikation

  • Sitzrohr: 56 cm c-c
  • Oberrohr: 56,5 cm c-c
  • Steuerrohr: 16,3 cm
  • Gewicht: 2,970 kg
  • Geröhr: unbekannt
  • für 27,2 mm Sattelstütze
  • BSA Tretlagergewinde
  • Vier Bohrungen im Tretlagergehäuse
  • für 1 Zoll Gewindesteuersatz mit 26,4 mm Steuersatzkonus
  • Schöne flache, verchromte Gabelbrücke
  • Schaltsockel am Unterrohr
  • Schaltzugführung offen oberhalb des Tretlagers
  • Campagnolo Ausfallenden
  • Für Bremsen mit Mutterbefestigung, eher langes Schenkelmaß hinten, vorne kurz
  • eine Flaschenhalteraufnahme am Unterrohr
  • Keine Befestigung für den Bremszug am Oberrohr, habe ich mit Schellen gelöst.

Zustand

Technisch einwandfrei: Alle Gewinde sind OK: Innenlager, Schaltauge, Schaltsockel, Flaschenhalter. Sitzrohr ist rund und nimmt 27,2 mm Stütze problemlos auf. Kein Rost, keine Dellen, nichts verbogen oder verzogen. Sehr guter Chrom an der Gabelbrücke. Lack: na ja, fünf Jahre Bremen haben bei dem rahmen, wie auch bei mir Spuren hinterlassen.

Auf der Rückseite des Sattelrohrs ist ein Riss. Der war bereits da, als ich den Rahmen 2011 gekauft hatte und hat sich in der Zwischenzeit nicht weiter entwickelt. Würde ich daher als nicht kritisch ansehen.

Sollte es mit dem Rahmen trotzdem technische Probleme ergeben, würde ich ihn natürlich zurücknehmen.

Verkauf

Ich dachte nur für den Rahmen €90 plus Versand, Abholung in Bremen wäre mir lieber. Da ich das Ding auch ganz gerne noch fahren sehen würde. Zusätzlich könnte ich weitere Teile dazu anbieten wie Steuersatz, Innenlager, Sattelstütze, Laufräder etc. je nach Aufbauwunsch. Oder das Rad komplett nach Wunsch und Budget aufbauen. Dafür bitte Kontakt mit mir aufnehmen.

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Schwarz ausgemalte Muffen

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Steuerkopfschild, toller Chrom an der Gabelbrücke und Standard Schaltsockel für Shimano

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Tretlager Bohrungen

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Führung zum Umwerfer

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Führung zum Schaltwerk

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Campagnolo Ausfallenden und Schaltzugführung oberhalb der Kettenstrebe

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Hier der Riss oben am Sattelrohr. hat sich in 5 Jahren nicht erweitert.

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Cycling photos of the year 2016.

The Grubers’ Shortlist!

by Cycling Tips

The Pro Men are coming. 
Chico Stage Race, 201617-0-mark-gunter-sunriseTour de France 2016, Stage 12: Montpellier to Mont Ventoux98-0-jaygolian-0004103-2-lz7a4607_20161015_marshallkappel_www-kappel-cc129-1-386a0831_edit_2048-1140-1-fullsizerender3140-2-fullsizerender4-1165-2-img_1681Brazo de Hierro © 2016Processed with VSCO with f2 preset209-0-goteborgscross-swecup-2013-photo-by-valentin-baat-2013_10_12-8564DCIM100GOPROGOPR0644.JPG232-1-la36792-copy-1250-0-dsc09540251-2-brady_lawrence-3-1264-0-wintertraining_2016Tour of Qatar - Stage FourTeam Sky Training Camp283-2-1tou2016s7-hail-storm-d-parks-1300-0-monsterdavor-8-1309-0-wouter_roosenboom00003-2326-2-mgp_03Beauty & Danger of Racing382-0-20161120_191840-01407-0-sf141-12016 Tour de France Cycling Tour Stage 4 Saumur to Limoges Jul 5th422-2-dsc_0197455-0-image2DCIM106GOPROG3360050. Processed with VSCO with hb2 preset

 

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Gran Turismo. Campa Style.

Ein großartiger Artikel von Retrogrouch.

Many cyclists, when they think of Campagnolo, think of great racing bike componentry. Nuovo Record. Super Record. C-Record. Not always or necessarily the most technologically advanced parts, but light, beautiful, and reliable. Functional jewelry. The brand possesses mystique and inspires passion in its devotees like no other. People get Campagnolo tattoos, for cryin‘ out loud.

That passion for the brand’s high end components often turns to derision and scorn when the lower-end components are mentioned. Low-end Campy gets no respect, and as far as that goes, few components get more scorn heaped on them than Campagnolo’s first attempt at a real wide-range touring derailleur – the Gran Turismo – typically ridiculed as the Gran Trashmo.

