For Sales: Regen Sales

Rotor Agilis Kurbel Baujahr 2012

für 110 mm Lochkreis (Kompaktkurbel), 175 mm Kurbelarmlänge
Wiegt 515 Gramm ohne Lagerschalen, Kettenblätter und Kettenblattschrauben

Ca. 20.000 km gefahren, war immer zufrieden, bis mein Rad anfing Knarzgeräusche im Lagerbereich zu machen. Lager gefettet. Kamen wieder. Lager ausgetauscht. Kamen wieder. Durch Zufall entdeckt, dass sich der Spider der Kurbel leicht gegen den Kurbelarm verdrehen läßt. Sieht so aus, als wenn sich das mit Spezialwerkzeug wieder feststellen läßt – habe ich aber nicht. Gewinde etc. sind alle OK.

Mit Originalverpackung. Ohne Lager und Kettenblattschrauben.

Dazu zwei Kettenblätter umsonst, ebenfalls 20.000 km gelaufen. Stronglight CT2 50 und 34 Zähne 11/10 speed, das größere hat Haifischzähne und ist Schott, das kleinere ist noch brauchbar, weil ich erstens ungern vorne schalte und zweitens in Bremen nichts ist, was den Einsatz eines zweiten Kettenblatts rechtfertigen würde.

Dachte an €25 inklusive Versand.

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Campagnolo Veloce Umwerfer 10 Speed schwarz

Neu in Originalverpackung, nie montiert, nie gefahren. Nur für das Foto die Verpackung geöffnet.
Für 2 x 10-fach Schaltung.

Neu etwa €25, dachte an €15 inklusive Versand

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Bei Interesse: Moulton Kram:

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Your bike hates you.

Auswahl von Beiträgen dieser phantastischen Facebookseite, eine Quelle unerschöpflicher Ideen für den Aufbau eigener Räder.

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Elchsichtung auf der Höhe von Vorwerk.

 

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Carbon Origami.

Ein sehr interessantes Video, dass Details der Carbonrahmenfertigung bei Giant in Taichung/Taiwan zeigt. Irgendwo anders auf der Welt, insbesondere in China, wird es wohl nicht so anders sein, vielleicht etwas weniger automatisiert, organisiert und aufgeräumt.

Es ist erstaunlich wie viel Handarbeit in so einen Rahmen geht und wie wenig industriell und sehr handwerklich die ganze Produktion ist. Sind am Ende zwei Rahmen gleich, oder wie viel Unterschied gibt es, wenn Fizzelschen und Fitzelschen Carbonmatten wie Papierstückchen zu einem Rahmen zusammengesetzt werden?

Und es ist leicht vorstellbar, dass eine Produktion in Deutschland nicht mehr möglich ist.

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Daily John.

Ich denke hart darüber nach, ob es sinnvoll ist nicht nur für Eddy Merckx, sondern auch für John Degenkolb eine “Daily Eddy/John” Serie zu starten. Auf dem Web gibt es einige großartige Bilder.

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Daily Delta

 

3. Generation. Siehe hier.delta3

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Daily Friday Eddy

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von | 27. März 2015 · 19:03

Moulton TSR9 T61 Teil II

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OK, ich hatte jetzt endlich einen Moulton TSR9 Rahmen und der war mir teuer zu stehen gekommen. Wie sollte es jetzt weiter gehen?

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Noch mehr Geld in das Projekt schießen? Das Irgendwie mit dem vorhandenen Material erst einmal aufbauen und schauen wie es fährt, um dann zu entscheiden, ob es sich lohnt weiter zu investieren? “Wenn man keine Sanierungschance sieht, darf man nicht gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen.” heisst es in Managementkreisen. Radaufbau funktioniert aber anders, eben nach dem Prinzip “Es wird schon irgendwie gut gehen; es ist noch immer gut gegangen.” Was auch meistens stimmt, aber manchmal eben nicht.

Ich denke, wenn man richtig viel Geld in ein Rad investiert, dann ist die Erwartung, dass es einfach ein supertolles Rad wird auch riesenhoch. Man möchte sich draufsetzen und gleich einen Trainingsorgasmus bekommen. Natürlich wird so etwas in der Regel enttäuscht, aber zum Glück weiß man dies ja bereits im Vorfeld, im Gegensatz zu Frauen. Ich baue deswegen ganz bewusst sehr gerne Mittelklasse Räder auf. Wenn ich so darüber nachdenke, war das bei der Suche nach adäquaten Freundinnen in der Jugend auch so: Fräulein Colnago, Fräulein Pinarello, Fräulein de Rosa? Nein! Fräulein Panasonic, Fräulein Vetta, Frau Olmo? Ja, aber immer!

