Where do you live?

In the age of Google Maps, GPS enabled mobile phones and general netification the question “Where do you live?” is often answered by “I send you a link”. This used to be completely different, for example when I lived in Japan in the early Nineties. My image of Japan before I came there for the first time in 1985 was approximately this:

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I lived in Tokyo, about 217 streets behind the tower on the left.

In fact Japan wasn’t that simple to comprehend geographically. That’s why Japan, even though the country didn’t invented the fax machine, is one of its most ardent users to this very day. You wanted to tell a friend where you live in Tokyo? Well, basically you had two choices, either to describe the way to your home on the phone for 20 minutes wit the other side taking notes. Or you send a fax with a comprehensive sketch.

I tried in vain to find such a sketch on the web – all gone and replaced with Google maps.

So, it was very nostalgic, when Tom made a sketch to describe exactly where he is living in the US. I am pretty sure that I don’t  give away details of his exact address when I am posting his sketch here on the blog.

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The star indicate his home, which is roughly located between New York City, Washington DC and Philapelphia. Oh yeah, and he owns a condo at Bethany Beach (one king size bed, one four bunk bed in another room) which is somewhere … close by.

So you should have no problems to find his house in the US.

Of course he will also be very happy to draw you a plan.

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Ausverkauf.

Michael Embacher, ein Architekt aus Wien, ist den meisten weiniger wegen seiner aufregenden Bauten, exemplarisch hier unten folgenden die Doppelturnhalle in Brunn am Gebirge, sondern wegen seiner Radsammlung bekannt.

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Das Alex Singer unter den Turnhallen (in Brunn am Gebirge).

Wie so viele Radfanatiker, besitze auch ich ein Buch über seine Sammlung: “Cyclepedia, a tour of iconic bicycle designs” ; eines der meines Erachtens besseren Wohnzimmertischbücher über ein breites Spektrum von Rädern, sowohl was das alter, als auch was den Typ angeht.

Hier einmal ein Foto von Michael Embacher mit einem Teil seiner Sammlung.

Letztes und dieses Jahr ging die Sammlung auf Tour, unter anderem wurden Ausstellungen in Portland, Wien (wo die Sammlung beheimatet ist) und Israel durchgeführt. Ein taktischer Schachzug, denn wenig später wurde bekanntgegeben, dass die komplette Sammlung im Mai in Österreich versteigert wird. Eine gute Gelegenheit also, Räder wie dieses Berma zu ersteigern:

Die Versteigerung wurde vom Dorotheum übernommen, eine Liste mit allen 203 Rädern die verkauft werden sollen findet sich hier und ich mindestens genauso beeindruckend wie lang. Jedes Rad hat einen Rufpreis, mit dem die Versteigerung gestartet wird. Für das obige Berma zum Beispiel werden €900 aufgerufen. Das scheint nicht zu teuer, und sollte vielen die Möglichkeit geben mitzubieten, was übrigens gar nicht so aufwändig ist. Ich könnte mir schon vorstellen, für ein paar Räder ein Gebot abzugeben, in der Hoffnung, dass ich es dann nicht ersteigere und bezahlen muss.

Übrigens, auch billig kann teuer werden, denn auf den Betrag auf dem man ein Rad ersteigert, müssen noch die Käufergebühren von 25% oder mehr bezahlt werden, die 20% Mehrwertsteuer in Österreich, plus evtl. Versand- und Bearbeitungskosten.

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Durch die ganze Publicity und die zusätzlich anfallenen Kosten wird es also unmöglich werden, ein Schnäppcen zu schiessen, es sei denn man begnügt sich mit den ganz miesen Möhren aus dieser Sammlung. Irgendwie habe ich auch ein wenig ein schlechtes Gewissen, dass ich mit diesem Post auch zur Werbung für diese Auktion beitrage.

Aber wer weiß, vielleicht findet man das eine oder andere Rad aus dieser Sammlung dann wieder auf Ebay oder sonstwo, wenn es nicht in den Lagrräumen japanischer, taiwanesischer oder thailändischer Käufer mit dem nötigen Kapital verschwindet. Was das für Menschen sind, kann man in diesem Film hier gut nachvollziehen.

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Die Auktion ist am 19. Mai, dann werden die Ergebnislisten öffentlich gemacht.

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Mallorca. The last supper.