Introduced in 1971, the Gran Turismo is all stamped steel construction and bears a certain familial similarity to the other low-end Campy derailleurs from the era, the Velox and the Valentino – but larger and sturdier-looking. That said, it does seem to have a slightly nicer finish than the other cheap units, and has the pretty jewel-like red „C“ bolts. (Some earlier versions of the Velox and Valentino also had those bolts).

What really set the GT apart from the others — and pretty much any other derailleur from any other maker — was its wicked-looking pulley cage. Some have described it as dangerous and weapon-like. I’ve heard people compare it to some kind of ancient sword or scimitar. One thing for sure, though, is that it couldn’t have helped the shifting any. Providing adequate clearance between that swoopy upper cage and the freewheel cogs means that there’s no way to get a decent chain gap between the jockey pulley and the freewheel. As I’ve heard from people who’ve used the Gran Turismo, the spring tension is also pretty high — not unlike the cable-breaking Huret Allvit.

All that steel (and it’s thick, too) means that weight is the punchline of many Gran Turismo jokes. Such jokes are totally unfair, though, because despite what many people say, the GT is not quite heavy enough to make a decent boat anchor. It would need at least a couple more grams to be effective for a small fishing boat.

One thing that is frequently overlooked about the Gran Turismo is that it had a feature that was pretty rare for Campagnolo: a sprung upper pivot – not unlike Simplex or Shimano. Even the Velox and Valentino, which have a similar body design, don’t have it. A sprung upper pivot should help make for snappier shifting, though I understand that the feature isn’t enough to overcome the overall other-worldliness of the GT design.

In the 1971 Campagnolo catalog, the Gran Turismo is shown with single rear-only shift levers, which would lead many to assume it was not meant for use with anything but a single-chainring crank. I don’t believe that is accurate, however. Stamped right into the body, just above the lower spring pivot, the acceptable ranges are listed as „13 – 36 36 – 54“ — i.e. freewheels from 13 to 36 teeth, and a chainring difference of 36 to 54 teeth. Not only that, but the instruction sheet that was packed in the box with each new Gran Turismo derailleur depicts a double chainring setup. Lastly, for certain Schwinn paired it up with double cranks on their high end touring models, and I assume other makers did likewise.

Campagnolo apparently made a huge T-handled stick shift called Comando Elefante for use with the Gran Tursimo – not unlike the stick shift used on some Schwinn Sting-Rays. I’ve never seen an Elefante shifter in the real world, apart from the catalog images. (scan from Velo-Pages)

 

This is the more common (though still hard to find) downtube shift lever for the Gran Turismo derailleur. Right side only. Because there only seems to be a right side shift lever, many people expect that the Gran Turismo was only intended for single-chainring cranks. Not true, however. (photo from VeloBase)

 

Schwinn used the Gran Turismo on their hand-built Sports Tourer and Paramount Touring models from 1971 – 1973 before switching to their own-branded version of the Shimano Crane GS. (Notice that it is paired with a double crank). From what I’ve often heard, the standard repair for a poor-shifting Gran Turismo was to take it off and replace it with either a long-cage Shimano, or a SunTour GT. (catalog scan from Waterford Bikes).

Ultimately, the Gran Turismo was a fairly short-lived derailleur. By 1974, it had been supplanted by the much better 1st generation Rally touring derailleur, which had a design that was not terribly different from the Shimano Crane GS, and also included the sprung upper pivot. The Gran Turismo still appeared in the catalog as late as 1975, but disappeared after that. Also, for reasons that have never been fully explained or verified, Campagnolo redesigned the Rally in the early ’80s, eliminating the drop parallelogram design and the sprung upper pivot — essentially making it into a long-cage version of the Nuovo Record. Did they get in trouble for infringing Shimano patents? Or get backlash from die-hard Italian fans who objected to the „Japanese“ style derailleur? Or maybe it was just a cost-cutting move.

Frank Berto, in his authoritative history The Dancing Chain, declared the Gran Turismo, „arguably the worst rear derailleur to carry Campagnolo’s name . . . If a writer praised it, it meant that he had never pedaled it or he was lying.“ I don’t have any experience trying to actually use one, but his assessment is echoed by pretty much anyone I’ve ever encountered who did try it. I’d like to imagine that it might be improved somewhat by retrofitting it with larger pulleys, which would help reduce some of the chain gap, but I’m not inclined to make the effort.

Unless somebody is trying to complete a proper restoration, it probably isn’t a good choice for a functioning derailleur. Otherwise, I think the Gran Turismo is an interesting curiosity — an effective paperweight (though not so effective an anchor), a clever conversation starter, or something to mount on the wall and admire for its quirky, otherworldly styling.

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Meanwhile in India.

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Daily Eddy. Monday.

via General Bike Store

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