Im Falle des Moultons entschied ich mich für den “baue…jedoch” Ansatz, was im wesentlichen heißt: Ich baue das Ding mit einer Campa Ergopower Gruppe auf, jedoch nicht mit einer Chorus, sondern mit einer Veloce Gruppe. Ich baue das Ding überhaupt auf, aber ich benutze erst einmal die alten Laufräder. Nachdem diese, grundsätzliche Entscheidung gefällt war (die meine Familie zum Glück bislang nicht mitbekam) machte ich mich daran etwas aus dem Bestand an Altmetall aus dem Keller zu verkaufen, um das ganze zu finanzieren.

Prinzipiell war es die Idee das Moulton wie ein Rennrad aufzubauen und mit Campagnolo Ergopower zu versehen. Der Rahmen hatte nun mittige Aufnahmen für Standardfelgenbremsen, so dass man ohne Probleme Ergopower Bremshebel verwenden kann – bei V-Bremsen reicht die Seilzuglänge der Bremshebel nicht aus; das Problem kann man ein wenig beeinflussen durch den Einsatz von Mini V-Bremsen, aber richtig gut wird das dadurch auch nicht.  Dummerweise braucht ein Moulton langschenklige Felgenbremsen und man kann nicht die, wie ich finde, wunderschönen und sehr effektiven Super Veloce Bremsen verwenden. Langschenklige Felgenbremsen, am besten zweiachsig und mit Bremhülsenmutter befestigung – da gibt es nicht wirklich viel auf dem Markt. An meinem Panasonic habe ich die Tektro R359 angebaut, aber richtig gut finde ich die nicht. Die sind sehr soft und brauchen eine Menge Seilzug bevor die effektiv ansprechen. Also Shimano R451 – abre richtig schön sind die ja auch nicht. Also habe ich das getan, was jeder normale Mensch in meiner Situation tun würde: Ich habe vernünftige Bremsschuhe drangebaut und diese Vollplastiklatschen entfernt und dann habe ich angefangen mit einem Felgenradierer das Shimano Logo zu entfernen. Alternativ kann man natürlich immer unterhalb des Shimano Schriftzuges mit dem weißen Edding “Dura Ace Spezial” schreiben, um den Wert zu steigern. Jetzt passierte aber etwas interessantes, dass ich vom radieren von Campagnolo Bremsen bisher noch nicht kannte: Der Shimano Schriftzug ging weg – gut sogar. Und die schwarze Lackierung der Bremsen auch – schlecht. Die Dinger sind nicht eloxiert, sondern lackiert. Also musste ich mit dem Filzstift etwas nachhelfen, damit das nicht ganz so peinlich aussieht. Über die Funktion der Shimano Bremsen gibt es übrigens nichts zu meckern.

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Nachdem das geklärt war, ging es nun darum den Lenker an dem Rahmen, und die Ergopower Griffe an dem Lenker zu befestigen. Das heisst, also zunächst einmal musste die Veloce Gruppe tutti completto bestellt werden (zu den einzelnen Teilen später mehr) – die Bremsen konnte ich ja leider nicht am Moulton verbauen aber ich hatte durchaus weitere Verwendung für diese.

Die Veloce Ergopower Hebel waren leider eine herbe Enttäuschung: Die Gänge runter zu schalten geht wie immer bei Campa prima (von kleinen auf größere Ritzel hinten). Aber die Gänge hochzuschalten, dafür ist die Ergonomie des Tasters echt mies, viel schlechter als bei alten 8-fach Gruppen. Und man kann, im Gegensatz zu höherwertigeren, aber auch älteren Campa Schaltungen, maximal einen Gang pro Schaltungsvorgang ändern – das finde ich äußerst mies – das ist technischer Rückschritt, vergleichbar etwa mit Mittelalter nach römischem Reich. Hätte ich das gewusst, hätte ich doch lieber beispielsweise eine alte 8-fach Athena Gruppe montiert, denn mehr als 8 Gänge braucht man für ein Moulton in Bremen ohnehin nicht. Den Umwerfer der Gruppe übrigens auch nicht, wenn den jemand kaufen möchte. Das Veloce Schaltwerk hingegen braucht man, und das ist ein gutes, brauchbares Campa Teil.