Das ist ein Post speziell für Japaner, denn er beinhaltet Bilder von a) Restaurants und b) Essen. Ich würde einmal schätzen, dass ca. 77% aller japanischen facebook Photos sich mit diesen beiden Themen beschäftigen. Der letzte Tag auf Mallorca. Koffer gepackt, ausgecheckt, rüber zum Resort gefahren und mal wieder auf David und Juliane gewartet; da langweilig erst einmal ihren Leihwagen verschönert.

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Top Styling – Top Gear.

Zum Radfahren fehlte den Beiden die Lust und ich hatte mich verletzt, Sehne entzündet oder Muskelfaserriss, jedenfalls tat der linke Oberschenkel beim pedalieren weh und der Schmerz konnte  nicht ignoriert werden. Also, ab nach Valdemosssa mit den Autos und Mittagessen in einem kleinem Restaurant auf einem etwas größeren Platz. Das Restaurant hatte einen Chef, der aussah wie der japanische Koch in einem Ramen (Nuddelsuppen) Laden; also etwas dicklich und mit einem fetten, schwarzen Vollbart. Aus welchen Gründen auch immer sehen Köche in Nudelsuppenläden immer so aus – siehe Tampopo. Clipboard01 Und aus welchen Gründen auch immer waren sie dort Tim&Struppi Fans. IMGP1039 Jazz plätscherte vor sich hin bis wie schließlich Dinge bekamen, die wir zumindest als Kinder udn Jugendliche  nicht so gerne gegessen haben.

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Rote Beete – Kinderalptraum

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Raviolo – Camping Alptraum. Gefüllt mit Kürbis, Sosse mit Miso und schmckten trotzdem immer noch wie … Ravioli

Die Zeit verging wie im Fluge und irgendwann machten wir uns auf zu unseren Fliegern. Unser Trainingscamp war nun endgültig vorbei. Es ist genial, dass wir es schaffen uns nach all den Jahren immer noch regelmäßig zu treffen und gemeinsam zu fahren, obwohl es uns in alle Welt verstreut hat (Tokyo, Mexico-City, London, Bremen). Mehr davon. 2016 Kalifornien.

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Mallorca. Die letzten Tage.

Alle wollten ausruhen. Ich nicht. Und so machte ich mich mit viel Zeit und wenig Eile auf den Weg nach Kap Formentor.  Ich war dort bereits ein paar Mal gewesen, aber dieses Jahr eben noch nicht. Die Strasse dorthin ist seit letzten Jahr neu asphaltiert und in einem ganz hervorragendem Zustand, Dank der Förderung durch die EU. Überall an der Strasse waren im Dezember Schilder aufgestellt, die auf diesen Umstand hinwiesen und so wurde vermutlich eine Vorbedingung der EU Bürokraten für den Verbleib Spaniens in der EU erfüllt. Ich vermute einmal, dass dies so ist, denn die Bürokraten selber haben sich dem Radfahren zugewendet. Das sieht jedenfalls so aus, wenn man das Radvolk im April 2015 auf Malle mit dem von 2014 vergleicht: Wesentlich zahlreicher, viele graue Haare, auch auf den Waden, viele Frauen die ihren Männern hinterherhecheln und eine sich deutlich öffnende Diskrepanz zwischen Leistungspotential und Material: Unten Zipp Räder, darüber Zapp Bauch. Nein, ich will das nicht kritisieren, ich bin nicht der Ansicht, dass man Ahnung vom Radfahren haben muss oder einen bestimmten Leistungsstandard (nämlich knapp unter dem eigenen)  haben sollte bevor man nach Malle darf, oder Radfahren irgendwie elitär sein sollte. Nein, ist mir alles völlig egal. Es sind lediglich mehr ältere Radfahrer auf Malle. Punkt. Ach so ja: und Frauen. Punkt. Und die sehen nicht unbedingt alle so aus, als hätten sie viel Spaß. Kein Punkt. Da ich es gar nicht eilig hatte und gemütlich den ersten Hügel hinauffuhr und auf der anderen Seite wieder runter, nahm ich mir vor einmal weiter geradeaus zum Strand Formentor zu fahren, denn dort war ich, weil immer auf der Suche nach neuen KOMs, bisher noch nicht gewesen. Es gibt dort einen Strand, ein Hotel, ein gutes Restaurant und ein paar exklusive Wohnhäuser, zum radeln ist das alles aber eher uninteressant. Und so machte ich mich weiter auf den Weg zum Leuchtturm. Etwa drei Kilometer vor dem Ziel fing der Nebel an vom Wasser her auf die Insel zu treiben und der Leuchtturm selber war gerade noch so in der Ferne zu erkennen.