Nun zur Montage der Campa Powertorque Kurbel. Ach Campa, hättet ihr nicht gleich beim Vierkantpatronenlager bleiben können? Das war doch gar nicht sooo übel. Zum Glück hat Campa wenigstens BSA Schalen im Angebot (die könnten ja auch auf ITA Gewinde bestehen) und die kann man auch mit einem normalen Werkzeug, dass auch auf Shimano oder SRAM Schalen passt montieren. Soweit so gut. Dann muss man allerdings die rechte Hälfte der Kurbel gegen rausfallen mit einem Stift sichern, mal sehen, ob ich irgendwo ein Foto oder Video finde ….. nein, auf dem offiziellen Video wird das gar nicht gezeigt … dann kommt auf der linken Seite eine relativ komplizierte Montage der linken Kurbel mit Feder, Dichtung und Fixierschraube, weitaus komplizierter als beispielsweise bei Shimano, Rotor, FSA, SRAM oder sogar FRM Kurbeln. Und das ganze muss man dann mit einer 14 mm Innensechskantschraube fixieren – das ist  ie Hölle, ehrlich! Nein, eigentlich nicht. Die Hölle ist die Kurbel wider zu demontieren und ich hoffe, dass ich das niemals tun muss. Das kann man im Video ab ca 2:10 sehen. Dafür braucht es einen speziellen Abzieher und die frickelige Feder fällt dem Videovormacher genau bei  3:17 aus der Hand, auf den Boden und war nie wieder gesehen. In dem Video wird übrigens nicht gezeigt, wie man das rechte Kugellager von der Welle bekommt – eigentlich der interessanteste Teil, denn um die Kugellager auszutauschen wird ja der erste Grund sein, die Kurbel vom Rad zu entfernen. Ist also, mit einem Wort, Mist.

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Aber, kombiniert mit einem 61er TA Specialities Kettenblatt sieht so eine Verloce Kurbel sehr schick aus. Über die Schwierigkeiten eine schöne Kurbel zu finden hatte ich letztens ja schon einmal geschrieben – im wesentlichen liegt das Problem ja wohl darin, dass der wichtigste Trendsetter, Shimano hier gerade etwas hat, was mir nicht gefällt. Zuerst war ein 54er Kettenblatt drauf. Ha, ha, das war ein echter Witz, da hätte ich auch gar keine Schaltung gebraucht, denn ich fuhr nie etwas anderes als die Kombination 54/11. Da hatte das Ding noch eine Campa Kette. Bei einer Campa Kette sind in der Verpackung etwa drei Warnhinweise und vier Sicherheitsposter (die meisten auf kyrillisch) dabei, dass man die nur einmal zunieten darf und dann auch nur an dem dafür vorgesehenen Kettenglied und nu mit dem Campa Spezialnieter für €100 plus. Die machen einem so viel Angst, dass ich die Kette dann gleich weggeschmissen habe, als sie für das 61er Kettenblatt zu kurz war und dafür eine Wippermann Black Edition gekauft habe. Das ist sowieso die schönste moderne Kette überhaupt (sonst finde ich die Regina d’Oro ja auch sehr schic. Überhaupt stehe ich auf goldene Ketten, dass ist ein Überbleibsel einer uralten Faszination mit Rene Weller und Egon Müller). Aber leider ist die auch zu kurz. Die letzten beiden Ritzel mit 25 und 23 Zähnen können nicht geschaltet werden, und so bleibt das Moulton ein 8 Gang Rad mit der kleinsten Übersetzung 61/21.

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Hinten ist ja ein Shimano Freilaufkörper dran, aber Ich hatte noch eine dieser genialen Ambrosio Kassetten, also diese Dinger, die eine Shimano Kassette auf seinem Campagnolo Freilauf, oder umgekehrt simulieren. Gibt es zum Beispiel hier. Diese konnte ich auf den Shimano 10-fach Freilaufkörper des hinteren Laufrades knallen und somit 10-fach Ergopower einsetzen.  Na ja, es wurde ja dann eine achtfach.

Nächste Spezialität: Der Steuersatz. Ist ein Ahead Steuersatz aber nicht für 1 1/8 Rohr sondern für 1 Zoll Rohre. Dafür gibt es kaum Vorbauten, schon gar keine verstellbare. Man baut deswegen einen 1 1/8 Vorbau an und klemmt eine Reduzierhülse von 1 1/8 auf 1 Zoll auf den Gabelschaft. Klappt ganz gut, aber ganz ehrlich: Ein längerer Gabelschaft und ein längeres Steuerrohr würden natürlich viel besser aussehen. Vorbauten die nach oben zeigen werden ja generell als sehr uncool angesehen und wenn die dann auch noch verstellbar sind , dann hat man so einem Menschen vor sich der sich nicht entscheiden kann, kein Risiko eingehen will oder so – total unsympathisch. Ist aber in diesem Fall die einzige praktikable Lösung der der Ritchey Vorbau auch der einzige, der einigermassen passabel ausieht. Das Teil ist übrigens noch ein Drama für sich: Das ist keineswegs so, dass man die Schraube locker macht und dann den Vorbau verstellen kann. Nein, innendrin ist eine Verzahnung, man muss das Lenkerteil komplett rausnehmen aus dem Gabelschaftteil und dann in der hoffentlich richtigen Position wieder reinsetzen. Passt das nicht, dann eben noch mal. Das passt übrigens auch deswegen oft nicht, weil die Form von dem Vorbau so ist, dass man das Teil zwar in die Verzahnung bekommt, wenn der Winkel aber zu steil ist, dann lässt es sich aber trotzdem nicht montieren. Dazu gibt es auch keine Anleitung, weder beim Vorbau selber, noch auf der Ritchey Website – was haben die sich dabei gedacht? Oder war das eine kooperative Entwicklung mit Campa – das würde einiges erklären.

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3ttt Lenker mit Veloce Ergopower und als Ritchey getarntem Campa Vorbau. BBB Lenkerband, das sich auch von mir wickeln lässt.

Dann die Sattelstütze. Hat von allen Durchmessern dieser Welt 31,8 mm. Nein, kann nicht 31,6 mm sein und so gibt es wenig Auswahl. Die Orginal Moultonstütze ist schwer, silber und mit 400 mm für mich auch zu kurz, ich brauche mindestens  410 mm. also eine Thomson Elite. Gekauft, montiert, Sattel drauf – aber der lässt sich nicht horizontal einstellen, da der Einstellbereich der Fixierschrauben nicht ausreicht – so ein Mist. Ich fummele Tage daran rum, bis ich feststelle, es ist nicht meine eigene Doofheit, es geht einfach nicht. Zum Glück tauscht der Online Händerl die Stütze um und schickt mir eine. .. Campa, nein Ritchey! Und die passt ohne Probleme (ach so, ist natürlich 31,6 mm).

IMGP0932Über das Einspeichen der Laufräder hatte ich ja auch bereits geschrieben, insbesondere im Hinblick auf besondere Schwierigkeiten und Erleichterungen. Die Kojak Reifen (20 x 1,5) wirken unglaublich klobig auf den Aerofelgen und Aero macht so wenig Sinn – wahrscheinlich muss ich doch noch einmal in schlankere Reifen investieren.

Ansonsten hat es noch die billigere Kopie eines Nitto Bottle Cage R Flaschenhalters montiert bekommen.

Die Frage ist, wie fährt sich so ein Moulton. Ehrlich gesagt, ich habe noch nicht allzu viel Ahnung. Ich werde jetzt erst einmal ein paar Kilometer damit schrubben und dann berichten.

MOULTON GALLERIE

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MOULTON FRIEDHOF RIENSBERG

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Moulton TSR9 T61 Teil I

Moulton Räder haben einen ganz eigenen Kultstatus bei Rennradfahrer. Bromptons, Rise&Müller und andere Klappräder sind irgendwie uncool – es sei denn man fährt bei der World Klapp mit und hat etwas ganz primitiv-cooles, aber Moultons sind irgendwie OK. Ich denke das liegt daran, das sie sehr teuer und sehr selten sind und der Gitterrohrrahmen eine seltsame Faszination auf Menschen ausübt, die sich mit Mechanik und insbesondere Statik in ihrem Leben auseinandersetzen mussten; oftmals weil sie Ingenieur wurden.

Die vermutliche Inspiration für ein Moulton TSR Bike.