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Nebel vor Kap Formentor

Es wurde auch recht kühl, wenn auch nicht direkt kalt. Auch ein erstes Mal, denn bisher war das Wetter dort immer sehr gut. Vielleicht ist das die Rache Spaniens an der Europäischen Union.

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Blick von Kap Formentor

Am Leuchtturm angekommen holte ich mir erst einmal einen heißen Kaffee und ein Stück Apfelkuchen und wärmte mich auf. Es waren nicht allzu viele Radler da, ein paar Leihwagen und ein sehr schickes Porsche Cabrio mit einem Typen und drei Mädels. All dies war deutlich durch den Nebel zu erkennen, ebenso wie der Blick nach Süden. Auf dem Rückweg kam ich hoch auf den Pass, der einen Ausblick von der einen Seite der Bucht auf die andere gibt.

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Blick über die Bucht auf die Berge der gegenüberliegenden Landzunge

Über den Wolken waren die Bergspitzen der anderen Seite sichtbar und trieben scheinbar wie Eisberge im Wasser ihrer titanischen Bestimmung entgegen. Normalerweise sieht man hier ja Fotos von Rädern und Menschen vor Landschaften, aber hier waren die Landschaften einmal deutlich wichtiger. Zurück vom Kap fuhr ich Richtung Pollenca und dann eine Stichstrasse rein zur Küste nach Cala Sant Vincenc; ebenfalls ein Ort wo ich noch niemals gewesen bin. Hier setzte sich Don Pedro zwei Denkmäler, zunächst in Form eines Denkmals, später in Form einer riesigen Hotelanlage.

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Don Pedro in persona links, Don Pedro in betonica rechts

Schönes Dorf, da könnte ich mir auch vorstellen einen Sommer am Strand zu verbringen ohne zu radeln. Ich nahme den Weg zurück auf die Hauptstrasse, cruiste ein wenig durch Pollenca und wollte mich dann durch die Felder wieder nach Hause machen, verlor aber den Weg komplett. Stattdessen fand ich eine neue, schöne kleine Strasse direkt nach Alcudia. Insgeamt wenihe Kilometer, aber eben auch sehr unstressig und viele neue Entdeckungen. Am Abend vorher feierten wir Julianes Geburststag, den sie ja fast jedes Jahr in Mallorca hat. Mittlerweile ist sie halb so alt wie David. Wir sassen mit den US Boys, die ihren letzten Tag auf Mallorca hatten, bevor sie wieder nach Kalifornien, Chicago und Pittsburgh flogen, bei gutem Wein, sehr gutem Essen und vielen Reden in einem alten Gemäuer und unterhielten und prächtig. Ich mag ja dieses Redenschwingen bei Abendessen, diese Beschwörungen der ewigen deutsch-amerikanischen Freundschaft, die Aussicht sich nächstes Jahr in Süd-Kalifornien statt in Spanien zu treffen,  oder die fundamental unterschiedliche Bewertung der britischen Monarchie. Dummerweise macht jede Menge Spaß am Abend, wenig Spaß am nächsten Morgen .. woran liegt das? Strava Tag Sechs Am Abend spät war Stevie gekommen. Ihn kenne ich auch schon seit Urzeiten, genauer gesagt habe ich ihn, den Iren, auf einer RTF in Japan kennengelernt, der Tour den Noto 400.  400 Kilometer in drei Tagen, recht hügelig, irgendwo auf der falschen Küstenseite in der japanischen Provinz. Stevie lebt jetzt wieder in London und er ist bei den meisten Positivo Espresso Trainingcamps dabei.  Juliane und David hatten wenig Luist zu fahren und so machte ich mich spät mit Stevie und dem Auto auf den Weg nach Petra. Von dort aus fuhren wir hoch zu einer Kirche, die, wie Kirchen und Tempel es so häufig an sich oben, ganz oben auf einem Hügel stehen, der Ermita de Bonany (“Einsiedlerei zum guten Jahr” auf Deutsch). Ich war noch nie dort gewesen und Stevie hatte ich verschwiegen, dass wir da hochfahren würden, da er gerade nicht so dolle in Form ist und sich auf einen ruhigen Tag freute. Er hatte trotzdem seinen Spaß, denn wir überholten einen Haufen tschechischer Mädel in sehr schicken Radklamotten auf dem Weg nach oben und genossen dort die Aussicht über das weite Land.

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Noch mehr Landschaft. So langsam sollte es aber reichen.