 

Die Geschichte der Moulton Bikes geht zurück in die Fünfziger Jahre, Alex Moulton, ein Ingenieur, der in die Entwicklung des BMC Minis (heute BMW Mini) involviert war, machte sich Gedanken über die Neukonstruktion eines Fahrrades und konstruierte das erste Moulton bike, das Standard M1.

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Revolutionär dabei waren vor allem zwei Aspekte, einmal die Vorder- und Hinterrad-federung bzw. -dämpfung, die recht kompakt in das Rad integriert war und dann die sehr kleinen Laufräder, damals noch mit 16 Zoll. Das Rad wurde ein Erfolg und zu einer Ikone der Sechziger Jahre; Moulton wurde kurzfristig zum größten Radhersteller in Großbritannien.

Das Unternehmen machte dann eine Unternehmensübliche wechselhafte Geschichte durch, 1967 wurde Moulton von Raleigh übernommen, 1980 kaufte Alex Moulton die Rechte zurück und tat sich 1992 mit Pashley Cycles zusammen; zusammen mit Moulton wurde das TSR entwickelt und verkauft, eine moderne Variation mit 20” Reifen. Seit 2008 werden die Räder wieder von Moulton gefertigt. Hier einpaar interessante Links für diejenigen, die sich damit mehr auseinandersetzen wollen:

Moultons sind übrigens keine Klappräder. Das TSR kann allerdings in zwei Teile geteilt werden, es ist sozusagen nicht untrennbar.

Ich sah zum ersten Mal ein echtes Moulton in Tokyo auf der Nakahara Kaido in Tokyo. Dort gibt es einen Radladen, Koohoo, der sich zum Teil auf Moultons spezialisiert hat. Die Moultons dort sind extrem aufwändig, teuer und schick. Hier mal ein Beispiel von einem TSR Aufbau:

Und zwei weitere Beispiele von noch teurerem und AM und Double Pylon Aufbauten.

Für mich kam nur ein TSR in Frage, der einzige Moultonrahmen der noch einigermaßen in finanzieller Reichweite war. Neu wollte ich mir den nicht kaufen und der Gebrauchtmarkt in Deutschland ist fast nicht existent. Obwohl, wo ich gerade so schaue ist was ganz schickes auf ebay dabei:

Es hatte dann auch lange gedauert aber wie das so ist, unverhofft kommt oft und schnell und auf einmal hatte ich ein komplettes TSR9 auf ebay erstanden. Es war nicht billig, es war nicht ganz das was ich wollte, aber es war OK und es hatte genug Potential, um neu aufgebaut zu werden. Schön.

Danach wurde es leider sehr unangenehm. Der Verkäufer überzeugte mich, dass es schon OK ist, das Rad mit Hermes und Komplettkondom zu verschicken. Das Rad kam an, ich baute es zusammen und musste erst einmal den Schaltwerkadaptor gerade biegen, der war wohl beim Transport beschädigt worden. Dann die erste Probefahrt – das Rad zog extrem nach links, es war völlig unmöglich auch nur eine Hand vom Lenker zu nehmen.

Ich brachte es zu dem Radhändler meines Vertrauens und der stellte fest, dass der Rahmen verzogen war. Richten konnte er ihn nicht. Also schickte ich das Teil zu dem Moulton Importeur, der zu dem gleichen Ergebnis kam und ihn auch nicht richten konnte. Hermes zahlte dann die maximale Deckung der Transportversicherung aus, die aber auf € 1.000 beschränkt war. Das reichte nicht für einen neuen Rahmen. Nach Diskussionen etc. mit dem Verkäufer und dem Importeur übernahmen beide einen Teil der Kosten beziehungsweise gaben mir Discount auf einen neuen Rahmen, so dass der Schaden nicht ganz so groß wurde. Trotzdem wurde es klar, dass dies kein billiger Aufbau wird.

Die Anbauteile an dem Moulton waren wirklich alles andere als prickelnd. Hinten eine SRAM 9-Gang Schaltung, ein paar billige Avid Single Digit V- Bremsen, eine Sturmey Archer Kurbel, also für ein Rad was neu deutlich mehr als €2.000 kostet darf man schon ein wenig mehr verlangen. Vor allem an besseren Laufrädern. Das waren so Quando Dinger, kenne ich nur von ganz billigen Fixie/Singlespeed Rädern – völlig indiskutabel. Schän war eigentlich nur der Rahmen und der Brooks Sattel.

Durch den neuen Ersatzrahmen hatte ich nun die Möglichkeit einen mit Aufnahmen für Felgenbremsen zu bekommen (also nicht Cantileveraufnahmen für V-Bremsen). Das war Glück, denn die Kombination von Ergopower Hebeln mit V-Bremsen wäre vermutlich etwas komplizierter geworden. Die ganzen Teile habe ich verkauft, bzw. bin noch dabei diese loszuwerden in der kleinen Moulton Welt. Der Rahmen kam.

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Zeitsprung, ein paar Monate später.

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Details zum Aufbau und zu den ganzen speziellen Dingen die man dabei bedenken muss im nächsten Teil.

 

 

 

 

 

 

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Frühstück im Grünen.Edu

Sabrina (aka “Mädchen no Rücklicht) hatte auf fb eine entspannte Runde für den Sonntagnachmittag um 14 Uhr plaziert. Entspannt deswegen, weil nicht um 7 Uhr aufgestanden werden muss, man in Ruhe zuhause frühstücken und den Müll rausbringen kann, Kinder und Frau zum Abschied küsst und sich dann erst ab dem Platzhirsch die Lunge aus dem Leib pustet. Nein, war nur ein Spaß, die angekündigte Stimmung war etwa so:

Edouard Manet: Das Frühstück im Grünen (1863). Eien Reihe von Carbonrädern steht rechts im Gebüsch.

Menschen meiner Generation (Generation M im Generationskalender der mittlerweile bei Y angekommen ist) kennen dieses Bild weil sie früher Bob Wow Wow gehört haben und lauthals “I want Candy” sangen, die mit der Gnade später Geburt beschenkten kennen es vielleicht aus Marie Antoinette.

Und während ich im Keller lut fluchte, weil mein Moulton Rad einen Platten hatte und ich eigentlich mit dem fahren wollte (geht nicht schneller als 37 km/h max) verging die Zeit und ich merkte nicht, dass es schon kurz vor 2 war. Sprint zum Platzhirsch Treffpunkt, ich war der letzte und gleich ging es los. Jede Menge bekannter Gesichter: Benjamin (aus Sundern im Sauerland), Björn, aber ohne Simone, Lars, Stefan, Olaf, Sabrina…. und jede Menge neuer Gesichter eine richtig große Truppe. Angekündigt war eine Tour nach Norden bis nach Vegesack und dann mit der Fähre rüber nach Lemwerder und zurück auf der anderen Seite. Doch plötzlich ging es doch nach Wilstedt auf die Standardrunde. Na ja, so was kann man an sich noch nach Feierabend fahren, aber mir sollte es auch recht sein. Das Tempo war mässig, aber da mir erst mal die Kette absprung konnte ich zusammen mit Benjamin plus x gleich mal einen Sprint einlegen um wieder Anschluß zu finden. Trotz der großen Truppe war einigermassen Ordnung da, manchmal wurde etwas nervös gebremst aber im großen und ganzen war es OK. Ich fuhr hinter einen Fahrer aus Österreich (oder Polen, weiß nicht, auf jeden Fall war Kleidung und Rad komplett rot-weiß) der ordentlich Windschatten abgab her und schmunzelte im Kopfe so vor mich hin. Das linke Hosenbein war voll mit Abdrücken von Kette und Kettenblättern, aber wieso das linke? Also entweder waren das Beinlinge und er hatte das linke rechts und umgekehrt, oder er hatte seine Hose falschrum angezogen, es wird mir auf immer ein Rätsel bleiben. Jedenfalls wollte ich das für die Nachwelt dokumentieren und holte meine Kamera aus der Jacke. Die dann prompt runterfiel und den Geist aufgab. Wie sagte mein Opa (Generation K) immer: “Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, große etwas später.” OK, damit ist aber danna uch jegliche SChuld abgegolten. Zusammen mit Benjamin und Y bildeten wir einen Zug und sprinteten mit 37 Sachen wieder an die Gruppe ran – es war also echt sportlich, auch wenn es meine Dämlichkeit war.