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Der Eingang zur Erimitrage

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Tschechen links, unsere Räder rechts

Unser eigentliches Ziel war Cura die Randa, eine Kirche auf einem Hügel (kommt bekannt vor), aber der Hügel ist höher, ragt wie ein Block aus dem flachen Land hervor und die Kirche ist bekannter und m,ehr Radler sind oben. Bis dahin war es ein recht weiter Weg, immer einen Anstieg hoch und auch immer gegen den Wind. Wir waren endlos langsam. Und als wir dann unten im Dorf Randa ankamen verließ ich Stevie und eilte den Hügel hoch auf der Suche nach meiner Form. Und er auf der Suche nach seiner. Und als wir uns oben wieder trafen bestellte ich im Cafe einen Hamburger und er zwei Bier und wir hatten ein paar ernsthafte Männergespräche die nichts im Radfahren zu tun hatten. Und dann fuhren wir wieder runter.

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Unten in Randa

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und wenn man genau hinschaut…

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sieht man Stevie und mich

Dann mit dem Wind und die Anstiege runter … wir warfen einfach so viel schneller und besser und ruckzuck zurück. Strava

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Ikonisch. Mallorca. Mist. Teil II.

Also, wir waren in Sa Calobra, tranken Kaffee, aßen Kuchen und vertrödelten die Zeit, immer im Hinterkopf den Gedanken habend, dass wir entweder da wieder hochfahren müssen, oder aber ganz peinlich die Fähre nach Soller nehmen, um diesem Ort zu entkommen.

 

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Kuchen zum vergessen

 

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Bloß nicht auffallen.

Interessanterweise kam just in diesem Moment eine Fähre an, die voll mit Radfahrern beladen war und die alle noch die ca 680 Meter Höhendifferenz und 10 km lange Steigung zum  Col de Reis hochfahren wollten. Völlig unverständlich.  Nach und nach machten wir uns auf den Weg, zunächst David und Mike, dann ich alleine, denn ich wollte mein eigenes Tempo fahren und dann Juliane und Byron gefolgt von Tom und Rob. OK, ich will nicht lügen, ich wollte möglichst schnell hoch und ich hatte mich bei Strava umgeschaut, ein 12 km/hr Schnitt und eine Zeit unter 49 Minuten würde mich in die vordere Hälfte der Ergebnisse katapultieren. Und so machte ich mich auf den Weg. Es war auch wesentlich einfacher als das letzte Mal, 2013, als ich hier hochgefahren war. Ich überholte den einen oder anderen Fahrer und wurde selber nur selten überholt. Ca. 200 Meter unterhalb des Gipfels traf ich auf Mike, vor dem ich wirklich Respekt hatte, dass er diesen Anstieg auf sich nahm. Kurz vor dem Gipfel ging mir fast die Luft aus und ich wurde langsamer, aber wenn das Ziel so nah ist und David so ca. 50 Meter vor mir, dann ist das noch einmal ein Grund alles zu geben. Und ich war oben.

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Mike und Rob zum zweiten Mal auf dem Col de Reis

 

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Himmel genau über dem Col de Reis

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John O

Nachher auf Strava zeigte sich dann zuhause, dass ich 48:51 Minuten gebraucht hatte, zum Vergleich, die besten brauchen 20 Minuten weniger. Ich war irgendwie zufrieden, und wenn ich zufrieden bin, dann mache ich aus Dankbarkeit ein Photo meiner Beine:

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Zwei unrasierte Rettiche plus aerodynamische SIDI Schnallenführung

Meine Beine sehen nicht gut aus, also nicht so Radfahrermässig. Lange Zeit glaubte ich, dass würde daran liegen, dass meine Beine nicht rasiert sind. Juliane im Vergleich uns sehr schöne, lange, braune und vor allem haarfreie Beine die mein Vorbild sind, und ich dachte, wenn ich nur meine Beine rasieren würde, dann würde ich so aussehen wie Juliane, also beinmässig, mit dem Rest bin ich an sich ganz zufrieden.

beine von juliane

Juliane mit Beinen

Irgendwann einmal, als ich nichts zu tun hatte, schnappte ich mir einen Rasierer und fing an mir die Beine zu rasieren. Als ich fertig war, schaute ich mir das Ergebnis im Spiegel an. Ging gar nicht. Ich sah überhaupt nicht aus wie Juliane, sondern wie ein dickes, japanisches Schulmädchen. Die haben schon mal Beine wie ein “Daikon”, das ist eine japanische Art des Rettichs:

Meine Beine, rasiert (in etwa).

 

Danach habe ich dann aufgehört mir die Beine zu rasieren.

Wie man sich denken kann, war die Pause oben am Pass relativ lang, da ich mir sehr lange Gedanken über Rettiche machen konnte. Das runterfahren war dann sehr schnell und prickelnd; und wir machten uns auf den Weg heim über Lluc, Selvia und campanet, also genauso wie wir gekommen waren. War ziemlich schnell.

Juliane hatte an dem Abend Geburtstag, also genauer gesagt schon den ganzen Tag und so gab es ein prima Essen in Alcudia mit dem der Tag zuende ging.

Gefühlt war das auch das Ende des Mallorca Trips, denn da war schon klar, dass alle anderen Touren nur noch halb so lang, so hoch und so schnell würden.

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Ikonisch. Mallorca. Mist.

Malle Tag 4.

Der letzte Tag mit der US Truppe, also muss etwas ikonisches her, im Sinne von “unvergeßlich”. Schmerzen eignen sich dazu ganz hervorragend, besonders dann wenn sie noch am nächsten Tag anhalten, elf Stunden lang in der Economy Class im Flieger nach San Fransisco. Erst dann ist ein Radabenteuer “ikonisch”.

Als typischer Deutscher war ein typisch pünktlich um 10 Uhr zum vereinbarten Zeitpunkt am Resort, um eine der beiden Varianten zu erleben, die bisher jeden Morgen passierten: Variante Eins: Ich bin zum verabredeten Zeitpunkt am Treffpunkt und niemand ist da. Variante zwei: Ich schummele mich in den Frühstücksraum und alle sind noch beim essen. Auf diesem Mallorca Trip habe ich gefühlt mehr Zeit gewartet, als ich Rad gefahren bin und das nur, weil ich in einem anderen Hotel als alle anderen übernachte. Denn sonst könnte ich auch beim Frühstück abhängen.

Egal, wir machen und auf den Weg von Pollentia nach Campanet, Selva und Camari, wo der Anstieg in die Transmontana beginnt. Die Sonne scheint, wir sind schnell unterwegs aber ich halte mich zurück, denn das wird ein langer Tag.  In Selva lotse ich erst einmal David um den “Kanaldeckel des Todes”; dort fuhr er vor drei Jahren mit seinem Vorderrad rein und das löste eine unschöne häusliche Debatte über seine Dämlichkeit aus.

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Von rechts nach links: Julianes Hand, Rob, David und der Kanaldeckel des Todes

Es beginnt der Anstieg nach Lluc, oder genauer gesagt zu der Repsol Tankstelle dort in der Nähe. Warum ist das eigentlich ‘ne Tanke? Ich habe da noch nie jemanden tanken sehen, ist auch ganz unmöglich da mit dem Auto reinzufahren, da kontiniuerlich von Radfahrern blockiert.  Man könnte da Millionen mit Energieriegeln, Fahrradschläuchen und leichteren Carbonrahmen verdienen, stattdessen wird dort kein Sprit verkauft.

Ich nehme den Anstieg leicht und fahre ihn im wesentlichen mit 130er Puls hoch. Wie das so ist, ein paar Radler überhole ich, werde aber auch selber ein paar Mal überholt. Am Ende kommt eine Triathlet mit seinem Ceepo Rad und ich klemme mich an sein Hinterrad. das bringt die letzten Meter bis zur Tankstelle.

Nach einer kurzen Rast, bei der Mike zu uns stösst, geht es weiter in Richtung Puig Major und dann rechts hoch die Strasse zum Col de Reis, mit 680 Meter dem höchsten Punkt heute. Wieder eine kurze Rast.

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Und dann geht es schon rasend schnell runter nach Sa Calobra.

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IMGP1016wird fortgesetzt.

 

 

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Blockpost.

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Gestern eine Tour mit Verzögerung. Wir wollten um 10 Uhr los, aber bis wir dann endlich alle auf dem Rad sassen und fuhren war es 12:30 Uhr. Und dann wollten wir eigentlich im Uhrzeigersinn die Corniche fahren, aber gleich die erste Abzweigung die wir nahmen war falsch und wir mussten einen bisher nicht gekannten höllischen Anstieg hoch. Das war schon die Wada/Kazahari Rindo Klasse, die wir aus Japan kennen, und daher gab es dann oben auch das typische Positivo Photo.