Über Fischerhude und Quelkhorn ging es dann nach Bucholz (erster Ortsschildsprint) und dann durch die Felder nach Vorwerk und Bülstedt. Manchmal wurde es etwas schneller, aber Dank der Beteiligung aller wurde vorne dann kürzer getreten und der Rest half hinten aus die Truppe wieder zusammen zu fahren. Vor Wilstedt setzten sich die üblichen Verdächtigen nach vorne, um den Sprint um das Ortsschild untereinander auszumachen. Mein Timing zum Antritt war richtig gut und keiner kam mit – also bis auf Stefan, der einfach schneller ist. Oder jünger. Oder das bessere Rad hat.  Oder alles drei.

In Wheel Stedt machten wir dann kurz Stopp um uns neu zu formieren und ein Gruppenbild zu machen.

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Waren eigentlich alle da bis auf zwei – von daher kann das Tempo ja nicht so falsch gewesen sein. Jetzt hatten wir Rückenwind und ich befürchtete, dass nun das große Zeitfahren auf dem Stück nach Huxfeld stattfinden würde. War aber nicht so, es ging gut und gemütlich weiter und es gab jede Menge Zeit und Luft zum unterhalten. Frühstück im Grünen halt.

Den Rest hatte ich schon x-mal gefahren, Grasdorfer Strasse, Timmensloh, Borgfeld, das Stück über dem Deich bis zum Kuhsiel, man kennt es und kann es fast mit verbundenen Augen fahren. Stefan, Benjamin, Z, L und ich entschieden, dass wir noch nicht genug haben und machten noch eine Runde zum Dammsiel und dann weiter durch das Blockland, vorbei an den Kleingärten der Hillibillies bis zu dem Camper Schrottplatz (der aussieht wie ein Drehort von “Breaking Bad”), dem Tierheim und der Müllverbrennung nebenan. Stefan meinte, ganz richtig, dass man doch Serpentinen den Müllberg hoch bauen könnte, am besten als Rundkurs vorne hoch und hinten runter und wir würden dann das ganze als “Stelvioland” vermarkten.

Dann erzählte ich Stefan eine wahnsinnig komplizierte Geschichte, die definitiv nicht beim radfahren erzählt werden kann. Es ging darum, dass mich die kleine Wümme an die Sümpfe im Mississippi und insbesondere an den Film “Down by law” erinnern würde. Kannte Stefan nicht. Na der Film, in dem Roberto Benigni mitspielt, der bekannte italienische Komiker. Kannte Stefan auch nicht, meinte ich Danny de Vito? Nein, einen echten Italiener. Der aus dem Film “Life is beautiful”. Kannte Stefan auch nicht. Also fing ich an ihm die berühmte Szene aus dem Film zu erzählen.

Man kann sich einfach vorstellen, dass das auf dem Rad erstens nicht so einfach und zweitens nicht so lustig ist. Und drittens, unglaublich lange dauert, so dass wir Tierheim und MVA bald erreichten ohne dass ich auch nur annähernd am ende angekommen war. Über den  Unisex und über die Parkallee und den Schwachhausener Ring ging es dann zurück nach Haus Sehr schöne Tour, Danke an alle die dabei waren.

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A well used bibshort.

David and Jerome finished yesterday their 400km brevet BRM321 of the Saitama Audax Club (in Japanese). Well done, I hope we will sea a post about the event on the Positivo Espresso Blog in the near future. The photo below shows the sorry state of Jeromes bib short before the start – I can’t imagine how it will look like after a 400km ride.

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This is a bib short from the second batch of Positivo Espresso jerseys produced in 2009. David mentioned that he is considering of designing a new kit, so we all look forward for new team wear this year, distributed to the members of the club dispersed between Tokyo, London, Bremen und several other places.

For those who are not familiar with the Japanese language, allow me to explain the pun on the back: It shows an insect (“mushi” in Japanese) and the Japanese characters “信号虫”, the first two characters being a compound “shingo” meaning traffic light and the third one the character “mushi” for insect. It reads “Shingomushi” which by chance has the same reading as “信号無視”, but a complete different meaning “ignoring traffic lights”.

I remember well the discussion we had in the club when the design was introduced and whether or not this would be too provocative for riding inJapan. At least some members did not order the kit as a result. Still, I hope that during the last six years everybody has ridden safely and without being harrassed by the Japanese police because of the design.

Anyway, I agree it is time to prepare something new and it would be great if a new kit is ready for the Giro Dolomiti event in summer in Italy as well as for David challenging Paris – Brest – Paris (for which the 400km brevet was a prerequisite) afterwards.

 

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Eingeordnet unter 2015, David, Design&Fashion, Jerome, Mob