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Und das war übrigens noch nicht mal der Pass, das glaubten wir nur irrtümlich. Es war vielleicht keine so gute Idee, diesen Pass zuerst zu fahren, denn danach war erst einmal die Luft raus. Auch aus meinem Hinterrad und so brauchten wir die ganze Corniche zwischen Banyalbufar und Andratx plus zwei Kaffee und ein Omelette auf dem Marktplatz dort um uns wieder zu erholen. Das heisst die, die noch übrig waren.

Anschliessend dann zwei bekannte und bekannt schöne Anstiege von Andratx nach Es Capdella und von dort hoch nach Gallilea. danach waren wir dann wieder so fit, dass es noch eine irre Abfahrt bis nach Establishmentes gab.

Insgesamt 8:30 Uhr unterwegs mit Treffen und Anfahrt und gerade mal 80 km Rad gefahren. Das ganze ist Teil eines perfiden Plans, das Image gründlicher deutscher Planung, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit in den Augen der Amis zu zerstören.

Ein Tag später

Es tröpfelt schon als ich mich auf den Weg zum Resort mache um die Truppe zu treffen und dann dauert es wieder ein einhalb Stunden bis wir zu dritt (Juliane, david und ich) auf dem Rad sitzen und richtig Alcudia fahren. Wir wollen raus zu dem Militärstützpunkt auf der nicht-Formentor Seite der Bucht von Alcudia. Dort ist gerade die halbe spanische Armee mit Luftunterstützung aufgefahren und probt die Invasion Mallorcas. Das ist das Druckmittel, dass die spanische Regierung in den Händen hält, um die Rückzahlung deutscher Euro Schulden zu verhindern. Tja, mit Reparationszahlungen ist hier ja wohl nichts, aber Deutschland ohne Mallorca – das wird hart für viele Menschen.

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Oder vielleicht müssen die Spaner auch gar nichts zahlen, wenn sie sich verpflichten die Strasse nach Kap Formentor immer in einem guten Zustand zu erhalten.

Wir sitzen im Cafe und schauen, was die Gegend fern und nah so bietet.

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Aber irgendwie ist heute die Luft raus. Das Wetter ist schwül, Lust zu fahren ist wenig da nach dem Tag gestern.

Dann machen wir eine schreckliche Entdeckung an der Küste:

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Riesige Tofubrocken sollen die Küstenlinie gegen Errosion sichern.

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Auf diese Art und Weise wird natürlich niemals die natürliche Schönheit japanischer Küstenlinien erreicht werden.

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… wie sie hier exemplarisch zu erkennen ist.

Ich hätte niemals gedacht, dass sich Spanien technisch auf so einem niedrigen Niveau bewegt. Den Rest des Tages ärgere ich mich mit meinem Rad rum und bin auf der Suche nach einem Laden der es repariert. Endlich, um 17:00 Uhr ist es geschafft und vor lauter Frust und Dankbarkeit fahre ich noch den ersten Hügel nach Formentor hoch – und dann reicht es auch für heute schon.

Komischer Tag.

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A Tuesday on Mallorca.

IMGP0993Ruhetag angeblich. Mit den US Boys.

https://www.strava.com/activities/285241242

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A Sunday in Hell. A Sunday in Heaven.

Heute war das Paris – Roubaix Rennen angesagt; ein Rennen, dass seit 1896 auf den gleichen Strassen ausgerichtet wird. Damals waren das normale Strassen, heute sind das einfach nur noch gruselige Relikte aus der Vor-Internet Zeit. Das Rennen beginnt nicht, wie der Name sagt in Paris, sondern in Compiegne, etwa 80 km östlich von Paris. In Compiegne wurde der Waffenstillstand des 1. Weltkriegs geschlossen und später auch die (vorläufige) Niederlage Frankreichs im 2.Weltkrieg 1940 vom Führer höchstpersönlich besiegelt. Von dort aus führt das Rennen durch die in dem Film “Willkommen bei den Sch’tis” bestens beschriebene Landschaft nach Roubaix, der Partnerstadt meiner Heimatstadt Mönchengladbach.

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Roubaix. Sahneseite.

Bei aller Romantik und prinzipiell netten Menschen sollte man sich da nichts vormachen; beides sind trostlose Löcher, das eine hat ein Rennen, das andere einen Fußballverein.

Das Rennen endet in einem Velodrome, dann bekommt der Sieger einen Pflasterstein und darf duschen gehen. Das passierte heute John Degenkolb.

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“Cool, ein… Stein. Äh, Danke auch.” Wenn ich noch ein paar mal hier gewinne baue ich eine Strasse oder ein Haus damit.

 

Insgesamt ist das ganze eine für alle Beteiligten sehr anstrengende und unerfreuliche Angelegenheit, bei der man hinfallen, verlieren und unter Umständen auch von einem Zug überfahren werden kann. Von der Teilnahme wird daher dringend abgeraten. Wer immer noch nicht überzeugt ist, möge sich “A Sunday in Hell“, den Film über das Rennen von 1977 ansehen.

Bremen im April 2015 – der Himmel lacht die Sonne an und beide auf die Menschen runter, die nun aus der Stadt in Parke und auf Deiche drängen. Es könnte nicht schöner sein, na gut, der Westwind draußen und Holger drinnen nerven doch ganz gewaltig als ich alleine Richtung Erdbeerbrücke fahre. Warum heisst die Erdbeerbrücke, eigentlich Erdbeerbrücke? Ist es nur, weil niemand sich gerne an Karl Carstens erinnert, oder gibt es eine geheime Reminizenz zu Klaus Kinski? Vor mir fährt ein Mädel, das die besseren Entscheidungen bei der Wahl der Strassenseiten trifft und daher 200 Meter schneller auf dem Deich ist als ich. Auf dem Deich hole ich sie endlich ein und will sie gerade überholen, als ich feststelle, dass sie eine Transalp Trinkflasche stecken hat. Ich verstehe das als dezenten Hinweis auf Leistungsstärke und lutsche erst einmal; aber dann überhole ich sie dort. Ich glaube ich kenne sie aus der Zeit,als ich noch mit dem swb Team vom Universum Gym aus gefahren bin.

Es ist ein wenig mühsam gegen den Wind Richtung Riede, aber dann kommt das schönste Stück überhaupt, nach Dibbersen raus. Ich weiß jetzt bereits, wenn ich einmal von Bremen fortgehe, dann wird mich die Erinnerung an dieses Stück Landschaft begleiten.

Von Thedinghausen aus geht es mit Rückenwind weiter nach Werder und über die Weser den Uesener Berg hoch. Ich fahre auf halbe Strecke hoch  links rein, ich Stück an der Weser aufwärts entlang und die Rampe am Hünenberg hoch. Oben angekommen bin ich fertig und denke: “Wenn ich 15 kg weniger wiegen würde, und ich für jedes Jahraltersunterschied 5 Sekunden früher starten dürfte, würde ich Philipp Lühmann hier locker schlagen.” Aber jetzt habe ich erst einmal Hunger, denn, wie heisst es so schön “Pain is food, leaving the body” wenn es um Radfahren geht. Zum Glück gibt es direkt auf dem Gipfel links vom Uesner Berg eines meiner Lieblingslokale, das “Berlin Döner“! Das Berlin Döner kennt an, dass Döner nicht aus der Türkei, sondern aus Berlin kommt, also eigentlich sehr ähnlich zu “Bremen Rollo”. Alleine die facebook Seite von Berlin Döner (Werbespruch: “das beste”) ist schon großartig.

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Neue Kurbel nun gepaart mit neuer Goldkette.

 

Man kann diese facebook Seite aber nur mögen, wenn man, wie zum Beispiel mein Vater, verliebt in Sossen ist. Die facebook Seite ist voll mit tollen Sossenphotos, die man einfach gesehen haben muss. Ich habe mal wahllos eins rausgegriffen:

Sieht man ja nicht so oft in Radblogs – warum eigentlich nicht?

 

 

Und was gibt es von Dienstag bis Sonntag beim Berlin Döner, hä?

 

Ich würde diesen Laden gerne unterstützen. Vielleicht könnte man ja Trikots machen, die wie diese Dönerspießplakate neben meinem Rad designt sind. Gut, fände ich so riesige, aufblasbare Trikots. Die Tomate ganz oben ist dann eigentlich ein Helm und aus dem Helm guckt eine Spießantenne raus an der ein Wimpel flattert: “Berlin Döner – das beste!”.

Es erschließt sich von selbst, dass nach diesem Highlight der Rest der Strecke über Achim, Oyten, Sagehorn nach Fischerhude eher langweilig war. Und dann gegen den Wind von Fischerhude zurück nach Bremen war auch nicht so toll, wenn ich nicht zwei tolle Milchbrötchen in der Bäckerei in Fischerhude gekauft hätte.

Das tolle aber war, dass ich nach ca. 2 1/2 Stunden Fahrt und 70 km genau pünktlich um 15:30hr am HaW ankam, wo die “Björn Riedel Gedächtnis Runde” darauf wartete gestartet zu werden. Super, dann konnte ich mit der gleich weiterfahren (d.h. einen Moment dachte ich daran nur Hallo zu sagen und mir ein Stück Käsetorte mi Kaffee zur Brust zu nehmen. Aber dann sah ich all die netten Menschen und dachte an Philipp und den Hünenberg und setze leicht widerwillig den Helm auf.

Das war eine sehr entspannte Truppe; Tobi hatte die Strecke auf seinem Garmin und ich fragte ihn wo es hingehen würde: “Richtung Fischerhude, dann nach Oyten und Achim, Uesener Berg und rüber nach Thedinghausen….” Ich hörte schon nicht mehr zu, denn das war genau die Strecke umgekehrt, die ich gerade gekommen war. Na egal, Tobi führte uns, nicht zu schnell durch die kleinen Wege nach Embs und es war wie ein Musikstück, dass nun auf andere Art und Weise interpretiert wurde. Also, sagen wir mal, das ist meine Interpretation der Strecke, und die hier von Tobi. Na gut, ich wollte einfach nur etwas über t.a.t.u.hier reinbringen, ich gebe es zu.

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Und schwubs, kamen wir schon wieder am Berlin Döner vorbei. Und auf meinen Vorschlag hin, fuhren wir dann auch gleich nach mal den Hünenberg hoch, und zwar ohne Vorwarnung (also Benjamin und ich wussten eh Bescheid, der Rest hatte keine Ahnung was Ihnen blühte). Das hatte Konsequenzen:

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Ich glaube das nennt man wohl eine Radwanderung.

Machte aber auch Spaß und wir erst einmal Pause. Denn nun ging es gegen den Wind wieder Richtung Bremen auf der anderen Weserseite. Das waren auch wieder verschiedene Interpretationen im Prinzip der gleichen Strecke die ich gefahren war, und schöne nette Wege (auch wenn nicht ganz so schön wie nach Dibersen, aber bitte).

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Zeit für die nächste Pause an der “Berlin Riviera”, einem Berliner Eiskaffee in Weyhe.

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Und dann noch die letzten Kilometer zurück nach Bremen, passte jetzt alles.

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Alleen Richtung Osten, im Prinzip bis nach Ostpreußen.

 

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Tanja und Tobi splitteten sich in Leeste ab, Benjamin und Johanna an der Wehrstrasse und die Viertelschwalben am Paulaner. Mit 140 km war das auch est einmal die bislang längste Strecke für 1015, die Hälfte solo, die andere Hälfte in der Gruppe war auch genau die richtige Mischung. Danke an alle die dabei waren: A Sunday in Heaven.

 

Ein Kommentar

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Das luschtigste vom April

Silca-Book

via Bike Rumor

Following the launch of several successful coffee table books like The Great Road Climbs of the Southern Alps, The Great Road Climbs of the Pyrenees, and The Great Road Climbs of the Northern Alps, Rapha is introducing their latest publication – The Great Road Climbs of the Netherlands. Continuing to highlight the best cycling writing and photography available, the newest addition dives into the intimidating road climbs found throughout this great country…

With the grand opening of Cycle Club Amsterdam this month and the Tour de France setting off from Utrecht in July, Rapha are proud to introduce a new publication.

The Rapha Guide to the Great Road Climbs of the Netherlands is a uniquely unique niche cycling guide to the great cols of the Netherlands. Inspired by Admiral Francis Beaufort, the author – Edwin de Groot – combines careful meteorological research with a blustery narrative style, supported by beautiful photographic portrayals of the imposing landscapes taken by Peter Von Drinkel. It gives persuasive encouragement – if you needed any – to visit.

The Great Road Climbs of the Netherlands is not a conventional guide to the roads of Holland. Facts and guidance is offered on obscure and well-known Dutch mountains, but the gripping element is rather a highly variable scale of Beaufort. The variety and peculiarity of the wind and its direction leaves the reader with a colourful and memorable picture. As Joop Zoetemelk once said: “Headwinds are far more menacing and unpredictable then any Alpine pass.”

Climbs featured include:

  • De Afsluitdijk
  • Oosterscheldekering
  • Kanaaldijk Oost and West
  • De Vogelweg
  • Noordzeeroute
  • Oostvaardersdijk
  • Zuiderdijkweg
  • Haardijk-Banweg
  • Middenweg

Ja, dit is gewoon wat luchtig vermaak, dus wees niet beledigd. En natuurlijk, je kunt dit lezen, dus je weet wat er aan de hand is.

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